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1. BEZEICHNUNG DES STOFFES BZW. DER ZUBEREITUNG UND DES UNTERNEHMENS

Transkript:

16 Im Notfall ist das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum, Freiestr. 16, 8032 Zürich, Notfallnummer (Tag und Nacht) 145 oder +41 (0)44 251 51 51, anzurufen. 1. Stoff-, Zubereitungs- und Firmenbezeichnung a) Angaben zum Produkt Handelsname Produkt-Typ Varianten Anwendung Spezialdünger für Geranien und Blühpflanzen b) Firmenbezeichnung COMPO Jardin AG Hegenheimermattweg 65 CH-4123 Allschwil Tel. +41 (0)61 486 20 00 Fax +41 (0)61 486 20 01 c) Notruf-Telefon 145 oder +41 (0)44 251 51 51, Toxikologisches Informationszentrum oder +41 (0)61 486 20 00, COMPO Jardin AG 2. Zusammensetzung und Angaben zu den Bestandteilen a) Chemische Charakterisierung b) Chemische Bezeichnung c) CAS-Nummer d) EINECSELINCS-Nummer e) Chemische Formel f) Gefährliche Inhaltsstoffe GESAL GERANIEN- UND Flüssigdünger 1 l Flasche Gemisch aus nachfolgend aufgeführten Stoffen mit ungefährlichen Beimengen. Flüssigdünger Entfällt bei Gemischen Entfällt bei Gemischen Entfällt Stoff % CAS-Nr. EINECS Symbol R-Sätze Ammoniumnitrat >= 10.00-6484-52-2 229-347-8 <= 45.00 3. Mögliche Gefahren a) Bezeichnung der Gefahren keine b) Besondere Gefahrenhinweise für Mensch und Umwelt Keine besonderen Gefahren bekannt, wenn die VorschriftenHinweise für Lagerung und Umgang beachtet werden. 4. Erste-Hilfe-Massnahmen a) Allgemeine Hinweise b) Nach Einatmen c) Nach Hautkontakt d) Nach Augenkontakt e) Nach Verschlucken f) Hinweise für den Arzt Risiken: Keine Nach Einatmen von Zersetzungsprodukten: Sofort Corticosteroid-Dosieraerosol (z. B. Dexamethason) inhalieren. Ruhe, Frischluft, Arzthilfe. Sofort mit Seife und viel Wasser abwaschen. Mindestens 15 Minuten mit viel Wasser gründlich ausspülen und Arzt konsultieren. Bei anhaltenden Beschwerden Arzt konsultieren. Sofort Mund ausspülen und reichlich Wasser nachtrinken, Arzthilfe. Nach Verschlucken Gefahr der Methämoglobinbildung. Einatmen von Zersetzungsprodukten kann zu führen. Symptome können verzögerte auftreten.

26 Behandlung: Symptomatische Behandlung (Dekontamination, Vitalfunktionen), zur Rückbildung einer Methämoglobinämie: Toloniumchlorid. Nach Einatmen von Zersetzungsprodukten: Lungenödemprophylaxe Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum, Zürich, 145 oder +41 (0)44 251 51 51 5. Massnahmen zur Brandbekämpfung a) Geeignete Löschmittel Wasser b) Aus Sicherheitsgründen ungeeignete Löschmittel c) Besondere Gefährdungen durch den Stoff, seine Verbrennungsprodukte oder entstehende Gase Im Brandfall Bildung von gefährlichen Gasen möglich. Bei Temperaturen oberhalb 130 C können gefährliche Zersetzungsprodukte freigesetzt werden: Stickstoffmonoxyd, Stickstoffdioxyd, Distickstoffoxyd, Ammoniak d) Besondere Schutzausrüstung bei der Brandbekämpfung Im Brandfall umluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen. Explosions- und Brandgase nicht einatmen. e) Zusätzliche Hinweise Gefährdete Behälter mit Wassersprühstrahl kühlen. Brandrückstände und kontaminiertes Löschwasser müssen entsprechend den örtlichen behördlichen Vorschriften entsorgt werden. 6. Massnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung a) Personenbezogene Vorsichtsmassnahmen Für angemessene Lüftung sorgen. Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden. b) Umweltschutzmassnahmen c) Verfahren zur Reinigung d) Zusätzliche Hinweise Nicht in Oberflächegewässer oder Kanalisation gelangen lassen. Verunreinigtes Waschwasser zurückhalten und vorschriftsmässig Mit flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.b. Sand, Silikagel, Säurebindemittel, Universalbindemittel, Sägemehl). Reste mit Wasser spülen. Bei unbeabsichtigter Freisetzung grösserer Mengen Hersteller oder Lieferanten kontaktieren. 7. Handhabung und Lagerung 7.1. Handhabung a) Hinweise zum sicheren Umgang Vor Hitze schützen. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Nicht eintrocknen lassen. b) Hinweise zum Brand und Explosionsschutz Das Produkt ist nicht brennbar. Es kann jedoch die Entzündungstemperatur brennbarer Substanzen herabsetzen. Explosionsgefahr bei Erhitzen unter Einschluss. Von leicht entzündlichen und brennbaren Substanzen fernhalten.

36 7.2. Lagerung a) Anforderungen an Lagerräume und Behälter Bei Temperaturen zwischen 5 und 25 C, in einem gut belüfteten Ort und entfernt von Hitze, Zündquellen und direktem Sonnenlicht aufbewahren. b) Zusammenlagerungshinweise c) Weitere Angaben zu den Lagerbedingungen Nicht brennbare Flüssigkeiten 8. Expositionsbegrenzung und persönliche Schutzausrüstung a) Zusätzliche Hinweise zur Gestaltung technischer Anlagen b) Bestandteile mit arbeitsplatzbezogenen Grenzwerten Bezeichnung des Stoffes Art Wert Einheit c) Persönliche Schutzausrüstung Atemschutz Handschutz Bei längerem oder wiederholtem Kontakt Handschuhe benützen. Chemikalienbeständige Schutzhandschuhe Augenschutz Dicht schliessende Schutzbrille (Korbbrille) (EN 166) Körperschutz d) Schutz- und Hygienemassnahmen Vor Pausen und Arbeitsende Hände undoder Gesicht waschen. Nach der Arbeit für Hautreinigung und Hautpflege sorgen. Bei der Verwendung nicht essen, trinken oder rauchen. 9. Physikalische und chemische Eigenschaften a) Aussehen Form Farbe b) Geruch c) ph flüssig produktspezifisch charakteristisch ca. 3,0 bei (20 C) Zustandsänderung: d) SiedepunktSiedebereich e) SchmelzpunktSchmelzbereich ca. -5 C f) Flammpunkt C g) EntzündlichkeitZündtemperatur C h) Selbstentzündlichkeit i) Explosionsgefahr j) Brandfördernde Eigenschaften k) Dampfdruck l) Dichte m) Löslichkeit n) Verteilungskoeffizient o) Weitere Angaben: löslich in Wasser Kristallisationstemperatur ca. -5 C

46 10. Stabilität und Reaktivität a) Chemische Stabilität b) Zu vermeidende Bedingungen c) Zu vermeidende Stoffe d) Gefährliche Zersetzungsprodukte Im Brandfall können folgende gefährliche Zerfallprodukte entstehen: Stickstoffmonoxyd, Stickstoffdioxyd, Distickstoffoxyd, Ammoniak Thermische Zersetzung: ca. 130 C Zur Vermeidung thermischer Zersetzung nicht überhitzen. Thermische Zersetzung oberhalb der angegebenen Temperatur möglich. Gefährliche Reaktionen: Bei Einwirkung von Laugen entwickelt sich Ammoniak. 11. Angaben zur Toxikologie (Bewertung basiert auf Daten des Wirkstoffes) 11.1. Toxikologische Prüfung a) Akute Toxizität Oral LD 50 Ratte Dosis: > 2000 mgkg Dermal Inhalativ b) Spezifische Symptome im Tierversuch c) Reiz-Ätzwirkung Haut: Bei längerer Einwirkung des Produktes sind Hautreizungen möglich. Augen: Bei Augenkontakt kann es zu einer Reizung kommen. d) Sensibilisierung e) Wirkungen nach wiederholter oder länger andauernder Exposition (subakute bis chronische Toxizität) f) Krebserzeugende, erbgutverändernde sowie fortpflanzungsgefährdende Wirkungen g) Sonstige Angaben 11.2. Erfahrungen aus der Praxis a) akute Einstufungsrelevante Toxizität b) Sonstige Beobachtungen c) Allgemeine Bemerkungen Nach Verschlucken Gefahr der Methämoglobinbildung. 12. Angaben zur Ökologie (Bewertung basiert hauptsächlich oder vollständig auf Daten des Wirkstoffes) a) Mobilität b) Angaben zur Elimination Abiotischer Abbau Biologischer Abbau c) (Bio)-Akkumulationspotential d) Ökotoxische Wirkung Fischtoxizität: Schwefel, Chloride, sauer oder alkalisch reagierende Substanzen, brennbare, oxidierbare Substanzen, Nitrite, Metallsalze, Metallpulver. LC50 Spezies: Karpfen Dosis: 422 mgl Expositionszeit: 48 h

56 Aquatische Invertebraten: Algentoxizität: Mikroorganis menwirkung auf Belebtschlamm Sonstige statisch Daphnia magna EC50 Dosis: 555 mgl Expositionszeit: 168 h NOEC Spezies: Grünalge Dosis: 83 mgl Expositionszeit: 168 h EC20 Spezies: Aerob Belebtschlamm Dosis: 850 mgl Expositionszeit: 0.5 h Bemerkungen: Bei sachgemässer Einleitung geringer Konzentrationen in adaptierte biologische Kläranlagen sind Störungen der Abbauaktivität von Belebtschlamm nicht zu erwarten. e) Weitere Angaben zur Ökologie Verhalten in KläranlagenAtmungshemmung n.a Chem. Sauerstoffbedarf CSB n.a Biochem. Sauerstoffbedarf BSB5 n.a AOX-Hinweis n.a Sonstige Hinweise Nicht in Oberflächengewässer oder Kanalisation gelangen lassen. Das Produkt wurde nicht geprüft. Die Aussagen zur Ökotoxikologie wurden von den Eigenschaften der Einzelkomponenten abgeleitet. Angaben zu: Ammoniumnitrat 13. Hinweise zur Entsorgung a) Produkt b) Ungereinigte Verpackungen Empfehlung Empfohlenes Reinigungsmittel Düngemittel Verwendung in der Landwirtschaft prüfen. Kontaminierte Verpackungen sind optimal zu entleeren; sie können dann nach entsprechender Reinigung einer Wiederverwertung zugeführt werden. 14. Angaben zum Transport a) RID Klasse: b) ADR Klasse: c) IMDG Klasse: d) IATA Klasse: Gefahrennr.: Gefahrennr.: e) Sonstige Angaben Kein Gefahrgut im Sinne der Transportvorschriften.

66 15. Vorschriften Kennzeichnung Gefahrstoff-Verordnung inkl. EG-Richtlinien (67548EWG sowie 88379EWG) a) Gefahrensymbole keine b) R-Sätze keine c) S-Sätze S 2 S 13 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten. d) Nationale Vorschriften Düngemittel mit Ammoniumnitrat, Gruppe C. Nicht einnehmen. Zu beachten: Bei unsachgemässer Ausbringung können Gewässer und die Fruchbarkeit des Bodens gefährdet werden. Bei falscher Dosierung kann die Qualität der Pflanzen nachteilig beeinflusst werden. Produkt darf nicht angewendet werden in Naturschutz- und Riedgebieten, Mooren, Wildhecken, Feldgehölzen, an Oberflächengewässern und im Fassungsgebiet von Grundwasserschutzzonen (S1). 16. Sonstige Angaben Dieses Dokument ergänzt die technischen Gebrauchsanweisungen aber ersetzt dieses nicht. Die vorliegende Information basiert auf unserem gegenwärtigen Wissensstand und dient der Beschreibung unserer Produkte vom Standpunkt der Sicherheitsanforderungen. Sie darf nicht als Garantie für bestimmte Eigenschaften aufgefasst werden. Die Aufmerksamkeit des Empfängers soll (unter anderem) auf die Risikofaktoren gerichtet werden, welche sich ergeben, wenn das Produkt für einen anderen Zweck als den dafür vorgesehenen gebraucht wird. Keinesfalls kann dieses Dokument den Anwender des Produkts von der Notwendigkeit entlasten, die vorgeschriebenen Anweisungen zu verstehen und anzuwenden. Es liegt allein in der Verantwortlichkeit des Anwenders, die notwendigen Vorsichtsmassnahmen zu treffen. Alle hierin enthaltenen Informationen unterstützen den Anwender des Produkts lediglich im Erfüllen der vorgeschriebenen Pflichten im Umgang mit gefährlichen Substanzen. Diese Liste an Informationen kann nicht als abschliessend betrachtet werden, und entlastet den Anwender nicht davon, andere Vorsichtsmassnahmen als diese hier erwähnten zu treffen, was die Lagerung und den Gebrauch des Produkts betrifft, wofür sie oder er die einzige verantwortliche Person ist. Überarbeitet am 16.08.2007 Datenblattausstellender Bereich: - Abteilung Technik ja - Ansprechpartner Matthias Ackermann