Wohnungsanpassung. WABe
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- Wilhelmine Rosenberg
- vor 9 Jahren
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1 Wohnungsanpassung... damit Sie zu Hause bleiben können Ideen und Beispiele aus der Beratungspraxis von WABe WohnungsAnpassungsBeratung im Kreis Groß-Gerau --
2 Weshalb Wohnungsanpassung? Ältere und behinderte Menschen haben den verständlichen Wunsch, zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung zu leben. Die Wohnung muss sicher, praktisch und bequem sein. Richtige Planung oder rechtzeitige Veränderungen schaffen die Voraussetzungen dafür. Die Anpassung der Wohnung an die individuellen Bedürfnisse ist oft schon mit einfachen Mitteln zu erreichen. Qualifizierte Beratung hilft bei der Suche nach der richtigen Lösung. WABe - Ziele des Projekts Erhalt oder Wiedergewinnung der eigenständigen Lebensführung. Sensibilisierung von Entscheidungsträgern aus Planung, Bau, Verwaltung und sozialer Betreuung. Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung zu Fragen des barrierefreien Wohnens. Beratungsinhalte Planung von Neubauten, Umbau von Gebäuden Einrichtung, Ausstattung, Nutzung der Wohnung Alltagshilfen, Hilfsmittel Wohnumfeldverbesserungen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten Beratungsangebote und Kontakte * Einzelberatung in der Wohnung: Anmeldung über die örtlichen Beratungs und Koordinationsstellen für ältere Menschen und oder 0 /09 (Helene Rettenbach, Beratungsteam) Telefonische Sprechzeiten: donnerstags,.00 bis.00 Uhr unter 0- Öffentlichkeitsarbeit: Vorträge, Gruppenberatung, Aktionen Anmeldung über die Fachberatung Altenhilfe, * Die Beratung ist kostenlos und firmenunabhängig. Kontaktadressen: siehe letzte Seite Barrierefrei - was ist das? Nicht nur Menschen mit körperlichen Handicaps oder SeniorInnen mit ihren alterstypischen Gebrechen stoßen in Wohnung und Wohnumfeld immer wieder auf unüberwindliche Hindernisse. Auch Kindern oder Eltern mit Kinderwagen gelingt es oft nur mit der Hilfe anderer, ihren Lebensalltag zu bewältigen. Fachleute und Betroffene haben deshalb Anforderungen für die Planung von Gebäuden und öffentlichen Räumen oder für die Gestaltung von Produkten formuliert, die es den BenutzerInnen gestatten, möglichst unabhängig von fremder Hilfe ein selbständiges Leben zu führen. Grundlagen barrierefreier Planung sind in der DIN 00 geregelt: Teil : Öffentlich zugängliche Gebäude Teil : Wohnungen - barrierefrei nutzbare Wohnungen - barrierefrei und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbare Wohnungen (R) Für bedienungsfreundliche und ergonomisch gestaltete Haushaltsgeräte und Gebrauchsgegenstände werden Prüfsiegel (z.b. GGT) vergeben. Ein Gang durch's Haus Auf den folgenden Seiten zeigen wir typische Schwachstellen in allen Funktionsbereichen des Wohnens und geben Hinweise zum Erkennen und Vermeiden von Barrieren*. Hauseingang Flur / Diele / Treppe Wohnen / Schlafen Küche Bad / Dusche / Toilette Alltagshilfen * Grundlage: DIN 00 (Auszüge) Fragen oder Probleme? Wenn Sie weitere Fragen haben oder einen Beratungstermin vereinbaren möchten, steht Ihnen unser Beratungsteam gerne zur Verfügung: Frau Rettenbach (Innenarchitektin) Frau Schwind (Ergotherapeutin) Kontaktadressen: siehe letzte Seite --
3 Hauseingang 9 0 Jede Stufe ist eine Barriere. Deshalb sollte beim Neubau auf einen ebenerdigen Zugang geachtet werden. Vordach (Wetterschutz) gute Beleuchtung (ggf. mit Bewegungsmelder) Hausnummer, von der Straße aus gut sichtbar (ausreichend groß, beleuchtet) Klingelanlage mit Gegensprechanlage Montagehöhe cm, möglichst beleuchtet Eingangstür, Durchgangsbreite 90 cm leichtgängig, Feststellmechanismus Zylinderschloss, außen bündig montiert 9 0 Geländer, beidseitig Handlauf (,0 bis, cm), 0 cm über die letzte Stufe hinausragend Podest (0 cm x 0 cm) mit eingelassener Fußmatte Treppe aus rutschsicherem Material ohne vorstehende Kanten, ggf. Markierung Rampe, Steigung max. %, Breite 0 cm, Handlauf und Radabweiser Bodenbelag fugenlos, rutschsicheres Material --
4 Flur Diele Treppe Mehrgeschossige Wohnungen sollten so geplant werden, dass auf der Eingangsebene eine vollständige Wohneinheit ( Zimmer, Küche, Dusche) vorhanden ist. Eingangstür, Durchgangsbreite 90 cm ohne Schwelle Bodenbelag, rutschhemmend, fest verlegt keine Brücken, Läufer u.ä. Türspion, Weitwinkeloptik ggf. Höhe anpassen Türsicherung: z.b. Kastenriegelschloss mit Zweitschlüssel von außen zu öffnen Gegensprechanlage Lichtschalter (beleuchtet) Montagehöhe cm Garderobe bodentiefer Spiegel, gute Beleuchtung Treppe rutschsicherer Belag; keine vorstehenden Kanten; Handlauf auf beiden Seiten (,0 bis, cm), 0 cm über die letzte Stufe hinausragend; gute Beleuchtung Lösungen zur vertikalen Erschließung: Mobiler Treppensteiger Sitzlift Plattformlift Hängelift Hebebühne Senkrechtaufzug --
5 Wohnen / Schlafen Zu viele Einrichtungsgegenstände schränken die Raumnutzung ein. Die Bewegungsfläche vor Möbeln muss mindestens 90 cm tief sein (für Rollstuhlfahrer 0 cm) Sitzmöbel in passender Höhe feste Polsterung und stabile Armlehnen Bodenbelag rutschhemmend, fest verlegt keine Teppiche, Brücken, Läufer u.ä. Bett mit bequemer Liegehöhe ggf. von drei Seiten zugänglich Verstellbarer Lattenrost ggf. elektrischer Antrieb Ablagefläche und Leselicht Deckenlicht vom Bett bedienbar Fensterbrüstung, Höhe 0 cm Blick nach draußen auch im Sitzen Fenster- / Türgriffe Montagehöhe: cm Zugang zu Balkon / Terrasse ohne Stufe, Schwelle, Türrahmen --
6 Küche Die richtige Anordnung der Funktionen erleichtert die Hausarbeit. Wenn genügend Stauraum vorhanden ist, sollte auf Hängeschränke verzichtet werden. Griffe handlich und ausreichend groß Backofen und Kühlschrank in Sichthöhe Glasböden Durchsicht in obere Regalfächer Beleuchtung / Arbeitslicht möglichst direkt über der Arbeitsfläche Arbeitsfläche untersitzbar / unterfahrbar Spüle mit Flachsyphon ggf. Armatur mit ausziehbarem Schlauch Hochschrank ausziehbar seitlich zu bedienen (Apothekerschrank) Unterschränke mit Schubladen oder Teleskop-Auszügen --
7 Bad Dusche Toilette Wegen der erhöhten Unfallgefahr muss die Badezimmertür im Notfall von außen zu öffnen sein. Bei kleinen Räumen sollte die Tür nach außen aufschlagen. Eine Durchgangsbreite von mindestens 0 cm ist in jedem Fall erforderlich. Haltegriffe müssen nach den individuellen Bedürfnissen der BenutzerInnen montiert werden. Toilette: Montage auf passender Höhe bei Stand-WC schneller Umbau möglich Duscharmatur leichtgängig mit Verbrühschutz Bodengleiche Dusche % Gefälle zum Bodenablauf, rutschhemmende Fliesen Waschbecken mit Einhebelmischarmatur, Flachsyphon (untersitzbar) Duschvorhang keine feststehende Duschabtrennung Spiegel, auch im Sitzen nutzbar, gute Beleuchtung Ablagen in Greifnähe --
8 Alltagshilfen Eine große Vielfalt von Geräten und Einrichtungen erleichtert die alltägliche Lebensführung. Zum Beispiel in den Bereichen Mobilität Sicherheit z. B. Rollator z. B. Hausnotruf als Gehhilfe im Haus und draußen mit Anschluss an eine Notrufzentrale Haushaltsführung Hygiene z.b. Stehilfe beim Bügeln, Kochen, Spülen,... z.b. Badewannenlift als Ein-/ Ausstiegshilfe --
9 Kontaktadressen - Beratungsstellen für ältere Menschen Nord-Kreis Bischofsheim / Frau Schäfer, Schulstr., 0/0, Fax: 09 Ginsheim-Gustavsburg / Frau Wilde-Naujoks, Schulstr. (Rathaus Ginsheim), 0/0, Fax: 0 Kelsterbach / Frau Lüdtke, Rathaus, Mörfelder Str., 00/, Fax: 9 Rüsselsheim / Herr Grüll, Frankfurter Str., 0/, Fax: 9 Raunheim / Frau Jehle, Bahnhofstr., 0/00, Fax: 09 Mittel-Kreis Büttelborn / Frau Sevim, Schubertstr., 0/90; Fax: 9 Groß-Gerau / Herr Kopp, Frau Schwarze-Altmann, Haus Raiss, Frankfurterstr., 0/, Fax 0 Mörfelden-Walldorf / Frau Jourdan, Frau Anthes, Langenerstr., 00/99 und 99, Fax:999 9 Nauheim / Frau Michel, Weingartenstr., 0/9, Fax: 90 Trebur / Frau Baumbusch, Herrengasse, 0/00, Fax: 99 Süd-Kreis 0 Riedstadt / Frau Steinfeld, Wilhelm-Leuschner-Str., 0/9, Fax: 9 Gernsheim / Frau Engelke, Stadthausplatz, 0/0, Fax: 09 Projektteam Beratungsteam: Frau Schwind, 0/99 und 0/ Frau Rettenbach, 0/09 Leitung/Koordination: Fachdienst Sozialdienst und Planung 0/99 Hrsg: Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau, FB Soziale Sicherung & Chancengleichheit Wilhelm-Seipp-Str., Groß-Gerau, [email protected] Stand: 0/0-9-
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