Jugendflamme Stufe 3

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Transkript:

Jugendflamme Stufe 3 Voraussetzungen Für die Teilnahme an der Abnahme der Prüfung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden: Mindestalter: 15 Jahre, Höchstalter: 18 Jahre; jüngere Jugendfeuerwehrmitglieder dürfen unterstützen, erhalten jedoch keine Jugendflamme Erfolgreiche Abnahme der Stufen 1 und 2 sowie der Leistungsspange Mindestens 1 Jahr Wartezeit zwischen Stufe 2 und Stufe 3 Anforderungen Bei der Abnahme der Prüfung sind folgende Fertigkeiten nachzuweisen: Feuerwehrtechnische Aufgabe einer Gruppe: Durchführung eines Angriffs ab Bereitstellung/Verteiler Aus zwei möglichen Szenarien wird per Losentscheid eines ausgewählt. Erste Hilfe: Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs oder lebensrettende Sofortmaßnahmen, nicht älter als 2 Jahre. Präsentation einer Themenarbeit aus... - dem sozialen, - dem ökologischen, - dem kulturellen, - dem kreativen oder - dem sportlichen Bereich. Die Themenarbeit muss von den Jugendlichen mit Hilfsmitteln wie z. B. Theaterstück, Sketch, Videofilm, Stellwand, Zeitungsartikel, Fotodokumentation, Power-Point-Präsentation, Flipp- Chart etc. ansprechend vor allen Teilnehmern der Stufe 3 und den Wertungsrichtern vorgetragen werden. Bewertet wird nicht die Themenarbeit selbst, sondern die Präsentation. Diese darf den Zeitraum von 10 Minuten nicht überschreiten.

2 Leistungsspange der DJF: Der Nachweis über eine erfolgreiche Leistungsspangenabnahme der einzelnen Bewerber muss vorgelegt werden. Prüfung / Abnahme Die Prüfung wird auf Kreisebene durchgeführt. Jede Jugendfeuerwehr wird als Gruppe geprüft. Die Abnahme erfolgt durch den Kreisjugendfeuerwehrwart oder seinen Beauftragten. Der Bedarf an Abnahmen der Stufen 3 ist bis zum 15. Januar eines jeden Jahres bei der Kreisjugendfeuerwehr anzumelden. Die Jugendfeuerwehr Rhein-Hunsrück legt den Abnahmetermin sowie den Ort der Abnahme nach Bedarf fest und teilt diesen den Jugendfeuerwehren mit. Die Jugendflamme Stufe 3 wird gemeinsam mit der Leistungsspange abgenommen. Die Anmelde- und Bewertungsbogen sind vor Beginn der Abnahme vom JFW auszufüllen und bis spätestens 14 Tage vor der Abnahme vorzulegen. Der Kreisabnahmeberechtigte leitet die Bögen nach erfolgter Abnahme an den Kreisjugendfeuerwehrwart weiter, wo sie aufbewahrt werden. Alle Abnahmen werden dort in einer Liste erfasst. Die Übungen werden nass durchgeführt. Das Material wird von der Kreisjugendfeuerwehr bzw. der ausrichtenden Feuerwehr bereitgestellt, kann aber auch von der jeweiligen Jugendfeuerwehr selbst mitgebracht werden.

3 Inhalt Thema: Feuerwehrtechnische Aufgabe Durchführung eines Angriffes ab Bereitstellung/Verteiler Ereignis 1, Werkstattbrand Schaumangriff Benötigtes Material: Bis zur Bereitstellung: 1 Standrohr B Druckschläuche 1 B C-B-C Verteiler Ab Bereitstellung: 1 Zumischer 1 D Ansaugschlauch 2 Schaummittelkanister 1 Mittelschaumrohr 1 C-Strahlrohr 2 Kupplungsschlüssel (bereitgelegt) 6 C Druckschläuche (1 Reserve) 2 Steckleiterteile B 3 Schlauchhalter/-binder 5 mal Beleuchtungsgerät Übungsablauf: Die Gruppe legt das benötigte Material ca. 10m entfernt vom Verteiler bereit mit Ausnahme von 5 C-Schläuchen, diese werden direkt am Verteiler bereit gelegt. Gruppenführer, Melder und die Truppführer des Angriffstrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp rüsten sich mit Beleuchtungsgerät aus. Die Gruppe tritt am unter Wasser stehenden Verteiler an. Der Gruppenführer zieht das Los. Er gibt den Befehl: GF an AT: Beginn der Zeitnahme. Angriffstrupp zur Brandbekämpfung mit Mittelschaumrohr zur Werkstatt über den Hof vor AT verlegt C-Leitung selbst Der AF wiederholt den Befehl und rüstet sich mit dem Mittelschaumrohr aus. Der Maschinist begibt sich zum Standrohr. ME an GF: ME an GF: Melder zu mir Melder zur Stelle Melder zum Verteiler Melder zum Verteiler Der AT verlegt die Schlauchleitung (1 Länge zum Zumischer, danach 2 Längen). Der Melder bedient Zumischer und Verteiler. Vom AT sind zwei Schaummittelkanister bereitzustellen. Der AT kuppelt den Schlauch an das Schaumrohr an und sichert ausreichend

Schaumrohr an und sichert ausreichend Schlauchreserve. Danach gibt der AF das Kommando: 4 AT an ME: ME an AT: GF an WT: WT an GF: Schaumrohr Wasser marsch Schaumrohr Wasser marsch Wassertrupp zur Brandbekämpfung mit 1. C-Strahlrohr und Bockleiter zur Werkstatt über das Hindernis vor Schlauchtrupp unterstützt Wassertrupp Wiederholung des Einsatzbefehls WT und ST tragen 2 Steckleiterteile zum Hindernis vor, bauen den Leiterbock auf und sichern diesen mit zwei Schlauchhaltern. Der ST verlegt dem WT die C Leitung (2 Längen) vom Leiterbock zum Verteiler. Die Schlauchleitung ist mittels Schlauchhalter am Leiterbock zu sichern. Die Knoten sind als Mastwurf auszuführen. WT an ME: ME an WT: 1. C-Rohr Wasser marsch 1. C-Rohr Wasser marsch Meldung an Hauptwertungsrichter Werkstattbrand gelöscht Ende der Zeitnahme. ME an HW: Werkstattbrand gelöscht HW an ME: Zum Abmarsch fertig ME an GF: Zum Abmarsch fertig GF an Alle: Zum Abmarsch fertig AT an ME: Schaumrohr Wasser halt WT an ME: 1. C-Rohr Wasser halt ME wiederholt Befehle. ME an MA: MA wasser halt MA an ME: Wasser halt. Ende der Bewertung. Zeitvorgabe Max. 10 Minuten, der Übungsaufbau ist zügig vorzunehmen. Die Unfallverhütungsvorschriften sind zu beachten. Bewertung Es können 100 Punkte erreicht werden. Es müssen mind. 50 Punkte erreicht werden. Punktabzug: Bei Zeitüberschreitung: pro Sekunde 1 Punkt Fehler im Trupp: 5 Punkte je Fehler

5 Durchführung eines Angriffes ab Bereitstellung/Verteiler Ereignis 2, Flächenbrand B-Rohr-Angriff Benötigtes Material: Bis zur Bereitstellung: 1 Standrohr B Druckschläuche 1 B C-B-C Verteiler Ab Bereitstellung: 2 B-Druckschläuche 3 C Druckschläuche 2 Steckleiterteile A/B 1 B-Strahlrohr 1 Stützkrümmer 1 C-Strahlrohr 2 Kupplungsschlüssel (bereitgelegt) 3 Schlauchhalter/-binder 5 mal Beleuchtungsgerät Übungsablauf: Die Gruppe legt das benötigte Material ca. 10m entfernt vom Verteiler bereit mit Ausnahme von 5 C-Schläuchen, diese werden direkt am Verteiler bereit gelegt. Gruppenführer, Melder und die Truppführer des Angriffstrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp rüsten sich mit Beleuchtungsgerät aus. Die Gruppe tritt am unter Wasser stehenden Verteiler an. Der Gruppenführer zieht das Los. Er gibt den Befehl: GF an AT: Angriffstrupp zur Brandbekämpfung mit B-Strahlrohr und Stützkrümmer zum Flächenbrand über die Wiese vor AT verlegt B-Leitung selbst Beginn der Zeitnahme. Der AF wiederholt den Befehl, der Trupp rüstet sich mit B-Strahlrohr und Stützkrümmer aus. Der Maschinist begibt sich zum Standrohr. ME an GF: ME an GF: Melder zu mir Melder zur Stelle Melder zum Verteiler Melder zum Verteiler Der AT verlegt die B-Schlauchleitung. Der Melder bedient den Verteiler. Der AT kuppelt den Schlauch an B-Rohr und Stützkrümmer an und sichert ausreichend Schlauchreserve. Danach gibt der AF das Kommando: AT an ST: ST an AT: GF an WT: B-Rohr/3. Rohr Wasser marsch B-Rohr/3. Rohr Wasser marsch Wassertrupp zur Brandbekämpfung

mit 1. C-Strahlrohr und Bockleiter zum Flächenbrand über das Hindernis vor Schlauchtrupp unterstützt Wassertrupp 6 WT an GF: Wiederholung des Einsatzbefehls WT und ST tragen 2 Steckleiterteile zum Hindernis vor, bauen den Leiterbock auf und sichern diesen mit zwei Schlauchhaltern. Der ST verlegt dem WT die C Leitung (2 Längen) vom Leiterbock zum Verteiler. Die Schlauchleitung ist mittels Schlauchhalter am Leiterbock zu sichern. Die Knoten sind als Mastwurf auszuführen. WT an ME: ME an WT: 1. C-Rohr Wasser marsch 1. C-Rohr Wasser marsch Meldung an Hauptwertungsrichter Flächenbrand gelöscht Ende der Zeitnahme. ME an HW: Flächenbrand gelöscht HW an ME: Zum Abmarsch fertig ME an GF: Zum Abmarsch fertig GF an Alle: Zum Abmarsch fertig AT an ME: B-Rohr/3. Rohr Wasser halt WT an ME: 1. C-Rohr Wasser halt ME wiederholt Befehle. ME an MA: MA wasser halt MA an ME: Wasser halt. Ende der Bewertung. Zeitvorgabe Max. 10 Minuten, der Übungsaufbau ist zügig vorzunehmen. Die Unfallverhütungsvorschriften sind zu beachten. Bewertung Es können 100 Punkte erreicht werden. Es müssen mind. 50 Punkte erreicht werden. Punktabzug: Bei Zeitüberschreitung: pro Sekunde 1 Punkt Fehler im Trupp: 5 Punkte je Fehler

Kreisjugendfeuerwehr Rhein-Hunsrück 7 Fehlerkatalog- Jugendflamme Stufe 3 Ereignis 1, Werkstattbrand Schaumangriff Jugendfeuerwehr: Veranstaltungsort: Start Nr: Datum Zeitvorgabe: 10 Minuten gestoppte Zeit: Jeder der nachfolgenden Fehler wird nur einmal gewertet und zählt 5 Fehlerpunkte! Fehlerpunkte: GF falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen AT falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen WT falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen ST falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen ME falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen MA falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen GF gibt AT keine oder falsche Befehle GF gibt ME keine oder falsche Befehle GF gibt WT keine oder falsche Befehle AF hat Befehl nicht oder falsch wiederholt AT hat C-Leitung nicht vom VT zur Ziellinie verlegt AT hat Zumischer falsch eingebaut AT hat keine ausreichende Schlauchreserve bereitgelegt (3 Buchten) AT gibt nicht Befehl Sonderrohr Wasser marsch ME wiederholt Befehl nicht oder falsch ME begibt sich nicht zum Verteiler ME bedient nicht den Verteiler / Zumischer WF hat Befehl nicht oder falsch wiederholt WT/ST transportieren Leiter falsch / unsachgemäß ST haben Leiterbock nicht gesichert (Schlauchhalter) ST hat Knoten nicht als Mastwurf ausgeführt ST Verlegt C-Leitung nicht vom Hindernis (Trupp) zum Verteiler ST sichert C-Leitung nicht am Leiterbock WT hat hinter Hindernis nicht ausreichend Schlauchreserve bereitgelegt WT gibt nicht Befehl 1. Rohr Wasser marsch ME gibt MA nicht Befehl Wasser halt MA wiederholt nicht Befehl Wasser halt Pro angefangene 10 Sekunden Zeitüberschreitung 5 Fehlerpunkte = Gesamtfehlerpunkte: Punktvorgabe 100 Gesamtfehlerpunkte = Punkte. Ab 50 Punkten: Übung bestanden!

Kreisjugendfeuerwehr Rhein-Hunsrück 8 Fehlerkatalog- Jugendflamme Stufe 3 Ereignis 2, Flächenbrand Jugendfeuerwehr: Veranstaltungsort: Start Nr: Datum Zeitvorgabe: 10 Minuten gestoppte Zeit: Jeder der nachfolgenden Fehler wird nur einmal gewertet und zählt 5 Fehlerpunkte! Fehlerpunkte: GF falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen AT falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen WT falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen ST falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen ME falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen MA falsch ausgerüstet, Ausrüstungsgegenstände fehlen GF gibt AT keine oder falsche Befehle GF gibt ME keine oder falsche Befehle GF gibt WT keine oder falsche Befehle AF hat Befehl nicht oder falsch wiederholt AT hat B-Leitung nicht vom VT zur Ziellinie verlegt AT hat keinen Stützkrümmer vorgenommen AT hat keine ausreichende Schlauchreserve bereitgelegt AT gibt nicht Befehl B-Rohr Wasser marsch ME wiederholt Befehl nicht oder falsch ME begibt sich nicht zum Verteiler ME bedient nicht den Verteiler WF hat Befehl nicht oder falsch wiederholt WT/ST transportieren Leiter falsch / unsachgemäß ST haben Leiterbock nicht gesichert (Schlauchhalter) ST hat Knoten nicht als Mastwurf ausgeführt ST Verlegt C-Leitung nicht vom Hindernis (Trupp) zum Verteiler ST sichert C-Leitung nicht am Leiterbock WT hat hinter Hindernis nicht ausreichend Schlauchreserve bereitgelegt WT gibt nicht Befehl 1. Rohr Wasser marsch ME gibt MA nicht Befehl Wasser halt MA wiederholt nicht Befehl Wasser halt Pro angefangene 10 Sekunden Zeitüberschreitung 5 Fehlerpunkte = Gesamtfehlerpunkte: Punktvorgabe 100 Gesamtfehlerpunkte = Punkte. Ab 50 Punkten: Übung bestanden!