Handball- Jugendkonzept
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- Angelika Zimmermann
- vor 9 Jahren
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1 1 Handball- Jugendkonzept Version: 1.
2 2 Impressum Herausgeber: TuS Müssen-Billinghausen Version: 1.0 Stand: Norbert Drexhage, Handballobmann Jörg Pollmann, Stellvertretender Handballobmann Klaus Rottschäfer, 1. Vorsitzender Kurzinfo Im vorliegenden Jugendkonzept sind die wichtigsten Aufgaben und Ziele der Handballjugend des TuS Müssen-Billinghausen für die nächsten Jahre festgelegt.
3 3 Inhalt Impressum Verteilerliste 1. Einleitung 1.1 Warum ein Konzept? 2. Konzeptverwirklichung 2.1 sportliche Ziele 2.2 soziale Ziele 2.3 Gezielte Entwicklung des Breiten- und Leistungssports 2.4 Talentsichtung und Talentförderung in Schulen 2.5 Trainerkonzept Ausbildung- und Trainingskonzept 2.6 Handballspezifische Ausbildung Mini s (5-6 Jahre) E-Junior (7-8 Jahre) E-Jugend (9-10 Jahre) D-Jugend (11-12 Jahre) C-Jugend (13-14 Jahre) B-Jugend (15-16 Jahre) A-Jugend (17-18 Jahre) 3. Sportliche Leitungen 3.1 Hierarchie 3.2 Aufgaben des Abteilungsleiter 3.3 Aufgaben des Jugendkoordinator Aufgaben des Jugendkoordinator (Leistungsbereich) Aufgaben des Jugendkoordinator (Aufbaubereich) Aufgaben des Jugendkoordinator (Grundlagenbereich) 3.5 Aufgaben der Jugendtrainer 3.6 Aufgaben der Betreuer 4. Visionen
4 4 1. Einleitung Im vorliegenden Jugendkonzept sind die wichtigsten Aufgaben und Ziele der Handballjugend des TuS Müssen-Billinghausen für die nächsten Jahre festgelegt. Für eine attraktive, zielorientierte Jugendarbeit ist es notwendig, eine klare Struktur zu schaffen, so dass die vielfältigen Aufgaben, die sich wöchentlich ansammeln, auf mehrere kompetente Schultern verteilt werden. Sowohl für die eigenen Trainer, Spieler und Eltern, als auch nach außen hin, soll immer deutlich sein, wer wofür der geeignete Ansprechpartner ist. Außerdem sollen die Ziele der Jugendarbeit verbindlicher gemacht werden. 1.1 Warum ein Konzept Wir möchten allen interessierten Kindern und Jugendlichen aus Müssen und Billinghausen, sowie talentierten Kindern aus der Umgebung eine sportliche und individuelle Perspektive bieten. Es soll sowohl der Leistungsbereich als auch der Breitensportbereich im Handball abgedeckt werden. Da Schulen heutzutage Schwierigkeiten haben, die Bereiche Sozialisation und Integration zu bewirken, möchten wir durch unser Konzept eine wertvolle Stütze für die Kinder und Jugendlichen sein. Ein Konzept ist eine Basis, auf die der Jugendhandball im TuS Müssen-Billinghausen aufgebaut werden soll. Ein Konzept ist ein Ziel, Ziele erfordern Arbeit und Motivation. An einem Konzept kann man sich messen lassen. Mit einem Konzept wird eine begonnene Arbeit gesichert und ausgebaut. Mit einem Konzept kann man sich identifizieren. Das Handball Spiel hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Mehr Tempo, hohe Variabilität der Spieler/innen und variantenreiches Abwehrverhalten werden nicht nur in den höheren Spielklassen umgesetzt! Das erlernen der typischen 6:0 oder 5:1 reicht heute bei weitem nicht mehr aus. Um gerade die geforderten Allrounder auszubilden, hat der DHB ein Rahmenkonzept für die Jugend erstellt. Dieses Konzept spricht nicht nur die hohen Leistungsklassen an, sondern bezieht sich, natürlich mit Abstrichen, auf alle Altersklassen und Ligen sowohl im männlichen als auch im weiblichen Bereich! Um im Wettkampf- und leistungsorientierten System bestehen zu können, ist es wichtig, dass alle Jugendtrainer dieses Konzept als Rahmen für ihr eigenes Training sehen! Wenn alle Jugendtrainer sich an diesem ganzheitlichen Konzept orientieren und die Ausbildung der Kinder zu teamfähigen Allroundern im Vordergrund steht, wird so eine Trainingsgestaltung erreicht, die wie ein Zahnradsystem ineinander greift und aufeinander aufbaut. Das bedeutet für alle Trainer aber den Verzicht auf ausschließlich ergebnisorientierte Jugendarbeit! Ein langfristiger, entwicklungsorientierter und vor allem ganzheitlicher Trainingsaufbau macht mit Sicherheit viel mehr Arbeit, ist aber die unverzichtbare Grundlage für späteres, im Regelfall ab der B-Jugend, Leistungsdenken:
5 5 Nur wer optimal seinem biologischen Alter gemäß trainiert wird, entwickelt eine umfassende Spielfähigkeit. Nur wer angeleitet wird auszuprobieren und zu experimentieren, wird spontan und kreativ spielen lernen. Nur wer Fehler als Entwicklungsmöglichkeiten kennen lernt und mehrere Lösungsvorschläge aufgezeigt bekommt, lernt schnelles abwägen und entscheiden. Nur diese Kinder können später ein breites Aktionsrepertoire entwickeln und zu Spieler- Persönlichkeiten heranwachsen. Die Absprachen und Durchführungen solcher Trainingseinheiten erfordern am Anfang sehr viel Arbeit, Fingerspitzengefühl und Vorbereitung seitens der Trainer. Auf lange Sicht aber lohnt es, breit gefächerte Spielerpersönlichkeiten auszubilden und hervorzubringen. 2. Konzeptverwirklichung Wir wollen eine Jugendabteilung aufbauen, die sowohl im weiblichen als auch im männlichen Bereich in allen Altersgruppen, Mannschaften im Spielbetrieb hat und damit eine verlässliche Basis für unsere Seniorenmannschaften darstellt. Wir möchten leistungsorientierten Handball betreiben, ohne dabei die ganzheitliche Ausbildung der Kinder und Jugendlichen und die sozialen Aspekte der Vereinsarbeit aus den Augen zu verlieren. Vor allem soll den Kindern und Jugendlichen der Spaß am Handballsport vermittelt werden. Basis der gesamten Jugendabteilung ist die im Mini-Handball-Kindergarten und der E-Jugend geleistete Arbeit. Hier sollten pro Jahrgang so viele Kinder wie möglich an den Verein gebunden werden, da erfahrungsgemäß in den oberen Jahrgängen noch Abwanderer in andere Sportarten zu erwarten sind. Auch den bislang weniger talentierten Kindern und Jugendlichen soll durch das Bilden von zweiten Mannschaften, in ihrer Altersklasse eine Spielmöglichkeit verschafft werden. Allen zu den Spielen erschienenen Spielern sollte eine angemessene Spielzeit eingeräumt werden. 2.1 sportliche Ziele Besetzung aller Altersklassen von der E- bis zur A-Jugend sowohl im weiblichen als auch im männlichen Bereich Talentförderung (z.b. Jugendfördertraining, Auswahlmannschaft des Kreises Lippe) Teilnahme am Spielbetrieb 2.2 soziale Ziele Hilfsbereitschaft (z.b. Vereinsarbeit als Zeitnehmer, Schiedsrichter, etc. ) Rücksichtnahme (Integration auch schwächerer Spieler) Teamfähigkeit (Unterordnung eigener Interessen)
6 6 Das Erreichen dieser Ziele hängt im Wesentlichen vom Engagement und dem Verhalten der Jugendtrainer ab. Alle Jugendtrainer, müssen sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. sollten sich als Helfer der Kinder und Jugendlichen verstehen. sollten die Kinder und Jugendlichen nicht für eigennützige Zwecke und Vorstellungen (Ergebnishandball) instrumentalisieren. 2.3 Gezielte Entwicklungen des Breiten- und Leistungssports Besetzung aller Mannschaften im Jugendbereich. Besetzung von 2 Mannschaften pro Jahrgang wird teilweise angestrebt, um auch den weniger begabten Spielern die Möglichkeit zu geben, sich sportlich zu betätigen und zu entwickeln. Gezielte Ausbildung der Trainer, Teilnahme an Lehrgängen ermöglichen. Eine Teilnahme an den jeweils höchsten Spielklassen des Kreises Lippe ist das erste Ziel. Enge Bindung des Jugendbereichs an den Erwachsenenbereich, damit den Heranwachsenden die Möglichkeit gegeben wird, an Vorbildern zu lernen. Unsere Jugendarbeit muss so intensiv sein, dass eine Aufstiegsmöglichkeit bis in die erste Mannschaft möglich ist. Einführung handballübergreifender Angebote. 2.4 Talentsichtung und Talentförderung in Schulen Eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Grundschulen ist angedacht, bzw. realisiert worden. Durch die Arbeit an den Schulen soll den Kindern der Handballsport näher gebracht werden, sowie an den weiterführenden Schulen Talentsichtung und Talentförderung betrieben werden. Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist wichtig, um leistungsorientiert (mit einer hohen Anzahl an Kindern) arbeiten zu können. Mit Hilfe der Talentsichtung und Talentförderung bereits im frühen Alter, sowie Förderung des Breitensportfaktors werden folgende Ziele erreicht: Die Jugendlichen bekommen sportliche sowie soziale Ziele vermittelt. Die Teamfähigkeit wird herausgebildet und gleichzeitig das individuelle Durchsetzungsvermögen gestärkt. Das Fernhalten schädlicher Einflüsse kann bewirkt werden, ganz unter dem Motto Keine Macht den Drogen.
7 7 2.5 Trainerkonzept Ein Trainerkonzept ist äußerst relevant. Den Jugendlichen müssen neben den erforderlichen handballerische Grundlagen, psychische Kraft, moralische Grundwerte und soziales Verhalten auf der Basis von Fair- Play vermittelt werden. Dieses Erreichen wir vorwiegend durch erfahrene und starke Persönlichkeiten aus den Reihen unseres Vereins. Hier das Konzept für den zukünftigen Aufbau: Gewinnung von ehemaligen oder noch aktiven Spielern/Spielerinnen als Trainer und Betreuer für die Kinder und Jugendmannschaften. Der Jugendkoordinator arbeitet stark mit den Trainern sowie den Betreuern zusammen. Seine Aufgabe ist es als Bindeglied zwischen den Trainern und dem Abteilungsvorstand zu fungieren. Er trägt die sportliche Verantwortung und ist Repräsentant der Jugendabteilung. Alle Mannschaften werden nach Möglichkeit mit zwei Trainern/Betreuern besetzt, dadurch ist eine optimale Betreuung gewährleistet. Eine adäquate Ausbildung aller Trainer soll ermöglicht und gewährleistet werden (z.b. Workshops, Lizenzausbildung, etc.). Alle Trainer arbeiten nach diesem Konzept, welches die optimale Ausbildung der Kinder fördern soll Ausbildung- und Trainingskonzept Ziel des neuen Konzeptes ist, komplette Spieler auszubilden. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es einer langfristigen und entwicklungsorientierten Ausbildung. Sicherlich ist ein kurzfristiger Erfolg reizvoll, jedoch sollte der Grundstein in der langen intensiven Ausbildung liegen. Voraussetzungen für eine optimale Ausbildung sind: Optimale Ausstattung an Trainingshilfen und Materialien. Die Umsetzung des Trainingskonzepts in Anlehnung an das DHB Rahmentrainingskonzept. Angebot von zwei Trainingseinheiten pro Woche ab der C-Jugend. Übergreifendes Jugendfördertraining inkl. Torwarttraining für die leistungsstärksten Jugendlichen. Intensivieren des Spielbetriebes (z.b. Freundschaftsspiele, Turnierteilnahme).
8 8 2.6 Handballspezifische Ausbildung Mini s (5-6 Jahre) Die Jugendlichen des Handball Kindergartens sind 5 und 6 Jahre alt. Sie haben teils bereits Erfahrungen im Sportverein gesammelt. Einige von ihnen wissen aber noch nicht, was es bedeutet, in einer Gruppe Sport zu treiben. Die Lernziele sind in folgende Kategorien unterteilt: 1. Einfache Spielregeln 2. Spielverständnis 3. technisch motorisch konditionelle Ausbildung 4. sozialer Umgang Wie bereits in dieser Unterteilung deutlich wird, ist es wichtig, nicht nur - wie es in anderen Altersklassen und Sportarten üblich ist - das Spielverständnis und die technisch motorisch konditionelle Ausbildung zu fördern. Hier muss die Basis der Handballkarriere, die Grundlagen in allen Bereichen geschaffen werden! 1. Einfache Spielregeln Die Kinder sollen lernen, sich an die einfachen Spielregeln zu halten: Nicht-Betreten des Torwartkreises! Abspiel aus dem Torraum durch den Torwart! Einwurf erkennen und durchführen. Nach einem Tor beginnt das Spiel an der Mittellinie, wenn kein Tor gefallen ist, läuft das Spiel weiter. Auswechseln: Einer geht raus, ein Anderer füllt das Spiel auf. Der Schiedsrichter hat immer Recht! Pfiffe beachten! Nicht am Trikot ziehen, keine Gewalt auf dem Spielfeld! Wissen, dass man mit dem Ball nur drei Schritte laufen darf und als Alternative prellen kann. An einem Punkt muss differenziert werden. Einigen Kindern wird es am Anfang noch nicht möglich sein, bei einem Alleingang zu laufen, den Überblick zu haben und gleichzeitig den Ball zu tippen. Grundsätzlich ist es das Ziel, dies zu erreichen, aber zunächst reicht es, wenn die Kinderwissen: Lange Strecken müssen geprellt werden!
9 9 2. Spielverständnis Neben den Standardregeln möchten wir nun das Spielverständnis näher betrachten. Da der Handball Kindergarten teils noch nie etwas mit dem Handballspielen zu tun hatten und somit noch nicht in der Lage ist, die Idee, z.b. eines Fußballspiels, in die Hallensituation zu übertragen, ist es wichtig, das spielerische Verständnis zu entwickeln und zu fördern. Die Kinder sollen ihre eigene Mannschaft von der gegnerischen Mannschaft im Spielgeschehen unterscheiden. verstehen, dass der Ball nur der eigenen Mannschaft zugespielt werden soll. wissen, dass der Ball abgespielt werden muss, weil letztendlich derjenige Spieler, welcher die beste Wurfposition hat, den Abschluss machen soll. bei der Ballabgabe an einen Mitspieler wissen, dass gepasst werden muss, weil dies ein schnelleres Spielgeschehen liefert als den Ball zu übergeben. wissen, dass der Ball ins gegnerische Tor gelangen soll. Ansätze zeigen, das Spiel zu verfolgen (in die richtige Richtung laufen, Aktionen und Abspiele durchführen). nachvollziehen können, dass es sinnvoll ist, das eigene Tor durch eine offensive Abwehr zu verteidigen. versuchen zu verstehen, dass es nicht auf die Anzahl der Tore eines einzelnen Spielers ankommt, sondern vielmehr dass ein gutes Spiel auch durch eine gute Abwehr gewonnen wird - leider ist diese Einsicht bei Kindern diesen Alters kaum möglich - doch wenigstens sollen sie wissen, dass die Trainer diese Meinung vertreten! 3. Technisch motorisch konditionelle Ausbildung Die technisch motorisch konditionelle Ausbildung ist der Hauptaspekt des Trainings. Die Kinder sollen auf dem linken, auf dem rechten und auf beiden Beinen durch die Halle hüpfen können. über eine Bank balancieren können, dabei einen Ball mit ausgestrecktem Arm vor dem Körper in den Händen halten. einen Purzelbaum schlagen können. sprinten, langsam laufen, leise laufen (Füße richtig abrollen), rückwärts laufen, Sidesteps machen. Parcours durchlaufen können.
10 10 über eine Strecke von ca. 10 Metern den Ball tippen können. einen Ball im richtigen koordinativen Ablauf spielen/werfen (linker Fuß vor, rechter Arm zurück und dem Mitspieler auf Brusthöhe zupassen). über eine Distanz von 2 3 Metern einen Ball werfen und fangen können. den Ball in vielen Variationen um den Körper rollen und kreisen können. Ansätze zeigen, wie man als Verteidiger handelt (Entgegentreten, Arme hoch nehmen, versuchen an den Ball zu gelangen). Erfahrungen als Torwart sammeln. eine Trainingseinheit, ein Turnier konditionell durchhalten können. 4. Sozialer Umgang Der soziale Umgang, ferner der Teamgedanke, wird durch Eingriffe ins Spielgeschehen und geschicktes Einwechseln von den Trainern gelenkt. Eine Schwierigkeit in dieser Altersklasse ist es, dass sich Einzelkämpfer herausbilden. Die 5- und 6- jährigen Kinder sind entwicklungspsychologisch gesehen stark von ihrer kindlichen Egozentrik gestärkt. Das bedeutet: Die Kinder stellen ihr persönliches Interesse in den Vordergrund und sind teils gar nicht in der Lage, einen Mannschaftsgedanken zu entwickeln. Deshalb sollen die Kinder lernen, dass jeder Tore machen darf und soll. dass keiner benachteiligt wird, wenn er kein Tor geworfen hat, und keiner bevorzugt wird, wenn er viele Tore wirft. sich nicht selbst in den Vordergrund zu spielen und andere zu missachten. prinzipiell, ob beim Training, in der Kabine oder beim Spiel, die Mitspieler zu respektieren und ihnen zu helfen ( Wir sind ein Team ). sich in der Abwesenheit der Eltern angemessen zu verhalten. Ungerechtigkeiten (Fouls) im Spiel und im Training zu erkennen. dass die Trainer jedes Kind gleich respektieren, auch wenn ein Kind durch Fehlverhalten sanktioniert wird.
11 E-Junior (7-8 Jahre) Die Kinder in diesem Alter sollen bei den Mini s mit trainieren und Quartalsweise durch die E- Junior Trainer ein gesondertes Training genießen. Trainingsinhalte sollte hier sein: Beherrschen der Standardregeln! Gezieltes entwickeln von Hand- und Fußfertigkeit! Vermittlung der ersten Handballregeln wie Schritte und Prellfehler Absolute Grundfertigkeiten des Handballs, wie Werfen und Fangen Koordinations- und Gleichgewichtsübungen! Das Vermitteln von Disziplin im Sinne des Zuhörens E-Jugend (9-10 Jahre) Die Altersklasse mit den vermutlich meisten Kindern noch probieren viele verschiedene Sportarten aus, daher ein stetes Kommen und Gehen mit andauernd unterschiedlichen Teilnehmerzahlen! Die Kinder die sich für eine Sportart entschieden haben, haben einen hohen Bewegungsdrang welchen es zu nutzen gilt. Hier wird es ernst mit einem Konzept, da auf dem großen Feld gespielt wird und einer klar definierten Abwehrformation die Manndeckung vorgegeben ist: Erlernen und schulen der elementaren Grundfertigkeiten (laufen, werfen, fangen) Wettkämpfe in Form von 1:1 Situationen mit und ohne Ball Grundlagen der Körpertäuschungen Gezieltes Koordinations- und Gleichgewichtstraining einsetzen, da viele Kinder in diesem Bereich noch erhebliche Defizite haben Grundlagenschulung des Schlagwurfs!!! ( wichtigste Wurfart ) Einführung des Sprungwurfs! Disziplin beim Training sollte erlernt werden: Zuhören, Respekt vor den Teamkameraden und den Trainern!
12 D-Jugend (11-12 Jahre) Auch hier herrscht noch großer Zufluss - viele kommen aus Neugier mit Freund oder Freundin die gilt es zu halten. Gerade in dieser Altersklasse gilt es die teilweise immensen Körper- und Entwicklungsunterschiede zu beachten! Die Schwerpunkte sollten also nicht an die körperlich weiterentwickelten Spieler/ innen gerichtet werden, sondern vielmehr sollte ein guter Mittelweg gefunden werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt den es nicht zu vernachlässigen gilt, ist die Umstellung von der Mann- auf die Raumdeckung (1:5 oder 3:3 Abwehr). Ziele: Disziplin beim Training und beim Spiel sollte Pflicht sein! Vertiefung der Schlagwurftechnik (verschiedene Anlaufrichtungen, unterschiedliche Schrittzahlen, etc.) Grundlagen des Sprungwurfs! Koordinations- und Gleichgewichtstraining Stabilisationsübungen (hauptsächlich für die Wirbelsäule) Vertiefung der Regelkenntnisse und Schiedsrichterzeichen! Festlegen und ausbilden eines Torwart/in! Bis zum Ende der D-Jugend sollte die so genannte Grundlagenschulung umgesetzt worden sein. Da ein offensives Abwehrspiel die zentrale Grundlage ist, sollte sehr viel 1:1 trainiert werden. Ein sehr wichtiger Teil des Trainings sollte die grundsätzliche Gegenstoßbereitschaft sein oft im Training eingebaut lernen die Kinder ihr Tempo zu dosieren! C-Jugend (13-14 Jahre) Auch in dieser Altersklasse bleibt die offensive Abwehr bestehen ob - Gegenspieler-, oder - raumorientiert, liegt in der Entscheidung des Trainers! Trainingsinhalte sollten sein: Ausbildung von Angriffsgrundbewegungen (Stoßen, Parallelstoßen, Passtäuschung, Lauftäuschung, etc.) Gegenstoßorientierung d.h. Bereitschaft bei Feldspieler/innen wie auch bei den Torleuten schnelle Mitte und 1.Welle systematische Positionierungen (übergeben/übernehmen und begleiten)
13 13 Wahrnehmungsfeld muss weiter entwickelt werden (Aktionen auf der ballnahen und ballfernen Seite) 1:1 auf allen Positionen und in allen Räumen individuelle Abwehrtechniken (doppeln, blocken) entwickeln von antizipativer Spielweise und deren Folgehandlungen (Durchbruch, Anspielvarianten) Ziel der beiden C-Jugend Jahre sollte es sein ein antizipatives, offensives Gegnerverhalten zu entwickeln um am Ballort Überzahlsituationen zu schaffen (im Angriff sowie verstärkt in der Abwehr) B-Jugend (15-16 Jahre) /A-Jugend (17-18 Jahre) In diesen beiden Jugendklassen werden umfassende und gruppentaktische Spielelemente eingeführt. Diese Spielelemente erfolgen in nahtloser Anlehnung an den Seniorenbereich, welche dem Spieler beim Übergang in den Seniorenbereich das Spielverständnis erleichtern soll. Beim Erreichen der B-Jugend sollten die Spieler motorisch bereits bestens ausgebildet sein, weil ab diesem Alter fast kein motorischer Lernfortschritt mehr zu erzielen ist. Spielkonzeptionen und Spielzüge werden übergreifend abgestimmt. Mit Erreichen des 16. Lebensjahres kann eine Spielerin bereits per Doppelspielrecht in Seniorenmannschaften eingesetzt werden. Mit Erreichen des 17. Lebensjahres kann ein Spieler bereits per Doppelspielrecht in Seniorenmannschaften eingesetzt werden. Über die Vergabe des Doppelspielrechts entscheidet der Jugendkoordinator zusammen mit den verantwortlichen Trainern, sowie Spieler/in und Eltern. Ein Doppelspielrecht wird dann vergeben, wenn die sportliche Entwicklung des Spielers dadurch verbessert wird.
14 14 3 Sportliche Leitungen 3.1 Hierarchien Abteilungsleiter stellv. Abteilungsleiter Jugendkoordinator weiblich/ männlich Trainer Betreuer Trainer Betreuer Trainer Betreuer Trainer Betreuer Trainer Betreuer Trainer Betreuer A -Jugend A Jugend B -Jugend B Jugend C -Jugend C Jugend D -Jugend D Jugend E -Jugend E Jugend Mini Mini 3.2 Aufgaben der Abteilungsleiter Die Abteilungsleiter repräsentieren die Handballlabteilung sowohl nach innen als auch nach außen und tragen die sportliche Verantwortung. Die Abteilungsleiter bestimmen die Richtlinien der Abteilung und leiten die Abteilungsversammlung sowie die Abteilungssitzungen. Des Weiteren fungieren sie als Schnittstelle zum Vereinsvorstand und als Ansprechpartner für übergeordnete Aufgaben. Ihre Aufgaben umfassen die fachlich organisatorische und personelle Führung der Abteilung und sie sind verantwortlich für den Informationsfluss und die Koordination. 3.3 Aufgaben des Jugendkoordinators Der Jugendkoordinator repräsentiert die Jugendabteilung sowohl nach innen als auch nach außen und trägt die sportliche Verantwortung. Er übt insbesondere eine Kontrollfunktion aus, indem er die Arbeit der Jugendtrainer und Betreuer beobachtet und darauf achtet, dass die festgelegten Richtlinien eingehalten werden. Bei auftretenden Problemen bemüht sich der Jugendkoordinator darum, überzeugende Lösungswege aufzuzeigen. Darüber hinaus ist er ein Ansprechpartner für Spieler, Eltern und Trainer, er ist Mitglied des Vorstandes und hält Kontakt zu den anderen Abteilungen, zu anderen Vereinen sowie zum Verband. Des Weiteren ist er für den sinnvollen Mitteleinsatz aus dem Etat der Jugend-Sponsorentafel verantwortlich und fungiert gleichzeitig als Ansprechpartner. Außerdem organisiert und leitet er die zweimal jährlich stattfindende Übungsleiterversammlung, kümmert sich um die Ausrüstung der einzelnen Mannschaften und sorgt möglichst dafür, dass für alle Mannschaften qualifizierte Trainer und Betreuer zur Verfügung stehen.
15 Aufgaben des Jugendkoordinators (Leistungsbereich) Kontaktperson A/B-Jugend (Trainer, Betreuer) Kontakt zum Seniorenbereich/Aufbaubereich Beteiligung bei/anregung von Extraaktivitäten der einzelnen Mannschaften Einhaltung von Regeln kontrollieren! Aufgaben des Jugendkoordinators (Aufbaubereich) Kontaktperson C/D-Jugend (Trainer, Betreuer) Kontakt zum Leistungsbereich/Grundlagenbereich Beteiligung bei/anregung von Extraaktivitäten der einzelnen Mannschaften Einhaltung von Regeln kontrollieren! Aufgaben des Jugendkoordinators (Grundlagenbereich) Kontaktperson E-Jugend/Handball Kindergarten (Trainer, Betreuer) Kontakt zum Aufbaubereich Beteiligung bei/ Anregung von Extraaktivitäten der einzelnen Mannschaften Einhaltung von Regeln kontrollieren! 3.5 Aufgaben der Jugendtrainer Lernziele des Jugendkonzeptes umsetzen! Regelmäßig (ein bis zweimal in der Woche) ihre Mannschaft trainieren Mannschaft vor, während und nach einem Spiel betreuen Zusammenarbeit mit gleichaltrigen Teams Kontakt zu den nächst höheren Mannschaften Zusammenarbeit mit dem Jugendkoordinator Zusammenarbeit mit dem Betreuer Kontaktperson für die Jugend und Eltern
16 16 Mitgliederwerbung/neue Spieler Ergebnisse in SiS eintragen Pressearbeit (z.b. Berichte für Internetseite) Einhaltung von Regeln beachten! Mit Arbeitsmaterialien sorgsam umgehen (z.b. Bälle, Trikots)! Auf Sauberkeit, Disziplin achten! 3.6 Aufgaben der Betreuer Vertreter des Jugendtrainers! Ausfüllen der Spielberichte Organisation der Trikotwäsche/ Fahrdienste Organisation von Extraaktivitäten Kontakt zu Spielern, Eltern 4 Visionen Die Entwicklung in unserer Abteilung ist bemerkenswert, aber WIR wollen diese auch festigen. Um gemeinsam weiter Erfolg zu haben und unseren jungen Mitmenschen Spaß und Freude am Spiel und an der Gemeinschaft zu bieten bleibt uns nur übrig, das hier vorgestellte Jugendkonzept mit voller Unterstützung in die Tat umzusetzen. Quellen: DHB (Deutscher Handball Bund), Internet
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