UMWELT-PRODUKTDEKLARATION

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1 UMWELT-PRODUKTDEKLARATION nach ISO Deklarationsinhaber Herausgeber Programmhalter Deklarationsnummer Ausstellungsdatum Gültig bis Institut Bauen und Umwelt e.v. (IBU) Institut Bauen und Umwelt e.v. (IBU) EPD-WTC IAF1-DE 01/02/ /01/2017 Mineralplatte (wet-felt) 15 mm

2 1. Allgemeine Angaben Mineralplatte (wet-felt) 15 mm Programmhalter Inhaber der Deklaration IBU - Institut Bauen und Umwelt e.v. Rheinallee 108 D Königswinter Odenwaldring Rossdorf Deklarationsnummer Deklariertes Produkt/deklarierte EPD-WTC IAF1-DE 1 m² Mineralplatte (wet-felt); Dicke: 15mm. Diese Deklaration basiert auf den Produktkategorienregeln: Gültigkeitsbereich: Mineralplatten, (PCR geprüft und zugelassen durch den unabhängigen Sachverständigenausschuss) Ausstellungsdatum 01/02/2012 Gültig bis 31/01/2017 Die Ökobilanz beruht auf den Daten aus dem Produktionsjahr 2009 für 15 mm Mineralplatten, die im Nassverfahren hergestellt werden. Sie repräsentiert 100% des WETEC Verbands, der sich aus folgenden Firmen zusammensetz: Armstrong Building Products GmbH Robert-Bosch-Str Münster - Deutschland Knauf AMF GmbH & Co. KG Elsenthal Grafenau Odenwald Faserplattenwerk GmbH Dr.-F.-A.-Freundt-Straße Amorbach erhoben worden sind. Es handelt sich bei dieser EPD um eine VerbandsEPD. Der Inhaber der Deklaration haftet für die zugrundeliegenden Angaben und Nachweise. Verifizierung Prof. Dr-Ing. Horst J. Bossenmayer (Präsident des Instituts Bauen und Umwelt e.v.) Prof. Dr.-Ing. Hans-Wolf Reinhardt (Vorsitzender des SVA) Die CEN Norm EN dient als Kern-PCR Verifizierung der EPD durch eine/n unabhängige/n Dritte/n gemäß ISO intern x extern Dr. Olivier Muller, Unabhängige/r Prüfer/in vom SVA bestellt 2. Produkt 2.1 Produktbeschreibung Mineralplatten sind werksmäßig im Nassverfahren (wet-felt) hergestellte feste Platten (Rohplatten oder veredelte Platten). Sie entsprechen den Anforderungen nach DIN und EU-Richtlinie 67/69/EG sowie deutschem Gefahrstoffrecht. Mineralplatten (wet-felted) bestehen aus Mineralwolle(n,) Füllstoffen, Bindern, etc. die unter Einsatz von Wasser (Hilfsmittel) zur Herstellung eines Breis gemischt, anschließend als Matte zu einer Platte geformt und getrocknet werden. Die unterschiedlichen Oberflächen zeigen glatte, perforierte, mikroperforierte, strukturierte, regelmäßig gelochte, laminierte, bedruckte, geprägte, erodierte, besandete und besprenkelte Strukturen. Die Oberflächenbeschichtung der Mineralplatten erfolgt durch wasserlösliche Dispersionsfarbe, Glasfaservlies, Folie oder Druckfarbe. Es gibt unterschiedliche Kantenformen z. B. gerade, angeschrägt oder genutet. 2 Die Produktpalette dieser EPD umfasst 1 m² Mineralplatten unterschiedlichster Abmessungen, als einlagige Ausführung einer Dicke von 15 mm. Die Rohdichte bewegt sich üblicherweise zwischen 200 kg/m³ bis 330 kg/m³. Die Ergebnisse der Ökobilanz korrelieren nicht mit der Rohdichte, das heißt, sie können nicht über die Rohdichte umgerechnet werden. 2.2 Anwendung Mineralplatten (wet-felt) werden typischerweise als Bekleidung für abgehängte Deckenkonstruktionen, Türeneinlagen, Verkleidung von Baukonstruktionen, Wand- und Deckenelementen usw. verwendet. Wesentliche Bestandteile sind mineralische Wolle, Ton, Perlite und Stärke. Es gibt sie als Rohplatten und mit den unterschiedlichsten Oberflächenstrukturen und Beschichtungen. Sie werden in erster Linie als optische Bekleidung, aber auch für Schallabsorption und Schalldämmung, für Feuerwiderstand und gegen Feuerausbreitung, für Reinräume, bei hohen

3 Hygieneanforderungen und bei emissionsarmen Einsatzzwecken verwendet. 2.3 Technische Daten Bautechnische Daten (gemäß DIN 18177) Wärmeleitfähigkeit (Nennwert bei 10 0,052 W/(mK) C) 0,07 Schallabsorptionsgrad nach EN ISO 0,1-0,7 % 354 und EN ISO Schalldämmmaß maximal erreichbarer 34 db nach EN Rohdichte kg/m3 330 REI 30 Feuerwiderstand nach EN bis REI 90 F30 bis Feuerwiderstand nach DIN F Inverkehrbringung/Anwendungsregeln DIN 18177, Werksmäßig im Nassverfahren hergestellte Mineralplatten Kennwerte und Prüfverfahren; EN 13964, Unterdecken Anforderungen und Prüfverfahren. Zulassung Nr. Z vom Zulassung Nr. Z vom Zulassung Nr. Z vom Lieferzustand Die EPD bezieht sich auf 15mm dicke Platten, die variable Längen- und Breitenabmessungen aufweisen können. 2.6 Grundstoffe/Hilfsstoffe Bindemittel (überwiegend Stärke) Mineralfasern Cellulosefasern Füllstoffe (Tonminerailien, Talkum, Kalkstein) Perlite Sonstiges 0-10 % % 0-10 % % % <1% Zusätzlich werden Dispersionsfarben und mineralische Beschichtungen auf der Oberfläche und Wasser zur Aufbereitung bei der Produktion verwendet. Flammschutzmittel werden nicht eingesetzt. Als Biozid werden Isothiazolon-basierte Produkte verwendet. 2.7 Herstellung Die beschriebenen Mineralplatten werden bei den drei aufgeführten Verbandsmitgliedern im traditionellen Nassfilz-Verfahren (wet-felt) hergestellt. Die Ausgangsstoffe werden dabei mit Wasser zu einer homogenen Stoffsuspension gemischt, die auf einen Bandförderer gepumpt wird (Langsieb). Das Wasser wird mechanisch (Schwerkraft und Unterdruck) sowie durch Verdampfen im Trocknungsofen entfernt. Soweit möglich wird das Prozesswasser wiederverwendet. Es wird entsprechend behandelt und wieder in den Prozesswasserkreislauf eingespeist. Die Platten können abhängig vom gewünschten Erscheinungsbild besandet, farbbehandelt, mit Mustern versehen, erodiert oder geprägt sein. Produktionsabfall und Staub werden im Prozess wiederverwendet. Die drei Verbandsmitglieder sind außerdem ISO 9001 zertifiziert Umwelt und Gesundheit während der Herstellung Alle drei aufgeführten Hersteller erfüllen die speziellen deutschen Vorschriften für die Herstellung von Mineralplatten: - Verbot des Herstellens und Verwendens biopersistenter Fasern (Gefahrstoffverordnung, Anhang II, Nr. 5) - Verbot des Inverkehrbringens biopersistenter Fasern (Chemikalien-Verbotsordnung, Nr. 23 des Anhangs zu 1) - Nicht deklarationspflichtig nach REACH 2.9 Produktverarbeitung/Installation Es sind die Arbeitsschutzmaßnahmen nach Abschnitt 3 der Handlungsanleitung 'Umgang mit Mineralplatten basierend auf Umgang mit Mineralwolle (Glaswolle, Steinwolle)', Stand 2008, zu beachten: Arbeits- und Umweltschutzmaßnahmen entsprechen den Europäischen Richtlinien zum Umgang mit künstlichen Mineralfasern Verpackung Die Platten sind mit Kartonagen in Paketform verpackt und mit transparenter Polyethylen-Folie versiegelt. Diese Pakete liegen auf chemisch unbehandelten Holzpaletten. Die so gebildeten Paletten sind mit Polyethylen-Stretchfolie umwickelt. Folien, Papier und Holz können auf den üblichen Wegen dem Recycling zugeführt werden Nutzungszustand Bei sachgemäßem Umgang bleiben die mechanischen und bauphysikalischen Eigenschaften der Mineralplatte während der gesamten Nutzungsdauer erhalten. Direkter Wasserkontakt ist aufgrund des wasserlöslichen Bindemittels Stärke zu vermeiden. Bei Mineralplatten, die in der Nutzungsphase über einen längeren Zeitraum erhöhten Temperaturen von über etwa 100 C ausgesetzt sind, kann es zur Vergilbung der Oberflächenfarbbeschichtung kommen Umwelt & Gesundheit während der Nutzung Bei ordnungsgemäßem Einbau werden in der Nutzungsphase keine Stäube / Partikel freigesetzt. Bei den Stoffgruppen Formaldehyde, VOC s und TVOC s werden die Grenzen nach DIN eingehalten Referenz-Nutzungsdauer Die Nutzungsdauer der Mineralplatten (wet-felted) ist je nach Einsatzgebiet, Belastungsfall und Pflegezustand bis zu 50 Jahre Außergewöhnliche Einwirkungen Brand Die deklarierten Produkte weisen die Baustoffklasse A2-s1,d0 nach EN auf. Damit sind sie nach deutscher bauaufsichtlicher Benennung Nichtbrennbar mit vernachlässigbarer Rauchentwicklung und keinem brennenden Abtropfen im Brandfall. Brandschutz Baustoffklasse Rauchgasentwicklung Brennendes Abtropfen A2 s1 d0

4 Wasser Bei längerem Kontakt mit Wasser geht das Bindemittel Stärke in Lösung was zu einem Strukturverlust führen kann und falls die löslichen Bestandteile in die Kläranlage ausgetragen werden, sind diese biologisch abbaubar, es erhöht sich CSB und BSB. Mechanische Zerstörung Die Produkte können per Hand gebrochen und auch oberflächlich beschädigt werden Nachnutzungsphase Bei sachgerechtem Ausbau können die Platten erneut eingebaut werden. Bei geringen Beschädigungen können die Platten als Zuschnittplatte oder Dämmmaterial weiter verwendet werden. Mineralplatten können im Falle sortenreinen Vorliegens und ausreichender Materialgüte dem Herstellungsprozess wieder zugeführt werden. Aufgemahlene Mineralplatten werden als Zusatzmittel für die Ziegelherstellung eingesetzt Entsorgung Die Abfall-Schlüsselnummer der Produktionsrückstände für Mineralplatten ist , die Abfall-Schlüsselnummer für Baustellenabfälle (Verschnitt) ist Ansonsten sind Baustellenabfälle wie normaler Bauschutt zu entsorgen AbfallSchlüsselnummer Weitere Informationen Zusätzliche Informationen stehen unter sowie auf den Webseiten der beteiligten Hersteller zur Verfügung. 3. LCA: Rechenregeln 3.1 Deklarierte Diese Deklaration bezieht sich auf 1 m² Mineralplatte Standardprodukt mit einer Dicke von 15 mm und einer durchschnittlichen Rohdichte von 280,4 kg/m³. Die Durchschnittsbildung der einzelnen Produzenten erfolgte durch Erhebung der jeweiligen Gesamtproduktionsdaten des Jahres, die dann auf das Verkaufsvolumen bezogen auf Fläche und die Rezeptur der Standard 15 mm Platten heruntergebrochen wurden. Deklarierte Deklarierte Flächengewicht Dicke der Platten Umrechnungsfaktor zu 1 kg 1 m2 4,206 kg/m2 15 mm 0, Systemgrenze Diese Ökobilanz adressiert die Lebenszyklusstadien der Produktherstellung inklusive Vorkette (A1 A3) gemäß der FprEN Da bei den drei Firmen unterschiedliche Fertigungstiefen erfasst wurden, wird A1 A3 aggregiert in den Tabellen abgebildet. 3.3 Abschätzungen und Annahmen Da die Fertigungstiefen der drei Firmen unterschiedlich waren, wurden die Module A1 bis A3 aggregiert dargestellt. Für die Herstellung der Mineralwolle und das Blähen von Perlit liegen Primärdaten für zwei Firmen vor. Diese wurden in Modul A1 wegen der unterschiedlichen Fertigungstiefen eingerechnet. Es waren keine Abschätzungen notwendig, da alle Vorprodukte als Datensatz vorhanden waren. 3.4 Abschneideregeln Alle Flüsse, die zu mehr als 1% der gesamten Masse, Energie oder Umweltwirkungen des Systems beitragen, wurden in der Studie berücksichtigt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die vernachlässigten Prozesse weniger als 5% zu den berücksichtigten Wirkungskategorien beigetragen hätten Hintergrunddaten Die Primärdaten wurden von den drei Firmen des Wetec Verbands bereitgestellt. Die Hintergrunddaten entstammen der Datenbank der GaBi-Software von PE INTERNATIONAL (GaBi 2010). Es wurde der Strom Mix aus Deutschland verwendet. 3.6 Datenqualität Zur Modellierung des Lebenszyklus für die Herstellung von Mineralplatten wurden die von den drei Firmen erhobenen Daten über das Produktionsjahr 2009 verwendet. Alle anderen relevanten HintergrundDatensätze wurden der Datenbank der Software GaBi 4 entnommen, deren Alter unter 10 Jahren liegt. 3.7 Betrachtungszeitraum Die Daten sind kennzeichnend für die Herstellungsprozesse des Jahres Allokation Bei thermischer Verwertung in einer Müllverbrennungsanlage (MVA) werden inputspezifisch unter Berücksichtigung der elementaren Zusammensetzung sowie des Heizwertes Gutschriften für Strom und thermische Energie in A3 berücksichtigt. Die gutgeschriebenen Prozesse beziehen sich aufgrund der Produktionsstandorte auf den Bezugsraum Deutschland. Es kann davon ausgegangen werden, dass bei der eingesetzten thermischen Energie die Qualität der thermischen Energie bei der Verbrennung von Abfällen gleichwertig der thermischen Energie zur Herstellung des Produkts ist, womit eine Gutschrift in A3 zulässig ist. Thermische Verwertungen sind für Produktionsabfälle modelliert. Die Zuordnung der Werksdaten zum betrachteten Produkt erfolgte direkt bei den Firmen (Allokation von multi-output-prozessen). Die Allokation der Daten bezieht sich auf das Verkaufsvolumen pro Fläche und die Rezeptur der 15 mm Standardplatte. 3.9 Vergleichbarkeit Grundsätzlich ist eine Gegenüberstellung oder die Bewertung von EPD Daten nur möglich, wenn alle zu vergleichenden Datensätze nach EN erstellt wurden und der Gebäudekontext, bzw. die produktspezifischen Leistungsmerkmale, berücksichtigt werden.

5 4. LCA: Szenarien und weitere technische Informationen Die folgenden technischen Informationen sind Grundlage für die deklarierten Module oder können für die Entwicklung von spezifischen Szenarien im Kontext einer Gebäudebewertung genutzt werden. Transport zu Baustelle (A4) Liter Treibstoff (Mercedes Actros) Auslastung (einschließlich Leerfahrten) Rohdichte der transportierten Produkte 330 Volumen-Auslastungsfaktor 0,95 l/100km % kg/m3 - Einbau ins Gebäude (A5) Stromverbrauch Strommix deutsch Materialverlust (Mineralplatte) 0,1 5 kwh/m² % 50 a Zusätzliche Informationen stehen unter Referenz Nutzungsdauer Referenz Nutzungsdauer bis zu 5

6 5. LCA: Ergebnisse ANGABE DER SYSTEMGRENZEN (X = IN ÖKOBILANZ ENTHALTEN; MND = MODUL NICHT DEKLARIERT) Instandhaltung Reparatur Ersatz Erneuerung A5 B1 B2 B3 B4 B5 X X X B6 B7 Wiederverwendungs-, Rückgewinnungsoder Recyclingpotenzial Nutzung / Anwendung A4 Deponierung Einbau ins Gebäude A3 Abfallbehandlung Transport zur Baustelle A2 Gutschriften und Lasten außerhalb der Systemgrenze Transport Herstellung A1 Entsorgungsstadium Energieeinsatz für das Betreiben des Gebäudes Wassereinsatz für das Betreiben des Gebäudes Transport Nutzungsstadium Rückbau / Abriss Stadium der Errichtung des Bauwerks Rohstoffversorgung Produktionsstadiu m C1 C2 C3 C4 D MND MND MND MND MND MND MND MND MND MND MND MND MND MND ERGEBNISSE DER ÖKOBILANZ UMWELTAUSWIRKUNGEN: 1 m² Mineralplatte (wet-felt) 15 mm mit 280,4 kg/m³ Parameter Globales Erwärmungspotenzial [kg CO2-Äq.] Abbau Potential der stratosphärischen Ozonschicht [kg CFC11-Äq.] Versauerungspotenzial von Boden und Wasser [kg SO2-Äq.] Eutrophierungspotenzial [kg PO43-- Äq.] Bildungspotential für troposphärisches Ozon [kg Ethen Äq.] Potenzial für den abiotischen Abbau nicht fossiler [kg Sb Äq.] Ressourcen Potenzial für den abiotischen Abbau fossiler Brennstoffe A1-A3 4,74 2,26E-7 1,27E-2 1,66E-3 1,03E-3 2,87E-6 80,70 ERGEBNISSE DER ÖKOBILANZ RESSOURCENEINSATZ: 1 m² Mineralplatte (wet-felt) 15 mm mit 280,4 kg/m³ Parameter A1-A3 Erneuerbare Primärenergie als Energieträger Erneuerbare Primärenergie zur stofflichen Nutzung Total erneuerbare Primärenergie Nicht-erneuerbare Primärenergie als Energieträger Nicht-erneuerbare Primärenergie zur stofflichen Nutzung Total nicht erneuerbare Primärenergie Einsatz von Sekundärstoffen Erneuerbare Sekundärbrennstoffe Nicht erneuerbare Sekundärbrennstoffe Einsatz von Süßwasserressourcen [m³] 8,33 1,52 9,85 88,70 0,00 88,70 0,54 2,35E-2 7,60E-2 1,28E-1 ERGEBNISSE DER ÖKOBILANZ OUTPUT-FLÜSSE UND ABFALLKATEGORIEN: 1 m² Mineralplatte (wet-felt) 15 mm mit 280,4 kg/m³ Parameter A1-A3 Gefährlicher Abfall zur Deponie Entsorgter nicht gefährlicher Abfall Entsorgter radioaktiver Abfall Komponenten für die Wiederverwendung Stoffe zum Recycling Stoffe für die Energierückgewinnung Exportierte elektrische Energie Exportierte thermische Energie 5,25E-2 8,97 2,68E-3 - Die Spannbreite der Ökobilanzergebnisse bezogen auf das durchschnittliche Produkt ist an drei Indikatoren verdeutlicht: Globales Erwärmungspotential (GWP): 3,59-5,23 kg CO2-Äq. Total erneuerbare Primärenergie (PERT): 8,36-10,6 MJ Total nicht erneuerbare Primärenergie (PENRT): 68,7-96,6 MJ. 6

7 6. LCA: Interpretation In allen Wirkungskategorien zeigt sich der dominante Einfluss der Vorprodukte-Herstellung (A1) mit Anteilen zwischen 35% beim Treibhauspotenzials (GWP) und 91% hinsichtlich des Potenzials für den abiotischen Abbau nicht fossiler Ressourcen (ADP Elementar). Die Abbildung 6 1: Relative Beiträge der Produktionsprozesse den Umweltwirkungen und Primärenergieeinsatz von 1 m² Mineralplatte (15mm) von Dichte 280,4 kg/m³ Im Vergleich zum Gesamtprimärenergiebedarf für die drei Module weist die erneuerbare Energie für Modul Mineralplatte Herstellung spielt auch eine wichtige Rolle mit einem Anteil von 64% beim Treibhauspotenzial, von 58% beim ADP Fossil und 54% Ozonabbaupotenzial. A1 einen Anteil von 64% auf. Für die nicht erneuerbare Energie kommt den größten Anteil aus den Modul A3 mit 58%. Module A2 (Transport) ist nicht relevant im Vergleich mit den anderen Modulen. Anzumerken ist, dass die Herstellung der Mineralwolle und das Aufschäumen von Perlit Prozesse für zwei Firmen Primärdaten erfasst wurden. Dennoch werden diese Vorprodukte ebenfalls in Modul A1 wegen der sonst unterschiedlichen Fertigungstiefen der drei Firmen eingerechnet. 7. Nachweise Zulassung Nr. Z vom Biopersistenz Der Nachweis zur Erfüllung der Anforderungen des Anhangs II, Nr. 5 der Gefahrstoffverordnung und des Abschnitts 23 des Anhangs zu 1 ChemikalienVerbotsverordnung ist über das RAL Gütezeichen 388 oder Einzelnachweis erbracht. Folgende Halbwertszeiten gemäß EU-Protokoll wurden berechnet: Angaben zur Biopersistenz WHO-Faserfraktion (L > 5 µm, D < 40 Tage 3 µm, L/D > 3/1) Lange Faserfraktion (Länge > 20 < 40 Tage µm, L/D>3/1) Messstelle: Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin, Hannover. 7.2 Brand Die betrachteten Produkte erreichen die Baustoffklasse A2-s1, d0 nach EN Dies ist durch die Zulassungen der beteiligten Hersteller nachgewiesen und überwacht: Zulassung Nr. Z vom Zulassung Nr. Z vom Formaldehyd- und VOC-Emissionen Die Grenzwerte nach AgBB werden eingehalten. AgBB Ergebnisüberblick (28 Tage) TVOC (C6 - C16) Summe SVOC (C16 - C22) R (dimensionslos) VOC ohne NIK Kanzerogene Formaldehyd Messstelle: Eurofins, DK-8464 Galten μg/m3 μg/m3 μg/m3 μg/m3 μg/m^3 7.4 Radioaktivität Im Rahmen der deutschen bauaufsichtlichen Zulassung werden auch Gesundheitsaspekte mitgeprüft. Radioaktivität ist für unsere Produkte nicht relevant.

8 8. Literaturhinweise Institut Bauen und Umwelt e.v., Königswinter (Hrsg.): Prüfungen zum Brandverhalten von Bauprodukten; Deutsche Fassung EN :2007 Allgemeine Grundsätze für das EPD-Programm des Instituts Bauen und Umwelt e.v. (IBU), EN : , Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten Teil 2: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Feuerwiderstandsprüfungen, mit Ausnahme von Lüftungsanlagen; Deutsche Fassung EN :2007 Produktkategorienregeln für Bauprodukte Teil A: Rechenregeln für die Ökobilanz und Anforderungen an den Hintergrundbericht DIN EN ISO 14025: , Environmental labels and declarations Type III environmental declarations Principles and procedures. EN 15804: , Sustainability of construction works Environmental product declarations Core rules for the product category of construction products. DIN : , Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Bauteile, Begriffe, Anforderungen und Prüfungen prdin 18177: Im Nassverfahren hergestellte Mineralfaserplatten mit und ohne Kaschierung, Projektbeginn: Produktkategorienregeln für Bauprodukte Teil B: Anforderungen an dieepd von Mineralplatten, Institut Bauen und Umwelt e.v., EN : 1993, Akustik; Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen; Teil 9: Raum-zu-Raum-Messung der Luftschalldämmung von Unterdecken mit darüber liegendem Hohlraum im Prüfstand (ISO 140-9:1985) GaBi : Software und Datenbank zur Ganzheitlichen Bilanzierung. LBP, Universität Stuttgart und PE International, ISO 354: , Akustik - Messung der Schallabsorption in Hallräumen (ISO 354:2003); Deutsche Fassung EN ISO 354:2003 GaBi B: Dokumentation der GaBi 4-Datensätze der Datenbank zur Ganzheitlichen Bilanzierung. LBP, Universität Stuttgart und PE International, ISO 11654: , Akustik - Schallabsorber für die Anwendung in Gebäuden - Bewertung der Schallabsorption (ISO 11654:1997); Deutsche Fassung EN ISO 11654:1997 DIN EN : , Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten Teil 1: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den EN 13964:13964: , Unterdecken Anforderungen und Prüfverfahren; Deutsche Fassung EN 13964: A1:2006 8

9 Herausgeber Institut Bauen und Umwelt e.v. Rheinufer Königswinter Deutschland Tel Fax Mail Web +49 (0) (0) Programmhalter Institut Bauen und Umwelt e.v. Rheinufer Königswinter Germany Tel Fax Mail Web +49 (0) (0) Inhaber der Deklaration Odenwaldring Rossdorf Germany Tel Fax Mail Web Ersteller der Ökobilanz PE INTERNATIONAL AG Hauptstraße Leinfelden-Echterdingen Germany Tel Fax Mail Web

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