Baustein 6 Präsentieren

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1 VWA Baustein 6 Präsentieren In diesem Baustein geht es um freies Sprechen, freies Vortragen, um themenzentrierte Vorträge, um Rhetorik und das Präsentieren. * Stärkung der persönlichen Kompetenz * Stärkung der sozialen Kompetenz * Kommunikationsregeln erlenen * im geschützten Raum das Vortragen üben können * Fehler machen dürfen * wohlwollendes Feedback bekommen dürfen Der Baustein enthält Arbeitsblätter zu folgenden Themen: Präsentieren Feedbackraster Präsentieren mit Powerpoint Kreatives Präsentieren Eine Rede vorbereiten Eine Rede halten

2 Präsentieren informieren motivieren überzeugen WICHTIGES BEI EINER PRÄSENTATION: ausgefeilter Aufbau (Dramaturgie) gelungene Visualisierung (Der Mensch ein Augentier) professionelles Präsentationsverhalten VORBEREITUNG EINER PRÄSENTATION: Vorbereitung auf Thema und Ziel Vorbereitung auf Zielgruppe inhaltliche Vorbereitung VORBEREITUNG DES ABLAUFS: 1. Vorbereitung der Eröffnung des Vortrags Anlass, Thema und Ziel nennen Fahrplan (visualisiert) mit Gliederungspunkten und zeitlichem Ablauf erstellen 2. Vorbereitung des Hauptteils Thema systematisch vorstellen Weniger ist Mehr! Aufnahmefähigkeit der Zuhörerinnen und Zuhörer berücksichtigen logische und nachvollziehbare Argumentation verwenden Mittel einsetzen, um Aufmerksamkeit und Konzentration der Zuhörerinnen und Zuhörer zu erhöhen 3. Vorbereitung des Schlusses Der erste Eindruck ist entscheidend und der letzte bleibt! Teilnehmerinnen und Teilnehmern danken

3 Feedbackraster Kriterium Stimme Modulation Tempo Pausen Mimik Blickkontakt Gestik, Haltung Persönlicher Ausdruck Visualisierung Einsatz der Präsentationsmedien undeutlich monoton zu schell / zu langsam zu viel / zu wenig teilnahmslos sehr wenig steif / gehemmt farblos unpassend nicht angemessen Gesamtpunktezahl: deutlich variabel angemessen genau richtig eindrucksvoll sehr viel frei / ungezwungen lebhaft passend angemessen

4 Präsentieren mit PowerPoint * lernen, mit Power Point Folien zu erstellen * Power Point in einem Kurzreferat sinnvoll einsetzen Ablauf der Übung: Suche im Internet eine Ballade von Goethe. Diese Ballade soll mithilfe von PowerPoint Folien präsentiert werden. Die Folien sollen den Inhalt der Ballade, ein Bild des Dichters sowie die Grundmerkmale einer Ballade und die Figurenkonstellation deiner gewählten Ballade darstellen. Die notwendigen Informationen kannst du im Internet recherchieren. BALLADE VON JOHANN WOLFGANG VON GOETHE 1. Öffne das Programm PowerPoint und erstelle eine Präsentation. 2. Gib der Präsentation ein einheitliches Grunddesign (Masterpage) und füge dazu links oben ein Bild von Goethe ein. 3. Ändere den Hintergrund der Folien; wähle einen zweifarbigen Hintergrund. 4. Die erste Folie ( Titelfolie ) soll keine Nummerierung haben. 5. Wähle für die zweite Seite das Folien Layout Titel und zweispaltiger Text. 6. Die dritte Seite soll das Layout Titel und Inhalt haben; füge ein Organigramm zur Figurenkonstellation ein. 7. Drucke zum Abschluss deine Präsentation als Handzettel mit drei Folien aus. 8. Speichere die Datei als Pack und Go Datei ab. Bereite nun ein Kurzreferat vor und überlege, wie du die von dir gestalteten Folien sinnvoll einsetzen kannst. Der Zauberlehrling Konstellation Johann Wolfgang von Goethe Der Zauberlehrling Hat der alte Hexenmeister Sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister Auch nach meinem Willen leben. Seine Wort und Werke Merkt ich und den Brauch, Und mit Geistesstärke Tu ich Wunder auch. Walle! walle Manche Strecke, Dass, zum Zwecke, Wasser fließe Und mit reichem, vollem Schwalle Zu dem Bade sich ergieße. Hexenmeister Zauberlehrling Besen unfolgsam unkontrollierbar 2 3

5 Kreatives Präsentieren * ein Buch auf eine kreative Weise vorstellen lernen * verschiedene kreative Präsentationsmöglichkeiten kennen lernen Ablauf der Übung: In der Schulbibliothek wird eine Lesestunde abgehalten. Die SchülerInnen können in der Auswahl schmökern, die Klappentexte lesen und in das eine oder andere Buch hineinlesen. Sie entscheiden sich für das Buch, das sie lesen möchten und entleihen dieses. Das ausgewählte Buch muss innerhalb einer bestimmten Zeit gelesen und anschließend eine Präsentation abgehalten werden. Für die Präsentation gibt es folgende Vorgaben: Sie muss einen informativen und einen kreativen Teil enthalten. Informativer Teil: enthält Kurzinformationen über den Autor/die Autorin und den Inhalt des Buches Kreativer Teil: die Präsentation soll Lust auf mehr machen und MitschülerInnen bewegen, das Buch selber zu lesen. Dabei sind verschiedene Präsentationsformen möglich: Szenische Darstellung Radio-Feature Plakat Rollenspiel Streitgespräch Quiz Texträtsel

6 Eine Rede vorbereiten Ziel: * drei Schritte kennenlernen, um eine Rede effizient und strukturiert vorzubereiten DREI WESENTLICHE SCHRITTE Sammle im Brainstorming Verfahren zu dem dir vorgegebenen Stichwort spontan viele bildhafte Begriffe. Überlege, was genau du in deine zweiminütige Rede einbringen willst. Welche Begriffe passen in deine Rede? Sie soll logisch aufgebaut sein und einen roten Faden haben. Halte dich an das Strukturmuster A, B, C oder 1., 2., 3. und notiere die gewählten Worte aus dem Brainstorming, indem du sie dort durchstreichst. Somit behältst du eine bessere Übersicht. Übertrage das Strukturmuster mit den Stichworten auf die Moderationskarte. Wenn nötig formuliere den ersten und letzten Satz aus. Achte auf kurze Sätze, vermeide Nebensätze. Dieses Beispiel hilft dir bei deinen Schritten: 1. Stoffsammlung zum Stichwort Herbst Blätter fallen, dickere Bekleidung, Apfelernte, Weinlese, Schulbeginn, Ende der Sommerferien, deutsche Urlaubsgäste, Wiedersehen mit Schulfreund/innen, törggelen 2. Strukturmuster der Rede nach A, B, C Die Rede vorbereiten A Ende der Sommerferien B Schulbeginn, Wiedersehen mit Kollegen/innen C 3. Gegebenenfalls darfst du den ersten und letzten Satz ausformulieren. Fertige die Moderationskarte an. Der erste Satz darf ausformuliert sein. Stichworte Wenn nötig den letzten Satz niederschreiben.

7 Eine Rede halten: überzeugend, plastisch, spannend * Sprachkompetenz aufbauen * sprachliche Mittel und Möglichkeiten kennenlernen, um eine überzeugende, plastische und spannende Rede zu halten Ablauf der Übung: Durch das Zufallsprinzip werden sechs Gruppen gebildet. Jede Gruppe setzt sich mit ihrem Text auseinander (M1 bis M6). Arbeitsauftrag in jeder Gruppe. Wie wird der Teilbereich in eine gute Rede eingebaut? Mit dem Gruppenvorschlag begeben sich die SchülerInnen in Mischgruppen (jede Zahl muss in der Mischgruppe vorhanden sein) Jeder stellt seinen in der Stammgruppe ausgearbeiteten Teil vor. Nun wird die Rede vorbereitet. Im Losverfahren werden die RednerInnen ermittelt, die die Rede vor der Klasse halten. Setze Zitate und Sprichwörter ein (M1) Zitate signalisieren häufig eine gute Vorbereitung des Redners und machen die Rede plastischer. Allerdings solltest du nicht mit Zitaten um dich werfen, die Wirkung des einzelnen Zitats geht verloren. Sprichwörter bringen, wenn sie gezielt eingesetzt werden, auch komplexe Überlegungen auf den Punkt. Die Zuhörer können Gedankengänge des Redners leichter nachvollziehen. Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. (Johann Wolfgang von Goethe) Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. (Chinesisches Sprichwort) Verwende Praxisbeispiele und Geschichten (M2) Willst du etwas vermitteln, so verwende Praxisbeispiele oder erzähle eine Geschichte dazu. Dies hilft den praktisch veranlagten Zuhörern, sich ein genaues Bild zu machen und sie können das Gehörte später auch in die Praxis umsetzen. Überlege vor dem Vortrag genau, welches Beispiel du bringen willst, es muss dem Verständnis der Zuhörer nutzen, soll also gezielt eingesetzt werden und kurz sein.

8 Setze Wiederholungen gezielt ein (M3) Wiederholst du wichtige Aussagen gezielt, verdeutlichst du deinen Zuhörern, welche Inhalte deiner Rede besonders wichtig sind und sie werden diese Punkte leichter im Gedächtnis behalten. Dieses Stilmittel ist von großer Wirksamkeit, doch musst du es sparsam einsetzen, denn ansonsten tritt der entgegengesetzte Effekt ein. Werden zu viele Punkte durch Wiederholen hervorgehoben, lässt die Aufmerksamkeit der Zuhörer nach. Verwende eine bildhafte Sprache (M4) Können die Zuhörer durch deine bildhafte Sprache die geschilderte Situation mit einem bestimmten Bild assoziieren, behalten sie den Sachverhalt besser in Erinnerung. Diese bildhafte Sprache benutzen auch Politiker häufig, um von möglichst vielen Wählern verstanden zu werden. Da Bilder eine große Anschaulichkeit besitzen, beeinflussen sie das Denken der Zuhörer. Treffend gewählte Vergleiche erleichtern ebenfalls das Verstehen. Mit der Tür ins Haus fallen. Unsere Schule steht wie ein Fels in der Brandung. Nutze rhetorische Fragen (M5) Rhetorische Fragen sind das bekannteste Mittel, um Zuhörer zu aktivieren. Sie beantworten sich die Frage automatisch selbst oder versuchen es zumindest. Deshalb räume nach deiner Frage eine kurze Pause ein, bevor du die Antwort gibst. Rhetorische Fragen regen zum Nachdenken an, besonders, wenn die eigene Antwort nicht mit der des Fragestellers übereinstimmt oder dem Zuhörer vielleicht spontan gar keine Antwort eingefallen ist. Was ist die wichtigste Fähigkeit eines Redners? Die wichtigste Fähigkeit eines Redners ist Setze auf Humor (M6) Humor muss nicht immer ein Witz sein, vielmehr kann er durch sprachliche Formulierungen oder durch Nutzung einer Situationskomik aufkommen. Bringe deine Zuhörer ab und zu zum Schmunzeln, soweit dies zum Vortrag passt. Selbstverständlich niemals auf Kosten eines Zuhörers. Du kannst dich ruhig einmal selbst auf den Arm nehmen. Besonders zu Beginn der Rede vermindert dies die Distanz zwischen deinem Publikum und dir und erleichtert das Kennenlernen.

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