Die Lerche aus Leipzig



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Transkript:

Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen Cordula Schurig Die Lerche aus Leipzig Deutsch als Fremdsprache Ernst Klett Sprachen Stuttgart

Cordula Schurig Die Lerche aus Leipzig 1. Auflage 1 5 4 3 2 2013 12 11 10 Alle Drucke dieser Auflage sind unverändert und können im Unterricht nebeneinander verwendet werden. Die letzte Zahl bezeichnet das Jahr des Druckes. Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlags. Hinweis zu 52 a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt werden. Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. Fotomechanische oder andere Wiedergabeverfahren nur mit Genehmigung des Verlags Ernst Klett Sprachen GmbH, Rotebühlstraße 77, 70178 Stuttgart, 2008. Alle Rechte vorbehalten. Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlags. Hinweis zu 52 a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt werden. Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstige Bildungseinrichtungen. Fotomechanische oder andere Wiedergabeverfahren nur mit Genehmigung des Verlags. Internetadresse: www.klett.de / www.lektueren.com Redaktion: Jutta Klumpp-Stempfle Layoutkonzeption: Elmar Feuerbach Zeichnungen: Sepp Buchegger, Tübingen Gestaltung und Satz: Swabianmedia, Stuttgart Umschlaggestaltung: Elmar Feuerbach Titelbild: Ullstein Bild GmbH (Spiegel), Berlin Druck und Bindung: AZ Druck und Datentechnik GmbH, Heisinger Straße 16, 87437 Kempten/Allgäu Printed in Germany Tonregie und Schnitt: Ton in Ton Medienhaus, Stuttgart Sprecher: Bernd Lindner ISBN 978-3-12-556010-9

Inhalt Stadtplan (Ausschnitt)... 4 Personen... 5 Kapitel 1... 6 Kapitel 2... 7 Kapitel 3... 12 Kapitel 4... 14 Kapitel 5... 17 Kapitel 6... 18 Kapitel 7... 21 Kapitel 8... 23 Kapitel 9... 24 Kapitel 10... 27 So sagt man in Leipzig... 29 Das gibt es bei uns!... 30 Fragen und Aufgaben zu den einzelnen Kapiteln... 32 Fragen und Aufgaben zum gesamten Text... 42 Lösungen... 46 Bildquellen... 48

Personen Udo Geißler, 44 Jahre alt, reicher Immobilienmakler. Er isst gern gut und viel. Dagmar Geißler bzw. Fischer, 37 Jahre alt, Schwester von Udo Geißler. Sie wohnt auch in Leipzig, und sie heiratet bald. Dagmar und Udo streiten oft. Miriam Becker, 35 Jahre alt, neue Freundin von Udo Geißler. Sie ist eine Bekannte von Dagmar Geißler. René Hartmann, 43 Jahre alt, Pfleger im Krankenhaus und Mitarbeiter im Museum in der Runden Ecke. 5

c 5 10 15 20 25 30 1 Das Telefon klingelt. Geißler, hallo? Tag Udo, hier ist Dagmar, deine Schwester. Du kennst mich doch noch, oder? Er hat nur eine Schwester und natürlich kennt er sie. Geißler hasst diesen Witz von seiner Schwester. Das fragt sie ihn immer. Sie will ihm damit sagen, dass er nie bei ihr anruft. Immer muss sie anrufen oder ihn besuchen Leider hat sie recht. Aber heute am 23.12. wartet er schon auf ihren Anruf. Sie ruft immer kurz vor Weihnachten an. Also versucht er, nett zu sein. Natürlich kenne ich dich noch, liebe Schwester!, antwortet Geißler sehr freundlich. Wie geht s dir denn? Habt ihr schon alles für Weihnachten eingekauft? Wie bitte? Wie es mir geht? Dagmar ist wütend. Du rufst mich acht Wochen lang nicht an Hast du vielleicht mal in deinen Briefkasten gesehen? War da vor acht Wochen vielleicht eine Einladung zu meiner Hochzeit am 30.12.? Was für eine Einladung? Äh du heiratest? Geißler weiß nichts davon. Wirklich? Warum hast du nichts gesagt? Das ist ja toll! Herzlichen Glückwunsch! Nichts gesagt? Ich habe dir doch eine Einladung geschickt. Und normale Menschen antworten auf eine Einladung! Geißler denkt nach. Er hat keine Einladung bekommen. Da ist er ganz sicher. Er hatte in letzter Zeit oft Probleme mit der Post. Er wartet jetzt auch schon seit drei Wochen auf einen Brief von der Versicherung. Aber auch der ist nicht gekommen. Dagmar, es tut mir leid, aber ich habe keine Einladung bekommen. Ganz sicher. Wann hast du sie geschickt? Vor acht Wochen. Das habe ich doch jetzt schon dreimal gesagt. Komisch! Da war ich hier in Leipzig. Also habe ich meine Post auch aus dem Briefkasten genommen. Das kann ich mir nicht erklären. 5 hassen etwas oder jemand nicht mögen 6 der Witz eine Art kurze lustige Geschichte 14 wütend sich sehr ärgern 23 nachdenken längere Zeit an etwas (z.b. an ein Problem) denken 6

5 10 Hm und du lügst auch nicht?, fragt Dagmar jetzt etwas ruhiger. Es ist wirklich so, wie ich sage. Ich verstehe das nicht. Na ja, das kann ja mal passieren. Kommst du nun oder kommst du nicht? Natürlich komme ich zu deiner Hochzeit, Dagmar. Wann soll ich da sein? Um 12 Uhr ist die Trauung in der Thomaskirche. Dann gibt es um 15 Uhr Kaffee und Kuchen in Auerbachs Keller. Und um 18 Uhr beginnt dort die große Feier mit der ganzen Familie und allen Freunden. Oh nein, denkt Geißler, einen ganzen Tag mit der Familie. Aber er sagt: Toll, ich freue mich! Also, dann bis nächste Woche, Dagmar! Er legt den Telefonhörer auf. c 15 2 Warum heiratet sie denn zwischen Weihnachten und Silvester? Da hat doch jeder viel zu tun! Udo ist auf dem Weg von seinem großen 8 die Trauung Hochzeit in der Kirche 13 auflegen ein Telefonat beenden 7

5 10 Haus in die Innenstadt von Leipzig. Er hat es eilig und läuft sehr schnell. Er muss ein Geschenk für seine Schwester kaufen. Und am Tag vor Weihnachten sind sehr viele Menschen in der Stadt. Geißler läuft auf der Nikolaistraße in die Innenstadt. Schon von Weitem sieht er die Nikolaikirche. Sie sieht von außen nicht besonders aus. Aber innen hat sie sehr schöne Farben: Grün, Rosa und Weiß. Geißler mag diese Kirche nicht. Denn er weiß, diese Kirche ist wichtig für die Geschichte Deutschlands. Auch in seiner Geschichte, also im früheren Leben von Udo Geißler, ist sie wichtig. 15 Viele Menschen haben 1989 vor dieser Kirche demonstriert und an den montäglichen Friedensgebeten teilgenommen. Sie waren mit der politischen Situation in der DDR nicht mehr zufrieden. Hier, in dieser Kirche, hat die politische Wende angefangen. Bis 1989 hat es zwei Teile von Deutschland gegeben die DDR und die BRD. Seit der Wende gibt es nur noch ein Deutschland. 1 die Innenstadt Stadtzentrum 6 Rosa ein sehr helles Rot 9 die Geschichte hier: historische Entwicklung 11 demonstrieren öffentlich gegen etwas protestieren 13 die politische Situation Politik in einem Land 13 die DDR Deutsche Demokratische Republik, von 1949 bis 1990 einer der zwei deutschen Staaten 14 die Wende hier: friedliche Revolution in der DDR von 1989 bis 1990 15 die BRD Bundesrepublik Deutschland 8