Handbuch. PLC Lib: Tc2_Standard. TwinCAT 3. Version: Datum:
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- Angelika Evagret Linden
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1 Handbuch TwinCAT 3 Version: Datum:
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3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort Hinweise zur Dokumentation Sicherheitshinweise Übersicht Funktionsbausteine Trigger F_TRIG R_TRIG Bistable RS SR Counter CTD CTU CTUD Timer TOF TON TP Timer (LTIME) LTOF LTON LTP Stringfunktionen CONCAT DELETE FIND INSERT LEFT LEN MID REPLACE RIGHT Stringfunktionen (WSTRING) WCONCAT WDELETE WFIND WINSERT WLEFT WLEN WMID WREPLACE WRIGHT Globale Konstanten Bibliotheksversion Version: 1.1 3
4 Vorwort 1 Vorwort 1.1 Hinweise zur Dokumentation Diese Beschreibung wendet sich ausschließlich an ausgebildetes Fachpersonal der Steuerungs- und Automatisierungstechnik, das mit den geltenden nationalen Normen vertraut ist. Zur Installation und Inbetriebnahme der Komponenten ist die Beachtung der nachfolgenden Hinweise und Erklärungen unbedingt notwendig. Das Fachpersonal hat sicherzustellen, dass die Anwendung bzw. der Einsatz der beschriebenen Produkte alle Sicherheitsanforderungen, einschließlich sämtlicher anwendbaren Gesetze, Vorschriften, Bestimmungen und Normen erfüllt. Disclaimer Diese Dokumentation wurde sorgfältig erstellt. Die beschriebenen Produkte werden jedoch ständig weiter entwickelt. Deshalb ist die Dokumentation nicht in jedem Fall vollständig auf die Übereinstimmung mit den beschriebenen Leistungsdaten, Normen oder sonstigen Merkmalen geprüft. Falls sie technische oder redaktionelle Fehler enthält, behalten wir uns das Recht vor, Änderungen jederzeit und ohne Ankündigung vorzunehmen. Aus den Angaben, Abbildungen und Beschreibungen in dieser Dokumentation können keine Ansprüche auf Änderung bereits gelieferter Produkte geltend gemacht werden. Marken Beckhoff, TwinCAT, EtherCAT, Safety over EtherCAT, TwinSAFE, XFC und XTS sind eingetragene und lizenzierte Marken der Beckhoff Automation GmbH. Die Verwendung anderer in dieser Dokumentation enthaltenen Marken oder Kennzeichen durch Dritte kann zu einer Verletzung von Rechten der Inhaber der entsprechenden Bezeichnungen führen. Patente Die EtherCAT Technologie ist patentrechtlich geschützt, insbesondere durch folgende Anmeldungen und Patente: EP , EP , DE , DE mit den entsprechenden Anmeldungen und Eintragungen in verschiedenen anderen Ländern. Die TwinCAT Technologie ist patentrechtlich geschützt, insbesondere durch folgende Anmeldungen und Patente: EP , US mit den entsprechenden Anmeldungen und Eintragungen in verschiedenen anderen Ländern. EtherCAT ist eine eingetragene Marke und patentierte Technologie lizensiert durch die Beckhoff Automation GmbH, Deutschland Copyright Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Deutschland. Weitergabe sowie Vervielfältigung dieses Dokuments, Verwertung und Mitteilung seines Inhalts sind verboten, soweit nicht ausdrücklich gestattet. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte für den Fall der Patent-, Gebrauchsmusteroder Geschmacksmustereintragung vorbehalten. 4 Version: 1.1
5 Vorwort 1.2 Sicherheitshinweise Sicherheitsbestimmungen Beachten Sie die folgenden Sicherheitshinweise und Erklärungen! Produktspezifische Sicherheitshinweise finden Sie auf den folgenden Seiten oder in den Bereichen Montage, Verdrahtung, Inbetriebnahme usw. Haftungsausschluss Die gesamten Komponenten werden je nach Anwendungsbestimmungen in bestimmten Hard- und SoftwareKonfigurationen ausgeliefert. Änderungen der Hard- oder Software-Konfiguration, die über die dokumentierten Möglichkeiten hinausgehen, sind unzulässig und bewirken den Haftungsausschluss der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG. Qualifikation des Personals Diese Beschreibung wendet sich ausschließlich an ausgebildetes Fachpersonal der Steuerungs-, Automatisierungs- und Antriebstechnik, das mit den geltenden Normen vertraut ist. Erklärung der Symbole In der vorliegenden Dokumentation werden die folgenden Symbole mit einem nebenstehenden Sicherheitshinweis oder Hinweistext verwendet. Die Sicherheitshinweise sind aufmerksam zu lesen und unbedingt zu befolgen! Akute Verletzungsgefahr! Wenn der Sicherheitshinweis neben diesem Symbol nicht beachtet wird, besteht unmittelbare Gefahr für Leben und Gesundheit von Personen! GEFAHR Verletzungsgefahr! Wenn der Sicherheitshinweis neben diesem Symbol nicht beachtet wird, besteht Gefahr für Leben und Gesundheit von Personen! WARNUNG Schädigung von Personen! Wenn der Sicherheitshinweis neben diesem Symbol nicht beachtet wird, können Personen geschädigt werden! VORSICHT Schädigung von Umwelt oder Geräten Wenn der Hinweis neben diesem Symbol nicht beachtet wird, können Umwelt oder Geräte geschädigt werden. Achtung Tipp oder Fingerzeig Dieses Symbol kennzeichnet Informationen, die zum besseren Verständnis beitragen. Hinweis Version: 1.1 5
6 Übersicht 2 Übersicht Die Standard-Bibliothek beinhaltet alle IEC POUs. Die POUs können eingeteilt werden in: Bistabile Funktionsblöcke Zähler Timer Timer (LTIME) Trigger Stringfunktionen Stringfunktionen (WSTRING) 6 Version: 1.1
7 Funktionsbausteine 3 Funktionsbausteine 3.1 Trigger F_TRIG Detektor für fallende Flanke CLK : BOOL; (* Signal to detect *) Q : BOOL; (* Edge detected *) Solange die Eingabevariable CLK = TRUE liefert, wird die Ausgabe Q = FALSE sein. Sobald CLK = FALSE liefert, wird Q = TRUE liefern. D.h.: Bei jedem weiteren Aufruf der Funktion wird Q wieder FALSE liefern, bis CLK eine steigende und wieder eine fallende Flanke hat R_TRIG Detektor für eine ansteigende Flanke CLK : BOOL; (* Signal to detect *) Q : BOOL; (* Edge detected *) Solange die Eingabevariable CLK = FALSE liefert, wird der Ausgang Q = FALSE sein. Sobald CLK = TRUE liefert, wird Q auch TRUE liefern. D.h.: Bei jedem weiteren Aufruf der Funktion wird Q wieder FALSE liefern, bis CLK eine fallende und wieder eine steigende Flanke hat. Version: 1.1 7
8 Funktionsbausteine 3.2 Bistable RS Bistabiler Funktionsblock, RESET ist dominant. Q1 = RS (SET, RESET1) D. h.: Q1 = NOT RESET1 AND (Q1 OR SET) SET : BOOL; RESET1 : BOOL; Q1 : BOOL; Interne Implementierung des FBs: Q1: = NOT RESET1 AND (Q1 OR SET); SR Bistabiler Funktionsblock, SET ist dominant. Q1 = SR (SET1, RESET) D. h.: Q1 = (NOT RESET AND Q1) OR SET1Q1, SET1 und RESET sind BOOL- Variablen. SET1 : BOOL; RESET : BOOL; 8 Version: 1.1
9 Funktionsbausteine Q1 : BOOL; Interne Implementierung des FBs: Q1 := (NOT RESET AND Q1) OR SET1; 3.3 Counter CTD Abwärtszähler CD : BOOL; (* Count Down on rising edge *) LOAD : BOOL; (* Load Start Value *) PV : WORD; (* Start Value *) Q : BOOL; (* Counter reached 0 *) CV : WORD; (* Current Counter Value *) Wenn LOAD = TRUE ist, wird die Zählvariable CV mit der Obergrenze PV initialisiert. Wenn CD eine steigende Flanke von FALSE auf TRUE hat, wird CV um 1 erniedrigt, solange CV größer als 0 ist. (Wenn also kein Unterlauf verursacht wird). Q liefert TRUE, wenn CV kleiner oder gleich 0 ist CTU Aufwärtszähler Version: 1.1 9
10 Funktionsbausteine CU : BOOL; (* Count Up *) RESET : BOOL; (* Reset Counter to 0 *) PV : WORD; (* Counter Limit *) Q : BOOL; (* Counter reached the Limit *) CV : WORD; (* Current Counter Value *) Wenn RESET = TRUE ist, wird die Zählvariable CV mit 0 initialisiert. Wenn CU eine steigende Flanke von FALSE auf TRUE hat, dann wird der Funktionsblocks CV um 1 erhöht, solange CV kleiner als PV ist. (Wenn also kein Überlauf verursacht wird). Q liefert TRUE, wenn CV größer oder gleich der Obergrenze PV ist CTUD Auf- und Abwärtszähler CU : BOOL; (* Count Up *) CD : BOOL; (* Count Down *) RESET : BOOL; (* Reset Counter to Null *) LOAD : BOOL; (* Load Start Value *) PV : WORD; (* Start Value / Counter Limit *) QU : BOOL; (* Counter reached Limit *) QD : BOOL; (* Counter reached Null *) CV : WORD; (* Current Counter Value *) Wenn RESET gilt, dann wird die Zählvariable CV mit 0 initialisiert. Wenn LOAD gilt, dann wird CV mit PV initialisiert. Wenn CU eine steigende Flanke von FALSE auf TRUE hat, dann wird CV um 1 erhöht, solange CV keinen Überlauf verursacht. Wenn CD eine steigende Flanke von FALSE auf TRUE hat, dann wird CV jeweils um 1 erniedrigt, solange CV keinen Unterlauf verursacht. QU liefert TRUE, wenn CV größer oder gleich PV geworden ist. QD liefert TRUE, wenn CV kleiner oder gleich 0 geworden ist 10 Version: 1.1
11 Funktionsbausteine 3.4 Timer TOF Timer off-delay IN : BOOL; (* starts timer with falling edge, resets timer with rising edge *) PT : TIME; (* time to pass, before Q is set *) Q : BOOL; (* is FALSE, PT seconds after IN had a falling edge *) ET : TIME; (* elapsed time *) Wenn IN = TRUE ist, sind die Ausgaben TRUE bzw. 0. Sobald IN = FALSE ist, wird in ET die Zeit in Millisekunden hochgezählt bis der Wert gleich dem in PT ist, dann bleibt er gleich. Q ist FALSE wenn IN = FALSE und ET = PT ist. Sonst ist Q = TRUE. Q hat somit eine fallende Flanke, wenn die in PT in Millisekunden angegebene Zeit abgelaufen ist. Graphische Darstellung des zeitlichen Verhaltens von TOF: Die Funktion TOF benötigt 15 Byte Daten TON Version:
12 Funktionsbausteine Timer on-delay IN : BOOL; (* starts timer with rising edge, resets timer with falling edge *) PT : TIME; (* time to pass, before Q is set *) Q : BOOL; (* is TRUE, PT seconds after IN had a rising edge *) ET : TIME; (* elapsed time *) Wenn IN = FALSE ist, sind die Ausgaben FALSE bzw. 0. Sobald IN = TRUE ist, wird in ET die Zeit in Millisekunden hochgezählt, bis der Wert gleich dem in PT ist, dann bleibt er gleich. Q ist TRUE wenn IN = TRUE und ET = PT ist. Sonst ist Q = FALSE. Q hat somit eine steigende Flanke, wenn die in PT in Millisekunden angegebene Zeit abgelaufen ist. Graphische Darstellung des zeitlichen Verhaltens von TON: Die Funktion TON benötigt 15 Byte Daten TP Pulsgeber. Mit diesem Funktionsbaustein können Impulse mit einer definierten Impulsdauer generiert werden. IN : BOOL; (* Trigger for Start of the Signal *) PT : TIME; (* The length of the High-Signal in ms *) 12 Version: 1.1
13 Funktionsbausteine Q : BOOL; (* The pulse *) ET : TIME; (* The current phase of the High-Signal *) Wenn IN = FALSE ist, sind die Ausgaben FALSE bzw. 0. Sobald IN = TRUE ist, wird auch Q = TRUE und bleibt TRUE für die Impulsdauer PT. Solange Q = TRUE ist, wird in ET die Zeit in Millisekunden hochgezählt, bis der Wert gleich dem in PT ist, dann bleibt er gleich. Der Ausgang Q bleibt TRUE bis die Impulszeit verstrichen ist unabhängig von dem Zustand des Eingangs IN. Q liefert somit für den in PT angegebenen Zeitraum ein Signal. Grafische Darstellung des zeitlichen Ablaufs von TP: Die Funktion TP benötigt 14 Byte Daten. 3.5 Timer (LTIME) LTOF Timer off delay mit 64- Bit- Zeitdatentyp (LTIME). IN : BOOL; (*starts timer with falling edge, resets timer with rising edge*) PT : LTIME; (*time to pass before Q is reset*) Q : BOOL; (*is FALSE, PT seconds after IN had a falling edge*) ET : LTIME; (*elapsed time since falling edge at IN*) Version:
14 Funktionsbausteine Wenn IN = TRUE ist, sind die Ausgaben TRUE bzw. 0. Sobald IN = FALSE ist, wird in ET die Zeit in Nanosekunden hochgezählt, bis der Wert gleich dem in PT ist. Dann bleibt er gleich. Q ist FALSE, wenn IN = FALSE und ET = PT ist. Sonst ist Q = TRUE. Q hat somit eine fallende Flanke, wenn die in PT in Nanosekunden angegebene Zeit abgelaufen ist. Grafische Darstellung des zeitlichen Verhaltens von LTOF: LTON Timer on delay mit 64- Bit- Zeitdatentyp (LTIME). IN : BOOL; (*starts imter with rising edge, resets timer with falling edge*) PT : LTIME; (*time to pass before Q is set.*) Q : BOOL; (*is TRUE, PT seconds after IN had a rising edge*) ET : LTIME (*elapsed time since rising edge at IN*) Wenn IN = FALSE ist, sind die Ausgaben FALSE bzw. 0. Sobald IN = TRUE ist, wird in ET die Zeit in Nanosekunden hochgezählt bis der Wert gleich dem in PT ist, dann bleibt er gleich. Q ist TRUE, wenn IN = TRUE und ET = PT ist. Sonst ist Q = FALSE. Q hat somit eine steigende Flanke, wenn die in PT in Nanosekunden angegebene Zeit abgelaufen ist. Grafische Darstellung des zeitlichen Verhaltens von LTON: 14 Version: 1.1
15 Funktionsbausteine LTP Pulsgeber mit 64- Bit- Zeitdatentyp (LTIME). Mit diesem Funktionsbaustein können Impulse mit einer definierten Impulsdauer generiert werden. IN : BOOL; (*Trigger for Start of the Signal*) PT : LTIME; (*The length of the High- Signal*) Q : BOOL; (*The pulse*) ET : LTIME (*elapsed time since pulse start*) Wenn IN = FALSE ist, sind die Ausgaben FALSE bzw. 0. Sobald IN = TRUE ist, wird auch Q = TRUE und bleibt TRUE für die Impulsdauer PT. Solange Q = TRUE ist, wird in ET die Zeit in Nanosekunden hochgezählt bis der Wert gleich dem in PT ist, dann bleibt er gleich. Der Ausgang Q bleibt TRUE bis die Impulszeit verstrichen ist unabhängig vom dem Zustand des Eingangs IN. Q liefert somit für den In PT angegebenen Zeitraum ein Signal. Grafische Darstellung des zeitlichen Ablaufs von LTP: Version:
16 Funktionsbausteine 16 Version: 1.1
17 Stringfunktionen 4 Stringfunktionen 4.1 CONCAT Konkatenation (Aneinanderhängen) von zwei Strings. FUNCTION CONCAT: STRING (255) STR1 : STRING(255); STR2 : STRING(255); LD 'SUSI' CONCAT 'WILLI' ST Var1 (* Ergebnis ist 'SUSIWILLI' *) Var1 := CONCAT ('SUSI','WILLI'); 4.2 DELETE Die Funktion DELETE löscht ab einer bestimmten Stelle einen Teilstring aus einem String. Der Eingang STR ist vom Typ STRING, LEN und POS vom Typ INT, der Rückgabewert der Funktion vom Typ STRING. DELETE(STR, LEN, POS) bedeutet: Lösche LEN Zeichen aus STR und beginne mit dem POS-ten. FUNCTION DELETE: STRING (255) STR : STRING(255); LEN : INT; POS : INT; LD 'SUXYSI' DELETE 2,3 ST Var1 (* Ergebnis ist 'SUSI' *) Var1 := DELETE ('SUXYSI',2,3); Version:
18 Stringfunktionen 4.3 FIND Die Funktion FIND sucht einen Teilstring in einem String. FIND(STR1, STR2) bedeutet: Finde die Position des ersten Zeichens des ersten Vorkommens von STR2 in STR1. Wenn STR2 in STR1 nicht vorkommt, dann gilt OUT := 0. FUNCTION FIND: INT STR1 : STRING(255); STR2 : STRING(255); LD 'SUXYSI' FIND 'XY' ST Var1 (* Ergebnis ist 3 *) Var1 := FIND ('SUXYSI','XY'); 4.4 INSERT Die Funktion INSERT fügt einen String ab einer bestimmten Stelle in einen anderen ein. INSERT(STR1, STR2, POS) bedeutet: Füge STR2 in STR1 nach der POS-ten Stelle ein. FUNCTION INSERT: STRING (255) STR1 : STRING(255); STR2 : STRING(255); POS : INT; LD 'SUSI' INSERT 'XY',2 ST Var1 (* Ergebnis ist 'SUXYSI' *) Var1 := INSERT('SUSI','XY',2); 18 Version: 1.1
19 Stringfunktionen 4.5 LEFT Die Funktion LEFT liefert einen linken Anfangsstring eines Strings. LEFT (STR, SIZE) bedeutet: Nehme die ersten SIZE Zeichen von links im String STR. FUNCTION LEFT: STRING (255) STR : STRING(255); SIZE : INT; LD 'SUSI' LEFT 3 ST Var1 (* Ergebnis ist 'SUS' *) Var1 := LEFT ('SUSI',3); 4.6 LEN Die Funktion LEN gibt die Länge eines Strings aus. FUNCTION LEN: INT STR : STRING(255); END_VA LD 'SUSI' LEN ST Var1 (* Ergebnis ist 4 *) Var1 := LEN ('SUSI'); Version:
20 Stringfunktionen 4.7 MID Die Funktion MID liefert einen Teilstring eines Strings. MID (STR, LEN, POS) bedeutet: Hole LEN Zeichen aus dem String STR und beginne mit dem Zeichen an der Stelle POS. FUNCTION MID: STRING (255) STR : STRING(255); LEN : INT; POS : INT; LD 'SUSI' MID 2,2 ST Var1 (* Ergebnis ist 'US' *) Var1 := MID ('SUSI',2,2); 4.8 REPLACE Die Funktion REPLACE ersetzt einen Teilstring eines Strings durch einen anderen String. REPLACE(STR1, STR2, L, P) bedeutet: Ersetze L Zeichen aus STR1 durch STR2 und beginne mit dem P- ten Zeichen. FUNCTION REPLACE: STRING (255) STR1 : STRING(255); STR2 : STRING(255); L : INT; P : INT; LD 'SUXYSI' REPLACE 'K',2,2 ST Var1 (* Ergebnis ist 'SKYSI' *) Var1 := REPLACE('SUXYSI','K',2,2); 20 Version: 1.1
21 Stringfunktionen 4.9 RIGHT Die Funktion RIGHT liefert einen rechten Anfangsstring eines Strings. RIGHT (STR, SIZE) bedeutet: Nehme die ersten SIZE Zeichen von rechts im String STR. FUNCTION RIGHT: STRING (255) STR : STRING(255); SIZE : INT; LD 'SUSI' RIGHT 3 ST Var1 (* Ergebnis ist 'USI' *) Var1 := RIGHT ('SUSI',3); Version:
22 Stringfunktionen (WSTRING) 5 Stringfunktionen (WSTRING) 5.1 WCONCAT Konkatenation (Aneinanderhängen) von zwei WSTRINGs. FUNCTION WCONCAT: WSTRING (255) STR1 : WSTRING(255) (*Head part of the concatenated result*) STR2 : WSTRING(255) (*Tail part of the concatenated result*) LD SUSI WCONCAT WILLI ST Var1 (*Ergebnis ist SUSIWILLI *) Var1 := WCONCAT ( SUSI, WILLI ); 5.2 WDELETE Die Funktion WDELETE löscht ab einer bestimmten Stelle einen Teil aus einem WSTRING. Der Eingang STR ist vom Typ WSTRING. LEN und POS sind vom Typ INT. Der Rückgabewert der Funktion ist vom Typ WSTRING. WDELETE (STR, LEN, POS) bedeutet: Lösche LEN Zeichen aus STR und beginne mit dem POS-ten. FUNCTION WDELETE: WSTRING (255) STR1 : WSTRING(255); LEN : INT; POS : INT; LD SUXYSI WDELETE 2,3 ST Var1 (*Ergebnis ist SUSI *) Var1 := WDELETE ( SUXYSI,2,3); 22 Version: 1.1
23 Stringfunktionen (WSTRING) 5.3 WFIND Die Funktion WFIND sucht einen Teil in einem WSTRING. WFIND(STR1, STR2) bedeutet: Finde die Position des ersten Zeichens des ersten Vorkommens von STR2 in STR1. Wenn STR2 in STR1 nicht vorkommt, dann gilt OUT := 0. FUNCTION WFIND: INT STR1 : WSTRING(255); STR2 : WSTRING(255); LD SUXYSI WFIND XY ST Var1 (*Ergebnis ist 3*) Var1 := WFIND ( SUXYSI, XY ); 5.4 WINSERT Die Funktion WINSERT fügt einen WString ab einer bestimmten Stelle in einen anderen ein. WINSERT (STR1, STR2, POS) bedeutet: Füge STR2 in STR1 nach der POS- ten Stelle ein. FUNCTION WINSERT: WSTRING (255) STR1 : WSTRING(255); STR2 : WSTRING(255); POS : INT; LD SUSI WINSERT XY,2 ST Var1 (*Ergebnis ist SUXYSI *) Var1 := WINSERT ( SUSI, XY,2); Version:
24 Stringfunktionen (WSTRING) 5.5 WLEFT Die Funktion WLEFT liefert einen linken Anfangsstring eines WSTRINGs. WLEFT (STR, SIZE) bedeutet: Nehme die ersten SIZE Zeichen von links im WString STR. FUNCTION WLEFT: WSTRING (255) STR : WSTRING(255); SIZE : INT; LD SUSI WLEFT 3 ST Var1 (*Ergebnis ist SUS *) Var1 := WLEFT ( SUSI,3); 5.6 WLEN Die Funktion WLEN gibt die Länge eines WSTRINGs aus. FUNCTION WLEN: INT STR : WSTRING(255); LD SUSI WLEN ST Var1 (*Ergebnis ist 4*) Var1 := WLEN ( SUSI ); 24 Version: 1.1
25 Stringfunktionen (WSTRING) 5.7 WMID Die Funktion WMID liefert einen Teilstring eines WSTRINGs. WMID(STR, LEN, POS) bedeutet: Hole LEN Zeichen aus dem WSTTRING STR und beginne mit dem Zeichen an der Stelle POS. FUNCTION WMID: WSTRING (255) STR : WSTRING(255); LEN : INT; POS : INT; LD SUSI WMID 2,2 ST Var1 (*Ergebnis ist US *) Var1 := WMID ( SUSI,2,2); 5.8 WREPLACE Die Funktion WREPLACE ersetzt einen Teilstring eines WSTRINGs durch einen anderen WSTRING. WREPLACE (STR1, STR2, L, P) bedeutet: Ersetze L Zeichen aus STR1 durch STR2 und beginne mit dem P-ten Zeichen. FUNCTION WREPLACE: WSTRING (255) STR1 : WSTRING(255); STR2 : WSTRING(255); L : INT; P : INT; LD SUXYSI WREPLACE XY,2 ST Var1 (*Ergebnis ist SKYSI *) Var1 := WREPLACE ( SUXYSI, K,2,2); Version:
26 Stringfunktionen (WSTRING) 5.9 WRIGHT Die Funktion WRIGHT liefert einen rechten Anfangswstring eines WSTRINGs. WRIGHT (STR, SIZE) bedeutet: Nehme die ersten SIZE Zeichen von rechts im WString STR. FUNCTION WRIGHT: WSTRING (255) STR : WSTRING(255); SIZE : INT; LD SUSI WRIGHT 3 ST Var1 (*Ergebnis ist USI *) Var1 := WRIGHT ( SUSI,3); 26 Version: 1.1
27 Globale Konstanten 6 Globale Konstanten 6.1 Bibliotheksversion Alle Bibliotheken haben eine bestimmte Version. Diese Version ist u. a. im SPS-Bibliotheks-Repository zu sehen. Eine globale Konstante enthält die Information über die Bibliotheksversion: Global_Version VAR_GLOBAL CONSTANT stlibversion_tc2_standard : ST_LibVersion; stlibversion_tc2_standard: Versionsinformation der Tc2_Standard-Bibliothek (Typ: ST_LibVersion). Um zu sehen ob die Version die Sie haben auch die Version ist die Sie brauchen, benutzen Sie die Funktion F_CmpLibVersion. HINWEIS! Alle anderen Möglichkeiten Bibliotheksversionen zu vergleichen, die Sie von TwinCAT 2 kennen, sind veraltet! Version:
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