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1 Lutherkirche

2 Liebe Leserinnen und Leser, mit dieser Schrift wollen wir an die Lutherkirche erinnern, die nach mehr als 106 Jahren als regelmäßige Gottesdienststätte unserer Kirchengemeinde aufgegeben wird. Mit dem Bau der Lutherkirche ging damals ein Traum in Erfüllung. Die große und schöne Kirche war Ausdruck einer wachsenden Kirchengemeinde und eines blühenden Stadtteils. Seitdem prägt ihre Erscheinung den Ortsteil und ist weithin sichtbar. Sie ist Teil der Geschichte, die Langendreer bewegt hat, und hat auch selbst eine bewegte Geschichte hinter sich. Viele Menschen haben sie in ihr Herz geschlossen. Vielen ist sie ein besonderer Ort, mit dem sich wichtige Erinnerungen verbinden. Vielen ist sie die Kirche schlechthin - mindestens in Langendreer. Und so werden nicht wenige über diese Kirche im Laufe der Jahre und auch heute noch denken: Hier bin ich gerne, dies ist ein guter Ort. Ganz ähnlich wie es von Petrus in einer biblischen Geschichte erzählt wird: Hier ist für uns gut sein., so sagt Petrus auf dem Berg, auf den er mit Jesus und weiteren Jüngern gestiegen ist und wo er erlebt, wie die Herrlichkeit Gottes Jesus ganz umfängt, ihn zum Strahlen bringt. Hier fühlt Petrus sich Gottes Licht und Heiligkeit ganz nah, hier, an diesem wunderbaren Ort will er bleiben und Hütten dafür bauen. So wie es auch ein traurig stimmendes Ereignis ist, wenn eine Kirche als Ort für Gottesdienste aufgegeben werden muss - die Lutherkirche aufgegeben wird mit ihrem besonderen Raumerlebnis, ein Ort des Singens und Betens und der Begegnung mit Gott. Hier wäre doch noch gut sein für uns, so fühlen wir dem Petrus sehr ähnlich. Und doch ist es so: In der Lutherkirche finden künftig keine Gottesdienste mehr statt! Und ihre Zukunft ist im Moment noch ungewiss! Wir erinnern mit dieser Schrift an die Geschichte dieser Kirche und an den Prozess, der zu ihrer Entwidmung führte. Wir lassen die Botschaft dieser Kirche in Gestalt der drei Bibelzitate, die sie schmücken, noch einmal zu Wort kommen und fügen Wichtiges aus der Chronik der Kirche an. Pfarrerin Bärbel Vogtmann im Juni 2012 Aber Jesus erlaubt es nicht. Dies bleibt ein besonderes Gipfeltreffen, aber es geht wieder in die Niederungen des Alltags, des Lebens zurück. Ein trauriger Weg für die Jünger und wohl für Jesus selbst auch. 2

3 Chronik der Lutherkirche 10. Februar 1901 Gründung eines evangelischen Kirchbauvereins zum Bau einer Kirche im Ortsteil Langendreer Bahnhof (heute: Alter Bahnhof). Januar 1903 Das Presbyterium beschließt den Bau der Lutherkirche. 20. März 1904 Grundsteinlegung 10. November 1905 Weihe der Lutherkirche Sommer 1917 Demontage der Bronzeglocken zu Kriegs zwecken 1922 Installation eines Stahlgeläutes 1934/35 Heftige Auseinandersetzungen zwischen Anhän gern der Bekennenden Kirche und Deutschen Christen in dieser Kirche Januar / März 1945 Durch Bombenangriffe wird die Lutherkirche schwer beschädigt. nach 1945 Wiederaufbauarbeiten November 1950 Festgottesdienst zur Wiederherstellung der Lutherkirche und 45-jähriges Jubiläum 1976 Die Lutherkirche wird unter Denkmalschutz gestellt Beginn notwendiger Sanierungsarbeiten am Turm November 1980 Große Festwoche zum 75-jährigen Bestehen 1980/90er Jahre Außensanierung der Lutherkirche in verschiedenen Bauabschnitten seit 1998 Erneuerung eines großen Teils der Kirchenfenster nach Entwürfen des Künstlers Oswald Krause-Rischard November 2005 Festgottesdienst und Festwoche zum 100-jährigen Jubiläum der Lutherkirche November 2008 Es werden erhebliche Schäden an der Turmfassade festgestellt. In der Folge werden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. 18. Oktober 2011 Beschluss zur Entwidmung der Lutherkirche 24. Januar 2012 Landeskirchliche Genehmigung der Entwidmung 17. Juni 2012 Letzter Gottesdienst in der Lutherkirche (Entwidmung) 3

4 Geschichte 1. Bauvorhaben und Vorgeschichte ( ) Zu den Anfängen schreibt Pastor Grügelsiepe in der Festschrift zur Erinnerung an den Bau der Lutherkirche Langendreer=Bahnhof November 1905 : Schon lange lebte in den Herzen der Bewohner von Langendreer-Bahnhof, dem zur Zeit blühendsten Ortsteil der Gemeinde, der Gedanke, ein eigenes Gotteshaus zu besitzen, doch war an eine Verwirklichung dieses Wunders vorderhand nicht zu denken. Denn ein im Jahr 1898 von Herrn Rentner F.W.Maiweg der Kirchengemeinde zum Geschenk angebotenes Grundstück für Pfarrhaus und Kirche wurde von der größeren Kirchenvertretung nicht angenommen. Man glaubte nämlich, der Gemeinde, die erst kürzlich ein Gemeindehaus und eine Friedhofshalle in Aussicht genommen hatte, nicht auch noch diese Last auferlegen zu dürfen. Aber die von Jahr zu Jahr steigende Seelenzahl am Bahnhof, die dadurch nötig gewordene intensivere kirchliche Versorgung, auch die immerhin drohende Gefahr, durch die aufblühende katholische Gemeinde ins Hintertreffen gerückt zu werden, machte den Bau eines schönen und würdigen Gotteshauses gerade in diesem Bezirk zu einem dringenden Bedürfnisse. Aus dieser Erkenntnis heraus und zugleich, um die Kirchenvertretung von der Möglichkeit eines Kirchenbaues zu überzeugen, auch um die Ausführung des Baues zu erleichtern, wurde auf Anregung eines provisorischen Komitees (gebildet am 6. Dezember 1900) die Gründung eines Kirchenbauvereins beschlossen. In einer von diesem Komitee am 10. Februar 1901 im Köppeschen Saale abgehaltenen Versammlung der evangelischen Hausväter des Bahnhofes erklärten gleich 189 Männer durch Namensunterschrift ihren Beitritt zum Verein. Seid dieser Zeit ging eine freudige Erregung und ein siegesfrohes Hoffen durch die Herzen. Der zum Vorsitzenden ernannte Herr F.W.Maiweg betätigte seinen Opfersinn dadurch, dass er ein von den Herren W.Schult-Overbek und W.Bolte-Grieb zum Preise von Mark erworbenes Grundstück vorbehaltlich der Genehmigung Seiner Majestät dem Kirchenbauverein als Bauplatz für die zu errichtende Kirche unentgeldlich zur Verfügung stellte. Durch diese hochherzige und selbstlose Schenkung fand die so schwierige Platzfrage ihre schnelle und befriedigende Lösung. (Festschrift, Seite 5f) In einem Schreiben des Kirchenbauvereins an das wohllöbliche Presbyterium wurde der Kirchengemeinde die Gründung des Kirchenbauvereins zu Langendreer Bahnhof angezeigt und die Notwendigkeit einer Kirche am Bahnhof dargelegt. Begründet wurde dies mit dem 4

5 starken Bevölkerungszuwachs insbesondere am Bahnhof: Das verehrliche Presbyterium wird uns gewiß darin beipflichten, dass die altehrwürdige Kirche (s.c. Christuskirche) in Langendreer für evangelische Einwohner nicht mehr ausreicht, zumal die Zahl der evangelischen Bewohner in den letzten Jahren um mindestens 1000 jährlich gestiegen ist und in höherem Maße weiter steigen wird. Die schnelle und rapide Entwicklung hat nun am Bahnhof stattgefunden, wo auf kaum ein Quadratkilometer etwa 4000 evangelische Einwohner zusammen wohnen und voraussichtlich durch die weitere Entwicklung der Mansfelder Werke und lebhafte Privatbautätigkeit eine schnelle Vermehrung stattfinden wird. Ist doch in diesem Jahr hier am Bahnhof viel mehr gebaut worden wie in den übrigen Gemeindeteilen von ganz Langendreer. (Festschrift, Seite 6) Aus diesen Gründen wenden wir uns vertrauensvoll an das verehrliche Presbyterium mit der Bitte, uns in unseren Bestrebungen, das kirchliche Leben am Bahnhof zu heben, zu unterstützen und das Erforderliche bald veranlassen zu wollen. (Festschrift, Seite 8) Wie das Schreiben aufgenommen wurde, dazu schreibt Pastor Grügelsiepe: Dieses Schreiben stand am 17. Dezember 1901 innerhalb des Presbyteriums zur Verhandlung. Auf das freudigste ergriffen die Vertreter die Gelegenheit, die kirchlichen Verhältnisse nicht bloß am Bahnhof, sondern auch in den übrigen Außenbezirken der Gemeinde einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Denn man war entschlossen, eventuellen Notständen nach jeder Seite hin abzuhelfen, und das um so bereitwilliger, als die kommunale Gemeindevertretung in überaus dankenswerter Weise den Kirchengemeinden einen jährlichen Zuschuss von 1 Mark pro Kopf der Bevölkerung für Kirchenbau-Zwecke zur Verfügung gestellt hatte. Nach langen Verhandlungen kam man endlich am 11. September 1902 in der Sitzung der größeren Kirchenvertretung zu dem erfreulichen Beschluss, zunächst im Langendreerholz mit dem Bau einer Kirche (Pauluskirche) vorzugehen und nach Fertigstellung derselben auch am Bahnhof das mit Sehnen erwartete Gotteshaus (Lutherkirche) zu errichten. Dieser Beschluss wurde in der Sitzung am 22. Januar 1903 dahingehend erweitert, daß beide Bauten gleichzeitig in Angriff genommen werden sollen. Nun hing es nur noch von der Bestätigung der Königlichen Aufsichtsbehörde ab, ob die Beschlüsse der Kirchenbauvereins und des Presbyteriums zur Tat werden sollten. (Festschrift, Seite 8f) 2. Bau der Lutherkirche ( ) Die Bauleitung wurde G.U.Fischer und dessen Sohn R.Fischer aus Wuppertal- Barmen übertragen. Das Presbyterium legte die Grundlagen des Planes fest. Die Kostenberechnung für das äußere Mauerwerk betrugen Mark. Diese Summe wurde am 2. April 1903 kirchenaufsichtlich bewilligt und der Entwurf zur Ausführung genehmigt. Die Bauarbeiten wurden öffentlich ausgeschrieben und dann am 2. September 1903 an die Firma Bauunternehmer Karl Maiweg vergeben. Die Genehmigung der königlichen Regierung traf Mitte September ein; kurz darauf wurde der erste Spatenstich zur Lutherkirche mit Dank gegen Gott getan. Die Erdarbeiten gingen rasch von statten, sodaß bald der erste Stein gelegt werden konnte. Vor Eintritt des Winters wurde das Mauerwerk noch bis zur Oberkante des Fundaments gefördert, doch mußte die 5

6 Grundsteinlegung bis zum Frühjahr verschoben werden. (Festschrift, Seite 13f) Die Grundsteinlegung fand dann am 20. März 1904 am Sonntag Judika unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit statt. Pastor Dietrich verlas die Urkunde (zitiert aus der Festschrift, Seite 15f): Urkunde über die Grundsteinlegung zur Grundsteinlegung: rechts am Posium Pastor Grügelsiepe, links im Bild F.W.Maiweg und Sohn Karl Maiweg. Lutherkirche am Langendreer-Bahnhof. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Im Jahr des Heils 1904, dem 350. nach Einführung der Reformation, dem 16. Jahr der gesegneten Regierung seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. wurde am heutigen Tage in Gegenwart der unterzeichneten Mitglieder des Presbyteriums und der Repräsentation, sowie unter zahlreicher Beteiligung der Gesamtgemeinde Langendreer der Grundstein in den Neubau der Lutherkirche eingefügt.... Die Fundamente sind bereits während des Herbstes 1903 fertiggestellt und legen wir heute diesen Stein unter betendem Aufblick zu Gott, dem Vater unseres Herrn Jesu Christi, daß er in seiner Gnade wachen und walten möge über den Bau, den wir begonnen haben und das Werk unserer Hände fördern zur Ehre seines Namens und zur Erbauung seiner Gemeinde auf dem einigen Grund, 6 welcher ist Jesus Christus. So geschehen zu Langendreer am Sonntag Judika, den 20. März (Festschrift, Seite 15f) Nach dieser feierlichen Grundsteinlegung konnte der Bau voranschreiten: Zügig und ohne Unfall schritt der Bau vorwärts bis zur Oberkante des Hauptgesimses; Ende September konnte das Hauptdach gerichtet werden und noch mit Schiefer belegt werden. Während des Winters ruhten die Arbeiten, im Frühjahr 1905 wurde der Turm in die Höhe geführt und mit der Ausstattung des Inneren begonnen.... Anfang November war das Werk vollendet. Mit Eifer und treuer Hingabe hatte die Baukommis-

7 sion, welche Anfang 1904 mit sämtlichen Vorarbeiten betraut worden war, sich ihrer Aufgabe erledigt. (Festschrift, Seite 19f) Die Namen der Mitglieder der Baukommission sind folgende: Pastor Grügelsiepe, Vorsitzender, F.W.König, W.Oberschulte, U.Middendorf, F.Lindemann und F.W.Maiweg, dessen unermüdlicher Eifer und reiche Erfahrung der Gemeinde bei diesem Kirchenbau die wertvollsten Dienste erwiesen hat. (Festschrift, Seite 20) Am 10. November 1905 wurde die Lutherkirche feierlich eingeweiht! 3. Die Lutherkirche vor und während der Weltkriege ( ) 1930 bei 25-jährigen Kirchenjubiläum. Vorne in der Mitte: Präses Koch, daneben links: Superintendent Niederstein; daneben rechts: Pfarrer Grügelsiepe. Die Bronzeglocken wurden 1922 durch drei neue Stahlglocken ersetzt. Es waren Gussstahlglocken des Bochumer Vereins. Sie wurden in einem Festgottesdienst am 6. August 1922 (6. S.n.Trinitatis) eingeweiht. Am gleichen Abend fand aus gegebenem Anlass um 18 Uhr eine Festversammlung in der Lutherkirche statt. Dem ersten Weltkrieg musste die Lutherkirche Tribut zollen. Ihre drei Bronzeglocken wurden für Kriegszwecke entnommen und eingeschmolzen. Glocke mit Pfarrer Grügelsiepe Abholung der Glocken bei der Firma Rinder in Sinn im Dillkreis (Pfarrer Grügelsiepe und Herr F.W.Maiweg) 7

8 Zu den Geschehnissen in den letzten Kriegsjahren schrieb der Gemeindehelfer Jonas Drechsler in der Festschrift 45 Jahre Lutherkirche : Und nun noch ein Wort darüber, wie unsere Kirche zu Schaden kam. Um die Pfingstzeit 1944 wurde die Bochumer Gegend weithin mit einer Menge Brandbomben beworfen. Auch der Stadtteil Langendreer wurde von einer Anzahl getroffen. In unmittelbarer Nähe der Kirche fielen etliche, doch ohne Schaden anzurichten. Erst später entdeckte unser Küster, daß das Kirchdach und ein Querbalken durchschlagen worden waren, ohne Brandschaden zu verursachen. Beim Abwurf einzelner Sprengbomben in der Umgebung der Kirche wurden durch den Luftdruck mehrere Male Teile der Kirchenfenster zerstört, die natürlich bald wieder notdürftig dicht gemacht waren. So stand die Kirche noch im Weihnachtsschmuck, als am 15. Januar 1945, nachm. gegen 15 Uhr, plötzlich ein starker Angriff auf Langendreer erfolgte. In unmittelbarer Nähe der Kirche gingen mehrere schwere Bomben nieder. (Auf dem Kaiserschulplatz, an der Ecke Wittenbergstr. und Kaiserstr. u.a.) Diese starken Erschütterungen riefen beträchtlichen Schaden an dem Kirchengebäude hervor. Bei diesem Angriff fanden eine ganze Anzahl Gemeindeglieder den Tod. Ein späterer Angriff im Monat März (etwa 18.3.) vermehrte dann das Zerstörungswerk dann noch erheblich. Fast alle Türen und Fenster waren derart beschädigt, daß Wind und Regen ungehindert eindringen konnten. Um die Orgel möglichst zu erhalten, wurde sie bald abmontiert und die Pfeifen im Gemeindehaus aufbewahrt. Verschiedene Besichtigungen hiesiger und anderer Sachverständiger fanden statt und ergaben, daß die Beschädigungen größer waren, als man erwartet hatte. (Festschrift 45 Jahre Lutherkirche ) Zu den Schäden schreibt in derselben Festschrift Pastor Kurt Koschnick: Die großen Rabitzgewölbe waren eingestürzt. Die großen Abschlußsteine der Giebel waren heruntergefallen und z.t. zerstört. Der Dachstuhl 8

9 durch den Luftdruck so sehr aus seiner Lage gekommen, daß der gesamte Bretterbelag abgenommen und jeder Sparren neu gelagert werden mußte. Auch das Dach über dem Altarraum war völlig aus seiner Lage gerückt und mußte neu gestellt werden. Die Verschalung des Turmdaches war zu einem großen Teil heruntergestürzt und die Sparren waren teilweise verlagert. Der gesamte Schieferbelag war unbrauchbar geworden. (Festschrift 45 Jahre Lutherkirche ) 4. Behebung der Kriegsschäden ( ) Die Behebung der Schäden gestaltete sich schwierig, weil es in der Nachkriegszeit an den notwendigen Materialien fehlte. Doch mit großem persönlichen Einsatz vieler Gemeindeglieder wurde das Kirchendach wieder hergerichtet und gedeckt und auch das Deckengewölbe eingeputzt. Aus Kostengründen wurde auf die ursprüngliche Ausmalung verzichtet. Jedoch konnte, wie schon bei der ersten Innenausmalung, erneut der Kirchenmaler Heinrich Rüter (geboren 1877 in Bergedorf bei Hamburg; gestorben 1955) aus Düsseldorf zur Ausmalung des Kirchraumes gewonnen werden. So konnte am Sonntag, den 5. November 1950 das 45-jährige Bestehen in einer weitgehend wiederhergestellten Lutherkirche gefeiert werden. 5. Die Lutherkirche auf dem Weg in die Gegenwart ( ) Im Jahre 1976 wurde mit dem Schreiben des Landeskonservators von Westfalen- Lippe unsere Kirche unter Denkmalschutz gestellt, weil sie als neugotische Kirche im Hinblick auf den Grundriß ein erhaltenswertes Beispiel einer kreuzförmigen Emporenkirche des späten Historismus 9

10 nach dem Gedanken des `Wiesbadener Programms bietet. (Festschrift Lutherkirche 75 Jahre, Seite 26) Die Orgel wurde 1977 gründlich durchgesehen und repariert. Vorausgegangen waren Diskussionen im Presbyterium, die Orgel zu erhalten oder durch eine kleinere, neue Orgel zu ersetzen, da eine pneumatische Orgel sehr störanfällig ist und der heutigen Spielweise nicht mehr entspricht. Mit einem Kostenaufwand von ca ,- DM, die zum wesentlichen aus Gemeindekreisen gespendet wurden, beschloß man, eine Reparatur zur Erhaltung der Orgel durchzuführen. (Festschrift Lutherkirche 75 Jahre, Seite 26) Im Frühjahr 1978 wurde eine umfangreiche Sanierung des Turmes notwendig. Einige Steine der Turmfront hatten sich gelöst und waren herabgefallen. Ursache war hinter die Fassade gelaufenes Regenwasser. Es wurde eine umfangreiche Sanierung des Turmes in einem 1. Bauabschnitt beschlossen: Es wurden Arbeiten zu insgesamt ,- DM für diesen Abschnitt vergeben. Erst nach Aufstellung des Gerüstes stellte sich das wahre Ausmaß der Schäden dar. Durch Kriegseinwirkungen und Luftverschmutzung waren große Maßwerksteile im Glockenturm zerstört, der Heilbronner Sandstein bis zu 2 cm tief zerfressen. Die Brüstung des Turmumgangs war auf dem in der Hitze verflüssigten Asphalt nach außen und aus der Verankerung gerutscht. In 7-monatiger Bauzeit wurden die Arbeiten von der Firma Boullion aus Dortmund durchgeführt, wobei zum Bedauern der Beteiligten die nach dem Krieg aus Beton unförmig hergestellten Maßwerke an der Westseite das Glockenturmes aus Kostengründen nicht durch feinere Maßwerke ersetzt werden konnten. Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten wurde der Glockenstuhl vollkommen überholt und unter dem Glockenstuhl zwei große Stahlträger eingebaut. (Festschrift, Lutherkirche 75 Jahre, Seite 26) Ebenfalls während dieser Baumaßnahme wurde die Turmuhr mit ihren 2,30 m großen Zifferblätter ausgebaut und restauriert. In den Jahren 1988/89 wurden weitere Sanierungsmaßnahmen am Glockenstuhl durchgeführt und unter anderem die Schalljalousien erneuert (rd DM). 6. Umfangreiche Sanierungen ( ) In den 90er Jahren folgten zwei weitere Bauabschnitte (3. Bauabschnitt: Euro; 4. Bauabschnitt: rd Euro) zu denen umfangreiche Dachdeckerarbeiten gehörten sowie die Sanierung der äußeren Natursteinfassade durch die Firma Colarit. In kleinen Schritten wurden in den 90er Jahren nach und nach neue Fenster 10

11 nach den Entwürfen von Oswald Krause- Rischard (geboren 1955 in Hagen) in die Lutherkirche eingesetzt: Im Altarraum zwei hohe Seitenfenster und im Kirchenschiff zu beiden Seiten unter den Fensterbögen jeweils Dreiergruppe von Fenstern (insgesamt 21 der 24 Fenster; eine Dreiergruppe wurde ausgespart). Es liegen zwei Gutachten des Architekturbüros Harder & Pöpsel vor. Einmal zum Turm (März 2009) und zum Kirchenschiff (April 2009): Am Kirchturm wurden erhebliche Schäden am Glockenturm, am äußeren Mauerwerk und an der Deckung des Turmhelmes festgestellt. Die Kosten für eine Sanierung des Turmes werden im Gutachten mit Euro beziffert. Bei der Begutachtung des äußeren Zustandes des Kirchenschiffes wurden erhebliche Mängel an der Dacheindeckung und der Steinverdachung festgestellt, dazu Schäden an Maßwerkteilen der Rosette im Süden und des Chorfensters. Auch das Glas der Rosette an der Nordseite hat mehrere Löcher und Risse, ebenso die Verglasung. Die Sanierungskosten betragen laut Gutachten Euro für die Dacheindeckung und Euro für die Fassade des Kirchenschiffes. Im September 2010 wurden am Turmhelm der Lutherkirche Sicherungsmaßnahmen von einem Hubsteiger aus durchgeführt: Lose Dachschindeln wurden befestigt und der Turmhelm mit einem Netz überzogen. Dieses verhindert, dass selbst bei Stürmen keine Schindeln mehr zu gefährlichen Flugobjekten werden können. Die Kosten für die Turmhelmeinnetzung lagen bei Euro. Hinzu kamen zwei weitere notwendige Sofortsicherheitsmaßnahmen in Höhe von Euro. 7. Der Weg zur Entwidmung (von 2000 bis 2012) Nachdem im November 2008 Steine und Teilstücke aus dem Maßwerk der Lutherkirche herabgestürzt waren, wurden die gefährdeten Bereiche rund um die Kirche gesichert und die Lutherkirche eingehend von einer sachverständigen Architektin untersucht. 11

12 Nach eingehenden Beratungen hat das Presbyterium der Kirchengemeinde Langendreer in seiner Sitzung vom 18. Oktober 2011 beschlossen, die Lutherkirche ab Sommer 2012 nicht weiter als Gemeindekirche zu nutzen und daher ihre Entwidmung als Gottesdienststätte beim Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen zu beantragen. Die Gemeindeglieder und die interessierte Öffentlichkeit wurden darüber in einer Gemeindeversammlung am 8. November 2011 im Gemeindehaus in der Wittenbergstraße und in der Presse informiert. Die Aufgabe der Lutherkirche als Gottesdienststätte gehört in einen größeren Rahmen von Beschlüssen und Maßnahmen eines Gebäudekonzeptes für die Kirchengemeinde. Dieses Konzept ist notwendig geworden, weil die Gemeindegliederzahlen ja schon seit längerem rückläufig sind und weiter sinken werden: 2002 waren es Gemeindeglieder, 2010 waren es Gemeindeglieder und 2020 werden es um die 9500 Gemeindeglieder sein. Gleichzeitig sinken auch die Einnahmen aus Kirchensteuermitteln. Beides bewirkt, dass der derzeitige Gebäudebestand an Kirchen und Gemeindehäusern (vier Kirchen und vier Gemeindehäuser) überdimensioniert ist gemessen am tatsächlichen Bedarf und der finanzwirtschaftlichen Situation der Gemeinde. Angesichts dieser Situation sieht sich die Gemeindeleitung außer Stande, auf Dauer alle evangelischen Kirchen und Gemeindehäuser zu erhalten. Schon jetzt gelingt es der Kirchengemeinde nicht, einen Haushalt aufzustellen, in dem notwendige Sanierungsmaßnahmen aller Gebäude und die Bildung von notwendigen Rücklagen berücksichtigt sind. Aufgrund der notwendigen und auch dem Bedarf angemessenen Reduzierung der Gebäude, die die Kirchengemeinde in Zukunft erhalten und nutzen kann, und dem aktuell hohen Sanierungsstau an 12

13 der Lutherkirche hat das Presbyterium entschieden, die gemeindliche Nutzung der Lutherkirche aufzugeben und ihre Entwidmung beim Landeskirchenamt in Bielefeld zu beantragen. Zugleich sucht die Kirchengemeinde nach Möglichkeiten, wie das Gebäude der Lutherkirche erhalten bleiben kann. Das Landeskirchenamt hat in seiner Sitzung am 24. Januar 2012 kirchenaufsichtlich genehmigt, die Gottesdienststätte in der Lutherkirche auf Dauer der gottesdienstlichen Nutzung zu entziehen (Entwidmung). Dies wurde der Kirchengemeinde im Schreiben vom mitgeteilt. Im Zuge des Entwidmungsverfahrens wurde eine umfangreiche Inventarisierung der Lutherkirche seitens der Evangelischen Kirche von Westfalen erstellt. Der letzte Gottesdienst in der Lutherkirche wird am 17. Juni 2012 gefeiert. 8. Ausblick Die Lutherkirche ist ein Wahrzeichen! Nicht nur am Alten Bahnhof sondern für ganz Langendreer! Ohne sie würde Langendreer einen bedeutenden Blickfang verlieren. Weithin sichtbar bietet sie Orientierung im Stadtbild von Langendreer. Als Gebäude ist die Lutherkirche ein besonderes Symbol für die Entwicklung Langendreers. In ihr drückt sich der Wandel vom Bauern-Dorf zum Stadt-Teil Langendreer aus. Ein Wandel der durch den Bergbau und der damit verbundenen Industrieansiedlung angestoßen wurde. Die sprunghaft angestiegene Bevölkerung brauchte neue Gotteshäuser. Die alte Dorfkirche (zwar schon vergrößert) reichte bei weitem nicht aus. Zwei neue evangelische Kirchen wurden errichtet. Und als Dom von Langendreer entsprach die Lutherkirche in besonderer Weise dem (neuen) städtischen Charakter von Langendreer. Sie war eingebunden in einen aufblühenden Stadtteil mit großzügiger Einkaufstraße (dem Kaisersteg ) und vielen weiteren großzügigen Wohnhäusern im Umfeld. Ein Stadtteil, der die aufgeblühte Industrie im Bochumer Osten widerspiegelte mit seinen großen Zechen und seinem großen Umschlagbahnhof. Lange lebte und strahlte der Alte Bahnhof in diesem Glanz. 13

14 War die Lutherkirche vor gut 100 Jahren ein Symbol für den Aufschwung des Stadtteils. So steht sie heute erneut im Mittelpunkt eines Wandels. Der Stadtteil hat sich verändert. Es leben weniger Menschen am Alten Bahnhof und die Zusammensetzung ist erkennbar bunter geworden. Er hat nicht mehr die Größe und Bedeutung wie früher. Die Gebäude zeugen zwar immer noch vom alten Glanz, aber viele sind in die Jahre gekommen und man sieht manchem seine Gebrechlichkeit an. Und es fehlt an Geld und Energie, um ihnen zu neuem Glanz zu verhelfen. All das trifft insbesondere auch auf die Lutherkriche zu. Schon seit langem kann die Kirchengemeinde nicht das Geld aufbringen, um sie innen wie außen angemessen zu sanieren. Zudem ist sie seit vielen Jahren zu groß für die Kirchengemeinde, die sich dort noch versammelt. Die Kirchengemeinde, die von Jahr zu Jahr kleiner wird, kann die Lutherkirche nicht erhalten und braucht auch eine solch große Kirche nicht. Aber der Stadtteil und Langendreer brauchen die Lutherkirche als wichtiges Zeugnis und Baudenkmal der Zeit, die Langendreer geprägt hat. Zugleich kann sie zum Hoffnungszeichen werden, dass Langendreer auch in Zukunft seine Besonderheit und seine Bedeutung haben wird. Thomas Vogtmann Worte zur Lutherkirche Pfarrer Wilfried Engelbrecht Nein! - Ihren 107. Geburtstag wird sie nicht mehr erleben, unsere Lutherkirche, nur das Gebäude steht dann wohl noch. Der Gedanke daran, das Aussprechen und Niederschreiben - das tut richtig weh! Und wie viele gute Zeiten hatte sie - und wir mit ihr!? Ja! - Für eine Kirche sind 100 Jahre ein kurzes Leben. Nur für ca. vier Generationen war sie auf Zeit oder auf Dauer ein vertrauter Ort. Und sie war ein `Wahrzeichen, schon von weitem sichtbar am `Alten Bahnhof inmitten der Häuser, obwohl sie nicht erhaben dasteht. Der `Einweihung würde ja jetzt die `Entweihung entsprechen, aber damit ist sachlich etwas anderes gemeint; darum ist die `Entwidmung schon der vornehmere Ausdruck - aber in der Sache ist die Konsequenz die gleiche. Dabei kam mir ein merkwürdiger Gedanke: Wenn man die Kirche wie jedes Gebäude betrachtete, könnte man auf die Idee kommen, man hätte 1905 einen unbefristeten Mietvertrag mit Gott geschlossen, der jetzt ausläuft und man ihm kündigen muss. 14

15 Gründe für diese Maßnahme gibt es doch reichlich und einleuchtend. Aber da schließt sich doch eine weitere Frage an: Können wir denn sicher sein, dass Gott jemals in `seinem Haus gewohnt hat? Es gibt eine Geschichte im 1. Buch der Könige (Kapitel 8), in der berichtet wird, dass der König Salomo den Tempel in Jerusalem baut und ihn ausstattet mit den edelsten und feinsten Materialien. Und im Tempel findet dann auch die Bundeslade ihren Platz, die das Volk Israel mitgeführt hat auf seinem Weg aus der Sklaverei in Ägypten. Die Lade enthielt unter anderem die Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Mose am Berg Sinai von Gott empfangen hatte und die für das Volk Israel kurz `das Gesetz waren. Die Bundeslade war für diese Menschen das Symbol des `mitgehenden und nahen Gottes. Und Salomo beteuert in seinem Gebet: So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung, eine Stätte, dass du ewiglich wohnest. (1. Könige 8,13) Aber so wird aus dem `mitgehenden ein `eingemauerter Gott. Und diesen Gedanken hat auch Salomo. Stellt er doch im gleichen Gebet die bange Frage: Sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? (Vers 27). Das AT erzählt ganz lebensnah von dem `Gott, der mitgeht, der nahe bei seinen Menschen ist. Die Wolkensäule und die Feuersäule zeigen dem Volk den Weg aus der Knechtschaft. Und als Jakob die `Himmelsleiter geschaut hat, muss er voller Erfurcht bekennen; Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. (1. Mose 28,17). Damit soll deutlich werden: man braucht kein Haus aus Stein mit Turm, Glocken, Orgel, Altar usw. - wenn man Gott anbeten will. Viele von uns haben das erlebt bei Freizeiten in Canyadell unter der großen Pinie bei unseren Gottesdiensten und beim Abendmahl. Da waren wir nur `Gemeinde auf Zeit! Aber sind wir das nicht immer? Ein fester Ort, an dem Gemeinde sich versammelt, ist hilfreich - aber nicht Bedingung für unser Christsein. Im Prolog des Johannes-Evangeliums steht: Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Johannes 1,14). Im griechischen Text steht da εσκηνωσεν, zu deutsch `zeltete, dass heißt, `es kann jederzeit abgebaut werden. Das ist ein treffendes Bild für die Kirche - sie soll sein die `Hütte Gottes bei den Menschen. Viele Kirchenbauten erinnern mit ihrer Architektur an das Zelt. Und im 1. Brief des Petrus wird die Gemeinde beschrieben als ein Haus aus lebendigen Steinen (2,5). Die Gemeinden in der sogenannten Diaspora wissen oft viel besser als wir, worum es im Glauben geht, gerade auch in einer immer unchristlicher werdenden Umwelt. Mir ist es wichtig daran zu erinnern, dass 15

16 der Auftrag der christlichen Gemeinde, `nahe bei den Menschen zu sein, am Alten Bahnhof seinen sichtbaren Ausdruck gefunden hat in der Reihenfolge der entstandenen Bauten: Zuerst der Kindergarten in der Eislebener Straße im Jahre 1893, dann erst das Pfarrhaus, Lutherkirche, Gemeindehaus. Und wie viel an Segen gerade vom Kindergarten Eislebener Straße durch `Tante Hanna Grügelsiepe und ihre Mitarbeiterinnen ausgegangen ist in die Häuser der Familien der Gemeinde, durch so viele Jahre - das ist nahezu unbeschreiblich, ja ein Lehrstück für diakonischen Gemeindeaufbau. Doch wie sagt schon der Prediger Salomo (Kapitel 3,1): Ein jegliches hat seine Zeit. Wohl wahr! Aber wir wollen manche Wahrheiten eben nicht wahrhaben, wie sie nun mal sind. Das ganze 20. Jahrhundert war eine Hoch- und Blütezeit für die Gemeinde um die Lutherkirche. Und diese Zeit ist jetzt vorbei. Doch damit ist ja unser Glaube nicht vorbei, das sage ich noch einmal mit ganzem Ernst. Was wird aus dem Gebäude werden, wenn es denn nicht mehr als Kirche genutzt wird? Vieles ist denkbar: Konzertkirche, Gaststätte, Bürgerhaus, Disco, Moschee... Die Lutherkirche ist nicht die erste und bestimmt nicht die letzte Kirche mit einem solchen Schicksal. Vor 62 Jahren haben die Menschen, die den Krieg erlebt hatten, für sich selber und für die kommenden Generationen über Taufstein und Kanzel geschrieben: Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von euch finden lassen. (Jeremia 29,13+14) Christus spricht: In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Johannes 16,33) Sie stehen noch immer da - und manch einer hat sie im Herzen. Und das ist gut so! Das gibt Vertrauen für die Gegenwart und Hoffnung für eine Zukunft mit Gott. Beides brauchen wir - jetzt! Den Gedanken um den auslaufenden Mietvertrag will ich beantworten mit einer bekannten Geschichte: 16

17 Frage: Wo wohnt Gott? Antwort: Gott wohnt da, wo man ihn einlässt! Ich wünschte, er hätte viele Wohnungen am `Alten Bahnhof. Ein letztes: In diesem Jahr 2012 sind es 50 Jahre, dass ich die Luthergemeinde und unsere Kirche kenne; denn 1962 kam ich als Vikar zu Herrn Pfarrer Schilling. Und 1971 hat er uns wieder nach Langendreer-West geholt. Ich denke gerne an die gemeinsame Zeit und bin dankbar für viele schöne Jahre und viele treue Menschen. Ihr und Euer Wilfried Engelbrecht Pfarrerin Bärbel Vogtmann Es begann mit einem großen Schrecken! Im November 2008 empfing mich eines Morgens unser Küster an der Lutherkirche und zeigte mir einen großen Stein, der aus der Turmfassade der Lutherkirche herausgebrochen war und unmittelbar neben dem Eingangsportal lag. Mein erster Gedanke: Gott sei Dank es wurde keiner verletzt! Verstehen konnte ich das Ganze zunächst nicht, lag doch die letzte Außensanierung der Kirche gefühlt noch gar nicht so lange zurück. Dennoch gab es keinen Zweifel: Hier bestand Handlungsbedarf, hier ging es auch um die Sicherheit der Kirchenbesucherinnen und besucher. Schnell wurde darum das Presbyterium informiert und sofort war Presbyter Udo Lüning, der sich seit Jugendtagen besonders der Lutherkirche verbunden fühlte, bereit, die nötigen Schritte anzubahnen und zu begleiten. Und derer gab es viele, da kam eine ganze Menge Arbeit auf ihn und andere aus dem Presbyterium zu: Zunächst wurde die Fassade der Kirche von unten eingehend betrachtet und fotografiert, das Material dann mit einem zuständigen Mitarbeiter des Landeskirchenamtes beraten. Schnell war klar: Die Gemeinde muss sofort den Eingang zur Kirche sichern, weil mit dem Absturz weiterer Gesteinsteile aus der Fassade des Turmes zu rechnen war. Durch einen Tunnel und eine seitliche Absperrung durch einen Bauzaun wurde dies in die Tat umgesetzt. Außerdem erhielten wir aus Bielefeld den dringenden Rat, ein sachverständiges Gutachten über das Ausmaß der Schäden in Auftrag zu geben. Herr Lüning nahm gemeinsam mit Herrn Heusner, zu der Zeit der Finanzkirchmeister unserer Kirchengemeinde, und Herrn Ranft, unserem Baukirchmeister, viele nachfolgende Termine, Briefwechsel und Telefonate wahr. Parallel dazu begannen wir gemeinsam im Presbyterium den ersten Schrecken zu verarbeiten: 17

18 Wir fragten uns, ob bei der letzten Außensanierung wohl alles richtig gelaufen war, und stellten bei der Überprüfung fest, dass die jeweiligen Bauabschnitte nach den aktuellen Erkenntnissen zur Sanierung und Bearbeitung der Sandsteinverkleidung erfolgt waren. Die Arbeiten am Turm der Kirche lagen aber inzwischen ca. 30 Jahre zurück ein Zeitabschnitt, der durch Witterungseinflüsse einerseits und durch einen in Bewegung befindlichen Untergrund der Kirche andererseits nicht ohne Auswirkungen auf die Fassade bleibt. Aus diesem Grund müssen natürlich eigentlich für ein solch kostenintensives Gebäude wie die Lutherkirche fortlaufend Rücklagen gebildet werden. Aber seit den 90er Jahren wurde aus unterschiedlichen Gründen das der Gemeinde zur Verfügung stehende Geld knapper, wir hatten zunehmend Mühe, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Dabei war an Gebäuderücklagen nicht zu denken. So war die Erschütterung groß, als dann das erste Gutachten allein für die Turmsanierung ein Volumen von Euro benannte. Das Presbyterium war schockiert und ebenso die Gemeindeglieder, die nach und nach davon erfuhren. Wie, um alles in der Welt, sollten wir das schaffen, wo wir inzwischen nicht mal mehr einen ausgeglichenen Haushalt hatten, sondern uns in Haushaltssicherung befanden? Zum ersten Mal tauchte der eigentlich undenkbare Gedanke am Horizont auf, dass die Lutherkirche durch die Gemeinde nicht zu halten sein könnte. Ich war sicher nicht die einzige, in der innerlich alles rebellierte: Das durfte doch nicht wahr sein! Das konnte gar nicht wahr sein! Noch während das zweite Gutachten für das Kirchenschiff in Arbeit war, wandten wir uns darum an diverse Stellen mit der Bitte um finanzielle Hilfe: Kirchenkreis, Landeskirche, Stadt Bochum mit der Unteren Denkmalbehörde, Landesdenkmalbehörde Von allen Seiten hörten wir eine ähnlich klingende Antwort: Alle waren und sind bereit, uns mit allen ihnen möglichen Mitteln dabei zu unterstützen, die schöne und denkmalgeschützte Kirche zu erhalten, allerdings nicht mit wesentlichen finanziellen Mitteln. Nicht dass uns diese Antworten wirklich überrascht hätten, aber deprimierend waren sie dennoch. Es folgten zahlreiche Beratungen im Presbyterium, die sachlich herausfordernd und emotional belastend waren, und mancher Beschluss auf dem Weg war auch finanziell anspruchsvoll. So wurde z.b. der Turmhelm der Lutherkirche aufwendig durch ein Netz gesichert. Manche Mitglieder des Presbyteriums sprachen sehr bald auch schon extreme Konsequenzen an wie den möglichen Verfall oder gar Abriss der Lutherkirche. Andere mit einem engeren persönlichen Bezug zur Lutherkirche, waren regelrecht in Trauer: mal wütend, mal traurig, mal ängstlich-verzagt - wie das eben so ist, wenn wir trauern. Seit dieser Zeit habe ich unzählige Gespräche mit allen möglichen Menschen über die Situation und Zukunft der Lutherkirche geführt. Spätestens seit den entsprechenden Veröffentlichungen in den Gemeindebriefen und der lokalen Presse gab es praktisch keine Gemeindeveranstaltung, keinen Geburtstagsbesuch, keine Begegnung im Stadtteil, bei der die Sorgen um die Kirche nicht angesprochen worden wären. Wir waren oft gemeinsam traurig und ratlos. Aber natürlich begegneten mir auch Ärger und Wut über die Situation, Vorwürfe auch an die Pfarrerin des Bezirks, an das Presbyterium, an die übrigen Pfarrer wurden laut. Irgendjemand musste doch Schuld sein an dem Fiasko! Ebenso gab es aber auch viele Gespräche mit Menschen, die zwar traurig und bestürzt waren, aber zugleich auch dem Presbyterium und mir ihr Vertrauen aussprachen. Ich stellte fest, dass besonders die Menschen, die intensiv am Gemeindeleben und auch den Gottesdiensten teilnehmen, ebenso wie ich selbst eine Entwicklung 18

19 durchmachten. Wir gewöhnten uns miteinander in den zahlreichen Gesprächen an den zuerst undenkbaren Gedanken, dass wir kurzfristig keine gemeindeinterne Lösung zum Erhalt der Lutherkirche finden werden; ja dass die Lutherkirche als Gottesdienststätte der Gemeinde womöglich aufzugeben sei. Dieser Schritt trat immer stärker in unser Blickfeld, nachdem wir die Lösungssuche für den Finanzbedarf der Lutherkirche in den größeren Horizont eines gesamten Gebäudekonzeptes für unsere Kirchengemeinde stellten. Eine externe Beratung bestätigte, was wir im Presbyterium schon ahnten: Unser tatsächlicher Raumbedarf gemessen an den gesunkenen Gemeindegliederzahlen einerseits und gemessen am Finanzaufkommen andererseits liegt bei ca. 50% des derzeit vorhandenen Raumangebotes. Das bedeutet: Auch unabhängig von der Sanierungsbedürftigkeit der Lutherkirche müssen wir uns zügig von Kirchen und Gemeindehäuserflächen trennen, um finanziell gesund und damit handlungsfähig als Kirchengemeinde zu bleiben. Daraufhin hat das Presbyterium im vergangenen Jahr beschlossen, die beiden kirchlichen Orte Christuskirche/Gemeindehaus und Michaelkirche/Gemeindehaus zu den zwei Zentren der Gemeinde zu erklären und alle übrigen Standorte schrittweise zu verkleinern bzw. irgendwann voraussichtlich auch aufzugeben. Leicht ist uns dieser Beschluss nicht gefallen, weil wir wissen, dass er viele Konsequenzen hat, die deutlich als Verschlechterung von vielen Gemeindegliedern empfunden werden müssen. Mit diesem Beschluss der zwei Zentren ging auch der Beschluss einher, die Lutherkirche als regelmäßige Gottesdienststätte der Gemeinde zu schließen. An diesem Punkt stehen wir jetzt: Der Beschluss des Presbyteriums wurde kirchenaufsichtlich geprüft und bestätigt, und am 17. Juni feiern wir den letzten regulären Gottesdienst in der Lutherkirche. Viele Menschen haben seit der Bekanntgabe dieses Beschlusses bereits auf ihre Weise Abschied genommen, haben z. B. ganz bewusst in diesem ersten Halbjahr 2012 die Gottesdienste oder Passionsandachten mitgefeiert. Die Kinder des Kindermorgens haben die Lutherkirche noch einmal aus ihrer Perspektive fotografiert und die Kinder des Kindergartens haben die Kirche noch einmal besucht und eine Altarkerze zur Erinnerung mitgenommen. Seit der Bekanntgabe, dass wir die Lutherkirche als Gottesdienstort aufgeben, hat sich aber auch noch anderes ereignet, manches, was für die Zukunft dieser schönen Kirche hoffen lässt: Es gibt einige Bemühungen, ein Konzept für eine mögliche Nachnutzung der Kirche zu entwickeln; mit verschiedenen Menschen bin ich in den letzten Monaten darüber in konstruktive Gespräche gekommen. Auch wenn es im Moment noch keine spruchreife Idee dazu gibt, wie es mit unserer Lutherkirche weitergeht, so lässt sich aber doch dreierlei mindestens sagen: Mit der Schließung der Lutherkirche zieht sich die Kirchengemeinde nicht mit ihrer Arbeit aus dem Stadtteil Alter Bahnhof zurück, sondern bleibt in Kindergarten und Gemeindehaus im Ortsteil präsent, die Gottesdienste finden in Zukunft 14-tägig im Gemeindehaus an der Wittenbergstraße 11a statt. Die Lutherkirche bleibt auch als eine Kirche, die nicht mehr regelmäßig für Gottesdienste genutzt wird, ein erhaltenswertes Baudenkmal im Stadtteil, für das die Kirchengemeinde als Eigentümerin weiterhin Verantwortung trägt. Zugleich wird es der Kirchengemeinde nur gelingen, dieses Baudenkmal zu erhalten, wenn sich andere Kooperationspartner finden, mit denen gemeinsam eine Nachnutzungsidee entwickelt und umgesetzt wird. Ich hoffe sehr, dass uns dies gemeinsam in absehbarer Zeit gelingt. Pfarrerin Bärbel Vogtmann 19

20 Superintendent des Kirchenkreises Bochum Pfarrer Peter Scheffler Liebe Gemeindeglieder Ich empfinde es persönlich, aber auch aus Sicht des Kirchenkreises, als schmerzlich, eine Kirche entwidmen zu müssen. Die Lutherkirche in Langendreer, gerade einmal 107 Jahre alt, der Stolz der Evangelischen im Bezirk um den Alten Bahnhof, ist nicht mehr Gottesdienststätte. Das Presbyterium der Gemeinde Langendreer, musste sich zu diesem schweren Schritt entschließen, aber es steht mit seinem Antrag auf Entwidmung nicht allein in unserem Kirchenkreis. In dem im Jahr 2003 von der Kunsthistorikerin Christel Darmstadt herausgegebenen Buch Sakrale Baukunst in Bochum werden im Evangelischen Kirchenkreis Bochum 27 evangelische Kirchen gezählt. Nicht miteingerechnet sind Gemeindezentren und Gemeindehäuser, in denen regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Das waren im Jahr 2003 insgesamt weitere 8 Gottesdienststätten. An historischen (mehrere hundert Jahre alt) Kirchen finden sich in Bochum nur 4 Kirchen. Das sind: die Dorfkirche in Stiepel, die Vizentiuskirche in Harpen, die Pauluskirche in Bochum Mitte und die Christuskirche in Langendreer. Die meisten Kirchen im Kirchenkreis sind um das Jahr 1900 herum entstanden, im Zusammenhang mit dem Zuzug vieler Evangelischer in das aufstrebende Revier. Nach dem 2. Weltkrieg kamen wenige Neubauten hinzu z.b. die Michaelkirche in Langendreer, die Johanneskirche in Grumme, die Friedenskirche in Stahlhausen. Evangelischen Kirchenkreises Bochum in den letzten 25 Jahren von um mehr als ein Drittel auf jetzt rund Gemeindeglieder. Von den 77 Pfarrstellen im Jahr 1989 wurden bis heute 26 Pfarrstellen nicht mehr besetzt. Die Zahl der Gemeinden sank auf Grund von Vereinigungen von 25 auf 18 Kirchengemeinden. Diese strukturellen Veränderungen machten vor der Nutzung von Gottesdienststätten nicht halt. Entwidmet wurden in den letzten Jahren, der Kirchraum im Ludwig-Steil-Haus in Werne, die Markus Kapelle in Langendreer, die Apostelkirche in Querenburg. Ein Antrag auf Entwidmung wird vorbereitet für die Versöhnungskirche in Hordel und für die Ev. Kirche in Laer. Die Martini Kirche in Eppendorf- Goldhamme wird nur noch sporadisch zu Gottesdiensten genutzt. Zur Zeit entscheidet jede Gemeinde allein über ihren Gebäudebestand. In den Gemeinden gibt es jedoch viel zu geringe Rücklagen, um größere Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden zu finanzieren. Maßnahmen von mehreren hunderttausend Euro sind in der Regel von einer Gemeinde alleine nicht In den letzten Jahrzehnten kam es in der Evangelischen Kirche und damit auch in unserem Kirchenkreis zu gravierenden strukturellen Veränderungen: So sank die Gemeindegliederzahl des 20

21 zu finanzieren. Was in Bochum fehlt, ist ein umfassendes Zukunftskonzept für die kirchliche Gebäudeplanung. In diesem Konzept ist zu klären, welchen Bedarf haben wir in den nächsten Jahrzehnten an kirchlichen Gebäuden, welche Kirchen und Gemeindehäuser wollen und können wir erhalten, welche Sanierungs- und Unterhaltungskosten sind mit diesen Gebäuden verbunden, und wie können wir diese finanzieren. In diesem Zusammenhang ist auch zu klären, ob und wie sich Kirchen mit einem vertretbaren Aufwand zu Gemeinde Stadtteilzentren umbauen lassen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir nicht alle der heute noch genutzten kirchlichen Gebäude auf Dauer in den bestehenden Strukturen unterhalten und in Stand halten können. Daher werden wir auch in den kommenden Jahren über die Umnutzung und vielleicht auch über die Aufgabe weiterer kirchlicher Gebäude entscheiden müssen. Dieser Blick auf die gesamtkirchliche Entwicklung tröstet sicher nicht die Menschen, die in Langendreer um ihre Lutherkirche trauern. Aber vielleicht ist sie ein Anstoß, um im Kirchenkreis zu einer verlässlichen gemeinsamen Gebäudeplanung und Finanzierung zu kommen. Ihr Superintendent Peter Scheffler Architektur Lutherkirche Zum Gebäude Die Lutherkirche wurde als Predigtkirche gebaut: Eine Predigtkirche, in der alle Zuhörer wie ein Herz und eine Seele um das Wort geschart sind. (Festschrift, Seite 23) Daher wählt man mit Bedacht einen Zentralbau, in dem das Kirchenschiff annähernd quadratisch ist. Das Vierungsgewölbe überspannt ein Quadrat von 12 Metern Seitenlänge, von Mitte zu Mitte Bogen gerechnet, und steigt zu der Höhe von 15,50 Meter über den Kirchenfußboden empor. (Festschrift, Seite 24) Um dem Grundriss die Gestalt eines Kreuzes zu geben, wurde das Kirchenschiff (innere Breite von 15,40 m) zu den Rosettenfenstern hin verbreitert (äußere Breite 20,50 m). Die Kirche erstreckt sich von West nach Ost. Im Osten erhebt sich der Chorraum (7,50 m breit und 8,50 m tief), der durch einen Triumphbo- 21

22 gen mit dem Kirchenschiff verbunden ist. An den Chor schließen rechts die Sakristei und links die Kapelle an. Im Westen ist die Turmhalle, in die man durch das Eingangsportal gelangt. Über ihr erhebt sich der 70 Meter hohe Turm, der 8 Meter im Quadrat misst. An beiden Seiten gibt es Treppenaufgänge zu den Emporen. Die Kirche ist aus gelblich grauen Ruhrsandsteinen hergestellt, für Umrahmungen, Portal und Maßwerke wurde Heilbronner Sandstein verwendet. Das Kirchendach wurde in Schiefer gedeckt. Das Kirchengestühl wurde für 800 Kirchenbesucherinnen und Besucher ausgelegt und durch Ausziehsitze an den Bankenden sogar auf 1000 Plätze erweiterbar! Ursprüngliche Innengestaltung Wer durch das Hauptportal tritt, dem bietet sich beim Betreten des Innenraumes sogleich ein Anblick, den er wohl nicht 22 wieder vergißt: Über sich der funkelnde Sternenhimmel mit seinen wuchtigen Friesen und der strahlenden Dornenkrone in der Mitte, vor sich der mächtige Triumphbogen, ganz in Goldmosaik, die kräftigen Gestalten der 12 Apostel tragend und im Hintergrund den gekreuzigten Herrn, zu dessen Füßen händeringend Maria Magdalena liegt, darunter der stille Altar und die beredte Kanzel. (Festschrift, Seite 25f) Zur ursprünglichen Ausmalung schreibt Pfarrer Grügelsiepe in der Festschrift zur Einweihung:... wird gerade durch sie die wundervolle Stimmung, die den Raum beherrscht, wesentlich hervorgehoben. Sie ist nach der ornamentalen, wie nach der figurlichen Seite hin ein Werk des Malers Rüter, Düsseldorf und von demselben in Kaseinfarbentechnik ausgeführt. Rüter ist ein Schüler des Historienmalers Professor von Gebhardt... In strenger Anlehnung an seinen Meister hat er es verstanden mit wenigen Farben eine hervorragende Wirkung hervorzurufen.... Die monumental wirkenden Farben (schwarz, rot, gold) sind von überwältigender Schönheit.

23 Seine Friesen sind einfach und doch wuchtig.... Doch die größte Bewunderung dürften die figürlichen Darstellungen erregen, die sich in dem Chor- und Triumphbogen befinden. (Festschrift, Seite 35f) Den Hauptschmuck der neuen Ausmalung bildet das große Christusbild über dem Altar mit dem auferstandenen Christus. Neugestaltung des Innenraumes Es wurde bewusst eine hellere Farbgebung gewählt. So schreibt Pfarrer Wolf Schilling in der Festschrift 45 Jahre Lutherkirche : Schon beim Betreten des Vorraumes, aber noch mehr beim Eintritt in das Kirchenschiff überrascht die Helligkeit des Raumes. Gegenüber der einstigen, dunkleren Ausgestaltung wurde bewußt eine Farbgebung gewählt, die die natürliche Schönheit und bauliche Gliederung hervortreten läßt und mit geringerem Kostenaufwand herzustellen war. (Festschrift 45 Jahre Lutherkirche ) Als neuer Schmuck kam die Ausmalung des Mittelgewölbes mit seinen vier Feldern hinzu: Je ein Engel mit vier Flügeln (ein Cherubim), der je ein Evangelium hält. 23

24 Altar Der Altar wurde von H.Harlingshausen in Rheda gestaltet. Das Material ist Baumberger Sandstein. Der oberer Teil ist ein Relief, das die Anbetung des Christuskindes darstellt. Im unteren Teil ist das Gotteslamm mit der Kreuzfahne zu sehen. Kanzel Der anklopfende Jesus Der gute Hirte Jesus und die Emmaus-Jünger Taufbecken Die Kanzel ist aus demselben Material, wie der Altar. Sie wird von drei Reliefbilder geschmückt. 24

25 Orgel Auf der Empore gegenüber dem Chorraum wurde eine damals moderne pneumatische Orgel mit 34 Registern und 2100 Pfeifen der Firma Furtwängler & Hammer aus Hannover eingebaut. Sakristei Kreuz und Leuchter 25

26 Gedanken zu den Bibelversen im Altarraum So Ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen. (Jeremia 29, 13-14) Dieser Vers steht in einem Brief, den der Prophet Jeremia an Menschen schreibt, die ihre Heimat verlassen mussten. 587 v. Chr. wird der südliche Teil Israels, das Königreich Juda, von den Babyloniern erobert und die Oberschicht wird nach Babylonien deportiert. Diesen Menschen fällt es schwer, sich mit der neuen Situation abzufinden: fern der Heimat, machtlos, fern von Jerusalem, fern vom Tempel und vom Gottesdienst. Sollen sie sich anpassen an die Babylonier und deren Gott verehren oder sollen sie beim Gott Israels, dem Gott ihrer Väter und Mütter bleiben? Sollen sie davon träumen, bald nach Juda zurückzukehren, oder sollen sie diese Hoffnung fahren lassen und sich in Babylonien einrichten? Jeremia warnt vor falschen Hoffnungen und Träumen, hält die Deportierten aber an, am Gott Israels festzuhalten. Er sagt ihnen, erst einmal wird sich nichts ändern und ihr Leben wird sich in Babylonien abspielen; aber wenn sie Gott treu bleiben, wird Gott sie zurückbringen. Der Bibelvers steht über dem Taufbecken im Altarraum. Angesichts dieses Hintergrundes mutet es merkwürdig an, diesen Vers im Zusammenhang mit der Taufe zu hören. Die Lebenssituation der Täuflinge ist doch eine andere als die der Deportierten und Vertriebenen. Vielleicht aber verstanden die, die den Vers für das Taufbecken ausgesucht haben, ihn auf eine andere Art, vielleicht so: Der Mensch ist vor Gott ein Sünder, er lebt jenseits von Eden. Wenn er sich aber bemüht, in einer Beziehung zu Gott zu leben, wenn die Sünde ihn nicht mehr trennt von Gott, wenn er als Getaufter im Bund mit Gott lebt, dann endet alle Heimatlosigkeit und 26

27 Gottesferne. Taufe das ist Gottes Ja zu diesem Menschen, dem Täufling, vorbehaltlos trotz aller Schuld. Taufe das ist ein geschenkter Bund, ein Versprechen Gottes. Taufe das ist auf der anderen Seite das Versprechen des Täuflings bzw. der Eltern und Paten, dass dieser Mensch sich auf die Suche nach Gott begibt. Und diesem Täufling gilt das Versprechen Gottes: Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen. Pfarrer Jörg Martin Höner Damit ist unsere Angst nicht abgeschafft! Aber sie steht unter einem anderen Vorzeichen, dem Kreuz! Es macht der Angst vor der Welt einen Strich durch die Rechnung! Wenn Jesus durch seinen Tod und die Auferstehung die Gemeinschaft zu Gott wiederherstellt, kann uns nichts mehr von seiner Liebe trennen: Nicht unsere Sorgen oder unsere Angst, aber auch nicht unsere Schuld oder Versagen. Die Wertmaßstäbe der Welt verlieren ihre Herrschaft über uns, weil seine Liebe zu uns mächtiger ist, weil sein Ja zu uns stärker ist, als das du musst aber. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Johannes 16, 33) Johannes beschreibt die Welt negativ, weil sie ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten hat, die der Liebe Gottes zu uns Menschen entgegenstehen. Ob wir wollen oder nicht, bestimmen Werte wie: Erfolg, Reichtum Ansehen, Ehrgeiz und Gewinnstreben unser Leben und nehmen uns in Beschlag. In dieser Welt als Verlierer zu gelten und zu versagen, macht Angst. Diese Liebe ist die Grundlage für unseren Glauben. Christus sagt sie uns zu, wenn wir in der Kirche innehalten und Gottesdienst feiern, wenn wir den Kirchraum verlassen und hinaus in die Welt gehen. Ich darf fest darauf vertrauen, dass Jesus an meinem Leben und meiner Angst Anteil nimmt, sie durchkreuzt und mich im Glauben trägt. Pfarrer Joachim Gentz Die Angst gehört zu meinem Leben dazu, sie wird in diesem Vers nicht verschwiegen oder geleugnet. Das haben die Jünger im Sturm auf dem See Genezareth erfahren. Das begegnet uns tagtäglich in der Sorge um unsere Gesundheit, der Angst vor Einsamkeit und Leid, der Angst um unsere Kinder und Enkel und in unserer Angst vor dem Versagen. Aber wie dem Sturm auf dem See, sagt Jesus unserer Angst, sein ABER dagegen: Ich habe die Welt überwunden! 27

28 Liedtafel Gestühl Das Kirchengestühl ist aus Pitchpine (Pechkiefer) und wurde mit einem dunklen Anstrich versehen. Gedenktafel der Gefallenen im 1. Weltkrieg Gedenktafel und Gedenkbuch der Gefallenen im 2. Weltkrieg 28

29 Turm Der schlanke Helm strebt mächtig zum Himmel empor, als wolle er gleichsam die Menschen dort unten ermahnen, dass unter all der Arbeit und Sorge, dem Hasten und Jagen eins nie vergessen werde, das Trachten nach dem, was droben ist. (Pfarrer Grügelsiepel: Festschrift zur Einweihung, Seite 25) Die Galerie ist geschmückt mit Symbolen der vier Evangelisten (Matthäus: Engel, Markus: Löwe, Lukas: Stier, Johannes: Adler) sowie mit großen massiven Fabeltieren aus Stein. 29

30 Portal Das Portal, ganz aus Heilbronner Sandstein, trägt über sich zwei Engel als Wächter des Heiligtums; in ihren Händen halten sie ein Spruchband, auf dem die Worte leuchten: Heilig, heilig, heilig ist der Herr - alle Lande sind seiner Ehre voll.. (Festschrift zur Einweihung, Seite 25) Über der Tür befindet sich der Bibelvers Der Meister ruft dich (Evangelium nach Johannes, Kapitel 11, Vers 28). Gedanken zu dem Bibelvers über dem Portal Wie viele Menschen mögen im Laufe von fast 107 Jahren durch den Haupteingang der Lutherkirche gegangen sein und dabei den Spruch über dem Eingang gelesen haben? Und was mögen sie dabei gedacht haben? Als ich vor knapp 20 Jahren zum ersten Mal zum Gottesdienst in die Lutherkirche kam, hatte ich zwiespältige Gefühle bei Lesen des Verses. Sofort musste ich beim Meister an den Pastor denken, der da auf mich warten könnte. Das fand ich irgendwie lustig. Dahinter verbarg sich aber wohl etwas anderes. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es Gott selbst ist, der wieder einmal auf mich wartet; und ich ich war nicht oft genug da, war nicht immer bei der Sache, hatte Gott die Woche über vergessen... Dass Gott auf mich wartet, löste ein eher ungutes Gefühl aus. Erst als ich im Rahmen der 100-Jahr-Feier der Lutherkirche näher mit dem Vers beschäftigt war, merkte ich, dass es um etwas ganz anderes geht. Das Wort stammt aus der Lazarus-Geschichte, und mit diesem Vers wird die um ihren Bruder trauernde Maria aus ihrer Angst, Trauer und Resignation heraus gerufen. Es ist ein Wort des Aufbruchs, der Erneuerung, der Rückkehr ins Leben. Als ein solches Wort möchte ich es heute auch lesen, trotz aller widerstreitenden Gefühle angesichts des Anlasses dieser Zeilen. Die Lutherkirche, über 100 Jahre Ort für die Begegnung mit Gott und damit am Ende auch mit uns selbst, mehr vielleicht noch ein markantes Wegzeichen in unserem Stadtteil, irgendwie ein Symbol für Gottes Gegenwart mitten in unserem Alltag als Bürger in Langendreer, soll entwidmet und damit für den Gottesdienst außer Gebrauch genommen werden; ihr weiteres Schicksal ist völlig offen. Das ist umso bedauerlicher, als sie eben auch und gerade ein Symbol ist für das, was wir christliche Werte nennen, für die 2000-jährige Geschichte des sogenannten christlichen Abendlandes, aber ebenso für die Zukunft, die wir als christliche Gemeinde in Langendreer und überhaupt im Sinne Gottes mitgestalten wollen. So ist diese Kirche von großer symbolischer Kraft, gerade an ihrem Standort. Dass sie einmal nicht mehr dort stehen könnte, ist eigentlich unvorstellbar. Und doch ist das Schicksal der Gemeinde vor Ort, der 30

31 Kirche in Langendreer und überhaupt in dieser Welt nicht mit der Lutherkirche verknüpft. Das befreiende Wort an die in ihrer Trauer gefangenen Maria war anfangs nicht in Stein gemeißelt, sondern es war ein Wort von Mensch zu Mensch, getragen von dem festen Vertrauen in die Macht und die Güte Gottes, der die Zeiten überdauert und größer ist als unsere Kirchengebäude. So sehr ich über die Jahre, die ich in Langendreer lebe, die Lutherkirche ins Herz geschlossen habe und so sehr mich ihr Schicksal berührt ich bin überzeugt, dass Gott sich auch weiter seinen Weg zum Menschen sucht. Der Meister wird auch weiter da sein und uns rufen. Vielleicht nicht in diesem Gebäude, aber in einem anderen, und vor allem, zu den Menschen, die er uns anvertraut. Die Gemeinde Gottes verändert sich, und nicht alles finde ich gut oder richtig. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass Gott unsere Wege auch in Zukunft begleitet und behütet. So ist der traurige Abschied auch der Ruf zum Aufbruch, zur Erneuerung und zur Rückbesinnung auf das, was den christlichen Glauben ausmacht. Prof. Dr. Peter Mommer Uhr Zifferblätter zeigen sich an allen vier Turmseiten. Sie sind aus getriebenem Kupfer hergestellt und haben einen Durchmesser von 2,30 m. 31

32 Geläut Es waren ursprünglich drei Bronzeglocken: Die große Glocke (3620 kg), mit den Namen des damaligen Presbyteriums und einer Darstellung Martin Luthers und darunter die Inschrift: Verbum dei manet in aeternum (Gottes Wort bleibt in Ewigkeit). Die zweite Glocke (2073 kg), mit den Namen der Mitglieder der Baukommission und einem Kreuz-Symbol mit der Inschrift: In hoc solo (In diesem allein). Die dritte Glocke (1519 kg), mit dem Bild einer schwebenden Taube und dem Gebetswort: Veni Creator Spiritus (Komm, Schöpfer, heiliger Geist). Die Glocken waren auf das Geläut von St. Marien in der Nachbarschaft harmonisch abgestimmt. Sie wurden schon damals durch eine elektrische Läutemaschine in Bewegung gesetzt. Die neuen Glocken von 1922 waren Gußstahlglocken: Die große Glocke von 1988 mm Durchmesser (3341 kg) Die mittlere Glocke von 1673 mm Durchmesser (1851 kg). Die kleine Glocke von 1430 mm Durchmesser (1313 kg). 32

33 Fenster Die Fenster in der Lutherkirche sind nach den Entwürfen von Oswald Krause- Rischard (geboren 1955 in Hagen) gestaltet. 33

34 Pfarrerinnen und Pfarrer an der Lutherkirche Ernst Grügelsiepe * Wolfgang Schilling * Jonas Drechsler (Gemeindehelfer) Pukrop (Hilfsprediger) Kurt Koschnik (Ostpfarrer) Johannes Kallweit (Ostpfarrer) Wilfried Engelbrecht * Dieter Mögelin * Heinz-Wolfgang Knudsen Uwe Haar * Bärbel Vogtmann * Prof.Dr.theol. Peter Mommer * Gisela Marten-Knemeyer * Pfarrstelle - Ev. KG. Langendreer; Pfarrer - Ev. KG. Langendreer-West Hilfsprediger Pfarrer seit 1938 Kriegsdienst und Gefangenschaft Advent Mai 1949 Pfarrer bis Vertretungen für Pfarrer Schilling Pfarrstelle Pfarrstelle 80er-Jahre 2. Pfarrstelle Vikariat Hilfsdienst Pfarrstelle (eingeschränkter Dienst 50%) seit regelmäßiger ehrenamtlicher Predigtdienst seit Pfarrstelle (eingeschränkter Dienst 50%) Alle Pfarrstelleninhaber versehen den Predigtdienst in der Lutherkirche Seit dem Zusammenschluss am zur Evangelischen Kirchengemeinde Langendreer 34

35 Impressum Evangelische Kichengemeinde Langendreer Alte Bahnhofstr Bochum Redaktion: Karsten Höser, Thomas Vogtmann Bilder: Thomas Eichel, Karsten Höser, Lisa Manske, Andreas Schmitt, Thomas Vogtmann, Gestaltung: Druck: D&L, Schlavenhorst 10, Bocholt persönlich - freundlich - qualifiziert Aktiv in Langendreer Inh. Katja Wiebecke-Nötzel Fachapothekerin für Offizin Pharmazie, Naturheilkunde u. Homöopathie Alte Bahnhofstraße 161, Bochum Tel , 35

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