Immunologische Methoden. 31. Oktober 2013, Ruhr-Universität Bochum Karin Peters,

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Immunologische Methoden. 31. Oktober 2013, Ruhr-Universität Bochum Karin Peters, karin.peters@rub.de"

Transkript

1 Immunologische Methoden 31. Oktober 2013, Ruhr-Universität Bochum Karin Peters,

2 Agglutination von Antikörpern in Lösung Detektion von Antikörpern auf einer Matrix (ELISA, Western Blot, Immunfluoreszenz) Durchflusszytometrie und Zellsortierung (FACS) Detektion von zellulären Immunantworten

3 Charakterisierung von Antikörpern Spezifität: Erkennt der Antikörper nur ein spezifisches Epitop? Affinität: Avidität: Isotyp: Bindungsstärke eines Antikörpers an eine einzige Antigenbindungsstelle Gesamte Bindungsstärke mit mehr als einer Bindungsstelle IgG, IgM, IgE, IgA und IgD definiert durch die konstante Region des Antikörpers Idiotyp: Antikörper mit der gleichen Spezifität

4 Herstellung von Antikörpern: Eigenschaften des Antigens

5 Herstellung polyklonaler Antikörper Tag Immunisierung mit 0,5mg Peptid konjugiert an KLH subcutan mit Freudschem Adjuvanz Blutentnahme

6 Herstellung monoklonaler Antikörper HGPRT=Hypoxanthin-Phosphoribosyl-Transferase HAT-Medium=Hypoxanthin, Aminpterin, Thymidin

7 HAT-Medium Aminopterin: Hypoxantin: Thymidin: blockiert den de novo Syntheseweg für Purine und Thymidin Abbauprodukt aus dem Purinstoffwechsel, kann über den salvage-pathway zur Purinsynthese eingesetzt werden mittels HPGRT muss zugeführt werden, da die Synthese durch Aminopterin blockiert ist

8 Heidelberger Präzipitationstest Prinzip: Die gleiche Menge Antikörper wird mit steigender Antigenkonzentration inkubiert

9 Immunpräzipitate Klinische Relevanz: Immunekomplexe lagern sich in Gefäßwänden und Organen ab z. B. Lupus erythematodes: Immunkomplexe lagern sich in den Glomeruli ab und aktivieren das Komplementsystem

10 Hämagglutination und Blutgruppenbestimmung

11 Coombs-Test

12 Agglutination von Antikörpern in Lösung Detektion von Antikörpern auf einer Matrix (ELISA, Western Blot, Immunfluoreszenz) Durchflusszytometrie und Zellsortierung (FACS) Detektion von zellulären Immunantworten

13 ELISA = Enzyme Linked Immuno-Sorbent Assay

14 Indirekter ELISA 1) Beschichtung mit dem Antigen Blockierung freier Bindungsstellen 2) Bindung eines spezifischen Antikörpers 3) Bindung eines enzymgekoppelten Zweitantikörpers 4) Substrat Farbiges Produkt 5) Messung der Absorbtion

15 Beispiel 1: Detektion von Allergen spezifischem IgE Alkalische Phosphatase Substrat: BCIP (5-Brom-4-chlor-3-indoxylphosphat) + NBT (Nitroblau-Tetrazoliumchlorid) Antigen (Spezifisches Allergen) + Serum-IgE + Detektionsantikörper (IgG-Anti-IgE) + Substrat

16 Beispiel 2: Messung von IgE mittels Sandwich ELISA Alkalische Phosphatase Substrat: BCIP (5-Brom-4-chlor-3-indoxylphosphat) + NBT (Nitroblau-Tetrazoliumchlorid) Fänger-Antikörper (IgG-Anti-IgE) + Serum-IgE + Detektionsantikörper (IgG-Anti-IgE) + Substrat

17 Kompetitions-ELISA

18 Western Blot (Immunoblot)

19 H.R. Gelderblom Robert-Koch-Institut, Berlin HIV-Nachweis durch Western Blot

20 Nachweis von Antikörperreaktionen durch Luminiszenz HRP: horseradish peroxidase Western-Blot

21 Fluoreszenz λ=488 nm Laser Fluorochrome Antibody λ=530 nm Emission Photodetector Fluorochromes Excitation (nm) Emission (nm)

22 Immunfluoreszenz Nachweis von Antigenen auf Zellen oder Gewebe mittels Antikörpern, die mit einem Fluoreszenzfarbstoff markiert sind Macrophagen (grün) in der roten Pulp der Milz

23 Wofür wird die Immunfluoreszenz verwendet? In der Medizin: Nachweis von Autoantikörpern In der Biologie: Nachweis bestimmter Zelltypen im Gewebe Lokalisation von Proteinen in der Zelle

24 Agglutination von Antikörpern in Lösung Detektion von Antikörpern auf einer Matrix (ELISA, Western Blot, Immunfluoreszenz) Durchflusszytometrie und Zellsortierung (FACS) Detektion von zellulären Immunantworten

25 Isolierung mononukleärer Zellen (Ficoll-Hypaque-Gradientenzentrifugation) Verdünntes Blut Ficoll (Density = 1,078) Zentrifugation Thrombozyten Mononukleäre Zellen des peripheren Bluts (PBMC) Erythrozyten Granulozyten Zellkultur in vitro

26 Durchflusszytometrie

27 Zelluläre Parameter Laser (488 nm) Forward scatter (FSC) Cell size Side scatter (SSC) granularity

28 Messung der Lichtstreuung 1) Größe: Die Stärke des Vorwärtsstreulichts (FSC) ist proportional zur Zellgröe. 2) Granularität: Zellen ohne Granula induzieren nur geringes Seitwärtsstreulicht (SSC)

29 Messung der Lichtstreuung Das gemessene FSC und SSC wird für jede Zelle in einem x/y Diagramm = dot plot dargestellt 1) Granulozyten 2) Monozyten 3) Lymphozyten 2-Parameter dot plot

30 Fluoreszenzmessung mit dem Durchflusszytometer Analyse von Lymphozyten- Subpopulationen Problem: Lymphozyten können nicht anhand ihres Streulichts unterschieden werden Daher müssen sie mit fluoreszenzmarkierten Antikörpern markiert werden: z. B. Fluorescein anti-cd3 für T-Zellen Phycoerythrin anti-cd19 für B-Zellen

31 Ergebnisanalyse Für jede Zelle wurden fünf Parameter gespeichert: FSC SSC 1.) Fluoreszenz (grün) 2.) Fluoreszenz (orange) 3.) Fluoreszenz (rot) B-Lymphozyten T-Lymphozyten Auswahl der Zellen entsprechend ihrer spezifischen FSC/SSC Characteristika = gating

32 Leukämie Healthy control

33 HIV-Infektion Healthy control Patient shows reduced numbers of T-helper-cell in peripher blood

34 Intrazelluläre Zytokinfärbung Kultivierung von T-Helfer-Zellen unter verschiedenen Bedingungen Zugabe von Brefeldin A: hemmt die Zytokinsekretion Fixierung in Formaldehyd Permeabilisierung mit Saponin Färbung mit anti-ifn-γ-fluorescein und anti-il-4-phycoerythrin

35 Fluorescence assisted cell sorting FACS =Fluorescence Assisted Cell Sorting Jede Zelle befindet sich in einem einzelnen Tropfen. Jeder Tropfen erhält eine elektrische Ladung und wird mit Hilfe von Ablenkplatten sortiert. Ablenkplatten Sortierte Zellen Matthias Stiehm,

36 Magnetische Zellsortierung (MACS) Zellisolierung mit spezifischen Antikörpern, die an magnetische Partikel gebunden sind Prinzip: Anlegen eines Magnetfelds Zellen werden mit Antikörpern beladen, die magnetische Partikel tragen und auf eine Säule geladen Unmarkierte Zellen werden herausgewaschen Nach Entfernen des Magnetfelds werden die markierten Zellen eluiert

37 Agglutination von Antikörpern in Lösung Detektion von Antikörpern auf einer Matrix (ELISA, Western Blot, Immunfluoreszenz) Durchflusszytometrie und Zellsortierung (FACS) Detektion von zellulären Immunantworten

38 Nachweis einer Immunreaktion in vivo (Tuberkulosetest) Tine-Test Heute ersetzt durch den Mendel-Mantoux-Test, bei dem die Menge des injizieten Tuberculins genau festgelegt ist.

39 Antigenspezifische Th1-Zellen Typ-IV Reaktion (Hypersensitivitätsreaktion des verzögerten Typs) IFN-γ, Chemokine, TNF-α IFN-g IFNg-Receptor APC Lokale Entzündung

40 Elispot-Assay: erkennt Zytokin-produzierende Zellen in vitro

41 CFSE Assay zur Proliferationsmessung O CH 3 CH 3 O O O O OH O O O primäre Amine, Esterasen, ph>7 O OH O O N O O Protein NH O + N-Hydroxysuccinimid + 2 Moleküle Essigsäure Lymphozyten des menschlichen Blutes markiert mit CFSE Carboxyfluorescein Diacetatsuccinimidylester. Die Zellen wurden mit Phytohaemagglutinin stimuliert und 5 Tage inkubiert.

Vorlesung Immunologie 7. Teil

Vorlesung Immunologie 7. Teil Vorlesung Immunologie 7. Teil Immunologische Methoden 25. Mai 2011, Ruhr-Universität Bochum Marcus Peters, marcus.peters@rub.de In vitro - Nachweis einer Immunreaktion Humorale Immunität: Analyse des Antiserums

Mehr

Diagnostik und Impfungen

Diagnostik und Impfungen Grundlagen der Immunologie 5. Semester - Dienstags 11.15 Uhr Ruhr-Universität Bochum, HMA 20 Diagnostik und Impfungen Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu Immundiagnostik (Antikörper-/ Antigennachweis)

Mehr

Immunologische Methoden in der Medizin

Immunologische Methoden in der Medizin Immunologische Methoden in der Medizin In vitro - Nachweis einer Immunitäreaktion Humorale Immunität: Analyse des Antiserums = serologische Tests: Nachweis von Antikörper, deren Charakterisierung und Menge

Mehr

Immunologische Methoden und Enzymassays

Immunologische Methoden und Enzymassays Immunologische Methoden und Enzymassays 1. Antikörper (Ak) Aufbau, Struktur monoklonale und polyklonale Ak 2. Immunpräzipitation 3. Affinitätschromatographie 4. Immundetektion 5. Immunblot 6. Immunhistochemie

Mehr

Immunologische Techniken. Gelpräzipitationsreaktionen 1. Immundiffusion 2. Immunelektrophorese

Immunologische Techniken. Gelpräzipitationsreaktionen 1. Immundiffusion 2. Immunelektrophorese Immunologische Techniken Gelpräzipitationsreaktionen 1. Immundiffusion 2. Immunelektrophorese Direkte und indirekte Hämagglutination Direkte Hämagglutination: wenig empfindlich Indirekte Hämagglutination:

Mehr

Titer. französisch titre: Feingehalt

Titer. französisch titre: Feingehalt Serologie Testverfahren (in der Mikrobiologie und Virologie) zur Bestimmung spezifischer Antikörper im Serum oder in anderen Körperflüssigkeiten gegen infektiöse Erreger Titer französisch titre: Feingehalt

Mehr

Biochemische Übungen II. Antikörper und Antigene

Biochemische Übungen II. Antikörper und Antigene Biochemische Übungen II Antikörper und Antigene Antikörper - Struktur Komposition der 5 Ig Klassen (human) Class Heavy chain Subclasses Light chain IgG γ γ1, γ2, γ3, γ4 κ or λ IgM µ - κ or λ IgA α α1,

Mehr

Immunhistochemische Färbung F Immunfluoreszenz. Vortrag Immunologie am von Christopher Tollrian

Immunhistochemische Färbung F Immunfluoreszenz. Vortrag Immunologie am von Christopher Tollrian Immunhistochemische Färbung F und Immunfluoreszenz Vortrag Immunologie am 22.05.2009 von Christopher Tollrian Inhalt Grundlagen Immunhistochemische Färbung Immunfluoreszenz Proben-Vorbereitung Methoden

Mehr

1.1 Einführung in die Problematik 1 1.2 Zielsetzung 9

1.1 Einführung in die Problematik 1 1.2 Zielsetzung 9 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 1.1 Einführung in die Problematik 1 1.2 Zielsetzung 9 2. Material und Methoden 2.1 Material 2.1.1 Chemikalien 11 2.1.2 Materialien für die Säulenchromatographie 12 2.1.3

Mehr

Grundlagen der Durchflusszytometrie. Dipl.-Ing. Markus Hermann

Grundlagen der Durchflusszytometrie. Dipl.-Ing. Markus Hermann Grundlagen der Durchflusszytometrie 1 Durchflusszytometrie Definition : Automatisierte Licht- und Fluoreszenzmikroskopie an Einzelzellen im kontinuierlichen Probendurchfluss! FACS: Fluorescence activated

Mehr

Immunserologie III. ELISA, Western-blot, Dot-blot

Immunserologie III. ELISA, Western-blot, Dot-blot Immunserologie III. ELISA, Western-blot, Dot-blot Universität ität Pécs, Medizinische Fakul ultät Institut für Immunologie und Biotechnologie ie ELISA 1. - Grundlagen o Enzyme o Linked o Immuno o Sorbent

Mehr

Durchflusszytometrische BALF-Diagnostik

Durchflusszytometrische BALF-Diagnostik Durchflusszytometrische BALF-Diagnostik Gliederung 1. Lymphozytenidentifizierung 2. Durchflusszytometrie als Methode 3. Bearbeitung der Proben 4. Typische Befunde und Probleme 5. Blick in die Zukunft Dagmar

Mehr

Biochemische Übungen II Teil 3: Flow Cytometry/FACS. Dr. Richard Weiss

Biochemische Übungen II Teil 3: Flow Cytometry/FACS. Dr. Richard Weiss Biochemische Übungen II Teil 3: Flow Cytometry/FACS Dr. Richard Weiss A) Flow Cytometry Durchflußzytometrie (flow cytometry) Ermöglicht die simultane Messung mehrerer physikalischer Charakteristika einzelner

Mehr

Western-Analyse Protein-Elektrophorese ELISA Protein-Chip

Western-Analyse Protein-Elektrophorese ELISA Protein-Chip Western-Analyse Protein-Elektrophorese ELISA Protein-Chip DNA-RNA RNA-Protein Die Struktur der DNA Ebene der Proteinstruktur Die Gruppen der Aminosäuren Darstellung Räumliche R Proteinstrukturen (Röntgen

Mehr

Direkter ex vivo Nachweis autoreaktiver T- Helferzellen bei Patienten mit progressiver systemischer Sklerose (PSS)

Direkter ex vivo Nachweis autoreaktiver T- Helferzellen bei Patienten mit progressiver systemischer Sklerose (PSS) Aus der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Medizinischen Fakultät Charité Universitätsmedizin Berlin DISSERTATION Direkter ex vivo Nachweis autoreaktiver T- Helferzellen bei Patienten

Mehr

Durchflusszytometrie (Flow

Durchflusszytometrie (Flow Durchflusszytometrie (Flow cytometry) Institut für Immunologie und Biotechnologie ie, Medizin inischeische Fakult ultät Universität Pécs Das Prinzip und Bedeutung der Durchflusszytometrie Flowcytometrie

Mehr

Herstellung und Selektion rekombinanter Antikörper

Herstellung und Selektion rekombinanter Antikörper Herstellung und Selektion rekombinanter Antikörper Für jeden Topf ein Deckel Sintox 16.04.2015 16.04.15 Sintox 1 Inhalte Begriffsklärungen Rekombinant Lymphozyten Antikörper und Antigene Somatische Hypermutation

Mehr

Block 9 Krankheit- Manifestation und Wahrnehmung, allg. Arzneimitteltherapie

Block 9 Krankheit- Manifestation und Wahrnehmung, allg. Arzneimitteltherapie Block 9 Krankheit- Manifestation und Wahrnehmung, allg. Arzneimitteltherapie gelb (450 nm) TMB farblos H2O2 H2SO4 grün/blau WS 2005/2006 -> 3. Semester -> Block 9 -> Kapitel 4: Medizinisch-chemische Laboratoriumsdiagnostik

Mehr

Immunologische Methoden in der Medizin

Immunologische Methoden in der Medizin Immunologische Methoden in der Medizin ALBRECHT BUFE, www.ruhr-unibochum.de/homeexpneu 24 April 2010 In vitro - Nachweis einer Immunitäreaktion Humorale Immunität: Analyse des Antiserums = serologische

Mehr

5. Untersuchungsmethode

5. Untersuchungsmethode 5. Untersuchungsmethode 5.1. Grundlagen der Durchflußzytometrie Das Durchflußzytometer besteht aus dem System zur Probeneingabe, dem optischen System mit Lichtquelle und Detektorsystem sowie einer Datenverarbeitungseinheit.

Mehr

BLOCK 9. Dengue Fieber/ ELISA. N.Brandl 2008

BLOCK 9. Dengue Fieber/ ELISA. N.Brandl 2008 BLOCK 9 Dengue Fieber/ ELISA N.Brandl 2008 Versuchsaufbau 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 1. Coaten und Blocken 2. Waschen (3x) 3. Patientenserum (30min) 4. Waschen (3x) 5. Detektionsantikörper (30min) 6. Waschen

Mehr

Monoklonale Antikörper sind Antikörper, immunologisch aktive Proteine, die von einer auf einen einzigen B-Lymphozyten zurückgehenden Zelllinie

Monoklonale Antikörper sind Antikörper, immunologisch aktive Proteine, die von einer auf einen einzigen B-Lymphozyten zurückgehenden Zelllinie Monoklonale AK Monoklonale Antikörper sind Antikörper, immunologisch aktive Proteine, die von einer auf einen einzigen B-Lymphozyten zurückgehenden Zelllinie (Zellklon) produziert werden und die sich gegen

Mehr

(Fermentation), Reinigung, Markierung Hybridom-Technik

(Fermentation), Reinigung, Markierung Hybridom-Technik Immunisierung, Antikörperproduktion (Fermentation), Reinigung, Markierung Hybridom-Technik Universit ität Pécs, Medizinische Fakul ultät Institut für Immunologie und Biotechnologie ie Monoklonale Antikörper:

Mehr

Einführung in die Durchflusszytometrie

Einführung in die Durchflusszytometrie Seite 1 von 11 Durchflusszytometrie - eine Einführung Maria Zeilinger, BMA / Univ.Doz.Dr.med. Wolfgang Hübl Zusammenfassung Die Durchflusszytometrie ist eine relativ junge Labortechnik, die in der Medizin

Mehr

ARBEITSTECHNIKEN IN DER PROTEINCHEMIE. Immunologie

ARBEITSTECHNIKEN IN DER PROTEINCHEMIE. Immunologie ARBEITSTECHNIKEN IN DER PROTEINCHEMIE Immunologie Wichtige Grundbegriffe der Immunologie: Antigen: Körperfremdes Agens, welches beim Eindringen in den Organismus eine Immunantwort hervorruft (z.b. Fremdproteine,

Mehr

5. Oktober 2011. Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus

5. Oktober 2011. Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus 5. Oktober 2011 Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus Dr. med. Volker von Baehr Zelluläre Elemente des Immunsystems Unspezifisches Immunsystem (angeboren, nicht lernfähig) Monozyten Gewebemakrophagen

Mehr

UE Biochemie II: Flow Cytometry

UE Biochemie II: Flow Cytometry UE Biochemie II: Flow Cytometry Lerninhalt: Grundlagen der Durchflußzytometrie: Forward Scatter, Side Scatter, Fluoreszenzintensität; FACS; Lymphozytenpräparation über Ficoll; Hintergrund: Siehe Vorlesung

Mehr

Zweigbibliothek Medizin

Zweigbibliothek Medizin Sächsäsche Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) Zweigbibliothek Medizin Diese Dissertation finden Sie original in Printform zur Ausleihe in der Zweigbibliothek Medizin Nähere

Mehr

Versuch 5: ELISA (Serumtitration)

Versuch 5: ELISA (Serumtitration) Versuch 5: ELISA (Serumtitration) Lernziele: 1) Definition der Begriffe Antigen, Antikörper, Epitop, Paratop, Affinität, Avidität 2) Monoklonale und polyklonale Antikörper 3) Praktische Durchführung einer

Mehr

EliSpot in der Borreliose-Diagnostik

EliSpot in der Borreliose-Diagnostik EliSpot in der Borreliose-Diagnostik 27.02.2016 Update Lyme Disease for Practitioners BCA-clinic Augsburg Infektion - Infektionserkrankung Invasion und Vermehrung von Mikroorganismen im menschlichen Organismus

Mehr

Wasserchemie Modul 7

Wasserchemie Modul 7 Wasserchemie Modul 7 Prinzip eines heterogenen Enzyme ELISA Enzyme Linked Immuno Sorbent Assay Was sind Antikörper Antikörper (Immunoglobuline) sind Eiweißstoffe stoffe,, die Tiere und Menschen zur Abwehr

Mehr

Multicolor Anwendungen in der Durchflusszytometrie: Keine Angst vor vielen Farben!

Multicolor Anwendungen in der Durchflusszytometrie: Keine Angst vor vielen Farben! Multicolor Anwendungen in der Durchflusszytometrie: Keine Angst vor vielen Farben! Erlangen, 24.02.2009 Dr. rer. nat. Alexandra Pfeiffer Techniken der Fluoreszenzmarkierung Jerne, Köhler, Milstein Nobelpreis

Mehr

Bioanalytik-Vorlesung Western-Blot. Vorlesung Bioanalytik/ Westfälische Hochschule WS 1015/16

Bioanalytik-Vorlesung Western-Blot. Vorlesung Bioanalytik/ Westfälische Hochschule WS 1015/16 Bioanalytik-Vorlesung Western-Blot Vorlesung Bioanalytik/ Westfälische Hochschule WS 1015/16 Western-Blot Western-Blot: Übertragung von elektrophoretisch aufgetrennten Proteinen auf eine Membran und Nachweis

Mehr

Immunoassays http://www.sumanasinc.com/webcontent/anisamples/molecularbiology/elisa.html

Immunoassays http://www.sumanasinc.com/webcontent/anisamples/molecularbiology/elisa.html Immunoassays http://www.sumanasinc.com/webcontent/anisamples/molecularbiology/elisa.html Fanden erstmal in den 50er Jahren Verwendung Zuerst nur radioaktive Markierungen für Immunoassays Ab den 70er Jahren

Mehr

Antikörperstruktur, -funktion und -affinitätsreifung

Antikörperstruktur, -funktion und -affinitätsreifung Grundlagen der Immunologie 5. Semester - Dienstags 11.15 Uhr Ruhr-Universität Bochum, HMA 20 Antikörperstruktur, -funktion und -affinitätsreifung Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu Klonale

Mehr

Antikörper. 2.1 Grundlagen

Antikörper. 2.1 Grundlagen Antikörper 2 2.1 Grundlagen Antikörper sind Glykoproteine, die von Wirbeltieren gebildet werden, um den Organismus vor eingedrungenen, körperfremden Substanzen zu schützen. Die fremde Substanz bindet an

Mehr

Durchflusszytometrie. Grundlagen der Durchflusszytometrie. Schematischer Aufbau eines Durchflusszytometers Fluidik

Durchflusszytometrie. Grundlagen der Durchflusszytometrie. Schematischer Aufbau eines Durchflusszytometers Fluidik Grundlagen der Durchflusszytometrie Gleichzeitige Messung verschiedener physikalischer Parameter einzelner Partikeln/Zellen in der Lösung. Durchflusszytometrie MEDIZINISCHE PHYSIK UND STATISTIK 2. Dr.

Mehr

. = Standardabweichung, berechnet aus Ergebnissen, die unter Vergleichsbedingungen erhalten worden sind.

. = Standardabweichung, berechnet aus Ergebnissen, die unter Vergleichsbedingungen erhalten worden sind. RESOLUTION OIV/OENO 427/2010 Geändert Durch OIV-COMEX 502-2012 1 Definitionen der Verfahrenskriterien Richtigkeit r = Grad der Übereinstimmung zwischen dem aus einer großen Serie von Testergebnissen erhaltenen

Mehr

VERSUCH 2: GRUNDLAGEN DER DURCHFLUSSZYTOMETRIE

VERSUCH 2: GRUNDLAGEN DER DURCHFLUSSZYTOMETRIE VERSUCH 2: GRUNDLAGEN DER DURCHFLUSSZYTOMETRIE LERNZIELE: 1) Theoretische Grundlagen der Durchflusszytometrie 2) Trockentraining mit dem FACS-Simulator 3) Erstellen einer Kalibrierung am Gerät mittels

Mehr

Standardisierung der serologischen Immundiagnostik. Möglichkeiten, Grenzen, Perspektiven

Standardisierung der serologischen Immundiagnostik. Möglichkeiten, Grenzen, Perspektiven Standardisierung der serologischen Immundiagnostik Möglichkeiten, Grenzen, Perspektiven Grundproblem Vielfalt der Antikörper Vielfalt der Antigene Problem: Messung von Antigenspezifischen Antikörpern Antikörper

Mehr

Grundlagen der Immunologie

Grundlagen der Immunologie Grundlagen der Immunologie Geschichtliche Entwicklung Antike: Überstandene Pesterkrankung schützt vor Pest Mittelalter: für Pocken gilt das gleiche Erste Immunisierungsversuche mit Eiter aus Pocken brachten

Mehr

Das spezifische Immunsystem. T-Lymphozyten und deren Effektormechanismen

Das spezifische Immunsystem. T-Lymphozyten und deren Effektormechanismen Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, Nicolaistraße 22, 12247 Berlin +49 3077001-220, info@inflammatio.de Das spezifische Immunsystem T-Lymphozyten und deren Effektormechanismen Dr. med. Volker

Mehr

der Blutzellen Separa der Isolation der mononuklear paration Blutausstrichs, Cytopreps und in Institut für Immunologie Biotechnologie

der Blutzellen Separa der Isolation der mononuklear paration Blutausstrichs, Cytopreps und in Institut für Immunologie Biotechnologie Separa paration der Blutzellen Isolation der mononuklear learenen Zellenen aus dem Blut: Präparationation des Blutausstrichs, Cytopreps und der Anfärbung Universität Pécs, Fakult ultät für Medizin in Institut

Mehr

2. Patienten, Material und Methoden

2. Patienten, Material und Methoden 21 2. Patienten, Material und Methoden 2.1. Patienten Die Patienten wurde als konsekutive Kohorte aus der HIV-Tagesklinik der II. Medizinischen Klinik des Virchow-Klinikums (jetzt: Humboldt-Universität

Mehr

In vitro funktionelle Tests Gewebekulturen: primäre und langlebende Zelllinien Institut für Immunologie und Biotechnologie Universität Pécs, Medizinische Fakultät Einführung Definition: Eine Zellkultur

Mehr

4.1. Herstellung, Aufreinigung und Nachweis eines CD33-spezifischen IgM-Antikörpers

4.1. Herstellung, Aufreinigung und Nachweis eines CD33-spezifischen IgM-Antikörpers ERGEBNISSE 30 4. Ergebnisse 4.1. Herstellung, Aufreinigung und Nachweis eines CD33-spezifischen IgM-Antikörpers 4.1.1. Herstellung und Aufreinigung des Antikörpers CD33-spezifische IgM-Antikörper wurden

Mehr

Western Blot. Zuerst wird ein Proteingemisch mit Hilfe einer Gel-Elektrophorese aufgetrennt.

Western Blot. Zuerst wird ein Proteingemisch mit Hilfe einer Gel-Elektrophorese aufgetrennt. Western Blot Der Western Blot ist eine analytische Methode zum Nachweis bestimmter Proteine in einer Probe. Der Nachweis erfolgt mit spezifischen Antikörpern, die das gesuchte Protein erkennen und daran

Mehr

Querschnittsbereich IV Immunologie/Infektiologie. 8. Juli 2005 Immundiagnostik

Querschnittsbereich IV Immunologie/Infektiologie. 8. Juli 2005 Immundiagnostik Querschnittsbereich IV Immunologie/Infektiologie 8. Juli 2005 Immundiagnostik PD Dr. Ulrich Sack Institut für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin 08.07.2005 1 Abschlussklausur Wichtig: Am 12.

Mehr

Antikörper. Prof. Dr. Albert Duschl

Antikörper. Prof. Dr. Albert Duschl Antikörper Prof. Dr. Albert Duschl Proteins reloaded Mit keinem Protein werden Sie im Studium so viel zu tun bekommen wie mit Antikörpern. Antikörper (= Immunglobuline) sind Proteine des Immunsystems die

Mehr

Angeborene und erworbene Immunantwort

Angeborene und erworbene Immunantwort Molekulare Mechanismen der Pathogenese bei Infektionskrankheiten Angeborene und erworbene Immunantwort Hans-Georg Kräusslich Abteilung Virologie, Hygiene Institut INF 324, 4.OG http://www.virology-heidelberg.de

Mehr

4. Material und Methoden

4. Material und Methoden 16 4. Material und Methoden 4.1 Patienten: Wir untersuchten Leukozyten von Frühgeborenen, Reifgeborenen und von Erwachsenen. Die Einschlusskriterien für die Frühgeborenen waren 1. Gestationsalter 24 32

Mehr

Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen

Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen Priv. Doz. Dr. med. Torsten Tonn Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie Johann Wolfgang Goethe Universitätsklinikum Frankfurt

Mehr

Übersicht: T-Zell-unabhängige und T-Zellabhängige. Humorales Gedächtnis

Übersicht: T-Zell-unabhängige und T-Zellabhängige. Humorales Gedächtnis Übersicht: T-Zell-unabhängige und T-Zellabhängige B-Zellaktivierung Humorales Gedächtnis Fachmodul Immunologie November 2010 Melanie Haars Übersicht I. Einleitung II. B-Zellaktivierung T-Zell-unabhängige

Mehr

VERSUCH 3: ERSTELLEN EINES BLUTBILDES

VERSUCH 3: ERSTELLEN EINES BLUTBILDES VERSUCH 3: ERSTELLEN EINES BLUTBILDES LERNZIELE: 1) Immunphänotypisierung allergischer vs. naiver Mäuse 2) Auswertung von FACS Daten mittels Cyflogic Software 3) Statistischer Vergleich zwischen den Gruppen

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Einführung in die Immunbiologie. Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Einführung in die Immunbiologie. Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Einführung in die Immunbiologie Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de S 2 M 2 Das Immunsystem eine Übersicht Das

Mehr

Monoklonale Antikörper

Monoklonale Antikörper J.H.Peters H.Baumgarten M.Schulze Monoklonale Antikörper Herstellung und Charakterisierung Unter Mitwirkung von F. Bieber W Gerlich E.Hempelmann Th.Werfel Mit 32 Abbildungen FACHBEREICH BIOLOGIE (10) der

Mehr

Herstellung monoklonaler und polyklonaler Antikörper gegen 1,4-Benzodiazepine zum empfindlichen Nachweis in biologischem Probenmaterial

Herstellung monoklonaler und polyklonaler Antikörper gegen 1,4-Benzodiazepine zum empfindlichen Nachweis in biologischem Probenmaterial Herstellung monoklonaler und polyklonaler Antikörper gegen 1,4-Benzodiazepine zum empfindlichen Nachweis in biologischem Probenmaterial Den naturwissenschaftlichen Fakultäten der Friedrich-Alexander-Universität

Mehr

Immunbiologie. Teil 2

Immunbiologie. Teil 2 Teil 2 Diversität der Immunantwort (1): - die Spezifität, die von einem Lymphozyten (sowohl B- als auch T-Lymphozyt) als Antigen bei der Induktion einer Immunantwort erkannt wird (afferenter Schenkel),

Mehr

Komplexerkrankungen. Querschnitt Immunologie-Infektiologie Mittwochs Uhr Hörsaal 3 (Pathologie) Bergmannsheil. Albrecht Bufe

Komplexerkrankungen. Querschnitt Immunologie-Infektiologie Mittwochs Uhr Hörsaal 3 (Pathologie) Bergmannsheil. Albrecht Bufe Querschnitt Immunologie-Infektiologie Mittwochs 10.15 Uhr Hörsaal 3 (Pathologie) Bergmannsheil Komplexerkrankungen Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu Typ-III Hypersensitivität (Verzögerte

Mehr

Der Experimentator: Immunologie

Der Experimentator: Immunologie Werner Luttmann Kai Bratke Michael Küpper Daniel Myrtek Der Experimentator: Immunologie 4., vollständig überarbeitete und korrigierte Auflage Springer Spektrum Inhaltsverzeichnis 1 Antikörper 1 1.1 Des

Mehr

Anwendung von Data Mining auf Daten der Durchflusszytometrie

Anwendung von Data Mining auf Daten der Durchflusszytometrie Anwendung von Data Mining auf Daten der Durchflusszytometrie von Jan-Christoph Meier Hamburg, 09.01.2013 Master Informatik HAW Hamburg 1 Ablauf Einführung Rückblick Projekt 1 Überblick Masterarbeit Aktuell

Mehr

Medizinische Immunologie. Vorlesung 6 Effektormechanismen

Medizinische Immunologie. Vorlesung 6 Effektormechanismen Medizinische Immunologie Vorlesung 6 Effektormechanismen Effektormechanismen Spezifische Abwehrmechanismen Effektormechanismen der zellulären Immunantwort - allgemeine Prinzipien - CTL (zytotoxische T-Lymphozyten)

Mehr

Praktikum Biochemie Einführung in die Molekularbiologie. Bettina Siebers

Praktikum Biochemie Einführung in die Molekularbiologie. Bettina Siebers Praktikum Biochemie Einführung in die Molekularbiologie Bettina Siebers Rekombinante Expression einer Esterase aus Pseudomonas aeruginosa in E. coli Polyacrylamide Gelelektrophorese (PAGE) Denaturierende

Mehr

Versuch 5: Immunologie

Versuch 5: Immunologie Immunologie 5-1 Versuch 5: Immunologie Versuche: 1. ELISA (enzyme linked immunosorbent assay), Enzymgekoppelter Immunnachweis 2. Western-Blot 3. Test zur Schwangerschaftsfrüherkennung aus Urin Analyse

Mehr

Grundlagen der Immunologie

Grundlagen der Immunologie Grundlagen der Immunologie Lymphozyten reifen im Knochenmark (B-Lymphozyten) und im Thymus (T-Lymphozyten). Die Aktivierung antigenpräsentierender Zellen ( APC ), wie Makrophagen, dendritische Zellen und

Mehr

Funktion von Proteinen:

Funktion von Proteinen: Funktion von Proteinen: Transport und Speicherung Beispiel Myoglobin / Hämoglobin Myoglobin Hämoglobin Globin-Faltung ist konserviert Häm-Gruppe Cofaktoren, Coenzyme & Prosthetische Gruppen Cofaktor wird

Mehr

Immunologie in der Labormedizin

Immunologie in der Labormedizin Immunologie in der Labormedizin Konteptvorlesung 2 Themenblock 8 Beda M. Stadler Diese Folien stehen auch als PPT Files zum download bereit unter: http://www.iib.unibe.ch/wiki/?p=teaching/medical_students&l=de

Mehr

p53-menge bei 4197 nach Bestrahlung mit 4Gy Röntgenstrahlung 3,51 PAb421 PAb1801 PAb240 Do-1 Antikörper

p53-menge bei 4197 nach Bestrahlung mit 4Gy Röntgenstrahlung 3,51 PAb421 PAb1801 PAb240 Do-1 Antikörper 1.1 STRAHLENINDUZIERTE P53-MENGE 1.1.1 FRAGESTELLUNG Die Kenntnis, daß ionisierende Strahlen DNA Schäden verursachen und daß das Protein p53 an den zellulären Mechanismen beteiligt ist, die der Manifestation

Mehr

Antigene und Antikörper

Antigene und Antikörper Antigene und Antikörper Antigene Antigen: Peptidstruktur oder eine peptidgebundene Struktur, die vom reifen adaptiven Immunsystem erkannt werden kann. Antigenität: die Fähigkeit eines Proteins, mit dem

Mehr

Wirkungsweise und Aufbau eines Antikörpers

Wirkungsweise und Aufbau eines Antikörpers 17 3 Wirkungsweise und Aufbau eines Antikörpers M. Little M. Little, Antikörper in der Krebsbekämpfung, DOI 10.1007/978-3-662-45114-4_3, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015 18 Kapitel 3 Wirkungsweise

Mehr

Immunologie in der Labormedizin

Immunologie in der Labormedizin Immunologie in der Labormedizin Konteptvorlesung 2 Themenblock 8 Beda M. Stadler Diese Folien stehen auch als PPT Files zum download bereit unter: http://www.iib.unibe.ch/wiki/?p=teaching/medical_students&l=de

Mehr

Von der Gemeinsamen Naturwissenschaftlichen Fakultät. der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina. zu Braunschweig. zur Erlangung des Grades einer

Von der Gemeinsamen Naturwissenschaftlichen Fakultät. der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina. zu Braunschweig. zur Erlangung des Grades einer Untersuchungen zu molekularen und zellulären Interaktionen im Prozeß der Eliminierung von Lebermetastasen in einem murinen Zell-vermittelten Therapiemodell Von der Gemeinsamen Naturwissenschaftlichen Fakultät

Mehr

Immunologie. immunis (lat.) = frei, unberührt. Wissenschaft vom Abwehrsystem von Lebewesen gegen fremde Substanzen und Krankheitserreger

Immunologie. immunis (lat.) = frei, unberührt. Wissenschaft vom Abwehrsystem von Lebewesen gegen fremde Substanzen und Krankheitserreger Immunologie immunis (lat.) = frei, unberührt Wissenschaft vom Abwehrsystem von Lebewesen gegen fremde Substanzen und Krankheitserreger Historisches Louis Pasteur (1822-1895): aktive Immunisierung gegen

Mehr

Abwehr II/1. Seminar Block 8 WS 08/09. Dr. Mag. Krisztina Szalai krisztina.szalai@meduniwien.ac.at

Abwehr II/1. Seminar Block 8 WS 08/09. Dr. Mag. Krisztina Szalai krisztina.szalai@meduniwien.ac.at Abwehr II/1 Seminar Block 8 WS 08/09 Dr. Mag. Krisztina Szalai krisztina.szalai@meduniwien.ac.at Abwehr I.: angeborene, natürliche Abwehr Abwehr II.: erworbene, spezifische Abwehr Immunantwort natürliche

Mehr

Leistungsverzeichnis 2011. (Version 01/2011) Neubauer-Zählkammer. Leukämien, immunsuppressive Therapie Leukozytenzahl und -differenzierung

Leistungsverzeichnis 2011. (Version 01/2011) Neubauer-Zählkammer. Leukämien, immunsuppressive Therapie Leukozytenzahl und -differenzierung Seite 1 von 12 I Zytologie Leukozytenzahl täglich EDTA-Blut Neubauer-Zählkammer Infektionen, Entzündungen, Anämien, BAL-Flüssigkeit Leukämien, immunsuppressive Therapie Leukozytenzahl und -differenzierung

Mehr

Grundlagen der Immunologie

Grundlagen der Immunologie Grundlagen der Immunologie 3-4.Vorlesung Entwicklung und Funktionen der Zellen des Immunsystems Definition der Antigene Moleküle der Immunologischen Erkennung: Antikörper, B-Zell und T-Zell-Rezeptoren

Mehr

DISSERTATION. Direkter ex vivo Nachweis Myelin Basic Protein (MBP)- spezifischer T-Helferzellen bei Multiple Sklerose Patienten

DISSERTATION. Direkter ex vivo Nachweis Myelin Basic Protein (MBP)- spezifischer T-Helferzellen bei Multiple Sklerose Patienten Aus dem Institut für Experimentelle Rheumatologie der Medizinischen Fakultät Charité der Humboldt-Universität zu Berlin DISSERTATION Direkter ex vivo Nachweis Myelin Basic Protein (MBP)- spezifischer T-Helferzellen

Mehr

Antikörperstruktur, -funktion und -affinitätsreifung

Antikörperstruktur, -funktion und -affinitätsreifung Grundlagen der Immunologie 5. Semester - Dienstags 11.15 Uhr Ruhr-Universität Bochum, HMA 20 Antikörperstruktur, -funktion und -affinitätsreifung Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu Aktivierte

Mehr

Movie dendritic cell migration_iv_8_2. Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten. lymphatische Organe

Movie dendritic cell migration_iv_8_2. Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten. lymphatische Organe Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten lymphatische Organe Erkennungsmechanismen Lymphozytenentwicklung Entstehung und Verlauf adaptiver Immunantworten T-Zellen gelangen

Mehr

Basiskenntnistest - Biologie

Basiskenntnistest - Biologie Basiskenntnistest - Biologie 1.) Welche Antikörper-Gruppe liegt als Pentamer vor? a. ) IgA b. ) IgE c. ) IgG d. ) IgD e. ) IgM 2.) Welche Aussagen bezüglich Antikörper und Antigene stimmen? 1. Das Epitop

Mehr

Ein Blick in die Zukunft, Entwicklung neuer Testverfahren zum Nachweis von Salmonellen und Campylobacter. Dr. Janin Stratmann-Selke

Ein Blick in die Zukunft, Entwicklung neuer Testverfahren zum Nachweis von Salmonellen und Campylobacter. Dr. Janin Stratmann-Selke Ein Blick in die Zukunft, Entwicklung neuer Testverfahren zum Nachweis von Salmonellen und Campylobacter Dr. Janin Stratmann-Selke Salmonellen und Campylobacter als Erreger von Lebensmittelinfektionen

Mehr

Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten. lymphatische Organe. Erkennungsmechanismen. Lymphozytenentwicklung

Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten. lymphatische Organe. Erkennungsmechanismen. Lymphozytenentwicklung Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten lymphatische Organe Erkennungsmechanismen Lymphozytenentwicklung Entstehung und Verlauf adaptiver Immunantworten 196 Dendritische Zellen

Mehr

Zweigbibliothek Medizin

Zweigbibliothek Medizin Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) Zweigbibliothek Medizin Diese Hochschulschrift finden Sie original in Printform zur Ausleihe in der Zweigbibliothek Medizin

Mehr

Nachweis von p53-antikörpern in Patientenseren - Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist einfacher -

Nachweis von p53-antikörpern in Patientenseren - Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist einfacher - Arbeitsblatt 9: Praktikumsanleitung: Nachweis von p53-antikörpern in Patientenseren - Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist einfacher - I. Theoretische Einführung: Das Testverfahren Immunologische

Mehr

Antigen Receptors and Accessory Molecules of T Lymphocytes

Antigen Receptors and Accessory Molecules of T Lymphocytes Immunologie II Antigen Receptors and Accessory Molecules of T Lymphocytes Chapter 7 - Cellular and Molecular Immunology, Abbas-Lichtman-Pillai 6th edition Leslie Saurer Institut für Pathologie (Prof. Christoph

Mehr

Kurzer Leitfaden für einen Praxistag. Thema: Serologie

Kurzer Leitfaden für einen Praxistag. Thema: Serologie Kurzer Leitfaden für einen Praxistag Thema: Serologie Programm für eintägigen Praxistag (8.00 14.30 Uhr): Serolgie Nachweis der CytomegalieInfektion mit Hilfe eines Antikörpertests (ELISA) Vormittags Blutentnahme

Mehr

EGF-R-Familie als Target für zytotoxische T-Lymphozyten. Helga Bernhard

EGF-R-Familie als Target für zytotoxische T-Lymphozyten. Helga Bernhard EGF-R-Familie als Target für zytotoxische T-Lymphozyten Helga Bernhard Adoptiver Transfer von HER2-spezifischen T-Zellen zur Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms Patientin mit HER2 + Mammakarzinom

Mehr

Immunologie. 6 Schritte zum richtigen Antikörper

Immunologie. 6 Schritte zum richtigen Antikörper Bei über 5000 Produkten fällt die Wahl des richtigen Sekundärantikörpers nicht immer leicht. Dieser eitfaden soll Ihnen bei der Suche helfen! Besonders einfach wird die Auswahl der Sekundärantikörper auf

Mehr

Immunologie: Primärantikörper

Immunologie: Primärantikörper Immunologie: Primärantikörper Polyklonale Antikörper maßgeschneidert von der Peptid- oder Antigensynthese über die Antikörperproduktion zur Konjugation mit Detektionsreagenzien Die angebotenen Programme

Mehr

B Quantitative Bestimmung der shla und scd74 Moleküle

B Quantitative Bestimmung der shla und scd74 Moleküle B - 5 Vera Rebmann und Hans Grosse-Wilde B - 5.1 Einleitung Lösliche HLA Klasse I Moleküle (shla-i) wurden erstmalig 1970 von van Rood (1) und Charlton (2) im Serum von gesunden Probanden nachgewiesen.

Mehr

Hemmung der Enzym-Aktivität

Hemmung der Enzym-Aktivität Hemmung der Enzym-Aktivität Substrat Kompetitiver Inhibitor Enzym Enzym Substrat Nichtkompetitiver Inhibitor Irreversibler Inhibitor Enzym Enzym Enzym - Kinetik Michaelis Menten Gleichung Lineweaver -

Mehr

Isolation und Charakterisierung von Plasmazellen aus dem peripheren Blut mit besonderer Berücksichtigung IgE sezernierender Plasmazellen

Isolation und Charakterisierung von Plasmazellen aus dem peripheren Blut mit besonderer Berücksichtigung IgE sezernierender Plasmazellen Isolation und Charakterisierung von Plasmazellen aus dem peripheren Blut mit besonderer Berücksichtigung IgE sezernierender Plasmazellen Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen

Mehr

Blutgruppenserologische Untersuchungen und. Transfusion

Blutgruppenserologische Untersuchungen und. Transfusion Teil I Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Praktikum Transfusionsmedizin Blutgruppenserologische Untersuchungen und Transfusion Blutgruppenbestimmung, Antikörperscreening serologische Verträglichkeitsprobe

Mehr

https://cuvillier.de/de/shop/publications/7335

https://cuvillier.de/de/shop/publications/7335 Mecki Clara Isert (Autor) Monitoring der Antikoagulanzientherapie mittels Bestimmung von Prothrombinzeit/INR und chromogenem Faktor X bei Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom https://cuvillier.de/de/shop/publications/7335

Mehr

Diagnostik von Immundefekten

Diagnostik von Immundefekten Diagnostik von Immundefekten Dr. med. Thorsten Krieger Haferweg 36 22769 Hamburg Tel.: 040 / 33 44 11 666 871 Fax: 040 / 33 44 11 670 www.aesculabor-hamburg.de info@aesculabor-hamburg.de Praxis Diagnostik

Mehr

Aufbau 01.04.2010. Leukozyten - Differentialblutbild

Aufbau 01.04.2010. Leukozyten - Differentialblutbild Erklärung der wichtigsten Laborparameter und der bildgebenden Diagnostik beim und bei Lymphomen Doz. Dr. Michael Fiegl Hämato-Onkologie (Direktor: Prof. Dr. G. Gastl) Programm für PatientInnen Innsbruck,

Mehr

Immunologie. Entwicklung der T- und B- Lymphozyten. Vorlesung 4: Dr. Katja Brocke-Heidrich. Die Entwicklung der T-Lymphozyten

Immunologie. Entwicklung der T- und B- Lymphozyten. Vorlesung 4: Dr. Katja Brocke-Heidrich. Die Entwicklung der T-Lymphozyten Immunologie Vorlesung 4: Entwicklung der T- und B- Lymphozyten T-Zellen entwickeln sich im Thymus B-Zellen entwickeln sich im Knochenmark (engl. bone marrow, aber eigentlich nach Bursa fabricius) Dr. Katja

Mehr

Flow-Cytometrie zum Analysieren und Sortieren von biologischen Zellen

Flow-Cytometrie zum Analysieren und Sortieren von biologischen Zellen Flow-Cytometrie zum Analysieren und Sortieren von biologischen Zellen Vortrag von Michael Löffler BD Bioscience FACSCanto Partec CyFlow ML Gliederung Begriffserklärung und Überblick Streuungsphänomene

Mehr

VERSUCH 4: BASOPHIL ACTIVATION TEST

VERSUCH 4: BASOPHIL ACTIVATION TEST VERSUCH 4: BASOPHIL ACTIVATION TEST LERNZIELE: 1) IgE Status allergischer vs. naiver Mäuse mittels Basophil Activation TEST 2) Auswertung von FACS Daten mittels Cyflogic Software 3) Statistischer Vergleich

Mehr

. Hintergrund Antikörper

. Hintergrund Antikörper 1. Hintergrund Antikörper Antikörper sind die körpereigene Abwehrtruppe des Menschen. Sie sind Eiweiße, die zwischen gefährlichen und ungefährlichen Fremdsubstanzen unterscheiden können und eine Immunantwort

Mehr