Verbandsmitteilungen mit Fachartikeln

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1 Ausgabe Nr Verbandsmitteilungen mit Fachartikeln Bundesbankpräsident Weidmann lädt erstmals Lehrkräfte aus verschiedenen Bundesländern zum Gespräch Mit dabei auch Vertreter des wpv - ausführlicher Bericht im Heft

2 WIR BRAUCHEN SIE! SIE BRAUCHEN UNS! = GEMEINSAM ZIELE ERREICHEN! Werben Sie unter Ihren KollegInnen an Ihrer Schule Mitglieder für unseren Verband! Der Verband der Bayerischen Wirtschaftsphilologen!

3 Verbandsarbeit Verbandsstruktur Birgit Hollerbach Vorsitzende, Verbandspolitik, Gesamtkoordination Nicolas Gäbel 1. Stellvertreter, Öffentlichkeitsarbeit, Internetpräsenz Burkart Ciolek Stellvertreter, Kontaktpflege Ulrike Wombacher Stellvertreterin, WSG-W-Beauftragte Cornelia Pfeiffer Schriftführerin, Archivverwaltung Tim Steck Finanzverwaltung, Datenverwaltung Kooptierte Vorstandsmitglieder: Norbert Mendel Öffentlichkeitsarbeit: wpv-mitteilungen Gotthard Bauer Referendarsausbildung, Kontakt zum ISB, fachliche Weiterentwicklung Ulrike Drescher Kontaktpflege, Koordination mit dem bpv Rudolf Drasch Kontaktpflege zu Fachseminarlehrer/innen, Hochschulfachdidaktikern und MB-Fachreferenten Peter Szilassy WPV-Internetpräsenz, Stundenpool Manuel Friedrich Kontaktpflege, Fachdidaktik Kassen- und Datenverwaltung Tim Steck Jägerluck Muhr am See Fax Bankverbindung: Sparkasse Bamberg Kto: BLZ Inhaltsverzeichnis Seite 3... Editorial, Impressum Seite 4... wpv-lagebericht Seite 6... Vorschau: Wirtschaftsphilologentag Seite 8... Weidmann trifft Wirtschaftslehrer Seite Wirschaftsinformatik in der Q11 Seite BuS-Umsetzung in der Praxis Seite SAKIO Seite Profilfach angewandte Informatik Wirtschaft und Recht Seite Kompetenzorientierung ja - aber wie? Seite (Mehr)Werte für den Wirtschaftsunterricht Seite Spieltheorie im Unterricht Seite Ideen machen Schule Seite Kompetenzorient unterrichten Seite EMU - Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik Seite Tipps zum Lesen Impressum Editorial Sie halten die neuen wpv-mitteilungen, Ausgabe #198, in Händen, und finden wie immer viele interessante Fachartikel zu unterschiedlichen Themen im Heft, die von Kolleginnen und Kollegen eingereicht wurden. Es handelt sich um Texte von jungen Lehrkräften, die auf der Grundlage ihrer Seminararbeiten einen Beitrag geliefert haben, aber auch von erfahrenen Kollegen, die hier Tipps und Hinweise geben. Dies zeigt, dass Redaktion, Organisation, Fotos & Anzeigen: Norbert Mendel Fax 0941/ Versand: Norbert Mendel Fax 0941/ Gestaltung: Timm-IT, Regenstauf, Titel: Timm, Mendel Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte wpv-mitglieder! unsere Mitgliederzeitschrift etabliert ist und als Medium zur Weitergabe von Informationen genutzt wird. In diesem Zusammenhang darf ich auf die Möglichkeit hinweisen, dass auch auf der wpv-homepage Unterrichtsbeiträge in der Rubrik wpv-stundenpool veröffentlicht werden können. Selbstverständlich finden Sie auch einen Hinweis auf unsere traditonelle Passau-Tagung, dem 34. Wirtschaftsphilologentag 2013, der am 19. und 20. September stattfindet, und diesmal einem rechtlichen Thema gewidmet ist.. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre! Norbert Mendel Druck: Forstner, Oberviechtach Hrsg.: wpv-wirtschaftsphilologen Verband Bayern e.v. Verbandsadresse: Jahnstr Grafing Fax: / Birgit Hollerbach (Vorstandsvorsitzende) Tel.: 08158/ Die wpv-mitteilungen erscheinen 2 x jährlich in einer Auflage von Stück. Die nächste Ausgabe wird im Winter 2013 veröffentlicht, Anzeigen- und Redak tionsschluss ist der Mitteilungen Nr

4 Verbandsarbeit Liebe Kolleginnen und Kollegen, traditionell zum Schuljahresende haben Sie unsere Verbandsmitteilungen, vielleicht als Lektüre für den einen oder anderen in diesem Sommer schon zur Gewohnheit gewordenen Regentag, zugesandt bekommen. Beim Schreiben meines Lageberichtes hat sich die Hochwasserlage in unserem jahrzehntelangem Tagungsort Passau dramatisch zugespitzt das Ausmaß der erneuten Katastrophe für diese wunderbare Stadt und ihre Bewohner kann man wahrscheinlich nur ansatzweise erahnen! Passau 2012/13 Bei unserem Planungstreffen für die Passau-Tagung 2013 hat das bbw das Ergebnis der Evaluation der Tagung 2012 (Thema: Wirtschaftliche Entscheidungsmodelle in der Krise) bekannt gegeben. Aus der Auswertung der abgegebenen 200 (von 331 möglichen) Feedback-Bögen ergab sich: Die Referenten der Eröffnungs- wpv-vorsitzende Birgit Hollerbach im Gespräch mit dem Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.v., Betram Brossard Mitteilungen Nr. nr Lagebericht bzw. Schlussvorträge wurden gut bis sehr gut bewertet, die Aktualität der Themen und die Durchführung der Workshops bzw. Foren allgemein als sehr informativ und großteils hilfreich für die Unterrichtspraxis beurteilt; die Möglichkeit des kollegialen Austauschs (insbesondere bei der Abendveranstaltung), wurde von den Kolleginnen und Kollegen sehr positiv hervorgehoben. Großes Lob gab es von den Teilnehmern für die gelungene Tagungsorganisation durch das Team des bbw. Selbstverständlich wurde auch der eine oder andere Kritikpunkt geäußert dies hat soweit möglich bei der Planung der Tagung 2013 Berücksichtigung gefunden. Nicht zuletzt auf Wunsch einiger Kolleginnen und Kollegen wird sich das Themenspektrum der Vorträge, Workshops und Foren für Passau 2013 um aktuelle rechtliche Fragestellungen bewegen. Das bbw hat bereits einige interessante Referenten gewinnen können, und der wpv hofft, dass die Erwartungen der Teilnehmer auch in diesem Jahr erfüllt und evtl. sogar übertroffen werden können! Nähere Informationen zum Tagungsprogramm und zu den Anmeldemodalitäten finden Sie auf Seite 6 und 7 im Heft. Fortbildungen Im Juli findet am Hardenberg-Gymnasium in Fürth eine Fortbildung des wpv für Wirtschaftsinformatik statt, die für Südbayern im Oktober in Tutzing wiederholt werden wird. Unsere Vorstandsmitglieder Ulrike Wombacher und Burkart Ciolek, beide Seminarlehrer und Mitglieder der Lehrplankommission für Wirtschaftsinformatik, haben ein Programm zusammengestellt, welches die Teilnehmer anwendungsorientiert mit Best-Practise-Beispielen für den Wirtschaftsinformatikunterricht in der Oberstufe fit machen soll. Außerdem wurde von den beiden Referenten eine Argumentationshilfe für die Wahl des Faches Wirtschaftsinformatik entwickelt, die an alle Fachbetreuer von WSGW- Gymnasien in Bayern versandt wurde. Der wpv bittet um Rückmeldung, ob weitere Fortbildungen für Wirtschaftsinformatik, evtl. auch für die Mittelstufe, gewünscht werden - Vorschläge bitte an Nicholas Gäbel senden! Verschiedenes Als Vorsitzende des wpv habe ich einige Einladungen des vbw (Verband der bayerischen Wirtschaft) in München wahrgenommen. Im Januar fand beispielsweise die Veranstaltung: Vorsprung Bayern: Vorschule und Schule zukunftsweisend gestalten statt, bei der die bildungspolitischen Sprecher aller im Landtag vertretenen Parteien (wahrscheinlich aufgrund der bevorstehenden Wahlen) wenig kontroverse Standpunkte diskutierten. Bei dieser Gelegenheit konnte an die bei den letzten Parlamentarischen Abenden bzw. Nachmittagen entstandenen Kontakte mit den bildungspolitischen Sprechern der CSU und der Freien Wähler angeknüpft werden. Dass der wpv auch außerhalb des gymnasialen Hintergrunds Beachtung findet, spiegelt sich in einer Einladung wieder, die ich im Januar vom Genossenschaftsverband den bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken erhalten habe. Anbei ein Auszug unseres Kontaktes:..ganz herzlichen Dank für das sehr freundliche Telefonat und Ihr spontanes, positives Signal, eine Laudatio bei der Verleihung der Journalistenpreise der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken 2013 zu übernehmen. Sie würden dabei den/die Preisträger des Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Preises zum Themenfeld Wirtschaftliche Bildung würdigen, der mit Euro dotiert ist. Mit Ihrer Arbeit

5 Verbandsarbeit im Vorstand der Wirtschaftsphilologen in Bayern setzen Sie sich tatkräftig dafür ein, die wirtschaftliche Bildung an den Gymnasien zu stärken. Nicht nur vor diesem Hintergrund ist es ein echter Glücksfall für uns, Sie als Laudatorin für uns zu gewinnen. Für den wpv eine weitere Gelegenheit, vor einem überregionalen Forum für unsere Positionen zu werben, die ich gerne wahrnehmen werde. Auch in diesem Jahr wird es wieder ein Treffen der WSGW-Schulleiter, dieses Mal im Oktober in München, geben. Der wpv hatte diese Treffen vor zwei Jahren initiativ begleitet und freut sich, dass die gewählten Vorsitzenden dieses Gremiums die Aktivitäten mit Kontinuität fortsetzen. Wie immer an dieser Stelle gilt mein besonderer Dank an alle unsere Vorstandsmitglieder, ob gewählt oder kooptiert, die in tatkräftiger Weise zum Erfolg des wpv beigetragen haben. Norbert Mendel hat wie gewohnt Anzeigen aquiriert, zum Schreiben von Fachartikeln ermuntert und säumige Schreiber unerbittlich an den Redaktionsschluss erinnert. Es kann gar nicht oft genug betont werden, wie sehr unsere Verbandsmitteilungen zu unserer positiven Außenwirkung beitragen und beigetragen haben - es bleibt zu hoffen, dass die Finanzierung auch weiterhin durch Anzeigen aufrecht erhalten werden kann. Unser kooptiertes Vorstandsmitglied Dr. Kerstin Vonderau hat sich aufgrund von beruflichen und privaten Verpflichtungen entschlossen, ihre Vorstandsarbeit in diesem Jahr zu beenden, hat uns aber versichert, den Verband weiterhin nach Kräften zu unterstützen. Ob als Aktivistin für ökonomische Verbraucherbildung oder bilingualen Unterricht, ob als Kontaktfrau zum ISB oder als Verfasserin unzähliger Fachartikel in unseren Mitteilungen- Kerstin Vonderau hat unseren Verband über viele Jahre mit einer unglaublichen Energie und Einsatzbereitschaft unterstützt und bereichert. Wir wünschen dir, liebe Kerstin, für alle kommenden Herausforderungen weiterhin viel Erfolg und die dazu erforderliche Gesundheit! Neues aus der Finanz- und Mitgliederverwaltung Liebe Mitglieder, zum 01. Februar 2014 wird das neue, europaweit einheitliche SEPA-Zahlverfahren die bisherigen nationalen Regelungen für Überweisungen und Lastschriften ablösen. Von dieser Regelung sind wir alle betroffen - d.h. auch der Einzug der Mitgliedsbeiträge wird ab 2014 über das sogenannte SEPA-Lastschriftmandat erfolgen. Damit wir dieses neue System anwenden können, müssen wir Sie, gemäß der diesem System zugrundeliegenden Bedingungen, über folgende Neuerungen bzw. Änderungen informieren: 1. Die von Ihnen erteilte Einzugsermächtigung für die Abbuchung der wpv-mitgliedsbeiträge behält weiterhin ihre Gültigkeit. Sie wird lediglich um die Bedingungen gemäß dem neuen europäischen Zahlungsverkehrssystems SEPA ergänzt, welche wir Ihnen im Detail bei der Abbuchung der Mitgliedsbeiträge in diesem Jahr oder mit der ersten Ausgabe der Verbandsmitteilungen 2014 zukommen lassen. Die bisherige Einzugsermächtigung heißt dann SEPA-Lastschriftmandat. 2. Die Abbuchung der Beiträge erfolgt zukünftig nicht mehr mittels der Konto-Nr. bzw. Bankleitzahl sondern über Ihre internationale Kontonummer (IBAN) und Bankleitzahl (BIC). Neben diesen Daten ist zukünftig eine eindeutige Mandatsreferenz zwischen Ihnen als Mitglied und dem wpv e.v. festzulegen. Ferner wird bei den Lastschriftabbuchungen die Gläubiger-ID unseres Vereins angegeben. Folgende Daten werden Ihnen zukünftig bei den Lastschrifteinzügen übermittelt: a. IBAN (bitte beim Einzug des Mitgliedbeitrags 2013 prüfen) b. BIC (bitte beim Einzug des Mitgliedbeitrags 2013 prüfen) c. Mandatsreferenz (Ihre Mitgliedernummer) d. Gläubiger-ID (DE81ZZZ ) 3. Den Mitgliedsbeitrag für 2014 werden wir Ihnen mit dem neuen Zahlungssystem abbuchen. Sofern Sie mit den vorgenannten Angaben einverstanden sind, brauchen Sie nichts weiter zu unternehmen. Bitte prüfen Sie auf Ihrem Kontoauszug bei der Abbuchung des Mitgliedsbeitrags 2013, ob die von unserem Vereinsmanagement-Programm errechnete IBAN und BIC identisch ist mit den Angaben auf Ihrem Kontoauszug oder auf Ihrer Scheckkarte. Sollte dies nicht der Fall sein, bitten wir Sie, umgehend mit uns Kontakt aufzunehmen. Tim Steck Finanz- und Mitgliederverwaltung Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und freue mich auf ein Wiedersehen im hoffentlich bis dahin trocken gelegten Passau, Ihre Birgit Hollerbach, Vorsitzende des wpv Die Vorsitzende packt an! Mitteilungen Nr

6 Verbandsarbeit Wirtschaftsphilologentagung am 19. und 20. September 2013 an der Universität Passau Alles was Recht ist! Freiheit und Sicherheit im Kontext wirtschaftlichen Handelns! wpv-vorsitzende Birgit Hollerbach im Interview Mitteilungen Nr. 198 Die Tagung der bayerischen Wirtschaftsphilologen der SCHULEWIRTSCHAFT-Akademie greift traditionell aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse auf und diskutiert diese auf der zweitägigen Tagung. Mit dem diesjährigen Tagungsthema wird, nach mehreren Jahren mit volks- und betriebswirtschaftlicher Prägung, diese Tradition mit einem Rechtsthema fortgesetzt. Leider stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest, welches rechtliche Thema der Eröffnungsvortrag haben wird und wer dafür als Referent gewonnen wurde. Sicher wird dies aber bis Ende Juli auf der Veranstalter- Homepage zu erfahren sein. In bewährter Form werden die Foren und Workshops in zwei Durchläufen abgehalten. Diese werden traditionsgemäß von einer Lehrkraft als Moderator betreut, der Anknüpfungspunkte zum Lehrplan herstellt. Durch den zweimaligen Durchlauf haben alle Teilnehmer die Gelegenheit an zweien davon teilzunehmen. Thematisch ist die Tagung sehr breit gefächert und reicht von den Auswirkungen von EU-Recht auf nationales Recht bis zum konstruktiven Umgang mit Social Media-Plattformen wie Facebook in Unternehmen und Schule. Die vorläufigen Themenbereiche für die sieben Veranstaltungen lauten wie folgt: 1. Arbeitsrecht in Deutschland: Bewerbung, Arbeitsvertrag, Zeugnis und Kündigung 2. Social Media in Unternehmen und Schule. Zum konstruktiven Umgang mit Facebook & Co. 3. Korruption und Korruptionsvermeidung 4. Mediation als Methode der Konfliktlösung in der Wirtschaft 5. Unternehmensfinanzierung mit Crowd- Investing und dessen Regeln 6. Strafrecht 7. Auswirkung von EU-Recht auf nationales Recht und Verbraucher Die genauen Beschreibungen zu diesen Veranstaltungen und die Namen der Referenten finden Sie ab Juli ebenfalls unter im Internet. Der Abschlussvortrag von Tobias Tyll, ISB- Referent für unser Fach, wird diese Passau- Tagung ausklingen lassen. Er ist mit dem Thema LehrplanPLUS und Kompentenzorientierung: Auswirkungen auf Wirtschaft und Recht betitelt. Kollege Tyll wird hier erste Hinweise auf den kommenden Lehrplan geben, bei dem die Kompetenzorientierung im Vordergrund steht. Selbstverständlich ist auch heuer wieder ein Treffen für die WR-LehrerInnen vorgesehen, die an einem WSG-W unterrichten.

7 Verbandsarbeit Sie treffen sich am 20. September um 8.15 Uhr in der Uni. Am ersten Tag, den 19. September, findet ab Uhr die Hauptversammlung des wpv, zu der alle Mitglieder eingeladen sind. Natürlich sind auch alle wpv-mitglieder dazu eingeladen, die nicht an der Passau-Tagung teilnehmen. Ebenso gibt es wieder ein Come Together nach dem Abendessen in der Uni-Mensa, wo ein zwangloses Kennenlernen, vor allem für die jüngeren Kolleginnen und Kollegen, möglich ist. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird auch die 34. Wirtschaftsphilologentagung von der SCHULEWIRTSCHAFT Akademie in Kooperation mit dem wpv und dem Kultusministerium durchgeführt. Diese Zusammenarbeit hat seit Jahren eine gute Tradition entwickelt. Die Anmeldung zur Tagung ist wie schon in den Vorjahren ausschließlich nach den bekannten Regeln online möglich. Nach der Freischaltung im Juli können Sie sich bis Mitte August unter anmelden. Deutlich gestiegen ist die Nutzung von Fahrgemeinschaften nach Passau. Auch heuer wird für die Teilnehmer der diesjährigen Wirtschaftsphilologentagung eine Plattform eingerichtet, auf der sie sich über Gesuche und Angebote bezüglich Fahrgemeinschaften zur Universität Passau austauschen können. Mit dem Bestätigungsschreiben zur Anmeldung erhalten die Teilnehmer detaillierte Informationen mit den Zugangsdaten und Nutzungshinweisen zu der Plattform. Bei Fragen zur Wirtschaftsphilologentagung 2013 nehmen Sie bitte mit Fr. Sittenauer von der SCHULEWIRTSCHAFT Akademie Kontakt auf: oder Telefon: Norbert Mendel beim Wirtschaftsphilologentag 2013 Donnerstag, 19. September, 18 Uhr Mitgliederversammlung des Wirtschaftsphilologenverbands Bayern e.v. Donnerstag, 19. September, 22 Uhr Come Together in der Uni-Mensa Dance Floor mit DJ Gelegenheit zum Kennenlernen Freitag, 20. September, 8.15 Uhr Treffen der Lehrkräfte an den wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasien WSG-W Michael Mötter, bbw, Adolf Präbst, Kultusministerium und Birgit Hollerbach, wpv Mitteilungen Nr

8 Bayerische Wirtschaftslehrkräfte zu Gast beim Bundesbankpräsidenten Weidmann für eine breite ökonomische Bildung in den Schulen Erstmals in der Geschichte der Deutschen Bundesbank wurden Lehrkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet zu einem Informationsaustausch mit dem Präsidenten der Deutschen Bundesbank eingeladen. Unter dem Tagungsmotto Weidmann trifft Lehrerinnen und Lehrer versammelten sich 34 von den Hauptverwaltungen ausgewählte Lehrkräfte, die Wirtschaftsthemen, insbesondere Themen rund um Geld und Geldpolitik, unterrichten. Bayern war mit drei Vertretern aus dem Gymnasium und einem aus dem beruflichen Schulwesen zahlenmäßig gut vertreten. Im Konferenzraum, wo sich normalerweise die Top-Wirtschaftsjournalisten zu den Pressekonferenzen versammeln, konnten die Gäste die einmalige Gelegenheit wahrnehmen, von Angesicht zu Angesicht mit dem Präsidenten und Mitglied des EZB-Rates Dr. Jens Weidmann Meinungen auszutauschen und zu diskutieren. Geleitet wurde die Aussprache vom bekannten Fernsehjournalisten Michael Best als Kommunikationschef der Bundesbank. Best ist dem breiten Fernsehpublikum als ehemaliger Leiter des ARD-Börsenstudios und Moderator der Sendung Börse im Ersten bekannt. Jens Weidmann machte in seinem Eingangsstatement klar, warum die Deutsche Bundesbank mit dem Aufbau eines eigenen Zentralbereiches Ökonomische Bildung neue Wege beschreitet. Mit Blick auf verschiedene Studien zum Wirtschaftsverständnis Jugendlicher und junger Erwachsener - z.b. vom Bundesverband Deutscher Banken und dem Deutschen Aktieninstitut - forderte der Redner ein flächendeckendes Konzept zur Aufwertung der ökonomischen Bildung. Ihm mache die jüngst in der Wochenzeitung DIE ZEIT getroffene Kritik große Sorge, dass Schüler das Gymnasium in der Regel als ökonomische Analphabeten verlassen. Für ihn sei eine ökonomisch aufgeklärte Gesellschaft der beste Schutz gegen Inflation. Weidmann legte sich aber nicht fest, ob das Fach Wirtschaft (und Recht) als eigenständiges Fach oder als Konzept des integrierten Wirtschaftsunterrichts (Mischfachmodell) mehr Erfolg verspreche. Thematisch geordnet wurden die eingereichten und ad hoc gestellten Fragen mit großer Offenheit diskutiert. Handelsbilanzdefizite, Rettungsschirme und Währungsunion Die Finanzkrisen in den Staaten des Euro- Systems seien primär auf Fehlentwicklungen in den einzelnen Ländern zurückzuführen. Der Hauptproblem seien die hohen Leistungsbilanzdefizite insbesondere der südeuropäischen Staaten und die daraus resultierende Staatsverschuldung. Die verschiedenen Rettungsschirme müssen diese Leistungsbilanzdefizite finanzieren, was eigentlich Aufgabe privater Finanzierungsträger wäre. Der Bundesbankpräsident sieht die Lösung in erster Linie im längerfristigen Abbau der Handelsbilanzdefizite. Lösungsansätzen, wie sie kürzlich Prof. Bofinger vertrat, erteilte er eine entschiedene Absage, weil dadurch die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands enorm Schaden nehmen würde. Der ESM bzw. sein Vorgänger EFSM habe die Aufgabe, den Anpassungsprozess über eine längere Zeitspanne zu strecken, sei aber keine Lösung der Zahlungsbilanzprobleme. Sein Fazit: Das was noch vor uns liegt wird ein langer und harter Weg sein. Der Prozess wird ein Jahrzehnt dauern. Die Diskussion über die Entwicklung der Währungsunion gebe es schon seit den 50-iger Jahren, so Weidmann. Damit aber die Währungsunion in eine politische Union münden könne, müssten die Einzelstaaten ihre Haushaltssouveränität aufgeben. Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen z.b. in Italien sei dies derzeit unmöglich, die Politik handle nicht konsequent und beschreite einen Mittelweg. Unabdingbare Voraussetzung für eine Stabilisierung der Finanzmärkte sei, dass sich alle EU-Staaten an die Maastricht-Kriterien halten und der Europäische Fiskalpakt auch konsequent umgesetzt werde. Weidmann sieht Unabhängigkeit der Zentralbank in Gefahr Der Bundesbankpräsident wiederholte seine eindeutige Position zum Primat der Geldwertstabilität als zentrale Zielsetzung der Geldpolitik. Mit der Geldpolitik die Wirtschaft zu stabilisieren sei nicht Aufgabe der EZB bzw. Bundesbank. Mit einem Zitat aus Faust II stellte er das Dilemma zwischen demokratischer Legitimation und Unabhän Mitteilungen Nr. 198

9 gigkeit heraus. An Beispielen aus den iger und 1980-iger Jahren mit ihren Inflationsschüben warnte Jens Weidmann davor, die Trennlinie zwischen Geld- und Fiskalpolitik nicht zu verwischen. Seine warnende Stimme im EZB-Rat vor unbefristeten Aufkäufen von Staatspapieren am Sekundärmarkt verteidigte er damit, dass er nicht weisungsgebunden sei und er die Gefahr sehe, dass sich die EZB schon an der Grenze ihres Mandats befinde. Mit Blick auf die Summe von Transaktionen und der Begehrlichkeit der Politik mahnte er das schwindende Vertrauen in den Euro an, denn Geld ist gewonnenes Vertrauen. Auch ein Alkoholiker wird seine Probleme nicht dadurch in den Griff bekommen: Heute gib mir noch die Flasche, morgen höre ich dann auf. Möglichen Rücktrittsgedanken erteilte er eine klare Absage: Ich bleibe gerne hier, mir macht es Spaß. In einer kritischen Zeit zu gehen halte ich für nicht richtig. Geldwertstabilität nicht akut gefährdet Der Bundesbankpräsident stellte klar, dass der Euro sowohl im Binnenwert als auch im Außenwert derzeit eine stabile Währung sei, in seiner Entwicklung stabiler als die Deutsche Mark. Langfristig sei die Preisstabilität dann in Gefahr, wenn die Notenbanken de facto in das Schlepptau der Politik gerieten. Die Risiken der derzeitigen expansiven Geldpolitik im Eurosystem und den USA seien aber nicht vergleichbar. Eine Inflationstendenz sei wegen der schwachen Konjunktur im Euroraum aktuell kein ernstes Thema. Der entscheidende Test werde kommen, wenn die Wirtschaft sich wieder erholt und dann die geldpolitischen Zügel wieder angezogen werden. Wie soll ökonomische Bildung in der Schule umgesetzt werden? Jens Weidmann, fünf Jahre wirtschaftspolitischer Berater der Bundeskanzlerin, reagierte auf diese Frage offen und ehrlich: Sie überfordern mich hier. Zentrale Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer sei es den Schülern zu vermitteln, dass wir ständig wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Bei den Schülern solle nachhaltiges Interesse an ökonomischen Fragen geweckt werden, und mit Blick auf den Bildungsauftrag der Bundesbank ihnen die geldpolitischen Mechanismen transparent gemacht werden. Die Schüler sollen Deutungsmacht bekommen, der Lehrer ihnen zentrale ökonomische Inhalte vermitteln. Ihm sei wohl bewusst, dass die Komplexität wirtschaftlicher Fragen eine enorme didaktische Herausforderung für die Lehrenden und Lernenden sei und die ökonomische Realität keine Landkarte ist, die vereinfacht als Modell abgebildet werden könne. Das Bundesbank-Angebot zur ökonomischen Bildung Die verantwortlichen Leiter des Zentralbereiches Ökonomische Bildung Dr. Benedikt Fehr (früher Redakteur der FAZ) und Dr. Andreas Kaun stellten das vielfältige Angebot der Deutschen Bundesbank im Detail vor. Anregungen aus dem Publikum wurden bereitwillig aufgenommen, um sie in die Weiterentwicklung des Bildungsangebots einzubringen. Unterrichtsmaterialien, z.b. Schülerbuch Geld und Geldpolitik für die Sekundarstufe II, Unterrichtsvorlagen mit Informations- und Arbeitsblättern für die Sekundarstufe I. Vorträge für Schulklassen im Geldmuseum oder in den Hauptverwaltungen Lehrerfortbildung in Zusammenarbeit mit den Institutionen in den jeweiligen Bundesländern oder auch vor Ort z.b. im Rahmen der Seminarausbildung Ausbau des Internetangebots für Arbeitsmaterialien, Unterrichtsvorlagen und Videoclips, interaktive Simulationen usw. Geldmuseum in der Zentrale in Frankfurt am Main, Museumsabende zu Themen rund ums Geld. Das Museum zeigt interaktiv, verständlich und unterhaltsam die Welt des Geldes und der Geldpolitik. Detaillierte Informationen und weitere Angebote zur ökonomischen Bildung finden sich auf der Internetseite der Bundesbank im Segment Schule und Bildung : Rudolf Drasch Bundesbankpräsident Jens Weidmann und der " Bundesbank-Präsident Weidmann im Gespräch mit Rudolf Drasch (wpv) Tagungsteilnehmer während der Diskussion Mitteilungen Nr

10 Wirtschaftsinformatik in der Q 11 Ein Erfahrungsbericht Rahmenbedingungen Bis zu diesem Schuljahr gab es an meiner Schule, dem Hardenberg-Gymnasium in Fürth, keinen Wirtschaftsinformatikkurs in der Oberstufe. Dabei waren die Voraussetzungen nicht schlecht. Mit etwa 1150 Schülerinnen und Schülern und einem dreizügigen wirtschaftswissenschaftlichen Zweig (neben dem sprachlichen und naturwissenschaftlich-technologischen) stehen jedes Jahr rund 50 potentielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen Kurs zur Verfügung. Die Ursachen, warum es bisher noch nicht dazu gekommen ist, sind vielfältig, aber wie es sich zeigte keine unüberwindlichen Probleme. Zum einen liegt es an der Handhabung des Kurses. Bis heute rangiert Wirtschaftsinformatik auf einer Stufe mit Fächern wie Psychologie, Chor, Orchester, Theater und Astrophysik, alles Fächern des Freiwahlbereichs. Dass in Wirtschaftsinformatik auch eine mündliche Abiturprüfung möglich ist, wurde dabei übersehen. In dieser Konkurrenzsituation wählen die Schülerinnen und Schüler natürlich eher Fächer wie Chor oder Theater, da sie sich hiervon mit deutlich weniger Aufwand mehr Punkte für das Abiturzeugnis versprechen. Ebenso ist problematisch, dass Wirtschaft und Recht oder Geographie bis zum Abitur belegt werden muss und nicht durch Wirtschaftsinformatik ersetzt werden kann. Daher haben einige Schülerinnen und Schüler Wirtschaftsinformatik nur mit den noch frei verfügbaren Additum-Stunden in der Q11 belegt, die aber in der 12. Jahrgangsstufe dann wegfallen. Ein weiterer Aspekt ist vermutlich die Angst vor dem Unbekannten, was sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die WIn-Lehrkräfte gleichermaßen betrifft. Eine vierte Ursache ist der Teilbereich Rechnungswesen in der Mittelstufe. Die Buchungen bei Beschaffung, Produktion, Absatz und im Personalwesen in der 9. sowie die umfangreiche und komplexe Kosten- und Leistungsrechnung in der 10. Jahrgangsstufe, die auch noch in die Phase der Kurswahl fällt, haben einen negativen Eindruck bezüglich des Faches hinterlassen (Anmerkung: auch wenn diese Inhalte in der Q11 und Q12 überhaupt nicht mehr vorkommen). Als letzten und vielleicht entscheidendern Faktor, würde ich den nur schwer abschätzbaren Arbeitsaufwand für die erstmalige Unterrichtung des Fachs in der Oberstufe anführen. Ohne Wirtschaftsinformatik im Studium, ggf. ohne Schulung an der ALP, ohne Schulbuch, nur mit einer Handreichung ausgestattet, scheuen sich vermutlich viele Kolleginnen und Kollegen das neue Fach zu unterrichten, wenn es doch den sicheren Hafen eines WR-Kurses in der Q11 und Q12 gibt. Vorlaufphase Als ich mich dazu bereit erklärt hatte WIn in der Oberstufe anzubieten, kamen weitere Bedenken seitens der Oberstufenkoordinatoren. Werden sich überhaupt genügend Schülerinnen und Schüler für einen Kurs finden? Wie sieht es im zweiten Jahr aus? Können wir dann ggf. einen jahrgangsstufenübergreifenden Kurs anbieten? Alles berechtigte Sorgen, die, wie sich aber später zeigte, unbegründet waren. Ein jahrgangsstufenübergreifender Kurs ist meiner Ansicht nach bei Bedarf leicht zu realisieren. Der seitens des Lehrplans vorgesehene Projektteil als auch das fakultative Kapitel 4.1 Informationstechnologie und Marktwirtschaft bieten den nötigen Puffer. Sollten nächstes Jahr Schülerinnen und Schüler der Q11 dem bereits bestehenden WIn-Kurs beitreten, werden Kapitel 4.1 und ein kleineres Projekt auf die Zeit nach den Abiturprüfungen gelegt. Im darauffolgenden Jahr Dynamische Simulation mit HPSim würde wieder regulär mit dem Stoff der Q11 gestartet und ein zweites, etwas größeres Projekt nach der Abiturprüfung stattfinden. So ist gewährleistet, dass sowohl die jetzigen als auch kommenden Schülerinnen und Schüler in den beiden Jahren die fachlichen Inhalte des Lehrplans vermittelt bekommen. Das hat auch die OSKARs überzeugt, wird aber nach derzeitigem Stand nicht nötig sein. Gleich bei der ersten Werbeveranstaltung für WIn in der Oberstufe, vor knapp 1 ½ Jahren, haben sich 16 Schülerinnen und Schüler davon überzeugen lassen, WIn zu belegen. Die in der Veranstaltung vorgetragenen Argumente wurden Ihren Schulen in einem Brief des WPV-Vorstands im Januar 2013 zugeschickt. Gerade die Argumente, dass Rechnungswesen mit Ende der 10. Jahrgangsstufe abgeschlossen ist und es schade wäre, das über drei Jahre aufgebaute Knowhow in Wirtschaftsinformatik quasi auf der Zielgeraden fallen zu lassen sowie der hohe BWL-Anteil (im Vergleich zum Fach WR) haben die Schülerinnen und Schüler überzeugt. Es kamen bis zu Beginn dieses Schuljahres noch vier weitere Interessenten an dem Kurs dazu, von denen ich zwei sogar noch zum Umwählen überreden musste, da Ihr Interesse weniger der Wirtschaftsinformatik, sondern einer sehr ungünstigen Position eines anderen Faches im Stundenplan galt. Ziele des Unternehmens bei der Gestaltung von Organisationssystemen Mit 18 Schülerinnen und Schülern startete der Kurs im vergangenen September und gleich beim ersten Lehrplanthema zeigten sich zwei Probleme. Fast alle Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer haben auch das Fach Wirtschaft und Recht in der Oberstufe belegt. Da am Hardenberg meist mit dem BWL-Teil (WR ) in Wirtschaft begonnen wird, kam prompt in der ersten Stunde die Anmerkung, ob wir das mit den betrieblichen Zielen denn nun doppelt machen. Und tatsächlich, eine kleine Redundanz ist hier im Lehrplan vorhanden. Verunsichert und nach etwas Lektüre wurde mir aber schnell klar, dass es nicht um das betriebliche Zielsystem eines Unternehmens im Allgemeinen, sondern speziell bei IT-Investitionen und -projekten geht. Diese haben vielfach die Besonderheit, überwiegend Kosten zu verursachen aber einen finanziell nur schwer messbaren Gegenwert zu er Mitteilungen Nr. 198

11 bringen. Daher ließ sich durch passende Beispiele schnell eine deutliche Abgrenzung zu WR erreichen. Ganz anders verhielt es sich mit dem zweiten Problem. Der Wirtschaftsinformatikunterricht findet ausschließlich in einem Computerraum statt, mit fest installierten, in Inseln aufgebauten Tischen, auf denen sich Rechner, Monitor sowie entsprechendes Zubehör befinden. Das führt zum einen dazu, dass Gruppenarbeit immer nur nebeneinander stattfinden kann und zum anderen, dass die Schülerinnen und Schüler permanent die Erwartungshaltung an den Tag legen, mit dem Rechner arbeiten zu wollen. Tatsächlich sind aber etwa zwei Drittel der Stunden in der Q11 reine BWL-Themen, bei denen ein Computer an sich nicht benötigt wird. Daher bestand eine wesentlich Aufgabe darin, möglichst viele sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für den Rechner im Unterricht zu finden. Ergänzend zu den Vorschlägen der ISB-Handreichung ließen sich z.b. problemlos im Rahmen einer Partner- oder Gruppenarbeit Hefteinträge am Computer erstellen (die zum Stundenende auch ausgedruckt und an alle verteilt wurden), mittels SmartArt-Grafiken betrieblichen Zielhierarchien oder Organigramme entwerfen, mittels Powerpoint Ergebnisse von Gruppenarbeiten aufbereiten oder Zeitungs- und Fachartikel sowie kurze Filmbeiträge in Dateiform am Rechner wiedergeben, was eine Menge Kopierpapier gespart hat. Auf freie Recherchen im Internet habe ich schnell wieder verzichtet, da diese sich als sehr unproduktiv erwiesen (zu hoher Zeitaufwand, zu flache Ergebnisse). Wenn, dann nur in Form eines Webquest mit vorgegebenen Seiten. Geschäftsprozessoptimierung Das Kapitel Geschäftsprozessoptimierung beginnt mit einem Unterkapitel zur Organisation eines Unternehmens (2.1). Dieses weist Prallelen zum alten Leistungskurs auf. Allerdings zielt es inhaltlich eher auf den Aspekt der Kommunikationswege und Informationsflüsse ab. Vor diesem Hintergrund mussten also neue Beispiele gefunden werden, um den Einfluss der Aufbauorganisation auf die Kommunikationsstrukturen zu verdeutlichen, was aber nicht allzu schwierig war. Auch die Organisationsform des virtuellen Managements, in meinem Fall bei Accenture, ließ sich hier wunderbar als Beispiel einbauen. Im Anschluss an das Teilkapitel wurde kurz vor Weihnachten die Schulaufgabe für 11/1 geschrieben. Bedingt durch die bis dahin unterrichteten Themen war sie eher BWLorientiert und ähnelte einer klassischen WR-Schulaufgabe mit wirtschaftsinformatischem Bezug und Beispielen. Als Anregung dienten hierbei die Vorschläge für die Abiturprüfung Wirtschaftsinformatik aus der Handreichung. Insgesamt waren die Ergebnisse sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für mich sehr zufriedenstellend. Das zweite Teilkapitel befasst sich intensiv mit der Ablauforganisation in einem Unternehmen (2.2). Hier musste zunächst die Grundlage eepk aus der Mittelstufe aufgefrischt werden, um das entsprechende Modellierungswerkzeug zur Erfassung von Geschäftsprozessen wieder verfügbar zu machen. Dabei zeigte sich, dass die Kolleginnen und Kollegen sehr unterschiedlich intensiv mit der eepk in der Mittelstufe gearbeitet bzw. die Schülerinnen und Schüler auch viel wieder vergessen hatten. Als sehr hilfreich erwies sich der Multiple-Choice- eepk Beantragung Mitarbeiterausweis Test aus der Linkebene WIn 9.2 zur EPK, um diese Grundlagen wieder aufzufrischen. Inhaltlich zeigte sich sehr schnell eine Zweiteilung des Kapitels: die statische Modellierung auf Grundlage des ARIS-Modells z.b. mittels eepk, und die dynamische Modellierung von Prozessen mittels Petri-Netzen mit Hilfe des Programms HPSim. Beide Verfahren haben die Schülerinnen und Schüler sehr interessiert, und die Optimierungsaufgaben ihnen Spaß gemacht. Die Beispiele der Handreichung mussten dazu nur noch etwas mit Bildern oder kurzen Filmbeiträgen aufgepeppt werden. Um Zeit zu sparen hat es sich bewährt den Schülerinnen und Schülern fertige eepks als Word-Dateien vorzugeben und diese optimieren zu lassen (z.b. Löschen einzelner Ereignisse Selbsterstellte Kanban-Karte versteckt in Süßigkeiten Mitteilungen Nr

12 und Funktionen oder Einfügen weiterer Elemente), da ein manuelles Erstellen am PC zu lange gedauert hat. Die Installation der Software HPSim für die dynamische Modellierung von Geschäftsprozessen erwies sich als völlig unkompliziert. Es musste lediglich der entsprechende Ordner von der CD-ROM der ISB-Handreichung auf die Schülerrechner kopiert werden. Auch die Einführung in die Nutzung des Programms verlief problemlos. Mittels des einführenden Tutorials waren die Schülerinnen und Schüler sehr schnell in der Lage, das Burger- Beispiel selbständig zu erstellen und zu optimieren. Lediglich zu den Testern und Hemmern waren einige ergänzende Erläuterungen meinerseits notwendig. Über die dynamische Modellierung wurde eine Kurzarbeit nach Weihnachten geschrieben. Zwar wäre eine Lösung der Aufgaben auch am Computer möglich gewesen, ich habe aber zur Absicherung zunächst die Papierform gewählt. So ließen sich ein zu einem Fallbeispiel passendes Petri-Netz auch problemlos auf dem karierten Papier der Kurzarbeit skizzieren und sowohl einige Fragen bezüglich des Nutzens der dynamischen Modellierung als auch in Abgrenzung zum statischen Verfahren nach dem ARIS-Modell, beantworten. Die abschließenden Themen des Kapitels wie Kanban, Poka Yoke, BPN und Change Management waren wieder traditionelle BWL-Themen und problemlos zu unterrichten. Hierfür ließen sich auch viele praktische und anschauliche Beispiele auf Youtube finden. Managementunterstützungssysteme Vor diesem Kapitel hatte ich im Vorfeld den größten Respekt. Wie sich zeigte, war es aber die Installation der ERP-Software, die Probleme bereitete, nicht die Inhalte. Aufgrund des Hinweises in der Handreichung hatte ich bereits Anfang Juli 2012 den für MS NAVISON erforderlichen Lizenzantrag an das ISB geschickt und auf die entsprechende Datei zum Freischalten der Software gehofft. Leider ging das nicht so schnell wie von mir erwartet. Bis zum (erste Woche nach den Sommerferien) hatte ich aber noch keine Rückmeldung bekommen. Nach Rückfrage und einigem -Austausch bekam ich Mitte Oktober die Lizenzdatei. Leider funktionierte diese nicht in unserem Netzwerk. Es folgte wiederum einiges an Mail-Verkehr zwischen mir, meinem Systembetreuer und dem ISB, bis wir schließlich Ende November eine nicht-personalisierte Datei fin.flf bekamen, die auch in unserem Netzwerk lief (dieses Problem sollte nun auch für alle anderen Schulen behoben sein). Bei der Installation von MS NAVISON sind einige Besonderheiten zu beachten, die der hinterlegten Anleitung nur bedingt zu entnehmen sind, bzw. auch nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen. Bis mein Systembetreuer und ich diese Feinheiten herausbekommen und alles funktionsfähig auf unseren Rechnern installiert hatten, war Weihnachten erreicht. Der Unterricht selbst verlief, dank der Stundenvorschläge aus der ISB-Handreichung, eher unkompliziert. Letztlich glaube ich, dass nicht einmal MS Navision erforderlich ist. Unter Downloads bei habe ich mehrere kleine Test- und freie Versionen von ERP-Programmen gefunden, die die wesentlichen Zusammenhänge und den Nutzen genauso verdeutlichen. Entweder ich nutze diese beim kommenden Durchgang, oder ich werde noch etwas tiefer in die Arbeit mit MS Navision einsteigen. Entsprechende Beispiele und eine komplette Handreichung zur Arbeit mit diesem ERP-System finden sich ebenfalls auf der Homepage des ISB als kostenloser Download bei den beruflichen Schulen. Projekt Q11 Am Hardenberg-Gymnasium findet in der letzten ganzen Schulwoche vor den Sommerferien ein einwöchiges Betriebspraktikum für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen statt. Für die Zeit nach den Pfingstferien ist daher ein Projekt zum Thema Begleitung des Betriebspraktikums aus informationstechnischer Sicht angesetzt. Ein vergleichbares Projekt hatte ich bereits schon einmal mit einer 10. Klasse durchgeführt und positive Erfahrungen gesammelt. Im Rahmen des Projekts entwickeln die Schülerinnen und Schüler des Q11-Kurses einen Fragebogen für die Praktikantinnen und Praktikanten und erstellen eine zugehörige Datenbank mit entsprechenden SQL-Abfragen, die eine automatisierte Auswertung und Aufbereitung der Daten (Excel-Grafiken) ermöglichen. Ziel ist es, möglichst noch vor den Sommerferien (ein Termin zur Eingabe der Bögen und Auswertung der Daten findet noch statt) ein Feedback über die einzelnen Praktikumsplätze sowie das Praktikum allgemein zu erhalten. Dabei geht es mir vor allem auch um die Reflexion über das eigene Handeln, d.h. wie konzipiert man einen reliablen und validen Fragebogen, der auch zuverlässig das misst, was man wissen möchte. Welche Frage- und Antwortformen sind sinnvoll, wie kann man die Daten der verschiedenen Praktikumsplätze und Tätigkeiten überhaupt miteinander vergleichen, etc. Gleiches gilt für die Abfragen. Auf diese Weise möchte ich die Grundlagen zu Datenbanken aus der Mittelstufe noch einmal aufgreifen, vertiefen und zugleich ein weiteres, wichtiges Betätigungsfeld für Wirtschaftsinformatiker aufzeigen. Persönliches Fazit Aufgrund der Reaktionen und Ergebnisse meiner Schülerinnen und Schüler sowie der Neuanmeldungen für das kommende Schuljahr denke ich, dass der Wirtschaftsinformatikkurs ein Erfolg ist und durchaus gewagt werden sollte. Sowohl inhaltlich als auch vom Arbeitsaufwand her ist die erstmalige Unterrichtung des Kurses auch für einen Nicht-Wirtschaftsinformatiker gut zu leisten, gerade wenn ich dieses Jahr mit dem Vorbereitungsaufwand in den letzten Jahren, wo die neuen WR- und WIn-Stunden für die Mittel- und Oberstufe parallel vorbereitet werden mussten, vergleiche. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Q12 im nächsten Jahr und hoffe, dass sich diese positive Grundstimmung auch wieder auf die Schülerinnen und Schüler überträgt. Ich konnte an meiner Schule auch schon eine Kollegin für Wirtschaftsinformatik in der Oberstufe begeistern, so dass ein abwechselndes Unterrichten künftig möglich ist. Burkart Ciolek 12 Erfassung eines Auftrags in MS Navision Mitteilungen Nr. 198

13 Die Umsetzung der Studien- und Berufsorientierung in der Praxis Die Studien- und Berufsorientierung des P-Seminars hat zum Ziel, dass sich die Schüler intensiv mit der eigenen beruflichen Zukunft beschäftigen und im Zuge eines individuellen Auseinandersetzungsprozesses Berufswahlkompetenz gewin nen. Das Seminar unterstützt die Schüler innen und Schüler bei ihrer Studien- und Berufswahl und zeigt auf, welche Anforde run gen von Hochschule und Berufswelt gestellt werden. Dadurch sollen folgende Probleme minimiert werden: verzögerte Berufs- und Studienent schei dung, hohe Studienabbrecherquoten, häufiger Studienfachwechsel und Über alterung der Berufsanfänger. Die konkreten Anforderungen an das Modul der Berufs- und Studienorientierung sind entsprechend vielfältig und komplex: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich eigenständig in einem Selbsterkundungsprozess mit ihren individuellen berufsrelevanten Persön lichkeitsmerkmalen auseinander, analysieren ihre Stärken und Schwächen und gleichen Selbst- und Fremdbild miteinander ab, erkunden ihre Interessen in Bezug auf Beruf und Ausbildung, setzen sich mit dem gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Wandel und seine Auswirkungen auf die moderne Arbeitswelt auseinander, erhalten wesentliche Informationen über Berufsfelder und Berufe, erhalten Kenntnisse über Wege in die Arbeits- und Berufswelt, erreichen die Fähigkeit zur zielgerichteten Nutzung von Informationsquellen zur Studien- und Berufswahl, entwickeln das Bewusstsein für die Bedeutung der Studien- und Berufswahl als wesentliche Entscheidung im Leben und gewinnen Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen. (vgl. Das Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminar), Bayerisch es Staatsministerium für Unterricht und Kultus, de/seminare/p-seminar vom ) Vertieft wird die Auseinandersetzung durch die Arbeit an einem anwendungsbezogenen Projekt in der Seminargruppe, bei dem die Schülerinnen und Schüler einen unmittel baren Einblick in die Bedingungen und Anforderungen des Arbeitslebens erhalten sollen. In der praktischen Umsetzung eröffnet sich dabei für die verantwortliche Lehrkraft folgendes Problemfeld: Die Schülerinnen und Schüler, welche ein bestimmtes P-Seminar besuchen, sind keineswegs eine auch nur im Ansatz homogene Gruppe, deren berufliche Interessen sich an dem Leitfach orientieren. Denn die Wahl der Schülerinnen und Schüler beschränkt sich auf das gerade vorhandene Angebot an Leitfächern und Seminarthemen und die Zuteilung zu den Seminaren wird nicht immer gemäß der Seminarwünsche erfolgen können. Dennoch sollen im Rahmen eines P-Seminars die verschiedenen Ausgangspositionen der Schüler innen und Schüler berücksichtigt und der individuell zu durchlaufende Entscheidungsprozess realisiert werden. Im Folgenden werden an zwei in der Praxis erprobten Modellen Möglichkeiten aufgezeigt, wie dieses Dilemma gelöst oder zumindest reduziert werden kann. I. BuS-Team für die Oberstufe Bei diesem Modell wird die Berufs- und Studienorientierung von den P-Seminaren abgekoppelt und von einem Lehrerteam in der 11. Jahrgangsstufe in Form von Pflichtund Wahlpflichtmodulen angeboten. Die Pflichtmodule sind für das gesamte Seminar verpflichtend und werden gemeinsam besucht. Diese enthalten grundlegende Informationen und vermitteln für alle Berufsund Studienfelder relevante Kompetenzen. Zudem wird in diesem Rahmen in die Angebote zur Selbsterkundung mittels Selbsterkundungshefte (BuS-Hefte der Typen A, B, C und D) und Onlinetests (z.b. BORAKEL, GEVA-Test, Jona) eingeführt. Die Wahlpflichtmodule sind dagegen nicht an das gewählte Seminar gebunden und die Schülerinnen und Schüler wählen die vorgegebene Mindestanzahl (z.b. vier Wahlpflichtveranstaltungen) nach ihren individuellen Interessen aus. Der große Vorteil dieser Variante besteht darin, dass für die Schüler im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltungen ein wesentlich größeres Angebot zur Verfügung steht, als dies durch ein einzelnes P-Seminar geleistet werden könnte und zudem ein individuellerer Prozess durchlaufen werden kann. Als Nachteil ist allerdings festzustellen, dass der enge Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern vereinzelt geringer ist, als dies vermutlich bei einem Ein-Lehrer-Modell der Fall wäre. Formal erfolgt in der 11. Jahrgangsstufe wöchentlich eine Stunde Projektarbeit und eine Stunde Berufs- und Studienorientierung. In der Praxis wäre dies allerdings sehr ineffizient, sodass es sich als deutlich vorteilhafter erwiesen hat den Nachmittag entweder dem Projekt oder der Berufs- und Studienorientierung zu widmen. Da das BuS-Team derzeit aus drei Lehrkräften besteht, wird versucht, pro BuS-Nachmittag jeweils drei Wahlpflichtveranstaltungen parallel anzubieten (sofern keine Pflichtveranstaltung stattfindet), um nicht zu viele Termine für die Projektarbeit zu blockieren. Aus Sicht der Stundenplangestaltung setzt dieses Modell voraus, dass alle P-Seminare zur gleichen Zeit am Nachmittag (idealerweise nach der Mittagspause)angesetzt sind und im Anschluss an die Seminare kein weiterer Unterricht erfolgt, sodass auch längere Veranstaltungen von drei oder vier Schulstunden stattfinden können, ohne dass anderweitiger Unterricht betroffen ist. Ein Beispiel für Inhalte der Veranstaltungen aus dem Schuljahr 2012/13 Pflichtveranstaltungen Einführung in das Modul Berufs- und Studienorientierung, in die Erstellung des Portfolios und in die Selbster kun dungshefte. Vorstellung der Form der idiolektische Gespräche zur Berufsfindung Überblick durch die Bundesagentur für Arbeit: Abitur Was dann? Assessment-Center Berufsinformationstag an der Schule mit ca. 35 externen Partnern: Vorstellung von Berufen und Studiengängen aus den verschiedensten Bereichen (Samstag 9.00 bis ca Uhr, verpflichtend für Jahrgangsstufen 10 und 11) Allgemeine Einführung in die Berufsbildungsmesse vocatium Unter franken Einführung: Erstellung einer Bewerbung inkl. Lebenslauf Hochschulinformationstag (zu Beginn Q12) Mitteilungen Nr

14 Wahlpflichtveranstaltungen Freiwilligendienste Ausbildungsberufe und Studien gänge im öffentlichen Dienst am Beispiel der dt. Rentenversicherung Ausbildungsberufe und duale Stu diengänge bei der VR Bank Ausbildungsberufe und duales Studium im Bereich Wirtschafts informatik bei s.oliver Die Duale Hochschule Baden-Wür t temberg stellt sich vor Jugend im Dialog: Studenten und Auszubildende der Fa. Siemens stel len sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler Beispiel für die Terminplanung aus Sicht eines P-Seminar-Schülers P = Pflicht, WP = Wahlpflicht, Z = Zusatzangebot Studieren im Ausland: Informationsveranstaltung des Berufsinfor ma tionszentrums ERASMUS Auslandsstudium im Rahmen eines Studiums an der FH Dolmetscherschule Bundeswehr als Arbeitgeber Ausbildungsmöglichkeiten bei der Polizei Online-Assessment Ein Tag im Labor des Süddeutschen Kunststoffzentrums (9-16 Uhr) Betriebserkundung bei BASF Coa tings: Berufsfelder in der chemischen Industrie Betriebserkundung bei Koenig & Bauer: Berufsfelder in der Druckma schinenindustrie Praxisseminar: Moderne Umgangsformen Abendveranstaltung mit der Fürtlich Castell schen Bank bei einem 3-Gänge-Menü Weitere Angebote Durchführung idiolektischer Ge spräche in Einzelterminen an der Schule. Einzeltermine mit dem Berufsberater an der Schule. realize your visions - Berufsinforma tionsmesse rund um das Thema In ge nieurwis sen schaftliches Studium und Tätigkeit Besuch der vocatium Unterfranken P KW 38 Einführung BuS P KW 39 Einführung idiolektische Gespräche KW 40 Projekt KW 41 Projekt KW 42 Projekt P KW 43 Abitur - Was dann? Informations veranstaltung der Bundesagentur für Arbeit KW 45 Projekt P KW 46 Assessment-Center KW 47 Projekt KW 48 Projekt KW 49 Projekt WP KW 50 Duales Studium Dt. Rentenversicherung/ ERASMUS/Duales Studium VR Bank KW 51 Projekt KW 2 Projekt WP KW 3 Duales Studium WIn s.oliver/polizei / Bundeswehr KW 4 Projekt KW 5 Projekt WP KW 6 Freiwilligendienste/Studieren im Ausland (BIZ)/Betriebserkundung (KoeBau) KW 8 Projekt Z KW 8 Realize your visions KW 9 Projekt WP KW 10 P KW 10 KW 11 KW 12 WP KW 15 KW 16 WP KW 17 KW 18 WP KW 19 KW 20 KW 23 P KW 24 KW 25 KW 26 Z KW 27 P KW 27 KW 28 KW 29 KW 30 Jugend im Dialog (Siemens) Berufsinformationstag Projekt Projekt Ein Tag im SKZ /Auslandsstudium im Rahmen eines Studiums an der FH / Dolmetscherschule Projekt Moderne Umgangsformen (Fürstlich Castell'sche Bank) (Abendveranstaltung) Projekt BASF Betriebserkundung/Online-Assessment/Duale Hochschule Baden-Württemberg Projekt Projekt Vocatium Vorstellung Projekt Projekt Messe Vocatium Bewerbung und Lebenslauf Projekt Projekt Projekt Ulrike Wombacher Die Vertretung der Wirtschafts- und Rechtslehrerinnen und -lehrer am Gymnasium Erreichbar unter Mitteilungen Nr. 198

15 II. Vorstellung eines modularen BuS Konzepts Nachdem die BuS-Lehrer am Theresien- Gymnasium Ansbach mit der bisherigen alleine an der Lehrperson hängenden Durchführung des BuS-Seminars nicht ganz zufrieden waren, entschlossen sie sich das BuS-Seminar anders zu organisieren. Sie orientierten sich dabei an der am Paul-Klee- Gymnasium in Gersthofen praktizierten Umsetzung, die von OStrin Christine Schaller entwickelt worden war. Die Grundüberlegung, die sie bei der Konzeption des Berufs- und Studienseminars angestellt hatte, war, dass es wohl in keinem Bereich eine heterogenere Aufstellung der Schülerschaft geben würde, wie in deren Berufsorientierung. Vom Typ A) keine Ahnung über Typ B) irgendwas mit Technik bis zum Typ C) Molekulare Bio logie an der Uni Bielefeld mit zwei Auslandssemestern sind in den BuS-Seminaren alle Ausprägungen der Berufs und Studienorientierung bis hin zur Orientie rungslosigkeit vorhanden. Führt man sich diese Bandbreite vor Augen, wird klar, dass Veranstaltungen bzw. Unterrichtsinhalte, die für alle Typen interessant sein könnten, äußerst selten sein dürften. Als Zielsetzung wurde daher formuliert, dass eine möglichst individuelle Unterstützung aller Schüler in ihrer jeweiligen Berufsfindungsphase erfolgen sollte. Um gerade Typ A möglichst viel Zeit für seine Informationsgewinnung zu ermöglichen, wurde das Semester 11/1 für das BuS Seminar geblockt, was bedeutet, dass alle beteiligten P-Seminare erst mit 11/2 beginnen. Zur Ermittlung des persönlichen Orientierungsstatus beginnt das Konzept vor den Herbstferien mit einem Einzelgespräch mit den jeweiligen Schülern. Mit Typ C vereinbart man dann ein Referatsthema, das wiederum individuelle Schwerpunkte ermöglicht. Mit Typ B kann man Strategien vereinbaren, die es ihm gestatten, seine speziellen Interessen herauszufinden und danach ein Referat über diesen Schwerpunkt auszuarbeiten. Denkbar wäre aber auch, dass der Schüler mit Hilfe der Website hochschul-kompass.de/studium.html die verschiedenen Studieninhalte seines Interessensbereichs vergleicht und so zu einem persönlichen Favoriten kommt. Weitere einwöchige Praktika oder Informationsveranstaltungen böten sich ebenso an. Typ A hat aus verschiedenen Gründen noch keinerlei Berufswahl vorstellung. Mit ihm könnte man durch das Ausschlussverfahren Interessenschwerpunkte erarbeiten, bzw. über Interessensund Kompetenztest, die vom Arbeitsamt oder anderen Organisationen, wie z.b. von angeboten werden, den Berufsfindungsprozess forcieren. Begleitend zu diesen Gesprächen sollen in den Unterrichtsstunden die Themen angesprochen, bzw. Veranstaltungen besucht werden, die prinzipiell für alle Schüler von Interesse sein dürften. Denkbar wäre ein Besuch an einer Hochschule am Tag der offenen Tür, der Bildungsmesse Horizon, Berufs- und Studienmessen bzw. Themenvorträge mit Schwerpunkt Bachelor und Master, Bolognaprozess oder zum Bachelor-Master-Creditpoint System. Der Rückgriff auf die Vortrags- und Beratungsangebote der Bundesagentur für Arbeit wie auf Referenten von Fachhochschulen oder Universitäten zum Thema Bachelor-Master Abschlüsse usw., zeigt das Grundmuster des modular organisierten Konzepts zur Berufs- und Studienorientierung auf, das nach den Herbstferien beginnt. Durch das Heranziehen von kompetenten und überzeugenden Referenten zu den drei Bereichen Selbsterkundung, Information und Skilltraining soll ein Angebot von verschiedenen Modulen geschaffen werden, das möglichst jedem Schülerinteresse gerecht werden kann. Die beteiligten Schüler der Q11 wählen dabei selbst aus, welche Module sie interessieren bzw. sie in ihrem Studien- und Berufsorientierungsprozess voranbringen. In den sechs Wochen zwischen Herbst- und Weihnachtsferien müssen die Schüler eine bestimmte Anzahl von Modulen belegen. Somit wird verhindert, dass sie mit Inhalten konfrontiert werden, die sie zu ihrer persönlichen Studienfindung nicht benötigen. Gerade diese Besonderheit wurde in den Evaluations-Feedbackbögen im Nachhinein äußerst positiv bewertet. Die beteiligten BuS-Lehrer nämlich stellten fest, dass deshalb die die Module besuchenden Schüler deutlich höher motiviert waren, als bei den vorher stattfindenden, für alle verpflichtenden, Plenumsveranstaltungen. Das separate Feedback der Referenten war dahingehend ebenfalls entsprechend positiv. Das Modulangebot des Theresien-Gymnasium Ansbachs soll exemplarisch zeigen, welche Module angeboten werden können bzw. möglich sind: BuS Module Theresien-Gymnasium Ansbach Career Management - Wie plane ich meine Karriere? Was kann ich eigentlich? Interessen und Begabungstest am PC. Der von der Stiftung Warentest ausgezeichnete BORAKEL Test hilft euch vielleicht bei eurer Entscheidung! Auftreten und Auftrumpfen im Bewerbungsgespräch Ich weiß schon, was ich studieren will, aber reichen meine Fähigkeiten dazu? Das Duale Studium: Studium und Ausbildung auf einmal! Assessment Center einmal selbst erleben! Modern Recruitment: Wie Großunternehmen ihre Human Resources beschaffen und wie man sich dabei gegen Mitbewerber durchsetzen kann. Intelligenztests kann man üben! - Einstellungstests im Assessment Center Business-Knigge: Mit guten Umgangsformen und optimaler Körpersprache mehr Erfolg im Beruf. Bewerbungsschreiben und Lebenslauf Besprechung eingereichter Beispiele Studium oder Beruf? Das BIZ hilft weiter Möglichkeiten der Studienfinanzierung: Bafög, Studiendarlehen und Stipendien Zu jedem Themenkreis wurde ein geeigneter Experte als Referent gefunden und die anfallenden Termine mit den Schülerwünschen koordiniert. Über die Weihnachtsferien haben die Schüler dann Zeit eine Präsentation zu einem Studien- und Berufsbereich auszuarbeiten, an welchen sie sich idealerweise durch die gewählten Module weiter angenähert haben. Hierfür müssen sie die Modularisierung des Studiengangs in Lern in halte, Besonderheiten der Hochschule vor Ort sowie eine voraussichtliche Budgetplanung vorbereiten. Sowohl die Präsentation, als auch die Berichte bzw. Protokolle aus den besuchten Modulvortrags veranstaltungen finden sich dann im BUS-Portfolio wieder. Nutzt man die eingeräumten organisatorischen Spielräume aus, gelingt die Individualisierung der Berufsund Studienorientierung in einem hohen Maße und sorgt so für eine große Zufriedenheit der teilnehmenden Schüler, Lehrer und Referenten, was dazu führt, dass Ideen für neue Veranstaltungen von allen drei Gruppen eingebracht werden und so nach und nach die Quantität und Qualität der Module weiterentwickelt werden kann. Jörg Lippert, Theresien-Gymnasium Ansbach Basiswissen für das 21. Jahrhundert Mitteilungen Nr

16 Modellversuch am Deutschhaus-Gymnasium hat sich etabliert Schülerakademie Kommunikation Information - Organisation: SAKIO Seit dem Schuljahr bietet das Deutschhaus-Gymnasium eine völlig neuartige Alternative sowohl zum herkömmlichen Schulunterricht in der Oberstufe als auch zu den bisherigen Formen des Frühstudiums. Der Übergang von der Schule zur Hochschule stellt eine deutliche Zäsur im Bildungsgang jedes Einzelnen dar. Immer wieder treten dabei Probleme mit dem Wechsel oder dem Abbruch eines Studienganges auf. Das Deutschhaus-Gymnasium hat eine Kombination von schulischen und universitären Lehrprogrammen für den Übergang vom Gymnasium zu Universität entwickelt. Der Übergang wird so zeitsparend und effizient gestaltet und begleitet. Die Schülerakademie SAKIO fasst beide Seminarfächer und ein zweistündiges Profilfach zusammen (Leitfach: Wirtschaft und Recht). Externer Partner sind der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftinformatik an der Universität Würzburg und die Organisation europafels, die länderübergreifende Initiativen zur Schulentwicklung organisiert und fördert (www.europafels.eu). Mit dem Fach Wirtschaftsinformatik werden Kenntnisse erworben, die befähigen Ablaufprozesse in Praxen, Kanzleien oder Unternehmen effizienter und rationeller zu gestalten und diese damit erfolgreicher zu führen. Bewerben (auch in den Folgejahrgängen) können sich Schülerinnen und Schüler der 10ten Jahrgangsstufe am Gymnasium, die sich im Berufsleben verantwortliche Positionen in den unterschiedlichsten Berufen vorstellen können, dafür Kompetenzen in der Organisation strukturierter Abläufe erwerben und dabei schon einmal die Universität näher kennen lernen wollen. Ihre schulischen Leistungen sollten keine Zweifel an der Eignung für die gymnasiale Oberstufe aufwerfen, die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt. In der Schülerakademie werden Unterrichtsstunden in der Schule durch Lehrveranstaltungen an der Universität ersetzt, also in die Belegpflicht des Gymnasiums eingerechnet. Dabei werden dort erbrachte Leistungen sowohl als Notenpunkte in die Abiturleistungen als auch als credit points für einen eventuellen Bachelorstudiengang eingebracht, eine Doppelbelastung wie bei einem herkömmlichen Frühstudium wird so vermieden. Die Schülerakademie setzt auch auf moderne Lehrmethoden über elearning und erlaubt so eine hohe Flexi Mitteilungen Nr. 198

17 bilität in der Arbeitsweise (in der Schule oder zu Hause). Vorlesungen werden in Übungen durch einen eigenen Schüler- Tutor des Lehrstuhls wie durch eine Fachlehrkraft für Wirtschaft und Recht am Deutschhaus-Gymnasium (Herr Goldfuss), also in der Schule selbst betreut. Dadurch und auch durch die Nutzung von elearning wird Unterrichtsausfall vermieden und gewährleistet, dass die Schüler bei diesem durchaus anspruchsvollen Projekt gezielt begleitet werden. Im Rahmen des W Seminars muss wie in anderen Seminaren auch eine Seminararbeit erstellt werden, die unter dem Leitfach Wirtschaft und Recht läuft. Die Themenstellung und Beratung liegt in der Verantwortung einer Lehrkraft des DHG, genau wie die Durchführung der Berufs und Studienorientierung im Zuge des P Seminars. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen einen Einblick in die Arbeitstechniken der Universität und damit mehr Sicherheit in ihrem Entscheidungsprozess für ihren weiteren beruflichen Werdegang. Die Inhalte der Schülerakademie stellen Gelenkwissen dar, die Betonung liegt nicht auf vorzeitiger Spezialisierung. Vielmehr entstehen Anknüpfungspunkte für lebenslanges Lernen in verschiedenartigen Sachzusammenhängen. Die Auseinandersetzung mit persönlichen Fähigkeiten und beruflichen Anforderungen ist ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung von Selbstkompetenz. Erste Erfahrungen: Nachdem der erste SAKIO Jahrgang verabschiedet ist und der zweite nun auf das Abitur zusteuert, kann eine erste Zwischenbilanz gezogen werden. Bei allen universitären Klausuren haben die Schüler gleich gut oder besser als die Regelstudenten abgeschnitten. Das liegt sicher auch daran, dass die Schüler nur eine (in 11/2 zwei) Prüfungen und damit nicht das volle studentische Programm absolvieren. Es zeigt aber auch, dass motivierte und interessierte Schüler der 11ten Klasse in der Lage sind, die gestellten Anforderungen zu erfüllen. Sich mit älteren bzw. Studenten aus höheren Semestern zu messen, ist dabei zusätzlicher Ansporn. Von den 28 Schülerinnen und Schülern der ersten beiden Durchläufe und auch in Zukunft werden sicher nicht alle der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik in ihrem Studium treu bleiben. Fest steht aber schon jetzt, dass das Projekt für alle ein Gewinn war, reich an Erfahrungen und nützlichen Inhalten, wobei Projektmanagement und das Arbeiten mit SAP business by design sicherlich hervorzuheben sind. Nicht zuletzt gilt auch für mich, der ich die ersten beiden Jahrgänge betreuen durfte, dass das Arbeiten mit neugierigen, motivierten Schülern an fachlich herausfordernden Inhalten eine besonders erfüllende Aufgabe für einen Gymnasiallehrer darstellt. Am 25. Juni 2012 gratulierte die Präsidentin von europafels, Frau Magdalena Baur im Rahmen einer Feierstunde bei einem gemeinsamen Mittagessen den ersten Absolventen der Akademie und ihren Betreuern zu den herausragenden Ergebnissen (Foto). Oliver Goldfuss Deutschhaus-Gymnasium Würzburg Die Übersicht bietet einen Einblick in die Struktur und die Inhalte der Schülerakademie SAKIO. 1. Semester WS 2. Semester SS 3. Semester WS Profilfach Einführung in die Wirtschaftsinformatik (e-vorlesung) 2 Anwendungsorientierte Informatik (e-vorlesung) Logistische Aufgaben und Prozesse (e-vorlesung) Projektmanagement (Vorlesung Sanderring) W-Seminar Übung zur Einführung in die Wirtschaftsinformatik 2 Übung zur Anwendungsorientierten Informatik 2 Übung zur Vorlesung 2 P-Seminar Berufs- und Studienorientierung (rein schulisch) 2 Übung zum Projektmanagement 2 Geschäftsprozesse in Unternehmen (Betriebswirtschaftliches Praktikum) 2 Summe WS Im Profilfach wird das vierte Semester auf das dritte vorgezogen, es verbleibt also dann mehr Zeit für die Abiturvorbereitung Mitteilungen Nr

18 Profilfach angewandte Informatik Wirtschaft und Recht Das Profilfach ist für Gymnasien ohne wirtschaftswissenschaftlichen Zweig gedacht, wo lehrplanmäßiger Wirtschaftsunterricht nur zweistündig in den Jahrgangsstufen 9-12 stattfindet und das Fach Wirtschaftsinformatik fehlt. Diese Schüler sollten die Möglichkeit bekommen, ihre wirtschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen und ihre Fähigkeiten bei der Nutzung von Standardsoftware zu erweitern. Durch den zusätzlichen Kurs kann die Schule die Präsenz des Faches Wirtschaft in der Oberstufe ausbauen. Vorgehensweise Am Beispiel eines kaufmännischen Angestellten, der sich selbstständig macht und ein Unternehmen (Velo GmbH) gründet, das mit Fahrrädern handelt, werden einerseits wirtschaftliche Fragestellungen und andererseits der Einsatz von Standardsoftware (Tabellenkalkulation und Datenbank) vertieft. Nach der Kapitalbeschaffung und den folgenden Anfangsinvestitionen kann man das erste Inventar und die erste Bilanz der Velo GmbH mittels der Tabellenkalkulation erstellen. Im folgenden Geschäftsjahr werden einfache Buchungen auf Bestands- und Erfolgskonten durchgeführt. Zunächst wird in traditioneller Weise auf Konten gebucht, eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz aufgestellt. Nach Erlangung von Grundkenntnissen zur Buchhaltung, kommt die Finanzbuchhaltung fibulearn zum Einsatz. Es werden am Computer die relevanten Soll- und Habenbuchungen vorgenommen. Nun liegt die zweite Bilanz der Unternehmung vor. Auf der Basis der Bilanzdaten von zwei Jahren wird mit Hilfe der Tabellenkalkulation ein Bilanzanalyseprogramm erstellt. Für zwei Jahre werden folgende Bilanzkennziffern berechnet: Finanzierung, Investierung, Konstitution, Liquidität I, Liquidität II, Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität. Anhand der Kennziffern erfolgt die Beurteilung der Unternehmensentwicklung. Danach besucht der Inhaber Rudi Altig eine Fortbildung zum Thema Einführung in Datenbanken, da er in der Zukunft seine Lieferdaten und Verkaufsdaten in einer Datenbank erfassen möchte, um dann relevante SQL-Abfragen durchzuführen. Eine entsprechende Datenbank wird entwickelt. Die Überlegung, im europäischen Ausland eine Verkaufsfiliale zu eröffnen, führt zu dem Problemfeld der Investitionsrechnung. Mit Hilfe der Tabellenkalkulation werden verschiedene Investitionsalternativen mittels verschiedener Methoden der Investitionsrechnung (Kosten- und Gewinnvergleichsrechnung, Kapitalwertmethode, Methode des internen Zinsfußes, Vermögensendwertmethode, Annuitätenmethode) beurteilt. Anhand der unterschiedlichen Ergebnisse werden die Grenzen der Investitionsrechnung aufgezeigt. Ein Zulieferer, der einen bestimmten Fahrradtyp herstellt, möchte die Geschäftsprozesse, die bei der Montage des Fahrrades auftreten, genauer ananlysieren. Die Geschäftsprozesse werden mittels eines Petri- Netzes analysiert und modelliert. Mit Hilfe der Software hpsim wird das Petri-Netz zu einem anschaulichen Simulationsprogramm weiterentwickelt. Bei der Simulation kann man Schwachstellen im Geschäftsprozess erkennen z.b. zu langsame Montage einzelner Räder. Durch eine zusätzliche Montagestelle zur Räderfertigung wird dieses Problem beseitigt. Die Verbesserung kann über das Simulationsprogramm veranschaulicht werden. Die nächste Überlegung bezieht sich auf die Finanzierung der zusätzlichen Investition. Hier kann man der Frage nachgehen, inwieweit die Kapazitätserweiterung durch Abschreibungen finanziert werden kann. Mittels der Tabellenkalkulation wird nun eine Anwendung zum Lohmann-Ruchti- Effekt erstellt. Um die volkswirtschaftlichen Auswirkungen von Investitionen darzustellen, wird mit der Tabellenkalkulation ein Simulationsprogramm zum Multiplikatoreffet entwickelt. Investitionen führen zur Entstehung von Faktoreinkommen und erhöhen das BIP. Nun ist es nahe liegend, verschiedene Konjunkturindikatoren mit der Tabellenkalkulation in Grafiken umzusetzen, um dann Konjunkturverläufe zu analysieren. Hinsichtlich der gesellschaftlichen Auswirkungen der Informationstechnologie wird anschließend der Einfluss moderner Technologien auf den Arbeitsmarkt untersucht und in diesem Kontext die grundsätzlichen Einflussfaktoren der Arbeitslosigkeit diskutiert. Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Informationstechnologie betreffen auch das Problem Datenschutz. Als Einstieg in das Thema Datenschutzrecht wird die Datenbank Gläserner Bürger erstellt, um dann grundsätzliche Regelungen des Datenschutzes zu besprechen. Am Ende wird zur Verwaltung der Mitarbeiterdaten der Velo GmbH eine Personaldatenbank mit relevanten SQL-Abfragen aufgebaut. Die für die Durchführung des Profilfaches notwendigen Informations- und Arbeitsblätter sowie fertige Anwendungen findet man im Internet unter Lehrplan - Profilfach angewandte Informatik Wirtschaft/Recht. Für weiteren Informationsbedarf steht Herr Weber gerne zur Verfügung. H-S- Er bietet auch 1-tätige Fortbildungen (RLFB) zu diesem Profilfach an. Ziele Das Profilfach soll die informationstechnische Bildung der Schüler und Schülerinnen am Beispiel wirtschaftlicher Inhalte erweitern Zusammenhänge und Querverbindungen zwischen informationstechnischen, volks-, betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen aufzeigen und die Schüler und Schülerinnen in die Lage versetzen, ein sachgerechtes Urteil zu fällen analytisches, kausales und finales Denken, rationelles Arbeiten und entscheidungsorientiertes Verhalten fördern zu selbstständiger Arbeitsweise, zu Teamund Kooperationsfähigkeit erziehen durch den Umgange mit dem Computer (Hardware und Standardsoftware) das Hineinwachsen in die moderne Arbeitswelt erleichtern das Verständnis der modernen Arbeitswelt fördern Überblick zu den Inhalten 1. Einsatz der Informationstechnik bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen Gründung des Unternehmens Velo (Inventar/Bilanz) Einblick in die Finanzbuchhaltung (fibulearn) Bilanzanalyse mithilfe der Tabellenkalkulation z.b. Excel Festlegung eines Eingabebereichs für Bilanzdaten Definition der Ausgabebereiche: Bilanzblöcke Bilanzkennziffern Beurteilung der Unternehmensentwicklung mithilfe des selbst erstellten Bilanzanalyseprogramms Informationswirtschaft in der Unternehmung (Überblick) Mitteilungen Nr. 198

19 Aufbau und Auswertung von relationalen Datenbanken mithilfe eines Datenbankmanagementsystems z.b. ACCESS oder open office Grundüberlegungen zur Datenmodellierung Aufbau von Datenbanken zu betrieblichen Funktionsbereichen Absatz, Beschaffung Eine Datenbank zum Personalwesen wird am Ende von 12/2 modelliert. Abfragen an den Datenbestand mithilfe der Abfragesprache SQL Investitionsrechnung mithilfe der Tabellenkalkulation z.b Excel Überblick über Arten der Investitionsrechnung Statische Investitionsrechnung: Kosten- und Gewinnvergleichsrechnung Dynamische Investitionsrechnung: Zinseszinsrechnung Kapitalwertmethode Methode des internen Zinsfußes Vermögensendwertmethode Annuitätenmethode Grenzen der Investitionsrechnung Simulation eines Geschäftsprozesses (Fahrradmontage) Darstellung mit einem Petri-Netz Umsetzung des Petri-Netzes mit HPSim (Simulationsprogramm) Simulation zur Finanzierung aus Abschreibungen mithilfe der Tabellenkalkulation z.b. Excel BIPreal-Löhne 2. Einsatz der Informationstechnik bei volkswirtschaftlichen Fragestellungen Simulation zum Multiplikatorprozess mithilfe der Tabellenkalkulation z.b. Excel Konjunkturanalyse mithilfe der Tabellenkalkulation Veranschaulichung von Früh-, Spät- und Präsensindikatoren mithilfe von Grafiken Neue Technologien und Arbeitsmarkt Einflussfaktoren der Arbeitslosenquote 3. Informationstechnik und rechtliche Fragestellungen Aufbau einer Datenbank zum Gläsernen Bürger Risiken der Informationstechnik Datenschutzrecht als Risikoausgleich Harald Weber Mitteilungen Nr

20 Kompetenzorientierung ja - aber wie? Immer stärker wird die Forderung nach einem kompetenzorientierten Unterricht. Grund dafür ist unter anderem, dass Arbeitgeber bei der Auswahl von Mitarbeitern nicht nur Wert auf das Fachwissen der Bewerber legen, sondern auch diverse Kompetenzen fordern. Gerade unter dem Aspekt der Berufsvorbereitung sollte unser Fach auf die Vermittlung von Kompetenzen ausgerichtet sein. Doch was bedeutet dies für die Gestaltung des Unterrichts? Oft fehlen konkrete Ansätze für das unterrichtspraktische Handeln. Dieser Artikel soll beispielhaft Möglichkeiten aufzeigen, wie kompetenzorientierte Aufgabenstellungen im Rechtsunterricht der 11. Jahrgangsstufe gestaltet sein können. Es stellt sich zunächst die Frage, was explizit unter dem Modewort Kompetenzorientierung zu verstehen ist. Im Fach Wirtschaft und Recht kann sie als Nutzen- und Handlungsorientierung interpretiert werden. 1 Statt der Vermittlung zweckfreier Bildungsinhalte sollen die Inhalte vielmehr in Bezug auf eine grundlegende ökonomische und Tabelle: Übersicht über Kompetenzen in 11.4 und 11.5 Kompetenzen rechtliche Bildung verwertbar und anwendbar gemacht werden. Dies zeigt sich im Abitur beispielsweise in Aufgabenstellungen, die stark materialbasiert sind. Beispiel eins zeigt eine solche Aufgabe, bei der sich der Sachverhalt in verschiedenen Darstellungen versteckt. Hierdurch sollen die Jugendlichen ihre Flexibilität in Bezug auf die Anwendung ihres Wissens unter Beweis stellen. Sie müssen zunächst den Zusammenhang zwischen den Fakten herstellen und mit ihrer Kenntnis über das Abstraktionsprinzip in Verbindung bringen. Welche einzelnen Kompetenzen vermittelt werden sollen bleibt im Unklaren. Für einige Fächer wie Mathematik wurden schon verbindliche KMK-Bildungsstandards festgelegt, die mehr Aufschluss über die zu fördernden Kompetenzen geben. In Wirtschaft und Recht fehlen solche konkreten Vorgaben. Es können jedoch diverse Richtlinien herangezogen werden, um Hinweise auf geforderte Kompetenzen zu finden. Untenstehende Tabelle gibt einen Überblick über eine mögliche Kompetenzauswahl für die Lehrplankapitel 11.4 und Dazu wurde eine in der Literatur gängige Einteilung in Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen gewählt. Hat man für eine Unterrichtssequenz bestimmte Kompetenzen ausgewählt, bleibt die Frage, durch welche Unterrichtsgestaltung diese bei den Schülern aufgebaut werden können. Sicher müssen dazu nicht immerzu komplexe, materialbasierte Aufgaben, wie in Beispiel 1, entworfen werden. Vielmehr können auch kleine Veränderungen den Unterricht auf die Vermittlung von Kompetenzen ausrichten. Beispielsweise können schon vorhandene Routineaufgaben zu kompetenzorientierten Aufgabenstellungen umgestaltet werden. Durch eine Variation der Aufgabenstellungen müssen die Schüler ihr Wissen stets in unterschiedlicher Weise anwenden. Auch das Einbauen von Handlungselementen kann zur Förderung einzelner Kompetenzen beitragen. 2 Ferner spielt die Wahl der Sozialform eine Rolle. Immer dann, wenn die Selbstständigkeit gefördert werden soll, ist es trivialer- Richtlinien Fachkompetenzen Überblick über Straftheorien, Voraussetzungen der Strafbarkeit, Grundsätze der Strafzumessung, Zusammenhang von Schuld, Strafe und Gerechtigkeit Systematik und Aufbau des BGB, Juristische Arbeitstechniken, Subsumtion, Abstraktionsprinzip, Einzelne Schuldverhältnisse LP 11.4 LP 11.5 Methodenkompetenzen Lesekompetenz EPA Recht, Fachprofil, LP 11.4 Lebenssachverhalte in rechtliche Zusammenhänge einordnen EPA Recht Erlernen und Anwenden von juristischen Arbeitstechniken EPA Recht Angemessene Dokumentation und Präsentation von Sachverhalten und Falllösungen LP 11.5, EPA Recht Selbstkompetenzen Selbstständigkeit Jahrgangsstufenprofil, LP 11.5 Urteilskompetenz EPA Recht, Fachprofil, LP Sozialkompetenzen Achtung und Respekt vor der Würde, Persönlichkeit und Meinung anderer Team- und Kommunikationsfähigkeit Jahrgangsstufenprofil, EPA Recht Jahrgangsstufenprofil, EPA Recht Mitteilungen Nr. 198

21 Beispiel 1 Das Hochzeitsgeschenk Andreas Illig plant mit seinen Freunden ein ganz besonderes Hochzeitsgeschenk. M 1 himmlischegeschenke.org Das perfekte Hochzeitsgeschenk! Lassen Sie wunderschöne Herzluftballons in den Himmel steigen. Jeder Ballon ist mit einer Grußkarte versehen. Hier kann jeder Hochzeitsgast seine Glückwünsche notieren. Nur 125 Euro (inkl. Versand + MwSt.) Das Paket beinhaltet: Ballongas (Die 10l-Gasflasche und das Füllventil werden kostenlos zur Verfügung gestellt.) Herz-Ballons Ballon-Schnüre Grußkarten M 3: SMS vom M 2 Von: Datum: 30. Juli :00:36 MESZ An: Betreff:himmlischegeschenke.org - Bestätigung Ihrer Bestellung Vielen Dank für Ihre Bestellung Herr Andreas Illig, Ihr Auftrag ist in unserem Warenlager eingetroffen. Ihr Paket wird nun von unserem himmlischegeschenke.org- Team zusammengestellt und zur Lieferung vorbereitet Ihre Termine: Liefertermin : Freitag, Abholtermin : Montag, Zahlungsweise: Zahlung per Bankeinzug (Konto: , Inhaber: Andreas Illig, Zahl Bank, BLZ ) Ihre Rechnungs- / Lieferadresse Name : Andreas Illig Straße : Sandweg 32 PLZ/Ort : Bamberg Mit himmlischen Grüßen Ihr himmlischegeschenke.org-team Aufgaben: 1. Zeigen Sie, dass zwischen Herrn Illig und himmlischegeschenke.org ein Kaufvertrag über die Ballons mit Ballongas, Schnüren und Grußkarten zustande gekommen ist. Erklären Sie anhand des Sachverhalts die Bedeutung des Abstraktionsprinzips. (M 1 - M 3) 2. Erläutern Sie, welches Schuldverhältnis in Bezug auf die Gasflasche und das Füllventil entstanden ist und beschreiben Sie, welche Pflichten hieraus entstanden sind. (M 1) weise sinnvoll, den Fokus auf die Schülerorientierung zu legen und weniger lehrerzentriert zu arbeiten. Dies kann beispielsweise durch eine Einzelarbeit geschehen. Zur Förderung der Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit ist es sinnvoll, die Schüler zusammenarbeiten zu lassen, beispielsweise in Form von Gruppen - oder auch Partnerarbeiten. Die folgenden Beispiele zeigen mögliche kompetenzorientierte Aufgabenstellungen. Eine typische Standardaufgabe zum Thema Schadensersatz zeigt Beispiel 2. Die Aufgabenstellung als nicht kompetenzorientiert zu missbilligen ginge zu weit. Schließlich werden hier zum einen Sachkompetenzen zum Themengebiet des Schadensersatzes geprüft. Zum anderen müssen die Schüler ihre methodische Kompetenz in Bezug auf die Beherrschung juristischer Arbeitstechniken unter Beweis stellen. Dennoch gibt es Möglichkeiten die Aufgabe umzugestalten und somit auf weitere Kompetenzen auszurichten. Eine Option ist, eine andere Art von Antworttext zu fordern. Beispiel 3 beinhaltet zwar den gleichen Fall, allerdings ist die Art des Textes modifiziert. Bei dieser Aufgabe ist ebenfalls eine begründete Falllösung gefragt. Diese soll jedoch nicht in der gewohnten Form des Gutachtenstils dargestellt, sondern als adressatengerechte Antwort formuliert werden, die in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift abgedruckt werden könnte. Dadurch müssen die Schüler beweisen, dass sie das Gelernte auch so erklären können, dass es Leser dieser Zeitschrift verstehen können. Hierbei wird die Flexibilität der Schüler gefördert. Das selbstständige Arbeiten wird hier intensiver geschult als bei der routinemäßigen Falllösung. Bei dieser Art der Aufgabenstellung Mitteilungen Nr

22 Beispiel 2 Prüfen Sie im Gutachtenstil, ob Paula von David Ersatz für die Kosten der Brillenreparatur verlangen kann. (M 4) Beispiel 3 Verfassen Sie einen Antwortkommentar, der in der nächsten Ausgabe von Ratgeber Recht veröffentlicht wird. Begründen Sie Ihr Ergebnis juristisch fundiert. (M 5) Beispiel 4 Prüfen Sie, ob Paula von David Ersatz für die Kosten der Brillenreparatur verlangen kann. Stellen Sie Ihren Lösungsweg auf einer Folie durch eine Graphik übersichtlich dar. (M 4) Beispiel 5 Prüfen Sie im Gutachtenstil, ob Paula von David Ersatz für die Kosten der Brillenreparatur verlangen kann. (M 4) Begründen Sie, inwiefern der Vorfall sowohl das Zivilrecht als auch das Öffentliche Recht betrifft und beschreiben Sie diese Bereiche. (M 4, M 6) Führen Sie eine Normenanalyse des 303 I StGB durch. (M 6) M 4 David ist begeisterter Inlineskater. An einem schönen Sonntagnachmittag fährt er in der Augsburger Fußgängerzone und saust immer wieder knapp an schlendernden Fußgängern vorbei. Pech hat er allerdings, als er die Rentnerin Paula überholen will, die mit ihrem Pinscher spazieren geht. Diese bückt sich nämlich gerade in dem Augenblick zu ihrem Hund hinunter, als David zum Überholen angesetzt hat. David kann nicht mehr ausweichen und reißt die Rentnerin um. Dabei zerbricht ein Glas von Paulas Brille. ist zudem die Lesekompetenz stärker gefordert. Die Schüler müssen die für den Fall wichtigen Informationen aus dem Text herausfiltern. Je nach Themengebiet können unterschiedliche Antwortstile gefragt werden. Denkbar wäre auch das Formulieren eines Wikipedia-Artikels, eines Briefes bzw. einer , eines Gesprächs oder Zeitungsartikels. Die übliche Form der Darstellung kann auch geändert werden, indem die Antwort nicht in einem Text verfasst werden soll, sondern beispielsweise, indem eine Falllösung möglichst kurz und übersichtlich graphisch dargestellt werden soll (s. Beispiel 4). Das Ausformulieren einer Falllösung dauert meist recht lange und ist im Unterricht nicht durchgängig durchführbar. Trotzdem ist es wichtig, dass die Schüler Lösungen für einige Fälle als Hefteintrag haben, um daraus für Klausuren und das Abitur lernen zu können. Gerade deshalb ist ein alternatives Festhalten von Falllösungen sinnvoll. Wird den Schülern die Möglichkeit gegeben, die Aufgabe in Partner- oder Gruppenarbeit durchzuführen, können sie verschiedene Darstellungen abwägen und beurteilen. Hierdurch werden soziale Kompetenzen sowie die Urteilskompetenz in Bezug auf die verschiedenen Darstellungsalternativen gefördert. Das Aufzeigen der Lösung in einer Graphik erfordert bestimmte Arbeitsweisen. Die Schüler müssen sich auf das Wesentliche beschränken und sauber arbeiten. Im Anschluss an die Gruppenarbeit müssen die Schüler ihre Präsentationsfähigkeit unter Beweis stellen. Nach den Vorträgen kann wiederum die Urteilskompetenz gefördert werden, wenn die Schüler die Möglichkeit erhalten, über die verschiedenen Darstellungen der Gruppen zu diskutieren. Eine weitere Variation in der Aufgabenstellung kann erreicht werden, indem die Fragestellung umgekehrt wird. Die Schüler sollen also nicht zu einem vorhandenen Fall den Schadensersatzanspruch prüfen, sondern selbstständig Fälle entwerfen, in denen die Tatbestandsmerkmale des 823 BGB erfüllt bzw. nicht erfüllt sind, wodurch auch die Kreativität der Jugendlichen gefragt ist. Diese Aufgabe eignet sich für eine Gruppenarbeit. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Gruppen nach Erstellung der Fälle diese untereinander austauschen und bearbeiten. Die Gruppe, die die Aufgabe erstellt hat, kann die Lösung dann berichtigen. Handlungsorientierter wird diese Aufgabe, wenn der Fall als Rollenspiel vorgespielt wird. Der beschriebene Ausgangsfall eignet sich auch gut, um nochmals Kompetenzen aus den vorherigen Lehrplanbereichen aufzugreifen sowie das vernetzte Denken zu fördern. Beispiel 5 kombiniert das Privatmit dem Strafrecht. Dazu benötigen die M 5 Ratgeber Recht Fall des Monats: Ich war letzte Woche mit meinen Inlineskates in der Fußgängerzone unterwegs. Ich muss zugeben, dass ich die Fußgänger schon etwas genervt habe, da ich immer recht knapp an ihnen vorbeigefahren bin. Außerdem war ich nicht gerade langsam unterwegs. Aber ich habe ja nichts Verbotenes gemacht. Das Skaten in der Fußgängerzone ist erlaubt. Das Problem war nur, dass sich eine ältere Frau plötzlich zu ihrem Hund heruntergebeugt hat. Ich habe sie zuvor zwar gesehen, aber damit habe ich gar nicht gerechnet. Ich konnte nicht mehr ausweichen und habe sie angerempelt. Dabei ging ihr Brillenglas kaputt. Ich habe nun von ihrem Anwalt einen Brief bekommen, dass ich die Kosten für die Reparatur zahlen soll. Das kann doch nicht rechtens sein! Ich habe doch nichts Verbotenes getan. Muss ich wirklich die Kosten übernehmen? David D. (Augsburg) M StGB Sachbeschädigung (1) Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Schüler ihre Kenntnisse aus dem Lehrplankapitel Zudem müssen sie im Fall die rechtlichen Zusammenhänge erkennen und wiedergeben und die Fähigkeit zur Anwendung juristischer Arbeitstechniken in Bezug auf die Normenanalyse nachweisen (siehe Frage 3). Bei der Erstellung kompetenzorientierter Aufgabenstellungen sind der Kreativität des Lehrers keine Grenzen gesetzt. Es muss allerdings die Bereitschaft vorhanden sein, sich auf die neue Aufgabenkultur einzulassen. Gelingt dies, so kann der Unterricht sowohl für die Schüler als auch für den Lehrer bereichernd sein. Regina Landwehr 1 Vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (2011): Kontaktbriefplus Wirtschaft und Recht 2011, S. 2 index.asp?mnav=0&qnav=12&tnav= 1&INav=0&Pub= Vgl. Ciolek, Burkart (2011): Kompetenzorientierung fängt im Kleinen an. wpv Verbandsmitteilungen mit Fachartikeln, 2/2011, Nr. 195, S Mitteilungen Nr. 198

23 (Mehr)Werte für den Wirtschaftsunterricht Der folgende Artikel beruht auf meiner schriftlichen Hausarbeit im Zuge des zweiten Staatsexamens. Das Thema Werteorientierung im Wirtschaftsunterricht der Mittelstufe bearbeitete ich exemplarisch am Beispiel der Unterrichts ein heit des bayerischen Lehrplans: Ent scheidun gen beim Konsum. Im Anschluss an den Text finden Sie ausgewählte Praxisbeispiele und Abbildungen. Im Zuge der Finanzkrise und der sich daraus ergebenden Folgen für die Volkswirtschaften stellt sich im öffentlichen Diskurs immer stärker die Frage nach dem Zusammenhang von Wirtschaft und Werten. In seiner Streitschrift Empört Euch! bringt Stéphane Hessel zentrale marktwirtschaftliche Werte auf den Punkt, nämlich Geld und Konkurrenz. Dahinter steckt sowohl die Gewinn- und Nutzenmaximierung als auch der Wachstumsbegriff. Die Kritik der marktwirtschaftlichen Modelle unserer Zeit ist mittlerweile nicht mehr allein den üblichen Verdächtigen, wie Gewerkschaften und anderen politisch eher links anzusiedelnden Gruppierungen, zuzuschrei ben. Es melden sich männliche wie weibliche Politiker, Wissenschaftler, Manager und Bürger verschiedenster Couleur zu Wort, die die bisher geltenden Werte der Wirtschaft in Frage stellen. Prominentester und vielleicht sogar auffälligster Vertreter ist Alan Greenspan, US-Notenbankchef von Als Vertreter eines absoluten Glaubens an die Kräfte des freien Marktes und das Streben nach ewigem Wachstum, bekennt er bei der Befragung durch den US-Kongress zur Finanzkrise, dass dieser absolute Glaube falsch gewesen sei. Ein Glaube jedoch, der über Jahrzehnte in den Unterrichtsräumen und Hörsälen der industrialisierten Welt verbreitet wurde und weiterhin wird. Der Harvard-Professor Michael Sandel schreibt in seinem Buch What money can t buy: The moral limits of markets, er nähme die Tendenz wahr, dass unsere Gesellschaft zu einer Marktgesellschaft mutiert. Er betont, dass es nicht die Gesellschaft ist, die den Markt beeinflusst, sondern dass es eben genau umgekehrt ist und der freie Markt beginnt, die Regeln unseres Alltags zu bestimmen. Gerade im Schulalltag erleben wir dies als Lehrkräfte doch sehr deutlich, wenn es darum geht, Qualitätsstandards für Schulen im Allgemeinen und Optimierungssysteme für das operative Geschäft der einzelnen Schule im Speziellen einzuführen und umzusetzen. Die Gesellschaft übernimmt die Tools der Wirtschaft und Berater sowie ihren Fachjargon von Corporate Identity und Return on Investment nur zu gerne, aber vielleicht auch zu unreflektiert. Michael Sandel schreibt in seinem Buch nicht, dass diese Entwicklung hin zu einer Marktgesellschaft schlecht sei, sondern bietet uns hingegen Beispiele an, die uns diese Entwicklung hinterfragen lassen, um dann selbst zu entscheiden und in Bezug darauf handlungskompetent zu werden. Genau diesen Ansatz gilt es auch in einem werteorientierten Unterricht zu bedenken. Wir finden die Werte der Wirtschaft und ihre Modelle in unseren Lehrplänen wieder und vermitteln diese auch: In der neunten bzw. achten Klasse für den privaten Bereich der Haushalte, später dann gesamtwirtschaftlich betrachtet. Im Lehrplan ist aber auch schon ein Hinterfragen dieser Inhalte vorgegeben. So sprechen wir natürlich auch von nachhaltiger Entwicklung, den Tafelbilder zum Verantwortungsbegriff: Grenzen des Marktes und sozialer Gerechtigkeit. Trotzdem scheint es oft additiv, wie diese Aspekte im Unterricht behandelt werden. Der Wirtschaftsunterricht sollte den Schülerinnen und Schülern (SuS) zwei Dinge bieten: Werteorientierung und Werturteilsfähigkeit. Im Zuge des wichtigen Ziels der Handlungskompetenz, ins besondere im Wirtschaftsunterricht, ist die Werturteilsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Die SuS sollen befähigt werden, nicht nur als mündige BürgerInnen, sondern als mündige WirtschaftsbürgerInnen agieren zu können. Aufgabe der Lehrkräfte im Wirtschaftsunterricht muss es sein, den bisherigen Wertekanon in eine moralischere Richtung zu lenken und diese Werte in den Unterricht zu integrieren. Dies hat zur Folge, dass wir moralische Werte für die Wirtschaft definieren müssen und gleichzeitig verschiedene Werte (ob moralisch oder auch traditionell wirtschaftliche Werte) in Konkurrenz zueinander stellen müssen, um den SuS zu einer Mitteilungen Nr

24 Werturteilsfähigkeit zu verhelfen. Werte, die natürlich nicht neu sind, die wir aber vielleicht noch nicht als Ausgangspunkte für die Überlegungen unserer Unterrichtsplanungen herangezo gen haben, könnten beispielsweise die folgenden sein: Demokratie, Verantwortung, Gerechtigkeit, Respekt, Menschenwürde und viele mehr. Wir haben zwei Möglichkeiten mit diesen Werten umzugehen, zum Einen als Teil unseres gewöhnlichen Schullebens, durch offene Arbeitsformen und, ganz allgemein, unser Miteinander. Zum Anderen können wir, wie bereits erwähnt, einzelne Werte als Ausgangspunkt unserer Unterrichts pla - nung heranziehen. Ich plädiere dafür, in der neunten bzw. achten Klasse beginnend, den Wert der Verantwortung bereits im Zuge der ersten Unterrichtseinheit einzuführen. Dies kann ganz explizit geschehen und nicht hinter anderen Inhalten versteckt. Die Planung der Unterrichtseinheit könnte beispielsweise so erfolgen, dass die SuS erkennen, dass man unter Berücksichtigung des ausgewählten Wertes Mehrwerte für die Gesellschaft schaffen kann. Auf dieses Fundament kann immer wieder zurückgegriffen werden. Als ganz entscheidend empfinde ich dabei die Bedeutung vom Denken in Wirkungsketten. Meine Handlung, meine Entscheidung hat Folgen, nicht nur für mich, und diese sollten bei jeder Entscheidung, bei jeder Handlung mitgedacht werden. Durch das Kontrastieren von streben s- ethischen Ansätzen (wie die Maximierung des eigenen Glücks) und moralphilosophischen Ansätzen ( Mir geht es gut, wenn es auch allen anderen gut geht ) werden die Jugendlichen in eine Dilemmasituation gebracht, die es zu lösen gilt, wodurch wiederum ihre Werturteilsfähigkeit gefördert wird. An Möglichkeiten innerhalb unserer Themen bereiche mangelt es nicht, wir müssen uns lediglich die Zeit nehmen, unsere Inhalte aus einer Perspektive der Werthaltung zu betrachten und die Wirtschaft, die Gesellschaft, uns und unsere SuS im moralischen Denken herauszufordern. Nicole Kösters Beispiele aus dem Unterricht: Inhalt Material Ziel Ökonomisches Prinzip Verantwortungsbegriff Konsumverhalten Arbeit mit Literatur: Bsp. Heinrich Böll: Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral Bsp: Johne Donne: No man is an island Arbeit mit dem Computer: Fragebogen in MS - Excel ausfüllen und auswerten lassen. Über Literatur werden Emotionen geweckt. Schüler erkennen über die Geschichte, dass jeder Mensch unterschiedlich zufrieden sein kann und dass mehr nicht zwingend besser bedeutet. Man kann einen guten Bezug zur heutigen Debatte über die Wirtschaft herstellen. Das Gedicht unterstreicht die Verbundenheit der Menschheit miteinander und der Welt. Es handelt sich um ein sehr ausdruckstarkes Gedicht aus dem 17. Jahrhundert. Ausgehend vom Gedicht kann man konkrete Beispiele aus dem Alltag der SuS herausgreifen, um deutlich zu machen, wie unsere Handlungen miteinander in Zusammenhang stehen. Auch das Gedicht sorgt für das Einbeziehen von starken Emotionen. Werteorientierung funktioniert nicht ohne Reflexion. Durch das Ausfüllen eines Fragebogens über ihr eigenes Konsumverhalten bzw. ihr Wissen über bestimmte Produkte reflektieren die SuS ihre Handlungen. Durch das Auswerten der Daten und der Erstellung einer Statistik sehen die SuS schwarz auf weiß, wie verantwortungsvoll ihre Handlungen sind. Sie sollen lernen, sich selbst kritisch zu betrachten. Eine solche Statistik kann während der gesamten Unterrichtseinheit immer wieder aufgegriffen werden. Konsumverhalten Gegenüberstellung von Wollen und Tun Die Kontinuum-Methode kann gut verwendet werden, um Widersprüche oder klare Übereinstimmungen physisch deutlich zu machen. Bei der von mir durchgeführten Befragung hat sich in einem Fall gezeigt, dass das, was man für richtig hält, nicht immer das ist, wonach man sich bei seinen Handlungen richtet. Dies bietet eine sehr gute Grundlage für Diskussion und Reflexion Mitteilungen Nr. 198

25 Spieltheorie im Unterricht: eine Positionsbestimmung Manuel Friedrich, Didaktik der Ökonomie an der Universität Bayreuth Die Spieltheorie ist als Teil der Entscheidungstheorie in den Wirtschaftswissenschaften nicht mehr wegzudenken. An Universitäten wird sie selbst in ökonomischen Einführungsveran staltungen behan delt. Spieltheorie findet in verschiedensten Bereichen eine sinnvolle Anwendung, z B. beim Außenhandel, bei der Umweltpolitik, bei Auktionen oder der Frage nach der bestmöglichen Nutzung von Gemeineigentum. In der Schule hat die Spieltheorie im Gegensatz dazu bisher praktisch keine Bedeutung. Dass dies zu Unrecht der Fall ist, soll im Folgenden belegt werden. Das Gefangenendilemma Das Gefangenendilemma ist das klassische Beispiel der Spieltheorie. Es wird wie folgt beschrieben: Zwei Gefangene werden verdächtigt, gemeinsam eine Straftat begangen zu haben. Die Höchststrafe für das Verbrechen beträgt fünf Jahre. Sofern beide schweigen, ist der Staatsanwalt in der misslichen Lage, vor Gericht keine ausreichenden Beweise zu besitzen. Die beiden Gefangenen werden nun getrennt voneinander vernommen. Beim Verhör wird jedem vom Staatsanwalt ein Handel angeboten. Entscheiden sich beide zu schweigen, bleiben nur Indizienbeweise, die aber ausreichen, um beide für zwei Jahre einzusperren. Wenn einer gesteht, während der andere die Aussage verweigert, so kommt der Geständige, der damit sowohl sich als auch seinen Partner belastet, wegen einer Kronzeugenregelung ohne Strafe davon, während der andere sogar fünf Jahre absitzen muss. Gestehen beide die Tat, erwartet jeden eine auf vier Jahre reduzierte Gefängnisstrafe. Da die Gefangenen in getrennten Räumen verhört werden, besteht für sie weder vor noch während der Befragung die Möglichkeit, sich zu unterhalten oder miteinander abzusprechen. Die Frage lautet nun: Wie sollen sich die Gefangenen entscheiden? Sollen sie aussagen oder schweigen? Was ist Spieltheorie? In vielen Lebenssituationen müssen immer wieder Entscheidungen getroffen werden. Hierbei hat der Mensch als homo oeconomicus stets das Ziel der Nutzenmaximierung vor Augen. Um dieses Ziel zu erreichen, stellt die Spieltheorie ein wichtiges strategisches Instrument dar, auf dessen Grundlage Entscheidungssituationen analysiert werden können. Spieltheorie bedeutet, dass das Ergebnis einer Entscheidungsfindung abhängig ist von den vermuteten Entscheidungen weiterer Akteure. Was macht für das Fach WR den Reiz der Spieltheorie aus? Während bei vollkommenen Märkten die Strategie des einzelnen Individuums keine Rolle spielt, da sein Verhalten durch die Konkurrenz negiert wird, erlaubt es die Spieltheorie einem Akteur, den Nutzen durch ein strategisches Kalkül zu maximieren. Jeder Mitspieler weiß, dass die anderen Akteure ebenfalls versuchen werden, die Strategie der Beteiligten zu verstehen und in ihrer Strategie zu berücksichtigen. Prinzipiell trifft die Theorie der Spiele auf alle Situationen zu, bei denen von zwei oder mehreren Personen Entscheidungen getroffen werden müssen und das Ergebnis des Einzelnen von seiner jeweiligen Entscheidung abhängt. Da die Entscheidungsträger gewöhnlich unterschiedliche Interessen verfolgen und sich somit nicht einig sein werden, treten Konfliktsituationen auf, in denen Entscheidungen gefällt werden müssen. Die Denkprozesse, die zur Entscheidungsfindung führen, können mit Hilfe der Spieltheorie erklärt werden. Spieltheorie als Teil der Entscheidungstheorie In der Entscheidungstheorie werden mindestens zwei Handlungsalternativen benötigt, damit eine Wahl getroffen werden kann. Stellen wir uns einen Schirmhersteller vor, der darüber zu entscheiden hat, ob er im kommenden Sommer Sonnen- oder Regenschirme produzieren soll. Wenn Sie jetzt sagen, dass dies vor allem eine Frage der Temperaturen und der Regentage ist, haben wir ein typisches Problem der Entscheidungstheorie. [...] Wenn Sie aber sagen, dass es wesentlich darauf ankommt, was andere Wettbewerber anbieten werden, dann haben wir ein strategisches Entscheidungsproblem, oder anders gesagt, ein Problem für die Spieltheorie. (Ortmanns, S.71) Am Ende jeder Kombination von Handlungsalternativen steht ein Ergebnis, welches numerisch angegeben wird. Dies kann beispielsweise eine subjektive Nutzeneinschätzung oder eine objektive Gewinnermittlung sein und wird als Pay-off bezeichnet. Spieler 1 wird als Zeilenspieler und Spieler 2 als Spaltenspieler bezeichnet. Die erste Zahl gibt das Ergebnis für den Zeilenspieler und die zweite Zahl das Ergebnis für den Spaltenspieler an. Das oben beschriebene Gefangenendilemma wird auch als Paradoxon bezeichnet, da die individuell vernünftigste Entscheidung der Gefan genen (gestehen) und die kollektiv vernünf tigste Entscheidung (nicht gestehen) auseinanderfallen. Das sog. Nash-Gleichgewicht im Punkt ( 4, 4) scheint auf den ersten Blick unlogisch zu sein, wäre es doch für beide Spieler vor Mitteilungen Nr

26 teilhafter zu schweigen und damit jeweils nur zwei Jahre hinter Gitter zu wandern. Ein rationaler Spieler kann sich jedoch nicht für eine Aussageverweigerung entscheiden. Die Gefahr, durch ein Geständnis des anderen die eigene Situation mit fünf Jahren Gefängnis noch weiter zu verschlechtern, ist zu groß. Damit ist ein Geständnis beider Spieler das einzig logische Resultat, auch wenn das (Gleichgewichts-)Ergebnis global gesehen nicht paretooptimal ist, da durch Kooperation ein besseres Resultat erreichbar wäre. Welche Kompetenzen können mit der Spieltheorie im Unterricht erreicht werden? In einem didaktischen Seminar an der Universität Bayreuth haben sich einige Studierende mit der didaktischen Umsetzung spieltheoretischer Methoden im Unterricht beschäftigt. Unter der Vielzahl an fachlichen und überfachlichen Kompetenzen, die bei der Analyse spieltheoretischer Problemstellungen besonders gut erreicht werden können, sollen einige aufgelistet werden: Die Schülerinnen und Schüler erfahren durch eigene Anwendung, warum eine (pareto-)optimale Kooperation zwischen zwei Akteuren im Sinne eines Ge fangenen dilemmas verhindert wird. Dadurch erkennen sie den Nutzen von offener und verlässlicher Kommunikation und umfassenden Informationen. Die Schülerinnen und Schüler bewerten Handlungen auf Grundlage ihrer langfristigen Auswirkungen, da ihnen bewusst ist, dass Entscheidungen in vielen Fällen mit den gleichen Partnern wiederholt werden. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Notwendigkeit von Spielregeln (Akzeptanzbeitrag) für wirtschaftliche Aktivitäten: Sie können konkurrierende Zielvorstellungen aufeinander abstimmen und gemeinsam eine nachhaltige Lösung finden. Dadurch erweitern Sie ihre moralische Urteilsfähigkeit. Die Schülerinnen und Schüler erkennen den fächerübergreifenden Bezug der Spieltheorie zur Mathematik. Die Schülerinnen und Schüler legen eine stärkere Gewichtung ihres Handelns auf faires Verhalten, insbesondere bei der Nutzung von Gemeineigentum. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass spieltheoretische Problemstellungen auf privater, betriebswirtschaftlicher, aber auch nationaler und globaler Ebene auftreten. Sie können sie in ihrem Alltag erkennen und sind in der Lage, ihr Handeln daran auszurichten. Die Lernziele sind in hohem Maße fachlich orientiert, da ökonomische Bildungskategorien angesprochen werden, wenn Akteure ihren Nutzen unter Restriktions- und Unsicherheitsbedingungen zu maximieren versuchen. Dabei entwickeln die Schülerinnen und Schüler analytische und soziale Kompetenz, da sie sich in die Situation und die mögliche Strategie der anderen Mitspieler hineinversetzen müssen. Sie entwickeln Lösungsansätze (Problemlösekom petenz), erkennen Dilemmasituationen und müssen die Handlungsalternativen unter ethischen Gesichtspunkten bewerten. Dadurch erlangen sie die Einsicht, dass faires Verhalten sowie eine umfassende Kommunikation und Kooperation unerlässlich für eine (pareto-)optimale Lösung sind. An alltäglichen Beispielen sind die Schülerinnen und Schüler in der Lage, die gewonnenen Kompetenzen anzuwenden (Praxisrelevanz). Der Lehrplan lässt Spieltheorie im Unterricht zu Das Wort Spieltheorie findet sich im Bayerischen Lehrplan des Faches WR zwar lediglich als grün markiertes Additum im Kapitel 10.3 des WSG-W-Zweiges. Dabei ist der Einsatz des spieltheoretischen Instrumentariums, v.a. der Spielmatrix, an verschiedenen Stellen im Lehrplan auch ohne den expliziten Hinweis darauf problemlos möglich. Dies kann an einzelnen Beispielen aus dem Mittelstufenlehrplan des Faches WR gezeigt werden: In der neunten Jahrgangsstufe kann die Einführung in die Spielmatrix bereits bei der Behand lung des Zeitmanagements erfolgen, wenn Jugendliche ihr Freizeitverhalten in der Familie zu Lasten anderer ausdehnen, z. B. auf Kosten von Eltern oder Geschwistern. Ebenso lässt sich das Prinzip der Nachhaltigkeit beim Konsum besser verstehen, wenn die Nutzung von Gemeineigentum, z. B. der Weltmeere, der Regenwälder bzw. allgemein der Umwelt spieltheoretisch analysiert wird. Hier lässt sich sehr schön zeigen, dass es der Kooperation bedarf, um den langfristigen Gesamtnutzen zu maximieren. In der zehnten Jahrgangsstufe kann die Spieltheorie erklären, warum das konkrete Verhalten von Marktteilnehmern nicht das wünschenswerte Marktergebnis eines Gleichgewichtspreises erreicht. Duopolsituationen beschreiben die Situation zweier Anbieter, z. B. zweier Bäcker, Tankstellen, oder Eisdielen, die sich den Markt aufteilen und Entscheidungen über Preisanpassungen treffen müssen, was erhebliche Auswirkungen auf die Gewinnsituation des einzelnen Unter nehmens haben wird. Besonders fruchtbar lässt sich die Spieltheorie auch bei der Behandlung der Sozialen Marktwirtschaft einsetzten, wenn Tritt brettfahrerverhalten einzelner als Grundlage für die Notwen digkeit der Bereitstellung öffentlicher Güter, das Thema Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit oder der Begriff externer Effekte verstanden werden soll. Schließlich bietet auch das Thema Europa die Notwendigkeit, die Ziele der Europäischen Integration und das Mitteilungen Nr. 198

27 handelspolitische Verhalten der EU in der Weltwirtschaft spieltheoretisch zu beleuchten. So kann gezeigt werden, dass grenzüberschreitende Vereinbarungen (z. B. der Zollabbau, Umweltstandards, die Einführung eines gemeinsamen Währungsraumes) ein (pareto-)optimales Ergebnis liefert, das Abweichen einzelner Staaten von diesen Vereinbarungen aber für diese einen höheren Nutzen generieren würde (paretoinferiore Lösung), was wiederum die Notwendigkeit von Sanktionsmechanismen rechtfertigt. Unterrichtsbeispiel Das Fischerspiel Als besonders schönes Beispiel für den Einsatz der Spieltheorie hat sich im Unterricht das sog. Fischerspiel bewiesen. Es handelt sich um ein einfaches Modell der Überfischung der Weltmeere. Mehrere Akteure, z. B. Länder, legen bei gegebenem Fischbestand über mehrere Runden unabhängig voneinander die nationale Fangmenge fest. Aus dem Fischbestand am Ende einer Periode lässt sich der Bestand an Fischen zu Beginn der nächsten Periode berechnen, was der biologischen Regenerationsrate entspricht. Spieltheoretisch betrachtet handelt es sich beim Fischerspiel um ein Spiel mit Wiederholung und zunächst ohne Kooperation, wobei eine Kooperation zu einem langfristig optimalen Ergebnis führen kann. Die Möglichkeit, Beziehungen zwischen den einzelnen Ländern systematisch zu analysieren, macht die Anwendung der Spieltheorie so fruchtbar für den Bildungsprozess. Inwieweit Verträge zu bestimmten Bedingungen abgeschlossen werden, hängt wesentlich von vergangenen Erfahrungen, zukünftigen Erwartungen, der Glaubwürdigkeit der Partner, aber auch äußeren Zwängen ab. Auch verschiedene Handlungsweisen, wie Belohnung, Bestrafung, Kooperation oder Drohung, lassen sich erklären. Von ihrem Ansatz her sind wiederholte Spiele sehr komplexe Sachverhalte. Es gibt eine breite Vielfalt an Strategien, selbst wenn das Spiel nur wenige Male wiederholt wird. Neben der Planspielmethode besteht für den Unterricht auch die Möglichkeit, das Fischerspiel im Rahmen einer Fallstudie zu bearbeiten. Verschiedene Lösungsansätze ergeben sich aber ausschließlich durch Kooperation, z. B. durch Fischfangquoten oder Kontingente, durch Verbote, durch Versteigerung von Fangrechten, der Einrichtung von Schutzbereichen bzw. Verbotszeiträumen. In der kooperativen Spieltheorie werden Situationen untersucht, bei dem mindestens zwei Spieler in der Lage sind, untereinander Absprachen zu führen. Sie können Verträge abschließen, die ihnen die Zusammenarbeit mit anderen Spielern zusichert. Diese werden im Rahmen der Spielregeln als exogen vorausgesetzt. Daher werden bei der kooperativen Spieltheorie zwei entscheidende Annahmen impliziert: Kommunikation und bindende Verträge. Deshalb kann der Aufbau eines Rechts systems die Einhaltung von Verträgen erwirken. Verstößt ein Vertragspartner gegen die Bedingungen des Vertrages, so können Außenstehende ihm Sanktionen auferlegen, die seine Payoffs senken. Die Spieltheorie bildet daher auch eine Brücke zwischen den Teilgebieten des Faches Wirtschaft und Recht, was für die Vernetzung des Wissens sinnvoll erscheint. Ausblick Beim Einsatz von Instrumenten und Methoden der Spieltheorie lässt sich eine Vielfalt ökonomischer Kompetenzen erreichen. Allerdings ist die Frage zu beantworten, wie eine breite Umsetzung im Unterricht angebahnt werden kann. Hilfreich wäre es sicherlich, wenn im Lehrplan an geeigneter Stelle auf die Möglichkeit der Spieltheorie hingewiesen würde. Das Erstellen einer Handreichung für den Unterricht, begleitet von einem Fortbildungsangebot für WR-Lehrkräfte, ist aber vermutlich ebenso notwendig, um die Lehrkräfte zu motivieren, Spieltheorie in den WR-Unterricht zu integrieren. Die vorgestellten Lernziele lassen dieses Ziel aber in jedem Fall erstrebenswert erscheinen. Literaturempfehlung: Mérö, László: Die Logik der Unvernunft, Spieltheorie und die Psychologie des Handelns, Rowohlt-Taschenbuch-Verlag Berninghaus, Siegfried K.; Ehrhart, Karl- Martin; Güth, Werner: Strategische Spiele. Eine Einführung in die Spieltheorie. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg Ortmanns, Wolfgang; Albert, Anke: Entscheidungs- und Spieltheorie. Eine anwendungsbezogene Einführung, Verlag Wissenschaft & Praxis, Sternfels Holler, Manfred; Illing, Gerhard: Einführung in die Spieltheorie, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg Ziefle, Wolfgang: Das Fischerspiel Die Allmendeklemme. Ein Beitrag zur politischen Bildung und zur Werteerziehung, aufgerufen am Seminararbeiten zum Thema: Ausgewählte Seminararbeiten finden sich zudem auf der Materialseite der Didaktik der Ökonomie der Universität Bayreuth unter wirtschaftslehrer.de unter der Rubrik Gymnasium Spieltheorie. Ökonomische und rechtliche Bildung = Investitionen in unsere Zukunft Mitteilungen Nr

28 Gewinner der Junior- und Seniorstaffel 2011/2012 von Ideen machen Schule Ideen machen Schule - wenn aus Schülern Unternehmer werden Der eigene Chef sein für viele junge Leute ist das ein Lebenstraum. Denn damit verbunden sind zahlreiche schöne Vorstellungen: die eigenen Ideen verwirklichen, viel Geld verdienen, selbstbestimmt arbeiten. 840 Schülerinnen und Schüler aus Niederbayern und der Oberpfalz erproben sich dieses Jahr im Gründungswettbewerb Ideen machen Schule als Unternehmer. Und lernen so die Herausforderungen einer Existenzgründung kennen. Die Mechanismen der Wirtschaft verstehen und viele praktische Erfahrungen sammeln: das sind die Säulen, auf denen die Grundidee von Ideen machen Schule beruht, erzählt Projektleiterin Brigitte Urlberger. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von der Hans Lindner Stiftung. Die gemeinnützige Stiftung aus Arnstorf betreut seit 1999 Existenzgründer und Unternehmer, engagiert sich aber auch an Schulen und Hochschulen. Um Schülerinnen und Schüler die Perspektive der Selbständigkeit näher zu bringen, rief man den Gründungswettbewerb Ideen machen Schule ins Leben. Das Konzept des Existenzgründerwettbewerbs ist simpel: die Schülerteams benötigen eine gute Geschäftsidee, ein realitätsnahes Konzept samt Finanzplanung und Marktforschung sowie viel Engagement. Dazu gibt es ein fiktives Startkapital von Euro und 16 Wochen Zeit, um sich bei regionalen Partnern hilfreiche Informationen und Tipps einzuholen. Als Ergänzung zum Wirtschaftsunterricht können die Jugendlichen so ihr theoretisches Wissen in die Tat umsetzen und ausprobieren, wie man sich als Existenzgründer fühlt. Das ist eine her-ausfordernde und durchaus zeitintensive Aufgabe für die Jungunternehmer, die dafür ihre Freizeit opfern, weiß Brigitte Urlberger. Bei der Bewertung legen die Juroren Wert auf ein ausgefeiltes Konzept mit gut recherchierter Marktanalyse und sicherer Finanzplanung, wie die Projektleiterin verrät. Als Gewinne winken viele tolle Geld- und Sachprämien. Die praktischen Erfahrungen aber, die man während des Gründungsspiels sammelt, sind wohl am wertvollsten, meint Brigitte Urlberger. Mit einem ähnlichen Konzept unterstützt die Hans Lindner Stiftung seit vier Jahren auch die Oberstufen der ostbayerischen Gymnasien bei der Studien- und Berufsorientierung. Im Rahmen des Projekts Unternehmensgründung im P-Seminar erproben sich die Schüler als Unternehmer. Das Konzept ähnelt dem von Ideen machen Schule: die Teilnehmer finden sich in Teams zusammen und überlegen sich eine zündende Geschäftsidee. Innerhalb von neun Monaten wird das Vorhaben dann schrittweise durchgeplant und abschließend im Rahmen einer Messe präsentiert. Fachkundige Juroren bewerten Geschäftsidee und Messeauftritt, bevor die Sieger des Wettbewerbs gekürt werden. Die Jugendprojekte der Hans Lindner Stiftung zeigen nachhaltigen Erfolg, wie Albert Eckl, Vorstand der Hans Lindner Stiftung berichtet: Die Teilnehmer trainieren sich wichtige Kernkompetenzen an und sind so für Studium und Beruf gewappnet. Einige der Geschäftsideen wurden sogar schon in die Tat umgesetzt. So sind aus einigen Schülern schon junge Unternehmer geworden. Stephanie Zettl Hans Lindner Stiftung Mitteilungen Nr. 198

29 Kompetenzorientiert unterrichten eine Trainingshilfe Kompetenzorientierung - mach ich das nicht schon? Es ist wieder Sommer. Stellen Sie sich vor, Sie entscheiden sich dafür, nun doch wieder oder endlich einmal joggen zu gehen. Also: Laufschuhe gekauft und ab nach draußen. Es macht Spaß. Sie werden fit. Dann kommt Ihr Kollege Sportlehrer. Er gibt Ihnen (obwohl Sie doch offensichtlich laufen und joggen können und das auch tun) noch ein paar Tipps zum Trainigsplan, zur eleganteren Lauftechnik, zur besseren Atemtechnik, zu passendem Equipment. Nicht verwunderlich: nach der Berücksichtigung der Tipps läuft es sich plötzlich viel besser. Ich denke, dieses Beispiel ist nachvollziehbar und einleuchtend. Aber fast ebenso verhält es sich beim kompetenzorientierten Unterricht. Viele von Ihnen halten bereits kompetenzorientierten Unterricht Sie wissen es aber selbst noch gar nicht bzw. tun das unbewusst und noch nicht in der letzten Konsequenz. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen ein paar Trainingstipps in Form von Denkanstößen geben, damit Sie bewusster kompetenzorientiert unterrichten können. Im Selbstversuch habe ich festgestellt, dass man dazu das Rad nicht neu erfinden muss. Es ergeben sich aber tatsächlich neue Sichtweisen und neue Möglichkeiten, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Zudem habe ich die theoretischen Grundlagen und aktuelle Forschungsergebnisse zu den Denkanstößen zusammengetragen, damit die Tipps nicht ohne wissenschaftliches Fundament im Raum stehen. Was sind eigentlich Kompetenzen? Um über kompetenzorientierten Unterricht zu sprechen, sollten zuerst die Rahmenbedingungen klar sein wann ist jemand kompetent? Die bayerische Kompetenzdefinition, die der aktuellen Lehrplanarbeit zugrunde liegt, lautet: Kompetent ist eine Person, wenn sie bereit ist, neue Aufgaben oder Problemstellungen zu lösen, und dieses auch kann. Hierbei muss sie Wissen bzw. Fähigkeiten abrufen, vor dem Hintergrund von Werthaltungen reflektieren sowie verantwortlich einsetzen. Zum Kompetent-sein gehören demnach bestimmte Kenntnisse z. B. im Sinne von Bescheid-Wissen und Sich-Auskennen, routinierter Umgang mit den Kenntnissen im Sinne einer strukturierten Anwendung, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um neue unstrukturierte Problemstellungen lösen zu können, wie z. B. Modelle anwenden, Fälle strukturiert juristisch beurteilen, bestimmte Einstellungen und (Wert-)Haltungen wie z. B. kritische Selbstreflexion, Bereitschaft zur Problemlösung, Neugier, nachhaltiges wirtschaftliches Handeln. Doch nur die Kenntnis der Definition allein ermöglicht noch keinen kompetenzorientierten Unterricht ohne eine Antwort auf die Frage Wie werden Kompetenzen eigentlich erworben? ist eine Unterrichtsplanung nicht möglich. Beim qualitativen wie quantitativen Kompetenzerwerb (also der Zunahme von kompetenten Verhalten) müssen nach Jung zwei Komponenten 1 betrachtet werden: Die Kompetenzvermittlung und die Kompetenzentwicklung. Die Kompetenzvermittlung ist dabei primär unser Metier. Hierbei werden die Lernenden von den Lehrkräften instruiert und angeleitet, die Kompetenz wird angebahnt, Fachwissen und Strukturen werden geliefert. Die Kompetenzvermittlung stellt also die Vorstufe zur Kompetenzentwicklung dar. Kompetenzentwicklung hingegen ist, ebenso wie Bildung, im Kern ein intrapersonaler Prozess. Die Lernenden entwickeln angebahnte Kompetenzen selbst gesteuert (im Sinne des Konstruktivismus) weiter. Einziger Wermutstropfen: Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die kein persönliches Interesse an der Entwicklung ihrer Kompetenz bzw. ihrer Bildung haben, werden auch bei noch so hervorragender Kompetenzvermittlung wenig Kompetenzzuwachs erzielen. Oder um beim Bild des Joggers zu bleiben: Die besten Ratschläge und Tipps verpuffen, wenn man sie nicht ernst nimmt und sie nicht umsetzen will. Tobias Tyll - ISB-Fachreferent für Wirtschaft und Recht sowie Wirtschaftsinformatik Welche Auswirkungen hat das auf den Unterricht? Eine These von Hilpert Meyer zu gutem Unterricht beschreibt die Aufgabe der Lehrkraft in einem kompetenzorientierten Unterricht in meinen Augen sehr treffend: Die Lehrerinnen und Lehrer haben die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler mit Liebe und Gewalt zur Selbständigkeit zu führen 2. Gewalt ist hier im Sinne von zum Glück zwingen zu verstehen. Kompetenzorientierter Unterricht muss das Wollen, die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler zur Kompetenzentwicklung stützen. Einflussfaktoren hier sind unter anderem die eigene Lehrerpersönlichkeit, die Lehrer-Schüler-Beziehung sowie Unterrichtsplanung und Methodik. Eine weitere Auswirkung ist der Wechsel von einer input-orientierten Sichtweise ( Welchen Stoff nehme ich durch? ) zu einer outcome-orientierten Sichtweise ( Was soll der Lernende am Ende der Sequenz können und was benötigt er dazu? ). Die Planung einer Unterrichtssequenz durch angestrebte Kompetenzen ermöglicht eine neue Sichtweise auf die Fachinhalte. Grundlage einer Kompetenz ist immer ein fundiertes Wissen, aber die Auswahl der tatsächlich zum Kompetenzerwerb benötigten Inhalte sollte durch ein Kompetenzsieb geschehen. Inhalte, die nicht zum Kompetenzerwerb beitragen oder nicht benötigt werden (sogenanntes totes Wissen) sollten kritisch überdacht und ggf. weggelassen werden. Kompetenzorientierten Unterricht bewusst durchzuführen, kostet vor allem in der Vorbereitung Zeit. Das Denken in und vor allem das Formulieren von angestrebten Kompetenzen ist zu Beginn, wie auch ich am eigenen Leib erfahren habe, mühsam. Von jetzt auf gleich kompetenzorientierten Unterricht in letzter Konsequenz zu praktizieren, kann daher nicht das erste zu setzende Ziel sein. Eine kontinuierliche Verbesserung und ein kontinuierliches Hinarbeiten auf kom Mitteilungen Nr

30 30 petenzorientierten Unterricht hingegen schon. Im Folgenden gehe ich auf sieben Fragen (die oben angekündigten Denkanstöße) zur Unterrichtsreflexion ein, aufgrund derer man den eigenen Unterricht hinterfragen oder auch durch eine neue Schwerpunktsetzung verbessern kann. Frage 1: War der Unterricht von der angestrebten Kompetenz her gedacht und geplant? Wie bereits oben erwähnt, ist das outcomeorientierte Denken, also das Denken ausgehend vom Ziel- bzw. Endzustand, ein Kernpunkt der Kompetenzorientierung. Solche Formulierungen finden sich in den aktuellen Lehrplänen nur implizit wieder mit dem neuen LehrplanPLUS wird sich das ändern. Grundlage des neuen Curriculums sind u. a. explizite Kompetenzformulierungen für ihre Unterrichtsplanung. Bis zum In-Kraft-Treten in den für Wirtschaft und Recht relevanten Jahrgangsstufen wird allerdings noch etwas Zeit vergehen Zeit, die Sie nutzen können, um zu versuchen, selber Kompetenzen zu formulieren. Ziener und Kessler schlagen vor, nach der Auswahl des Unterrichtsgegenstandes folgenden Halbsatz zu vervollständigen, um auf die Zielsetzung bzw. die angestrebte(n) Kompetenz(en) zu kommen: Am Ende von. Stunden Unterricht zu dem Bereich/Thema möchte ich, dass die Schülerinnen und Schüler Sie werden merken: Die Frage Zu was sollen die Lernenden am Schluss befähigt sein, was sollen sie mit dem Lerngegenstand anfangen können? ist nicht immer einfach zu beantworten. Betrachten wir als Beispiel den Lehrplanpunkt WR Rechte des Verbrauchers bei Pflichtverletzungen. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler laut aktuellem Lehrplan am Beispiel des Verbrauchsgüterkaufs rechtliche Folgen bei der Verletzung von vertraglichen Pflichten und ihre Rechte als Verbraucher kennenlernen. Hier stellt sich bereits die erste Frage: Was heißt das genau, kennenlernen? Als Inhalte werden Begriff der Pflichtverletzung, Pflichtverletzungen beim Kauf im Überblick, Rechte des Käufers bei Sachmängeln, ausgewählte Regelungen zum Verbraucherschutz aufgezählt. Zu was aber sollen die Lernenden am Ende in der Lage sein? Eine mögliche Kompetenzformulierung wäre z. B. die Schülerinnen und Schüler ermitteln in realitätsnahen Szenarien zur mangelhaften Leistung beim Verbrauchsgüterkauf geeignete Rechte des Käufers und machen diese in mündlichen sowie schriftlichen Kommunikationssituationen adressatengerecht geltend. Ausgehend von dieser Zielsetzung wird nun der Unterricht mit den nötigen Inhalten und passenden Aufgaben geplant Mitteilungen Nr. 198 Frage 2: Ist der Unterricht in eine längerfristige Sequenz eingebettet und kennen die Lernenden das Ziel? Kompetenzerwerb erfolgt in nur wenigen Fällen innerhalb einer Unterrichtsstunde (meist bei abgegrenzten Teilkompetenzen wie z. B. Die Lernenden ordnen Eigentumsund Besitzverhältnisse an Beispielen aus dem Alltag richtig zu ), sondern dauert länger an. Kompetenzen im eigentlichen Sinne sind [daher] keine Stundenziele. Sie sind (...) für einzelne Unterrichtsstunden viel zu groß. 4 Um Kompetenzen zu entwickeln, benötigen die Lernenden Zeit, daher sollten sich die Planungen der Lehrkraft immer auf eine längerfristige Unterrichtssequenz beziehen. Anstelle also in einzelnen Stundenzielen zu denken (z. B. heute der Sektor Unternehmen sowie Zu- und Abflussstromgrößen, morgen der Sektor Staat) sollte man ausgehend vom großen Ganzen (der Wirtschaftskreislauf als Analyseinstrument) planen und die Zielsetzung bei der Planung der einzelnen Unterabschnitte nicht aus den Augen verlieren. Durch eine umfassende langfristige Planung ihrerseits erkennen Sie auch die Struktur eines Lernbereichs besser. Dieses strukturelle Wissen sollten Sie unbedingt auch ihren Schülerinnen und Schülern mitgeben. Fragen Sie sich selber: Unterrichte ich Bäume oder Wald?. Bekommt die Aufgabe, die Übung, die Wiederholung, der Inhalt einen Platz in einem großen Ganzen, so wirkt ihr Vorgehen auch für die Lernenden nutzbringend und sinnstiftend. In der Verstehensforschung herrscht nicht umsonst Einigkeit, dass Verstehen mit dem Erleben von Sinn einhergeht 5. Je besser die Schülerinnen und Schüler ihr lernendes Tun in einen für sie sinnvollen Gesamtzusammenhang einbetten können, umso eher sind sie auch zu konzentrierter Arbeit und Kompetenzentwicklung bereit. Nicht ohne Grund steht Klarheit der Lehrperson (definiert als Organisation, Erläuterung, Beispiel geben und angeleitete Übung sowie Bewertung des Lernverhaltens der Lernenden 6 ) in der Hattie-Studie 7 auf Platz 8 von 138 in der Rangliste der Faktoren, angeordnet nach Hatties Effektstärke 8. Auch Meyer setzt in seinen 10 Merkmale[n] guten Unterrichts an vierter Stelle die Inhaltliche Klarheit 9. Verdeutlichen Sie ihrem Kurs oder ihrer Klasse zu Beginn, welche Kompetenzen am Ende der Sequenz erworben sein sollten und wie die einzelnen Inhalte zusammenhängen. Erklären Sie auch, wozu man dieses Wissen und diese Kompetenzen gebrauchen kann und warum Sie so vorgehen, wie Sie es tun. Transparenz motiviert so zur Kompetenzentwicklung. Frage 3: Knüpft der Unterricht an die Lebenswelt der Lernenden an? Normalerweise können Wirtschaftsphilologen diese Frage immer ohne zu Lügen mit Natürlich! beantworten. Trotzdem ist es sinnvoll, sich diese Frage immer wieder auch bei abstrakteren Themengebieten wie z. B. Soziale Marktwirtschaft, Europäische Einigung oder Grundlagen unserer Rechtsordnung zu stellen. Auch hier lässt sich meist ein Anknüpfungspunkt finden, der die Lernenden in ihrer Lebenswelt abholt und dadurch im Idealfall auch die Bereitschaft weckt, die angestrebte Kompetenz zu entwickeln. Für viele Schülerinnen und Schüler ist es z. B. immer wieder erstaunlich, durch wie viele (ihnen unbewusste) staatliche Eingriffe ihr Leben beeinflusst wird (angefangen von indirekten Steuern bis hin zu gesetzlichen Einschränkungen ihres Konsum- und Privatverhaltens). Ausgehend von einem solchen Aha- Erlebnis stellt sich bei vielen Lernenden dann die Neugier ein und ausgehend von der Frage des Warum auch das Wollen, in diesem Bereich Kompetenzen zu entwickeln. Frage 4: Bietet der Unterricht den Lernenden Zeit und Gelegenheit, ihr Wissen selbständig aufzubauen, es anzuwenden und ihr Tun zu reflektieren? Ist mir als Lehrkraft daran gelegen, meine Schüler zu einem besseren Verstehen der von mir eingebrachten Unterrichtsinhalte anzuregen, sollte ich ( ) möglichst viele Gelegenheiten bieten und Anreize dafür schaffen, dass sie neue Verknüpfungen mit etwas herstellen, was Sie bereits wissen und können. 10 Dazu brauchen die Schülerinnen und Schüler Zeit. Da der Kompetenzerwerb ein kumulativer und aktiver Prozess ist 11, der vor allem in der Person des Lernenden abläuft, sind immer wieder Unterrichtsabschnitte zum Nachdenken, Anwenden und Reflektieren der eigenen Vorgehensweise unerlässlich. Zudem entwickelt sich durch regelmäßige Reflektion auch die Selbstkompetenz des Lernenden weiter. Die Selbsteinschätzung des eigenen Leistungsniveaus landet in Hatties Rangliste auf Platz 1 und weist somit den höchsten Zusammenhang mit der Lernleistung auf. Natürlich fällt es in einem zweistündigem Fach wie Wirtschaft und Recht schwer, den Lernenden diese Zeit zu bieten. Eine Möglichkeit, Zeit zu sparen, liegt darin, Wissenselemente nicht, wie oftmals üblich, langwierig in fragend-entwickelndem Unterricht zu erarbeiten, sondern die reine Wissensvermittlung auf eine präzise frontale Instruktion durch die Lehrkraft zu reduzieren, um im Anschluss die Schülerinnen und Schüler anhand einer geeigneten Aufgabe

31 dieses Wissen selbstständig oder gemeinsam anwenden zu lassen. Frage 5: Hat der Unterricht angemessene Lernaufgaben zur Kompetenzentwicklung eingesetzt und gab es ausreichend Möglichkeit zur Kooperation? Kompetenzen werden, wie oben beschrieben, intrapersonal, kumulativ und aktiv entwickelt. Daher gewinnen Lernaufgaben (also Aufgaben, deren Ziel es ist, sich auf der Basis des schon Vorhandenen neues Wissen oder neue Fertigkeiten erstmals anzueignen, also etwas zu lernen, was man vorher nicht konnte 12 ) an Bedeutung, da die Schülerinnen und Schüler hier aktiv und selbstgesteuert lernen. Auch Übungsaufgaben, die durch variantenreiches, intelligentes Wiederholen neu Erworbenes festigen und geläufig machen 13, unterstützen den kumulativen Entwicklungsprozess. Typisch für kompetenzorientierte Aufgaben sind folgende Merkmale 14 : Sie nutzen gegebene Fähigkeiten und vernetzen Wissenselemente, indem sie die Übertragung der bereits im Unterricht erworbenen Kompetenzen und Strukturen auf andere Zusammenhänge ermöglichen. Sie streben eine Balance zwischen Offenheit, Strukturiertheit und Komplexität an, um den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zur Entwicklung eigener Hypothesen, Fragestellungen und Lösungswege zu geben und sie damit kognitiv, sprachlich und affektiv herauszufordern allerdings ohne sie zu unter- oder überfordern. Sie stellen die erwarteten Aktivitäten in einen Handlungszusammenhang, so dass die Schülerinnen und Schüler schon aufgrund der Plausibilität der Aufgabenstellung motiviert sind, so vorzugehen wie angegeben. Im Idealfall ergibt sich für die Lernenden offensichtlich die Notwendigkeit des angestrebten Lernfortschritts 15. Das wird z. B. erreicht, indem man die Aufgabe in alltagsnahe Situationen einbettet und dadurch einen Lebensweltbezug ermöglicht. Sie beziehen sich auf vielfältige (nicht zu verstehen als viele) Materialien und fördern damit die Fähigkeit der Schüler, mit diversen Darstellungsformen (z. B. Text, Diagramm, Abbildung) flexibel umgehen zu können. Eine Aufgabe, die tatsächlich jedem der genannten Punkte zu 100 % entspricht, würde ich als klassische eierlegende Wollmilchsau bezeichnen. Trotzdem ist es hilfreich, beim Erstellen von Aufgaben die vier Kriterien im Hinterkopf zu behalten und auch seine bestehenden Aufgaben vor diesen Merkmalen zu hinterfragen und ggf. zu modifizieren. Der Kompetenzerwerb kann zusätzlich noch durch Kooperation der Schülerinnen und Schüler untereinander verstärkt werden, denn kooperatives Lernen hat einen primären Effekt auf die Verstärkung von Interesse und Problemlösefähigkeit 16. Dadurch ist kooperatives Lernen, vor allem im Vergleich mit kompetitiven und individuellen Lernen, effektiver. 17 Nebenbei werden überfachliche Kompetenzen wie Sozialund Selbstkompetenz durch die Zusammenarbeit entwickelt. Gemeinsames Bearbeiten von Aufgaben kann zusätzlich den Effekt haben, dass die Gespräche der Lernenden untereinander dazu beitragen, dass die Lernintention und die Erfolgskriterien für alle verdeutlicht werden, was wiederum zu einer besseren Transparenz der Lernbereiche beiträgt. Frage 6: Waren Lern- und Beurteilungssituationen getrennt? Die echte Neugier will wissen, wie eine Welt, von der behauptet wird, sie habe keine Geheimnisse mehr, beschaffen ist. Sie fragt: Wie ist es wirklich? Sind die Dinge so, wie sie scheinen? Eine komplexe Welt setzt diese Art Neugier voraus. Nur wer wissen will, wie es ist, kommt zu dem, was sein könnte. 18 Diese Neugier können unsere Schülerinnen und Schüler nur entwickeln, wenn sie sich als Erfolgssucher betätigen. Dazu benötigen sie eine beurteilungsfreie Lernsituation, in der sie neue (auch unkonventionelle) Wege ausprobieren können, Fehler machen dürfen (aus denen dann dank klassischer Trial and Error -Methode gelernt wird) und ganz im Sinne Platons auch einmal Staunen sollen. All das wirkt sich positiv auf ihre Motivation und innere Einstellung einem Themengebiet gegenüber aus, und damit auch auf ihre Kompetenzentwicklung. In Beurteilungssituationen werden die Lernenden meist zu Misserfolgsmeidern. Sie riskieren nichts und probieren nichts Unbekanntes aus, alles nur um keine Fehler zu machen und dadurch eine schlechte Note zu kassieren. Kreativität, Neugier, Forscher- und Entdeckungsdrang sowie die Bereitschaft, etwas Neues zu probieren (und damit ihre eigene Kompetenz anwendungsorientiert weiterzuentwickeln) bleiben hier leider auf der Strecke. Kommunizieren Sie darum deutlich, wann Sie bei einer Lernaufgabe oder im Unterrichtsverlauf Noten machen und wann nicht ich war über die plötzlichen kreativen Leistungen einiger meiner Schülerinnen und Schüler tatsächlich sehr erstaunt. Frage 7: Rede ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen über den Unterricht? George Bernard Shaw, der 1925 den Nobelpreis für Literatur bekam, sagte: "Wenn Sie einen Apfel haben und ich einen Apfel habe und wir diese Äpfel dann austauschen, dann haben Sie und ich immer beide noch einen Apfel. Aber wenn Sie eine Idee haben und ich eine Idee habe und wir diese Ideen austauschen, dann wird jeder von uns zwei Ideen haben. Der Austausch kompetenzorientierter Methoden, Ansätze und Aufgaben sowie kritischer Gedanken zum eigenen Unterricht ist nicht nur innerhalb der Fachschaft für den Unterrichtserfolg ihrer Schülerinnen und Schüler hilfreich, auch überfachlich lässt sich so der eigene Unterricht verfeinern, umgestalten und eventuell neu strukturieren. Ein sich selbst auferlegter, kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der innerhalb bestimmter Zeitfenster und aufgrund der Bewertung des eigenen Unterrichts nach vorher festgelegten Kriterien erfolgt (formative Evaluation), ist, im Übrigen neben dem Feedback der Lernenden an den Lehrenden, auch in den Top Ten in Hatties Rangfolge zu finden. Mir fiel es zunächst schwer, sich mit einem oder mehreren Kolleginnen bzw. Kollegen in der freien Zeit zwischen dem Unterricht Die Vertretung der Wirtschafts- und Rechtslehrerinnen und -lehrer am Gymnasium Erreichbar unter Mitteilungen Nr

32 nicht über gemeinsame Klassen, Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und das Direktorat zu unterhalten, sondern über die eigenen (und deshalb meist als sehr persönlich empfundenen) Unterrichtserfahrungen, Methoden, Fehlschläge und Erfolge. Vor allem in Gesprächen mit vertrauten Lehrkräften anderer Fachrichtungen habe ich aber die eine oder andere Anregung und Rückmeldung erhalten, die ich auch in meinen Unterricht einbauen konnte und von denen ich immer noch profitiere. Demokrits Schlusswort Kompetenzorientierter Unterricht hat viele Facetten, bietet viele Möglichkeiten, muss aber trainiert werden. Und wie beim Sport ist auch hier zu beachten: Vorsicht vor einem Übertraining. Man muss nicht sofort seinen gesamten Unterricht auf einmal revolutionieren. Beginnen Sie schrittweise. Oder wie Demokrit sagte: Bemühe dich, nicht alles wissen zu wollen, sonst lernst du gar nichts. 1 Jung, 2010, S. 4 2 Meyer, 2004, S. 4 3 Ziener, Kessler, 2012, S Ziener, Kessler, 2012, S Heymann, 2012, S Hattie, 2013, S John Hattie, Professor für Erziehungswissenschaften an der University of Melbourne, hat in seiner ursprünglich 2009 veröffentlichten Studie Visible Learning eine Synthese von über 800 Meta-Analysen, die auf über Studien mit ca. 250 Millionen Lernenden basieren, erstellt. Er extrahiert 138 Faktoren, deren Einfluss auf den Lernerfolg er beschreibt und auch in eine Rangfolge setzt. Die Studie wird als Meilenstein der internationalen Bildungsforschung angesehen. Die deutsche Übersetzung erschien im Mai Intensität des Zusammenhangs zwischen dem jeweiligen Faktor und den Lernleistungen oder Outcomes (Beywl, Zierer in Hattie, 2013, S. VIII) 9 Meyer, 2004, S Heymann, 2012, S Lankes, Paechter u. a., 2012, S Paechter u. a., 2012, S Vgl.: ISB 2012, S. 34 und Paechter 2012, S Paechter 2012, S Hattie 2013 S Hattie 2013, S Lotter 2013, S. 56 Literatur: Böttcher, D. (2013): Mehr bunte Fische. In: Brandeins, 01/13, Schwerpunkt Neugier, S. 121 ff. Hattie, J. (2013). Lernen sichtbar machen. Schneider Verlag. Heymann, H.-W. (2012). Schüler beim Aufbau von Kompetenzen unterstützen. In Pädagogik 12/2012, S ISB (2011). Kompetenzorientierter Unterricht und Kompetenzorientierung im Lehrplan. Präsentation. ISB (2012). Handreichung für die Mitglieder von Lehrplankommissionen. Jung, E. (2010). Kompetenzerwerb. Grundlagen, Didaktik, Überprüfbarkeit. Oldenburg Wissenschaftsverlag. Lankes, E.-M. (2012). Kompetenzorientierte Aufgabenkultur. Vortrag im Rahmen des ISB Montagsseminars. Lotter, W. (2013): Feuer machen. In: Brandeins, 01/13, Schwerpunkt Neugier, S. 50 ff. Meyer, H. (2004). Merkmale guten Unterrichts. Paechter, M. u. a. (2012). Handbuch Kompetenzorientierter Unterricht. Beltz Verlag. Ziener, G. & Kessler, M. (2012). Kompetenzorientiert unterrichten mit Methode. Kallmeyer Verlag. EMU - Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik Was ist EMU? Hinter diesem sperrigen Begriff steckt nichts weiter als eine wissenschaftlich basierte Methode, den eigenen Unterricht mit einfachen Mitteln kritisch zu reflektieren. Bei EMU - das possierliche Tier wurde in das Logo aufgenommen - handelt es sich um ein Programm, das im Rahmen des Projektes UdiKom im Auftrag der Kultusministerkonferenz entwickelt wurde und für alle Fächer einsetzbar ist. Wir Lehrer wissen, dass wir mit zunehmender Unterrichtsroutine Gefahr laufen, dass sich immer die gleichen Fehler einschleichen, ohne es selbst zu bemerken. Und hier setzt EMU an. Sein diagnostischer Ansatz zielt auf Reflexion und Erfahrungsaustausch im kollegialen Umfeld ab. Dabei geht es nicht darum, den Unterricht so objektiv wie möglich zu analysieren (wie etwa bei Unterrichtsbesuchen durch Schulleiter oder Seminarlehrer), sondern darum, Gesprächsanlässe für eine Verständigung über Unterricht zu schaffen. Zur Benotung oder Bewertung der Unterrichtsstunde im Rahmen von Regelbeurteilungen oder Prüfungslehrproben ist EMU jedoch nicht geeignet. Warum ist Unterrichtsdiagnostik wichtig? Im Schulalltag bildet sich die Lehrkraft, wenn überhaupt, allenfalls auf Grund von unsystematischen Beobachtungen oder Rückmeldungen Dritter ein Urteil über die Qualität seines Unterrichts. Aus Studien wissen wir, dass sich Lehrerinnen und Lehrer z.b. für wesentlich schweigsamer halten als sie es tatsächlich sind. Der eigene Sprechtanteil - ein wichtiger Indikator eines schüleraktivierenden Unterrichts - wird deutlich unterschätzt. Was wird im Unterricht erfasst? Die Bestandsaufnahme durch äquivalente Angaben kann aus unterschiedlichen Perspektiven erfolgen: Unterrichtende Lehrkraft, Schüler, Kollege/Kollegin. Dazu stehen entsprechende Fragebögen zur Verfügung, die einheitlich fünf Hauptkriterien erfassen. Hier exemplarische Beispiele aus dem Schülerfragebogen: Klassenführung, z.b. Ich konnte in dieser Unterrichtsstunde ungestört arbeiten Lernförderliches Klima und Motivierung, z.b. Die Lehrerin war in der Stunde freundlich zu mir Klarheit und Strukturiertheit, z.b. Es gab in dieser Unterrichtsstunde anschauliche Beispiele Aktivierung, z.b. Ich war die ganze Stunde über aktiv bei der Sache Ertrag/Bilanz, z.b. Ich fand diese Unterrichtsstunde interessant. Wie kann man die Ergebnisse transparent auswerten? Wenn man nur einen Abgleich der Beobachtungen z.b. zwischen der unterrichtenden Lehrkraft und einer hospitierenden Lehrperson anstrebt, kann man einfach die Böden nebeneinander legen und vergleichen. Es steht aber auch ein spezifisches Auswertungsprogramm zur Verfügung, das eine Visualisierung der Ergebnisse erlaubt. Eine ausführliche Beschreibung von EMU mit allen Fragebögen inclusive der Software werden regelmäßig aktualisiert und ergänzt. Alles Material kann kostenfrei unter aus dem Internet heruntergeladen werden. Rudolf Drasch Gymnasium Vilshofen Zentraler Fachberater für die Seminarausbildung für wirtschaftswissenschaftliche Fächer an bayerischen Gymnasien Mitteilungen Nr. 198

33 Tipps zum Lesen Norbert Häring Stimmt es, dass...? Respektlose Fragen zu Wirtschaftsordnung und Wirtschaftskrise Schäffer-Poeschel, 152 S., kartoniert, 14,95 Euro Häufig bleiben manche Fragen zur Wirtschaftswelt ungestellt - weil die Antwort zu kompliziert oder die Frage zu respektlos sein könnte? Genau solche Fragen stellt Norbert Häring täglich in der Handelsblatt-Kolumne Stimmt es, dass.... Dazu gehören Fragen wie: Ist der Rettungsschirm ESM eine verkappte Bank? Soll Griechenland vielleicht gar nicht saniert werden? Bringt eine Frauenquote ungeeignete Kandidatinnen an die Spitze? Verdienen die Vorstände wirklich, was sie verdienen? Die Antworten darauf präsentiert er mit klaren Worten: Pointierte Analysen, die aktuelles Wirtschaftsgeschehen und Ökonomielehre zusammenbringen. In leichtem Ton legt er einfache Zusammenhänge offen, das lässt sich flüssig lesen. Zwar kein Fachbuch für die Schule, aber für alle, die die Ordnung unserer Wirtschaft durchschauen und ihre Krise verstehen wollen, zu empfehlen. Und das wollen sicher nicht nur Lehrer, sondern auch viele Schüler. Zur Referatsvergabe gut geeignet. (N.Mendel) Schul/Bank-Lehrerordner Wirtschaft - Materialien für den Unterricht jetzt auch Online! Schüler für volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Abläufe zu interessieren, ihnen Wirtschaft verständlich, erlebbar zu machen, dabei hilft Lehrerinnen und Lehrern der Schul/Bank-Ordner Wirtschaft - Materialien für den Unterricht. So wird vom Bundesverband deutscher Banken ein Ordner angepriesen, den sicher viele Kolleginnen und Kollegen schon kennen und im Unterricht, vor allem in der Oberstufe, verwenden. Auf über 800 Seiten bietet er in der 2009er Auflage Quellentexte, Hintergrundberichte, Übersichten, Schaubilder, Strukturdiagramme und Schüler-Arbeitsblätter für den direkten Unterrichtseinsatz. Anhand zahlreicher Beispiele werden grundsätzliche Zusammehänge der Marktwirtschaft erläutert und leicht verständlich dargestellt. Die Mappe umfasst Themen wie Wirtschaftsordnung, Geld und Geldpolitik, Finanzpolitik, Beschäftigung und soziale Sicherheit oder Außenwirtschaft, um einige zu nennen. Der Ordner war für eine Schutzgebühr von 15 bislang bei Schul/Bank erhältlich. Jetzt gibt es diese Lehrermappe online und neu aktualisiert als kostenloses Download-Angebot. Schneller als bislang wird es dadurch möglich sein, neues Zahlenmaterial, neue wirtschaftspolitische Entwicklungen und neue Quellentexte in die Kapitel einzubauen. Von den neun Kapiteln stehen derzeit Wirtschaftsordnung, Konjunktur und Wachstum, Geld und Geldpolitik, Finanzpolitik und Außenwirtschaft als pdf zum Runterladen bereit. Solange der Vorrat reicht, gibt es diesen Ordner weiterhin noch als gedruckte Ausgabe. Infos unter: (N. Mendel) Heute noch einsenden oder faxen!! Ja, ich bestelle ein intensives Kennenlernangebot. 2 Ausgaben von ad rem zum Preis von 7,70 (incl. USt und Versand). Wenn ich ad rem danach nicht weiterlesen möchte, informiere ich den Verlag bis 7 Tage nach Erhalt des 2. Exemplars schriftlich. Andernfalls erhalte ich ad rem weiterhin regelmäßig monatlich zugestellt. Der Bezugspreis (11 Ausgaben/Jahr) beträgt dann 42,50 (incl. USt und Versand). Ich kann das Abonnement mit einer Frist von 6 Wochen zum Bezugsjahresende kündigen. Name, Vorname (Bitte in Blockschrift) Schüler/Lehrer/Ausbilder Straße, Nr. PLZ, Ort Schulart/Schule/Firma PLZ/Ort Datum Unterschrift Diese Bestellung kann binnen einer Woche gegenüber dem ad rem Verlag widerrufen werden. Zur Fristwahrung genügt die Absendung innerhalb der Frist (Poststempel). Datum Unterschrift ad rem Verlag Tel./Fax: / Lessingstraße Öhringen Mitteilungen Nr

34 Tipps zum Lesen Daniel Kahnemann Schnelles Denken, langsames Denken 15. Auflage, Siedler Verlag 2012, gebunden, 624 Seiten, Preis 26,99 EUR Daniel Kahneman erhielt 2002 den Wirtschaftsnobelpreis und das, obwohl Kahneman Psychologe, nicht Wirtschaftswissenschaftler ist. Seine mit Amos Tversky entwickelte Prospect Theory (Neue Erwartungstheorie) ist eine realistischere Alternative zur Erwartungsnutzentheorie und befasst sich mit der Entscheidungsfindung in Situationen der Unsicherheit und ist heute bereits ein wesentlicher Bestandteil der Verhaltensökonomik. In seinem Werk Schnelles Denken, langsames Denken fasst Kahneman seine Verhaltensökonomie verständlich zusammen. Kernthese ist seine Einteilung des Denkens in zwei Systeme: System 1, welches schnell, automatisch, weitgehend mühelos und ohne willentliche Steuerung arbeitet (Umgangssprachlich also Bauchentscheidungen, Intuition) und System 2, welches für mental anstrengende Aktivitäten und komplexe Berechnungen zuständig ist (und dementsprechend mehr Zeit braucht). Viele Denkfehler und Illusionen, auf die wir im Alltag regelmäßig hereinfallen, werden durch diese zwei Systeme deutlich, erkennbar und vor allem erklärbar. Anhand vieler sehr anschaulicher Beispiele und kurzer Selbstversuche wird man in die eigentlich komplexe Theorie rasch eingeführt. Das Buch geht in die gleiche Richtung wie die ebenso empfehlenswerten (kürzeren und deshalb für den Einstieg in die Thematik geeigneten) Werke Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen von Dan Ariely und Rolf Dobellis Kunst des klaren Denkens nur ist Kahneman fundierter, ausführlicher und allumfassend. Wer Freude hat an kognitiven Verzerrungen, Denkfallen und mehr über das Denken an sich erfahren will, ist bei diesem Buch gut aufgehoben. (Tobias Tyll) Varianten, die ein Ausprobieren und Selbermodifizieren geradezu provozieren und erleichtern. Das Buch ist für die Unterrichtsvorbereitung eines kompetenzorientierten Unterrichts sehr hilfreich, viele der Methoden kommen ohne überdimensionierten Medien- bzw. Materialeinsatz aus, was die Anwendung erleichtert. Auch die Zuordnung zu den Kompetenzkategorien hilft bei einer schnellen Suche nach einer zum Thema passenden Methode. Als weiteren Bonuspunkt kann man erwähnen, dass durch die Anwendung der Methoden und das Lesen der im Buch beschriebenen Kompetenzen ein sehr praxisorientierter Zugang zum Bereich Kompetenzorientierung erfolgt. (Tobias Tyll) Mitteilungen Nr. 198 Gerhard Ziener/Mathias Kessler Kompetenzorientiert unterrichten mit Methode 1. Auflage, 2012, Klett/Kallmeyer Friedrich Verlag, broschiert, 160 Seiten, 23,95 EUR Das Buch bietet einen guten theoretischen Einstieg in die Welt der Kompetenzorientierung in Verbindung mit Methodik sowie einen ausführlichen Praxisteil mit zumeist sehr gut umsetzbaren Methoden. Nach einem angenehm kurz gehaltenen Theorieteil, in dem das wissenschaftliche Fundament zum Thema Methoden und Kompetenzorientierung kurzweilig und an Beispielen orientiert vermittelt wird, nehmen die Autoren eine Einteilung in fünf Kompetenz-Kategorien vor, die sie wie folgt beschreiben: Wissen, verstehen, durchdringen, sich auskennen mit, informiert sein über Sprechen, kommunizieren, berichten erzählen, erfragen Erarbeiten, herstellen, gestalten, methodisch umgehen mit Vergleichen, bewerten, beurteilen, reflektieren, bedenken, entscheiden Eigene Lernprozesse beobachten, beschreiben, reflektieren und entwickeln Zu jeder dieser Kategorie werden im Praxisteil des Buches verständlich dargestellte Methoden erklärt, ebenso finden sich bei jeder Methode viele Anregungen für Nassim Nicholas Taleb Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen 1. Auflage, Albrecht Knaus Verlag, 688 Seiten, gebunden, 26,99 EUR "Taleb hat meinen Blick auf die Welt verändert" (Daniel Kahneman, Nobelpreisträger für Ökonomie) Wind löscht eine Kerzenflamme, offenes Feuer regt er an. Für Zufälligkeit, Ungewissheit und Chaos gilt dasselbe: Ich will von ihnen profitieren und mich nicht vor ihnen verstecken. Ich will das Feuer sein, das sich den Wind herbeiwünscht. (Nassim Taleb, Antifragilität, S. 21) Der Autor des Bestsellers Der schwarze Schwan hat wieder zugeschlagen. Mit seinem Werk Antifragilität wagt er abermals einen Rundumschlag. Nicht indem wir Zufälle und Ungewissheit um jeden Preis abzu-

35 Tipps zum Lesen wehren versuchen, gewinnen wir, sondern indem wir sie zu Stärken ummünzen. Aus Chaos und unvorhersehbaren Ereignissen soll man erstarkt hervorgehen, nicht geschwächt. Bestand hat nur das Antifragile. Antifragil ist das Gegenteil zu fragil. Die von Taleb so genannte Triade, der sich alle Dinge unterordnen lassen, heißt Fragil Robust Antifragil (von der Abstufung her zu vergleichen mit negativ neutral positiv). Das Buch ist nicht nur für Philosophie-Interessierte lesenswert, sondern auch für Wirtschaftswissenschaftler interessant, denn Taleb ist einer der wenigen, die tatsächlich von der Finanzkrise profitiert haben, da seiner Meinung nach das Finanzsystem zu den fragilen Systemen gehört er wettete jahrelang auf unerwartete Ereignisse, welche das Börsenbarometer drastisch zum Ausschlagen bringen würden (seinem schwarzen Schwan ), machte jahrelang mehr oder weniger Verluste, mit der Lehmann-Pleite und der Finanzkrise wurde er plötzlich zum reichen Mann. Seine Sicht auf die Welt und deren Strukturen regt dazu an, klassische ökonomische Modelle zu überdenken. Nicht umsonst schreibt die Süddeutsche: Ein größenwahnsinniges - aber auch irgendwie großartiges Buch. (Tobias Tyll) Armin Reins/Veronika Classen Die Sahneschnitte 1. Auflage, Schmidt Hermann Verlag, gebunden, 254 Seiten, 49,80 EUR Was passiert, wenn man eine mittelmäßige bis schlechte Werbung unabhängig voneinander an drei renommierte kreative Köpfe preisgekrönter Marketingagenturen im deutschsprachigen Raum zur Überarbeitung gibt? Die Antwort liefert das Buch Die Sahneschnitte. Mit viel Witz, einem hohen Informationsgehalt und Kreativität werden Schwachpunkte der ursprünglichen Werbung am Beispiel aufgezeigt, die neu entwickelte Lösung der Werbetexter vorgestellt und die neue Kampagne erklärt. Zehn Anzeigentexte wurden so von 30 Werbetextern überarbeitet. Verwenden kann man die entstandenen, übersichtlich strukturierten Beispiele von der Unterstufe bis zur Oberstufe, da die sprachliche Gestaltung ebenso in den Mittelpunkt gerückt werden kann wie die künstlerische Gestaltung oder Versuche der Manipulation. Richtig interessant wird es, wenn man Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit gibt, selbst Verbesserungspotential und Schwachstellen der ursprünglichen Werbung herauszufinden und ihren Neuentwurf mit den Entwürfen der Marketingexperten vergleicht. Auf alle Fälle liefert das hochwertig verarbeitete Buch (leider ist das Buch, wie man am Preis erkennt, auch in gewissem Maß ein Kunstgegenstand) viele Möglichkeiten zur Diskussion und zum kreativen Überdenken bestehender Werbemaßnahmen. Zusätzlich gibt jeder der Texter auch ein Interview, in dem es um Karriere, Arbeitsweisen und Texter-Alltag geht so gewinnt man auch noch einen Einblick in die Berufswelt der Werbetexter und designer. (Tobias Tyll) startup.wr Wirtschaft und Recht für das Gymnasium C.C. Buchners Verlag GmbH & Co. KG Laubanger 8, Bamberg Tel Fax Band 1 für die Jahrgangsstufe 9 in Bayern Bestell-Nr , ca. 21, Erscheint im 3. Quartal 2013 Neue Konzeption: Sicherung des Sachwissens: ausführlicher Darstellungsteil Ausführliches Inhaltsverzeichnis auf (Eingabe im Suchfeld: 82001) Transparenz der Unterrichtsziele: Auftaktseiten mit Ausformulierung aller zu erwerbenden Kompetenzen Selbstständige Erarbeitung von Sachwissen und Aufbau von Kompetenzen: Erwerb fachspezifischer Kompetenzen anhand authentischer Quellen und differenzierter Aufgabenstellungen sowie speziell ausgewiesener Methodenseiten Eine ergänzende Lehrer-CD-ROM mit didaktischen Hinweisen, Aufgabenlösungen und Zusatzmaterialien erscheint im 3. Quartal 2013 (Bestell-Nr , ca. 19,90) Mitteilungen Nr

36 JUNIOR-Schülerfirma: Der beste Plan für Ihr Projekt! Spannender kann Wirtschaft nicht ins Klassenzimmer kommen: Im JUNIOR- Programm werden Schüler zu Jungunternehmern mit eigener Geschäftsidee. Mit JUNIOR-Kompakt ist dies bereits ab der siebten Klasse möglich. Die Idee Mit dem Start der Schülerfirma wird die Welt des Unternehmertums hautnah erlebbar. Und was mindestens genau so wichtig ist: Die Jugendlichen entwickeln Teamgeist, Kreativität und Durchhaltevermögen. Melden Sie Ihre Klasse für JUNIOR an! > JUNIOR-Programme > Bundesländer, Bayern JUNIOR im P-Seminar JUNIOR ist für P-Seminare an Gymnasien äußerst flexibel. Die Schülerfirmen können nicht nur im ersten Halbjahr 11/1 starten, sondern auch im 2. Schulhalbjahr, also der 11/2. So oder so: JUNIOR steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Der Rahmen JUNIOR ist anspruchsvolles Training nach innen und zugleich erlebnisreicher Auftritt nach außen. Mit Ihrem Projekt nehmen Sie an den öffentlichen Höhepunkten des Programms teil: Startveranstaltung, Unternehmertreff, Regionalmesse und Landeswettbewerb. Impressum Konzeption und Gestaltung: de Text: IW-Medien Bilder: Nabil Hanano, Kai Löffelbein Sie haben noch Fragen? Rufen Sie uns gerne unter 0221 / an! Ein Projekt der Bundesförderer Kooperation mit Exklusivsponsor Bayern Kooperationspartner Bayern Wirtschaft für den Unterricht ist das Lehrerportal der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Pädagogen finden hier vielfältige Informationen rund um das Thema Wirtschaft: Unterrichtsmaterialien, redaktionelle Beiträge zu aktuellen Themen, Publikationen, Exkursionen, Termine und mehr.

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