Sojaversuche
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- Margarete Schubert
- vor 6 Jahren
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Transkript
1 Sojaversuche Versuchsfrage und Versuchsziel: Soja ist als Alternative zu anderen Ackerkulturen, insbesondere Körnermais, wirtschaftlich als Marktfrucht interessant geworden. Auch könnte sie den heimischen Eiweißbedarf in der Tierhaltung zumindest teilweise abdecken und den Importbedarf verringern. Zusätzlich ist der Bedarf an Sojaprodukten auch in der menschlichen Ernährung steigend. In dieser Versuchsreihe, die gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Steiermark durchgeführt wurde, sollen Antworten zu mehreren Fragen rund um den Sojaanbau gefunden werden: Versuchsfragen: -Optimaler Saatzeitpunkt zur Ertrags- und Qualitätsmaximierung -Klima- und bodenangepasste Sorten -Düngung mit Schwefel und Spurenelementen -Optimierte Strategien der Rhizobienbeizung -Vergleich von Einzelkorn- und Drillsaat mit verschiedenen Saatstärken Ziele sind: -Ertrags- und Qualitätsmaximierung -Verwendung vorhandener Technik -Minimierung des Arbeitsbedarfes -Verhinderung von Erosion und negativen Umweltauswirkungen -Größtmöglicher ökonomischer Erfolg. Versuchsstandorte: 16 und 17: Hohenbrugg bei Fehring; 18: Kalsdorf bei Ilz Boden: cm Bodentiefe Einheit Stickstoff n. Kjeldahl g/ g Feinboden,18,24,18 mg/kg Feinboden 82 (C) 129 (D) 32 (B) Phosphor, pflanzenverfügbar Kali, pflanzenverfügbar mg/kg Feinboden 184 (D) 1 (C) 147(C) ph-wert: 6,4 (schwach sauer) 6,2 (schwach sauer) 6, (schwach sauer) Sand % Schluff % Ton % Humus (Trockenverbrennung) % 2,7 (mittel) 3,7 (mittel) 2,7(mittel) C organisch % 1,7 2, 1,7 Magnesium mg/kg Feinboden 184 (D) 9 (E) 7(D) Mangan mg/kg Feinboden 3 (E) 1 (E) 121(C) Bor mg/kg Feinboden,3 (C),6 (C),2(A) Eisen mg/kg Feinboden 66 (E) 969 (E) 297(C) Kupfer mg/kg Feinboden,9 (C) 7, (C) 4,(C) Zink mg/kg Feinboden 6,3 (C) 6,9 (C) <2(A) Sojaversuche Hohenbrugg 16 Seite 9 Versuchsbericht 18
2 Kulturführung allgemein: Vorfrucht Ölkürbis Mais Saatbeet Herbstfurche; Abschleppen; 1x Kreiselegge vor der Saat Saat Anbauzeiten-Versuch laut Plan Einzelkornsaat, 7 cm Reihenweite, 46 Körner/m² (außer: Sätechnikversuch laut Plan) Düngung Keine Düngung; (außer: Düngungsversuch laut Plan) Herbizid :, l Pulsar :, l Pulsar und , g Harmony SX +,1 % 7, g Harmony SX +,1 % (Splitting):, l Pulsar + Zellex CS Zellex CS ( ml) 7, g Harmony SX +,1 % : 1,3 l Fusilade :, l Pulsar + Zellex max + 7, g Harmony SX + 7, g Harmony SX +,1 % :1 l Targa super,1 % Zellex CS Zellex CS ( ml) : 1,4 l/ha Fusilade Ernte (außer: Sorte Regale am ) Hagel ( ca. -% Schaden) max..17 Sorten und Zeitstufen je nach Reifegrad am 13.9.,.9. und 4.; restl. Versuche am.9.18 Die Versuche wurden in 4-facher Wiederholung angelegt. Parzellengröße x3 m (Drillsaat) bzw. x2,8 m (Einzelkornsaat). Daraus wurden 1, m bzw. die mittleren 2 Reihen geerntet (Kerndrusch). Sojaversuche Hohenbrugg 17 Sojaversuche Kalsdorf bei Ilz 18 Versuchsbericht 18 Seite 91
3 Das Wichtigste in Kürze: Der frühe Saattermin führte zu besseren Erträgen (Ausnahme 17 aufgrund eines Hagelereignisses) Rhizobienbeizung brachte keinen abgesicherten Mehrertrag Die Düngung mit Schwefel, Magnesium oder Spurenelementen brachte auf diesem Boden keine Ertragsunterschiede die Drillsaat lag im Ertrag über der Einzelkornsaat Soja - Saatzeiten Saattermin-Varianten 16 bis 18: Variante Zeitstufen A-fr früher Anbau A-mi mittlerer Anbau A-sp später Anbau Sorte Sorte Aires (1+), Sorte ES Mentor () ES Mentor () Saat Einzelkorn, 46 Körner/m², 7 cm Reihenweite Drillsaat Körner/m² 12, cm Reihenweite Als Folge der Klimaerwärmung könnten geeignete Sorten auch schon früh (Mitte April) gesät werden. Auswirkungen auf Ertrag, Qualität und Ertragsparameter sollen festgestellt werden. Versuchsergebnisse: Korn- und Proteinertrag, Proteingehalt: Soja-Anbauzeitstufe Hohenbrugg 16 Kornertrag 16 RP-Ertrag 16 RP-% in der TM 16 44,9 37,13 36,13,19 früher Anbau (1. Aprilhälfte) 41, 13,6 normaler Anbau (2. Aprilhälfte) Die beiden Anbautermine waren nur eine Woche entfernt wahrscheinlich auch der Grund für die geringe, nicht signifikante Differenz beim Korn- und Proteinertrag. Auch der Proteingehalt unterscheidet sich nur um 1 %. Tendenziell spricht aber alles für den früheren Saattermin. In diese Zeit fiel allerdings ein extremer, 3-maliger Spätfrost (26., 27. und ), den die frühe Variante obwohl die Keimblätter fast voll entwickelt waren (BBCH 9 ) ohne Schaden überstanden hat. GD % für den Kornertrag 9,9 dt/ha ns ; GD % für den Proteinertrag: 2,98 dt/ha ns Seite 92 Versuchsbericht 18
4 Soja-Anbauzeitstufe Hohenbrugg 17 Kornertrag 17 RP-Ertrag 17 RP-% in der TM 17 42,31,69 36,9 13,74 14,6 44, 43, 42,3 16,64 früher Anbau (1. Aprilhälfte) normaler Anbau (2. Aprilhälfte) später Anbau (1. Maihälfte) GD % für den Kornertrag 2,31 dt/ha **; GD % für den Proteinertrag:,91 dt/ha ** Die Anbautermine erstreckten sich über einen Zeitraum von 24 Tagen. Der spätere Anbautermin brachte im Jahr 17 einen signifikant höheren Kornertrag. Der Proteingehalt in % der Trockenmasse unterscheidet sich um 1,7 %. Früher wie später Anbau haben einen niedrigeren Proteingehalt. In diese Zeit fiel ein 2-maliger Spätfrost (19. und ), den auch die frühe Variante da die Keimblätter kaum entwickelt waren ohne Schaden überstanden hat. Auswirken auf den Ertragsverlauf hatte sehr wahrscheinlich ein Hagelereignis im Juni. Dabei wurde rel. viel Blattmasse des frühen und mittleren Anbaus geschädigt, wogegen des späte Anbau noch wenig Blattmasse aufwies 7,9 Soja-Anbauzeitstufe Kalsdorf 18 Kornertrag 18 RP-Ertrag 18 RP-% in der TM 18 42,3 22,17 48,68 18,11,9 44, 38,9,6 früher Anbau (1. Aprilhälfte) normaler Anbau (2. Aprilhälfte) später Anbau (1. Maihälfte) Die Anbautermine erstrecken sich über einen Zeitraum von 26 Tagen. Im Gegensatz zu 17 erzielte der frühe Anbau einen signifikant höheren Ertrag als die späteren Termine. Die Pflanzenentwicklung verlief 18 ohne nennenswerte Störungen, womit der frühe Anbau im Vorteil war. Die späteren Termine konnten diesen Vorsprung trotz angepasster Erntetermine nicht aufholen. 18 waren die Unterschiede im Proteingehalt deutlich ausgeprägter als in den Vorjahren. GD % für den Kornertrag 4,6 dt/ha **; GD % für den Proteinertrag: 1,7 dt/ha ** Erntefeuchte, TKM, HL-Gewicht und N-Abfuhr: Saattermin Früher Anbau.4.16/ / Mittlerer Anbau / /.4.18 Später Anbau - - -/8..17/8..18 Erntefeuchtigkeit in % TKM in g HL in kg N-Abfuhr kg/ha Jahr ,6 18, 13,33 191, 7, 2 69,39 67,66 7, ,32 18,82 14,2 181, 214,1 69,7 67,8 69, , 13,79-213, ,47 7, Mittel 19,48 18,9 13,88 186,2 211,6 2 69,48 67,64 7, Grenzdifferenzen bei % Irrtumswahrscheinlichkeit für Saattermin 3,6 %* 1, % ns,63%* kg ns kg** 27 kg** Sowohl bei Erntefeuchtigkeit, TKM und N-Abfuhr zeigen sich - ähnlich den Ertragswerten - Unterschiede zwischen den Jahren. Die Erntefeuchtigkeit ist beim frühen Anbau immer am geringsten. Versuchsbericht 18 Seite 93
5 Anbauzeitstufen 16 Soja 16 vom frühen Saattermin kurz vor der Ernte Soja 16 vom späteren Saattermin kurz vor der Ernte Anbauzeitstufen 17 (Entwicklung am ) Früher Anbau: Mittlerer Anbau: Später Anbau: Anbauzeitstufen 18 (Entwicklung am ) Anbauzeitstufen 18 Entwicklung am Früher Anbau Mittlerer Anbau Später Anbau Seite 94 Versuchsbericht 18
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