magazin KRONES magazin KRONES Ausgabe 3 /2012 Recycle it! VK66805 KRONES magazin Ausgabe 3/2012
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- Sebastian Förstner
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1 Vilsa LitePac Pago Linie Aquavit Recycle it! Bottle-to-Tray Japan magazin KRONES KRONES magazin Ausgabe 3/2012 VK66805 magazin KRONES Ausgabe 3 /2012 Recycle it!
2 Inhalt Titelfoto: Pfleiderer 46 Facts & Figures 46 Indien: Turnkey Brauerei-Neubau bei Kals Distilleries Pvt. Ltd. 47 Schnellste Linie für COFCO Coca-Cola Beverages Limited The Coca-Cola Company investiert in China 48 Der chinesische Rohmateriallieferant Jiangsu Shenquian erweitert mit zwei Wasserlinien 3 Editorial Neue er Dosenlinie über mehrere Etagen für Tsingtao 6 Special: Recycle it! 18 Bottle-to-Tray 50 Wasserlinie für JPDC auf der koreanischen Naturweltwunder-Insel Jeju Die japanische FP Corporation (FPCO) Coca-Cola Enterprises würdigt Krones für sein Nachhaltigkeitskonzept 52 Contiform Bloc BL ohne Füller für Soo Seok Arca Continental nimmt ErgoBloc L 30 Lifestyle in Japan in Betrieb Das Konsumverhalten der japanischen Verbraucher hat sich dramatisch 54 Penza Consolidated Distilleries produziert verändert FAB in Dosen Erster Blasmaschinen-Füller-Block in 36 Super clean Marokko bei Atlas Bottling Krones verbessert Bottle-to-Bottle- Recycling mit integriertem SuperCleaning Prozess 56 FlexiFruit bei Setifis Bottling Company in Algerien 150 Jahre: Brauerei Baar feiert mit modernster Abfüllanlage der Schweiz stellt aus gebrauchten PET-Behältern Lebensmittel-Schalen und -Transport behälter her magazin
3 Praxis 58 Neue Heimat für Arcus Technologie 96 Technologie kompakt 72 Unsichtbare Verpackung Erfolgreiche Markteinführung des neu artigen Krones Verpackungssystems LitePac bei der italienischen Bracca Gruppe 98 Analyse physikalischer Parameter von Getränken Im April 2012 konnte Arcus die derzeit modernste Spirituosenverarbeitung der Welt in Betrieb nehmen Technikum für PET-Recycling Innovativer Kombi-Verschließer Variocap Platzsparende Entsorgungseinheit für APS 3 Ihre Bedeutung für die Prozesstechnik Teil 3: Probenahme und Statistik 78 Elf Meter für Vilsa 104 CombiCube F 86 Alles im grünen Bereich 108 Intelligente Läutertechnologie Raumwunder: Vilsa-Brunnen installiert Verpackungsstraße mit nur elf Metern Länge Fruchtsafthersteller Pago füllt mit eigener NitroHotfill Anlage in PET ab 94 Aus den Bergen des Libanon Die Rim Company for Natural Mineral Water S.A.L. im Libanon nahm eine zweite Krones Abfüllanlage in Betrieb Weiterer Schritt zur modularen Mittelstandsbrauerei Neu entwickelter Pegasus C optimiert Läuterarbeit und senkt Kosten Prozent Energieeinsparung Energieoptimierung der Heizkästen für Contiform Heizmodule Feuilleton 112 Getränke am Point of Sale: USA 114 Mehrweg 122 Die letzte Seite Vorschau Ausgabe 4/12, Lesermeinung, Bestellung Krones magazin, Messevorschau, Impressum magazin inhalt
4 Recycle it! PET macht das Rennen. Das Verhältnis von Glasflaschen, Dosen und PET-Behältern zur Abfüllung von Getränken verschiebt sich immer mehr zugunsten von PET, wie eine Übersicht von Euromonitor zeigt. PET-Behälter wachsen demnach 2010 bis 2015 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,2 Prozent, Dosen um jährlich 2,4 Prozent, Glas um lediglich 1,9 Prozent. Bei solchen Größenordnungen wird klar: PET-Recycling wird zur Pflicht. Aus ökologischen, aber auch aus ökonomischen Gründen. magazin
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6 B Weltweit produzierte Getränkeverpackungen (ohne Karton) etrachtet man die Entwicklung seit 2006, so legte der weltweite Bedarf an PET-Behältern in dieser Zeitspanne um mehr als 30 Prozent zu, also mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von über 6 Prozent wurden laut Euromonitor 446 Milliarden PETBehälter mit Getränken gefüllt. In erster Linie Wasser (210 Milliarden) und karbonisierte Erfrischungsgetränke (128 Milliarden), zusammen also mehr als 75 Prozent des PET-Behälter-Verbrauchs. Danach folgen Fruchtsäfte und Fertigtees mit jeweils rund 40 Milliarden Behältern. Eine nennenswerte Größe erreichen auch noch Sport- und Energydrinks mit mehr als 15 Milliarden PET-Flaschen. An Bier ist die Entwicklung zum Kunststoffbehälter bislang weitgehend vorübergegangen: Etwas mehr als 5 Milliarden Füllungen wurden 2011 gezählt. Spirituosen, Wein, Milch, Milchmischgetränke, Trinkjoghurts und Fertigkaffee machen noch nicht die großen Mengen aus. Der stärkste prozentuale Zuwachs kommt mehr aus den Randsorten wie Fertigtee, dessen Absatz in PET sich nahezu verdoppelte. 424,3 311,6 PET-Flaschen 253,8 281,3 315,9 Dosen 378,8 404,6 443,7 Glasflaschen ,5 Milliarden 2005: gesamt 944,1 Milliarden 2010: gesamt 1.110,3 Milliarden 2015: gesamt 1.307,1 Milliarden Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 2010 bis 2015: Glasflaschen 1,86 %, Dosen 2,35 %, PET-Flaschen 5,23 %, gesamt 3,54 % Quelle: Euromonitor 0,0016 Prozent des jährlichen Ölverbrauchs Wie andere Polymere auch wird PET (Polyethylenterephthalat) aus Rohöl gewonnen. Die wesentlichen PET-Rohstoffe reine Terephthalsäure (PTA) und Monoethylenglykol (MEG) werden mit einer geringen Menge Comonomer über einen Polykondensationsprozess chemisch zur Reaktion gebracht. Das resultierende Polymer ist ein Polyester, das häufig für die Herstellung von Folien und Textilfasern verwendet wird. Im Falle der PET-Produktion wird dieses Basispolymer kristallisiert und in der Festphase polymerisiert, um die gewünschte Produktqualität einzustellen. Dies dient auch der Reinigung des Produkts, indem sichergestellt wird, dass alle extrahierbaren Reaktionsprodukte entfernt werden. Dieses Material ist dann nach verschiedenen Migrationsund Extraktionsprüfungen für die Verpackungsproduktion geeignet. Weltweit macht PET etwa 0,0016 Prozent des jährlichen Ölverbrauchs aus. Eine typische PET-Flasche entspricht in etwa 25 Gramm Öl. Im Lauf der vergangenen Dekade sind PET-Flaschen immer leichter geworden, und die Marktbeteiligten streben eine weitere Gewichtsreduzierung an. PET ist das meistverwendete Polymer für die Vermagazin
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9 magazin ,4 39,4 RTD Tee 12,4 15,6 Sport-/ Energydrinks 2006: zusammen 334,5 Milliarden 2011: zusammen 438,4 Milliarden Quelle: Passport Weltweiter Bedarf an PET-Behältern, Teil 2 1,3 1,6 Trinkjoghurt Milch 0,6 0,7 0,8 Milchmixgetränke 0,7 1,0 RTD Kaffee Wein 0,2 0,6 1,5 1,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 0,0 2,5 Milliarden Spirituosen 2011 wurden global rund 20,5 Millionen Tonnen PET in Verpackungen verarbeitet. Etwa 15,5 Millionen Tonnen PET davon waren PET-Flaschen (ca. 75 Prozent). Von diesen wurden in 2011 ca. 7,3 Millionen Tonnen gesammelt, mit einem Anteil an Clear PET von ca. 75 bis 80 Prozent. Verwendung fanden die gesammelten Behälter zum größten Teil in der Faserindustrie, der Rest ging zum einen in die Produktion von Folien und Umreifungsbändern und schließlich wurden elf Prozent im Bottle-to-Bottle-Recycling wieder zu PET-Flaschen. Dass das Bottle-to-Bottle-Recycling nicht schon längst viel stärker genutzt wird, liegt in erster Linie daran, dass Länder wie China und Indien das Potential weitgehend abschöpfen, um Fasern zu produzieren. Je nach Preissituation am Markt wird das Material ungereinigt oder auch schon gereinigt verkauft und weiterverarbeitet. Der größte Anteil der zurückgegebenen PET-Flaschen tritt eine Reise nach China an. Die chinesische Industrie wächst schnell und die Nachfrage nach Kunststoffen ist immens hoch. Die PET-Flakes kommen schon zerkleinert und vorgereinigt in China an, werden dort erneut gereinigt und nach Farben sortiert. Die weißen Flakes werden chemisch bearbeitet, geschmolzen und zu Textilfasern verarbeitet. Bunte Flakes dienen eher als Füllstoff für Teddybären oder werden zu Folien. Die aus den weißen Flakes gewonnenen Textilfasern finden Fruchtsaft 25,8 40,0 114,3 127,7 70 Prozent werden zu Fasern verarbeitet Softdrinks Wasser ,3 Milliarden 210,4 Weltweiter Bedarf an PET-Behältern, Teil 1 4,3 Bier 5,3 packung einer Vielzahl von Lebensmitteln und Getränken bis hin zu Kosmetika, Haushaltschemikalien, Toilettenartikeln und Pharmaka. PET wird auch verwendet, um widerstandsfähige und transparente Industriefolien herzustellen, die thermogeformt werden können. Laut NAPCOR (National Association for PET Container Resources), der Handelsorganisation der amerikanischen PET-Verpackungsindustrie, wurde die PET-Flasche erstmals 1973 patentiert, von dem Chemiker Nathaniel Wyeth, 1977 wurde zum ersten Mal eine PET-Flasche recycelt. Seit 1978 haben die Hersteller das Gewicht einer ZweiLiter-PET-Flasche um rund 29 Prozent von 68 auf 48 Gramm reduziert. Jede Tonne recycliertes PET entlastet die Umwelt um 7,4 Kubikyard entsprechend 5,6 Kubikmeter Deponievolumen. 2006: zusammen 5,1 Milliarden 2011: zusammen 7,9 Milliarden Gesamter weltweiter Bedarf: 2006: 339,9 Milliarden 2011: 446,2 Milliarden Quelle: Passport PET-Recycling
10 Enormes Potential an ungenutztem Material Tonnen 534,7 PET-Konsum Sammelvolumen Landfill 60,2 42,0 18,2 Rumänien Polen 137,7 52,5 85,2 342,8 183,0 159,8 Italien 260,2 131,6 128,6 Spanien 228,4 120,0 108,4 Großbritannien 159,6 138,5 Frankreich 107,7 298,1 427,0 Deutschland Quellen: PCI, Euromonitor sich in fast jedem Land wieder, als Innenfutter von Sakkos, T-Shirts oder als Fleece-Pullis. Fünf PET-Flaschen liefern genug Textilfasern, um ein T-Shirt im XL-Format herzustellen oder um einen Skianorak mit Isolierstoff zu füllen importierten China und Indien Tonnen aus dem Asien-Pazifik-Raum und 1,01 Millionen Tonnen weltweit. 47 Prozent der PET-Verpackungen werden für das Recycling gesammelt Die Steigerung der PET-Nachfrage ist beträchtlich. Ebenso aber auch die Rückführung der Ressourcen in den Wirtschaftsprozess durch Recycling. PET ist der meistrecycelte Haushaltsverpackungskunststoff wurden weltweit 47 Prozent der PET-Verpackungen für das Recycling gesammelt. Der Zwang zur Nachhaltigkeit seitens der PET-Industrie führt zu stetig wachsenden PETRecyclingraten. Das Sammelvolumen bzw. die Sammelraten differieren weltweit jedoch deutlich. poniert. 14 Prozent des gesamten PET-Konsums wurden zu Food-Grade-rPET recycelt. In Europa/GUS lag die Sammelrate 2011 bei 37,5 Prozent, 2,76 Millionen Tonnen blieben ungenutzt. Ebenfalls 14 Prozent des gesamten PETKonsums wurden zu Food-Grade-rPET recycelt. Südamerika sammelt 34,5 Prozent, lässt 1,37 Millionen Tonnen ungenutzt, verarbeitet sieben Prozent zu Food-Grade-rPET. Sehr hoch zeigt sich das Potential in Nahost/Afrika, da hier die Sammelrate mit 12,9 Prozent noch extrem niedrig ist, 1,09 Millionen Tonnen blieben ungenutzt. Nur fünf Prozent des gesamten PETKonsums wurden zu Food-Grade-rPET recycelt. Extrem hoch liegt die Sammelrate dagegen in Asien/Pazifik mit 71,2 Prozent und Tonnen ungenutzten PETs bei jedoch nur zwei Prozent Food-Grade-rPET, bzw. noch höher in China mit sage und schreibe 84 Prozent Sammel In Nord-/Zentralamerika lag die Sammel- rate, nur Tonnen ungenutztem Material, rate 2011 bei 30,2 Prozent, 1,89 Millionen Tonnen aber lediglich einem Prozent Food-Grade-rPET. blieben ungenutzt, wurden verbrannt oder de- Der Anteil am Sammelvolumen und das absolute magazin
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13 Sammelrate in Prozent Enormes Potential an ungenutztem Material 52,5 Großbritannien Polen Spanien 38,1 53,3 Italien 50,6 53,5 Frankreich 69,8 Quellen: PCI, Euromonitor Absolutes Sammelvolumen 2011 und Prognose für ,7 2,2 2,7 4,2 Europa/GUS Südamerika China Nahost/Afrika 0,2 0,4 0,8 1,4 1,7 Asien/Pazifik 5,5 5,0 4,5 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 0 5,4 Millionen Tonnen 0,8 1,2 Resümee: PET-Recycling ist ein echter Wirtschaftsfaktor, der weltweit eine ganze Industrie beschäftigt. Die Sammelanstrengungen sind in allen Ländern hoch. Bei der Verwertung der gesammelten Behälter dominiert noch immer das Downcycling zu Sekundärstoffen wurden lediglich ca Tonnen PET-Flaschen zu Tonnen Food-Grade-rPET verarbeitet. Die großen Marktbeteiligten der Getränkeindustrie wie Coca-Cola, Pepsico, Nestlé oder Danone gehen in ihren aktuellen Nachhaltigkeitsreports von einer immer stärkeren Nutzung des Recyclingmaterials in neu produzierten PET-Behältern aus. Sie legen Messlatten von bis zu 60 Prozent Recycling und einer durchschnittlichen Nutzung bis zu 25 Prozent in Neubehältern bis zum Jahr 2020 und früher an. Bei einem anvisierten durchschnittlichen rpet-anteil von fünf bzw. 20 Prozent der produzierten Flaschen würden im Jahr ,41 Millionen Tonnen respektive 5,66 Milionen Tonnen Food-Grade-rPET benötigt. Das erfordert einen starken Ausbau der Kapazitäten von Bottle-to-Bottle-Recycling, welches zudem technologisch und wirtschaftlich immer interessanter wird. Auch dank dem Krones Bottleto-Bottle- Verfahren. Rumänien Deutschland Starker Ausbau der Kapazitäten von Bottle-toBottle-Recycling erforderlich Nord-/Zentralamerika Sammelvolumen werden bis zum Jahr 2020 in China und Asien/Pazifik noch weiter zunehmen ,9 Prozent 2011: gesamt Tonnen 2020: gesamt Tonnen Quelle: PCI In Europa ist Deutschland führend bei der Sammelquote von Softdrinks-PET-Behältern. 4,42 Millionen Tonnen PET-Softdrinkbehälter magazin PET-Recycling
14 Anteile am gesamten Sammelvolumen 2011 und Prognose für 2020 Nord-/Zentralamerika Asien/Pazifik Südamerika China wurden insgesamt in Europa 2011 verbraucht, davon 1,66 Millionen Tonnen gesammelt. Für das Jahr 2020 geht die Industrie von einem Konsum in Europa von 6,58 Millionen Tonnen aus bei einem Sammelvolumen von 2,70 Millionen Tonnen. Als Differenz bleibt ein enormes Potential. Weltweit wird das Volumen an ungenutztem Landfill -PET von 8,21 Millionen Tonnen 2011 auf 13 Millionen Tonnen in 2020 steigen. Europa/GUS Nahost/ Afrika 23 % 11 % PET-Recycling in Europa 23 % 2% 30 % 5 PET-Flaschen liefern genug Textilfasern, um ein T-Shirt im XLFormat herzustellen oder um einen Skianorak mit Isolierstoff zu füllen. 10 % 7 Prozent 2011 des recycelten PET wurden 2009 verwendet, um neue Kunststoffumreifungsbänder herzustellen. 22 Prozent Nord-/Zentralamerika Asien/Pazifik des recycelten PET wurden 2009 verwendet, um neue Flaschen und Behälter herzustellen. Südamerika China Europa/GUS Nahost/ Afrika 28 % 8% 18 % 9% 2% 27 Prozent des recycelten PET wurden 2009 verwendet, um Folien und thermogeformte Produkte herzustellen. 40 Prozent des recycelten PET wurden 2009 verwendet, um Textilfasern für Füllungen, Textilien und nichtgewebte Artikel zu produzieren. 35 % 48,4 Prozent 2020 aller PET-Flaschen wurden 2009 europaweit für das Recycling gesammelt. Quelle: PCI PET ist zu 100 Prozent recyclebar. (Quelle: Petcore) magazin
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18 Bottle-to-Tray aus gebrauchten PET-Behältern Lebensmittel-Schalen und -Transportbehälter herstellen: Das ist die Idee, welche die japanische FP Corporation (FPCO) seit kurzem verfolgt. Ende 2010 war dazu eine erste Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage von Krones im Werk Gifu-Hashima in Betrieb gegangen, mit der es möglich ist, lebensmitteltaugliches PET-Recyclat zu gewinnen. Die hohe Effizienz dieser Anlage und der Bedarf an weiteren Kapazitäten veranlasste das überaus erfolgreiche Privatunternehmen nun, eine zweite identische Krones Linie zu installieren, die im Juni 2012 die Produktion aufnahm. FPCO stellt damit Flakes her, die in eigenen Betrieben gemeinsam mit VirginPET zu neuen, durchsichtigen Trays und Verpackungen verarbeitet werden. FPCO hat sich so einen neuen Recyclingmarkt erschlossen und den Kreislauf für einen Teil der PET-Behälter am Markt geschlossen. F PCO ist führend im japanischen Markt für Einweg-Lebensmittel-Trays aus Kunststoff. Der Aufsichtsrat- und Vorstandsvorsitzende (Chairman of the Board und CEO) Yasuhiro Komatsu gründete das Unternehmen im Jahr kann seine Firma 50-jähriges Jubiläum feiern. 2010/2011 setzte FPCO 140 Milliarden Yen entsprechend etwa 1,4 Milliarden Euro um und beschäftigte in der Gruppe mehr als Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Sitz in Fukuyama in der Provinz Hiroshima hat auf dem Kilometer langen Inselreich Japan ein enges Netzwerk an Produktionsstätten und Recyclingwerken geflochten. Es umfasst 13 Produktionswerke, drei Recyclingstandorte, zehn Sortieranlagen, acht Logistikcenter und zehn Sammel-Standorte. Korea Japanisches Meer Ho Gifu-Hashima Hiroshima hu ns Tokyo Osaka Japan Pazifischer Ozean Groß geworden ist FPCO im Laufe der Jahrzehnte vor allem mit den Food-Trays aus geschäumtem Polystyrol (PS) sowie klaren Verpackungen aus OPS (Orientiertes Polystyrol) und PET für den Verkauf von Lebensmitteln in Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften. Durch ständig neue Entwicklungen konnte FPCO den Verbrauchern immer wieder marktgerechte Lösungen bieten unter anderem auch mit dem Aufbau eines hervorragend funktionierenden Recyclingsystems auf freiwilliger Basis. Unsere Stärke ist das eigene Netzwerk. FPCO war das erste Unternehmen überhaupt, das sich das umweltfreundliche Recycling von Lebensmittelbehältern aufs Panier geschrieben hatte. Im Herbst 1990 wurden die ersten FoodTrays in Geschäften gesammelt und von FPCO recycelt. Heute beteiligen sich mehr als Läden an dem System. Aber auch die Logistik gehorcht ökologischen Gesichtspunkten. Zum einen ist das Netzwerk an Sammelstellen, Sortierwerken, Recyclinganlagen und Distributionscentern landesweit hoch dezentralisiert, was die Verbrauchernähe stärkt. Zum anderen wird versucht, die Ausliefer-Lkws optimal auszulasten, indem sie auf der Rückfahrt die gebrauchten Trays mitbringen. Sie sind die Adern und Venen eines pulsierenden Recyclingsystems. Unsere Stärke ist das eigene Netzwerk, sagt Yasuhiro Komatsu. Transparente Behälter galten lange als schwierig magazin
19 zu recyceln, weil sie anders als geschäumte Polystyrol-Trays aus verschiedenen Materialien gefertigt werden. FPCO konnte die Sortierung von Behältern aus OPS, PET, PP, PVC und anderen Materialien mit Nah-Infrarot-Technologie lösen. Wie bei den PS-Trays werden die Verbraucher gebeten, die klaren Behälter zu waschen und in die Sammelbehälter zu geben. Das funktioniert bestens. Die japanische Bevölkerung spielt bei diesem System ausgezeichnet mit, die Behälter kommen sehr gut vorgereinigt in den Sammelund Sortieranlagen an. Das Recycling in Japan funktioniert mit Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Pfand wird nicht erhoben. Japan verfügt über eines der vorbildlichsten PET-Recyclingsysteme der Welt mit Rücknahmeautomaten und öffentlichen Sammelsäcken. Es existiert eine Vielzahl von Sammelcontainern an öffentlichen Plätzen und bei den Supermärkten. Von einigen Kommunen werden auch spezielle PET-Sammlungen in den Haushalten an bestimmten Werktagen durchgeführt. Recycling als gesellschaftlicher Nutzen Im Geschäftsjahr 2010/2011 hat FPCO mehr als 1,8 Milliarden PS-Trays, entsprechend mehr als Tonnen gesammelt, kumuliert seit 1990 über Tonnen. Bei den transparenten Behältern, deren Sammlung erst später begann, waren es annähernd 100 Millionen Stück bzw. knapp Tonnen in 2010/2011. Den Nutzen für die Gesellschaft, der daraus entstanden ist, beziffert FPCO bis jetzt auf mehr als 220 Millionen Liter Öleinsparung und 400 Millionen Euro Kosteneinsparung der öffentlichen Haushalte für Abfallentsorgung. Darüber hinaus konnte das Recycling allein 2010/2011 rund Tonnen CO2-Emissionen vermeiden. Daneben engagiert sich FPCO auch sozial, indem das Unternehmen in den Sortier- und Produktionsbetrieben knapp 400 behinderte Menschen beschäftigt, die hier eine sinnvolle Tätigkeit finden eine Herzensangelegenheit für Yasuhiro Komatsu. Dies geht zurück auf eine Initiative von Müttern mit Down-SyndromKindern. Außerdem ist FPCO offen für interessierte Besucher. Am besichtigte der ste Besucher eines der FPCO-Werke. Wichtige FDA-Zulassung Etwa die Hälfte der gesammelten transparenten Trays und Behälter bestehen aus PET, dem gleichen Material wie die PET-Getränkebehälter. Die Sammelrate von PET-Flaschen liegt derzeit bei über 70 Prozent. Mehr als die Hälfte davon wird zu Fasern recycelt, überwiegend allerdings nicht in Japan, sondern in China. Konkret gingen 2009 in Japan Tonnen PET-Flaschen in den Verkauf, von denen ein Großteil wieder eingesammelt wurde, sei es von der Japan Containers and Packaging Recycling Association (JCPRA), Die erste Krones Recyclinganlage bei FPCO erreicht mit ihrer maximalen Leistung von einer Tonne Input pro Stunde derzeit einen Ausstoß von rund 700 Tonnen fertige Flakes pro Monat. Dies entspricht einem Wirkungsgrad von 93 Prozent. magazin PET-Recycling
20 Das Front-End, die Eingangssortierung, wird nun gemeinsam für die erste und zweite Anlage genutzt. Je nach Herkunft sind die PET-Behälter unterschiedlich verschmutzt: Während PETFlaschen aus den Supermärkten relativ sauber ankommen, sind PET-Flaschen aus dem Hausmüll logischerweise verunreinigt. sei es von Kommunen oder der industriellen Abfallwirtschaft aus dem Hausmüll. Fast Tonnen gesammelte PET-Flaschen wurden exportiert, ganz überwiegend nach China. In Japan selbst wurden ca Tonnen weiterverarbeitet, hauptsächlich zu extrudierten Folien ( Tonnen) und zu Fasern ( Tonnen). Gerade weil die Exportraten der PET-Flaschen so hoch waren, überlegten wir uns, die gesammelten PET-Verpackungen und die PET-Flaschen wieder zu PET-Trays zu verarbeiten. Es müssen einfach mehr japanische Recyclingaktivitäten aufgebaut werden, um diese Ressourcen zu nutzen. Wir wollten also sowohl Tray-to-Tray als auch Bottle-to-Tray umsetzen, erklärt Yasuhiro Komatsu. Damit eine Wiederverwendung als lebensmittelgeeignetes Food-Grade-PET möglich ist, war die FDA-Zulassung mit dem No Objection Letter nötig. Die konnten wir dank der zertifizierten Krones Technologie Ende 2011 für unsere Anlage erhalten. Im August 2010 begann der Auf bau der ersten Krones Recyclinganlage, im Oktober ging die Linie in Produktion. Die Anlage läuft im 24-Stunden-Betrieb rund um die Uhr, wird in vier Schichten von je vier Mann betrieben. Für die Bedienung der Anlage selbst genügt je ein Mitarbeiter. FPCO schickte zur Einarbeitung für die erste Linie fünf Mitarbeiter an die Krones Akademie nach Neutraubling, bei der zweiten Linie weitere zwei Bediener. Diese Ausbildung war sehr wertvoll, erklärt der Betriebsleiter von Chubu, Eiji Takatsu. Die pfandfreien PET-Flaschen werden gepresst in Blocks auf dem Werksgelände angeliefert. Das Front-End, die Eingangssortierung, wird nun gemeinsam für die erste und zweite Anlage genutzt. Je nach Herkunft sind die PET-Behälter unterschiedlich verschmutzt: Während PET-Flaschen beispielsweise aus den Supermärkten relativ sauber ankommen, sind PET-Flaschen aus dem Hausmüll logischerweise verunreinigt. Neues Recyclingzentrum in Chubu Effizientes Waschmodul Im zentraljapanischen Gifu-Hashima in der Nähe der Millionenstadt Nagoya eröffnete FPCO 2009 deshalb das neue Recyclingzentrum Chubu mit zwei Hallen à Quadratmetern, zum einen für das Recycling von Polystyrol-Trays und PET-Verpackungen, zum anderen für das Recycling von PET-Flaschen. Auf der Straße gegenüber entstand ein neues fünfstöckiges Distributionszentrum mit mehr als Quadratmetern Lagerfläche. Die zwei Anlagen bestehen je aus einem Waschmodul mit einer Leistung von Kilogramm pro Stunde sowie einem Dekontaminations modul für ebenfalls Kilogramm pro Stunde. Das Waschmodul liefert zunächst Non-FoodGrade-rPET-Flakes, welche das daran anschließende Dekontaminationsmodul zu Food-GradeFlakes weiterverarbeitet. Die vorsortierten PET-Flaschen gelangen im ersten Schritt des Waschmoduls auf ein Rüttel- magazin
21 Etwa die Hälfte der gesammelten transparenten Trays und Behälter bestehen aus PET, dem gleichen Material wie die PET-Getränkebehälter. magazin PET-Recycling
22 Das Waschmodul liefert zunächst Non-Food-Grade-rPET-Flakes, welche das daran anschließende Dekontaminationsmodul zu Food-Grade-Flakes weiterverarbeitet. sieb. Hier werden kleine Schmutzpartikel wie Glas, Sand, Metalle, lose Etiketten etc. mechanisch abgetrennt. Im nächsten Schritt durchläuft das Material eine Metallsuchbrücke. So werden frühzeitig Metalle ausgeschleust eine Schutzmaßnahme für die nachgeschaltete Mühle. In der Mühle vollzieht sich ein trockener Mahlvorgang, Deckelmaterial, PET und Etiketten werden vermahlen. Das vermahlene Material gelangt nun in einen Trockenmischer, der die einzelnen Bestandteile miteinander vermengt. Ein Zickzacksichter trennt die Einzelteile schonend voneinander, beispielsweise PET von den Etiketten. Über einen konstanten Luftstrom werden hier bis zu 95 Prozent der leichten Stoffe wie Etiketten und Staub abgezogen und separat gesammelt. Das Produktgemenge aus PET, Flakes und Deckelmaterialien wandert weiter in die Vorwäsche und wird mit warmem Wasser vermischt und eingeweicht. Nächste Stufe ist der Laugenwäscher. Sämtliche Rückstände aus der Oberfläche wie Klebstoff oder Papier werden durch Reibung schonend abgewaschen und mit Filtrationssystemen aus der Waschlauge entfernt. Ein Schwimm- Sink-Verfahren trennt die spezifisch gewichtigen Deckelmaterialien von den schwereren PETFlakes. Die PET-Flakes sinken auf den Boden ab. Deckelmaterialien schwimmen an der Oberfläche und werden abgezogen. Die PET-Flakes gelangen nun in eine heiße, mehrstufige Nachwäsche. Hier werden sie sehr schonend mit erhitztem Frischwasser nachgereinigt. Danach werden die PETFlakes in eine zweistufige Trocknung überführt. In einem Zentrifugaltrockner wird zunächst der größte Anteil des Wassers herausgeschleudert. In der zweiten Stufe wird das Material mit Heißluft in ein Puffersilo transportiert. Dekontaminationsmodul liefert lebensmitteltaugliche Flakes Nun startet die erste Stufe des Dekontaminationsmoduls. Dabei werden dickere Flaschenpartikel von den Wandpartikeln getrennt. Die dickeren und schwereren Teile werden nachvermahlen und wieder dem restlichen Produktstrom zugeführt. Ziel ist ein möglichst homogenes PET-Produkt. Danach erfolgt die Weiterbehandlung in der ers- magazin
23 ten Heizschnecke. Das PET-Material wird hier schonend vorgewärmt. In der zweiten Heizschnecke wird das Material auf die erforderliche Dekontaminationstemperatur erhitzt. Abschließend folgt die Behandlung im Vakuumreaktor, in dem alle Kontaminanten aus dem Produkt entfernt werden. Der Austrag nach dem Prinzip first in first out garantiert eine definierte Verweildauer des Materials im Reaktor. Diese lebensmitteltauglichen Flakes sind in ihren optischen und physikalischen Eigenschaften mit Neuware vergleichbar. 93 Prozent Wirkungsgrad Die erste Krones Recyclinganlage bei FPCO erreicht mit ihrer maximalen Leistung von einer Tonne Input pro Stunde derzeit einen Ausstoß von rund 700 Tonnen fertige Flakes pro Monat. Dies entspricht einem Wirkungsgrad von 93 Prozent. Das ist das Maximum, was wir aus der derzeitigen Qualität dieses Sammelsystems erreichen können, erklärt der Generalmanager der Recyclingabteilung bei FPCO, Takashi Ikemoto. Deshalb sind wir damit sehr zufrieden, auch wenn wir natürlich permanent versuchen, das noch zu verbessern, indem wir beispielsweise die Verbraucher bitten, bereits die Etiketten zu entfernen. Die aus benutzten PET-Flaschen gewonnenen Food-Grade-PET-Flakes werden in den beiden eigenen Werken Kyoto und Kanto zu neuen PET-Trays und Verpackungen verarbeitet, etwa als Lebensmittel-Trays in den Supermärkten. Der PET-Recyclingweg ist geschlossen. Insgesamt arbeitet die Krones Recyclinganlage zuverlässig. Besonders mit dem Waschmodul sind wir sehr zufrieden, meint der Chubu Werksleiter Eiji Takatsu. Wichtig für die Kommunikation war, dass das Krones Team aus lokalen Mitarbeitern bestand und die japanische Sprache beherrschte, vor allem weil es eine komplett neue Technologie ist, betont der General Manager Recycling Takashi Ikemoto. Wichtig für die Kommunikation war, dass das Krones Team aus lokalen Mitarbeitern bestand und die japanische Sprache beherrschte, vor allem weil es eine komplett neue Technologie ist, betont der General Manager Recycling Takashi Ikemoto. Dieses System und die dahinter stehende Logistik will FPCO jetzt auch verstärkt beim Sammeln von PET-Behältern nutzen. Das Recycling von PET-Behältern ist eine neue Herausforderung für uns, erklärt Yasuhiro Komatsu. Um dieses europäische BusinessModell nach Japan zu importieren, war das richtige Timing ausschlaggebend. Als Marktführer im Recycling waren wir einfach in der Verantwortung, dies anzustoßen. Ich denke, es war genau der richtige Zeitpunkt für diese langfristige Investition, ist Yasuhiro Komatsu überzeugt. Unser Ziel war es auch, das Tray-toTray-Recycling zu optimieren. Hierzu muss das Etikett auf dem Tray abgewaschen werden. Das kann die Krones Anlage mit hoher Effizienz. Die Technologie des Krones Waschmoduls hat einen sehr guten Ruf im Markt. Sie sorgt definitiv für eine bessere Qualität des Recyclingmaterials. Insgesamt hat uns das klare Konzept von K rones sehr gut gefallen. Auch das Bottle-to-Tray funktioniert damit hervorragend. Entscheidend für uns ist die Qualität der Flakes und die Effizienz der Linie. Zukünftig auch an direktes Bottle-to-BottleRecycling denken Bestehende Logistik zum Sammeln von PET-Behältern nutzen Über die Jahrzehnte hinweg hat FPCO eine enge Zusammenarbeit mit Supermarktketten, Verpackungsgroßhändlern und Verbraucherkooperationen zum Sammeln und Recycling von Polystyrol-Trays und transparenten Behältern aufgebaut. Wir wollen uns jetzt auf die Effizienz der zweiten PET-Recyclinganlage konzentrieren und das Bottle-to-Tray-Verfahren optimieren, betont Yasuhiro Komatsu. Natürlich können wir zukünftig auch an direktes Bottle-to-Bottle-Recycling denken. Der Schlüssel für das weltweite magazin PET-Recycling
24 Im Dekontaminationsmodul wird das Material auf die erforderliche Dekontaminationstemperatur erhitzt. Abschließend folgt die Behandlung im Vakuumreaktor, in dem alle Kontaminanten aus dem Produkt entfernt werden.
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26 Die lebensmitteltauglichen Flakes sind in ihren optischen und physikalischen Eigenschaften mit Neuware vergleichbar. magazin
27 Recycling von Kunststoffen liegt immer in der nationalen Gesetzgebung. Hier in Japan wird das Recycling von staatlicher Seite durch entsprechende Vorschriften und durch Verbraucheraufklärung unterstützt. Da bislang die Verwendung von recyceltem Material für den Kontakt mit Lebensmitteln in Japan noch nicht zulässig ist, nutzt FP Corporation gegenwärtig eine dreischichtig aufgebaute Folie in Layer-Technologie. Sie setzt sich zusammen aus neuwertigem PET, recyceltem PET in der Mitte und abermals neuwertigem PET, sogenannte V-R-V-Folien aus neuem Virgin PET, rezykliertem PET und wieder Virgin -PET, so dass das recycelte PET weder in Kontakt mit dem Lebensmittel noch mit dem Konsumenten kommt. Anspruch bei FP Corporation ist jedoch ein hundertprozentiger Einsatz von recyceltem Food-Grade-PET. Unser Ziel ist es, Ängste der Verbraucher abzubauen und möglichst schnell eine Zulassung des direkten Kontakts des mit FDA-Approval versehenen Recycle-PETs zu erreichen, erklärt Yasuhiro Komatsu. Wir gehen davon aus, dass dies innerhalb der nächsten drei Jahre möglich sein wird. Es ist jetzt möglich, Trays, Verpackungen und Getränke-Flaschen aus PET unbegrenzt als Food-Grade-Material wieder zu verwenden, meint Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender Yasuhiro Komatsu. Je höher der Recyclinganteil, umso niedriger der Verbrauch an neuem Rohmaterial. Damit wird sich der Import von Rohöl nach Japan reduzieren. FPCO kommt mit dem Recyclinggeschäft den Ansprüchen einer Gesellschaft und Wirtschaft entgegen, die Energie und Ressourcen sparen will, recycling orientiert ist, neue Energien nutzen will und nachhaltig denkt. Der Schlüssel für das weltweite Recycling von Kunststoffen liegt immer in der natio nalen Gesetzgebung. Hier in Japan wird das Recycling von staatlicher Seite durch entsprechende Vorschriften und durch Verbraucheraufklärung unterstützt. Unser Ziel ist es, Ängste der Verbraucher abzubauen. Das tut FPCO zum Beispiel durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit mit Werksbesichtungen. Am besichtigte der ste Besucher eines der FPCO-Werke. Thomas Gerstl Krones AG Tel Insgesamt hat uns das klare Konzept von Krones sehr gut gefallen. Auch das Bottle-to-Tray funktioniert damit hervorragend. Entscheidend für uns ist die Qualität der Flakes und die Effizienz der Linie, erklärt Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender Yasuhiro Komatsu. magazin PET-Recycling
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29 Lifestyle in Japan Das Konsumverhalten der japanischen Verbraucher hat sich in den fünf Jahrzehnten, seit die ersten Lebensmittel-Behälter auf dem Markt zu finden waren, dramatisch verändert. Frauen haben sich emanzipiert und sind im Arbeitsleben angekommen, die Geburtenrate ist gesunken, die Bevölkerung ist gealtert, Lebensstil und Essgewohnheiten unterlagen einem permanenten Wandel. Einweg-Food-Trays haben diese Entwicklung begleitet und unterstützt. magazin PET-Recycling
30 N eue Zutaten, Geschmacksrichtungen und Kochstile sind in die Regale der Supermärkte eingezogen, die Konsumenten sind gesundheitsbewusster geworden und umweltbewusster. In den 50er und 60er Jahren setzte in Japan eine Orientierung am westlichen Lebensstil ein, Selbstbedienung wurde en vogue, Instant-Nudeln wurden geboren. Die Menschen bezogen Apartments in Hochhäusern, der westliche Esstisch fand zunehmend Akzeptanz in den japanischen Küchen, die Kochzutaten holte man sich aus dem Supermarkt auf Einweg-Trays. In den 70ern schufen sich Fertignudeln in Polystyrol-Tassen und Fertiggerichte in Brotzeitboxen ihren Platz, die Supermärkte eröffneten landesweite Ladenketten und ganz normale Familien begannen, vorgekochte Speisen zu kaufen. Die Wirtschaftsblase in den 80er Jahren verstärkte diese Trends, das Angebot an verschiedensten Fertigprodukten explodierte, die Food-Trays wurden immer bunter und dienten letztendlich als Speiseteller und nicht nur als Transportmittel. Als die Blase in den 90er Jahren platzte, verlor das Leben etwas an seiner Extravaganz. Überall entstanden Nachbarschaftsläden und Geschäfte, die sich auf Fertiggerichte spezialisierten. Und die Verbraucher entdeckten ihr Gewissen für die Umwelt. FPCO stellte das Eco-Tray R vor, Lebensmittel-Trays aus gesammelten Trays, versehen mit dem begehrten Eco -Gütesiegel. Die Verpackungen wurden leichter und durchsichtig mit verschiedenen, optisch ansprechenden und verkaufsfördernden Eigenschaften. Seit der Jahrtausendwende hat die Nachfrage nach Fertiggerichten noch einmal extrem zugenommen, weil es immer weniger Menschen außer auf dem Land möglich ist, gemeinsam mit der ganzen Familie zu speisen. Ziel: Marktanteile bei transparenten Verpackungen steigern Den Gesamtmarkt für Food-Trays beziffert der Aufsichtsrat und Vorstandsvorsitzende von FPCO Yasuhiro Komatsu auf etwa 470 Milliarden Yen/4,7 Milliarden Euro, davon bedient das Unternehmen etwa 1,1 Milliarden Euro. Bei Polystyrol-Trays hält FPCO bereits einen Marktanteil von 60 Prozent, bei transparenten Verpackungen erst 20 Prozent. Um hier weitere Marktanteile zu erreichen, war die Installation Die Vielfalt der Verpackungen dient zum Verkauf von Fleisch, Gemüse, Früchten, frischem Fisch, Eiern, Fertiggerichten, Sushi, Suppen, Party platten, mikrowellengeeigneten Speisen und Süßigkeiten, aber auch Non-Food-Produkten. der beiden Krones Recyclinganlagen ein wichtiger Teil unserer Strategie. FPCO produziert heute unter anderem OPSTrays und klare, leichtgewichtige PET-Boxen sowie mikrowellengeeignete Verpackungen aus transparentem Polypropylen (PP), extrem leichtgewichtige, kältebeständige (bis minus 40 Grad Celsius) und hitzebeständige (bis plus 110 Grad Celsius) Multi-FP (MFP) sowie Neues Histar (NHS). Im vergangenen Jahr übernahm FPCO magazin
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33 Mysterium Japan: Ein vielschichtiges Land, in dem Tradition und Moderne, asiatische und westliche Lebensweisen verschmelzen. 128 Millionen Menschen leben dort, davon knapp 9 Millionen in der Hauptstadt Tokyo. unter anderem auch einen Hersteller von Verpackungen aus Poly-Milchsäure (PLA) pflanzlichen Ursprungs. Die Vielfalt der Verpackungen dient zum Verkauf von Fleisch, Gemüse, Früchten, frischem Fisch, Eiern, Fertiggerichten, Sushi, Suppen, Partyplatten, mikrowellengeeigneten Speisen und Süßigkeiten, aber auch Non-FoodProdukten. Innovationswille verinnerlicht Die Märkte der Zukunft sieht der Vollblut- Unternehmer bei Krankenhausessen, Brotzeiten für Schulen und dem Catering von älteren Menschen. Firmengründer Yasuhiro Komatsu ist überzeugt: Es genügt nicht, wenn man nur auf Markttrends schaut und Entwicklungen darauf basierten, was zu einer bestimmten Zeitspanne gerade verkauft wird. Auch wenn der Absatz eine Zeitlang gut funktioniert, ist das Ende absehbar. Man muss vielmehr mit der nächsten Generation der Entwicklung beginnen. Die Investitionen in neue Vakuumtiefziehformen für Behälter zum Beispiel weisen eine Amortisationszeit von rund zwei Jahren auf. Ab dem dritten Jahr werfen sie Gewinn aus. Viele Unternehmen versuchen, die Formen möglichst einige Jahre zu nutzen. Wir stellen aber schon im vierten Jahr auf neue Modelle um. Dieser Innovationswille unterscheidet uns vom Wettbewerb, sagt Yasuhiro Komatsu. Diesen innovativen Grundgedanken hat der CEO und Chairman of the Board verinnerlicht. Und wendet ihn auch beim Recycling an. Wir müssen weg von Massenproduktion, Massenkonsum, Massenzerstörung des vergangenen Jahrhunderts, in dessen Folge sich die bekannten Probleme wie globale Erderwärmung und Reduzierung der Artenvielfalt ergeben haben. Bei uns laufen auch Forschungsprojekte darüber, ob es überhaupt sinnvoll ist, Plastik auf lange Sicht zu nutzen. In Anbetracht der Kosten, der Qualität und der Sicherheit ist es derzeit schwierig, einen Ersatz für Kunststoff zu finden. Umso wichtiger wird ein effizientes Sammelsystem und Recycling von Kunststoff, ist Yasuhiro Komatsu überzeugt. Thomas Gerstl Krones AG Tel magazin PET-Recycling
34 Super magazin
35 clean PET-Recycling
36 Während bislang ein ganz wesentlicher Teil von gesammelten PET-Kunststoffen ein Downgrade zu Non-Food-Grade-rPET erlebte und speziell in China zu Textilfasern oder sonstigen Gebrauchsgegenständen weiterverarbeitet wurde, nimmt jetzt die Tendenz zu, das wertvolle Material erneut im Lebensmittelbereich einzusetzen. Deshalb gewinnt das PET-Recycling zur Wiederverwendung als lebensmitteltaugliches Food-Grade Verpackungsmaterial weltweit an Dynamik. Krones hat dazu ein Bottle-to-BottleRecycling mit integriertem SuperCleaning Prozess entwickelt, das bereits mehrfach weltweit erprobt ist. E ine Krones Bottle-to-Bottle-Recycling- kontrolle, die kurze Prozesszeit sowie der hohe anlage besteht im Wesentlichen aus zwei Reinheitsgrad und die hohe Farbqualität der gegroßen Modulen mit jeweils mehreren wonnenen PET-Flakes. Verfahrensschritten: dem Waschmodul und dem Dekontaminationsmodul. Trockene Vorreinigung Lebensmittelechtes Rezyklat Mit einem speziellen Prozess ist Krones in der Lage, Flakes mit einem hohen Reinheitsgrad zu produzieren, um sie sofort als Material für neue Flaschen verwenden zu können. Konventionelle Verfahren benötigen noch zusätzliche Prozessschritte, um lebensmitteltaugliches Rezyklat herzustellen. Der SuperCleaning Prozess findet im Dekontaminationsmodul statt. Hier werden gewaschene Flakes zu Food-Grade -Flakes verarbeitet. Der vorangeschaltete Krones Waschprozess hat entscheidende Bedeutung für die spätere Qualität. Das so gereinigte Material wird in einer Heizschnecke schonend und gleichmäßig erwärmt, bevor es in einem weiteren Schritt getrocknet und auf die endgültige Dekontaminations-Temperatur gebracht wird, die deutlich unterhalb der PET-Schmelztemperatur liegt. Daraus resultiert ein wesentlicher energetischer Vorteil gegenüber den Prozessen der Pellet-Herstellung, die generell höhere Temperaturen benötigen. Die eigentliche Reinigung von migrierten Inhaltsstoffen findet bei optimaler Temperaturführung im Vakuumreaktor der Krones Recyclinganlage statt. Danach liegen lebensmitteltaugliche Flakes vor. Vorteile dieses Verfahrens sind seine niedrige Prozesstemperatur mit optimaler Temperatur- Vor der Dekontamination kommt das Krones Waschmodul zum Einsatz. Hier werden die vorsortierten Flaschen zunächst gemahlen. Die so gewonnenen Flakes durchlaufen eine trockene Vorreinigung. Wesentlich für die Qualität des recycelten PET ist die rückstandslose Entfernung von Fremdmaterialien hauptsächlich Etiketten und Folien. Moderne Etikettenmaterialien aus Kunststofffolie, oftmals mit aufwändigem Druck ausgestattet, sorgen zwar für einen guten Auftritt der Produkte, fallen aber im Waschprozess unter die Kategorie der Störstoffe. Gelangen Etiketten in die Nasswäsche, kann die Druckfarbe herausgewaschen werden und im Waschwasser gelöst mit dem PET in Verbindung kommen. Und genau dies muss bei der Verwendung von PET für Lebensmittelverpackungen verhindert werden. Die Bearbeitung von Etiketten in der Nasswäsche hat zudem den Nachteil, dass die dabei freigesetzten Substanzen das Abwasser belasten. Deshalb war bei der Entwicklung der Krones PET-Recyclinganlage von Anfang an klar: Bereits bei der Bearbeitung des Eingangsmaterials an PET-Flaschen müssen sämtliche Möglichkeiten genutzt werden, um beste und lebensmitteltaugliche Qualität des PET sicherzustellen. Daher setzt das Verfahren auf die trockene Vorreinigung und Vermahlung des Eingangsmaterials. Das trockene Mahlgut, magazin
37 Eine Krones Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage besteht im Wesentlichen aus zwei großen Modulen mit jeweils mehreren Verfahrensschritten: dem Waschmodul und dem Dekontaminationsmodul. Direktanbindung Preformproduktion magazin PET-Recycling
38 SSP-Reaktor im Dekontaminationsmodul magazin
39 ein Gemisch aus PET, Polyolefinen (Deckel) und Etiketten, wird im Trockenmischer vorgereinigt. Mit diesem fein abgestimmten Trockenreinigungs-Konzept ist sichergestellt, dass nur verwertbare Bestandteile des Inputmaterials (PET, PO) in der Nasswäsche verarbeitet werden. Waschmodul als Vorstufe Das Krones Waschmodul ist verantwortlich für den gesamten Reinigungsprozess der gebrauchten PET-Flaschen. Der gesamte Waschprozess integriert die Rückführung verbrauchter Medien. Dazu gehören die kontinuierliche Aufbereitung des Waschwassers und das zweistufige Filtrationssystem der Lauge. Die Heißwasserspülung der Flakes basiert auf einem Kaskaden-Prinzip mit mehrfacher Nutzung des kontinuierlich aufbereiteten Wassers. So ist eine optimale Qualität der eingesetzten Medien und die konsequente Schonung der Ressourcen garantiert. Besonders die Kombination aus Intensivwäsche, Laugenreinigung und mehrstufiger Nachreinigung führt zu der hohen Farbqualität des gewaschenen Mahlguts. Spezielle Filtrationssysteme sorgen für eine sichere Reinigung Bei der Nassreinigung der verwertbaren Bestandteile (PET, PO) entsteht eine Schmutzfracht, die zur Aufrechterhaltung der Reinigungsleistung kontinuierlich aus dem Prozess entfernt werden muss. Krones setzt hierfür spezielle Filtrationssysteme ein. Ohne Zugabe von Frischwasser im Waschprozess können die Anforderungen an recyceltes PET für den Lebensmittelkontakt nicht erfüllt werden. Mit Hilfe der Filtrationssysteme kann die benötigte Frischwassermenge sehr effizient ausgenutzt werden. Mit einer einzigartigen Wasserführung werden die Inhalte aller Wasserbecken des Prozesses kontinuierlich erneuert, und die entstehende Schmutzfracht wird über das Abwasser abgeführt. Das passiert kontinuierlich und so gezielt, dass es keine verschmutzten Wasserbecken im System gibt und die Belastung des Abwassers immer auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten wird. Die zu entfernenden Schmutzpartikel, wie gelöste Farbpartikel und Klebstoffe, befinden magazin PET-Recycling
40 EU-gefördertes Projekt SuperPET Im Rahmen des EU-Programms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation unterstützt die Europäische Kommission Krones seit Juli 2011 bei der Einführung ihres FDA-konformen Flake-Recycling-Prozesses. Der Krones Recycling-Prozess im Projekt SuperPET ermöglicht es, Ressourcen durch die Reduktion von Abfall, Emissionen und Schadstoffen zu schonen, und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Ausschlaggebend für die Förderungswürdigkeit des Krones PET-RecyclingVerfahrens waren u. a. die Wirtschaftlichkeit des Anlagenbetriebs und die Hochwertigkeit des gewonnenen Rezyklats. Dieser innovative Prozess spart elektrische und thermische Energie, Wasser und neues Rohmaterial und damit Erdöl. Die Reduktion der CO2-Emission ist beträchtlich. Beim Krones Dekontaminationsprozess kann der Anwender vorab definieren, ob Flakes, Pellets oder sogar Preforms hergestellt werden sollen. Das Krones Verfahren bietet diese Wahlfreiheit, denn der für den Lebensmitteleinsatz erforderliche Dekontaminationsschritt wird grundsätzlich nur mit Flakes ausgeführt. Erst danach wird entschieden, welches Endprodukt erzeugt werden soll. Entweder werden die Flakes direkt verwendet oder es folgt eine Pelletisierung mit anschließender Aufbereitung zu sphärischen oder zylindrischen Pellets. Eine weitere, überaus energieeffiziente Verwendung der dekontaminierten Flakes ergibt sich, wenn man das Material direkt der Preform-Extrusion zuspeist ein Highlight der Verarbeitung von rpet, das Krones mit dem Prozess bietet. Diese Wahlmöglichkeit und die hohe Effizienz des Verfahrens sind starke Perspektiven für die Erzeugung von rpet im Bottle-to-BottleRecycling. sich also als Rückstand in der Lauge des Reinigungsprozesses und können bei ungenügender Separation die Reinigungswirkung vermindern. Sind die Waschmedien zu stark kontaminiert, könnten die zu reinigenden PET-Flakes durch die Waschlauge erneut verschmutzt werden. Um diese Gefahr zu vermeiden, setzt Krones einen erprobten Filtrationsprozess aus der Flaschenreinigungstechnik ein: das Parcival Prinzip mit Membrantrennverfahren. Bei der Cross-FlowFiltration im Parcival fließt die zu reinigende Flüssigkeit parallel an der Membran entlang durch den Überdruck im System strömt ein Teil der Lauge durch die Membran. Dieses Permeat wird der Waschlauge wieder zugeführt. Weiterhin sind zur Abtrennung grober Schmutzpartikel zusätzliche Filtrationseinheiten integriert. Mit der Abscheideleistung feinster Partikel sorgt der Krones Aufbereitungsprozess für Waschlaugen von konstant höchster Qualität im Bottle-to-Bottle-Recycling. Gleichzeitig arbeitet das Verfahren wirtschaftlich durch den sparsamen Einsatz von Natronlauge und Frischwasser sowie durch geringe Wärme- und Energieverluste und sorgt für eine sichere Reinigung der PET-Flakes mit der inline filtrierten Reinigungsflüssigkeit. Effektiver Prozess Das Krones Dekontaminations-Verfahren produziert recyceltes PET gemäß höchster Qualitätsanforderungen, das in den erneuten Herstellungsprozess für PET-Flaschen eingeschleust werden kann. Das Verfahren ist sehr effektiv. Zum einen sorgt die optional erhältliche, integrierte DickDünn-Trennung von Rumpf- und Neck-Teilen vor der Dekontamination dafür, dass nur PET mit gleichmäßiger Materialstärke und -größe in den Dekontaminierungsprozess eingeschleust wird. So ist sichergestellt, dass die PET-Flakes im Dekontaminationsreaktor gleichen Behandlungsbedingungen unterzogen werden. Zum anderen werden mit dem Trocknungsreaktor die PETFlakes auf ein gleichmäßiges Temperaturniveau eingestellt damit sind kurze Prozesszeiten und eine homogene Temperaturverteilung im Behandlungsreaktor verwirklicht. Das Resultat ist ein niedrigerer Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Technologien, was den Dekontaminationsprozess wirtschaftlicher macht. Die magazin
41 Waschmodul mit Parcival Laugenfiltration und Dichtetrennung (Hintergrund) 15. Konferenz für Strategie und Technologie November 2012 Dekontamination der Flakes erfolgt in einem Vakuumreaktor ohne mechanische oder thermische Überbeanspruchung des Materials. Nürnberg, vor der Brau Beviale Pellets oder Flakes? Pellets aus rpet werden aus rpet Flakes extrudiert und bilden nach der Extrusion spaghettiähnliche Stränge, die gekühlt und geschnitten werden. Das Pellet-Verfahren wurde bisher gewählt, wenn eine zusätzliche Sicherheit für das Entfernen von Fremdstoffen gewünscht war, da hier im Extrusionsschritt Fremdstoffe ausgeschieden werden. Diese Verfahrensweise hat den Nachteil, dass Pellets zwei Extrusionsschritte durchlaufen, d. h. das Material wird pro Zyklus zweimal geschmolzen: bei der Pellet-Herstellung sowie bei der Preform-Herstellung. Ein unnötig hoher Energieverbrauch und längere Prozesszeiten sind die Folge. Flakes aus rpet sind als Endprodukt nach dem Recycling-Prozess verfügbar. Das flockenähnliche PET-Recyclat kann unmittelbar zur Produktion von Preforms mit Virgin PET beigemischt werden. Bisher verbreitete Techniken zur Herstellung von rpet-flakes erreichten oft die im Lebensmitteleinsatz geforderten Qualitätsmerkmale nicht. Mit dem Krones PET-Recycling-Verfahren werden PET-Flakes in höchster Reinheit zur direkten Verarbeitung im Bottle-to-Bottle-Verfahren produziert. connecting competence PETnology/tecPET GmbH Regensburg, Germany Phone: Dr. Thomas Friedlaender Krones AG Tel magazin PET-Recycling
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