Einrichtungskonzeption Ambulanter Pflegedienst Meißner Umland 01640 Coswig Hauptstraße 24 Telefon: 0800-44 880 44 gebührenfrei Fax: 0 35 23 77 400 51 pflegedienst-meissen-elbtalkreis@volkssolidaritaet.de www.volkssolidaritaet-elbtalkreis.de Einrichtungskonzeption Seite 1
Gliederung Seite 1. Vorwort 3 2. Pflegeleitbild 3 3. Trägerschaft und Aufgabenstellung 4 4. Allgemeine Projektkonzeption mit Lage und Infrastruktur 4 5. Pflegekonzept nach Monika Krohwinkel 5 6. Pflegesystem 6 6.1 Aufgaben der Bezugspflegefachkraft 6 7. Kommunikation 7 8. Personelle Sicherstellung 8 8.1 Das Pflegeteam 8 8.2 Die Pflegedienstleiterin 8 9. Gesetzliche Rahmenbedingungen für die Leistungserbringung 8 9.1 Vertrag mit dem Kunden 9 9.2 Art und Weise der Leistungserbringung 9 9.3 Leistungen im Überblick 10 9.4 Adressaten unserer Leistungen 11 10. Qualitätsmanagementsystem 11 11. Ausstattung unseres ambulanten Pflegedienstes 12 12. Schlussbemerkung 13 Einrichtungskonzeption Seite 2
In unserer Einrichtung bieten wir zwei elementare Faktoren: Mit dem Kopf des Patienten zu denken und entsprechend zu handeln (dabei wird analysiert, was der Bewohner wirklich will). Der Patient steht im Mittelpunkt des gesamten Geschehens. 1. Vorwort Das nachfolgende Einrichtungskonzept definiert das pflegerische Angebot unseres Pflegedienstes und ist Handlungsorientierung für alle Mitarbeiter, die am Pflegeprozess beteiligt sind. Basierend auf dem Pflegeleitbild bietet es eindeutige Aussagen darüber, nach welcher Pflegetheorie in unserer Einrichtung gehandelt werden soll. Das schriftlich fixierte Konzept dient zur Außendarstellung unserer Einrichtung, zur Transparenz und zur Orientierung der Patienten, Angehörigen, Betreuer und zuständigen Behörden. Das hier vorliegende Konzept unterliegt einer dauerhaften Weiterentwicklung und Aktualisierung. Es wurde unter Beteiligung der Qualitätsbeauftragten und der PDL und mit den Mitarbeitern des Pflegebereichs eingehend diskutiert, um Transparenz über die Inhalte zu schaffen. Das vorliegende Einrichtungskonzept in Kombination mit dem Qualitätsmanagementhandbuch dient allen Mitarbeitern als verbindliche Richtlinie für kundenorientiertes, qualitätsbewusstes und verantwortliches Handeln. 2. Unser Pflegeleitbild Orientiert am Motto des Verbandes: Miteinander - Füreinander Pflege heißt, den Menschen in seiner momentanen Situation und Befindlichkeit aufzunehmen und eine genesungsfördernde Atmosphäre für unsere Patienten zu schaffen. Seine Familie und soziale Umgebung wird berücksichtigt, wenn gewollt und möglich, in die Pflege mit einbezogen. Grundlage unserer Arbeit ist die ganzheitliche Versorgung der Patienten. Dem Mensch als individuelle Persönlichkeit treten wir mit Würde und Respekt gegenüber, fördern seine aktive Mitbestimmung und beziehen mögliche Selbsthilfepotentiale mit ein. Die Ziele unserer Arbeit: Den Gesundheitszustand des Patienten erhalten und wenn möglich zu verbessern. Die Wiederherstellung der bestmöglichen Unabhängigkeit, bestimmt durch die individuelle und biographische Besonderheit des Patienten. Wir pflegen prozessorientiert nach dem Pflegemodell von Maria Krohwinkel. Wir erkennen die Inhalte der Charta der Rechte für hilfe- und pflegebedürftiger Menschen an. Einrichtungskonzeption Seite 3
3. Trägerschaft und Aufgabenstellung Die Volksolidarität Elbtalkreis-Meißen e.v. ist seit dem 24.11.1990 ein eingetragener Verein. Die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichts Meißen erfolgte am 21.06.1991 unter der jetzigen VR-Nr. 10699. Auf der Grundlage unseres Vereinszwecks sind wir offen für alle Bürger, denen Solidarität und Humanität gegenüber Älteren, Behinderten, Hilfsbedürftigen, Kindern und Jugendlichen am Herzen liegen und leisten mit unseren hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern beratende, betreuende, pflegende und unterstützende Hilfe mit dem Ziel, eine aktive Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Die Volkssolidarität Elbtalkreis e.v. betreibt 2 ambulante Pflegedienste, 1 Tagespflege, 8 Wohnanlagen mit Begegnungsstätten und 20 Kindertagesstätten, sowie ein breites ehrenamtliches Tätigkeitsfeld in 43 Ortsgruppen mit mehr als 500 Mitarbeitern. 4. Allgemeine Projektkonzeption mit Lage und Infrastruktur Im Jahr 1991 eröffnete die Volkssolidarität Elbtalkreis e.v. den Pflegedienst Meißen auf der Talstr. 3 in Meißen, 2001 war der Sitz auf der Dresdner Str. 47 in Meißen. Nach dem Umzug im Oktober 2011 befindet sich der in 01640 Coswig auf der Hauptstraße 24. Der Pflegedienst liegt direkt im Zentrum von Coswig. Es besteht eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie zu verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem verfügt Coswig über ein gut sortiertes Angebot an kulturellen, kulinarischen, kirchlichen und behördlichen Einrichtungen. In unmittelbarer Nähe der Einrichtung befinden sich 50 Wohneinheiten ( 41-70 m² ) des Betreuten Wohnens der Seniorenwohnanlage Lutherstraße mit integrierter Begegnungsstätte welche sich auch in Trägerschaft der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.v. befindet. Das örtliche Einzugsgebiet unseres Pflegedienstes umfasst: Meißen, das Meißner Umland, Radebeul, Coswig, Weinböhla und Niederau. Einrichtungskonzeption Seite 4
5. Pflegekonzept nach Monika Krohwinkel Monika Krohwinkel macht folgende Kernaussagen in ihrem Konzept der fördernden Prozesspflege: Mensch Als Mensch wird der Bewohner sowie die Bezugspflegeperson bezeichnet. Krohwinkel sieht den Menschen als einheitliches, integrales ganzes, das mehr und anders ist als die Summe seiner Teile, mit seiner Identität und Integrität (Rogers, 1970). Der Mensch ist ein durch Erfahrung geprägtes Lebewesen und er ist fähig, sich zu entwickeln, zu wachsen und sich selbst zu verwirklichen unabhängig von Alter, Krankheit und Behinderung. Umgebung In der ganzheitlichen Sicht ist die Umgebung der wesentliche Faktor für das Leben, Gesundheit und Wohlbefinden. Mensch und Umgebung sind wechselseitig beeinflussende Systeme. Zur Umgebung zählen neben allen Lebewesen, auch ökologische, physikalische, materielle und gesellschaftliche Faktoren. Der Bedarf an Veränderungen der Umgebung wird besonders deutlich im Bereich der Rehabilitation und bei Einzug in ein Seniorenheim. Gesundheit und Krankheit Monika Krohwinkel definiert Krankheit und Gesundheit als dynamischen Prozess. Die Pflegekräfte konzentrieren ihre Arbeit nicht nur auf medizinisch defizitäre Befunde, sondern sie beziehen die Ressourcen des Menschen mit ein, die es zu stützen, zu fördern und zu erhalten gilt. Als Gesundheit wird die Lebensqualität bezeichnet, die der pflegebedürftige Mensch für sich als Wohlbefinden und Unabhängigkeit definiert. Pflege Die primär pflegerische Zielsetzung des Modells ist das Erhalten, Fördern bzw. Wiedererlangen von Unabhängigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität des pflegebedürftigen Menschen in seinen Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens. Um dies umzusetzen, sind insbesondere die Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person und/oder ihre persönliche Bezugsperson (Angehörige/Lebenspartner/Freunde ) gezielt zu erfassen, zu stützen und zu fördern. Diese Ziele bleiben bestehen, unabhängig davon, ob der pflegebedürftige Mensch gesund, krank, behindert oder sterbend ist. Der professionellen Pflege stehen fünf grundlegende Methoden zur Hilfeleistung zur Verfügung: Für den pflegebedürftigen Menschen handeln Ihn Führen, Leiten und Unterstützen Für eine Umgebung sorgen, die einer positiven Entwicklung förderlich ist Den pflegebedürftigen Menschen und seine Bezugsperson anleiten, beraten, unterrichten und fördern Einrichtungskonzeption Seite 5
Das AEDL Strukturmodell Krohwinkel bringt pflegerische Bedürfnisse in Zusammenhang mit Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens, die sie in Ihrem Modell beschreibt. Sie benennt 13 Bereiche, die untereinander in Wechselbeziehung stehen, aber keiner Hierarchie unterliegen. Um den Menschen ganzheitlich zu sehen, muss neben der jeweils einzelnen Betrachtung jeder AEDL auch ihre Auswirkungen auf die anderen AEDL Bereiche berücksichtigt werden. AEDL`s Kommunizieren können Sich bewegen können Vitale Funktionen aufrechterhalten Sich pflegen können Essen und Trinken können Ausscheiden können Sich kleiden können Ruhen, Schlafen und sich entspannen können Sich beschäftigen lernen und sich entwickeln können Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten können Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können Soziale Bereiche des Lebens sichern und Beziehungen gestalten können Mit den existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen können Eine Besonderheit stellen die die existentiellen Erfahrungen des Lebens dar. Der Mensch hat im Laufe seines Lebens eine Reihe von Erfahrungen gesammelt, negative wie positive, die sich in ähnlichen Situationen auf sein Leben auswirken. Erfahrungen aus seinem früheren Leben können die Zufriedenheit, das psychische Wohlbefinden und die körperliche Verfassung beeinflussen. Die genaue Beschreibung der AEDL `s erfolgt im QMH. 6. Pflegesystem Die pflegerische Ablauforganisation des Pflegedienstes basiert auf dem System der Bezugspflege im Rahmen des Pflegemodells der fördernden Prozesspflege nach Krohwinkel. Das bedeutet, dass eine feste Verantwortungszuordnung zwischen Pflegefachkräften und Patienten festgelegt ist. 6.1 Aufgaben der Bezugspflegefachkraft Die für bestimmte Patienten zuständige Pflegefachkraft trägt die Verantwortung für die Pflege und Betreuung und das Umfeld der ihr anvertrauten Menschen. Sie erarbeitet die individuelle Pflegeplanung, entwickelt die zeitlichen Abläufe und Inhalte von Pflegezielen, überwacht deren Umsetzung und Durchführung und beurteilt den Stand des Pflege- und Betreuungsprozesses, erstellt eine handschriftliche Pflegeablaufplanung, führt die monatliche Einschätzung des Risikomanagements durch, arbeitet mit den Expertenstandards lt. Arbeitsplan, führt Beratungen mit Patienten und ihren Angehörigen/Betreuer, inkl. Erstellung der Beratungsprotokolle, sie führt Erstgespräche, Neuaufnahmen, Gespräch mit Patienten und Angehörigen und Pflegeabsprachen durch. Einrichtungskonzeption Seite 6
Sie organisiert die Erst- und Folgeverordnungen, Rezepte, Überweisungen und kümmert sich um Terminvereinbarungen usw. Neben den pflegerischen Hilfen bieten wir unseren Patienten und ihren Bezugspersonen bzw. Angehörigen fachspezifische Informationen, Beratung und bei Notwendigkeit die Vermittlung entsprechender Hilfen an. Grundlage für die Pflegeplanungen sind die vorliegenden Anamnesen, die biographischen Informationen (aus dem Biographiebogen), ebenso die Informationen durch persönliche, bzw. pflegerische Kontakte mit dem Patienten. Ärzte und Therapeuten ergänzen durch ihre Hinweise die Erkenntnisse. Durch all diese Daten, erweitert durch Eintragungen in der Patientendokumentation, wie auch Team- und Fallbesprechungen können Pflegeziele festgelegt werden. Die Bezugspflegekraft ist gleichzeitig Ansprechpartner für die Patienten und deren Angehörige auf ihrer Tour. Ihnen ist ihr Ansprechpartner bekannt. Angehörige werden, vor allem bei denjenigen Patienten, die durch Demenz oder große Hinfälligkeit nicht selbstverantwortlich ihre Belange regeln können, in den Pflege- und Betreuungsprozess eingebunden. Funktionspflege wird kategorisch abgelehnt (eine Person macht nur bestimmte definierte Handlungen), schafft keine Beziehungen und stumpft ab. 7. Kommunikation Um die in einem Pflegedienst so vielschichtigen und individuellen Bedürfnisse verschiedenster Menschen zu berücksichtigen, bedarf es eines möglichst reibungslosen Ablaufes. Der Form des Umganges mit- und untereinander kommt große Bedeutung zu. Es ist uns ein Anliegen eine Atmosphäre der gegenseitigen Achtung, Toleranz und Offenheit, sowohl im täglichen Umgang miteinander, als auch bei Dienstbesprechungen zu pflegen. Dem Pflegeteam stehen Diensttelefone, ein FAX-Gerät und ein Computer zur Verfügung. Wichtige Mitteilungen werden telefonisch übermittelt oder im Übergabebuch notiert. Für die Verwaltung des Pflegedienstes sind Telefone, FAX-Gerät, Kopierer, Computer und ein E-Mail Postfach vorhanden. 8. Personelle Sicherstellung Einrichtungskonzeption Seite 7
8.1 Das Pflegeteam Die pflegerische Qualität wird, neben einer guten Sachmittelausstattung, in hohem Maße durch die Qualifikation und Kompetenz der Mitarbeiter gewährleistet. Insgesamt setzt sich das Personal des Pflegedienstes aus examinierten Pflegefachkräften (Altenpflegerinnen sowie Gesundheits- und Krankenpflegerinnen), Pflegehilfskräften sowie aus Auszubildenden der Altenpflege zusammen. Neue Mitarbeiter sehen wir als willkommene Unterstützung und Belebung unseres Pflegedienstteams. Sie bringen aufgrund ihrer beruflichen Biographie und Erfahrungen neue Ideen und Ansatzpunkte pflegerischen Handelns in die Arbeitsgemeinschaft ein. Wir betrachten Praktikanten und Schüler in der Altenpflegeausbildung als potentielle Mitarbeiter der nächsten Generation. Darum gilt Ihnen unsere besondere Aufmerksamkeit. Die Einarbeitung erfolgt durch examinierte Pflegefachkräfte, die sich als Praxisanleiter qualifiziert haben, entsprechend unserem Einarbeitungskonzept. Pflegedienstleiterin: stellv. Pflegedienstleiterin: Qualitätsbeauftragte: Sicherheitsbeauftragte: Hygienebeauftrage: Frau Ute Starke Frau Evelyn Präkelt Frau Heike Leuteritz Frau Petra Petraschk Frau Marie Berszick 8.2 Die Pflegedienstleitung Die Pflegedienstleitung steht allen in der Pflege beschäftigten Mitarbeitern unmittelbar vor. Sie ist die verantwortliche Pflegefachkraft und weist folgende Qualifikationen auf: eine abgeschlossenen Ausbildung in der Alten- oder Krankenpflege mindestens drei Jahre Berufserfahrung Weiterbildung zur Pflegedienstleitung Sie bildet die Verbindung zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeiter/innen in der Pflege und sorgt auch für die Kooperation zwischen der Pflege und Hauswirtschaft, Essen auf Rädern, Hausmeisterei und Verwaltung. Die Pflegedienstleitung ist über die jeweils zuständigen Pflegemitarbeiter hinaus Ansprechpartner und Berater für Patienten, Angehörige, Ärzte und Apotheken wie alle externen Institutionen im Zusammenhang ihrer Pflegeverantwortung. 9. Gesetzliche Rahmenbedingungen für die Leistungserbringung Gesetzliche Grundlagen für die Arbeit des ambulanten Pflegedienstes sind die Sozialgesetzbücher (V, XI und XII), das Pflegequalitätssicherungsgesetz und Pflegeweiterentwicklungsgesetz. Maßgeblich sind insbesondere der Versorgungsvertrag und die Vergütungsvereinbarung. Einrichtungskonzeption Seite 8
9.1 Vertrag mit den Kunden Vor dem Hintergrund dieser gesetzlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung des Bedarfs und der Wünsche der Patienten bzw. ihrem gesetzlichen Vertreter wird zu Beginn der Leistungserbringung ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen, der die Rechte und Pflichten beider Vertragspartner im Detail beschreibt. 9.2 Art und Weise der Leistungserbringung Uns ist es wichtig, dass Patienten und Kooperationspartner genau über uns informiert sind. Zu unseren Leistungen verfügen wir über Verfahrensanweisungen und Standards, die auf Wunsch von den Patienten deren Angehörigen und Kooperationspartnern eingesehen werden können. Wir erbringen unsere Leistungen geplant und wie vertraglich vereinbart! Beim Erstbesuch erfragen wir die Wünsche und Erwartungen des Patienten oder seiner Angehörigen. Daraus erstellen wir ein konkretes Angebot und halten dies im Pflegevertrag schriftlich fest. Wir wollen die fachlichen Notwendigkeiten mit den Bedürfnissen und Ressourcen unserer Patienten in Einklang bringen. Für jeden Patienten werden im Rahmen einer individuellen Pflegeplanung unsere Pflegestandards auf die konkrete Situation hin angepasst und ständig auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Wir arbeiten mit einem engagierten und kompetenten Team! In unserem Pflegedienst beschäftigen wir gut ausgebildete, sorgfältig eingearbeitete und kontinuierlich angeleitete Fachkräfte in der Pflege, Betreuung und Versorgung. Laut Schulungsplan sorgen regelmäßige Fortbildungen dafür, dass alle Mitarbeiter auf dem neuesten Stand sind und unsere Arbeit den fachlichen Anforderungen jederzeit gerecht wird. Wir arbeiten nach dem Bezugspflegesystem! Das Mitarbeiterteam orientiert sich an der Bezugspflege, d. h., jeder unserer Patienten hat in der Regel eine feste Bezugspflegekraft. Wir erbringen unsere Leistungen systematisch, effektiv und transparent! Für jeden Patienten wird eine Pflegedokumentation geführt. Sie ist beim Patienten hinterlegt und enthält sämtliche Informationen über den Pflegeprozess. Die Pflegedokumentation ist Instrument der Kommunikation und des systematischen Informationsaustausches zwischen allen an der Pflege Beteiligten (Pflegekräfte, Ärzten, MDK, Angehörigen) und dem Patienten selbst. In der Pflegedokumentation werden alle auf den Patienten bezogenen Daten und Informationen, die erbrachten Leistungen und Maßnahmen und deren Wirkung auf das Verhalten und Befinden erfasst. Alle an der Pflege / Betreuung beteiligten Personen, notieren und formulieren ihre durchgeführten Tätigkeiten zeitnah, und versehen sie mit dem aktuellen Datum und ihrem Handzeichen. Die Handzeichen lassen sich anhand der Handzeichenliste zuordnen. Unsere Leistungserbringung überprüfen wir regelmäßig! Evaluation ( Überprüfung der Wirksamkeit pflegerischer Leistung ) Die Pflegedienstleiterin der Einrichtung führt 2-mal jährlich oder nach Bedarf Pflegevisiten durch. Schwerpunkte: - Dokumentation - Regelmäßige Ermittlung der Pflegeintensität und Anpassung der Einsatzplanung Einrichtungskonzeption Seite 9
- Steigerung der Zufriedenheit der Patienten und der Transparenz des Pflegeprozesses - Systematische Überprüfung der eigenen Arbeit sowie Anpassung der Pflegeziele und Maßnahmen - Ermittlung der Qualität der pflegerischen Leistung der einzelnen Mitarbeiter - Optimierung der Arbeits- und Organisationsstrategien durch Auswertung der Visitenprotokolle, indem die ermittelten strukturellen, organisatorischen und personellen Qualitätsdefizite beseitigt werden Unseren Patienten und ihren Angehörigen bieten wir eine Beschwerdeinstanz an! Zufriedene Kunden, Angehörige und Kooperationspartner sind in uns ein wichtiges Ziel. Selbstverständlich gehen wir jeder Beschwerde nach und versuchen Abhilfe zu schaffen. Zuständig hierfür ist - der Wichtigkeit angemessen - die Pflegedienstleiterin. 9.3 Leistungen im Überblick - Grundpflege nach SGB XI - Behandlungspflege nach SGB V hauseigene zertifizierte Wundexpertin - Zusatzleistungen Verhinderungspflege ( 39 SGB XI) zusätzliche Betreuungsleistung als Demenzbetreuung ( 45 SGB XI) Seniorenbetreuung / Alltagsbegleitung ( 45 SGB XI) Essen auf Rädern Fußpflege durch eigene Fußpflegerinnen Massagen durch eine ausgebildete Physiotherapeutin - Dienstleistungen Unser PD bietet eine Vielzahl von Serviceleistungen an, damit das tägliche Leben im Alter erleichtert werden kann. Dazu gehören: Haushaltshilfe Reinigung der Wohnung kleine und große Hausordnung Winterdienst Einkaufen Fahr- und Begleitdienst Hausnotrufdienst für Fahrten zu Arzt, Therapien oder Behörden Aufschaltung eines Notrufgerätes 24 Std. Rufbereitschaft de PD Mittagstisch Essen auf Rädern täglich frisch gekochtes Essen durch unseren Essenanbieter Sodexho GmbH (3 Wahlessen, 1 Sparmenü, 1 Kaltmenü) Essenauslieferung auch an Wochenenden und Feiertagen Einrichtungskonzeption Seite 10
Nähere Informationen bzw. Auskunft über die Preise sind im Büro des Pflegedienstes zu erfragen. Alle zu erbringenden Leistungen werden mit dem Patienten besprochen und auf dessen Wünsche eingegangen. 9.4 Adressaten unserer Leistungen Mit unseren Angeboten und Leistungen wollen wir ältere Menschen und hilfsbedürftige Bürger aller Altersgruppen ohne Ansehen der Person, unabhängig von Konfession und Herkunft ansprechen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der pflegebedürftige Mensch. Seine Bezugspersonen sowie sein soziales und kulturelles Umfeld werden einbezogen. Zielgruppen / Aufnahmekriterien Personen mit dem Bedarf auf: medizinische und pflegerische Versorgung hauswirtschaftliche Betreuung tägliches Mittagessen Fahrdienste Seniorenbetreuer / Alltagsbegleiter Verhinderungspflege Fußpflege / Massagen Ausschlusskriterien Kunden außerhalb des vorgeschriebenen Einzugsgebietes 10. Qualitätsmanagementsystem Ziel der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2008 für den Bereich ambulante Pflege ist der sichere Nachweis unserer Fähigkeit zur ständigen Bereitstellung von Dienstleistungen und gleichzeitig zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch die Zusicherung und den Nachweis, dass sowohl deren als auch gesetzliche, behördliche und andere Anforderungen eingehalten werden. Dieses Ziel gilt sowohl für die Vorhaltung und Erbringung von Dienstleistungen im Bereich ambulante Pflege als auch für die entsprechende konkrete Umsetzung in unserem Pflegedienst. Wir arbeiten nach einem internen Qualitätsmanagementsystem auf der Grundlage eines Qualitätsmanagementhandbuches. Dabei geht es u.a. um die folgenden Merkmale: Die Verantwortlichkeiten in unserem Pflegedienst sind klar definiert (Organigramm, Stellenbeschreibungen). Alle Mitarbeiter wissen, wer wofür Verantwortung trägt, wer weisungsberechtigt ist und wer was zu entscheiden hat. Unser Pflegedienst arbeitet nach einem Leitbild, das alle Mitarbeiter und auch die Trägervertreter/innen gemeinsam erstellt bzw. verabschiedet haben. Unser Pflegedienst arbeitet nach einem Qualitätsmanagementhandbuch, das allen Mitarbeitern zugänglich ist. Es ist Grundlage für unser Handeln im Alltag. Einrichtungskonzeption Seite 11
Gleichzeitig dient es als Nachweis unserer Qualität gegenüber dem Kunden, den Aufsichtsbehörden, dem MDK und den Kostenträgern. Unser Handbuch wird ständig weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Eine Mitarbeiterin ist zur Qualitätsbeauftragten berufen worden und führt mit den Mitarbeitern interne Qualitätszirkel durch. Es besteht weiterhin eine externe Zusammenarbeit mit der Qualitätsmanagementbeauftragten des Trägers. Hier finden alle 6 8 Wochen Qualitätszirkel statt. Ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Umsetzung eines umfassenden QM-Systems ist eine breite Mitarbeiterbeteiligung. Denn letztendlich hängen der Erfolg und die Qualität der Arbeit von der Qualität der Arbeit jedes Einzelnen ab. Wir verfügen über qualifiziertes Personal. Anhand eines eigens erstellten Weiterbildungsplanes werden regelmäßig alle Mitarbeiter fortgebildet. Zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter verfügen wir über ein eigenes Einarbeitungskonzept. 11. Ausstattung unseres ambulanten Pflegedienstes In sich geschlossene Geschäftsräume, Schwesternzimmer, Büro für PDL und stellvertretende PDL, Küche sowie Abstell-, Umkleide- und Sanitärräume stehen den Mitarbeitern des Pflegedienstes zur Verfügung. Die Mobilität des Personales ist gewährleistet durch die vom Träger gestellten Fahrzeuge. Die Einsatzbereitschaft wird durch den für die Wartung zuständigen Mitarbeiter sichergestellt. In der häuslichen Krankenpflege hat jede Pflegefachkraft einen Pflegekoffer, der mit Verbandsmaterialien, Fieberthermometer und Inkontinenzmaterialien zur Versorgung bei Erstbesuchen und Notfällen ausgestattet ist, und regelmäßig auf Funktionsfähigkeit durch die Pflegefachkraft überprüft wird. Jede Schwester ist mit einem eigenen Blutdruck- und Blutzuckergerät ausgestattet. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit, kurzfristig über Sanitätshäuser, Pflegehilfsmittel zu organisieren. Wir arbeiten in enger Kooperation mit Ärzten, Tagespflegeeinrichtungen, Physiotherapeuten und Sanitätshäusern zusammen. Einrichtungskonzeption Seite 12
12. Schlussbemerkung Die Einrichtungskonzeption beschreibt die aktuelle Arbeit in unserem Pflegedienst, definiert jedoch darüber hinaus auch unsere Zielsetzungen und damit unsere zukünftigen Aufgaben. Der Prozess der Weiterentwicklung wird permanent kritisch zu reflektieren sein, um die Umsetzung der angestrebten Ziele zu erreichen bzw. diese zu aktualisieren. Eine stetige Anpassung der Rahmenbedingungen, sowohl die Ausstattung der Einrichtung als auch die Inhalte von Pflege und Versorgung betreffend, an die stets wechselnden Anforderungen unserer Patienten ist unabdingbar notwendig, um auch zukünftig eine qualifizierte Arbeit zu gewährleisten. Dieser Aufgabe gerecht zu werden, war, ist und wird auch in der Zukunft unser Bestreben sein. Die Qualitätsbeauftragte des Pflegedienstes Meissner Umland Die Konzeption wurde durch den QB und die PDL erarbeitet und vom Träger bestätigt. Coswig im Januar 2012 Einrichtungskonzeption Seite 13