Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (Berliner VVN-BdA) UNSER BLATT

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1 Ausgabe 32 April 2006 Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (Berliner VVN-BdA) UNSER BLATT Bündnisse in Pankow...02 VVN in Friedrichshain...03 Tag der Mahnung Gedenken in Treptow...06 Gedenkstättenreisen...08 Thälmann-Gedenken...10 Soziales...12 Verschiedenes...13 Veranstaltungen...16 Befreiung ist eine hohe Verpflichtung! Kurt Langendorf Von den meisten Deutschen wurde der 8. Mai 1945 als Befreiung von den Ängsten des Krieges und zugleich als Katastrophe empfunden. Für die Verfolgten des Naziregimes und alle, die gegen das Nazi-Regime, dem Urheber des Krieges, kämpften, in Gefängnissen und Konzentrationslagern mit letzter Kraft überlebten, und für die in die Emigration Getriebenen eröffneten sich mit diesem Tag die Tore zur Freiheit, in eine neue Welt. Die Völker Europas erlebten diesen Tag als Tag der Befreiung von faschistischer Zwangsherrschaft, von Völkermord und Rassenwahn. Ist es deshalb zeitgemäß, heute, 61 Jahre danach, noch daran zu erinnern? Sieht man die Verschlechterung der sozialen Lage ganzer Bevölkerungsgruppen, ihre sich daraus herleitenden Forderungen und Kämpfe, die verlogenen Kriegsaktionen der Globalisierung als Ausdruck eines neuen Kolonialismus und auch das Aufleben nationalistischer und faschistischer Strömungen nicht nur in unserem Lande, dann ist es wohl ratsam, die Lehren der Geschichte zu beherzigen und solche Daten wie den 8. Mai in ihrem historischen Zusammenhang nie zu vergessen. Diesem Krieg ging eine Vorgeschichte voraus, die bereits 1933 begann. Die Zerschlagung der zerstrittenen und gespaltenen Arbeiterbewegung bis hin zur physischen Vernichtung ihrer Mitglieder und Funktionäre war der Ausgang, um das Denken breiter Schichten der Bevölkerung zu beherrschen, sie geistig gleichzuschalten. Damit einher ging die Akzeptanz, Untermenschen zu versklaven und zu vernichten: Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Kranke, Behinderte, slawische Völker und viele, viele andere. Die Blitzkriege wurden mit großer Zustimmung gefeiert. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion vor 65 Jahren verband sich das zentrale Ziel, den einzigen Staat der Erde zu vernichten, der grundsätzlich neue Wege in die Zukunft suchte. Auf Grundlage der uns gegebenen Freiheit durch den Sieg der Armeen der Antihitlerkoalition erwuchs die Verpflichtung gegenüber den Völkern Europas, ja der ganzen Welt, einen Staat des Friedens und der Völkerverständigung aufzubauen. Mit der Befreiung von der Hitlerdiktatur war der nazistische Machtapparat zerschlagen. Es begann die mühsame Befreiung des deutschen Volkes aus der ideologischen und mentalen Gefolgschaft des Nazismus. Das schließt immer die Verpflichtung ein, die eigene Freiheit zu bewahren und dafür heute vor allem das kritische Denken zu verteidigen. Es gilt an die Fähigkeit zu erinnern, in Alternativen zu denken und diese auch von gefährlichen Scheinalternativen zu unterscheiden. Es gibt keine Situation, die nur Handlungszwänge in eine Richtung zulässt. Aber man muss den Mut haben, Grenzen zu überschreiten, um für ein Konzept für gesellschaftliche Verhältnisse zu ringen, welche soziale Probleme für die Menschen lösbar machen und die den Krieg als Mittel der Politik aus dem Leben der Völker verbannen. Dazu gehört, dass jenen Kräften, welche die Naziideologie aufleben lassen, die geistigen und politischen Bewegungsräume genommen werden. Dazu gehört aber auch, die ökonomischen Wurzeln für soziales Elend freizulegen, nicht zuletzt um die Anfälligkeit für faschistische und rassistische Neigungen zu überwinden..

2 AUS DEM VERBAND Mit Schülern am Jüdischen Friedhof in Weißensee Gedenken an die ermordeten Kinder am Jüdischen Waisenhaus in Pankow Bündnisarbeit in Pankow Die Pankower VVN-BdA ist seit vielen Jahren fest in demokratischen und antifaschistischen lokalen Netzwerken verankert. Wie der Aufbau des Vereins (damals noch nur BdA genannt) nach 1989 überhaupt ist dies im wesentlichen ein Verdienst des leider vor einigen Jahren verstorbenen Hans- Peter Schreiber, der bis zu seinem Tod die Seele des BdA war. Insbesondere knüpfte er ein Netz von Beziehungen zu jungen Antifas, das bis heute floriert. Die Pankower VVN-BdA unterstützt junge Antifaschistinnen und Antifaschisten vor allem durch Bereitstellung von Räumen und Finanzen sowie symbolisch, während die jungen Aktivisten und Aktivistinnen neben ihrer laufenden Arbeit über aktuelle Entwicklungen informieren, Mitglieder und Freunde der VVN-BdA als Zeitzeugen für Veranstaltungen mit Jugendlichen, z.b. an Schulen, in Anspruch nehmen oder verschiedene praktische Aufgaben übernehmen, um die Älteren zu entlasten. Einige Junge wurden auch Mitglieder und engagieren sich noch intensiver und langfristiger. Das Wechselspiel zwischen Jung und Alt im Verein ist hochproduktiv, oft herzlich, aber immer spannend für beide Seiten. Wichtige Bündnispartner der VVN- Roland Peters, BdA im Bezirk sind die Nazigegner aus den lokalen Untergliederungen von Linkspartei, Grünen, SPD und Jusos, WASG und SAV, verschiedener Jugendeinrichtungen, kirchlicher Kreise, Bürgervereinen wie der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM) sowie Einzelpersonen. In den letzten Jahren ist die Unterstützung durch kommunale Akteure, z.b. den Bürgermeister, deutlicher geworden. Eng ist die Zusammenarbeit mit den Freunden des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses in Pankow, die sich vor allem um die Pflege und Dokumentation des vernichteten jüdischen Lebens in Pankow verdient machen. Die Ehrenvorsitzende der VVN-BdA Pankow, Dr. Inge Lammel, die auch im Waisenhausverein tätig ist, erforscht dieses Erbe seit vielen Jahren und bewahrt es durch zahlreiche Publikationen und Führungen. Fest eingeplante Termine in der Tätigkeit der antifaschistischen Netzwerke in Pankow sind die alljährliche Organisation von Kundgebungen zum Tag der Befreiung von Auschwitz und der Befreiung vom Faschismus, einer Fahrt mit Schülerinnen und Schülern zur Gedenkstätte Auschwitz, von Infoständen auf Stadtteilfesten, Veranstaltungen zur Information interessierter Bürgerinnen und Bürger und der schnellen Reaktion auf rechte Umtriebe. Dazu gehören die Entfernung von Neonazipropaganda, aber auch die Organisierung von Kundgebungen gegen rechte Aufmärsche. Zwar sind die antifaschistischen und demokratischen Kräfte gut vernetzt, kompetent und aktiv, sie reichen aber nicht aus. Wie überall wäre auch in Pankow eine viel breitere Bewegung erforderlich. Obwohl die Bündnisarbeit in Pankow gut funktioniert und Erfolge zeitigt, ist auch dieses Bündnis wie jedes ein Arrangement sich teilweise überschneidender, teilweise aber auch auseinander gehender politischer Interessen. Bündnisse um jeden Preis, etwa rein symbolischen oder gar alibihaften Charakters, oder auf einem derartig kleinen gemeinsamen Nenner, dass die Kritik an den gesellschaftlichen Möglichkeitsbedingungen von Faschismus, also an den kapitalistischen Verhältnissen und am gesellschaftlich tief verwurzelten Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Sexismus nicht mehr geäußert werden dürfte, sind mit der VVN-BdA Pankow nicht zu machen. Wir streben Bündnisaktivitäten an, die reale gesellschaftliche Effekte erzielen und in denen die unterschiedlichen Partner und Partnerinnen so auch wir ihre spezifischen Schwerpunkte zur Geltung bringen können. 2 UNSER BLATT NR. 32

3 AUS DEM VERBAND Arbeit mit Jugendlichen in Friedrichshain Ruth Lütge, Jörg Pauly, VVN-BdA Friedrichshain-Kreuzberg-Mitte In Plötzensee In Friedrichshain verzeichnen wir in den vergangenen Monaten immer mehr Straftaten mit rechtem Hintergrund, Überfälle auf Menschen, die aus der alternativen Szene stammen, die eine andere Hautfarbe haben oder sich gegen das Auftreten von Neonazis und Rechtsextremisten zur Wehr setzen. Aktive Arbeit mit und unter Jugendlichen ist unser Beitrag, dagegen vorzugehen. Seit langem halten wir Kontakt zu Jugendklubs in Friedrichshain. Kameradinnen und Kameraden sind gefragte Zeitzeugen und vermitteln in Gesprächen ihre Erfahrungen, ihre Sicht auf Vergangenheit und Gegenwart. Darüber hinaus pflegt Lore Krüger Kontakte zu Gruppen aus Belgien, die auch von ihr betreut werden, wenn sie nach Deutschland kommen. Kurt Gutmann berichtete Ludwigsfelder und Pasewalker Schülern über sein Leben. Adam König, Überlebender der Konzentrationslager Sachsenhausen und Auschwitz, hat im letzten Jahr oft über seine Haftzeit mit Jugendlichen gesprochen. Wir unterstützen auch Schüler, die Projektarbeiten anfertigen, in dem wir Kontakte zu Gesprächspartnern herstellen. Seit 14 Jahren arbeiten wir mit dem Verein Jugendweihe Berlin-Brandenburg zusammen. Regelmäßig führen wir Veranstaltungen mit Schülerinnen und Schülern durch, die sich auf die Jugendweihe vorbereiten. Jeweils im November besuchen wir während einer Stadtrundfahrt Gedenkstätten, darunter das Denkmal für die Frauen in der Rosenstrasse, den Gedenkstein für die Gruppe Herbert Baum, das Denkmal für die Euthanasieopfer im Tiergarten. Thomas Flügge (freier Mitarbeiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand) informiert die Jugendlichen sachkundig und emotional über den antifaschistischen Widerstandskampf in Berlin. Wenn Kurt Gutmann im Haus der Wannseekonferenz über sein Leben und über das Schicksal seine Familie spricht, erhalten die dort ausgelegten Dokumente einen ganz persönlichen Bezug. Einen Höhepunkt bildet der Besuch in der Gedenkstätte Plötzensee. Dort spricht Ruth Hortzschansky über das Leben und den Tod ihrer Mutter Judith Auer, die hingerichtet wurde, als Ruth erst 14 Jahre alt war. Ihre Ausführungen wecken bei den Jugendlichen, aber auch bei den sie begleitenden Eltern, das Verständnis dafür, warum es heute notwendig ist, gegen alte und neue Nazis aufzutreten. Die Jugendlichen und ihre Angehörigen stellen oft Fragen, die deutlich machen, wie wenig sie über diese schwarze Zeit unserer Geschichte wissen: Warum haben die Berliner nicht gegen die Faschisten demonstriert, die Nachbarn der jüdischen Menschen nicht protestiert oder die Männer den Wehrdienst nicht verweigert. Daraus ergibt sich für uns die Verpflichtung, mit allen Mitteln dafür zu sorgen, dass unser Wissen nicht in Vergessenheit gerät und dass alle Anstrengungen unternommen werden, um besonders jungen Menschen deutlich zu machen, welche Gefahr von der Verbreitung neonazistischen und rassistischen Gedankenguts ausgeht. BERLINER VVN-BDA Der Vorstand Dr. Hans Coppi, Karl Forster Wilhelm Girod Karin Kant Michael Landmann Prof. Dr. Kurt Langendorf Gisela Lingenberg Die Geschäftsstelle Berliner VVN-BdA Franz-Mehring-Platz Berlin Telefon: 0 30/ (Fax: 43 78) Internet: Die Geschäftszeiten Dienstag Donnerstag 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr Die Gliederungen Bezirksorganisationen BO Friedrichshain BO Hellersdorf/Marzahn BO Lichtenberg BO Mitte BO Pankow BO Prenzlauer Berg BO Weißensee/Hohenschönhausen Kreisvereinigungen BdA Hohenschönhausen/Weißensee e. V. BdA Lichtenberg e. V. BdA Treptow e. V. VVN-BdA Friedrichshain/Mitte/Kreuzberg e. V. VVN-BdA Köpenick e. V VVN-BdA Pankow e. V. VVN-VdA e. V. mit den lokalen Gruppen Reinickendorf (Nord) und Südwest (Süd) als korporative Mitglieder Antifaschistische Initiative Moabit UNSER BLATT NR. 32 3

4 PROJEKTE Kurt Julius Goldstein bei der Ausstellungseröffnung Zur Geschichte des OdF-Tages Tag der Erinnerung und Mahnung Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg 2006 Ende Februar hatte eine Zukunftswerkstatt die Vorbereitung des Tages der Erinnerung und Mahnung 2006 eingeläutet. Die Teilnehmer nahmen sich einen ganzen Tag lang Zeit und erörterten grundsätzliche konzeptionelle und inhaltliche Fragen. Der Gedenktag, in dem das Vermächtnis der Opfer und Überlebenden des Faschismus seinen festen Raum hat, bleibt das einigende Band. Zugleich soll die Vielfalt des Tages, die sich mit an den Ständen, im Kulturprogramm und den Diskussionen widerspiegelt, beibehalten, ausgebaut und das inhaltliche Profil weiter geschärft werden. Der Vorschlag, den zweiten Sonntag im September wieder als Tag der Opfer des Faschismus (rück)zu benennen, fand keine Mehrheit. In dem etwas gekürzten Namen Tag der Erinnerung und Mahnung - Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg finden sich Auftrag, Herkunft wie auch aktuelle Schwerpunkte der notwendigen Nicole Warmbold aktuellen Auseinandersetzungen. Einigkeit bestand darin, dass der Tag seinen generationsübergreifenden Charakter beibehalten und zugleich versuchen soll, ein mehr jüngeres Publikum anzusprechen. Zu wichtigen Ergebnissen der bisherigen Beratungen gehören Überlegungen zur besseren Gestaltung des Marx- Engels-Forums, insbesondere im Hinblick auf die Präsentation der Infostände und ihre Wirkung auf Besucher, die den Tag bisher nicht kennen - z. B. mittels Transparenten u.ä. Zur Verbesserung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird gegenwärtig ein Konzept erarbeitet. Der Liedwettbewerb soll erhalten bleiben, der bisherige Plakatwettbewerb zugunsten einer gezielten Ansprache einzelner Künstler und Künstlerinnen aufgegeben werden. Es wurde der Vorschlag unterbreitet, die VVN-Stände sichtbarer herauszuheben, da sie den Tag historisch und inhaltlich wesentlich tragen. Übereinstimmung konnte erzielt werden, dass die grundlegende Konzeption des Tages beibehalten wird, Änderungen und Verbesserungen in kleinen Schritten erfolgen sollten. Ausführliche Informationen bzw. die Protokolle der einzelnen Beratungen werden auf Nachfrage gern zugesandt, Anregungen, Kritiken und Rückmeldungen jederzeit dankbar entgegengenommen. Alle Interessierten sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen, denn breitere (auch finanzielle) Unterstützung wird dringend benötigt. Die Auftaktveranstaltung wird in diesem Jahr in der Gedenkstätte Plötzensee stattfinden, von dort wird der Fahrradkorso entlang von Stätten der Verfolgung und des Widerstands mit dem Ziel Marx-Engels-Forum starten. Nunmehr liegt der Aufruf für den diesjährigen zweiten Sonntag im September vor. Er beschreibt zugleich das Schwerpunktthema und das Motto für dieses Jahr. Das nächste Vorbereitungstreffen findet am 4. Mai um 19 Uhr bei der IG-Metall, Alte Jakobstraße 149, 4. Stock, statt. ICH UNTERSTÜTZE DEN TAG DER MAHNUNG Name: Organisation/Gruppe: Anschrift, Tel, Fax, Datum und Unterschrift: Kontaktbüro: Berliner VVN-BdA, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin, Tel.: (0 30) , Fax: , 4 UNSER BLATT NR. 32

5 PROJEKTE Keine Nazis, nirgends! Nicht auf der Straße, nicht in den Parlamenten, nicht in den Köpfen! Aufruf zum Tag der Erinnerung und Mahnung Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg 2006 Überlebende der nazistischen Zuchthäuser und Konzentrationslager begründeten 1945 die nunmehr jahrzehntelange Tradition, den zweiten Sonntag im September als Tag der Erinnerung und Mahnung unter dem Motto Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg zu begehen. Vom Ziel der Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln und dem Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit, wie es im Schwur von Buchenwald heißt, sind wir weiter denn je entfernt. Wenn die geistigen Erben der Nazis heute wieder ihren nazistischen Ungeist verbreiten, kommt dies einer Verhöhnung der Opfer und Überlebenden des Faschismus gleich. Während sich die NPD nach dem Wahlerfolg in Sachsen anschickt, auch in Mecklenburg-Vorpommern in den Landtag einzuziehen, versucht sie in Berlin den Sprung in die Bezirksverordnetenversammlungen. Im Wahlkampf verstärkt wahrnehmbar, verbreiten Nazis ihre Hetze gegen all jene, die nicht in ihr deutsch-völkisches Weltbild passen, mittels rassistischer, nationalistischer, autoritärer und antisemitischer Parolen in der Öffentlichkeit. Anknüpfung an nicht geringe Teile der Bevölkerung finden sie vor allem mit ihrer sozialen Demagogie. Mit verlogenen Parolen gegen Sozialabbau und Globalisierung werben die Nazis für einen nationalen Sozialismus. Dieser völkische Antikapitalismus ist Träger rassistischer und antisemitischer Denkmuster, die seit 1990 auch weit über 130 durch Nazis getötete Menschen und eine Ansteigen nazistischer Straftaten zu verantworten haben. Auch wenn die Nazis bei den Wahlen im März 2006 nicht in die Landtage einziehen konnten, gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Das Problem einer erstarkenden Nazi-Szene, die im Hintergrund wächst, wird weiterhin verharmlost und geleugnet. Wir treten dem gesellschaftlichen Vormarsch der Nazis, dem Vormarsch auf den Straßen und dem Versuch, diesen nach einem Wahlerfolg auch in den Parlamenten umzusetzen, entschieden entgegen. Wir stellen Projekte und Aktionen zu nazistischer Verfolgung und antifaschistischem Widerstand in der Vergangenheit und Gegenwart, gegen Rassismus, Antisemitismus vor und wollen Menschen ermutigen, einzugreifen und sich aktiv einzusetzen. Halten wir die Erinnerung an Millionen Opfer nazistischer Verbrechen und jene, die uns und die Welt vom Faschismus befreit haben, als Mahnung und Auftrag wach. Erfüllen wir den Schwur von Buchenwald. Das sind wir den Gemordeten und ihren Angehörigen schuldig, aber auch uns selbst und künftigen Generationen. Tag der Mahnung: Sonntag, den 10. September 2006, 13 bis 18 Uhr, Marx-Engels-Forum 200m neben dem Roten Rathaus Mehr unter: SPENDENAUFRUF Wir möchten allen Kammeradinnen und Kammeraden herzlichen Dank sagen für die zahlreichen Spenden im Jahr Die Berliner VVN-BdA benötigt für ihre vielfältige Arbeit auch weiterhin finanzielle Unterstützung: - für die Arbeit mit Jugendlichen in Projektkursen und Gedenkstättenfahrten, - für den Erhalt und die Mehrung antifaschistischer Gedenkzeichen und Stolpersteine, - für die Geschichtsarbeit zu Widerstand und Verfolgung, - für die Auseinandersetzung mit Rassismus und Neofaschismus, - für die Vorbereitung des Tages der Erinnerung und Mahnung - für einen antifaschistischen Förderpreis, - für Flugschriften, Flugblätter, Aufkleber, Plakate, Veranstaltungen, Ausbau und Pflege der Internetseite. Da all diese Aufgaben trotz vielfältigen ehrenamtlichen Engagements auch Geld kosten und nicht nur aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert werden können, bitten wir unsere Mitglieder, Freunde und Sympathisanten um Unterstützung. Empfänger: BV VdN* Berliner Sparkasse. BLZ Konto-Nr.: Empfänger: VVN-BdA Berlin* Postbank Berlin. BLZ Konto-Nr.: *(Bis zur endgültigen Bestätigung der Verschmelzung durch das Amtsgericht Charlottenburg müssen die Kontoverbindungen in der bisherigen Form bestehen bleiben.) UNSER BLATT NR. 32 5

6 PROJEKTE Betroffenen gaben wertvolle Anregungen bei der Ausarbeitung der Konzeption für dieses einmalige Projekt. Vom Vergessenen Lager zum Dokumentationszentrum Auf dem Gelände des ehemaligen NS-Zwangsarbeiterlagers im Treptower Ortsteil Schöneweide herrscht reges Baugeschehen. Von der Britzer und der Köllnischen Straße aus bietet sich der Blick auf Schuttberge und aufgeworfene Erde, Bagger, Greifer und Lader. Noch vor wenigen Wochen war das Grundstück umzäunt und verschlossen. Neben dem großen Eingangstor in der Britzer Straße befand sich die metallene Gedenktafel. Deren Inschrift erinnerte an die massenhafte Verschleppung von Frauen, Männern und Kindern unterschiedlicher Nationalität zur Sklavenarbeit in Deutschland. Sie enthielt den Hinweis, dass sich hier die einzige noch komplett erhaltene Anlage eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers befindet. Jetzt informiert ein Schild über den Aufbau des Dokumentationszentrums zur NS-Zwangsarbeit. Im Rahmen eines städtebaulichen Sanierungsverfahrens wurden die 13 symmetrisch angelegten Steinbaracken auf dem 3,3 ha großen Gelände, das sich zwischen Wohnbauten befindet, als ein Das Dokumentationszentrum Hanna Mauer, BdA Treptow von den Nazis 1943 errichtetes Wohnlager für ausländische Arbeitskräfte ausgewiesen. In diesem für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen gebauten Lager waren zeitweilig auch Frauen eines KZ-Außenlagers untergebracht. Der BdA-Treptow und die Berliner Geschichtswerkstatt haben sich seit 1993 in Zusammenarbeit mit den Sanierungsbeauftragten für den Erhalt des authentischen Erinnerungsortes für die Zwangsarbeiter und die Schaffung eines Begegnungs-und Dokumentationszentrums eingesetzt, zunächst als Förderkreis und seit 2004 als eingetragener gemeinnütziger Verein. Anwohner im Sanierungsgebiet, viele interessierte Bürger, aber auch Politiker auf regionaler und Landesebene waren Ansprech- und Diskussionspartner. Öffentliche Ausstellungen, thematische Führungen vor Ort und Seminare, Kolloquien, Diskussionen, Begegnungen mit ehemaligen Zwangsarbeitern und persönliche Kontakte von Schülern mit Die politische Notwendigkeit, in Berlin ein zentrales Erinnerungs- und Dokumentationszentrum in Schöneweide zu schaffen, wurde in der Koalitionsvereinbarung zwischen der Berliner SPD und PDS manifestiert. Im Herbst 2005 hat das Land Berlin einen Teil des Geländes vom Bund gekauft. Aus EU-Fördermitteln stellte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 1,3 Millionen Euro für Sanierung und Umbau zur Verfügung. Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur sichert mit einer jährlichen verlässlichen Finanzierung den Betrieb der Einrichtung. Das zukünftige Dokumentationszentrum wird eine selbständige Abteilung der Topographie des Terrors sein. Ein internationaler Beirat unter Leitung von Prof. Dr. Morsch hat sich intensiv mit dem Ort und dem Anliegen beschäftigt und unterstützt mit Empfehlungen die zukünftige Arbeit. Nach einem Ausschreibungsverfahren wurde die Historikerin Dr. Christine Glaubing als Leiterin des Dokumentationszentrums gewonnen. Was für die Initiatoren, den Förderverein und die vielen aktiven Mitstreiter und Unterstützer des Projekts maßgeblich auch unser Kamerad Walter Sack und die Bezirksorganisation der VVN Treptow sowie die Stadträtin für Schulen, Bildung und Kultur 2001 fast unerreichbar schien, wird Realität. Im Herbst dieses Jahres wird das Dokumentationszentrum mit einer internationalen Ausstellung zur NS-Zwangsarbeit eröffnet. Auch künftig wird der Förderverein dessen Mitglied auch der BdA Treptow ist seine Erfahrungen und Kenntnisse weiterhin engagiert in die Erinnerungs- und Bildungsarbeit einbringen. 6 UNSER BLATT NR. 32

7 PROJEKTE Stolpersteine sind 10 x 10 x 10 cm große Würfel mit Messingplatte. Darauf sind die Namen, der Jahrgang und das Schicksal von Menschen eingraviert, die von den Nazis verschleppt, gequält und ermordet wurden. Die meisten von ihnen sind verschollen und haben kein Grab. Die Steine werden am letzten selbstgewählten Wohnort der Opfer in den Gehweg eingelassen. Stolpersteine sind es im übertragenen Sinne: Stolpern heißt hier, geistig darauf zu stoßen. Der Kölner Künstler Gunter Demnig begann mit dieser Initiative vor gut zehn Jahren. Bis 2005 wurden in 110 Ortschaften über 6000 Steine verlegt, davon in Berlin rund 800. Er selbst sagt dazu: Je mehr Steine verlegt und zu sehen sind, umso größer wird das Interesse auch wenn es schmerzhaft sein kann, Geschichte nicht dem Vergessen anheim zu geben. Paten und Sponsoren geben mir die Kraft, weiterzumachen trotzdem kann es nur eine symbolische Arbeit bleiben. Den ersten Stolperstein gibt es in Verlegung eines Stolpersteins Stolpersteine in Treptow-Köpenick Bund der Antifaschisten Treptow und Köpenick Treptow-Köpenick seit 2003 für Dr. Georg Eppenstein im Allende-Viertel beschloß die BVV Treptow-Köpenick, die vom Bund der Antifaschisten Treptow e.v. und Bund der Antifaschisten Köpenick e.v. initiierte Aktion Stolpersteine im Bezirk zu unterstützen. Seither gibt es dafür eine Rahmenvereinbarung zwischen der BVV und den beiden BdAs. Inzwischen wurden im Bezirk bereits 16 Stolpersteine durch Gunter Demnig gelegt. Die BdAs wirken dabei zusammen mit Schulen, Bezirksverordneten, den Heimatmuseen und Bürgern der Wohngebiete. Das Geld ein Stein kostet 95,- Euro wird durch private Spenden, Sammlungen und Patenschaften aufgebracht. Da die Steine nur knappe Daten enthalten, ist es wichtig, die Biographien der betroffenen Nazi-Opfer bekannt zu machen. Wir stellen fest, dass junge Leute bei der Forschung und Gestaltung interessante Erkenntnisse über den Geschichtsunterricht hinaus gewinnen. Bisher sind in Treptow-Köpenick Stolpersteine gelegt: für Dr. Georg Eppenstein, Opfer der Köpenicker Blutwoche, Salvador- Allende-Str , in Zusammenarbeit mit der Merian-Oberschule und dem Bürgerverein Allende-Viertel Köpenick; für das Ehepaar Hedwig und Leo Lustig, ermordet in Auschwitz, für das Ehepaar Ingeborg und Max Seelig und für Frau Selma Gotthelf, ermordet in Riga, Rethelstr. 6a, zusammen mit der Bouché-Grundschule; für das Ehepaar Margarethe und Wilhelm Baerwald, ermordet in Theresienstadt, Dörpfeldstr. 23 Ecke Friedenstraße, für das Ehepaar Clara Fichtmann, ermordet in Auschwitz, und Leo Fichtmann, erschossen im KZ Sachsenhausen, Albert-Einstein-Str. 15, zusammen mit der Anna-Seghers-Oberschule; für das Ehepaar Rosa Bernstein, ermordet in Theresienstadt, und Bruno Bernstein, ermordet in Auschwitz, Alt- Köpenick 18, in Zusammenarbeit mit der Flatow-Oberschule; für Otto Dunkel, als KZ-Häftling mit der Cap Arkona am 3. Mai 1945 in der Ostsee versenkt, Spreestr. 1, gemeinsam mit der Anna-Seghers-Oberschule, dem Archenhold-Gymnasium und dem Otto-Dunkel-Chor. Dieser Stein wurde gestohlen und am neu verlegt. für Mathilde Müller, ihre Tochter Margot Willdorff, ermordet in Auschwitz, und ihren Sohn Rudolf Willdorff, ermordet in Riga, Königsheideweg 269, zusammen mit der 10. Oberschule (Gymnasium). Geplant sind für 2006 noch die Verlegung von Stolpersteinen für den Apotheker Max Salinger und seine Tochter Hannelore Salinger in der Wassersportallee 34 mit dem Ortsverein Grünau, für den Pfarrer Werner Sylten in Wendenschloß mit den Söhnen Walter und Reinhard und dem Bürgerverein in Wendenschloß und für Rudolf E. Bertheim in Friedrichshagen in Zusammenarbeit mit der Freimaurerloge. UNSER BLATT NR. 32 7

8 PROJEKTE der Geschichte der Region und auch dem Thema Erinnerungskultur beschäftigen. In einem Tagesausflug werden wir Zamosc besuchen, eine der schönsten Kleinstädte Polens. Hier ist der Geburtsort Rosa Luxemburgs, und damit werden wir uns genauso beschäftigen wie mit der Geschichte der Region während der deutschen Besatzung. Das Krematorium des Konzentrationslagers Majdanek Gedenkstättenfahrt Lublin - Majdanek - Zamosc vom Oktober 2006 Karl Forster Die Gedenkstätte Majdanek nahm ihre Arbeit noch während des Krieges, im Oktober 1944, als erste Institution zur Erinnerung an und Dokumentation von NS-Verbrechen in der Welt auf. Sie wurde auf dem Gelände des früheren Konzentrationslagers Lublin, einem der größten faschistischen Lager, gegründet. In der Region Lublin wurden während der Okkupationszeit zwei große verbrecherische Programme des Dritten Reiches entwickelt und realisiert: der als Aktion Reinhardt getarnte Massenmord an Juden und das Kolonisierungs- und Germanisierungsprogramm, von dem die polnische Bevölkerung im Rahmen des sogenannten Generalplans Ost - einer radikalen Veränderung der demographischen Struktur in Osteuropa - betroffen war. Im Hinblick auf die Machtausübung, die Täterprofile sowie den Umfang und den Charakter der Verbrechen gehört die Region Lublin zu den wichtigsten historischen Gebieten der NS-Gewaltherrschaft. Los geht es am 7. Oktober 2006 in Berlin mit einer Kennenlernrunde. Anschließend fahren wir gemeinsam mit dem Berlin-Warschau-Express in die polnische Hauptstadt. Hier ist am Sonntag ein Treffen mit der polnischen Union der Nazi-Opfer geplant. Nach einer Stadtrundfahrt mit Besuch des ehemaligen Ghettos fahren wir am Abend nach Lublin. Hier wollen wir die Stadt und ihre jüdische Geschichte kennenlernen. Auf dem Programm des Besuchs der Gedenkstätte Majdanek stehen zum Beispiel eine ausführliche und auch kritische Führung über das Gelände durch einen deutschsprachigen Mitarbeiter der Gedenkstätte. Außerdem werden wir Gelegenheit haben, in Archiv und Bibliothek der Gedenkstätte zu arbeiten und eine Zeitzeugin zu treffen. In Seminargruppen und Plena werden wir uns mit der aktuellen Situation in Polen, Die Studienreise richtet sich an Mitglieder und Freunde der VVN-BdA. Aufgrund der Förderung als Jugendprojekt werden Teilnehmer bis 26 Jahren (Mindestalter: 16 Jahre) bevorzugt. Ältere Interessenten können sich für die Warteliste anmelden. Teilnehmerpreis für VVN-Mitglieder: Verdienende 200 Euro, Nichtverdienende (Schüler, Studenten, Arbeitslose) 135 Euro. Nichtmitglieder zahlen einen Zuschlag von 40 Euro. Im Preis enthalten ist das Vorbereitungstreffen in Berlin, die Zugfahrt Berlin-Lublin-Berlin, die Busfahrt nach Zamosc, in Lublin ÖPNV, 1 Übernachtung im 3-Bettzimmer im Hotel in Warschau, 5 Übernachtungen in Mehrbettzimmern in einem Gästehaus in der Lubliner Altstadt, Verpflegung (Frühstück und warmes [polnisches] Abendbrot), Ausflug nach Zamosc, Stadtführungen in Warschau, Lublin und Zamosc, Eintrittsgelder. Anmeldung: bis spätestens 1. August Nach Teilnahmebestätigung bitte Anzahlung von 50 Euro leisten, Restsumme bis spätestens 15. September Das ausführliche Programm, weitere Informationen sowie Anmeldeformular im Internet unter 8 UNSER BLATT NR. 32

9 PROJEKTE Gedenkstättenreise italienischer Jugendlicher Gabriel Maestri, Reggio Emilia, Übersetzung: Steffen Kreuseler, Istoreco Unter dem Titel "Bellum et circenses" hat das Institut für die Geschichte des antifaschistischen Widerstands in Reggio Emilia (ISTORECO) auch 2006 eine Gedenkstättenreise organisiert. Fast 500 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe reisten aus der norditalienischen Provinz Reggio Emilia zwischen Februar und März nach Berlin. Das Projekt kann dank großer finanzieller Unterstützung durch Kommunen, Provinzverwaltung und zahlreiche private Sponsoren seit 7 Jahren fortgesetzt werden. Krieg und Gewalt (bellum) sowie spektakuläre Inszenierung (circenses) waren zwei Gesichter des gleichen Regimes. Die Nazis führten Kriege, diskriminierten Millionen Menschen und verübten unvorstellbare Grausamkeiten. Außerdem setzten sie eine Propaganda- und Konsensmaschinerie in Gang, die es schaffte, Massen und Nationen zu beeindrucken und zu konditionieren. Die Schülerinnen und Schüler haben unter anderem die Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück im Berliner Umland besucht. Hier waren Zehntausende Menschen eingesperrt, viele von ihnen wurden ermordet. Die jungen Reisenden aus Reggio Emilia informierten sich auch im Olympiastadion von Berlin. Hier fanden 1936 die Olympischen Spiele statt, und in Kürze wird am selben Ort das Finale der Fußball WM 2006 gespielt. In der Zeit, als das Olympiastadion zur Heimstatt des größten Sportevents der Neuzeit gemacht wurde und die öffentliche Meinung in Deutschland und der Welt damit beeindruckt und beeinflusst werden sollte, öffneten die Nazis offiziell das KZ Sachsenhausen. Die Schülerinnen und Schüler waren wirklich sehr beeindruckt von den Gedenkstättenbesuchen, obwohl an den historischen Orten oft nur wenig Authentisches erhalten geblieben ist. Nachdenklich machte die Jugendlichen aber auch der Fakt, das Sport als Propagandainstrument benutzt werden kann ( oft ist der Sport nicht nur ein Spiel war der Untertitel des Projekts). Mit Hilfe des Sports können Überzeugungen und Meinungen in der Bevölkerung angegriffen werden. Das Ziel der Propaganda ist es, viele Menschen zu erobern und Konsens zu schaffen, gleichzeitig jedoch kritische Stimmen zu unterdrücken. Auf den T-Shirts, die an die Jugendlichen aus Italien an ihrem letzten Tag in Berlin verteilt wurden, stand: "Propaganda razzista? Io non ci casco!" ("Rassistische Propaganda? Darauf falle ich nicht herein!"). Vielleicht helfen diese Worte, die Falschheit des Nazi-Regimes besser zu verstehen und möglicherweise tragen sie dazu bei, sich über die Verhältnisse in der Gegenwart und im alltäglichen Umfeld bewusster zu werden. Heute, nach über 60 Jahren, sticht noch immer die Falschheit des Nazi-Regimes ins Auge, aber die aktuelle Propaganda benutzt die gleichen verführerischen, für das 21. Jahrhundert aufgepeppten Tricks, derer man sich so schwer erwehren kann. Die Abschlussveranstaltung, bei der neben anderen der Präsident des Partisanenverbandes ANPI Giacomo Notari und der Vorsitzende der Berliner VVN- BdA Hans Coppi sprachen, fand im Lustgarten in Berlin statt. An dem Ort, wo die Nazis 1942 die antikommunistische Propagandaausstellung "Das Sowjetparadies" aufgebaut hatten. Die Ausstellung wurde von Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern aus Berlin angegriffen und sabotiert. Von diesen Aktionen zu hören, war für die Jugendlichen ein wichtiger Moment, denn hier wurde klar, dass man sich mit Anstrengung und persönlichem Einsatz seine Unabhängigkeit und einen freien Geist bewahren kann. Das Sowjetparadies 1942 im Lustgarten (DHM) Giacomo Notari schloss sich im Mai 1944 der Resistenza an und war Partisan in einer kommunistischen Garibaldi-Einheit Italienische Partisanen am 24. April 1945 in der Regio Emilia (Istoreco) UNSER BLATT NR. 32 9

10 IM BÜNDNIS Zynische Verherrlichung des Nationalsozialismus Antifaschistische Initiative Moabit [AIM] Nachwuchs hier eine nationalsozialistische Erlebniswelt inszeniert, die jedenfalls an diesem Samstag in Halbe nichts stören kann Polizisten ermöglichten am 11. März 2006 den störungsfreien Ablauf des Neonaziaufmarschs in Halbe Nachdem ein Verbot des Neonaziaufmarschs durch die Brandenburger Innenbehörde gescheitert war, setzen sich am 11. März gegen Uhr über 500 meist jugendliche Neonazis aus dem Spektrum der freien Nationalisten und der NPD unter dumpfen Trommelschlägen zu einem gespenstischen Trauermarsch vom Goetheplatz zum Waldfriedhof in Bewegung. Sie tragen schwarz-weiss-rote und schwarze Fahnen. Die Nazikader vom faschistischen Freundeskreis Halbe, der Hamburger Neonazikader Christian Worch, jahrelanger Initiator des faschistischen Heldengedenkens und auch der aus Sachsen angereiste NPD-Abgeordnete Holger Apfel können zufrieden sein der Sicherheitsabstand der Polizei, der die antifaschistischen Gegendemonstranten in eine kleine Seitenstraße verbannt hat, hält. Auch das Amt 10 UNSER BLATT NR. 32 Schenkenländchen tat das Seine dazu: eine Anmeldung des VVN-BdA für eine Gedenkkundgebung für die auf dem Waldfriedhof begrabenen Deserteure sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ging einfach verloren. Der Aufmarsch in Halbe hat für die Neonazis, genau wie das fränkische Gegenstück in Wunsiedel, eine immense symbolische Bedeutung, gibt er ihnen doch die Möglichkeit, unter dem Deckmantel eines Trauermarsches offen an nationalsozialistische Traditionen anzuknüpfen und diese unverhohlen zu verherrlichen. Auf dem Waldfriedhof liegen deutsche Soldaten, Angehörige der SS und der Waffen-SS, Volkssturmmänner und Hitlerjungen, die in der letzten großen Kesselschlacht des Zweiten Weltkriegs lieber sterben wollten, als sich den Befreiern der Roten Armee zu ergeben und so ihr Leben zu retten. Unter dem Schlachtruf Straße frei der deutschen Jugend (Nazi O- Ton in Halbe) wird für den braunen Berliner VVN-BdA in Halbe Auf der Gegenkundgebung hatten sich unter dem Motto Bunt statt Braun nur etwa 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter auch etwa 50 unabhängige Antifas aus Berlin und einige Mitglieder der VVN-BdA, eingefunden, weitaus weniger als im vergangenen November. Damals konnte der Aufmarsch von Neonazis durch ein Blockade der Naziroute mit fast Gegendemonstranten verhindert werden. Dieses Mal reichte es nur zu einer Kundgebung mit zahlreichen Redebeiträgen und einigen Informationsständen in teils dichtem Schneetreiben. Die Gegendemonstranten mussten zuvor entwürdigende Kontrollen über sich ergehen lassen, und ihre Personalien wurden von der Polizei festgehalten. Antifaschisten wurden wie Kriminelle behandelt. Weder das Aktionsbündnis gegen Heldengedenken und Naziaufmärsche in Halbe, das sich aus Mitgliedern von Die Linke.PDS Brandenburg, der SPD, der DKP, von Gewerkschaftern und Vertretern von Jugendorganisationen zusammensetzt, noch das Berlin-Brandenburger Bündnis NS-Verherrlichung stoppen, ein Bündnis unabhängiger Antifagruppen, haben es diesmal geschafft, dem Naziaufmarsch in Halbe wirksam entgegenzutreten. Halbe könnte der größte Neonazi- Wallfahrtsort in Deutschland werden, insbesondere wenn er als Ersatz für den sogenannten Rudolf-Hess-Marsch in Wunsiedel herhalten muss, der letztes Jahr verboten wurde. Verhindern kann dies nur ein breites antifaschistisches Bündnis ohne Berührungsängste in einem solidarischen Miteinander aller Formen von Protest und Widerstand. NS-Verherrlichung stoppen!

11 IM BÜNDNIS Ich aber glaube an den Triumph der Wahrheit (Ernst Thälmann) Aus der Ansprache Prof. Dr. Heinrich Finks am 26. März im Ernst Thälmann-Park Wir stehen hier, die drei linken Parteien, Antifaschistinnen und Antifaschisten, Verehrer und Kritiker, um an Ernst Thälmann zu erinnern, an ihn zu denken: Was hat er für uns bedeutet? Wir gratulieren uns zu seinem 120. Geburtstag, indem wir teilhaben an seinem politischen Kampf gegen Ausbeutung, Faschismus und Krieg, an seiner Utopie für eine gerechtere Welt im Sozialismus und Frieden. Wir stehen hier für einen noch nicht erfüllten Auftrag Thälmanns: Ein breites antifaschistisches Bündnis einzulösen, auf das er noch bis kurz vor seiner Verhaftung hoffte. Für ihn stand 1932, nach Abrücken von der Sozialfaschismus-These, der Kampf gegen den aufkommenden Faschismus im Zentrum. Er hoffte, in letzter Minute ein außerparlamentarisches Bündnis der Vernunft gegen die NSDAP zu mobilisieren. Dabei zählte er vor allem auf die SPD-Genossen und die Gewerkschaften. Ernst Thälmann lebt ist für mich keine mythische Floskel. Ich habe das im Juli 1996 in Spanien erlebt. Unsere Gruppe hatte die Fahne der Thälmann-Brigade mitgenommen. Der Sturm der Sympathie junger Spanierinnen und Spanier, die Ovationen für Ernst Thälmann waren überwältigend. Immer wieder hörten wir auf Spanisch Thälmann lebt Viva Thälmann. Größeren internationalen Respekt kann es nicht geben. Ernst Thälmann ist in Buchenwald ermordet. In Buchenwald saßen auch Rudolf Breitscheid, Paul Schneider, Dietrich Bonhoeffer, Eli Wiesel und viele andere, die vor 1933 zu keinem Miteinander gefunden hatten. Ich muss an Martin Niemöller denken, der uns damals jungen Vikaren sagte: Hätten wir es doch geschafft, 1928 mit den Kommunisten, den Gewerkschaften, den Sozialdemokraten, den Juden ein Bündnis im Kampf gegen die Nazis einzugehen, dann hätten wir den deutschen Faschismus verhindern können. Gerade an der Mordstelle Buchenwald wird dieses geschichtliche Versäumnis deutlich. Wir müssen die Wahrheit von der Befreiung der Menschen von Unterdrükkung durch Menschen unermüdlich neu formulieren und neu praktizieren. Das gelingt uns nicht einmütig, aber jeder Streit muss im Zeichen der Solidarität in der Summe der Freunde bleiben. Es muss sich zeigen, dass sich Linke anders streiten und im Streit historische Wahrheiten nicht verlieren. Wir können über das politische Wirken von Ernst Thälmann vor 1933 verschiedener Meinung sein, sollten aber seine Erkenntnisse, Leistungen, Fehler und Versäumnisse im historischen Zusammenhang belassen. Der Streit muss fortgesetzt werden und uns zu neuen Erkenntnissen verhelfen. Das Rad der Geschichte wie es weltweit schmerzhaft zu erleben ist dreht sich nicht zur Befreiung der Unterdrückten, sondern heute wird der Krieg in vielen unerbittlichen Varianten geführt, und das im Zeichen der Menschenrechte! Für Ernst Thälmann war der imperialistische Krieg das Gegenteil von Menschenrechten. Als seine Freunde wollen wir darum deutlich als Widerspruch benennen, was die Gegner von Ernst Thälmann bis heute als Fortschritt für die Menschheit und die Technik gewinnbringend loben. Unsere Wahrheit bleibt: Widerstand! Möge diese Manifestation uns gegenseitig stärken und aufs neue motivieren, solidarisch zusammenzustehen, denn die Wahrheit lässt sich auf die Dauer nicht verfälschen. Es gibt nichts Unerbittlicheres als die Tatsachen! (Ernst Thälmann) UNSER BLATT NR

12 SOZIALES Neue Rentenbesteuerung Jutta Harnisch Ein in den Medien vielbeachtetes Thema der letzten Monate heißt Rentenbesteuerung, denn zum 31. Mai ist die Abgabe der Steuererklärung für 2005 fällig. Bisher musste die überwiegende Mehrheit der Rentenbezieher keine Steuer bezahlen, da sie den steuerfreien Grundbetrages nicht überschritten. Zur Sicherung höherer Staatseinnahmen wurde nun angesichts chronisch leerer Staatskassen und der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung mit dem Alterseinkünftegesetz die Besteuerung von Renten ab neu geregelt. In vollem Umfang steuerfrei bleiben weiterhin: Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung, Kriegs- und Schwerbeschädigtenrenten und Wiedergutmachungsrenten. Zu den steuerfreien Wiedergutmachungsrenten gehören auch die Leistungen nach dem NS-Verfolgtenentschädigungsgesetz (Gesetz über Entschädigungen für Opfer des Nationalsozialismus im Beitrittsgebiet vom 22. April 1992) ebenso wie die Leistungen nach dem PrVG (Gesetz über die Anerkennung und Versorgung der politisch, rassisch und religiös Verfolgten des Nationalsozialismus vom 13. April 1956 in der Fassung vom 21. Januar 1991). Die Steuerfreiheit der Wiedergutmachungsrenten ist ausdrücklich im 3 Ziffer 7 des Einkommensteuergesetzes geregelt, auch in der neuesten Fassung vom 22. September 2005 (Bundesgesetzblatt I, S. 2809, 2812). Dies bedeutet in der Praxis für alle Kameradinnen und Kameraden, daß die Entschädigungsrente nicht zum Bruttoeinkommen gerechnet wird. Sie muß daher auch nicht in der Steuererklärung erscheinen. Sollte das Finanzamt dennoch die Wiedergutmachungsrente in das Bruttoeinkommen einbeziehen, kann mit Verweis auf das Gesetz Widerspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt werden. Wer als Einzelperson keine höhere Rente als etwa Euro (Ehepaare: Euro) pro Monat bezieht, wird vorerst keine Steuer zahlen müssen. Kommen weitere Einkünfte (z. B. Zinsen über dem Freibetrag aus Sparguthaben, Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung, aus nichtselbständiger Arbeit u. a.) hinzu, werden diese in der Regel zu den Renten hinzugerechnet, so daß es in diesen Fällen auch zur Besteuerung niedrigerer Renteneinkünfte kommen kann. Wer über dem angegebenen monatlichen Betrag liegt oder über zusätzliche Einkünfte verfügt, sollte sich auf professionelle Hilfe stützen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine. Die Kommission Soziales kann auf Wunsch Kontaktpartner vermitteln. Die Patientenverfügung Wilhelm Girod In einer Patientenverfügung kann der Verfasser schriftlich festlegen, welche medizinischen Maßnahmen von den Ärzten im Falle einer eigenen Entscheidungsunfähigkeit (z. B. Koma) ergriffen werden sollen und welche nicht. Damit bekommt jeder Mensch die Möglichkeit, Entscheidungen für sein Leben selbst zu treffen. Die Patientenverfügung dokumentiert, wie behandelt und wie gepflegt werden soll und wo und wie die betreffende Person versorgt werden möchte. Das entlastet vor allem die nächsten Angehörigen von Entscheidungszwängen, die sie in ihrer Liebe oftmals überfordern. Wer außerdem einen Patientenanwalt (der ein Verwandter oder sehr guter Bekannter sein kann) festlegt, hat die Sicherheit, daß der behandelnde Arzt seine Entscheidungen mit diesem abstimmen muß. Ein selbstherrliches oder den ökonomischen Interessen geschuldetes Behandlungskonzept ist damit zu verhindern. Sinnvoll ist es, die vielen Fragen, die mit der eigenen Gesundheit und der Gestaltung des Lebens an seinem Ende zusammenhängen, rechtzeitig und möglichst umfassend mit dem eigenen Lebenspartner, den Kindern oder Vertrauten, dem Arzt oder einem in Pflegefragen versierten Partner zu besprechen. Allgemein gehaltene Aussagen, die nicht die vielfältigen Möglichkeiten des Lebens berücksichtigen, sind für Ärzte und Pflegekräfte in der Regel wenig hilfreich. Die Wünsche und Festlegungen sollten ohne Zeitdruck detailliert schriftlich festgehalten werden. Die schriftliche Patientenverfügung sowie gegebenenfalls die Festlegung des Patientenanwalts sollte bei Hausarzt hinterlegt sein, das kann aber auch bei der Bundeszentrale des Humanistischen Verbandes Deutschlands in Berlin erfolgen. Der Verfasser erhält dann einen Notfallpaß, in dem die wesentlichen Aussagen festgehalten sind. Vom Gesetzgeber ist vorgesehen, dazu eine zentrale Regelung herbeizuführen. Die Patientenverfügung ist kein Testament. In ihr sind keine Vermögensregelungen möglich. So ist auch der Patientenanwalt kein Vorsorgebevollmächtigter. Seine Befugnis ist lediglich auf die Durchsetzung der in der Patientenverfügung festgelegten Maßnahmen bezogen. Für alle Angelegenheiten, die über die medizinischen und pflegerelevanten Probleme hinausgehen, ist eine Vorsorgevollmacht zu empfehlen. Für Fragen und Hilfe zu diesem Problemkreis steht Kam. Wilhelm Girod an jedem ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr in der Geschäftsstelle oder in dringenden Fällen unter der Telefonnumer: 0 30/ zur Verfügung. 12 UNSER BLATT NR. 32

13 VERSCHIEDENES Unbekannte Helden und Diktatur in Österreich Attila Nagashi Österreichs Umgang mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit ist nach wie vor problematisch. Während sich die Gesellschaft vom lang gepflegten Mythos des ersten Opfers zu verabschieden beginnt, wird der österreichische Widerstand in seiner Breite und Vielfalt immer noch nicht angemessen gewürdigt. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Österreicher, die sich dem Regime entgegensetzten von ihren Landsleuten als Verräter betrachtet und denunziert. Widerstand gegen den Nationalsozialismus galt nicht als patriotisches oder heldenhaftes Verhalten und auch nach dem Krieg hat sich daran lange nichts geändert. Eine Gedenkstätte für den Österreichischen Widerstand existiert in der Alpenrepublik bis heute nicht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Sonderausstellung in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand von der Associazione Biblioteca Austriaca/Österreich-Bibliothek Udine gemeinsam mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) Wien erarbeitet wurde. Die Besucher erhalten einen differenzierten Überblick der verschiedenen Widerstandsgruppierungen. Als Vertreter der Arbeiterbewegung wird unter anderen der Kommunist Alfred Klahr vorgestellt, der bereits 1937 im sowjetischen Exil auf die Existenz einer eigenständigen österreichischen Nation hinwies. Der von österreichischen Kommunisten geleistete Widerstand schuf eine Grundlage für die Moskauer Deklaration 1943, mit der die Alliierten die Wiedererrichtung eines unabhängigen Österreichs zu einem Kriegsziel erklärten. Hauptmann Carl Szokoll, Stauffenbergs Verbindungsmann in Wien, blieb nach dem Scheitern des Attentats am 20. Juli 1944 unentdeckt. Im April 1945 nahm er an Aufstandsvorbereitungen des österreichischen Heeres in Wien teil, der den sowjetischen Truppen den Einmarsch erleichtern sollte. Die Kärntner Slowenen bildeten die stärkste Opposition gegen das Nazi-Regime. Der Anschluss bedeutete für die Slowenen das Ende aller Minderheitenrechte. Bald begannen die Verfolgungen, Familien wurden von ihren Höfen vertrieben und in den Osten verschleppt. Mit dem Angriff auf Jugoslawien 1941 setzte eine systematisch Unterdrückung ein. In der größten Widerstandsorganisation OF, die Befreiungsfront Slowenien, kämpften sowohl slowenische, als auch österreichische NS-Gegner an der Seite der Partisanengruppen gegen die Nazis. Die aus Fotos und Texttafeln bestehende Ausstellung wird ergänzt durch Ausstellungsmappen, die zur vertiefenden Beschäftigung mit dem Schicksal der Widerstandskämpfer einladen. Sie beinhalten Biografien der in der Ausstellung vorkommenden Personen und Reproduktionen ihrer Volksgerichtshof-Anklageschriften und Urteile. Bis 30. Juni ist die Ausstellung zu sehen in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstrasse 13 14, Berlin-Mitte Montag bis Mittwoch und Freitag 9-18 Uhr, Donnerstag 9-20 Uhr, Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen Uhr NACHRUFE Wir trauern in ehrendem Gedenken um unsere im Jahr 2005 verstorbenen Kameradinnen und Kameraden. Bezirksorganisation Prenzlauer Berg Max Guttfeld Günther Hitzemann Käte Janz Auguste Metzdorf Betti Pathe Adolf Schüler Bezirksorganisation Pankow Martin Beutler Günther Fabian Richard Mohaupt Margaritha Rück Bezirksorganisation Weißensee Dora Heerde Johanne Mückenberger Rosl Schürrmann Bezirksorganisation Mitte Waltraut Bezler Hildegard Siegmund Gerhard Zadek Bezirksorganisation Köpenick Richard Grubitz Anita Gute Erich Hanke Johanna Linke Rudi Lippmann Dr. Hans Mrowetz Willi Patermann Lina Patermann Angela Pesch Werner Schlie Karlheinz Schmidt Alfred Schurwanz Gertrud Zachow Bezirksorganisation Lichtenberg Else Bär Erich Bär Margarete Berthold Herbert Gumpert Hilde Gurgeit Dr. Kurt-Günter Hess Lieselotte Kühn Charlotte Robens Maier Schwarz Ruth Sepke UNSER BLATT NR

14 VERSCHIEDENES CD-ROM: Lisl Jäger im Gespräch Die kleine zierliche Frau mit den silbergrauen Haaren und dem österreichischen Dialekt beeindruckt die Jugendlichen. Sie wirkt weder verbittert noch müde, sondern strahlt Kraft, Lebensmut und Lebensfreude aus. Am 25. September 1924 wird Leopoldine Elisabeth (Lisl) Morawitz als jüngstes von vier Kindern geboren. Der Vater, August Morawitz, arbeitet als Markthelfer auf dem Wiener Naschmarkt. Die Mutter, Leopoldine Morawitz, ist Hausfrau. Von 1930 bis 1938 besucht Elisabeth die Volks- und Hauptschule. Vom Sommer 1938 bis 1941 erhält sie eine kaufmännische Ausbildung in einer Papierwarenhandlung. Nach der Annexion Österreichs durch Hitler-Deutschland am 12. März 1938 beteiligt sich Elisabeth mit ihrer Familie und Jugendfreunden am Widerstand. Am 3. Juli 1941 wird Elisabeth, 16jährig, von der Gestapo wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung zusammen mit ihrer Mutter verhaftet. Sie wird zu Lisl Jäger drei Jahren Gefängnis verurteilt, die sie vor allem in München/Stadelheim verbüßt. Das Urteil für die Mutter lautet vier Jahre Zuchthaus. Am 23. September 1943 wird ihr Bruder Bruno vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 25. Februar 1944 in Wien hingerichtet. Im September 1944 wird Elisabeth nach Strafverbüßung nicht entlassen, sondern in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Am 28. April 1945 wird das Lager evakuiert. Elisabeth wird mit anderen Häftlingen von der SS auf den sogenannten Todesmarsch getrieben, von dem sie mit anderen Kameradinnen flüchtet. Anfang Mai wird das Lager von der Roten Armee befreit. Lisl hilft dort bei der Versorgung und Betreuung zurückgebliebener kranker Kameradinnen. Anfang Juli 1945 kehrt Elisabeth Morawitz in ihre Heimatstadt Wien zurück. Mit ihrem Mann, Dr. Martin Jäger, übersiedelt Lisl Jäger 1950 in die DDR. Sie holt das Abitur nach, schließt ihr Studium als Journalistin an der Leipziger Universität mit Diplom ab und arbeitet in den darauf folgenden Jahren beim Rundfunk, in verschiedenen Zeitschriftenverlagen und dem Ministerium für Kultur kommt ihre Tochter Brigitta und 1954 ihre Tochter Claudia zur Welt. Lisl Jäger engagiert sich seit den 50er Jahren in der Lagergemeinschaft Ravensbrück. Sie lebt heute in Berlin, ist mehrfache Groß- und Urgroßmutter und ist immer noch politisch aktiv. In den Jahren 2001, 2002 und 2003 begleitete Dr. Gisa Spieler Elisabeth Jäger zu Gesprächsrunden mit Jugendlichen in verschiedenen Schulen und in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Dabei hat sie die Fragen der Jugendlichen und die Antworten von Frau Jäger schriftlich festgehalten. Als 2003 die Filmemacherin Loretta Walz ein lebensgeschichtliches Videointerview mit Frau Jäger führte, entstand die Idee zu einer CD-ROM. Sie kombiniert die Erinnerungen von Elisabeth Jäger, die sie den Jugendlichen erzählte, mit ausgewählten Teilen dieses Video-Interviews. Ergänzt um viele Fotos u.a. aus dem Privat-Archiv von Frau Jäger und unterteilt in individuell zu erforschende Kapitel, kann diese Geschichte sowohl chronologisch als auch nach den einzelnen thematischen Kapiteln erfahren werden. Die CD kann für 5 Euro plus 2 Euro Versandkosten bei der Dr. Hildegard Hansche-Stiftung bestellt werden, per mail unter 14 UNSER BLATT NR. 32

15 VERSCHIEDENES Der Jüdische Kulturverein Berlin zieht wieder um Abschied und Beginn eines neuen Lebensabschnitts Alexander Sturm Genau genommen begann es im Mai 1986, nachdem einige Enthusiasten in der Ostberliner Jüdischen Gemeinde darüber nachdachten, wie man die Nachfahren jüdischer Mütter und Väter mit ihrer verdrängten jüdischen Geschichte, mit den verlorenen Traditionen und den unbekannten Erinnerungen der Großeltern vertraut machen könne. Das Jüdische hatten die Eltern aus vielen Gründen aus ihren bewegten, meist politisch bestimmten Biographien ausgegrenzt. Der Kreis von überwiegend Genossenkindern, der fortan Wir-für-uns oder Juden für Juden, auch die neuen Freunde genannt wurde, bot im Kulturraum der Jüdischen Gemeinde Ostberlin seit diesem Zeitpunkt auch für die Gemeindemitglieder Treffen und Veranstaltungen an. Die Wende im Spätherbst 1989 berührte diesen Kreis zunächst nicht, denn niemand wollte sich mit ihm vereinigen. So lag es nahe, sich aus eigener Kraft am Ende des Jahres zum Verein zu wandeln. Es war klar, dass es darum gehen würde, das Bisherige erweitert fortzusetzen, einen Ort intellektueller jüdischer Begegnung, gegenseitiger Hilfe und für die Traditionen zu schaffen. Es ging auch um gemeinsame und trennende Erfahrungen der Generationen in Vergangenheit und Gegenwart, um die nachfragende Selbstbestimmung als Juden. Dass der Verein im Februar 1990 am Zentralen Runden Tisch den Anstoß gab, die Staatsgrenzen der DDR für jene sowjetischen Juden zu öffnen, die sich bedroht sahen, war eine fast zufällige Tat, deren überwältigende Folgen niemand voraussehen konnte. Der Vereinsalltag schloss immer die Tagesfragen ein, bis heute sind es Integrationsprobleme und zunehmend geht es darum, dass die Mitglieder, in Exil, Widerstand und Verfolgung politisch gestählt, altern und dem Vereinsalltag fernbleiben müssen. waren ultra-orthodoxe Rabbiner aus Israel und vor allem die Bewegung der Lubawitscher Chassiden, die von Anfang an das noch ungewisse eigene Judentum positiv zu erleben halfen, das ging weit über religiöse Unterweisung und Unterstützung bei der Gestaltung der jüdischen Feiertage hinaus. Zwischen dem Winter 1989 und dem 24. April 2006 (an diesem Tag wird der JKV sein hoffentlich letztes Quartier beziehen) werden es Zehntausende gewesen sein, die diesen Verein und sein Monatsblatt Jüdische Korrespondenz kennen- und schätzen lernten. Im April erschien die Nummer 165 es war die letzte. Der Verein lud alle Leserinnen und Leser ein, stattdessen die unabhängige noch junge Jüdische Zeitung zu abonnieren, um in Sachen JKV auf dem laufenden zu bleiben. Der Umzug und das Ende des Jüdischen Kulturvereins sind also gleichzeitig eine Art Neubeginn. Heute garantiert der neue Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin unter seinem Vorsitzenden Dr. Gideon Joffe eine vor 16 Jahren geradezu undenkbare historische Annäherung. Im gemeindeeigenen Gebäude der Neuen Synagoge, dem Haus mit der Goldkuppel, in der Oranienburger Straße 29/30, wo sich neben dem Centrum Judaicum und der Zentralen Jüdischen Wohlfahrt und dem neuen Restaurant Kadima auch eine Vielzahl kleinerer und größerer meist russischsprachiger Klubs und Treffs eingerichtet haben, wird sich auch der JKV zu beheimaten wissen. Im 17. Jahr wird er wie bisher seinem Motto Erinnern = Leben treu bleiben. Er wird sich auch wie bisher in politische Tagesfragen einmischen. Er wird weiterhin dem jüdischen Kalender folgend seine Veranstaltungen anbieten. Er wird für Juden und Nichtjuden literarische und andere Vorträge und Debatten organisieren und diese regelmäßig in der jüdischen und Berliner Presse annoncieren. Der JKV will auch weiterhin seinen Beitrag zum interkulturellen Berliner Miteinander leisten. Wie es sich künftig gestaltet, wird die Zukunft zeigen. Über 16 Jahre sind vergangen. Der jeweilige Vorstand machte stets deutlich, warum er aus jüdischer Tradition bewusst politisch aktiv war, warum der Verein sich als Ergänzung zu den bestehenden zwei Jüdischen Gemeinden in Berlin verstand, die diesem Bekenntnis allerdings lange Jahre nichts Gutes abgewinnen konnten. Dass die Mitglieder des Vereins eher aus dem Ostteil der Stadt kamen, eher mit politischen denn mit religiösen oder traditionellen Interessen ausgestattet waren, dürfte die Abneigung verstärkt haben. Es UNSER BLATT NR

16 VERANSTALTUNGEN Aus den Bezirken: Veranstaltungen von Mai bis Juni Berliner VVN-BdA , 15:00 Uhr Antifaschistische Maifeier bei Kaffee, Kuchen und kulturellem Programm, Treffen für alle Mitglieder Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, Berlin (Nähe S-Bahnhof Karlshorst) Veranstaltungen zum 8. Mai , 17:00 Uhr Kundgebung zum Tag der Befreiung am Hauptdenkmal im Treptower Park (Soldat mit Kind) Es spricht Dr. Klaus Ulbricht, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, es singt der Hellersdorfer Kinder- u. Jugendchor, es rezitieren Schülerinnen und Schüler des 10. Gymnasiums BdA Treptow e. V. Treptower Ehrenmal , 18 :00 Uhr Heinrich Heine Geistkämpfer für Freiheit und Gleichheit Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Helmut Bock Begegnungsstätte PRO, Kiefholzstr. 275, Berlin Edelweißpiraten ca , 16:00 Uhr Edelweißpiraten. Jugendwiderstand Veranstaltung mit Film und Zeitzeugen: Jean Jülich (Edelweißpiraten Köln), Heinz Koch (Meute Halle), Filmrauschpalast, Kulturfabrik Moabit Lehrter Str. 35, Berlin , 10:00 Uhr Ehrung der gefallenen sowjetischen Soldaten in Pankow-Schönholz Veranstaltung der BOs Pankow und Prenzlauer Berg, mit der BVV und dem Bezirksamt Pankow , 11:00 Uhr Gedenken der BO Prenzlauer Berg Gemeinsam mit der BVV und dem Bezirksamt Pankow anläßlich des Jahrestages der Befreiung, mit Ansprachen und Blumenablage Gedenkstein am Ostseeplatz , 16:00 Uhr Veranstaltung des Bürgerkomitees, des BdA Pankow und der PDS zum Tag der Befreiung am sowjetischen Ehrenmal in Buch, Wiltbergstraße , 18:00 Uhr Schriftsteller im PRO Hermann Kant liest aus seinem neuesten Buch Begegnungsstätte PRO, Kiefholzstr. 275, Berlin Josef Stalin, Harry S. Truman und Winston Churchill , 18:00 Uhr Das Potsdamer Abkommen und der Antifaschismus Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Detlef Joseph Begegnungsstätte PRO, Kiefholzstr. 275, Berlin VVN-BdA Friedrichshain/Kreuzberg/Mitte e. V , 14:30 Uhr Zum 61. Jahrestag der Befreiung vom Fachismus Persönliche Erinnerungen: Gespräch mit Prof. Dr. Moritz Mebel Seniorenfreizeitstätte Silberfüchse Palisadenstr. 46, Berlin 16 UNSER BLATT NR. 32

17 VERANSTALTUNGEN , 14:30 Uhr Vor 60 Jahren: Die Gründung der DEFA Vortrag und Diskussion mit Dr. Christiane Mückenberger Seniorenfreizeitstätte Silberfüchse Palisadenstr. 46, , 14:30 Uhr Eine Reise nach Südafrika Von und mit Kameradin Irmgard Wittkuhn Seniorenfreizeitstätte Silberfüchse Palisadenstr. 46, Berlin 26./ Zweitagesbusfahrt mit Heidenreisen nach Dresden und in die Sächsische Schweiz. Mit Stadtrundfahrt, Besichtigung der Frauenkirche, evtl. des Grünen Gewölbes, des Schlosses in Pillnitz, Besuch auf der Bastei, evtl. der Festung Königstein, evtl. Schiffsfahrt elbabwärts. Übernachtung in einem Hotel in Berggießhübel im DZ, EZ möglich Es sind noch Plätze zum Preis von 110,- Euro frei. Interessenten melden sich bitte bei V. Harnisch, Tel.: VVN-BdA Köpenick , 15:00 Uhr Käthe Kollwitz und das verschwundene Bild Lesung von und mit Eberhard Panitz Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche, Puchanstr. 12, Berlin Gedenken an den 73. Jahrestag der Köpenicker Blutwoche Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben VVN-VdA e. V. (Gruppe Südwest) Wolfgang Szepansky , 14:00 Uhr Antifaschistische Stadtrundfahrt durch Berlin-Tempelhof mit Wolfgang Szepansky ab Tempelhofer Parkfriedhof, Gottlieb- Dunkel-Str. 26. Dauer: ca. 3 Stunden, Preis: 3 Euro. Anmeldungen unter Tel.: VVN-VdA e. V. (Gruppe Reinickendorf) Ausstellung zum Tag der Opfer des Faschismus im Roten Laden, Schloßstr. 22, Berlin Montag bis Freitag 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr BO Prenzlauer Berg , 15:00 Uhr Spätes Tagebuch Lesung von und mit Prof. Dr. Eberhard Mannschatz Freizeitstätte Grellstr. 14, Berlin UNSER BLATT NR

18 VERANSTALTUNGEN Kampagne Kein Vergessen Anlässlich des 70. Jahrestages der Errichtung des Zwangslagers für Sinti und Roma in Marzahn Den 70. Jahrestag der Errichtung des Zwangslagers für Sinti und Roma Berlin-Marzahn nehmen zahlreiche politische Gruppen und Initiativen zum Anlass, die Menschen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf und darüber hinaus über dieses Thema zu informieren und Missstände in der Erinnerungspolitik des Landes Berlin und des Bezirks Marzahn-Hellersdorf kritisch zu reflektieren. Zu diesem Zweck erarbeitet ein Bündnis, bestehend aus dem Antifaschistischen Bündnis Marzahn-Hellersdorf, Antifa Hohenschönhausen, Linke Alternative Marzahn-Hellersdorf, HUmmel-Antifa, SchülerInnen-Initiative gegen Rechtsextremismus am Max Reinhardt-Gymnasium und ['solid]- Marzahn-Hellersdorf, Maßnahmen für eine politische Kampagne, die das Ziel hat, die Vergangenheit vor dem Vergessen zu bewahren und antifaschistische Politik im Bezirk zu stärken , Uhr Infoveranstaltung Zwangsarbeit in Marzahn La Casa, Wurzener Str. 6-8, Nähe U-Bhf. Louis-Lewin- Straße (U5) mit Referenten und Referentinnen des Bezirksmuseums , Uhr Infoveranstaltung Entschädigungspolitik Humboldt-Universität Lange Zeit erkannte die BRD die (rassische) Verfolgung der Sinti und Roma während der Zeit des NS nicht an. So mussten viele Sinti und Roma die bittere Erfahrung machen, dass Beamte, die an ihren Deportationen mitgewirkt hatten, über ihr Anrecht auf Entschädigung zu entscheiden hatten. Ebenso wurden die Register zu ihrer polizeilichen Erfassung fortgeführt. Die Grundlagen hierfür speisten sich in Versatzstücken aus der nationalsozialistischen Ideologie. Mit der Infoveranstaltung soll die Geschichte der Entschädigungspolitik für Sinti und Roma in der BRD beleuchtet werden , Uhr Lesung aus Meine Hundert Leben mit Ralf Lorenzen, Café Größenwahn, Kinzigstraße 9, Friedrichshain. Ralf Lorenzen, Autor und Journalist, liest aus dem Buch Meine Hundert Leben - Erinnerungen eines deutschen Sinto von Ewald Hanstein, an dem er mitgewirkt hat. Das Buch erzählt vom Lebens- und Leidensweg des in Breslau geborenen Hanstein, der u.a in Marzahn und Mittelbau- Dora interniert war , Uhr Kundgebung zum 70. Jahrestag der Errichtung des Zwangslagers für Sinti und Roma Berlin-Marzahn, S-Bhf. Marzahn Hunderte überwiegend Sinti aus Berlin und Umgebung wurden verhaftet und nach Marzahn deportiert. Die Internierten wurden als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ausgebeutet und fielen zum Großteil dem sogenannten Auschwitz-Erlass zum Opfer , Uhr Ausstellungseröffnung und Infoveranstaltung zur Kampagne Kein Vergessen Alice-Salomon-Hochschule, Alice-Salomon-Platz 5, Nähe U-Bhf. Hellersdorf (U5) und Haltestelle der Strassenbahnen M6, 18, des Busses 195 Gedenkstein auf dem Parkfriedhof Marzahn Ausstellung und Infoveranstaltung Zwangslager für Sinti und Roma Berlin-Marzahn Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz 2, Nähe S-Bahnhof Hohenschönhausen, Haltestelle der Strassenbahnen M4, M5, M17 und der Busse 154, 256, X54 18 UNSER BLATT NR. 32

19 VERANSTALTUNGEN In Gedenken an den faschistischen deutschen Überfall auf die Sowjetunion Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER eine internationale Antikriegsaktion am 13. und 14. Mai 2006 in Berlin und in Potsdam Die Initiatoren des Anachronistischen Zuges von 1980 und 1990 werden anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus die internationale Antikriegsaktion Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER durchführen. Schirmherren der Aktion sind die Antifaschisten und Träger der Carl-von Ossietzky-Medaille Esther Béjarano, Peter Gingold und Martin Löwenberg. Die Aktion beginnt am 13. Mai um 15:00 Uhr beim Reichstag. Dort werden zwei sowjetische Panzer auffahren, die den toten deutschen Soldaten, immer wieder gefallen in deutschen Kriegen, immer wieder ausgegraben und erneut in die Schlachten seiner Herren geschickt, in Gewahrsam nehmen und zum nahe gelegenen sowjetischen Ehrenmal bringen. Hanne Hiob-Brecht wird dort das Gedicht ihres Vaters Die Legende vom toten Soldaten vortragen. Dann geht es in einem Demonstrationszug zum ehemaligen Kontrollratsgebäude (jetzt Kammergericht) am Kleistpark und von dort nach Potsdam. Treffpunkt in Potsdam um 19:00 Uhr beim Nauener Tor, wo ein Bomber des zweiten Weltkriegs zu sehen sein wird (Bringt Kofferradios mit!). Am 14. Mai um 11:00 Uhr werden vier Veteranen aus den USA, der UdSSR, Großbritannien und Frankreich auf der Glienicker Brücke den toten Soldaten in Empfang nehmen und ihn um 15:00 Uhr beim Glockenspiel in Potsdam, dem ehemaligen Standort der Preußischen Garnisonkirche, begraben. Ein für allemal?! Lasst Euch nichts davon entgehen! Dringend gesucht werden noch Übernachtungsmöglichkeiten ab 1./2. Mai bzw. ab 6. Mai jeweils bis 14. Mai für Mitstreiter, die vor Ort die letzten Vorbereitungen treffen und auch für die Veranstaltung werben wollen. Wer mehr wissen will und helfen kann: Aktionsbüro Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER, Berlin, Karl- Liebknecht-Haus, Weydingerstr , Tel. 0 30/ Zum 22.Juni 2006 erinnern die Rosa-Luxemburg-Stiftung, DRAFD und die Berliner VVN-BdA in einer gemeinsamen Veranstaltung an den faschistischen deutschen Überfall auf die Sowjetunion. Zeitzeugen und Akteure des Widerstandes gegen Faschismus und Krieg werden darüber sprechen, wie sie den 22. Juni 1941 erlebten, welchen Weg sie seitdem gegangen sind und welche Schlußfolgerungen sie für sich persönlich zogen. Insbesondere jungen Menschen möchten wir den Blick in einen Abschnitt deutscher Zeitgeschichte öffnen, der zum dunkelsten Kapitel der Geschichte des deutschen Volkes wurde und sich niemals wiederholen darf. Podiumsdiskussion mit Wladimir Gall (Moskau), Heinrich Graf von Einsiedel, Prof. Stefan Doernberg, Prof. Fritz Klein Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin, Konferenzraum 1. Etage. IMPRESSUM UNSER BLATT ist das Informationsblatt der Berliner VVN-BdA und erscheint vierteljährlich. Die Abgabe ist kostenlos. VVN-BDA BERLIN, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin Telefon (030) (FAX: ) Internet: berlin.vvn-bda.org, REDAKTION Dr. Hans Coppi, Jutta Harnisch, Prof. Dr. Kurt Langendorf Namentlich gezeichnete Beiträge müssen nicht dem Standpunkt des Herausgebers und der Redaktion entsprechen. DRUCKEREI BärenDruck GmbH Berlin SPENDENKONTEN BVVdN e.v., Berliner Sparkasse BLZ: , Kto.-Nr VVN-BdA Berlin e. V., Postbank Berlin BLZ , Kto.-Nr , UNSER BLATT NR

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