16.12.2013 Routing und DHCP-Relayagent Daniel Pasch FiSi_FQ_32_33_34
Inhalt 1 Aufgabenstellung... 3 2 Umsetzung... 3 3 Computer und Netzwerkkonfiguration... 3 3.1 DHCP-Server berlin... 4 3.2 Router-Berlin... 5 3.3 Client 1... 6 3.4 Client 2... 6 4 Testprotokoll... 6 4.1 DNS-Test... 6 4.2 Ping-Test... 7 5 Fazit... 8 Seite 2 von 8
1 Aufgabenstellung Das Ziel ist es, ein geroutetes Netzwerk zu konfigurieren. Ein DHCP-Server vergibt dabei über einen DHCP-Relayagent IP-Adressen an beide Netze. Es werden 2 Server und 2 Clients benötigt. Ein Client soll direkt mit dem DHCP-Server verbunden sein, der zweite Client befindet sich an einem entfernten simulierten Standort (anderes Subnetz) und bekommt seine IP-Konfiguration mittels DHCP-Relayagent. 2 Umsetzung Die beiden Clients bekommen ihre IP-Konfiguration vom DHCP-Server berlin.contoso.local übermittelt, wobei client2.contoso.local den DHCP-Server über den Router routerberlin.contoso.local erreicht. Der Server berlin.contoso.local dient ebenso als DNS-Server für das Netzwerk. DHCP berlin.contoso.loal 192.168.99.1 client1.contoso.local 192.168.99. - DHCP-Relay router-berlin.contoso.local 192.168.99.254 192.168.101.254 client2.contoso.local 192.168.101. - Abb. 1) Netzwerkübersicht 3 Computer und Netzwerkkonfiguration Computername Domäne IP-Adresse Subnetz Gateway DNS Server 1 berlin contoso.local 192.168.99.1 255.255.255.0 192.168.99.254 192.168.99.1 Server 2 router-berlin contoso.local 192.168.99.254 192.168.101.254 255.255.255.0 255.255.255.0 192.168.101.254 192.168.99.254 192.168.99.1 192.168.99.1 Client 1 client1 contoso.local DHCP 255.255.255.0 192.168.99.254 192.168.99.1 Client 2 client2 contoso.local DHCP 255.255.255.0 192.168.101.254 192.168.99.1 Tab. 1) Computer- und Netzwerkkonfiguration Seite 3 von 8
3.1 DHCP-Server berlin Unter Windows Server 2008 R2 werden die Rollen DHCP und DNS installiert. Zuerst wird die Forward- Lookup-Zone contoso.local eingerichtet im Anschluss die Reverse-Lookup-Zone 168.192.inaddr.arpa. Um am Ende den Client 2, der sich in einem anderen Subnetz befindet, korrekt aufzulösen, umfasst die Reverse-Lookup-Zone nicht das dritte Oktett. Abb. 2) DNS-Konfiguration Der DHCP-Dienst erhält zwei Bereiche zum verteilen von IP-Adressen einen für den Standort Berlin, den anderen für Bremen. Abb. 3) DHCP-Konfiguration Seite 4 von 8
Der Adresspool für Berlin umfasst den Bereich 192.168.99.1 bis 192.168.99.100, der Pool für Bremen umfasst 192.168.101.1 bis 192.168.101.100. In den Serveroptionen werden die Einstellungen so vorgenommen, dass für beide Bereiche der DNS- Server sowie der Domänenname übermittelt werden. Die beiden Bereiche unterscheiden sich (außer der Subnetzmaske) lediglich durch die Gatewaykonfiguration, deshalb wird das Gateway jeweils in den Bereichsoptionen festgelegt. Für den Bereich Berlin ist das die 192.168.99.254 und für Bremen 192.168.101.254. Abb. 4) Gatewaykonfiguration in den Bereichsoptionen 3.2 Router-Berlin Der zweite Server läuft ebenfalls unter Windows Server 2008 R2. Dieser wird mit zwei Netzwerkkarten versehen und als Router konfiguriert. Dazu wird bei der Rolle Netzwerkrichtlinien und Zugriffsdienste der Haken bei Router gesetzt und die erforderlichen Features mit installiert. Die Konsole für Routing und RAS ist nun verfügbar. Hier wird unter IPv4 der DHCP-Relayagent hinzugefügt und eine neue Schnittstelle eingerichtet. Wichtig bei der Konfiguration der Netzwerkkarten ist noch, dass jeder Adapter als Gateway die IP- Adresse des anderen als Eintrag erhält, um hier tatsächlich eine gültige Verbindung aufzubauen, die die beiden Netzwerke miteinander verbindet. Seite 5 von 8
3.3 Client 1 Der Client 1 läuft unter Windows 7 Professional seine Konfiguration samt der Domäne ist bereits bekannt gemacht worden (Tab. 1). Hier muss nichts weiter eingerichtet werden. Es ist lediglich sicherzustellen, dass der Netzwerkadapter per DHCP konfiguriert wird und die Hyper-V-Konfiguration tatsächlich auf den internen Adapter für das LAN-Berlin verweist. 3.4 Client 2 Grundsätzlich gilt hier alles, was auch für den Client 1 gilt. In Hyper-V muss lediglich die Netzwerkschnittstelle auf das LAN-Bremen verweisen, damit der DHCP-Server weiß, aus welchem Bereich dieser Client seine IP-Adresse beziehen wird. 4 Testprotokoll Im Folgenden sind Ergebnisse zu verschiedenen Tests dokumentiert, um die Funktionalität aller Dienste zu überprüfen. 4.1 DNS-Test Der Test geht aus von client2.contoso.local, da sich dieser vom DNS-Server aus gesehen am äußersten Ende des Netzwerks befindet und daher davon auszugehen ist, dass alle anderen Stationen erfolgreiche Ergebnisse liefern, wenn die DNS-Auflösung hier funktioniert. Es wird ein Forward- und ein Reverse-Lookup für client1.contoso.local abgerufen, dieser Client befindet sich im anderen Subnetz, dem Client 2 in der Netzwerktopologie direkt gegenüber die Abfrage durchläuft hier sämtliche Stationen des Netzwerks. Abb. 5) DNS-Test Seite 6 von 8
4.2 Ping-Test Es ist darauf zu achten, dass Echoanforderungen für IPv4 durch die Windows Firewall nicht blockiert werden. Der Ping erfolgt von client1 an client2 sowie von client2 aus an beide Gatewayschnittstellen. Abb. 6) Ping Client 1 Abb. 7) Ping Client 2 Seite 7 von 8
5 Fazit Nachdem sowohl das Testen der DNS-Auflösung als auch das Pingen positive Ergebnisse lieferten, ist festzuhalten, dass der DHCP-Relayagent seinen Dienst zufriedenstellend verrichtet. Abbildungsverzeichnis Abb. 1) Netzwerkübersicht... 3 Abb. 2) DNS-Konfiguration... 4 Abb. 3) DHCP-Konfiguration... 4 Abb. 4) Gatewaykonfiguration in den Bereichsoptionen... 5 Abb. 5) DNS-Test... 6 Abb. 6) Ping Client 1... 7 Abb. 7) Ping Client 2... 7 Tabellenverzeichnis Tab. 1) Computer- und Netzwerkkonfiguration... 3 Seite 8 von 8