Pfarrbrief St. Martin, Bernried

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1 Pfarrbrief St. Martin, Bernried Ostern

2 Geistliches Wort Liebe Pfarrgemeinde! Zu ungewohnter Stunde werden wir zur Osternachtfeier zusammenkommen. Im Dunkel der Nacht wird vor der Kirche das Osterfeuer entfacht und daran die Osterkerze entzündet. Die nächtliche Dunkelheit war Zeichen für den Tod Jesu. Am Karfreitag war er hinabgestiegen in das dunkle Reich des Todes. Das Osterfeuer ist Symbol für seine Auferstehung. In der Osternacht hat er den Tod besiegt und ist mit dem verklärten Leib zum neuen Leben auferstanden. Deshalb wird die Osterkerze (mit den fünf Wundmalen des Herrn geziert) am Osterfeuer entzündet und in feierlichem Zug in die Kirche getragen. An der Osterkerze werden die anderen Kerzen entzündet, die Altarkerzen und die kleinen Osterkerzen der Gläubigen. Keinem käme in den Sinn, ein Feuerzeug aus der Manteltasche zu holen und sich seine Osterkerze selber anzustecken. Es geht nicht darum, dass sie überhaupt brennt. Sie muss ihr Licht von der Osterkerze bekommen, vom auferstandenen Herrn. Dieser Ritus erinnert an die Taufe. Durch die Taufe wurden wir geheimnisvoll mit Jesus Christus verbunden, durch sie haben wir Licht von seinem Licht erhalten, Leben von seinem Leben. Jesus Christus ist an Ostern mit verklärtem Leib zu einem neuen, unvergänglichen Leben auferstanden, daran hat er uns bei der Taufe Anteil gegeben. Deshalb entzünden wir unsere Kerze an der Osterkerze. Alles, was wir an Ostern freudig feiern, bliebe außerhalb von uns, ohne Auswirkung auf unser Leben, wenn wir nicht getauft wären, wenn wir nicht zum auferstandenen Herrn gehörten. Durch die Taufe wurde sein Sieg über Sünde und Tod auch unser Sieg. Durch die Taufe wurde das Osterfest auch unser Fest. Deshalb gehört zur Osternacht auch die Tauffeier. Wir werden in der Osternachtliturgie nach der Taufwasserweihe/Wassersegnung - unser Taufversprechen erneuern und unseren Glauben an den dreifaltigen Gott bekennen. Zur Feier der österlichen Tage des Leidens, des Sterbens und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus möchte ich Sie sehr herzlich einladen. Ihr Pfarrer Mladen Znahor 2

3 Ostern Was hat Bestand? Gedanken zum Titelbild Fragmente aus Assisi 26. September 1997, 11 Uhr und 42 Minuten. In der Kirche San Francesco in Assisi begutachten Spezialisten und Franziskaner die Schäden, die ein nächtliches Erdbeben an der Grabeskirche des heiligen Franziskus angerichtet hatte. Ein Fernsehteam filmt die Begutachtung. In diesem Moment bebt die Erde erneut, die Kirchenmauern werden erschüttert, das Gewölbe schwingt hin und her. Dann bricht es zusammen, Schutt und Staub stürzen auf die Menschen herab, die sich zum Ausgang flüchten wollen. Gewölbe, Putz und Fresken lösen sich in eine tödliche Wolke auf, die vier Menschen unter sich begräbt. Nach dem ersten Schock und der Bergung der Toten wird das gesamte Ausmaß der Schäden sichtbar: Viele Häuser in Assisi und im umbrischen Umland sind zerstört, Klöster und Kirchen schwer beschädigt. San Francesco und das Kloster hat es besonders schlimm erwischt, große Teile sind einsturzgefährdet. Zahlreiche Fresken der Oberkirche liegen - in Millionen Teile pulverisiert - in Bergen von Ziegelschutt und Dreck. Als wir knapp zwei Jahre später mit Bernrieder Jugendlichen Assisi besuchen, ist die ganze Stadt eine Baustelle und noch immer schwer gezeichnet von den Folgen des Bebens, viele Häuser sind noch unbewohnbar. Doch neue Hoffnung hat sich breitgemacht, ein Zeichen auch für die Einwohner, die noch nicht zurückgekehrt sind oder in Holzbaracken leben müssen. Denn in der Basilika des Heiligen Franz wollen sie das Unmögliche wagen: mit Hilfe von Kameras und Computern wollen sie auch noch die winzigsten Teile der Fresken erfassen und in einer gigantischen Puzzlearbeit möglichst viel davon wiederherstellen. Als mich nach unserer Klosterbesichtigung der Deutschenpater P. Ruf fragt, ob ich mir das Puzzle einmal anschauen möchte, läuft es mir kalt über den Rücken. Und dann stehen sie vor mir: lange Reihen von 3

4 Ostern 4 Schränken mit zahllosen Schubladen, und darin das, was Sie auf dem Titelbild unseres Pfarrbriefs abgebildet sehen: winzige Teilchen der Fresken aus der Basilika des Heiligen Franziskus. Unmöglich! Und nebenan puzzelt die Chefrestauratorin schon seit Monaten an einer einzigen Heiligenfigur, fügt auf einer fotografischen Nachbildung mit der Pinzette Fragment um Fragment wieder ein. 70% möchten wir wiederherstellen können, dafür lohnt sich die Arbeit!, meint sie zum Abschied. Wer heute nach Assisi kommt, betritt eine prachtvoll restaurierte Stadt mit hell leuchtenden Kirchen - alles scheint wie neu. Doch das Beben hat mehr verändert, als viele sich eingestehen wollen. In San Francesco wird mir das besonders deutlich, denn dort sind die Ergebnisse der Restauration zu besichtigen. Auf den ersten Blick scheint alles wie immer zu sein, doch Risse und große freie Flächen durchziehen die Bilder, deren Bruchstücke ich berühren konnte. Und ich muss mir eingestehen: Brüche und Zerstörungen lassen sich nicht einfach wieder rückgängig machen, sie hinterlassen Spuren - und das ist gut so, denn so ist das Leben! Wie schade, würde einem die Basilika vorgaukeln: egal, was passiert, wir kriegen alles wieder so hin, wie es war. Damals habe ich auch noch einen anderen Gedanken mit nach Hause genommen, der auch den Heiligen Franz beschäftigt hat: Was hat Bestand? Er hätte das Bemühen der Restauratoren sicher mit einem Lächeln beobachtet. Aus seinem Leben kannte er Erschütterungen und Brüche, trug Wunden an Seele und Körper mit sich herum. Und ihm

5 Ostern war klar: dies alles kann nur Gott wieder zusammenfügen. Und vielleicht hätte er gesagt: Gut, dass nur 70% wiederhergestellt werden konnten, durch Risse und Klüfte scheint jetzt das Geheimnis Gottes durch! Robert Ischwang...bewahrt vor Tod und Verderben Die Motive der Osterkerze 2011 Auf den ersten Blick sieht es wie ein modernes, buntes Muster aus, das sich um die Osterkerze legt, ein munteres Farbspiel. Doch es ist die Ästhetik eines Satellitenbildes: von der Ferne entfaltet sich die Schönheit eines Kontinents, der Blick in die Nähe enttarnt oft Erschreckendes. Wer unsere Osterkerze von der Nähe betrachtet, entdeckt Beunruhigendes: verbogene Bleche, Planken, Holzteile und allerlei anderes Schwemmgut, zusammengeschobene und aufgetürmte Spuren und Reste menschlichen Lebens nach einer großen Flut. Das Leid der Opfer von Katastrophen wie der des großen Bebens und des Tsunami ist kaum darstellbar. Und so steht der Trümmergürtel für das unsägliche Leid der Menschen, denen das Liebste entrissen worden ist, deren Lebenspläne durchkreuzt oder zerbrochen wurden. Leid, für das jede Erklärung zu kurz greift. Ausgespart ist das Kreuz mit den fünf Wunden. So ist es mit Jesus Christus: er hat das Leid nicht erklärt, er hat es für sich freiwillig angenommen. Sinn erschließt sich nicht in der Trümmerwüste, sondern erst mit dem Blick durch das Kreuz. Jesus nimmt den Tod auf sich, um uns 5

6 Renovierung der Pfarrkirche den Weg zu einem neuen Leben vorauszugehen. Das ausgesparte Kreuz öffnet den Blick auf die weiße Kerze, die wir in der Osternacht als Zeichen für die Auferstehung zu diesem neuen Leben entzünden werden. Alpha und Omega weisen über die Welt hinaus, Anfang und Ende einer neuen Erde und eines neuen Himmels. Daran denke ich, wenn in der Osternacht der Vers des Exsultet erklingt: und das Volk bewahrt vor Tod und Verderben Robert Ischwang 6 Die Innensanierung des Kirchturms Der erste Schritt zur Gesamtrenovierung ist getan In der zweiten Märzwoche wurden die im Innenbereich des Kirchturms durchgeführten Holzarbeiten abgeschlossen und das seit Anfang Januar 2011 errichtete Teilgerüst im Eingangsbereich unserer Pfarrkirche St. Martin wieder entfernt. Nach der Reinigung der Zwischenebenen im Kirchturm und des Dachstuhls wurden im Wesentlichen Arbeitssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Es wurden schadhafte Stufen an diversen Holztreppen ersetzt, Handläufe neben den Treppen angebracht und einfache Holzleitern durch stabile Holztreppen mit Handläufen ausgetauscht. Bei den Zwischendecken wurden diverse Bretter erneuert und Löcher ge-

7 Renovierung der Pfarrkirche schlossen. Jetzt ist wieder gewährleistet, dass die Wartung der Turmuhr und der Kirchenglocken ohne Sicherheitseinschränkungen möglich ist. In den nächsten Wochen folgen noch Innenarbeiten, die dem Feuerschutz im Kirchturm dienen. Die Innensanierung des Kirchturms ist eine Vorabmaßnahme zur Aussenrenovierung der Pfarrkirche. Wir hoffen, dass die Regierung von Oberbayern im April 2011 die weiteren Mittel für die Außenrenovierung bereitstellt und die Gesamtmaßnahme anschließend zügig fortgesetzt werden kann. Mit einer Beeinträchtigung des Innenbereichs der Kirche ist während der Außenrenovierung nicht zu rechnen. Im Außenbereich der Kirche kann es jedoch während der Bauphase zu einer Beeinträchtigung des Gesamtbildes der Kirche durch Gerüste für Fassaden- und Dacharbeiten kommen. Die Gesamtkosten der Außenrenovierung von verteilen 7

8 Renovierung der Pfarrkirche sich auf den Freistaat Bayern ( ) und auf die Kirche ( ). Die Finanzierung des kirchlichen Anteils ist bereits gesichert. Die Kirchenverwaltung hat einen entsprechenden Haushaltsplan aufgestellt. Die Diözese Augsburg beteiligt sich mit einem Zuschuss in Höhe von Wir rechnen daneben mit staatlichen Zuschüssen in Höhe von für denkmalpflegerische Arbeiten. Der auf die Pfarrgemeinde Bernried entfallende Anteil beträgt Die Kirchenverwaltung wird über die weitere Entwicklung der Außensanierung laufend berichten. Herbert Klein, Kirchenpfleger 8 Alles ist da Exerzitien im Alltag zu Gedanken der Hildegard von Bingen Vielleicht haben Sie sich auch schon mal eine Begleitung für die Vorbereitungszeit auf Ostern gewünscht? Dann ist dieser Weg vielleicht auch etwas für Sie. Was brauche ich für diesen Weg: einen schön gestalteten Platz der Stille 20 Minuten ungestörte Zeit für mich am Morgen und nochmals 10 Minuten am Abend einen Weg-Weiser, z.b. das aktuelle Fastenheft der KLB

9 Aus der Pfarrei und ganz wichtig: Wegbegleiter/innen. Diese treffen sich an jedem Fastensonntag um 19:30 Uhr im Kloster Bernried. Neugierig geworden? Das ökumenische Angebot Exerzitien im Alltag gibt es seit vielen Jahren in der Pfarrgemeinde Bernried. In diesem Jahr lautet das Thema: Alles ist da - Hildegard von Bingen. Täglich lese ich zuhause einen kurzen Text aus den Schriften der Hildegard von Bingen; Fragen dazu helfen, das Gelesene auf mein Leben zu beziehen. Es gibt Impulse zum Weiterdenken und eine kleine Aufgabe für den Tag. Ein kurzes Jesus-Gebet begleitet mich durch den Tag. Sonntags kreuzen sich die Wege der Gefährten/innen: angeleitet und begleitet von Schwester Eligia und Eva Kaletsch-Lang und weiteren Unterstützer/innen, treffen wir uns, um die Erfahrungen der vergangenen Woche zu teilen, das neue Wochenthema zu erschließen, gemeinsam zu singen und zu beten. Für den Austausch wählt unser Begleitteam unterschiedliche Formen: wir suchen Fotos aus, fertigen Collagen, tanzen, schreiben kleine Texte, und mit besonderer Spannung blickt die Gruppe stets auf die liebevoll und kreativ gestaltete Mitte, die uns auf die neue Woche einstimmt. Ich kann mir die Fastenzeit ohne diese Exerzitien gar nicht mehr vorstellen. Für mich ist es eine besondere Zeit, eine Zeit nur für mich, für Gott, für den bewusst gelebten Tag, fürs Danke sagen und vieles mehr - eine Zeit der Fülle. Beim letzten Gruppentreffen empfinde ich immer mit Wehmut den Abschied von einer besonders intensiven, gemeinsamen Zeit und die Vorfreude auf eine neue Etappe im nächsten Jahr. Vielleicht sind Sie nächstes Jahr dabei? Veronika Bischoff 9

10 Liebe Pfarreimitglieder, 10 Aus der Pfarrei Wie geht es weiter mit unseren Pfarreien? Aus dem Pfarrgemeinderat beim letzten Treffen unseres Dekanatsrates war eines der beherrschenden Themen die Frage: wie geht es weiter mit unseren Pfarreien? Im Angesicht des inzwischen durchaus dramatisch zu nennenden Mangels an Priestern, stehen unserer Diözese mittelfristig organisatorische Änderungen ins Haus, die möglicherweise auch unsere Pfarrei betreffen werden. Um diese Veränderungen im Sinne unserer Gemeinde beeinflussen zu können, haben wir dieses Thema im Pfarrgemeinderat in der Absicht aufgegriffen, eine überzeugende Antwort auf die Forderung zu finden, warum unsere Kirche im Dorf bleiben soll. Da ist bei uns sehr viel Positives zu finden. Die Gruppenarbeit in unserer Gemeinde die verschiedenen Arbeitskreise oder das vielfältige musikalische und spirituelle Angebot - ist sehr intensiv. Trotzdem müssen wir uns eingestehen, dass auch bei uns der Kirchenbesuch rückläufig ist und wir uns in dieser Hinsicht nicht wesentlich von der allgemeinen Entwicklung in unserer Kirche unterscheiden. Hieran sollten wir gemeinsam arbeiten und uns überlegen, wie wir auch in dieser Hinsicht zu einer lebendigen Gemeinde werden, die unsere Forderung nach einem sonntäglichem Gottesdienst in unserer wunderschönen und bald auch liebevoll restaurierten - Pfarrkirche auch für die Zukunft rechtfertigt. Ein weiteres, dem Pfarrgemeinderat am Herzen liegendes, Thema ist die Ökumene hier in Bernried. In der Überzeugung, dass das Gemeinsame unseres Glaubens stärkeres Gewicht hat als das Trennende, gilt es daher, das vorhandene Engagement zu verstärken und dafür zu werben, unsere Aktivitäten als Christen zu bündeln, ohne zu erwarten, dass der jeweils Andere glaubenswichtige Positionen aufzugeben hat. In diesem Sinne sind wir seit Jahren in geschwisterlicher Weise mit unseren evangelischen Mitchristen in einem konstruktiven Dialog und werden diesen Dialog auch in Zukunft verstärkt fortsetzen. Ostern ist der zentrale Kern unseres Glaubens. Ostern ist kein literarisch abstraktes Ereignis, sondern greift elementar in unser Bewusst-

11 Aus der Pfarrei sein ein. Dies aber nur, soweit wir es auch zulassen. An uns liegt es, das österliche Geschehen so sichtbar zu machen, dass der Friedrich Nietzsche zugeschriebene Aufschrei wie gerne würde ich an die Erlösung glauben, wenn die Erlösten doch nur etwas erlöster aussehen würden, seine Berechtigung verliert. Dann werden wir, trotz des Priestermangels und des Leidens an unserer Kirche, unsere Kirche im Dorf behalten. Nicht nur als erhaltenswertes sakrales Bauwerk sondern als sichtbare und lebendige österliche Gemeinde St. Martin Bernried. Bernd Schulz Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wäsche trocknen Wäschetrockner haben wegen ihres hohen Energieverbrauchs keinen guten Ruf. Wer sich dennoch für ein solches Gerät entscheidet, sollte vor dem Kauf vergleichen, denn es gibt große Unterschiede im Verbrauch. In jedem Fall ist es Energie sparend, die Wäsche stark zu schleudern, damit für das Trocknen im Wäschetrockner weniger Energie nötig ist. Und die beste Lösung für die Umwelt und dazu noch für die eigene Gesundheit: Wäsche an der frische Luft aufhängen wie zu Großmutters Zeiten! Hitzlers Energiespartipps - Nr. 4 (wird fortgesetzt) 11

12 Erstkommunion Sonntag, 15. Mai 2011 Bennett Deppisch Nils Haberl Leonie Pagel Niklas Schuller Maria Brauns 12

13 Erstkommunion Niklas Bauer Elisabeth Clar Victoria Fuchs Adrian Kremser Elisabeth Starke Uhr: Fest- Gottesdienst Uhr: Dankandacht Teresa Pirkl Carina Schacherl Julia Winkler 13

14 Aus der Pfarrei Und im Herbst auch noch ein Musical Die Bernrieder Chorspatzen üben fleißig Das neue Jahr 2011 wird für unsere Chorspatzen, die inzwischen auf 15 Sänger/innen angewachsen sind, wieder ein ereignisvolles Jahr. Am 13. März 2011 wurden die Sänger/innen, von 5-14 Jahren feierlich durch Pfarrer Znahor während des Gottesdienstes in den weltweiten Chorverband pueri cantores" aufgenommen. Ihre Zugehörigkeit zu pueri cantores zeigen sie durch die schöne Anstecknadel, die sie erhalten haben. Der nächste Höhepunkt wird dann am 2. Juli 2011 das erste Kinderchorfestival in Augsburg in der Basilika St. Ulrich und Afra sein. Gemeinsam mit einigen Müttern als Begleitung feiern wir dort mit. Unsere bisher größte Aktion wird sicher das Kindermusical Der kleine Kerl vom anderen Stern" sein. Nach den Weihnachtsferien haben wir nun mit den Proben begonnen, wobei die einzelnen Musikstücke schon als freiwillige Sommerferienaufgabe selbst eingeübt worden waren. Manche Eltern kennen wohl daher auch schon so einige Ohrwürmer. Sehr dankbar bin ich über die bereitwillige und spontane Mitarbeit der Frauen und Männer, sei es im Orchester, beim Kostüme entwerfen und nähen, beim Bühnenbild, der Mikroanlage und so vielem mehr, was es zu organisieren gilt. Das lässt meine Freude und die der Kinder gewaltig zunehmen. Es ist eine gute Erfahrung - einfach schön!!! Johanna Schulz mit den Bernrieder Chorspatzen Die Bernrieder Chorspatzen präsentieren Der kleine Kerl vom anderen Stern Uhr, Sommerkeller, Bernried Uhr, Klosterturnhalle, Tutzing 14

15 Aus der Pfarrei Die Schöpfung bewahren Wir Christen handeln! Viele Initiativen haben sich bisher um die Themen Eine Welt, Schöpfung und Mission gekümmert. Anlässlich des Franziskusjahres 2010 in unserer Region Weilheim haben wir 6 Frauen und Männer begonnen, diese Anliegen in einem Arbeitskreis zu bündeln. Schließlich entstand die Arbeitsgemeinschaft Schöpfung und Umwelt. In dieser Gruppe treffen sich die in der Pfarrei vorhandenen Aktivitäten wie die der Eine-Welt-Gruppe, der Misereor Gruppe und weitere für Schöpfung und Umwelt engagierte Mitchristen. Frischer Wind ist in die Arbeit gekommen, vieles wurde neu begonnen und angepackt: Frau Heerde-Hinojosa, die Beauftrage für die bayerischen Diözesen bei Misereor, stellte während der vom Bildungshaus St. Martin veranstalteten Misereor-Werkstatt, Ideen für die Fastenaktion vor. Kunstposterausstellung und Coffee-Stop wollten wir umsetzen. Kunstposterausstellung Gesagt, getan! Mit Hilfe von Florian, Zivi im Kloster, zogen wir die Kunstposter auf stabile Holzunterlagen auf und bestellten einen zusätzlichen Postersatz für eine Wechselausstellung am Bernrieder Bahnhof. Anhand der Künstlertexte entwarfen wir entsprechende Hintergrundinformationen zu den Postern und eröffneten die Ausstellung mit einer Vernissage und einem Coffee-Stop in der Torbogenhalle. Coffee-Stop Die Schöpfung bewahren Wir Christen handeln Bei beißender Kälte und Sturm eröffneten wir am Bernrieder Bahnhof 15

16 Aus der Pfarrei den geplanten Misereor-Coffee-Stop mit fair gehandelten Produkten. Trotz des widrigen Wetters waren wir über das Interesse und die positiven Rückmeldungen der Passanten überrascht. Fastenessen und Erntedank Als Schwerpunkte unserer Arbeit haben wir die Gestaltung des Fastenessens am Misereor-Sonntag und das Erntedankfest gewählt. Besondere Aktionen und Speisen sollen unsere Anliegen verdeutlichen: Quiona-Gemüseeintopf (Andenhirse), CO 2 -Aktion und vieles mehr. Filmmatineé Ebenfalls gut besucht war die Filmmatineé, zu der die Bücherei im Kloster eine Buchausstellung zum Thema Klima organisiert hatte. Der Film Eine unbequeme Wahrheit von Al Gore, fand großes Interesse und lud zu lebhafter Diskussion ein. Für die nächste Zukunft werden wir uns insbesondere mit den Themen Umwelt- und Klimaschutz, mit dem Eine-Welt-Verkauf und der sozialen Gerechtigkeit mit fairem Handel beschäftigen. Das gemeinsame Tun für Schöpfung und Umwelt und die Umsetzung unserer Ziele machen uns Freude und lassen uns hoffen, dass weitere Interessierte in unserer Arbeitsgruppe mitmachen. Sie sind herzlich Willkommen! 16

17 Aus der Pfarrei Kein Mensch hat umsonst gelebt, wenn er das Leben eines anderen ein wenig leichter gemacht hat (Jacob Ternay) Arbeitskreis Schöpfung und Umwelt Viele machen sich Gedanken und arbeiten mit. 17

18 Pfarreiengemeinschaft Meisterlich Bachs Matthäus-Passion in Iffeldorf Etwa hundert Sängerinnen und Sänger, ein 20-köpfiges Orchester, fünf Solisten und drei Stunden hochvirtuose Barockmusik wie geht so etwas zusammen? Am ersten Fastensonntag durften die vielen Zuhörer bei J.S. Bachs Matthäus-Passion im restlos ausverkauften Gemeindezentrum erleben, dass man hieraus ein bewegendes Gesamtkunstwerk schaffen kann, wenn ein Evangelist die Leidensgeschichte Jesu derart grandios anschaulich zu erzählen weiß wie Martin Petzold aus Leipzig; wenn der Chor genauso lebendig mal als Volksmenge, mal als Hohepriester, mal als Jüngerschar agiert; wenn das Publikum choralsingend am Geschehen Anteil nimmt und wenn das Ganze mit so viel Kraft, Herz und Musikalität zusammengeführt und befeuert wird wie von Andrea Letzing. Nicht nur der Chorgewänder wegen, auch durch ihre fesselnde Dramaturgie, ließ diese Aufführung so manchen an das Oberammergauer Passionsspiel denken. Intensiver hätte die Vorbereitungszeit auf Ostern nicht beginnen können ein herzlicher Dank an alle Beteiligten! 18

19 Aus der Pfarrei Was die Firmung mit einem Radio zu tun hat Geistesblitze vom Firmlingswochenende Auf dem Weg zur Firmung verbrachten unsere Jugendlichen ein Kurzwochenende im Kloster und in der Torbogenhalle. Es stand ganz unter dem Thema: wie der heilige Geist heute wirkt. Einige Experimente halfen, den Begriff Heiliger Geist zu veranschaulichen. Helena fand eine gute Beschreibung für die Kraft des heiligen Geistes im Boot: wie ein Boot will er uns Menschen sicher durch s Leben tragen. Ähnlich ist es beim Radio: wenn wir die Antenne richtig ausrichten, können wir die Kraft des heiligen Geistes einfangen. Luca erklärte das Radio sogar noch differenzierter: Das Kabel ist die Kirche, weil sie Menschen mit der Kraft des Heiligen Geistes verbindet, die Antenne ist das Sakrament der Firmung, weil sie uns die Ausrichtung schenkt, das Radio ist der Mensch, der aktiv wird und der Strom schließlich der heilige Geist, die Kraft, die in uns fließt. Was Menschen mithilfe des Geistes Gottes bewirken können, erfuhren die Firmlinge am Samstag in einem Workshop mit Sr. Helga-Gabriela. Sie setzten sich mit dem diesjährigen Thema der Misereoraktion: Stadt.Rand.Schluss auseinander und erlebten in Rollenspielen, was es heißen kann, wenn man an den Rand gedrängt wird. Es entstanden ausdrucksstarke Collagen zum Thema Leben auf dem Land und Leben in der Stadt. Auch das Gespräch mit einigen Schwestern im Kloster und das gemeinsame Gebet beeindruckten die Jugendlichen. Sie freuten sich über die Gastfreundschaft, das aufmerksame Interesse und über die Fürbitte. Am Ende des Kurzwochenendes fragten wir einige Jugendliche, was Firmung für sie bedeutet: 19

20 Aus der Pfarrei Leonie: Firmung heißt für mich, noch näher mit Gott verbunden zu sein und sich mit andern zusammen auf den Weg zu machen. David: Ich möchte in der Firmung den heiligen Geist empfangen und durch ihn gestärkt werden. Luca: Ich wünsche mir, im Geist Gottes auch anderen Menschen helfen zu können. Lara: In der Kommunion ist man in der einen Hand Gottes, in der der Firmung bekommt man die ganze Fülle! Christine Eberl Am verstarb unser Bini, Korbinian Hammerl. Er war von 1967 bis 2007 Organist und Chorleiter unseres Kirchenchors St. Martin. In diesen Jahren wurde der Chor, der 1967 nicht mehr als ein Doppelquartett war, zu einem der besten dörflichen Kirchenchöre in der Umgebung. Dank vieler sangesfreudiger junger Mädchen vergrößerte sich der Chor unter seiner Leitung in kurzer Zeit auf bis zu 45 ständige Mitglieder, von denen viele dem Chor bis heute treu blieben. Herr Hammerl war die Seele unserer Chorgemeinschaft, sein Pflichtbewusstsein war vorbildlich. Während seiner 40jährigen Tätigkeit war er stets vor allem um Zusammenhalt und Einigkeit im Chor bemüht. Wir haben viele schöne Messen, Hymnen, A-capella-Gesänge und sonstige geistliche Lieder zusammen einstudiert und aufgeführt. Wenn unser Bini rief, kamen auch die Musiker aus Bernried, Starnberg, Tutzing, Seeshaupt und Peißenberg voll Freude und spielten für Gottes Lohn bei den Proben und Aufführungen unserer Orchestermessen. 20 Gott achtet dich, wenn du betest Gott liebt dich, wenn du singst und musizierst

21 Ostern besonders feiern Herr Hammerl legte auch Wert darauf, dass regelmäßig in froher Runde gefeiert wurde. Unvergessen sind die gemütlichen Grillfeste im Hammerl-Garten, ebenso die lustigen jährlichen Nikolausabende. Die interessanten Chor-Ausflüge, die von ihm akribisch organisiert wurden, werden uns stets in Erinnerung bleiben. Auch nach seinem Ausscheiden blieb Herr Hammerl dem Chor treu. Er war bei unseren Festen dabei und bei den Chor-/Orchestermessen ganz nah bei uns auf Hör- und Sichtweite. Sein Motto wird uns immer lebendig bleiben: Der Gesang des Kirchenchors dient nicht nur zur eigenen Freude, sondern zur Verschönerung des Gottesdienstes, zur Erbauung der Gläubigen und - nicht zuletzt - zur höheren Ehre Gottes. Lieber Bini, wir werden Dich stets in liebevoller und dankbarer Erinnerung behalten! Dein Kirchenchor St. Martin Bernried Alle Kinder und Eltern sind herzlich eingeladen zum Kreuzweg für Kinder Miteinander wollen wir den Kreuzweg Jesu anschauen und ihn betend und singend nachgehen. Pfarrkirche St. Martin Karfreitag 9.30 Uhr Auferstehungsfeier für Kinder mit Osterfeuer Auch dieses Jahr veranstaltet das Kindergottesdienst-Team eine Auferstehungsfeier für Kinder. Bitte Isomatten o. ä. zum Sitzen mitbringen Pfarrkirche St. Martin Karsamstag Uhr 21

22 Ostern besonders feiern Oster - Nachtwache Wir wachen von Karsamstag Nacht bis zur Osternachtsfeier. Mit Meditation, Stille, Osterkerzen - Basteln und kleinen Pausen erwarten wir den Ostermorgen und die Auferstehung Jesu Christi. Bitte mitbringen: Getränk, Kleinigkeit zum Essen, warme Wolldecke o.ä. Wir beginnen: Ostersonntag Uhr Hofmarkskirche Infos bei R. Ischwang (1001) Emmausgang nach Bauerbach Wir machen uns wieder auf den Weg! Für Familien mit und ohne Kinder und für alle, die gern auf den Spuren der Jünger nach Emmaus mitgehen möchten. Auf dem Weg: Ostereiersuchen, Wanderung ca. 6 km, für Kinderwagen geeignet Mittagseinkehr in Bauerbach, Rückfahrt mit Privat-PKW Treffpunkt: Pfarrkirche St. Martin Ostermontag Uhr (nach dem Gottesdienst) 22

23 Kontakte Kontakte in unserer Pfarrei Pfarramt Bernried: Mi., Do.: Uhr, Tel. 7506, Fax: Pfarrhof 1, Bernried Spendenkonto: , Raiffeisenbank Bernried Pfarrer Mladen Znahor Weilheimer Straße 4, Seeshaupt, 08801/751 Leiter der Pfarreiengemeinschaft Pfr. i.r. Friedemann Fichtl Pfarrhof 1, Bernried Diakon Robert Ischwang privat: Waxensteinstraße 32, 08158/1001 Diözesan-Altenseelsorger Altenseelsorge im Bistum Augsburg: 0821/ Anke Woitas Gemeindereferentin Eichenstraße 7, Tel.: , Klinikseelsorge Höhenried(08158) und / Fax: PGR-Vorsitzender: Bernd Schulz, Am Weidenbach 1a, (08158) Kirchenpfleger: Herbert Klein, Am Hopfgarten 19, (08158) 1403 Mesner: Helmut Schindler, (08158) 8538 Kirchenmusik: Johanna Schulz, (08158) Pfarramt Seeshaupt: Mo. Fr.: Uhr Tel /751 Fax: 08801/1454 Mittwoch geschlossen [email protected] Impressum: V.i.S.d.P.: Katholisches Pfarramt St. Martin, Pfarrhof 1, Bernried Redaktion: Christine Eberl und Robert Ischwang Fotos: Titelbild Freskenreste in Assisi und andere: Robert Ischwang, Herbert Klein, Christine Eberl, AK Schöpfung und Umwelt Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Der Pfarrbrief erscheint zu Weihnachten, Ostern und Mariae Himmelfahrt mit einer Auflage von 900 Exemplaren und wird allen Haushalten in Bernried zugestellt. 23

24 Karwoche und Ostern Sonntag Palmsonntag Uhr Pfarrgottesdienst mit Palmweihe Musikalische Gestaltung: Blasmusik/Orgel Uhr Hl. Messe Höhenried Donnerstag Gründonnerstag Uhr Feier des letzten Abendmahls anschl. Anbetung in der Hofmarkskirche Uhr Hl. Messe Höhenried Freitag Karfreitag Uhr Kreuzweg für Kinder Uhr Beichtgelegenheit (bis Uhr) Uhr Feier vom Leiden und Sterben Christi Musikalische Gestaltung: Kirchenchor / Bachchoräle Samstag Karsamstag Uhr Trauermette (schlichtes Morgengebet mit Psalmen) Uhr Osternachtfeier für Kinder Sonntag Ostersonntag Uhr Nachtwache in der Hofmarkskirche Uhr Feier der Auferstehung - Osternacht, Speisensegnung Uhr Festgottesdienst, Speisensegnung, musikalische Gestaltung: Kirchenchor, Haydn Orgelsolomesse Uhr Hl. Messe in Höhenried Montag Ostermontag Uhr Pfarrgottesdienst Musikalische Gestaltung: Harfe und Orgel anschl. Emmausgang nach Bauerbach Sonntag Weißer Sonntag Uhr Pfarrgottesdienst anschl. Eröffnung des Martinsbrunnens Uhr Erste feierliche Maiandacht

Pfarrei St. Martin Bernried

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