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Transkript:

PassivhausObjektdokumentation Freistehendes Einfamilienhaus in Ulm Jungingen Verantwortlicher Planer Otmar Hirschmann http://www.casa-nova.com Modernes und individuell geplantes Einfamilienhaus als zertifiziertes Passivhaus gefördert durch ein zinsgünstiges Darlehen der KfW-Bank Siehe auch www.passivhausprojekte.de, Projekt-ID: 1405 Besonderheiten: Regenwassernutzung U-Wert Außenwand 0,107 W/(m²K) U-Wert Bodenplatte 0,199 W/(m²K) U-Wert Dach 0,129 W/(m²K) U-Wert Fenster 0,70 W/(m²K) Wärmerückgewinnung 90 % PHPP JahresHeizwärmebedarf PHPP Primärenergie Drucktest n50 1 14 kwh/(m²a) 25 kwh/(m²a) -1 0,3 h

1 Kurzbeschreibung der Bauaufgabe Dieses Einfamilienhaus in Jungingen auf der Schwäbischen Alb erhielt ein zusätzliche Förderung der Stadt Ulm aufgrund der Passivhauszertifizierung. Durchdachte Detailplanung ermöglicht eine hohe Luftdichtheit der Gebäudehülle. Darüber hinaus wurde besonderer Wert gelegt auf fließende Übergänge zwischen dem großzügigen, hellen, offenen Koch-,Ess-, Wohnbereichen und der großen Terrasse. Die flexible Konzeption des Hauses, kann sich an zukünftige Wünsche der Nutzer anpassen. 2 Ansichtsfotos Passivhaus Die Südseite ist auf dem Deckblatt abgebildet. Westseite Hier befindet sich der Eingang des Hauses (Fotos: Marka) 2

Aufnahme von Nordwesten; Hier ist die Aussenluftansaugung zu erkennen. Ansicht von Osten: Hier ist der Tiefhof mit Stützwand zu erkennen 3

3 Schnittzeichnung Passivhaus Ulm Jungingen 4

4 Grundrisse Passivhaus Ulm Jungingen UG EG 5

DG 6

5 Konstruktionsdetails der Passivhaus -Hülle und Technik Passivhaus Ulm Jungingen 5.1 Konstruktion inkl. Dämmung der Bodenplatte Vermeidung von Wärmebrücken und Kellerdeckenaufbau am Fußpunkt des aufsteigenden Mauerwerks. Um die konstruktiv bedingte Wärmebrücke gering zu halten, wird in die betonierte Kelleraussenwand eine XPS Dämmung innenseitig im Sockelbereich eingesetzt. Parkett 0,130[W/(m²K)], 10 mm Boden Estrich 1,400[W/(m²K)], 60 mm platte Dämmung PUR 0,025[W/(m²K)] auf Bodenplatte, 120 mm Beton LD-Schicht 2,300 [W/(m²K)], 250 mm 7 U-Wert 0,21 W/(m²K)

5.2 Konstruktion inkl. Dämmung der Außenwände Der Aufbau der Außenwand. Hochporosierte Ziegel (SX11) in Verbindung mit einer hochwertigen EPS Dämmung ermöglichen einen sehr guten U-Wert. Innenputz (LD-Schicht),15 mm U-Wert 0,107 W/(m²K) Außen- Ziegel SX11 0,120[W/(m²K)], 240 mm wand EPS 0,032[W/(m²K)], 240 mm Außenputz 0,800[W/(m²K)], 10 mm 8

5.3 Konstruktion inkl. Dämmung des Daches Der Dachaufbau im Passivhaus. Der Einsatz eines Schrägdachs war im Baugebiet bindend festgelegt. Die durchgehende Luft- und Dampfdichtung (Polyäthylen Folie) befindet sich geschützt hinter der Untersparrendämmung Hauptdach Dach GK-Platte LD-Schicht 0,250[W/(m²K)], 13 mm Mineralwolle 0,035[W/(m²K)] + Unterkonstruktion (4%) 0,130[W/(m²K)], 100 mm Mineralwolle 0,035[W/(m²K) + Sparren (8%) 0,130[W/(m²K)], 200 mm 9 0,129 W/(m²K)

5.4 Fensterschnitte inkl. Einbauzeichnung 10

Fensterrahmen: Zur Verwendung kam der Passivhaus-Rahmen der Fa. Gold. Zudem wurden die Fensterrahmen überdämmt. Die Verglasung wurde mit einer ENplus + TrIII3 Beschichtung versehen. Auf den Südseite wurde eine Verglasung mit hohem g-wert gewählt um die solaren Gewinne zu optimieren. Fenster 6 Rahmen mit 100mm, überdämmt, 3fach-Verglasung Ug=0,54, g=48/58%, Uf = 0,82 W/(m²K) 0,70 W/(m²K) Beschreibung der luftdichten Hülle; Dokumentation des Drucktestergebnisses Die Massiv-Bauweise ist bei diesem Gebäude ausschlaggebend für eine recht unkomplizierte Einhaltung des PH-Kriteriums. Der n50 Wert wurde mit 0,26 / h dokumentiert. Als luftdichtende Schichten werden beim Boden der Stahlbeton, bei den Außenwänden der Innenputz angenommen. Fenster sind auf die verspachtelten Leibungen (siehe Foto) mit Butylbändern luftdicht in die Gebäudehülle integriert. Für die Luftdichtung im Bereich der Außen- und Wohnungstrennwände wurde im Passivhaus ein vollflächig aufgebrachter Innenputz aus Gips verwendet. Es wurde speziell darauf geachtet, dass alle Mauerwerksbereiche vollständig verputzt wurden: Insbesondere auch die Bereiche, die im fertigen Innenraum gar nicht sichtbar sind. Der Putz reicht also von Oberkante Rohfußboden bis Unterkante Rohdecke. Das Schrägdach ist mit einer Dampfsperre versehen, diese bildet die luftdichtende Schicht. Die Dampfsperre ist umlaufend an Giebel und Traufe auf das abgespachtelte Mauerwerk geklebt. 11

Butylband und Spachtelung 12

13

7 Lüftungsplanung Kanalnetz (exemplarisch) Um die Lüftungsverluste stark zu reduzieren, wurde eine balancierte Zu/AbluftAnlage Paul Novus 300 mit einem hocheffizienten Gegenstrom-Luft-LuftWärmetauscher eingesetzt. Der Wärmerückgewinnungsgrad beträgt 94%, die Elektroeffizienz liegt bei 0,22 Wh/m³ 14

Installationsschacht OG mit Lüftungsendschalldämpfer 15

8 Wärmeversorgung Die Warmwasserbereitung und die Raumheizung erfolgt über eine Fernwärmeübergabestation im UG. Der Primärenergiefaktor beträgt 0,48 kwh/kwh. Übergabestation mit Heizkreis für Fussbodenheizung und Heizkörpern. Die Wärmeübergabe wird im WohnEssKoch-Bereich und in den Bädern aus Optischen- und Komfort-Gründen mit Fußbodenheizung ausgeführt. In der restlichen Wohnräumen sind Heizkörper installiert, die eine schnelle, bedarfsorientierte Aufheizung dieser Räume ermöglichen. 16

9 PHPP-Berechnungen 17

10 Baukosten Die reinen Baukosten (Kostengruppen 300 bis 400) belaufen sich auf 1473 /m² 11 Bauwerkskosten Die Bauwerkskosten belaufen sich auf netto 330.600 / 12 Baujahr Baubeginn war 2010. Die Abnahme erfolgte im August 2011. 13 Angaben zum Entwurf Architektur Entworfen wurde das Gebäude von Otmar Hirschmann (Casa Nova GmbH) 14 Angaben zur Planung Haustechnik Die Haustechnikplanung erfolgte durch Casa Nova GmbH in Absprache mit dem Ingenieurbüro Ebök als Zertifizierungsstelle. 18