Ausgestellte Werke und Künstlerbiografien

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1 Ausgestellte Werke und Künstlerbiografien Sofern nicht anders vermerkt, stammen alle Werke aus der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. Rudolf Belling Berlin Krailling bei München Ausbildung als Kunstgewerbler und Kleinplastiker, Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. Arbeiten für Theater und Film, für den er unter anderem die Maske des Golem (1915) entwirft. Bellings expressionistische Formsprache verändert sich durch Eindrücke des Futurismus, Konstruktivismus und durch seine Freundschaft mit Archipenko. Neben abstrakten Arbeiten entstehen auch naturalistisch-klassizistische Werke. Das NS-Regime boykottiert Bellings Werke, was den Künstler 1937 ins Exil nach Istanbul führt. Hier lehrt er bis 1951 an der Akademie der schönen Künste kehrt Belling nach Deutschland zurück und richtet sein Atelier bei München ein. Kopf in Messing (Porträt Toni Freeden) 1925 Messing 38,3 22,5 19 cm Inv.-Nr. B I 480 Abb. S. 148 Hans Bellmer Kattowitz (Polen) Paris Beginnt 1923 ein Ingenieursstudium in Berlin, das er 1924 abbricht, und arbeitet als Grafiker. Kontakt zu Grosz, Heartfield und Schlichter Gasthörer am Bauhaus. Mitte der 1930er-Jahre schafft Bellmer seine erste Puppe, die er aus verschiedenen Gliedmaßen zusammenbaut und in beunruhigend verführerischen Posen fotografiert geht Bellmer zu den Surrealisten nach Paris, wo er das Thema der erotisch aufgeladenen, absurden Körperzusammenstellungen zeichnerisch weiterentwickelt im südfranzösischen Lager Les Milles interniert, gemeinsam mit Max Ernst lernt Bellmer die schizophrene Dichterin Unica Zürn kennen, mit der er bis zu ihrem Freitod 1970 zusammenlebt. Selbstbildnis 1942 Gouache, Papier auf Holz 32,7 46 cm Inv.-Nr. SS. 28 Abb. S. 154 S. 29 Rudolf Bergander Meißen Dresden Nach einer Lehre als Porzellanmaler in Meißen Studium an der Akademie der Bildenden Künste Dresden, unter anderem bei Dix, dessen sozialkritischer Realismus ihn prägt. Berganders Sympathie gilt den verschiedenen Menschentypen aus dem»milieu«, die er mit Lust zur karikierenden Überzeichnung darstellt wird er Mitglied der KPD, 1930 der Dresdner»Asso«. Nach dem Studium ist Bergander in Meißen tätig tritt er der NSDAP bei und geht in den Kriegsdienst, aus dem er 1945 zurückkehrt. Nach Kriegsende wird er Teil der Dresdner Künstlergemeinschaft»Das Ufer«. Seit 1951 Professor, Rektor an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Paar auf der Straße um 1931 Öl auf Holz 64,8 48,8 cm Inv.-Nr. A IV 298 Abb. S. 169 S. 100 Albert Birkle Berlin Ostermünchen Nach dem Kriegsdienst Lehre als Dekorationsmaler im väterlichen Betrieb studiert er an der Akademie der Künste zu Berlin und wird 1923 jüngstes Mitglied der Berliner 208

2 Secession. Es entstehen sozialkritische Arbeitsund Großstadtszenen mit magisch-expressiven Zügen siedelt Birkle nach Salzburg über werden Gemälde aus der Großen Deutschen Kunstausstellung in München als»entartet«beschlagnahmt. Andererseits erhält er weiterhin öffentliche Aufträge. Nach dem Krieg nimmt Birkle die österreichische Staatsbürgerschaft an und widmet sich vor allem der religiösen Glasmalerei. Die kleinen Alten 1923 Öl auf Leinwand 61,5 50,5 cm Inv.-Nr. A IV 94 Abb. S. 120 Karl Blossfeldt Schielo Berlin Nach einer Lehre als Bildhauer und Modelleur in einer Kunstgießerei studiert Blossfeldt an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. Als Mitarbeiter von Moritz Meurer in Rom entwickelt er Unterrichtsmaterialien für ornamentales Gestalten. Neben Pflanzenpräparaten, Abgüssen und Zeichnungen entstehen erste Fotografien wird Blossfeldt Dozent an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, 1921 Professor an der Hochschule der Bildenden Künste Berlin. Sein 1928 erschienener Fotoband Urformen der Kunst, der Pflanzen- Details in starker Vergrößerung zeigt, macht ihn schlagartig berühmt und zu einem der Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit. Aconitum spec. um 1920 (Silver Reprint von 1997) Auflage 34/50 30,5 24 cm Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof Abb. S. 138 Fritz Burmann Wiedenbrück (Westfalen) Berlin Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei August Deusser, in München bei Heinrich Knirr. Nach seinem Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg ist Burmann in Düsseldorf ansässig übernimmt er eine Professur an der Akademie Königsberg, ab 1936 an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. Häufige Aufenthalte in der ostpreußischen Künstlerkolonie Nidden. Burmann schafft zahl reiche Wandgemälde, Mosaike und Glasmalereien für den öffentlichen Raum, auch mit religiöser Thematik. Seine Alltagsszenen, Porträts und Stilleben stehen der Neuen Sachlichkeit nahe. Stilleben mit Kakteen 1925 Öl auf Holz 66,5 53,5 cm Inv.-Nr. A III 81 Abb. S. 141 S. 76, 82, 89 Felice Casorati Novara (Italien) Turin Neben einem 1907 abgeschlossenen Jurastudium nimmt Casorati privaten Malunterricht stellt er erstmals auf der Biennale in Venedig aus. Beeinflusst durch die Malerei Gustav Klimts nimmt sein naturalistisches Werk um 1910 symbolistische Züge an. Nach dem Ersten Weltkrieg lässt sich Casorati in Turin nieder. Die kristalline Klarheit und gleichzeitige Rätselhaftigkeit seiner Kompositionen entspricht dem Ideal der»rückkehr zur Ordnung«, wie sie von der Künstlergruppe»Il Novecento«propagiert wird, der er jedoch nicht angehört gründet Casorati eine private Malschule. Er gehört zu den führenden Figuren des italienischen Kulturlebens stellt er auf der documenta 1 in Kassel aus. Die Mutter 1923/24 Öl auf Sperrholz cm Inv.-Nr. A II 792 Abb. S. 187 S. 44 Theo Champion Düsseldorf Zell (Mosel) Studium an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Kunstschule in Weimar. Champion orientiert sich zunächst am Neoimpressionismus. Er verehrt van Gogh und arbeitet in der freien Natur ist Champion Mitbegründer der Künstlervereinigung»Junges Rheinland«. Er malt neusachliche Stadt- und Industrielandschaften, die in ihrer naiven Poesie an Henri Rousseau erinnern. Neben Adolf Dietrich, Hasso von Hugo, Kanoldt, Lenk, Radziwill und Schrimpf gehört er der 1932 entstandenen Gruppe»Die Sieben«an. In den 1930er- Jahren malt er überwiegend niederrheinische Landschaften lehrt Champion an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er nach Kriegsende wieder Professor einer Malklasse wird. Tennisspieler 1925 Öl auf Leinwand 68,5 53,5 cm Inv.-Nr. NG 72/81 Abb. S. 115 Salvador Dalí Figueres (Spanien) Figueres (Spanien) Studium an der Kunstakademie in Madrid. Es entstehen realistische Werke unter dem Einfluss von Vermeer. Freundschaft mit Lorca und Buñuel, mit dem er 1929 Un chien andalou dreht. Dalí entdeckt die metaphysische Malerei de Chiricos, lernt Picasso kennen und 209

3 zieht 1927 nach Paris wird er in den Kreis der Surrealisten aufgenommen, aus dem man ihn 1939 wieder ausschließt. Dalís»paranoisch-kritische Methode«spiegelt sein Interesse für die Psychoanalyse. Mit veristischer Akribie setzt er traumhafte Assoziationen und erotische Obsessionen ins Bild, die häufig um seine Ehefrau und Muse Gala kreisen emigriert das Paar in die USA und kehrt 1948 nach Spanien zurück. Bildnis Frau Isabel Styler-Tas (Melancolía) 1945 Öl auf Leinwand 65,5 86 cm Inv.-Nr. B erworben durch das Land Berlin Abb. S. 155 S. 44 Giorgio de Chirico Volos (Griechenland) Rom Nach einer Ausbildung zum Ingenieur in Athen studiert de Chirico an der Akademie der Bildenden Künste in München. Er liest Schopenhauer, Nietzsche und Weininger, bezieht sich auf Böcklin und die italienische Malerei des Quattrocento und lebt er in Paris, in Ferrara, wo die metaphysische Malerei entsteht. Mit ihren Gliederpuppen und merkwürdigen Ansammlungen alltäglicher Objekte in kastenartigen Räumen oder auf leeren Plätzen wird sie von den Surrealisten hochgeschätzt und über Abbildungen in der Zeitschrift Valori Plastici auch von Künstlern der Neuen Sachlichkeit rezipiert. Bis zu seinem Tod lebt de Chirico überwiegend in Italien. In seinem Spätwerk greift er häufig auf Elemente seiner metaphysischen Periode zurück. Der große Metaphysiker um 1948 (vom Künstler eigenhändig vor datiert) Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. B erworben durch das Land Berlin Abb. S. 96 S , 31 32, 97, 99, 100 Heinrich Harry Deierling Philadelphia (USA) Berlin Nach einer Lehre als Lithograf besucht Deierling unter anderem die Schule der Berliner Secession. Nach frühen, pastos gemalten Bildern aus der Umgebung Berlins entstehen kubistisch stilisierte Gemälde in abgedunkelten Farben. Nach dem Ersten Weltkrieg wird Deierling Mitglied der Berliner Secession. Beeinflusst von Marc Chagall, dem er Anfang der 1920er- Jahre in Berlin begegnet, werden seine Farben leuchtender und er kehrt zur Gegenständlichkeit zurück. In den 1930er-Jahren erhält Deierling Ausstellungsverbot, bei der Zerstörung des Ateliers geht 1943 ein Großteil seiner Werke verloren. Deierling wird Mitglied im Verband Bildender Künstler in der DDR. Selbstporträt im Spiegel 1929 Öl auf Leinwand 88,5 67,5 cm Inv.-Nr. A IV 410 Abb. S. 173 Kate Diehn-Bitt Schöneberg bei Berlin Rostock Studium an einer privaten Kunstschule in Dresden sowie bei Willy Kriegel. Ihre erste Ausstellung 1935 in der Galerie Gurlitt in Berlin bringt Diehn-Bitt Beachtung wenig später erhält sie jedoch durch die Nationalsozialisten Ausstellungs- und Arbeitsverbot. Diehn- Bitts Werke stehen im Kontext des Dresdner Verismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg thematisieren ihre Gemälde unter anderem den nationalsozialistischen Terror. In den 1950er-Jahren schafft die Künstlerin zahlreiche Porträts. Trotz kulturellen Engagements in der DDR erfährt das Werk Diehn-Bitts erst spät Anerkennung. Selbstbildnis mit Apfelsine 1930/31 Öl auf Holz cm Inv.-Nr. A IV 180 Abb. S. 178 Otto Dix Untermhaus bei Gera Singen am Bodensee Nach einer Lehre als Dekorationsmaler in Gera besucht Dix die Königlich-Sächsische Kunstgewerbeschule und studiert die alten Meister in der Gemäldegalerie in Dresden. Im Ersten Weltkrieg gerät er als Freiwilliger an die Front. Die Kriegserlebnisse verfolgen ihn sein ganzes Leben. Zurück in Dresden studiert Dix an der Kunstakademie und wird Mitbegründer der Dresdner Sezession. Nach einer anfänglich von Expressionismus, Dadaismus und Futurismus geprägten Phase entwickelt er einen eigenen, kritisch-veristischen Stil, der ihn zu einem der berühmtesten Vertreter der Neuen Sachlichkeit macht wird Dix Professor an der Dresdner Akademie entlassen, zieht er sich an den Bodensee zurück und widmet sich der Landschaftsmalerei. Die Familie des Malers Adalbert Trillhaase 1923 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. B erworben durch das Land Berlin Abb. S. 185 S. 100 Altes Liebespaar 1923 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A II 1050 Abb. S. 191 S. 44,

4 Marianne Vogelsang 1931 Öl und Tempera auf Holz cm Inv.-Nr. A II 1046 Abb. S. 172 S. 89 Kinderbildnis 1932 Öl auf Leinwand auf Holz 60,5 80,5 cm Inv.-Nr. A IV 144 Abb. S. 197 S. 101 Wilhelm Dodel Moskau Grustinja bei Leningrad Gegen Ende des Ersten Weltkriegs übersiedelt Dodel von Russland nach Dresden. Nach ersten Erfahrungen als Bühnenbild-Volontär und Theatermaler studiert er ab 1927 zunächst an der Dresdner Akademie für Kunstgewerbe, später an der Kunstakademie als Meisterschüler bei Otto Dix, der ihn seinen begabtesten Schüler nannte. Dodel wird Mitglied der revolutionären Studentengruppe, der KPD und der»asso«. Er interessiert sich für die Malerei der italienischen Renaissance und deutschen Romantik. Durch Lasurtechnik verleiht er seinen Farben ein tiefes Leuchten wird Dodel verhaftet und aus der Akademie ausgeschlossen. Nach Kriegsbeginn muss Dodel an die Ostfront, von der er nicht mehr zurückkehrt. Kohlenträger Max 1931 Öl auf Holz cm Dauerleihgabe aus Privatbesitz Abb. S. 163 Oscar Domínguez La Laguna (Teneriffa, Kanarische Inseln) Paris 1927 kommt Domínguez nach Paris, wo er 1934 der Gruppe der Surrealisten beitritt. Zunächst als Werbezeichner tätig, steht er in engem Kontakt zu Picasso und Dalí, die ihn bis in die 1950er-Jahre prägen organisiert er eine Surrealisten-Ausstellung auf Teneriffa. Domínguez gilt als Erfinder der»decalcomanie«, einer von den Surrealisten gern verwendeten Abklatschtechnik. Daneben entstehen surrealistische Objekte und Gemälde, in denen der äußerst wandlungsfähige und vielseitige Künstler Elemente aus den Werken seiner Surre alisten-freunde verarbeitet. Nach dem Tod des engen Freundes Paul Éluard nimmt sich Domínguez am Neujahrstag 1958 das Leben. Die Sicherheitsnadel 1934 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. NG 30/70 Abb. S. 106 Heinrich Ehmsen Kiel Berlin Nach einer Lehre als Dekorationsmaler besucht Ehmsen die Kunstgewerbeschule Düsseldorf ist er zu Studienzwecken in Paris, danach übersiedelt er nach München, wo er die Künstler des»blauen Reiter«kennenlernt. Ehmsen stellt deutschlandweit aus und unterhält Kontakte zu Vertretern der Neuen Sachlichkeit wie Grosz, Dix und Schrimpf. Unter den Nationalsozialisten kommt Ehmsen zwei Monate in Haft, seine Werke werden als»entartet«aus den Museen entfernt. Während des Zweiten Weltkriegs ist er Kriegsmaler an der Front ist er Gründungsmitglied der Akademie der Künste Berlin (Ost) und übernimmt eine Meisterklasse für Malerei. Meine Kinder 1926 Öl auf Holz 85 66,5 cm Inv.-Nr. A II 1051 Abb. S. 198 S. 101 Edgar Ende Hamburg-Altona Netterndorf Lehre als Dekorations maler und Besuch der Kunstgewerbeschule in Altona. Beschäftigung mit der deutschen Romantik zieht Ende nach München und wird Mitglied der Neuen Secession. Auf einer Italienreise lernt er 1931 die metaphysischen Bilder de Chiricos kennen, die ihn tief beeindrucken. Freundschaft mit Schrimpf und Franz Roh, der ihn als Surrealist bezeichnet. Ende stellt im Inund Ausland aus, bis die Nationalsozialisten seine Kunst als»entartet«verbieten. Bei einem Luftangriff wird ein Großteil seines Werkes vernichtet. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg nimmt Ende Kontakt zu den französischen Surrealisten auf. Endes Sohn Michael setzt Themen seiner Malerei literarisch um. Die schwebende Mauer 1933 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 361 Abb. S. 108 S. 98 Max Ernst Brühl bei Köln Paris Studium der Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte in Bonn. Nach dem Militärdienst ist Ernst Mitbegründer der Kölner Dada-Gruppe geht er nach Paris und schließt sich der Gruppe um Paul Éluard und André Breton an. Ernst führt eine Vielzahl neuer Arbeitsmethoden in den Surrealismus ein, darunter die Frottage, Grattagen, erste Droppingtechniken oder die Collage. In nationalso zialistischen Deutschland gelten seine Werke als»entartet« emigriert Ernst nach Internierung in einem französischen Lager in die USA. Dort setzt er seine künstlerische Tätigkeit bis zu seiner Rückkehr 1953 nach Frankreich fort. 211

5 Muschellandschaft 1928 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. NG 9/67 Abb. S. 134 S. 43 Capricorne 1948/1964 Getönter Gips cm Inv.-Nr. NG 5/73 Schenkung des Künstlers Abb. S. 183 S. 9 11, 101 Peter Ludwig Foerster Aachen Frankfurt am Main Bis 1911 Studium an der Kunstgewerbeschule Aachen und der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. Nach dem Kriegsdienst ist Foerster im Vorstand der Berliner Novembergruppe. Er arbeitet als Assistent für seinen Jugendfreund Mies van der Rohe und orientiert sich an den Idealen der Neuen Sachlichkeit. Trotz seiner»linken«vergangenheit erhält Foerster 1935 den Dürerpreis und 1936/37 ein Stipendium für die Villa Massimo in Rom. Um 1940 übernimmt er verschiedene Funktionen in der Dessauer Kulturverwaltung verhindert er die von den Nationalsozialisten geplante Zerstörung der Werke der Anhaltischen Gemäldegalerie. Ein Großteil seines eigenen Werkes geht durch Bombenangriffe verloren flieht Foerster in die Westzone, wo er krank und ausgezehrt stirbt. Italienische Landschaft II 1927 Öl auf Holz cm Inv.-Nr. A III 131 Abb. S. 118 S. 85, 98 Ernst Fritsch Berlin Berlin (West) Schüler der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. In den 1920er- Jahren ist Fritsch Mitglied der Berliner Secession sowie der Novembergruppe und erhält den Rompreis der Preußischen Akademie der Künste. Nach einer frühen expressiv-kubistischen Phase tendiert sein Werk in die Richtung der Neuen Sachlichkeit. Seine Vorliebe gilt Alltagszenen aus dem Kleinbürgertum erhält er Ausstellungsverbot, 1939 verbrennen die Nationalsozialisten einen Großteil seiner Werke kann Fritsch als provisorischer Lehrer an der Kunst- und Werkschule Berlin arbeiten wird er Professor an der Hochschule für Bildende Künste Berlin (West). In seinem Spätwerk wendet er sich dem Surrealismus zu. Vorstadtsängerin 1921/22 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. B 64/ erworben durch das Land Berlin Abb. S. 160 S. 100 Walter Gramatté Berlin Hamburg Nach dem Kriegsdienst, aus dem Gramatté aus gesundheitlichen Gründen entlassen wird, studiert er an der Königlichen Kunstschule zu Berlin. Beeinflusst von den Expressionisten, die vor dem Ersten Weltkrieg in Dresden die Künstlervereinigung der»brücke«gegründet hatten, entwickelt Gramatté einen düster-geheimnisvollen expressiven Realismus. In Selbstbildnissen und Porträts beschäftigt er sich mit dem Thema des Leidens an Körper, Geist und Welt. Freundschaft mit Heckel, Beckmann, Schmidt-Rottluff und anderen Kulturschaffenden. Im Alter von 32 Jahren stirbt Gramatté an den Folgen einer Darmtuberkulose. Die Kakteendame 1918 Öl auf Leinwand 74,9 60,2 cm Inv.-Nr. A III 479 Abb. S. 137 S , 79, 92 George Grosz Berlin Berlin Studium an der Kunstakademie Dresden und der Kunstgewerbeschule Berlin. Nach seinem Kriegseinsatz anglisiert Grosz aus Hass gegen alles Deutsche seinen Namen ist er Mitbegründer des Berliner»Club Dada« tritt Grosz in die Novembergruppe, 1922 in die KPD ein. Er gehört zu den großen Satirikern der Neuen Sachlichkeit. Neben großformatigen Gemälden entstehen überwiegend grafische Werke, die er in Zeitschriften publiziert emigriert Grosz in die USA, wo er die Staatsbürgerschaft erhält. Vier Jahre später werden von den Nationalsozialisten 285 seiner Werke als»entartet«beschlagnahmt kehrt Grosz nach Berlin zurück. Grauer Tag 1921 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. B 97 Abb. S. 159 S. 100 Hans Grundig Dresden Dresden Studium an der Kunstgewerbeschule und Kunstakademie Dresden. Anregungen durch van Gogh sowie durch Dix, Grosz und andere Künstler des Dadaismus und Verismus. Grundigs Werke verbinden politisches Interesse mit symbolisch-surrealen Motiven sieht er Werke de Chiricos tritt Grundig der KPD bei, 1929 ist er Mitbegründer der»asso«. Mitte der 1930er-Jahre wird er nach Arbeits- und Ausstellungsverbot mehrmals verhaftet und kommt ins Konzentrationslager Sachsenhausen. Bei einem Kriegseinsatz tritt er zur Roten Armee über kehrt Grundig nach Dresden zurück. Er erhält eine Professur für Malerei und das Rektorat an der neuen Kunstakademie. 212

6 Liebespaar 1925 Öl auf Leinwand 80,5 109,5 cm Inv.-Nr. A IV 55 Abb. S. 195 S. 101 Am Stadtrand 1926 Öl auf Leinwand 80,5 120 cm Inv.-Nr. A IV 48 Abb. S. 94/95 (Detail), 189 Die Schlafkammer 1928 Öl auf Leinwand auf Hartfaser 66 75,5 cm Inv.-Nr. A IV 100 Abb. S. 119 Liegender Akt 1938 Öl auf Sperrholz 67,5 95 cm Inv.-Nr. A IV 362 Abb. S. 192, 206/207 (Detail) Kurt Günther Gera (Thüringen) Stadtroda Studium an der Akademie für Graphische Künste Leipzig, der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie Dresden. Mitglied der Dresdener Dada-Gruppe. Freundschaft mit Dix, mit dem er gemeinsam ein Atelier nutzt Mitbegründer des Vereins»pro-pro-bru«(»produktiv-prominente-brummochsen«). Günther zählt zu den bedeutendsten Vertreten des sozialkritischen Realismus und der Neuen Sachlichkeit in Thüringen. 1933/34 Hausdurchsuchungen durch die Gestapo, zeitweilig inhaftiert werden elf Werke als»entartet«beschlagnahmt. Nach Kriegsende arbeitet Günther als Lehrer in Gera und wird 1946 durch die Landesregierung Thüringen zum Professor ernannt. Der Radionist (Kleinbürger am Radio) 1927 Tempera auf Holz cm Inv.-Nr. A IV 134 Abb. S. 165 S. 92 Knabenbildnis 1928 Tempera auf Holz cm Inv.-Nr. A IV 135 Abb. S. 203 S. 18, 92 Bildnis Maria Günther 1933 Tempera auf Holz 35,5 30,5 cm Inv.-Nr. A IV 279 Abb. S. 151 Werner Heldt Berlin Sant Angelo di Serrara-Fontana Studiert an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums und den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin. Beeinflusst von Heinrich Zille und Lesser Ury, bildet das Berliner Milieu den thematischen Schwerpunkt seines Schaffens. Anfang der 1920er-Jahre entstehen burleskromantische Szenen aus dem Altberliner Nachtleben, gefolgt von subjektiv-melancholischen Genreszenen. Sein Spätwerk ist vom Kubismus beeinflusst lebt Heldt in Spanien. Zurück in Berlin tritt er in die Ateliergemeinschaft Klosterstraße ein, zu der unter anderem Trökes und Käthe Kollwitz gehören. Vorstadtstraße 1928 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. B erworben durch das Land Berlin Abb. S. 109 S. 29, 98 Karl Hofer Karlsruhe Berlin Nach einer Buchdruckerlehre studiert Hofer an der Akademie in Karlsruhe. Es folgen längere Aufenthalte in Paris, Rom und Indien zieht Hofer nach Berlin, wo er 1920 eine Professur an der Kunsthochschule erhält. Nach frühen symbolistischen Einflüssen entwickelt Hofer einen expressiven, neusachlichen Stil, in dem oftmals etwas ahnungsvoll Unheimliches mitschwingt wird er aus dem Lehramt entlassen, 1937 werden 313 Werke als»entartet«beschlagnahmt. Nach dem Krieg wird Hofer Direktor der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Berlin und Vorsitzender des neuen Deutschen Künstlerbundes. Die Wächter 1936 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 411 Abb. S. 184 S. 101 Fritz Junghans Loschwitz bei Dresden Burghausen Kreis Altötting Über das Leben und Schaffen von Junghans ist wenig bekannt studiert er an der Kunstgewerbeakademie und an der Kunstakademie Dresden, unter anderem als Meisterschüler bei Dix. Wie dieser übernimmt Junghans Techniken und Stilistik der alten Meister, seine Themen beziehen sich auf die Gegenwart. Mit scharfem, kritischem Blick zeigt er Armut und Elend des ländlichen und städtischen Arbeiterdaseins. Nach 1942 wird Junghans in der»staffel der Bildenden Künstler«eingesetzt, die auf Betreiben des Oberkommandos des Heeres aufgestellt wird übersiedelt der Künstler nach Bayern und übernimmt eine Lehrtätigkeit in Altötting. Frau mit Kaffeemühle 1931 Öl auf Sperrholz 99,5 65 cm Inv.-Nr. A IV 22 Abb. S. 174 S

7 Alexander Kanoldt Karlsruhe Berlin Studium an der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie in Karlsruhe, 1908 Übersiedlung nach München, wo er mit dem Künstlerkreis um Kandinsky und Jawlensky in Kontakt kommt ist er Gründungsmitglied der Neuen Münchner Secession, von der er sich 1920 wieder zurückzieht. Kanoldt unternimmt viele Reisen nach Italien. Er ist mit Mense und Schrimpf befreundet und entwickelt eine klar abstrahierende, gleichwohl gegenständliche Bildsprache, die sich am Neuklassizismus der Valori Plastici orientiert ist Kanoldt an der Akademie in Breslau tritt er in die NSDAP ein und ist Direktor der Hochschule für Bildende Künste in Berlin werden 22 Bilder als»entartet«beschlagnahmt. Stilleben I 1926 Öl auf Leinwand 78,5 64 cm Inv.-Nr. A II 629 Abb. S. 143 S. 82 Porträt der Tochter Angelina 1935 Öl auf Leinwand 80,5 56,5 cm Inv.-Nr. NG 30/60 Abb. S. 202 S. 93 (Fn. 22) Bernhard Klein Hamburg Berlin (West) Nach einer kaufmännischen Lehre Studium an der Landeskunstschule in Hamburg zieht Klein nach Berlin. Er ist Mitbegründer der Berliner Novembergruppe, hat Kontakte zum Sturm-Kreis und ist mit Ludwig Meidner befreundet. Nach expressionistischen Anfängen findet er zu einer neusachlichen, heiterausgewogenen Bildsprache. Klein arbeitet als Bühnenbildner und Zeichentrickfilmer erhält er Berufsverbot, 13 Werke werden als»entartet«beschlagnahmt wird er wegen»mischehe«zu Zwangsarbeit in einem Lager der Organisation Todt verurteilt. Nach dem Krieg lehrt Klein bis 1955 Bühnenbild und Zeichentrickfilm an der Meisterschule für Kunsthandwerk in West-Berlin. Bahnübergang 1926 Öl auf Pappe cm Inv.-Nr. NG 10/63 Abb. S. 113 Rudolf Kramer Plauen 1900 unbekannt Über das Leben und den beruflichen Werdegang von Kramer ist wenig bekannt. Er ist zunächst Maler, bevor er sich der Fotografie zuwendet,»da viele Dinge sich durch Foto überzeugender und wahrer geben lassen«, wie es im Katalog der Ausstellung Das Lichtbild (München, 1930) heißt. Kramer lebt in Dresden und firmiert in einer Anzeige der Zeitschrift Gebrauchsgrafik als»foto-werbung Werkstatt Kramer«. Bis 1946 wird er als Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner geführt. Müll 1929 Silbergelatinepapier 22,4 27, 3 cm Inv.-Nr. 1932,294 Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek Abb. S. 129 S. 37, 39 Müll 1929 Reprint 22,4 27,3 cm Inv.-Nr. 1932,294 Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek Abb. S. 130 S. 37, 39 Willy Kriegel Dresden Starnberg Studium an der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie Dresden. Kriegel debütiert als Gebrauchsgrafiker, sein malerisches Werk ist heterogen. Es zeigt Einflüsse von Oskar Kokoschka, ebenso wie von Dix oder dem deutschen Romantiker Carl Gustav Carus. Bis 1935 entstehen Porträts und Stilleben, danach überwiegend Landschaften und Naturausschnitte wird Kriegel Mitglied der NSDAP. Obwohl 1937 ein Gemälde als»entartet«beschlagnahmt wird, stellt Kriegel weiterhin aus. Hitler erwirbt zwölf seiner Landschaftsbilder und lässt ihn auf die»liste unersetzlicher Künstler«setzen, Goebbels nennt ihn den»dürer unserer Zeit« wird Kriegel zum Professor ernannt. Seine Fürsprache schützt Otto Dix vor der Internierung. Frau mit Schleier 1930 Öl auf Sperrholz 99,5 79,5 cm Inv.-Nr. A IV 360 ohne Abb. Stilleben mit Muscheln 1931 Öl auf Holz 79, cm Inv.-Nr. A II 878 Abb. S. 135 Wilhelm Lachnit Gittersee bei Dresden Dresden besucht der gelernte Dekorationsmaler die Kunstakademie in Dresden, wo ihn Dix und Otto Griebel künstlerisch und weltanschaulich beeinflussen. Lachnit wird Mitglied der KPD, der»asso«und weiterer politischer (Künstler-)Gruppen. Nach frühen Lasurmalereien gelangt er zu nuancenreicher Farbigkeit, Festigkeit der Form und tektonischer Dichte, die die Dinghaftigkeit der dargestellten Welt beto- 214

8 nen wird Lachnit kurz inhaftiert, danach unter Gestapo-Aufsicht gestellt. Vier Werke werden als»entartet«beschlagnahmt erhält er eine Professur an der Dresdner Kunstakademie, die er nach schweren»formalismus«- Vorwürfen 1954 aufgibt. Müdes Mädchen 1932 Öl und Tempera auf Holz 78 64,5 cm Inv.-Nr. A IV 263 Abb. S. 170 Der traurige Frühling 1933 Öl auf Holz cm Inv.-Nr. A IV 223 Abb. S. 153 S. 44, 99 Konrad Adolf Lattner Anklam Göttingen 1913 und 1917/18 Studium der Bildhauerei an der Hamburger Kunsthochschule Kriegsdienst kehrt Lattner in seine Geburtsstadt Anklam in Pommern zurück, wo er erste Erfolge als Maler erzielt. Im Mittelpunkt seines Werkes steht das Interesse am Menschen. Lattner verbindet die tiefdringende Analyse des Expressionismus mit der nüchternen Distanz der Neuen Sachlichkeit zu einer geheimnisvoll-poe tischen Sprache. Im Nationalsozialismus zählt er zu den»entarteten«künstlern, 1937 werden acht Werke beschlagnahmt verliert Lattner bei einem Bombenangriff einen großen Teil seines Œuvres. Nach 1945 zeitweilig verhaftet, zieht er nach Westdeutschland, wo er sich nach Stationen in Hamburg, Berlin und Düsseldorf in Göttingen niederlässt. Die Schlafende um 1928/1938 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 201 Abb. S. 194 S. 101 Mann mit Hut um 1928/1938 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 199 Abb. S. 171 S. 100 Roter Turm 1929 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 200 Abb. S. 121 S. 98 Paula Lauenstein Dresden Crostau Studiert an der Kunstgewerbeschule und an der Kunstakademie Dresden, die ihr 1923 den Staatspreis verleiht. Lauenstein kann sich mit Buch- und Kartenillustrationen ein geringes Einkommen sichern. Ihr künstlerisches Interesse gilt den körperlich und seelisch Kranken, die sie in Gemälden und großformatigen Zeichnungen einfühlsam porträtiert. Anders als viele ihrer Dresdner Kollegen, die die altmeisterliche Lasurmalerei bevorzugen, malt Lauenstein»alla prima«. Anfang der 1930er-Jahre zieht sie nach Süddeutschland verliert sie bei einem Bombenangriff nahezu ihr gesamtes Œuvre. Danach zeichnet und malt sie nur noch gelegentlich. Opuntia I 1923 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 433 Abb. S. 139 S. 82 Franz Lenk Langenbernsdorf (Vogtland) Schwäbisch Hall Nach einer Lehre als Dekorationsmaler und Lithograf studiert Lenk mit Unterbrechungen an der Dresdner Kunstakademie. Freundschaft mit Dix Umzug nach Berlin wird Lenk als Professor für Landschaftsmalerei an die Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst Berlin berufen, 1936 ist er Vorstandsmitglied der Berliner Secession, 1937 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste gibt er seine Lehrtätigkeit aus Protest gegen Politisierung der Kunst und Verfolgung von Kollegen auf. In seiner Kunst konzentriert sich Lenk zeitlebens auf die heimatliche Landschaft und die Dinge des Alltags. Genaue Beobachtung und handwerkliches Können sind für ihn zentral. Nach der Rückkehr aus dem Kriegsdienst zieht er nach Süddeutschland. Amaryllis 1930 Eitempera auf Leinwand auf Holz cm Inv.-Nr. A IV 202 Abb. S. 145 S. 16, 78, 85 René Magritte Lessines (Belgien) Brüssel Studium an der Brüsseler Kunstakademie. Nach frühen kubistischen und futuristischen Versuchen sieht Magritte Anfang der 1920er-Jahre erstmals Abbildungen von Werken de Chiricos, die ihn stark beeindrucken. Wenig später beginnt er selbst, realistisch Objekte in rätselhaften Kompositionen zu malen. Überzeugt von der Vorherrschaft der Dichtung über die Malerei, ist er als einziger Maler Mitglied der Gruppe der belgischen Surrealisten geht er nach Paris, wo er sich dem Kreis um Breton anschließt kehrt er nach Brüssel zurück. Magrittes Werk kreist um die Frage nach der Beziehung zwischen Begriff und Abbild, zwischen Realität und Fiktion. L idée fixe 1928 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. NG 12/75 Abb. S. 117 S. 16,

9 Ewald Mataré Aachen Büderich Kreis Moers/ Köln Studium der Bildhauerei in Aachen sowie der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, wo er auch die Privatschule von Lovis Corinth besucht schließt sich Mataré der Novembergruppe an. Ab 1920 konzentriert er sich auf grafische Arbeiten und die Bildhauerei. Zu seinen Hauptthemen gehören der Mensch und das Tier. Mataré steigert ihre Ausdruckskraft durch eine klare Vereinfachung der Form erhält er eine Professur an der Düsseldorfer Akademie, die ihn 1933 wieder entlässt. 46 Werke werden als»entartet«beschlagnahmt kehrt er an die Akademie zurück. Sein berühmtester Schüler ist Joseph Beuys. Männlicher Kopf um 1926 Birkenholz 21 12,8 15 cm Inv.-Nr. NG 54/84 Abb. S. 147 S. 99 Carlo Mense Rheine (Westfalen) Königswinter Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf und Berlin sowie an der Kunstschule Weimar. Mense ist Mitglied der Cölner Sezession, beteiligt sich an Ausstellungen der Rheinischen Expressionisten und wird 1919 Mitglied der Berliner Novembergruppe. Nach fauvistischen und kubo-futuristischen Anfängen verfestigt sich Menses Formensprache. Unter dem Einfluss der Pittura metafisica gelangt er zu einer kühl-distanzierten, später magisch aufgeladenen Gegenständlichkeit ist er Professor der Akademie in Breslau werden 34 Werke als»entartet«beschlagnahmt. Mense selbst ist unpolitisch und kann weiterhin an systemkonformen Ausstellungen teilnehmen. Bildnis Inge 1926 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A III 468 Depositum seit 1928 Abb. S. 176 Otto Nagel Berlin-Wedding Berlin (Ost) Nach einer abgebrochenen Lehre als Glasmaler arbeitet Nagel in verschiedenen Berufen. Daneben besucht er Zeichenkurse an der Abendschule. Als Kriegsdienstverweigerer wird er zwangskaserniert ist er Mitglied der Berliner Novembergruppe. Nagels künstlerisches Schaffen ist eng mit seinem politischen Engagement für die Sache des Kommunismus verbunden. Hauptmotiv ist die eigene Lebensumwelt des Berliner Arbeiterviertels Wedding, das er in dunklen Farben schildert. Freundschaft mit Käthe Kollwitz und Heinrich Zille erhält er Malverbot, kommt er in das Konzentrationslager Sachsenhausen Ernennung zum Professor, 1950 Mitbegründer der Akademie der Künste in Berlin (Ost), deren Präsident. Weddinger Jungen 1928 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 10 Abb. S. 205 S. 42, 92, 101 Reinhold Nägele Murrhardt (Württemberg) Stuttgart Studium an der Kunstgewerbeschule Stuttgart und an der Kunstakademie München. Nägele ist zunächst als Dekorations- und Kirchenmaler tätig. Nach dem Kriegsdienst ist er 1923 Mitbegründer der Stuttgarter Sezession. Auf kleinformatigen Temperamalereien hält er das schwäbische Kleinstadtleben fest. Daneben entstehen allegorisch-fantastische Szenen mit Anklängen an die Pittura metafisica als»entartet«verfemt, wird ein Werk beschlagnahmt. Aufgrund seiner Ehe mit einer Jüdin wird er aus der Reichskammer der bildenden Künste ausgeschlossen emigriert Nägele über Großbritannien nach New York kehrt er nach Deutschland zurück und lässt sich in seiner Geburtsstadt Murrhardt nieder. Bahnlinie 1922 Tempera auf Holz 55,5 36 cm Inv.-Nr. A II 728 Abb. S. 114 Ernst Wilhelm Nay Berlin Köln Studiert an der Preußischen Akademie der Künste. Meisterschüler von Hofer. Auf eine frühe, surreale Phase mit Schädelformen und Meeresmotiven folgt Mitte der 1930er- Jahre die sogenannte Periode der Dünen- und Fischerbilder. Bereits 1933 wird Nays Kunst vom Völkischen Beobachter angegriffen, 1937 erhält der Künstler Ausstellungsverbot in Deutschland, zehn Werke aus öffentlichem Besitz werden beschlagnahmt erfolgt die Einberufung zum Kriegsdienst, in dem kleine Aquarelle und Zeichnungen entstehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehört Nay zu den wichtigsten Vertretern der abstrakten Malerei der deutschen Bundesrepublik. Selbstbildnis 1922 Öl auf Spanholz 40 31,5 cm Inv.-Nr. B erworben durch das Land Berlin Abb. S

10 Oskar Nerlinker Schwann bei Pforzheim Berlin (Ost) Studium an der Kunstgewerbeschule Straßburg und der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin, unter anderem mit George Grosz. Als Mitglied der Gruppe»Internationale Vereinigung der Expressionisten, Futuristen, Kubisten und Konstruktivisten e. V.«schafft Nerlinker abstrakt-konstruktivistische Zeichnungen und Illustrationen. Später führt ihn sein politisch revolutionäres Engagement zum Realismus. Zu seinen Hauptsujets gehören das moderne Leben und die industrielle Welt. Streng komponierte, oft diagonal angelegte Bildräume stehen für technischen Rationalismus erhält Nerlinger Arbeits- und Ausstellungsverbot und kommt zeitweise in Haft siedelt er nach Ost-Berlin über und vertritt den Sozialistischen Realismus. Lichtstudie (Kopf) um 1928 Silbergelatinepapier Bild 17,6 12,9 cm Inv.-Nr. 1932,304 b Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek Abb. S. 149 Ernest Neuschul Aussig London Studium an den Kunstakademien von Prag, Wien, Krakau und Berlin. Begegnung mit der holländisch-javanischen Tänzerin Takka-Takka, deren Partner Neuschul unter dem Namen Yoga-Taro wird gehen sie auf Tournee durch ganz Europa. Zurück in Berlin wird Neuschul Mitglied der Novembergruppe, später ihr Vorsitzender Zusammenarbeit mit dem Psychoanalytiker Wilhelm Reich wird Neuschul Professor an der Kunsthochschule Berlin-Charlottenburg. Seine neusachlichen Gemälde spiegeln das Interesse für fernöstliche Religionen ebenso wie für gesellschaftliche und multikulturelle Fragen. Als Jude und»entarteter«künstler verfemt, flieht Neuschul nach Moskau, wo er Ehrenmitglied des Moskauer Künstlerverbandes wird, von dort nach Prag und schließlich nach London, wo er bis zu seinem Lebensende bleibt. Die Plätterin vor 1930 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 133 Abb. S. 2/3, 162 S Otto Niemeyer-Holstein Kiel Koserow Kommt nach schockierenden Erfahrungen an der Front 1917 zur Rekonvaleszenz in die Schweiz, wo er zu zeichnen beginnt. Niemeyer- Holstein gilt als Autodidakt, der neben der Malschule von Arthur Segal auf dem Monte Verità in Ascona und in Berlin nur kurz verschiedene Kunstakademien besucht. Ab 1925 in Berlin, wo er eine anti-akademische, als reine Farbarchitektur aufgefasste Malerei entwickelt, die gleichwohl gegenständlich bleibt zieht sich Niemeyer-Holstein, als»entartet«verfemt, an die Ostsee zurück, 1939 nach Usedom, wo er nach dem Zweiten Weltkrieg die Usedomer Malerschule mitbegründet. In den 1950er-Jahren als Formalist abgelehnt, erhält er 1964 den Professorentitel und wird korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste in der DDR. Staubwedel mit Flasche 1929 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 416 Abb. S. 131 S. 99 Der Frack 1930 Öl auf Leinwand 50,5 60,5 cm Inv.-Nr. A IV 417 Abb. S. 133 S. 99 Richard Oelze Magdeburg Posteholz Ausbildung in der lithografischen Lehranstalt in Magdeburg, am Bauhaus Weimar und Dessau sowie an der Dresdner Kunstakademie, unter anderem bei Richard Müller und Otto Dix. Ab 1933 lebt Oelze in Paris, wo die filigrane Präzision seiner zuvor vom Bauhaus und der Neuen Sachlichkeit beeinflussten Bilder eine surrealistische Wendung nimmt. Er steht in losem Kontakt zu Breton, Dalí, Max Ernst und Paul Eluard, der ihn als»einzig richtigen Surrealisten«bezeichnet haben soll zieht Oelze nach Worpswede, wohin er 1945 nach dem Kriegsdienst als Kartenzeichner zurückkehrt. Ab 1962 lebt und arbeitet der Künstler in größter Zurückgezogenheit auf einem Rittergut bei Hameln erfolgt die Berufung zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Stilleben mit Glaskugel 1928 Mischtechnik auf Papier auf Karton cm Archiv Marzona, Berlin Abb. S. 127 S , Kassandra 1934 Weiße und farbige Kreide auf dunklem Tonpapier auf Karton montiert cm Inv.-Nr. SS. 194 Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Scharf-Gerstenberg Abb. S. 150 S

11 Curt Querner Börnchen bei Freital (Sachsen) Kreischa bei Dresden Nach einer Lehre und Arbeit als Fabrikschlosser studiert Querner an der Kunstakademie Dresden, unter anderem bei Otto Dix und Richard Müller. Freundschaft mit Dodel, dessen Schwester er später heiratet wird Querner Mitglied der Dresdner Sezession. Er ist politisch stark engagiert, im selben Jahr tritt er der KPD und der»asso«bei. In seinen Bildern konzentriert sich Querner vor allem auf die Darstellung des Menschen, den er mit größtmöglicher Wahrhaftigkeit zu zeigen sucht wird sein Dresdner Atelier ausgebombt kehrt Querner aus der Kriegsgefangenschaft in Frankreich in sein Elternhaus nach Börnchen zurück, wo er bis zu seinem Tod arbeitet. Arbeiterkind Doris 1927 Öl auf Pappe cm Inv.-Nr. A IV 75 Abb. S. 200 Selbstbildnis mit Brennessel 1933 Öl auf Pappe cm Inv.-Nr. A IV 472 Abb. S. 175 S. 18 Bäuerin in Märzlandschaft 1933 Öl auf Pappe cm Inv.-Nr. A IV 269 Abb. S. 161 S. 100 Franz Radziwill Strohausen bei Rodenkirchen (Unterweser) Wilhelmshaven Nach einer vierjährigen Lehrzeit als Maurer besucht Radziwill die Höhere Technische Staatslehranstalt für Architektur und belegt Abendkurse für gewerbliches Zeichnen in Bremen Kriegsdienst in Russland, Flandern und Nordfrankreich zieht Radziwill nach Berlin, wo er Schmidt-Rottluff, Grosz und Schlichter kennenlernt. 1927/28 Studienaufenthalte in Dresden. Radziwill interessiert sich für die Malerei der deutschen Romantik und arbeitet im Atelier von Dix. Sein expressionistisches Frühwerk geht in eine realistische Periode über wird er Mitglied der Novembergruppe; 1933 tritt er der NSDAP bei Professor an die Düsseldorfer Akademie werden 51 Werke als»entartet«beschlagnahmt. Der Hafen II 1930 Öl auf Leinwand 76 99,5 cm Inv.-Nr. A II 763 Abb. S. 123 S. 98 Albert Renger-Patzsch Würzburg Wamel Bricht sein Chemiestudium in Dresden ab, um als Fotograf für den Hagener Folkwang-Verlag zu arbeiten hat er die Leitung der Bildstelle des Archivs inne. Mit seinen nüchternsachlichen Fotografien wendet sich Renger- Patzsch bewusst gegen die stimmungsvolle Künstlerfotografie zieht er nach Essen, wo ihm das Museum Folkwang ein Atelier zur Verfügung stellt. An der Essener Folkwang- Schule erhält Renger-Patzsch 1933 den Lehrstuhl für Bildgemäße Photographie wird ein Großteil seines Archivs zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg zieht Renger-Patzsch nach Warmel bei Soest, widmet sich der Landschaftsund Naturfotografie und ist für Industrieunternehmen tätig. Bis zu seinem Lebensende entstehen zahlreiche Fotobände. Catasetum tridentatum. Orchidaceae 1922/23 Silbergelatinepapier 22,9 16,7 cm Inv.-Nr. 1932,258 b Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek Abb. S. 142 S Landschaft bei Essen/Mülheim-Ruhr, im Hintergrund die Zeche»Rosenblumendelle«1928 Silbergelatinepapier 27,3 37,6 cm Inv.-Nr. 1932,258 Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek Abb. S. 112 S. 27 Essen-Bergeborbeck 1929 Silbergelatinepapier 27,3 37,6 cm Inv.-Nr. 1932,258 Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek Abb. S. 110 S. 27 Theodor Rosenhauer Dresden Berlin Studiert an der Kunstgewerbeschule und Kunstakademie Dresden. Rosenhauer wird von Kokoschka gefördert und hat Kontakt zu Otto Dix. In stillen, unpathetischen Bildern widmet er sich den einfachen Szenen des Alltags verhindern die Nationalsozialisten Rosenhauers Berufung als Professor an die Akademie der Künste in Dresden. Bei einem Bombenangriff verliert er 1945 nahezu sein gesamtes Werk. Er beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg erneut zu malen erhält er den Kunstpreis der Stadt Dresden, 1973 den Natio nalpreis der DDR wird Rosenhauer zum Ehrenmitglied der Akademie der Künste Berlin ernannt. Junge im Mantel 1935 Öl auf Leinwand ,5 cm Inv.-Nr. A IV 96 Abb. S. 204 S

12 Henri Rousseau Laval Paris als Regimentsmusiker während des mexikanischen Krieges in Mexiko. 1870/71 Sergeant im Deutsch-Französischen Krieg. Anschließend lässt sich Rousseau in Paris nieder, wo er zunächst als Zöllner arbeitet, heiratet und neun Kinder zeugt, bevor er sein Leben ganz der Kunst widmet. Der malende Autodidakt wird von den Künstlern der französischen Avantgarde entdeckt und gefördert, darunter Apollinaire, Delaunay und Picasso. Die französischen Surrealisten wie auch die Anhänger der Neuen Sachlichkeit in Deutschland schätzen seine naiven Bilder mit exotischen Themen. Die Schöne und das Biest um 1908 Öl auf Leinwand 32 41,5 cm Inv.-Nr. SS. 275 Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Scharf-Gerstenberg Abb. S. 193 S. 101 Pierre Roy Nantes Mailand Der Neffe Jules Vernes lernt Neugriechisch und Japanisch, bevor er in Paris an der École des Arts Décoratifs und an der Académie Julian Malerei studiert. Roy kommt in Kontakt mit den Fauves, lernt Apollinaire und de Chirico kennen, der ihn in den Kreis der Surrealisten um Breton einführt. Um 1919 entstehen erste Werke mit geheimnisvollen Zusammenstellungen von Objekten, die oftmals auf Kindheitserinnerungen zurückgehen. Daneben arbeitet Roy als Bühnenbildner und Illustrator, unter anderem für die Zeitschrift Vogue wird er zum offiziellen Maler der französischen Marine ernannt. Hommage an Paul Rivet 1932 Öl auf Leinwand cm Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch, Berlin Abb. S. 140 S. 43, 83 August Sander Herdorf Köln Haldenjunge in einer Eisenerzgrube, wo ein Berufsfotograf Sanders Interesse für Fotografie weckt. Nach seiner Militärzeit macht er eine Ausbildung zum Fotografen in Trier. Es folgen Wanderjahre durch Deutschland. Sander interessiert sich auch für die Malerei leitet er die Photographische Kunstanstalt Greif in Linz Umzug nach Köln, wo Sander Kontakt zu den»kölner Progressiven«hat und ein eigenes Atelier einrichtet veröffentlicht er den Bildband Antlitz der Zeit, der von den Nationalsozialisten verboten wird. Er gilt als Vorschau auf sein unvollendetes Typologie-Projekt Menschen des 20. Jahrhunderts, das in sieben thematischen Gruppen einen Querschnitt durch die Gesellschaft der Weimarer Republik zeigen sollte. Witwer, Westerwald (Mappe 15:»Die Familie«) 1914 Silver Reprint von 1990 Auflage 8/ cm Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof Abb. S. 188 S. 27 Junglehrer (Mappe 26:»Der Lehrer und der Pädagoge«) um 1928 Silver Reprint von 1990 Auflage 8/ cm Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof Abb. S. 186 Christian Schad Miesbach (Oberbayern) Stuttgart Studium an der Münchner Akademie der Bildenden Künste emigriert Schad in die Schweiz. Er setzt sich mit dem Expressionismus, Futurismus und Kubismus auseinander und gerät in den Züricher Kreis der Dadaisten um Hugo Ball, Emmy Hennings und Hans Arp macht er erste Experimente mit der Technik des Fotogramms, später»schadografien«genannt. Anfang der 1920er-Jahre lässt sich Schad in Italien nieder, wo er unter dem Einfluss der Renaissance realistisch zu malen beginnt zieht er nach Berlin. Es entstehen Porträts, die heute zum Inbegriff der»goldenen Zwanziger«und der Neuen Sachlichkeit zählen. Daneben beschäftigt sich Schad mit asiatischer Philosophie und Geheimwissenschaften Studium der chinesischen Sprache. Sonja 1928 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. FNG 80/ erworben durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie aus Mitteln der Stiftung von Ingeborg und Günter Milich Abb. S. 167 S. 18, 84, 100 Oskar Schlemmer Stuttgart Baden-Baden Studiert an der Akademie in Stuttgart gründet Schlemmer mit seinem Bruder eine Galerie für zeitgenössische Kunst, die Künstler wie Kandinsky, Kokoschka oder Braque ausstellt wird Schlemmer als Formenmeister an das Bauhaus in Weimar berufen, er übernimmt die künstlerische Leitung der Werkstatt für Wandmalerei und gibt Un- 219

13 terricht im Aktzeichnen. In Plastiken, Gemälden und im Bühnentanz beschäftigt er sich mit der Abstrahierung der menschlichen Figur und ihrem Verhältnis zum Raum. Er entwirft 1922 das Bauhaus-Signet, im gleichen Jahr wird das Triadische Ballett uraufgeführt ist Schlemmer Professor an der Breslauer Akademie werden 51 Werke als»entartet«beschlagnahmt. Akt, Frau und Kommender 1925 Öl auf Leinwand ,2 cm Inv.-Nr. B erworben durch das Land Berlin Abb. S. 180 S Rudolf Schlichter Calw München Studium an der Kunstgewerbeschule Stuttgart und an der Kunstakademie Karlsruhe wird Schlichter zum Militärdienst einberufen, den er durch einen Hungerstreik beendet in Berlin. Schlichter wird Mitglied der Novembergruppe, der KPD und schließt sich dem Kreis der Berliner Dadaisten um Grosz und John Heartfield an. Sein Thema ist die politische Satire; mit aggressivem Verismus schildert er die Morbidität der bürgerlichen Welt mit ihren erotischen Abgründen. Daneben entstehen Intellektuellenporträts. Freundschaft mit Ernst Jünger Publikation des Romans Zwischenwelt sowie der autobiografischen Bände Das widerspenstige Fleisch und Tönerne Füße werden 17 Werke als»entartet«beschlagnahmt. Bildnis Géza von Cziffra 1926/27 Öl auf Pappe cm Inv.-Nr. A III 252 Abb. S. 164 Georg Schrimpf München Berlin Autodidakt. Nach einer Lehrzeit als Zuckerbäcker geht Schrimpf 1906 auf Wanderschaft, die ihn durch Westdeutschland nach Holland, Belgien, Frankreich, Österreich, in die Schweiz und nach Italien führt, wo er Akte von Michelangelo und Raffael kopiert Umzug nach München. Freundschaft mit Oskar Maria Graf. In Berlin stellt Schrimpf in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm aus. Politisch links orientiert, entwirft er in seinen Bildern eine klassisch beruhigte Welt der klaren Formen und zarten Farben wird er an die Staatliche Kunstschule in Berlin berufen, aus der er 1938 auf eigenen Wunsch entlassen wird werden 33 Werke als»entartet«beschlagnahmt. Kinderbildnis 1925 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 251 Abb. S. 199 S. 101 Bahnübergang 1932 Öl auf Leinwand cm Inv.-Nr. A IV 408 Abb. S. 105 S. 98 Rundfunksender (Fürstenfeldbruck) 1933 Öl auf Leinwand 57 90,5 cm Inv.-Nr. A IV 210 Abb. S. 107 S. 98 Ernst Schütte Hannover Berlin Studium an der Handwerks- und Kunstgewerbeschule sowie an der Technischen Hochschule Hannover. Nach jahrelanger Tätigkeit als Entwurfsarchitekt arbeitet Schütte seit 1918 als Illustrator und Bühnenbildner wird er von Max Reinhardt als Ausstattungschef und Bühnenbildner an das Deutsche Theater nach Berlin und später an die Reinhardt-Theater in Wien und Salzburg berufen übernimmt er die Leitung der Klasse für Bühnenbildner an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Berlin, wo er als Professor bis zu seinem Tode lehrt. Tulpen 1919/20 Öl auf Leinwand 45 30,5 cm Inv.-Nr. B erworben durch das Land Berlin Abb. S. 133 S. 43 Kurt Schwitters Hannover Kendal (Cumbria) Studium an der Kunstgewerbeschule Hannover und an der Dresdner Akademie. Nach dem Kriegsdienst lässt sich Schwitters in Hannover nieder stellt er abstrakte Bilder in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm in Berlin aus, wo er den Dadaisten Hans Arp, Raoul Hausmann und Hannah Höch begegnet. Im selben Jahr entstehen erste Collagen. Schwitters findet den Begriff»Merz«, der fortan seine Werke und Aktivitäten benennt. Dazu gehört der raumfüllende Merzbau, der an de Chiricos Agglomerate aus geometrischen Gegenständen erinnert. Anfang der 1920er-Jahre werden Schwitters dadaistische Arbeiten unter dem Einfluss des Bauhaus und des holländischen De Stijls konstruktivistischer werden 13 Werke als»entartet«beschlagnahmt. Schwitters emigriert nach Norwegen, von wo er 1940 nach England flieht. Merzzeichnung Collage aus Papier und Textilien, auf Karton montiert cm Inv.-Nr. SS. 276 Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Scharf-Gerstenberg Abb. S

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