Annegret Soltau. Self. performing

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Transkript:

Annegret Soltau Self performing 1973 2010

Annegret Soltau Self performing 1973 2010

An der Technik der Radierung hat mich interessiert, dass ich die Linie anfassen kann, beim Kontrollieren mit dem Fingernagel auf der Metallplatte konnte ich spüren, ob die geätzte Linie tief genug war, so wurde der grafische Abdruck zum Dokument einer Aktion. Aus diesen Ritzungen auf der Metallplatte entstand so die körperlich erfahrbare Zeichnung. Ich nannte eine Arbeit, die ich täglich vorführte, permanente Demonstration. Seit dieser Zeit ist mein zentrales Anliegen, körperliche Prozesse in meine Arbeit einzubeziehen und mich selbst zum Modell zu nehmen, weil ich mit mir am weitesten gehen kann. Es geht mir nicht mehr um den Umbruch, sondern um Kontinuität und Integration von ZeitErfahrung. Ich arbeite weiter mit meinem Körper und möchte gerade wegen des Älterwerdens nicht darauf verzichten; es ist mir wichtig, performativ nicht nur tätig zu sein, solange der Körper jung ist. Ich will versuchen, so weit wie möglich in dieser Form weiterzuarbeiten. Annegret Soltau Self performing 1973 2010 Im Atelier von Annegret Soltau, 2009 3

Brüchiger Kopf, Zeichnung, 33,5 x 30,5 cm, 1974 Maske (nach Ulrike Meinhof), Radierung, 52,5 x 39 cm, 1973 4 5

Selbst, Skulptur bemalt, 31 x 17 x 23 cm, 1974 Selbst, Radierung, 53 x 38 cm, 1974 6 7

Ich finde dieses Festlegen auf eine Identität, das ist für mich nicht stimmig, dass man immer das Selbst sein muss, das einzige Selbst. Annegret Soltau Im Atelier von Annegret Soltau, 2009 8

Selbst (Entwurf), Fotoperformance, 29,7 x 21,0 cm, 1975 11

Permanente Demonstration 19.1.1976, Umwicklung, 6 Fotografien je 60 x 50 cm, 1976 12 13

Selbst, 9 Fotoübernähungen je 17,7 x 11,8 cm, 1975 15

16 Selbst, 9 Fotoübernähungen (Rückseiten) je 17,7 x 11,8 cm, 1975

da-gegen-gehen (Ausschnitt), 12 Fotoradierungen (Baryt) je 58 x 48 cm, 1977 79 Selbst (Ausschnitt), 12 Fotoradierungen je 20,5 x 30 cm, 1980/86 18 19

Modellversuch mit Christel, 4 Fotografien je 30 x 24 cm, 1985 21

Faden Der bedeutet aber auch etwas Verbindendes, Reparierendes, was die Risse zusammenbringt und -hält. Die Risse im Lebenslauf bleiben sichtbar wie die Falten als Lebensspuren. Annegret Soltau Im Atelier von Annegret Soltau, 2009 22

transgenerativ MutterVaterTochterSohn, Fotovernähung (Vorderseite), 66 x 91 cm, 2005 25

Durchleuchtet, 8 Digitalprints auf Alu-Dipond hinter Plexiglas, je 25 x 35 cm, 2008 26 27

28 transgenerativ MutterVaterTochterSohn, Fotovernähung (Rückseite), 66 x 91 cm, 2005

Female Hybrids, Digi-Frame (13 Motive), 30 x 40 cm, 2003/2008 30 31

Trans Hybrids, Digi-Frame (15 Motive), 30 x 40 cm, 2010 32 33

Annegret Soltau www.annegret-soltau.de 1946 geb. in Lüneburg 1967 72 Studium freie Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg bei Hans Thiemann, Kurt Kranz, Rudolf Hausner und David Hockney 1972 Meisterschülerin an der Akademie der Bildenden Künste, Wien 1973 Auslandsstipendium des DAAD, Mailand/Italien seit 1975 Performance-, Foto-,Video- Collage- und Medienarbeiten 1975/76 permanente Demonstration, Galerie Kunstwerkstatt, Darmstadt 1982 Werkstipendium des Kunstfonds, Bonn für die Videoperformance schwanger, realisiert als Video-Installation im Frankfurter Kunstverein 1983 (K) 1984 Villa-Massimo-Stipendium, 1986/87 Aufenthalt Villa Massimo, Rom 1989 90 Arbeitsstipendium des Kunstfonds, Bonn 1998 Maria-Sybilla-Merian-Preis für bildende Künstlerinnen in Hessen mit Einzelausstellung Mutiere oder verwandle ich mich? im Hessischen Landesmuseum, Darmstadt 2000 (K) 2000 Wilhelm-Loth-Preis der Stadt Darmstadt mit Werkschau ich selbst auf der Mathildenhöhe Darmstadt 2006 (K) Lehraufträge an der HfG, Offenbach, FH, Bielefeld, Internationale Sommerakademie, Salzburg, Technische Universität, EFH und FH, Darmstadt und Kunstakademie, Mainz Mitglied in der Neuen Darmstädter Sezession, Deutscher Künstlerbund, Berlin und der Deutschen Fotografischen Akademie, Leinfelden Ausstellungen der letzten 3 Jahre (Auswahl): 2007 personal identity, Fraunhofer Institut, Darmstadt (EA, K) Leibhaftig Körper in der zeitgenössischen Kunst, Städt. Galerie Ravensburg u. Kunstverein Konstanz (GA, K) 2008 Frauenbilder-15 intern. Künstlerinnen, Kunsthalle Lingen (GA) Mal bin ich Frau, mal bin ich Mann, Galerie Caesar & Koba, Hamburg (EA) Ein Leben lang, NGBK, Berlin (GA, K) Gewebeproben II, Galerie Christa Burger, München (GA) Skinscaps - Haut: Die Kunst der Körperoberfläche, Marburger Kunstverein (GA, K) 2007 2009 WACK! Art and the Feminist Revolution, MOCA, Los Angeles/NMWA, Washington/PS1 MOMA, New York/Vancouver Art Gallery, Canada (GA, K) 2009 Art Vilnius, Litauen, Giedre Bartelt Galerie, Berlin Arbeiten 1975-2009, Galerie Friebe, St. Gallen, Schweiz (EA) Performance//Frame, Galerie Anita Beckers, Frankfurt (GA) 2010 Donna: Avantguardia femminista negli anni`70 dalla Sammlung Verbund di Vienna, Galleria nationale d`arte moderna, Roma (GA, K) Self performing, galerie merkle, Stuttgart (EA, K) zahlreiche Ausstellungen seit 1970 im In- und Ausland u.a. Japan, USA, Kanada (Quebec), Lateinamerika, Italien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Polen und Ungarn Werke in öffentlichen Sammlungen Im Atelier von Annegret Soltau, 2009 Städtische Sammlungen, Rüsselsheim Sammlung Videokunst der Stadt Salzgitter Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloß Gottorf, Schleswig Städtische Sammlungen, Schwäbisch Hall Staatsgalerie, Stuttgart Graphische Sammlung der Universität Trier Museum des 20. Jahrhunderts, Wien Kunsthalle Wilhelmshaven Städtische Sammlungen, Wolfsburg Städtische Kunsthalle, Mannheim Sammlung DZ-Bank, Frankfurt a.m. Sammlung THE VERO GROUP, Houston/Texas Sammlung VERBUND, Wien Hochheimer Kunstsammlung, Hochheim a.m. Artothek der Stadt Bremen Kunsthalle Bremen Fraunhofer Institut, Darmstadt Polizeipräsidium, Darmstadt Hessisches Landesmuseum, Darmstadt Städtische Sammlungen, Darmstadt Städtische Sammlungen, Frankfurt a.m. Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt a.m. Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg Hamburger Kunsthalle, Hamburg Kunsthalle, Kiel Städtische Sammlungen, Leinfelden International Art Collection Junij, Architekturni Muzej, Ljubljana/Slovenija Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen Städtische Sammlungen, Mainz Kulturreferat der Stadt München 34 35

Impressum Diese Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung Annegret Soltau Self performing, 1973 2010 vom 5. Februar 2010 bis 20. März 2010 in der galerie merkle. Herausgeber galerie merkle / Galerienhaus Stuttgart / Breitscheidstraße 48, 70176 Stuttgart Telefon +49 175 574 00 42 / horst.merkle@galerie-merkle.de / www.galerie-merkle.de Abbildungsnachweis Annegret Soltau, VG Bildkunst, Bonn 2010 Fotonachweis Rolf Gönner: S. 30 33 Heide Kratz: Titelfoto, S. 7 & S. 11 13 Julia Weiß: S. 2, 9, 23, 34 Konzeption & Gestaltung Julia Weiß / www.julia-weiss.com Druck und Weiterverarbeitung Filderandruckstudio, Leinfelden-Echterdingen Auflage 110, 2010 / ISBN 3-9807594-4-X Sämtliche Rechte der Autoren und Urheber sind vorbehalten. 36