Interkulturelle Öffnung Institutionen, Einrichtungen, Träger sind befähigt ihre Angebote und Leistungen an die sich verändernden Herausforderungen und Bedingungen einer Einwanderungsgesellschaft anzupassen Jeder Bürger / jede Bürgerin, egal welcher Herkunft und welchen Hintergrundes erhält eine, seinem/ihrem Bedarf entsprechende Leistung und/oder Angebot.
Anforderungen IKÖ bedeutet immer einen Organisationsentwicklungsprozess und muss als eine Querschnittsaufgabe gesehen werden. IKÖ ist nur mit Unterstützung und einer Entscheidung seitens der Leitungsebene möglich setzt interkulturelle Kompetenzen bei den MitarbeiterInnen voraus Ausbau von interkulturellen Teams Qualifizierung für eine interkulturell sensible Arbeit, bedarf einer institutionalisierten fachlich fundierten Fortbildung zur Entwicklung interkultureller Handlungskompetenzen IKÖ ist ein andauernder Prozess
Umsetzung interkultureller Öffnung durch Integrationsagenturen Aufgaben Initiierung Begleitung
Geschichte der Integrationsagenturen Nach dem Erlass des Zuwanderungsgesetzes in 2005 setzte das Land Nordrhein-Westfalen verstärkt auf eine systematische Integrationsarbeit zwischen Kommunen, Freien Trägern und dem Land. Seit 2007 fördert das Land Nordrhein-Westfalen, in Trägerschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, Integrationsagenturen für die Belange von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Ziele der Integrationsagenturen Die Arbeitsgrundlage der Integrationsagenturen bildet eine Rahmenkonzeption, die in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der Wohlfahrtsverbände und des Integrationsministeriums mit Unterstützung durch eine wissenschaftliche Begleitung erarbeitet wurde und ist auf folgende Ziele ausgerichtet:
Ziele der Integrationsagenturen Die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stärker als bisher vorantreiben. Integrationschancen und probleme erkennen, benennen und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit anderen freien und öffentlichen Trägern und Migrantenselbstorganisationen nach Unterstützungsmöglichkeiten und Lösungen suchen. Beiträge anregen für eine wirksame Integration vor Ort, Bewusstsein für die Aufgaben schaffen, Potenziale aktivieren, zusammenführen und interkulturell kompetent begleiten sowie die gemeinsame Integrationsarbeit moderieren
Zielgruppen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die sich schon länger als drei Jahre mit einem auf Dauer angelegten Aufenthaltsstatus in Deutschland aufhalten. Aussiedler, Menschen die die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt haben, Leitungen und Mitarbeitende von Einrichtungen und Diensten der sozialen Infrastruktur, Multiplikatoren und kommunale Verwaltung, Migrantenselbstorganisationen, Ehrenamtliche, StadtteilbewohnerInnen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte
Arbeitsgrundlagen Die Arbeitsfelder der Integrationsagenturen sind in den Rahmenrichtlinien des Land NRW festgelegt und bewegen sich in vier Eckpunkten. Die Integrationsagenturen wählen die Eckpunkte, in denen gearbeitet wird, und die Aufgabenfelder im Einzelnen auf der Basis einer jährlich zur erstellenden Sozialraum- bzw. Bedarfsanalyse aus.
Eckpunkte 1. Interkulturelle Öffnung: Die interkulturelle Öffnung der Einrichtungen und Institutionen der sozialen Infrastruktur von der Kindertageseinrichtung über die Beratungsdienste bis hin zur Senioreneinrichtung unterstützen, um Dienstleistungen für Zugewanderte zu öffnen und zielgruppenspezifische Angebote zu entwickeln. Dazu gehört neben der Sensibilisierung und Organisation von Fortbildungen zur interkulturellen Orientierung und Entwicklung der interkulturellen Kompetenz auch die Beratung und Begleitung von Öffnungsprozessen.
Eckpunkte 2. Sozialraumorientierung: Die sozialraumorientierte Arbeit fördern und unterstützen, zu der eine systematische Angebotsplanung gehört, sowie die Kooperation mit den in den Stadtteilen mit sozialen Problemlagen tätigen Vereinen und Organisationen. Hinzu kommt die Heranführung der Zugewanderten an die Angebote der sozialen Infrastruktur.
Eckpunkte 3. Bürgerschaftliches Engagement: Die Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen, die Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement im Bereich der Integration und die Qualifizierung und Begleitung von Multiplikatoren und Selbstorganisationen.
Eckpunkte 4. Antidiskriminierungsarbeit: In verschiedenen gesellschaftlichen Lebensbereichen für das Thema der ethnischen Diskriminierung sensibilisieren, Fortbildungen für Institutionen, für Fachkräfte in Einrichtungen und weitere Zielgruppen anbieten und die Antidiskriminierungsarbeit in der sozialraumorientierten Arbeit verankern.
Standort Bielefeld In Bielefeld gibt es derzeit 3 Integrationsagenturen die bei folgenden Wohlfahrtsverbänden angegliedert sind: Diakonie für Bielefeld Caritasverband DRK Kreisverband Bielefeld Es besteht eine enge Kooperation, bei regelmäßigen Treffen wird die Arbeit miteinander abgestimmt. Gemeinsame Projekte werden geplant und durchgeführt.
Schwerpunkte der IA Interkulturelle Öffnung: Fortbildungsangebot - Vermittlung interkultureller Kompetenz u.a. durchgeführt mit Bewährungshilfe Sozialberatungsstellen Krankenpflegeschule Pflege- und Stationsleitungen EvKB Schulsozialarbeit Ehrenamtliche
Schwerpunkte der IA Interkulturelle Öffnung: Co-Beratung für u.a. Erziehungs- und Familienberatungsstellen Stabsstelle Migration JHW EFI, Erfahrungswissen für Initiativen Beratung und Fortbildung Bethel Schulen Kolleginnen und Kollegen des eigenen Trägers Ehrenamtliche Einzelpersonen
Schwerpunkte der IA Interkulturelle Öffnung: Initiierung und Begleitung von interkulturellen Öffnungsprozessen mit Selbsthilfegruppen Personalmanagement EvKB stationären Altenpflege Erziehungs- und Familienberatungsstelle
Schwerpunkte der IA Sozialraumorientierte Arbeit Bildungs- und Informationsangebote in Stadtteilen mit einem hohen Migrantenanteil Unterstützung von Einrichtungen bei der Planung und Durchführung von Angeboten für Migranten Netzwerkarbeit
Schwerpunkte der IA Bürgerschaftliches Engagement Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen (MSO) Begleitung bei der Initiierung von MSO Durchführung von Projekten zur Förderung von ehrenamtlichen Engagement Unterstützung von bestehenden Initiativen im Kontext interkultureller Fragestellungen Netzwerkarbeit
Zuständigkeit der IA Keine Einzelfallberatung wie MBE und JMD Zuständig für Menschen mit Bleibeperspektive in Abgrenzung zur Flüchtlings- und Rückkehrberatung Keine Zuständigkeit für berufliche und sprachliche Integration, lediglich vermittlerische Tätigkeit
www.bielefeld-interkulturell.de Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit