HANDBUCH DER GRÜNRAUMPFLEGE

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1 HANDBUCH DER GRÜNRAUMPFLEGE

2 Impressum: Herausgeber und Verleger: Amt der NÖ Landesregierung, A-3109 St. Pölten, Landhausplatz 1 Inhaltliche Konzeption: Peter Santner Text: Paula Polak Redaktion: Peter Santner, Thomas Uibel Grafik: Barbara Jaumann, innerhalb Corporate Design der NÖ Landesregierung Illustrationen: Moidi Kretschmann Titelfoto: Andreas Wall Druck: radinger.print, Scheibbs gedruckt auf Recyclingpapier mit Pflanzenölfarben Juli 2004

3 j Die Aktion Natur im Garten S. 7 j Ökologisches Grundverständnis S. 8 j Grundlagen S. 11 j Bodenaufbau S. 12 j Bodenbeurteilung S. 13 j Bodenbearbeitung S. 20 j Bodenverbesserung S. 22 Bauplan der Pflanze S. 27 j Pflanzenbedürfnisse S. 32 j Raum S. 32 j Licht S. 33 j Wasser S. 34 j Nährstoffe S. 35 j Düngung S. 38 Bäume S. 41 j Aufbau S. 41 j Pflanzung S. 44 j Straßenbäume S. 54 j Obstbäume S. 55 Sträucher S. 59 j Hecken S. 60 j Sonderkapitel Rosen S. 85 Stauden S. 95 j Anlage S. 99 j Staudenvermehrung S. 104 j Pflege S. 107 j Staudenbeete für verschiedene Standorte S. 108 Sommerblumen S. 117 j Ornamentbeete S. 121 Biologie der Gräser S. 123 j Wiese S. 124 j Fettwiese S. 126 j Blumenwiese S. 127 j Magerwiese S. 128 j Rasen S. 130 j Brachen, Säume, Raine S. 133 j Anlage von Rasen, Wiesen S. 134 Ökologie S. 7 BODEN S. 11 PFLANZE S. 27 GEHÖLZE S. 41 BLUMEN S. 95 GRAS S j Wege und Plätze S. 139 j Mauern S. 143 j Räume für Kinder S. 145 j Friedhöfe S. 154 BAUTEN S. 139 SPEZIELLE GRÜNRÄUME S. 145 Kontakte S. 155 Literatur S. 157 Register S. 159 Arbeitsblätter S

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5 GrünraumpflegerInnen machen ihre hervorragende Arbeit in der Öffentlichkeit. Das ist nicht immer einfach und bedeutet viel Verantwortung. Nur zu leicht wird Kritik laut an dem, was man tut, und wie man es tut. Gerade die Berücksichtigung ökologischer Kriterien bei der Arbeit muss oft besonders gut erklärt werden und stößt noch manchmal auf Unverständnis. Das Beispiel Privatgarten zeigt jedoch, dass solche Vorurteile auch ausgeräumt werden können: Die Aktion Natur im Garten hat in den letzten Jahren verstärkt den privaten Naturgarten propagiert und dafür unermüdlich Bewusstseinsbildung betrieben. Gartentelefon, Naturgarten-Ratgeber, Schaugärten und Partnerbetriebe sind nur einzelne Beispiele dieser umfassenden Service- und Informationsinitiative. Mittlerweile hat der Naturgarten in Niederösterreich einen hervorragenden Ruf, und die stolzen Besitzer eines ökologisch gepflegten Gartens wissen, dass sie Teil einer nicht aufhaltbaren Entwicklung sind. Immer wieder wurde an uns der Wunsch herangetragen, auch für die Pflege öffentlicher Grünräume Information und Service anzubieten. Wir bieten daher seit Herbst 2002 Kurse für Betreuer von Gemeindegrünräumen an, die nach wie vor auf großes Interesse stoßen. Als Begleitung zu diesem Kurs ist dieses Handbuch entstanden, das einen umfassenden Überblick über die gärtnerischen Tätigkeiten in der Gemeinde bietet. Wir möchten damit beweisen, dass ökologische Pflege im täglichen Betrieb möglich ist, und Ihnen gleichzeitig die Anleitung geben, wie diese funktioniert. Denn öffentliche Grünräume müssen nicht nur schön und gepflegt, sondern auch zweckmäßig sein. Dieses Buch soll Ihnen eine praktische Hilfe dabei sein, all diese Ziele mit umweltschonender Pflege zu erreichen. Für diese Aufgabe wünschen wir Ihnen viel Freude und Erfolg! Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll Umweltlandesrat Mag. Wolfgang Sobotka 5

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7 ÖKOLOGIE 1 DIE AKTION NATUR IM GARTEN Natur im Garten gesund halten, was uns gesund hält steht seit mittlerweile 5 Jahren für die Verbreitung der Idee Naturgarten in Niederösterreich. Unsere Hausgärten sind unsere unmittelbare Umwelt, Lebensraum für die ganze Familie und eine willkommene Heimat für unzählige heimische Pflanzen und Tiere. Die drei Kernkriterien der Aktion sind der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide torfhaltige Erde und leicht löslichen Mineraldünger. Seit 2002 beschäftigt sich die Aktion über die Gärten hinaus auch mit dem öffentlichen Raum. Die Grünräume, die in unseren Gemeinden angelegt und gepflegt werden, folgen den Zeichen der Zeit. Wichtige Elemente eines Naturgartens wie z.b. die Pflanzung heimischer Arten, natürlicher, vorbeugender Pflanzenschutz und ökologische Vielfalt finden hier Beachtung. Ökologisches und gärtnerisches Grundverständnis ist beinahe ein Garant für Erfolg bei Grünraumpflege und -gestaltung. Werden die ökologischen Bedingungen eines Standortes beachtet und Pflanzen gesetzt, die an diesen gut angepasst sind, kann sich ein ganz natürliches Gleichgewicht einstellen. Während zum Beispiel eine Mischhecke aus heimischen Sträuchern eine Vielzahl von Vögeln und Insekten beherbergt, wird eine reine Forsythienhecke eher unbelebt bleiben. Gute Grünraumpflege und -gestaltung kommt nicht von selbst, sondern ist ein Handwerk, das erlernt sein will und wer es beherrscht, kann viel bewirken. Für welche Gehölze man sich entscheidet, welche Art von Grasbewuchs man wählt, legt Aussehen und Nutzung womöglich ganzer Ortsteile für lange Zeit fest. GrünraumpflegerInnen arbeiten in der Öffentlichkeit und stehen damit zunehmend vor der Aufgabe, der Öffentlichkeit erklären zu müssen, was sie tun und warum sie es tun. Wer ökologische Zusammenhänge kennt, kann sie leichter erklären und man wird ihm glauben. ÖKOLOGIE 7

8 1 ÖKOLOGISCHES GRUNDVERSTÄNDNIS Wissen und Sorgfalt im Umgang mit Natur gab es in den Gemeinden immer. Schließlich war es die bäuerliche Bevölkerung, die in Jahrhunderte langer Arbeit die Kulturlandschaft mit ihren Äckern, Rainen und Wiesen schuf. Ohne menschliche Tätigkeit wäre der Großteil Europas hauptsächlich Waldlandschaft und damit um viele Pflanzen, Tiere und Lebensräume der Kulturlandschaft ärmer. Nahezu zwei Jahrtausende hat das Nebeneinander von der dem Menschen Nutzen bringenden Kulturlandschaft und ursprünglicher Natur gut funktioniert. Erst in den letzten hundert Jahren sind dieses Wissen und diese Sorgfalt etwas in Vergessenheit geraten. Vieles, von der modernen Technik mit großem Aufwand bewerkstelligt, lässt sich durch intelligentes Lenken natürlicher Abläufe immer noch wesentlich einfacher und schonender erreichen. Was der Bauer früher durch Erfahrung, Tradition und Gespür richtig ausführte, ohne die Details der Abläufe zu kennen, erforscht seit einigen Jahrzehnten die Wissenschaft Ökologie. Ökologie ist ein häufig benutztes Schlagwort, wenige aber kennen die Bedeutung: Ökos ist altgriechisch und meint das Haus im Sinne von Hauswirtschaft. Logos ist das altgriechische Wort für Lehre. Ökologie ist somit die Lehre von der Hauswirtschaft der Natur. Sie erklärt uns, wie in der Natur Stoffe verteilt werden, Energien fließen und welche Organismen welche Aufgaben in diesem Haushalt erfüllen. Der Haushalt der Natur ist eine geschlossene Wirtschaft. Außer Energie dem Licht der Sonne kann von außen unserer Erde nichts zugeführt werden. Was wir zum Leben an Stoffen brauchen, ist vorhanden. Mehr bekommen wir nicht. Deshalb ist es lebensnotwendig, mit unseren Rohstoffen sorgsam umzugehen. Abgesehen vom Menschen produziert kein Organismus dieser Erde Müll, das heißt nicht mehr verwendbare Stoffe wie zum Beispiel Kunststoffverpackungen. ÖKOLOGIE Alles, was Tiere oder Pflanzen wegwerfen und auch die toten Lebewesen selbst können von anderen Organismen verwertet werden. Dieser Abbau findet so lange statt, bis zuletzt nur mehr Mineralstoffe übrig bleiben. Diese Mineralstoffe werden von Pflanzen wiederum zum Aufbau ihres Körpers mit Hilfe der Energie des Sonnenlichtes verwendet. Der natürliche Kreislauf beginnt von neuem. 8

9 1 WICHTIGE ÖKOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE Einige grundlegende Begriffe, die immer wieder vorkommen werden: Organismen sind lebende Pflanzen, Tiere, Bakterien, Pilze Organisch von Lebewesen stammend Organische Stoffe sind abgestorbene pflanzliche oder tierische Teile. Mineralstoffe sind feste, nicht organische Elemente oder Verbindungen aus solchen Elementen. Beispiele: Calzium, Aluminium, Eisen, Kalium, Nitrat, Phosphate Produzenten Nur Pflanzen sind Produzenten, das heißt Erzeuger von organischer Substanz, mit Hilfe der Photosynthese. Konsumenten Alle weiteren Organismen, so auch wir Menschen, sind Konsumenten, das heißt Verbraucher. Wir verbrauchen letztendlich, was andere die Pflanzen erzeugt haben. Destruenten Was von Produzenten und Konsumenten übrig bleibt (Blätter, Kot, Leichen), wird von einer Menge kleiner und kleinster Lebewesen (Bodentiere, Bakterien, Pilze) immer weiter abgebaut. Diese nennt man Destruenten, das heißt Abbauer. Schließlich bleiben nur mehr Mineralstoffe übrig, von denen sich wieder die Pflanzen ernähren. ÖKOLOGIE 9

10 1 STOFF- UND ENERGIEKREISLAUF Energie Pflanzen (Produzenten) j j j j j Pflanzenfresser (Konsumenten 1. Ordnung) Räuberische und parasitische Tiere (Konsumenten 2. Ordnung) j j j j Mineralien Zersetzer (Destruenten) j j Bestandesabfall; totes, organisches Material ÖKOLOGIE 10

11 BODEN 2 Der Boden ist die Quelle aller Güter. Justus von Liebig GRUNDLAGEN Justus von Liebig hat es treffend formuliert: Seine größte Bedeutung hat der Boden als Pflanzenstandort, und ohne Pflanzen können keine anderen Lebewesen auf dieser Welt existieren. Der Boden ermöglicht den Pflanzen: j Verankerung j Nährstoffaufnahme j Wasseraufnahme Der Boden ist für Landpflanzen ebenso notwendig wie das Sonnenlicht. Boden ist der oberste Bereich der Erdkruste, ist durch Verwitterung, Um- und Neubildung entstanden und besteht aus: j verwittertem Gestein (Mineralanteil) j mit Wasser oder luftgefüllten Hohlräumen (Poren) zwischen den Bodenteilchen j organischen Resten verschiedener Lebewesen, Tiere und Pflanzen, in unterschiedlichen Graden der Zersetzung (Humus) j den Bodenlebewesen (Bakterien, Pilze, Bodentiere). Das Thema Boden als Pflanzenstandort behandelt ausführlich die Önorm L1050. Aus dieser Önorm nun im Folgenden einige für die Praxis interessante Informationen. BODEN GRUNDLAGEN 11

12 2 BODENAUFBAU Führt man einen lotrechten Schnitt durch den Boden, erkennt man, dass er aus verschiedenfärbigen Schichten (Horizonten) aufgebaut ist. Solch einen Schnitt nennt man Bodenprofil. Fachleute können daraus die Entstehung des Bodens, seinen Wasser- und Humusgehalt und daraus seine Eignung als Pflanzenstandort ablesen. BODENPROFIL Mulchschicht, Rotteschicht O-Horizont Mineralschicht B-Horizont Humusschicht A-Horizont Muttergestein C-Horizont Organische Auflage (Mulchschicht, Rotteschicht, O-Horizont): Die Auflage besteht aus abgestorbenem, unverrottetem bis teilweise verrottetem organischen Material (Laub, Grasreste, tote Tiere ). Oberboden (A-Horizont) ist die mit lebenden und abgestorbenen organischen Bestandteilen angereicherte oberste Mineralbodenschicht. Andere Bezeichnungen sind Mutterboden und Humusschicht. In der Regel ist dieser Bodenteil stark belebt, nährstoffreich und reich an eingelagerten Samen, die auf für sie günstige Keimbedingungen warten. Im Oberboden steckt die Entwicklung und die Geschichte eines Stück Landes und damit sein Kapital. Die Farbe des Oberbodens ist in der Regel dunkelbraun bis schwarz und damit dunkler als die des Unterbodens. BODEN AUFBAU Unterboden (B-Horizont) nennt sich die darunter liegende Schicht, die meist rein mineralisch, ohne organische Anteile oder Bodenlebewesen zusammengesetzt ist. Von der darunter liegenden Gesteinsschicht lässt sich der Unterboden deutlich unterscheiden. Der Unterboden ist immer nährstoffarm und frei von Samen. Seine Farbe variiert von fahlbraun bis grau. Ausgangsgestein, Muttergestein (C-Horizont) ist das Gestein, aus dem der Boden entstanden ist. Typische Ausgangsgesteine in Niederösterreich sind etwa der eher saure Granit (Waldviertel), Sandstein (Wienerwald), basische Kalke (südliches Niederösterreich) und Löss (Weinviertel). 12

13 j Je nach Untergrundgestein, Klimaverhältnissen und Pflanzendecke entstanden in Österreich an die 40 verschiedene Bodentypen wie etwa Braunerde, Gley oder Schwarzerde. Das ist natürlich für die Praxis viel zu kompliziert. Wir beschränken uns daher auf die für GärtnerInnen wesentlichen Informationen. 2 BODENBEURTEILUNG NACH WICHTIGEN EIGENSCHAFTEN Um mit dem Boden sicher und richtig umzugehen, muss man einschätzen können, um welche Art von Boden es sich handelt, welche Eigenschaften er hat und was dies für die Pflanzen bedeutet. BODENART Die mineralischen Teile des Bodens bestehen aus einer Mischung aus j Sand (grobkörnig, Korngröße 0,063 bis 2 mm) j Ton (Korngröße kleiner 0,002 mm) j Schluff (Korngröße liegt dazwischen) Diese Teilchen entstanden über Jahrmillionen durch Verwitterungsvorgänge. VERWITTERUNG j j Korngröße (mm) zunehmende Zerkleinerung Ton 0,002 Schluff j 0,063 2,0 Sand BODEN EIGENSCHAFTEN 13

14 2 Je nach Anteil von Sand, Schluff und Ton benennen wir die Bodenart: Der allseits bekannte Lehm setzt sich beispielsweise zu ziemlich gleichen Teilen aus allen dreien zusammen. Wir bestimmen die Bodenart grob mit der Fingerprobe: Eine etwa esslöffelgroße, feuchte Bodenprobe wird zwischen Daumen und Zeigefinger kurz geknetet, bis der Glanz des Wassers verschwindet, dann zu einer Kugel geformt; dabei reagiert jede Bodenart unterschiedlich: Sandige Böden die Kugel lässt sich nicht formen und zerfällt raue und körnige Struktur, kaum Feinsubstanz von Natur aus wenig bis keine Nährstoffe hält Wasser schlecht Schluffige und tonige Böden Kugel lässt sich gut bilden haben viel Feinanteil sind glatte, schmierige und schwere Böden enthalten meist viele Nährstoffe haben ein hohes Wasser- und Nährstoffspeichervermögen Lehmige Böden Kugel lässt sich bilden (durch den Tonanteil), wird aber rissig (durch den Sandanteil) fühlen sich rau an und knirschen (durch den Sandanteil) Oberfläche ist stumpf, nicht glatt haben ein hohes Wasser- und Nährstoffspeichervermögen HUMUS Um die Fruchtbarkeit eines Bodens einschätzen zu können, ist der Humusgehalt wichtig. Humus j speichert Wasser j speichert Nährstoffe j lockert den Boden auf. Grobes Bestimmungsmerkmal für den Humusgehalt ist die Farbe: In der Regel sind dunklere Böden humusreicher. Man bezeichnet z.b. einen hellgrauen Lehmboden mit bis zu 1 % Humus als humusarm, einen schwarzen mit % als humusreich. BODEN EIGENSCHAFTEN Achtung: Man muss aufpassen, dass man verschiedene Böden gleicher Feuchte miteinander vergleicht, denn feuchte Böden wirken immer dunkler als trockene. Humus ist zersetztes und aufbereitetes organisches Material aus Tier- und Pflanzenresten. Die Reste werden durch Bodentiere zerkleinert und mit den mineralischen Bodenteilchen vermischt. Besonders wichtig ist dafür der Regenwurm. Die zerkleinerten Teile werden dann von Bodenpilzen und Bakterien in stabile Huminstoffe umgebaut und schließlich nach Jahren oder Jahrzehnten zu Mineralstoffen zersetzt. Huminstoffe nennt man auch Dauerhumus, sie stellen eine langsam fließende Nährstoffquelle dar. Ihre dunkle Farbe bewirkt, dass der Boden sich im Frühling früher erwärmt, was das Wurzelwachstum früher in Gang setzt. Schließlich beginnen Keimungs- und Wachstumsvorgänge erst bei einer Bodentemperatur von mehr als 5 Grad Celsius. 14

15 j j NÄHRSTOFFKREISLAUF 2 anorganische Substanz organische Substanz Verwitterung Zersetzung j j j j j j Nährhumus leicht zersetzbar Dauerhumus schwer zersetzbar Mineralstoffe j j j j j Pflanzennährstoffe j j Mineralisierung j Humifizierung j j Tonminerale Teilchen < 0,002 mm = Bodenkolloide j Ton-Humus-Komplex Krümelbildung Huminstoffe Humusteilchen < 0,002 mm = Bodenkolloide GEFÜGE nennt sich die Anordnung von festen Bodenteilchen und Hohlräumen. Das Gefüge ist entscheidend für Luft- und Wasserführung des Bodens und für die Möglichkeit der Wurzeln, sich auszubreiten. Sandböden beispielsweise haben ein Einzelkorngefüge, die Teilchen sind nicht miteinander verklebt. Dadurch kann jederzeit genug Luft eindringen, allerdings kann auch Wasser schnell abrinnen. Pflanzenwurzeln können sich im Sandboden gut ausbreiten. Der ideale Boden besteht zu j 50 % aus Festsubstanz j 30 % aus Wasser führenden Poren j 20 % aus Luft führenden Poren. Sind diese ideal verteilten Bodenteile mit Hilfe von Bakterien verkittet, nennt man das Krümelgefüge. BODEN EIGENSCHAFTEN 15

16 2 KRÜMELGEFÜGE Wasser Luft Organismen mineralische Substanz Humus Besteht der Boden zu einem hohen Anteil aus groben Teilen wie Kies, sind auch die Hohlräume dazwischen groß, und das Regenwasser rinnt ab in tiefere Schichten. Dort ist es nicht mehr für die Pflanzen verfügbar. Ist dagegen der Tonanteil hoch, wird viel Wasser zurückgehalten, was auch nicht von allen Pflanzen vertragen wird. Ein in seinem Gefüge zerstörter Boden lässt sich gar nicht oder nur mit enormem Aufwand wiederherstellen. Fahren z.b. schwere Geräte wie Bagger über den Boden, wird er verdichtet, d.h. seine Hohlräume werden zerdrückt. Luft, Wasser und die im Wasser gelösten Nährstoffe können in der Folge im Boden nicht mehr richtig verteilt werden und gelangen nicht mehr zu den Pflanzenwurzeln die Pflanzen vertrocknen. Auch können sich die Feinwurzeln der Pflanzen durch so einen verdichteten Boden keinen Weg bahnen. BODEN EIGENSCHAFTEN Das Bodengefüge wird auch durch grobscholliges Umackern, Umstechen gestört. Jede Bodenschicht ist von speziellen Bodenlebewesen bevölkert, beim Umstechen wird diese natürliche Ordnung durcheinander gebracht. Feines, oberflächiges Harken dagegen wirkt sich positiv aus: es vermindert die Verdunstung, da die bis an die Oberfläche reichenden Poren unterbrochen werden. VERDUNSTUNG Poren j Wasserdampf Kapillarwasser Umstechen sollte eine einmalige Tätigkeit bleiben, wenn beispielsweise ein neues Beet angelegt werden soll. Dann wird umgestochen, unerwünschter Aufwuchs entfernt und gegebenenfalls werden bodenverbessernde Stoffe eingearbeitet. Diese Maßnahmen sind besonders bei schweren Böden nötig. Sandböden kann man mit der Grabegabel lockern und das Unkraut leicht herausziehen. Wind Ein funktionierendes Gefüge findet man in einem gewachsenen Boden, seine Färbung und Struktur sind gleichmäßig. Findet man unterschiedlich gefärbte Flecken, deutet das auf Störungen hin (z.b. Tonbrocken in lockerer Erde), die die Wurzelausbreitung behindern. Zur Verbesserung des Bodengefüges: siehe Bodenverbesserung S. 18 j Wind 16

17 PH-WERT 2 Der ph-wert (Säuregehalt) des Bodens ist deshalb interessant, weil verschiedene Pflanzen unterschiedliche Ansprüche ihn stellen. Dies reicht von einem ph-wert von 4 5 für den Almrausch bis zu 7 8 für Buche und Nelke. Der ph-wert wird mit einem Indikatorstreifen aus der Apotheke oder Aquarienhandlung bestimmt. Der Boden wird dafür in destilliertem Wasser aufgelöst. Man hält den Streifen in die Lösung; der erscheinenden Farbe ist ein bestimmter ph-wert zugeordnet. j ph > 7,20 j ph 7,20 6,51 j ph 6,50 5,51 j ph 5,50 4,51 j ph < 4,50 alkalisch neutral schwach sauer sauer stark sauer Die meisten Böden in Niederösterreich sind leicht alkalisch (wie eine Lauge) bis neutral mit ph-werten zwischen 6,5 und 7,5. Damit kommt die überwiegende Anzahl von Pflanzen gut zurecht. Pflanzen mit besonderen Ansprüchen zeigen uns den Säuregehalt des Bodens, auf dem sie wachsen. Man nennt sie Zeigerpflanzen. Auch unsere Zierpflanzen stellen bestimmte Ansprüche an den Boden. Die meisten kommen gut mit einem neutralen Boden zurecht, einige anspruchsvollere führt die folgende Liste an. ZEIGER- UND ZIERPFLANZEN heimische Zeigerpflanzen Zierpflanzen Stauden auf Säureboden Armeria elongata Arnica Calluna Sandgrasnelke Arnika Heidekraut Armeria maritima Sorten dieser Arten Grasnelke, Sorten Dianthus deltoides Heidenelke Erica Erika Helichrysum Strohblume Sträucher auf Säureboden Calluna vulgaris Cytisus scoparius Genista germanica Genista pilosa Rhododendron ferrugineum Salix repens Sambucus racemosa Vaccinium myrtillus Besenheide Besenginster Deutscher Ginster Heideginster Rost-Alpenrose Kriechweide Roter Holunder Heidelbeere Amelanchier lamarckii Felsenbirne Callicarpa sp. Schönfrucht, Sorten Sorten dieser Arten Hamamelis intermedia Zaubernuss, auch Sorten Hydrangea sp. Hortensie Magnolia soulangeana Magnolie, Sorten Rhododendron sp. Rhododendron, Sorten Weigelia florida Weigelie, Sorten BODEN EIGENSCHAFTEN 17

18 2 ZEIGER- UND ZIERPFLANZEN heimische Zeigerpflanzen Zierpflanzen Stauden auf Kalkböden Adonis vernalis Aquilegia nigricans Aquilegia vulgaris Dianthus carthusianorumt Frühlingsadonis dunkle Akelei gewöhnliche Akelei Karthäusernelke Geranium sanguineum Blut-Storchschnabel Inula ensifolia Iris sibirica Linum flavum Salvia pratensis Verbascum lychnitis Schwertalant Sibirische Schwertlilie Gelblein Wiesensalbei Königskerze, Heidefackel Sorten dieser Arten Sorten dieser Arten Sorten dieser Arten Sträucher auf Kalkböden Berberis vulgaris Cornus mas Lonicera xylosteum Berberitze gelber Hartriegel Heckenkirsche Buddleja davidii Chaenomeles japonica Fuchsia Sommerflieder Scheinquitte Fuchsie Rhododendron hirsutum Rosa pimpinellifolia Sambucus nigra Sorbus, besonders S.aria Almrausch Bibernellrose Holunder Eberesche, Mehlbeere Jasminum nudiflorum Kerria japonica Philadelphus, Sorten Spirea x vanhouteii Syringa vulgaris Echter Jasmin Kerrie Duftjasmin Spiere Flieder Viburnum lantana wolliger Schneeball BODEN EIGENSCHAFTEN BODENLEBEN In einer Handvoll Boden sind mehr Lebewesen enthalten als Menschen auf der Erde leben! Das Bodenleben besteht aus 60% Pilzen 30% Bakterien 10% Bodentieren Beim Bodenleben wird unterschieden zwischen: j Bodenflora (pflanzlich): Bakterien, Algen und Strahlenpilze j Bodenfauna (tierisch): Einzeller, Fadenwürmer, Regenwürmer, Asseln, Insektenlarven, Nagetiere und viele andere. 18

19 BODENFAUNA 2 0,002 0,2 mm Amöbe Flagellate Schal-Amöbe Ciliate 0,2 2 mm Fadenwurm Bärtierchen Hornmilbe Springschwanz Rädertierchen 1 20 mm grösser als 20 mm Käferlarve Larve eines Zweiflüglers Doppelfüßer Hundertfüßer Enchyträide Assel gemeiner Regenwurm Diese Bodenlebewesen wiegen immerhin zwischen 3 und 40 t/ha! Das Bodenleben sorgt für haltbare gute Bodenstruktur durch Verkitten von Bodenteilchen zum so genannten Krümelgefüge und bereitet die Nährstoffe zur Aufnahme für die Pflanzenwurzeln vor. Spezielle Bakterien wie die Knöllchenbakterien sind in der Lage, Luftstickstoff zu binden, der bestimmten Pflanzen wie z.b. den Schmetterlingsblütlern (Leguminosen) zur Verfügung steht. Diese wiederum versorgen im Gegenzug die Bakterien mit Zuckern. KNÖLLCHENBAKTERIEN BODEN EIGENSCHAFTEN 19

20 2 Baumwurzeln leben häufig in symbiotischer Gesellschaft mit Pilzen (Symbiose = eine Lebensgemeinschaft zum beiderseitigen Vorteil). Diese Gemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzen nennt man Mykorrhiza. Die Pilzfäden überziehen die Wurzeln und vergrößern damit die Wurzeloberfläche um das bis zu 1.000fache. Die Pilze nehmen für den Baum Wasser und Nährsalze auf, dieser bietet den Pilzen Produkte der Photosynthese, beipielsweise Zucker eine perfekte Zusammenarbeit! Auch Orchideen leben in dieser Gemeinschaft, daher ist es so schwierig, sie ohne oder mit zu wenig Pilzmycel zu kultivieren. MYKORRHIZA Auf den Wurzelspitzen entsteht ein dichtes Pilzgeflecht, der so genannte Mycelmantel Die Pilzfäden dringen in die äußere Rindenschicht ein Pilzgeflecht und Baumwurzeln kommen in Kontakt j j Querschnitt des Mycelmantels äußere Rindenschicht der Wurzel innere Rindenschicht der Wurzel BODEN EIGENSCHAFTEN/BEARBEITUNG BODENBEARBEITUNG Grundsätzlich arbeitet man natürlich möglichst mit dem vorhandenen Boden. Jeder Bodenaustausch braucht Transportenergie, und der getauschte Boden muss ja auch deponiert werden. Dies würde nur Sinn machen, wenn der Boden verseucht wäre. Als Leitgedanke dient, dass kein Boden unbepflanzt bleiben soll. Unbepflanzter Boden j wird durch Wind verblasen j wird durch Regen abgeschwemmt und verdichtet j bietet Raum für unerwünschte Beikräuter. Der Boden soll nach der Bearbeitung sofort bepflanzt werden. Die Bereiche zwischen den gesetzten Pflanzen werden gemulcht oder mit Gründüngung besämt. Dies schützt den Boden so lange, bis die gesetzten Pflanzen dicht zusammengewachsen sind. 20

21 Im Bereich des Gartenbaues und der Grünraumpflege gibt es einige Arbeiten, die immer wieder durchzuführen sind und deshalb genauer beschrieben werden: 2 Bodenabtrag: 1. Oberboden muss getrennt von den übrigen Schichten entfernt und sachgerecht gelagert werden (Mutterbodenschutz-Gesetz). 2. Die Lagerung hat in Mieten abseits des Baugeschehens zu erfolgen. 3. Die Mieten dürfen wegen der für das Bodenleben notwendigen Durchlüftung nicht höher als 2 m und nicht breiter als 3 m angelegt werden. 4. Regenwasser muss von den Mieten abrinnen und verdunsten können. Sie sollen also nicht in Gräben oder auf versiegelten Flächen gelagert oder mit Folie u.ä. abgedeckt werden. Nass gelagerte Erde beginnt zu faulen. 5. Die Mieten dürfen nicht befahren werden. 6. Um unerwünschten Aufwuchs zu verhindern, sollten sie mit abfrostenden Gründüngungen (z.b. Phacelia, Inkarnatsklee) angesät werden. (siehe Gründüngungstabelle Seite 40) 7. Lehmig-toniger, schwerer Boden muss jährlich umgesetzt werden. Bodenauftrag: 1. Aufgetragener Oberboden darf nicht mehr mit schwerem Gerät befahren werden. Man beschüttet nur die Bereiche, die nicht mehr befahren werden. 2. Vor Auftrag des Oberbodens muss die darunter liegende Schicht mindestens 20 cm tief gelockert werden; auf jeden Fall aber so tief, dass alle Verdichtungen des Baugeschehens aufgelockert werden. 3. Nur soviel Oberboden auftragen wie nötig (Wiese/Rasen 5 15 cm; Stauden cm; Gehölze cm). 4. Wenn die endgültige Begrünung nicht sofort erfolgen kann, sollte man zum Bodenschutz eine Zwischenbegrünung mit tief wurzelnden Kräutern oder Kräutermischungen aus Bitterlupine, Senf, Rettich, Kornblume, Klatschmohn, Kornrade oder Saatwucherblume ansäen. Gewählt werden also Arten, die entweder nicht winterhart oder auf offenen Boden angewiesen sind. Diese bilden keine Konkurrenz für die zukünftige Dauerbepflanzung. Werden diese Regeln beachtet, ist der optimale Schutz des Oberboden gewährleistet und ein entsprechendes Wachstum bei richtiger Pflanzenauswahl garantiert. MISCHBÖDEN Häufig tritt im Siedlungsgebiet ein Sonderfall auf: der Mischboden. Mischböden nennt man Mischungen aus unterschiedlichen Anteilen von Oberboden, Unterboden, Baurestmassen wie Ziegel, Mörtel und Metall- und Kunststoffanteile. Letztere sollten auf jeden Fall ausgesondert und fachgerecht entsorgt werden. Mischböden sind meist nur mit speziellen Ruderal -Pflanzen (Schutt- oder Wegrandpflanzen) begrünbar. Dabei beraten Sie die Fachleute einer Begrünungsfirma. BODEN BEARBEITUNG 21

22 2 BODENVERBESSERUNG Oft ist der vorhandene Boden für Pflanzungen nicht optimal. Dies versucht man durch das Einbringen verschiedener Materialien auszugleichen: GÄRTNERISCHE ERDEN UND SUBSTRATE Größere Erdmengen können lastwagenweise in der Mischung, die für die jeweilige Pflanzung benötigt wird, im Erdenwerk bestellt werden. Bei kleineren Mengen greift man meist zu handelsüblichen Erdmischungen. Sie machen die Pflanzenkultur unabhängig von den gegebenen Bodenverhältnissen. j Gärtnerische Erden werden durch Kompostierung hergestellt und belebt. j Substrate werden durch Mischung rottefester organischer und mineralischer Bestandteile hergestellt. Sie sind nicht belebt. Achtung: Die meisten im Handel erhältlichen Substrate basieren auf Torf! Torf und Torfsubstrate Der ökologische Gärtner meidet Torf, für dessen Herstellung wertvolle Moore, die Heimat seltenster Pflanzen und Tiere, zerstört werden! Blühende Rosen im Park rechtfertigen sicher nicht solchen Naturverlust. Eigenschaften von Torf: hohes Wasserspeichervermögen Wasserdurchlässigkeit. Bis zur Sättigung läuft viel Gießwasser durch. Nachteilig ist, dass er, einmal ausgetrocknet, kaum noch Wasser aufnehmen kann. lockert auf gutes Speichervermögen für Luft leicht saurer ph-wert BODEN VERBESSERUNG Torf ist nahezu nährstofffrei. Nährstoffe müssen also extra zugeführt werden. Schon in den 50er-Jahren wurde das Torfkultursubstrat (TKS) erfunden. Es handelt sich um Substrate auf Weißtorfbasis mit Zugabe von Kalk und Mineraldüngern. Der Nährstoffgehalt wird mit Zahlen angegeben: 0 für nicht aufgedüngt, 1 für schwach aufgedüngt, wird für Jungpflanzenanzucht verwendet 2 für stark aufgedüngt, wird für Starkzehrer verwendet. Damit der Torf das Wasser besser hält, werden ihm noch Netzchemikalien zugesetzt. Alles in allem kein Produkt für umweltbewusste GärtnerInnen. Torffreie Substrate Inzwischen finden sich im Handel auch schon Torfersatzstoffe, die dieselben positiven Eigenschaften wie Torf bieten, für deren Gewinnung aber keine Moore zerstört werden müssen. Es handelt sich dabei um Rindenprodukte aus Abfällen der Holzindustrie. Man achte nur darauf, dass sie nicht mit Insektiziden behandelt wurden. Zugesetzt wird ihnen Stickstoff. Dies deshalb, weil die Verrottung der Rinde Stickstoff benötigt, der sonst dem Boden und damit der Pflanze entzogen würde. 22

23 Rindenprodukte sind in 4 Bearbeitungsstufen im Handel: 2 j Rindenmulch (RM) besteht aus zerkleinerter Nadel- oder Laubholzrinde ohne weitere Zusätze. Kann als Mulchmaterial verwendet werden, sollte aber zuerst gelagert werden und einer Selbsterhitzung auf über 60 Grad ausgesetzt sein. Dadurch werden die für Pflanzen schädlichen Gerbstoffe abgebaut und eventuell enthaltene Pilzsporen abgetötet. Rindenmulch kann in cm dicken Schichten als Wege- oder Spielplatzbelag verwendet werden. Man achte auf sonnige Lage, sonst trocknet die Rinde nicht ab, wird rutschig und verrottet schnell. Zur Unkrautunterdrückung auf Beeten sollte nur Rinde von Laubbäumen verwendet werden, sie versauert den Boden nicht so stark. Rindenmulch darf in den Boden nicht eingearbeitet werden. Wenn er verrottet, zehrt er Stickstoff aus dem Boden, der dann den Pflanzen fehlt. j Rindenhumus (RH) wird unter Stickstoffzusatz ein halbes Jahr lang kompostiert. Dadurch erreicht man ein gutes Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis von etwa 30:1. Rindenhumus wird in den Boden eingearbeitet, er trägt zur Humusversorgung, Strukturstabilität und Wasserhaltefähigkeit des Bodens bei. Üblicherweise verwendet man 5 10 l/m 2. Bei Gehölzpflanzungen kann man bis zu 30 % in die Pflanzerde mischen. j Rindenkultursubstrat (RKS) 50 % Rindenhumus werden mit Weißtorf und Ton gemischt und mit Nährsalzen angereichert. Rindenkultursubstrat wird vor allem als Containersubstrat im Baumschulbereich verwendet. Aufgrund des Torfgehaltes und des Preises wird man es kaum für Auspflanzungen wählen. j Rindenerde (RE) besteht aus Rindenhumus und % Grünkompost. Die beiden Bestandteile ergänzen sich ideal: Kompost hat ein hohes Wasserhaltevermögen, aber schlechte Durchlüftung Rindenhumus hat gute Durchlüftung, aber schlechtes Wasserhaltevermögen Rindenhumus puffert den manchmal zu hohen Nährstoffgehalt des Grünkomposts ab. Mit dieser Mischung gelingt es vollständig auf Torf zu verzichten. BODEN VERBESSERUNG 23

24 2 Verbesserung toniger Böden Bei sehr schlecht Luft und Wasser führenden Böden (tonigen Böden) kann eine Bodenverbesserung notwendig sein. Die wichtigste Maßnahme ist das Einbringen von kornstabilen Materialen wie Sand, Kies oder Splitt. Man verwendet solche Mengen, dass die einzelnen Körner nicht von Feinmaterial umschlossen sind, sondern anein-ander stoßen (mindestens 30 % Verbesserungsmaterial auf 20 cm Tiefe). Man muss darauf achten, dass die darunter liegenden Schichten kein Wasser stauen. In diesem Fall müsste noch tiefer bearbeitet, oder eine Drainage eingebaut werden. Stauwasser lässt Pflanzenwurzeln abfaulen. Sie können dann kein Wasser mehr aufnehmen, die Pflanze vertrocknet, obwohl sie im Wasser steht. Oft verführt dieses Schadbild der Trockenheit allerdings die GärtnerInnen zu noch mehr Gießen. Verbesserung sandiger Böden Sehr sandige Böden sind oft zu nährstoffarm, Regenwasser rinnt zu schnell ab. In diesem Fall wird 1/3 Grünkompost, 1/3 lehmige Grunderde eingearbeitet. Für Wiese/Rasen bis zu einer Tiefe von 5 15 cm, für Stauden bis zu einer Tiefe von cm, für Gehölze bis zu einer Tiefe von cm. BODENLOCKERUNG Weitere Bodenverbesserungen sind mit unterschiedlichen Lockerungsmaßnahmen möglich. Diese sind nur bei gestörten Oberböden sinnvoll, da bei gesunden oder richtig behandelten Oberböden durch überflüssige Lockerungsmaßnahmen das gewachsene Bodengefüge zerstört wird. Da sich gelockerte Böden im Lauf der Zeit unter Wassereinwirkung wieder verdichten, ist das Erhalten der Lockerung durch das nachfolgende Begrünen der Fläche unbedingt erforderlich. Die wichtigsten Lockerungsarten sind: Maschinelles Lockern: j Schwergrubbern (bis zu 40 cm tief) eignet sich gut zum Lockern größerer, festgefahrener Flächen. Positiv ist, dass die Bodenschichten nicht durchmischt werden. BODEN VERBESSERUNG j Feingrubbern (bis zu 12 cm tief) im Frühjahr, nachdem der Boden durch Frostgare gut zerfallen ist. Da die Oberfläche oft uneben wird, kombiniert man Grubbern mit Walzen. j Eggen (zwischen 5 und 10 cm tief) Lockern und Krümeln von Saatflächen (z.b.: Rüttel- oder Kreiselegge, starre Eggen) j Fräsen (15 30 cm tief) führt zu einer tiefen Lockerung und Bodendurchmischung. Der Boden kann aber auch totgefräst werden. Die starke Lockerung fördet den Humusabbau und die Zerstörung stabiler Krümel. Bodentiere werden getötet, aber Wurzelunkräuter wie die Quecke zerteilt und damit vermehrt. Das gilt für langsam und schnell laufende Fräsen gleichermaßen. 24

25 j j jj j j Händisches Lockern: 2 j mit dem Spaten (25 30 cm tief) zur Bodenlockerung und Einarbeitung organischer Substanz. Ideal ist ein quer gewölbtes Spatenblatt, das sich nach unten leicht verjüngt. j mit der Grabegabel (25 30 cm tief) Das Spatenblatt ist durch Stahlzinken ersetzt. Schwere und steinige Böden lassen sich damit besser graben, Wurzelunkräuter besser entfernen. j mit der Hacke (10 cm tief) Man unterscheidet: Schlaghacke: notwendig für schwere Böden. Man bewegt sich vorwärts, auf dem bereits bearbeiteten Boden. Die Hacke wird für jeden Schlag gehoben, die Arbeit ist anstrengend. Zughacke: man bewegt sich rückwärts auf dem noch nicht bearbeiteten Boden. Die Körperhaltung ist aufrecht, die Zughacke muss nicht gehoben werden. Die ziehende Arbeitsweise vollbringt die gleiche Arbeit in einem Drittel der Zeit wie die Schlaghacke! HACKE Schlaghacke Zughacke j j DÜNGUNG UND BODENPFLEGE Der Boden soll die von uns gewünschten Pflanzen in guter Qualität produzieren. Damit er dies leisten kann, muss er entsprechend gepflegt werden, entzogene Nährstoffe müssen ersetzt und für einen guten Wasserhaushalt muss gesorgt werden. Mit den richtigen Bodenpflegemaßnahmen lässt sich das Ziel eines ausgewogenen Nährstoffhaushaltes der Böden erreichen. Auch bei an sich gesunden Böden kann es zu Problemen mit Dauerpflanzungen kommen: j Nährstoffmangel. Auf den Nährstoffbedarf der Pflanzen und die sich daraus ergebenden Düngemaßnahmen wird im Kapitel Pflanzen genau eingegangen. j Überdüngte Böden durch ein Überangebot an Nährstoffen. Dies führt zu mastigem Pflanzenwuchs, der oft die Ursache für Schädlingsbefall und Krankheiten ist. BODEN VERBESSERUNG 25

26 2 Dem Nährstoffüberangebot begegnet man mit 3 Maßnahmen: Muss ohnehin neuer Boden eingebaut werden (etwa bei Pflanzgruben), dann verwendet man dazu mineralbetonten Unterboden, mit etwas (höchstens 20 Volumsprozent) Kompost vermischt. Die Pflanzen entwickeln so ein gutes Wurzelsystem. In Zukunft genügt Mulch als Nährstoffzufuhr. Einarbeiten von nährstofffreiem Sand: Je nach Bedarf wird eine 5 15 cm dicke Sandauflage eingearbeitet. Wird in den vorhandenen Boden gepflanzt, ist die Artenauswahl entscheidend: Man wählt starke Nährstoffzehrer, das Mäh- und Schnittgut wird abtransportiert und so über Jahre dem Boden Nährstoffe entzogen. STARKZEHRER STAUDEN Meist ist hier die heimische Art (z.b. Digitalis purpurea) angegeben, manchmal auch die ganze Gattung (z.b. Geranium), d.h. dass alle Vertreter dieser Familie Nährstoffzehrer sind. Die Kultursorten der jeweiligen Arten können ebenfalls verwendet werden. Anthriscus sylvestris Wiesenkerbel Leonorus cardiaca Löwenschwanz Arthemisia vulgaris Beifuß Malva Malven Aster laevis Wildglattaster Marrubium vulgare Andorn Chrysanthemum leucanthemum Margarite Onopordium acanthium Eselsdistel Cynoglossum officinale Hundszunge Pimpinella major Bibernelle Digitalis purpurea Fingerhut Potentilla anserina Gänsefingerkraut Epilobium Weidenröschen Silene dioica Taglichtnelke Eupatorium cannabium Wasserdost Symphytum officinale Beinwell Geranium Storchschnabel Thalictrum aquilegifolium Wiesenraute Heracleum sphondylium Bärenklau Valeriana officinalis Baldrian BODEN VERBESSERUNG j unerwünschte Beikrautsamen im Boden, die durch die Tätigkeiten bei der Bodenvorbereitung aktiviert werden und keimen. Das Jäten dieser unerwünschten Kräuter verursacht hohe Pflegekosten. Dem begegnet man mit 2 Maßnahmen: Mulchen Zwischensaat mit frostempfindlichen Arten (siehe Tabelle Gründüngungspflanzen S. 36) All diese Bodenverbesserungsmaßnahmen wie j Lockerung j Einbau der jeweils fehlenden Bodenart j Düngung j Verdunstungsschutz durch Mulchen und Zwischensaat führen schließlich zu einer guten Bodenstruktur und einem für Pflanzen optimalen Bodengefüge. 26

27 PFLANZE 3 Das wichtigste Material des Gärtners ist die Pflanze. Der beste Boden ist wirkungslos, wenn die Bepflanzung falsch gewählt oder mangelhaft gepflegt wird. Selbst bei (scheinbar) einfachen Tätigkeiten wie Heckenschnitt oder Baumpflanzung sind zum Gelingen Grundkenntnisse erforderlich. Um nur einige Beispiele zu nennen: j Wird eine Hecke zum falschen Zeitpunkt geschnitten, gibt es im darauf folgenden Jahr keine Blüten. Der falsche Schnitt an einem Ast kann einen alten Baum nach Jahren zum Gefahrenbaum im öffentlichen Grün werden lassen. j Wurde ein zu kleiner Baum im Kindergarten gesetzt, wird er von den Kindern nicht als Baum wahrgenommen und umgetreten.der Gewinn durch den günstigen Pflanzenpreis wird von den Kosten für die Neupflanzung und die verlorene Zeit zunichte gemacht. DER BAUPLAN DER PFLANZE Ohne das schon im Kapitel Ökologie dargestellte Wunder der Photosynthese wäre auf diesem Planeten wohl kein höheres Leben möglich. Pflanzen sind die Lebensform, die allen anderen erst die Existenz ermöglicht. Es gibt sie von winzig klein als einzellige Grünalge bis zu 140 m hohen, Jahre alten Baumriesen. Um in die Vielfalt der Pflanzen eine Ordnung zu bringen, wurden diese nach Verwandtschaftsgrad in folgendes System eingeordnet: 1. Abteilung Bakterien 2. Abteilung Algen 3. Abteilung Pilze 4. Abteilung Flechten 5. Abteilung Moose 6. Abteilung Farne 7. Abteilung Samenpflanzen Den Gärtner, die Gärtnerin interessieren vor allem die Samenpflanzen, das sind entweder: j Zweikeimblättrige (haben 2 Keimblätter), wie die meisten Blütenpflanzen, oder j Einkeimblättrige (haben 1 Keimblatt), das sind vor allem die Gräser, aber auch Lilien, Orchideen, Amaryllis und Schwertlilien. ENTWICKLUNG EINER 2-KEIMBLÄTTRIGEN PFLANZE Zentrale Achsenknospe Keimblätter Same 1. Laubblätter Sprossachse Wurzel PFLANZE BAUPLAN 27

28 3 Die Tausenden Arten innerhalb einer Abteilung wurden weiter nach Verwandtschaftsgraden gegliedert. Das sieht dann so aus: GLIEDERUNG DES PFLANZENREICHES ANHAND VON 2 BEISPIELEN Abteilung Klasse Ordnung Familie Gattung Art Samenpflanzen = Spermatophyta Zweikeimblättrige = Dikotyledonae Buchenartige = Fagales (Endung -ales) Buchengewächse = Fagaceae (Endung -ceae) Buche = Fagus Rotbuche = Sylvatica im Bestimmungsbuch findet man sie unter Fagus sylvatica Samenpflanzen = Spermatophyta Einkeimblättrige = Monokotyledonae Lilienartige = Liliales Irisgewächse = Iridaceae Schwertlilie = Iris Wiesenschwertlilie = Sibirica im Bestimmungsbuch findet man sie unter Iris sibirica BAUPLANSCHEMA Samenpflanzen sind Gefäßpflanzen und haben dasselbe Bauplanschema. Aus einem Samen, der einen winzigen Pflanzenembryo und Nährgewebe enthält, streckt sich der in 3 Teile gegliederte Keimling: BAUPLAN DER PFLANZE die Wurzel bohrt sich in die Erde, Endknospe Blattstiel Blattspreite Spross der Spross wächst empor, bildet Seitentriebe, die schließlich die Blätter tragen. PFLANZE BAUPLAN Knoten(Nodus) = Blattansatzstelle Sprossachse Seiten-/Feinwurzel Hauptwurzel Achselknospen Wurzel 28

29 BLÄTTER 3 Jedes Blatt besteht aus j Blattstiel, j Blattspreite j Leitungsbahnen für den Hertransport von Wasser und Nährsalzen aus dem Wurzelbereich und für den Rücktransport von Zucker aus der Photosynthese. Die grünen Blätter der Pflanzen erfüllen 3 wichtige Aufgaben: j Photosynthese (Aufbau von Zucker mit Hilfe von Licht) j Gasaustausch (bei Atmung und Photosynthese) j Transpiration (Verdunstung) Die Pumpe, die das Wasser aus dem Boden bis in 140 m hohe Baumwipfel zieht, ist die Verdunstung (Transpiration) an der Öffnung von Leitungsbahnen. Leitungsbahnen sind haarfeine Röhrchen, die den ganzen Pflanzenkörper der Länge nach durchziehen. Ihre Verdunstung reguliert die Pflanze zu etwa 90 % durch Öffnen und Schließen von winzigen Spalten auf der Blattunterseite, den Spaltöffnungen. Über die Spaltöffnungen findet auch die Atmung der Pflanzen statt. Etwa 10 % werden über die Blattoberseite verdampft. Für die Umwandlung des flüssigen Wassers in Dampfform ist Energie nötig, diese wird der Umgebung entzogen. Dadurch kommt es zu einer Abkühlung der Blattoberfläche (Verdunstungskälte), so wird ein Überhitzen der Pflanze verhindert. Photosynthese (Kohlenstoffassimilation) = die Fähigkeit der Pflanze, aus Luft und Wasser mit Hilfe des Sonnenlichtes höhere chemische Verbindungen herzustellen. PHOTOSYNTHESE Grüne Pflanzen können aus der Luft Kohlendioxid (CO 2 ) aufnehmen, es assimilieren. Aus dem Kohlendioxid und Wasser (H 2 O) aus dem Boden bauen sie zuerst Traubenzucker (Glucose) auf und in der Folge sämtliche in einer Pflanze enthaltenen Verbindungen, wie Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette. Dabei geben sie Sauerstoff (O 2 ) ab und schaffen damit die Basis für alles weitere Leben auf diesem Planeten. Als Formel dargestellt: 6 CO H 2 O + Lichtenergie j C 6 H 12 O O 2 Dieser Vorgang findet nur tagsüber statt. Kohlendioxid Sauerstoff j j j Lichtenergie Glucose j Stärke/ Zucker jjj Wasser PFLANZE BAUPLAN 29

30 3 Atmung (Dissimilation) Bei Tag, vor allem aber bei Nacht, läuft der umgekehrte Vorgang ab, dies heißt Atmung (Dissimilation) C 6 H 12 O O 2 j 6 CO H 2 O + Energie. Diese frei werdende Energie benötigt die Pflanze für alle Lebensvorgänge in der Zelle. Allerdings wird bei der Photosynthese mehr Traubenzucker gebildet als bei der Atmung veratmet wird; diesen nutzt die Pflanze für Wachstum und Samenbildung. SPROSS Dieser dient vor allem dazu, Nährstoffe und Wasser zu leiten, Blätter und Seitensprosse zu tragen. Er wächst nicht nur an der Sprossspitze ständig in die Höhe, sondern bei Gehölzen (Ausnahme: Palmen) mit Hilfe des unter der Rinde liegenden Kambiums auch in die Breite. WURZELN Die Pflanzenwurzeln wachsen unaufhörlich, da nur ein kleines Stück der Feinwurzel in einem ganz bestimmten Altersabschnitt Wurzelhärchen ausbilden kann. Und nur diese Wurzelhärchen können Wasser mit den darin gelösten Nährsalzen aufnehmen. Der größte Teil der Wurzeln dient der Standsicherheit und der Wasserleitung. Manchmal sind Wurzelteile auch zu Speicherorganen umgewandelt. Beispiele dafür sind Dalien, Orchideen und Rüben (wie z.b. Karotten). Zwischen dem Wurzelsystem und den oberirdischen Anteilen einer natürlich gewachsenen Pflanze herrscht ein Gleichgewichtszustand. Wird durch Schnitt oder Versetzen eingegriffen, reagiert die Pflanze, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Absterbende Zweige oder die bekannten Wasserreiser sind solche Reaktionen. Bei überlegtem Eingriff können mit diesem Reaktionsvermögen bestimmte gärtnerische Effekte erzielt werden: z.b. dichterer Wuchs, gezielter Kronenaufbau oder reicherer Fruchtansatz. PFLANZE BAUPLAN WURZELSYSTEME Flachwurzler z.b. Fichte Pfahlwurzler z.b. Tanne Herzwurzler z.b. Buche 30

31 BLÜTE 3 Die Blüte dient der geschlechtlichen (generativen) Vermehrung mittels männlicher und/oder weiblicher Organe. BAU DER BLÜTE Blüten- oder Kronenblätter Staubblätter Narbe Kelchblätter Griffel Fruchtknoten mit Samenanlage Staubblätter mit Staubfäden Narbe Blüten- oder Kronenblätter Kelchblätter Blütenboden Der Pollen gelangt auf die Narbe. Von dort wächst er durch das Griffelgewebe durch bis zum Fruchtknoten, der die Samenanlagen enthält. So befruchtet der Pollen den Samen. Durch die Kombination der beiden Erbanlagen kommt es zu einer Vermischung von mütterlichem und väterlichem Erbgut. Männliche und weibliche Blüten können an unterschiedlichen Orten sitzen. Die meisten Pflanzen sind einhäusig-zwittrig; das heißt, beide Geschlechter sind in einer Blüte an derselben Pflanze vereint. Manche sind einhäusig, wie die Hasel, an der weibliche und männliche Blüten getrennt, aber an einer Pflanze zu finden sind. Oder die Pflanzenart tritt zweihäusig auf es gibt rein weibliche und rein männliche Pflanzen, wie bei der Eibe. Die Form der Blüte lässt auch erkennen, wer hauptsächlich die Bestäubung übernimmt: j der Wind (bei Kätzchenträgern; Hasel, Erle, Gräser) j fliegende oder kriechende Insekten (auffällige Blüten wie bei Obstbäumen, Wiesenblumen, Haselwurz). PFLANZE BAUPLAN 31

32 3 PFLANZENBEDÜRFNISSE Auch eine Pflanze stellt Ansprüche an ihre Umgebung. Sie kann sich nur gesund und kräftig entwickeln, wenn diese Ansprüche einigermaßen erfüllt werden und zwar alle! Selbst optimales Gießen nützt nichts, wenn beispielsweise eine Sonnenpflanze im Schatten steht. PFLANZENBEDÜRFNISSE Kronenraum Licht Wasser Wurzelraum RAUM Jede Pflanze, und sei sie zum Zeitpunkt des Setzens noch so klein, braucht genügend Raum, um sich gut entwickeln zu können. Oberirdischer Raum PFLANZE BEDÜRFNISSE Es ist oft schwer vorstellbar, dass z.b. eine junge Hasel mit 60 cm Höhe und einem Durchmesser von 50 cm einmal ein 6 m hoher Strauch mit einem ebensolchen Durchmesser werden kann. Setzt man sie also in einem Abstand von 1 Meter, was für die kleinen Pflanzen ordentlich aussieht, bedrängen einander schon die 3-Jährigen. Bei Hecken ist das anders: Sie werden dichter gesetzt und häufig geschnitten, um den gewünschten Sichtschutz zu erreichen. Wurzelraum Was oberirdisch sichtbar und auch noch vorstellbar ist, trifft unterirdisch genauso zu. Auch Wurzeln brauchen ihren Platz. Das macht spätere Unterpflanzungen unter eingewachsene Gehölze auch so schwierig. Die dicht verwachsene Wurzelmasse macht den neu gesetzten Unterpflanzungen Wasser, 32

33 Raum und Nährstoffe streitig. Fehleinschätzungen des notwendigen Wurzelraumes verursachen weitere Probleme, die überdies schwerer zu erkennen und selten im Nachhinein zu verändern sind: 3 j Zu nah an Abdichtungen gesetzte Stauden und Gehölze können Isolierungen durchdringen und Drainagen verstopfen. j Bei Gehölzen an Straßen können die beengten Platzverhältnisse in den Pflanzgruben in späteren Jahren Grund für unbefriedigendes Wachstum, vermehrten Gießbedarf in Trockenzeiten und ungenügende Standfestigkeit sein. Pflanzabstände bei Mischpflanzungen Setzt man verschiedene Pflanzenarten nebeneinander, so sind die unterschiedlichen Wachstums- und Ausbreitungsgeschwindigkeiten zu beachten. Kombinationen sollten so gewählt werden, dass die einzelnen Pflanzenarten einander nicht verdrängen können. Dem Zarten muss ein ordentlicher Abstand zum Starken gegönnt werden. Andererseits sollen die zur Verfügung stehenden Räume optimal mit Pflanzungen gefüllt werden: Das bietet ein ästhetisch ansprechendes Bild. Eine geschlossene Pflanzendecke erfordert weniger Pflegeeinsätze. Sie schützt den Boden vor Abtrag durch Wind und Wasser. LICHT Die einzige Energiequelle jeder Pflanze ist das Sonnenlicht. Entsprechend den vielfältigen Bedingungen auf unserer Erde haben die Pflanzenarten unterschiedliche Ansprüche an die Lichtverhältnisse entwickelt: Die meisten bevorzugen volles Licht, in abnehmender Zahl gibt es auch Spezialisten bis in den tiefen Schatten. Allerdings toleriert jede Pflanze bis zu einem gewissen Grad Abweichungen von ihrem Lichtoptimum. So kann z.b. eine Halbschattenpflanze wie die Akelei bei entsprechender Wasserversorgung auch in voller Sonne stehen. Der Wuchs wird kompakter und gedrungener sein, während bei einer Volllichtpflanze, die im Halbschatten stehen muss, größere Blätter, längere Zweigabstände und insgesamt weniger Blüten zu finden sein werden. Vor einer Pflanzung sind aber nicht nur die momentanen Lichtverhältnisse auf der künftigen Pflanzfläche in Betracht zu ziehen, sondern auch die späteren in der ausgewachsenen Pflanzung. So können Stauden unter Jungsträuchern anfangs wunderbar gedeihen, werden die Sträucher dann größer, beschatten sie die Stauden zu stark. Die Wirkung von Licht kann durch andere Einflüsse gesteigert oder abgeschwächt werden: j So positiv ein sonniger Standort für die meisten Arten auch ist ohne das nötige Wasser erweist sich die Sonne als schädlich. j Ein ebener, voll sonniger, freier Platz wird durch den Wind gekühlt. j Ein sonniger Standort vor einer Trockenmauer oder Glasfläche speichert oder reflektiert die Hitze und bereitet der Pflanze zusätzlichen Stress. j Dem Wind ausgesetzte Volllichtstandorte können im Hochsommer und in schneearmen Hochwintern zu bedeutenden Trockenschäden führen. j In schattigen Lagen verdunstet weniger Wasser, was im Sommer positiv ist. Im Winter kann es besonders in Senken zu verstärktem Frost kommen. PFLANZE BEDÜRFNISSE 33

34 3 WASSER Zum Wasser in Kürze Wesentliches zu sagen ist schwer, zu umfassend bestimmt dieses Element unser Leben. Tatsache ist, dass wir selbst zu mehr als 70 % aus Wasser bestehen, Pflanzen oft zu einem wesentlich höheren Prozentanteil. Nur wenige Pflanzen verfügen über die Möglichkeit, Wasser über längere Zeit zu speichern, wie z.b. die Hauswurz. Da ausschließlich die ständig weiter wachsenden Feinwurzelspitzen für die Wasseraufnahme zuständig sind, sollten diese gute Bedingungen vorfinden: j immer leicht feuchten Boden, um ein Vertrocknen der Pflanze zu verhindern j ein ausgewogenes Bodengefüge, damit sich das Wurzelsystem gut entwickeln kann; damit kann die Pflanze leichter kritische Zeiten überdauern. j leichter Nährstoffmangel bringt die Pflanze dazu, ein besseres Wurzelsystem auszubilden als bei Nährstoffüberschuss. j milde, gleichmäßige Wasserversorgung ohne große Spitzenwerte. Eine ganz leichte Unterversorgung regt die Pflanze sogar dazu an, auf der Suche nach Wasser ein weitläufiges und leistungsfähiges Wurzelsystem zu entwickeln. Das steht dann in seiner vollen Größe auch zur Erschließung geringer Nährstoffvorräte zur Verfügung. IDEALES GIESSEN DIE HÄUFIGSTEN GIESSFEHLER PFLANZE BEDÜRFNISSE j mit abgestandenem Wasser oder Teichwasser j am frühen Morgen in Form einer ausreichenden Bodendurchtränkung j Die von der Nacht kühlen Pflanzenteile vertragen das kalte Wasser besser als von der Sonne aufgeheizte. j Die kühlen Temperaturen am frühen Morgen halten Wasserverluste durch Verdunstung gering. j Bis zum nächsten Gießvorgang sollte genug Zeit verstrichen sein, damit das im Boden absinkende Wasser frische Luft in die Bodenhohlräume nachziehen kann. j Die aufgehende Sonne trocknet nass gewordene Pflanzenteile rasch ab und verhindert damit Pilzbefall. j Niemals sollte mit scharfem Strahl gegossen werden, da die heftige Wasserbewegung Feinteile aus den obersten Schichten des Bodens zusammenschwemmt. Diese Feinteile verstopfen die Bodenporen, der Boden verschlämmt, Luft kann nicht mehr eindringen. j Das ideale Gießgerät ist eine breite Brause, die mit wenig Druck viel Wasser tropfenförmig auswirft. j Gießen bei prallem Sonnenschein: Das kalte Wasser erzeugt im warmen Pflanzenkörper einen Schock, der wichtige biochemische Vorgänge unterbricht. Die Wassertropfen auf der Blattoberfläche wirken wie ein Brennglas: Das Blatt erleidet Verbrennungen. Ein hoher Prozentsatz des Gießwassers geht durch die Verdunstung verloren. j Gießen in den Abendstunden: Dies fördert durch mangelnde Verdunstung Pilzkrankheiten und Nacktschnecken. Gießen ist eine Pflegemaßnahme, die sich absolut nicht aufschieben lässt; einmal vertrocknet, ist keine Pflanze wiederbelebbar. Gießen ist aber auch zeitaufwändig. Dies stellt für eine Gemeinde natürlich 34

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