QAW20. Raumgerät SYNERGYR
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- Mathias Scholz
- vor 8 Jahren
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1 2 812 SYNERGYR Raumgerät QAW20 Programmierbares Raumgerät zur Bedienung des SYNERGYR Regel- und Verrechungssystems Der Wärmebedarf kann mit einem Sollwertknopf und einer Spartaste auf einfache Weise gewählt werden Wochenheizprogramm, einstellbare Temperatursollwerte, Betriebsartwahl und Info-Taste Anwendung QAW20 ist das Raumgerät für eine referenzraumgeführte Temperaturregelung in Verbindung mit dem Regel- und Wärmezählerinterface WRI80 Regel- und Heizkostenverteilventil WRV Der Anwendungsbereich von SYNERGYR ist in den Geräteblättern N2800 bis N2803 (Systemübersicht) definiert Funktionen Das Raumgerät QAW20 ist zugleich Raumfühler, Bediengerät und Steuerung des Regel- und Wärmezählerinterfaces oder des Regel- und Heizkostenverteilventils Über eine digitale 2-Draht Schnittstelle gibt es den Sollwert für die Temperaturregelung im WRI80 oder im WRV vor Dies kann über ein Wochenheizprogramm oder durch manuelle Eingriffe erfolgen QAW20 dient zudem als Anzeige für das WRI80 oder das WRV und andere an SYNERGYR angeschlossene Energie- und Mengenzähler CE1N2812de Building Technologies
2 Bedienung Programmierung Alle Bedienungselemente für den Normalbetrieb sind direkt zugänglich: Betriebsartwahltasten INFO-Taste für die aktuellen Zählerstände Spartaste Drehknopf zur Korrektur der Sollwerttemperatur Zum Programmieren und Anzeigen spezieller Werte muss ein Deckel geöffnet werden Dabei schaltet das Gerät selbständig in die Programmierebene um In der Anzeige erscheinen die dafür notwendigen Angaben: Temperaturen und Heizprogramm Wochentag und Uhrzeit Anzeige Zählerstände am Stichtag Feriendauer Standardwerte rücksetzen Die Programmierung erfolgt in zwei Schritten Zuerst die Eingabezeile wählen und danach den Wert verändern Eine Bedienungsanleitung, in der alle notwendigen Schritte erklärt werden, ist unter dem Deckel seitlich eingeschoben Sollen diese Einstellungen nicht zugänglich sein, kann die Programmierebene gesperrt werden Betriebsarten Automatikbetrieb Das Heizprogramm steuert die Umschaltung der Sollwerte Mit der Spartaste kann das Heizprogramm vorübergehend übersteuert werden Der Eingriff bleibt bis zur nächsten Umschaltung durch das Heizprogramm wirksam (Siehe Kapitel "Spartaste") Handbetrieb Die gewünschte Temperatur wird mit der Spartaste gewählt (Siehe Kapitel "Spartaste") Bereitschaftsbetrieb Die Raumtemperatur ist auf eine Minimaltemperatur begrenzt Diese wird von der Gebäudezentrale oder vom Raumgerät vorgegeben Info-Taste AUTO 2812Z11 Jede Betätigung der Info-Taste bringt nacheinander Werte aus folgender Liste zur Anzeige Die gewählte Anzeige bleibt erhalten, bis die Info-Taste erneut betätigt wird Die Heizungsregelung arbeitet unabhängig von der gewählten Anzeige weiter Uhrzeit, Raumtemperatur Wochentag, Uhrzeit Aussentemperatur * % Tendenz Wärmeverbrauch Zählerstand Heizung (Wärmeverbrauch) Zählerstand Brauchwarmwasser * Zählerstand Gas * Zählerstand Elektrizität * Zählerstand andere Zähler * * Diese Anzeigen erscheinen nur, wenn die entsprechenden Signalgeber angeschlossen sind 2/8 Building Technologies
3 Hinweis Sind mehrere Zähler vom gleichen Typ vorhanden, erscheint nebst dem Symbol eine Nummer Anzeige 2812Z QAW20 verfügt über eine Flüssigkristallanzeige (LCD), die in jeder Bediensituation die wesentlichen Informationen anzeigt Sollwertknopf 2812Z12 C Mit dem Sollwertknopf kann der Nennsollwert um ±3 C verändert werden Eine allfällige Korrektur wird zum programmierten Nennsollwert addiert Der reduzierte Sollwert bleibt dabei unverändert Spartaste 2811X06 Mit der Spartaste kann zwischen Nenn- und reduzierter Temperatur umgeschaltet werden Die Wirkung der Spartaste unterscheidet sich in Automatikund Handbetrieb folgendermassen: Während Handbetrieb wirkt der gewählte Sollwert dauernd bis mit der Taste erneut umgeschaltet wird 2812Z17 Wirkung der Spartaste bei Handbetrieb h Während Automatikbetrieb wird der aktuelle Sollwert durch Betätigen der Taste vorübergehend übersteuert Bei der nächsten Schaltzeit des Heizprogrammes, arbeitet der Regler wieder nach den programmierten Heizphasen weiter 2812Z18 Wirkung der Spartaste im Automatikbetrieb h Sollwerte Die Referenzraum-Temperatur wird auf den jeweils gewählten Sollwert geregelt Es können zwei Sollwerte eingestellt werden Das Umschalten erfolgt durch das Zeitprogramm oder die Spartaste Nenntemperatur Reduzierte Temperatur Sollwertbildung Sollwertbegrenzung Wochenuhr Uhrsynchronisation Nennsollwert und reduzierter Sollwert werden in der Programmierebene eingestellt Beim Nennsollwert wird die am Sollwertknopf eingestellte Korrektur zur Grundeinstellung addiert Zur Sollwertbegrenzung gibt es zwei Möglichkeiten: Zentrale Begrenzung durch die Gebäudezentrale Lokale Begrenzung durch Begrenzen des Sollwertknopf-Drehbereiches mittels Stiften an der Geräterückseite Die Einstellung der Uhrzeit und des Wochentages erfolgt in der Programmierebene des Gerätes: Uhranzeige von 00:00 bis 23:59 Wochentaganzeige von 1 bis 7 Ist eine Gebäudezentrale OZW30 vorhanden, so wird die Uhr mit dieser synchronisiert Die Einstellung am Raumgerät ist dann nicht möglich 3/8 Building Technologies
4 Wochenheizprogramm Mit dem Heizprogramm kann die gewünschte Temperatur während einer Woche programmiert werden Es besteht aus 7 Tagesprogrammen mit je 3 Heizphasen Jede Phase ist durch eine Beginn- und Endzeit definiert Das aktuelle Tagesprogramm wird im Zeitbalken der Anzeige dargestellt Die Auflösung des Zeitbalkens beträgt eine Stunde Dunkle Felder bedeuten Phasen mit Nenntemperatur Wenn Beginn- und Endzeit einer Phase identisch sind, ist die Phase unwirksam C 20 A B 2812X08 A Zentrale Nachtabsenkung B Blockzeit Zentrale Temperaturabsenkung / Blockzeit Ferienfunktion Lüftungserkennung Hinweis Standardwerte h Das Heizprogramm des QAW20 kann von der Gebäudezentrale OZW30 aus auf eine Blockzeit begrenzt werden (diese Begrenzung lässt sich in der Service-Ebene des QAW20 ausschalten) Innerhalb der Blockzeit arbeitet QAW20 nach der gewählten Betriebsart Ausserhalb der Blockzeit wirkt die zentrale Temperaturabsenkung Bei Handbetrieb kann mit der Spartaste jener Sollwert vorgewählt werden, welcher während der Blockzeit gewünscht wird Während den eingegebenen Ferientagen regelt QAW20 auf die für Bereitschaftsbetrieb vorgegebene Minimaltemperatur Nach Ablauf der Ferientage um 00:00 Uhr schaltet das Gerät wieder auf Automatikbetrieb Im Automatikbetrieb erkennt das Gerät, wenn im Führungsraum gelüftet wird und dadurch die Raumtemperatur schnell absinkt Dann wird: die Heizung auf Bereitschaftsbetrieb geschaltet und das Symbol angezeigt Das Gerät kehrt in den Automatikbetrieb zurück wenn: die Raumtemperatur schneller als 1 C/h ansteigt oder die Betriebsart umgeschaltet wird oder 45 Minuten vergangen sind Die Lüftungserkennung ist unabhängig von der Funktion eines Fensterkontaktes QAW20 hat fest einprogrammierte Standardwerte Diese können durch eine Tastenkombination zurückgesetzt werden Die individuell eingestellten Werte gehen dabei verloren! Gangreserve und Datenerhalt Programmierbarer Eingang Funktion 1: Fernfühler-Eingang Bei Spannungsausfall ist eine Gangreserve der Uhr von 12 Stunden gewährleistet Individuell programmierte Werte bleiben unverlierbar gespeichert QAW20 verfügt über einen Signaleingang (Klemmen T1 und T2) Die Art und Verarbeitung des Eingangssignales werden in der Service-Ebene programmiert Im Auslieferungszustand ist Funktion 1 eingestellt Folgende Funktionen sind möglich: Falls sich der Messwert des internen Fühlers nicht als Istwert eignet, sollte ein Fernfühler angeschlossen werden Die Raumtemperatur wird dann als gewichteter Mittelwert aus internem und externem Messwert angezeigt und ausgewertet Der Einfluss des 4/8 Building Technologies
5 externen Fühlers kann zwischen 0 und 100 % (Auslieferungszustand ist 50 %) gewählt werden Ohne Fernfühler wird nur das interne Fühlersignal verwendet Der vom Fernfühler gemessene Wert wird in der Service-Ebene angezeigt Der Anschluss eines Fernfühlers ist zu empfehlen, wenn: das Raumgerät nicht im Referenzraum installiert ist das Raumgerät dem Einfluss einer Fremdwärmequelle ausgesetzt ist Funktionen 2 4: Potentialfreier Kontakt für verschiedene Funktionen Hinweis Typenübersicht Bestellung Mit einem potentialfreien Kontakt können verschiedene Funktionen ferngesteuert werden Diese Funktionen sind nur im Auto- und Handbetrieb wirksam Im Bereitschaftsbetrieb sind keine Fernsteuerfunktionen möglich Der Kontakt muss in der Service-Ebene nach Art des Kontaktes (Arbeitskontakt oder Ruhekontakt) und auf eine der folgenden drei Funktionen parametriert werden: Funktion 2: Bei Signaleingang von einem Modem- oder Fensterkontakt wird der Temperatur- Sollwert dauernd auf den reduzierten Sollwert gesetzt Für Lüftungserkennung über einen Fensterkontakt wird Funktion 2 empfohlen Funktion 3: Bei Signaleingang von einem Modem- oder Fensterkontakt wird auf Bereitschaftsbetrieb geschaltet Funktion 4, Alarmübertragung an die Gebäudezentrale OZW30: Der Signaleingang wie zb von Alarmanlagen, Gas- oder Druckwächtern wird an die Zentrale weitergeleitet Wenn eine der Funktionen 2 4 durch den Kontakt aktiviert wird, erscheinen in der Anzeige nur noch E (Extern) und die Anzeige der aktiven Funktion Alle andern Anzeigen verschwinden Raumgerät Fernfühler Bei Bestellung ist die Typenbezeichnung gemäss Typenübersicht anzugeben QAW20 QAW44 Falls die Bedienungsanleitung in einer anderen Sprache als in der geltenden Landessprache gewünscht wird, ist zusätzlich die Nummer der Anleitung gemäss folgender Liste anzugeben (weitere Sprachen auf Anfrage): Sprache Nummer Dänisch Deutsch Englisch Französisch Holländisch Italienisch Schwedisch Ungarisch /8 Building Technologies
6 Ausführung Das Raumgerät besteht aus Klemmensockel und Bedienteil Der Sockel kann auf die meisten handelsüblichen Unterputzdosen oder direkt auf die Wand montiert und verdrahtet werden, bevor das Bedienteil aufgesetzt wird Gehäuse und Sockel bestehen aus Kunststoff Entsorgung Die grösseren Kunststoffteile tragen eine Materialkennzeichnung nach ISO/DIS11469 zur umweltgerechten Entsorgung Projektierungshinweise Raumgerät Programmierbarer Eingang Das Raumgerät sollte im Referenzraum (Führungsraum) montiert werden Es misst die Raumtemperatur für die Regelung Der Montageort ist so zu wählen, dass der Fühler die Lufttemperatur im Referenzraum möglichst unverfälscht messen kann Das Raumgerät darf nicht durch Sonneneinstrahlung oder andere Wärme- oder Kältequellen beeinflusst werden Im Referenzraum sollten keine Heizkörperthermostatventile installiert sein Ist dies dennoch der Fall, müssen diese auf maximalen Sollwert gestellt werden Der potentialfreie Kontakt, der am programmierbaren Eingang angeschlossen wird, muss folgende Spezifikationen aufweisen: Schaltspannung 3 V Schaltstrom 03 ma Durchgangswiderstand max 2 kω Montagehinweise Das Gerät kann auf die meisten handelsüblichen Unterputzdosen oder direkt an die Wand montiert werden Bei Aufputzmontage kann oben oder unten eine Kabeldurchführung ausgebrochen werden Für die Elektroinstallationen sind die lokalen Vorschriften zu beachten Die Leitungen sind nach den Vorschriften für Sicherheitskleinspannung EN zu verlegen Zuerst wird der Sockel montiert und verdrahtet Danach kann das Gerät unten auf den Sockel aufgesetzt und hochgeschwenkt werden Beschriftungen (zb Klemmenschema) können seitlich am Gehäuse mit einem Klebeschild angebracht werden Inbetriebnahmehinweise Sobald das Gerät mit Energie versorgt wird, erscheinen in der Anzeige die Informationen für den aktuellen Zustand Auf der Rückseite des Gehäuses kann der Verstellbereich für die Sollwertkorrektur mit Begrenzungsstiften eingeschränkt werden Anschliessend sind vom Fachmann die notwendigen Einstellungen in der Service- Bedienebene und an den Geräten WRI80 oder WRV, sowie am OZW30 vorzunehmen Technische Daten Allgemeine Gerätedaten Betriebsspannung max zulässige Spannung Bemessungsspannung Zulässige Umgebungstemperatur während Transport und Lagerung im Betrieb SELV / PELV DC V AC 24 V DC 15 V C 0 55 C 6/8 Building Technologies
7 Zulässige Umgebungsfeuchte während Transport und Lagerung im Betrieb NTC-Temperaturfühler Zeitkonstante Wandankopplung Klasse E DIN Klasse G DIN Min 50 % Messbereich Raumtemperatur 0 32 C Einstellbereiche Normalsollwert Sparsollwert Sollwertkorrektur-Bereich Auflösung Leitungsklemmen für folgende Querschnitte: Litze oder Volldraht Litze mit Ader-Endhülse Gangreserve Uhr Gewicht 3 29 C 3 29 C ±3 C 0,5 C 0,25 2,5 mm 2 max 2x1,5 mm 2 12 h 0,22 kg Raumgerätebus Zulässige Leitungslängen zwischen Raumgerät und Verteildose 0,6 mm 0,8 mm 25 m 50 m Schutzdaten Standards Schutzart auf ebener, geschlossener Wand IP30 nach EN Schutzklasse III nach EN Produktnorm EN Elektromagnetische Verträglichkeit Störfestigkeit (Wohnbereich) Störaussendung (Wohnbereich) -Konformität nach EMV-Richtlinie EN EN /108/EG Schaltpläne QAW20 T1 D1 D2 T2 B1 D1 MD B2 S1 Raumgerät mit externem Schaltkontakt 2812A01 T1 D1 D2 T2 B1 D1 MD B2 Raumgerät mit Fernfühler B3 2812A02 B1 Raumgerät QAW20 B2 Verteilerdose (zb ALW84) B3 Fernfühler QAW44 D1 Daten Raumgerät (Klemme 1) D2 Daten Raumgerät (Klemme 2) MD Masse Daten S1 Externer Schaltkontakt T1 Fernfühler oder potentialfreier Schaltkontakt (Klemme 3) T2 Fernfühler oder potentialfreier Schaltkontakt (Klemme 4) Building Technologies /8
8 Beispiel Mit WRI80 Y2 Y2 X1 BUS X2 M Y5 W1 Y1 B1 E2 E1 E2 Y3 Y4 Y3 2812S02 B1 Raumgerät QAW20 im Führungsraum E1 Führungsraum der Nutzungseinheit E2 Nebenraum der Nutzungseinheit W1 Wärmezähler WFQ21 / WFM21 X1 Anschlussdose ALW84 X2 Regel- und Wärmezählerinterface WRI80 Y1 Ventil und Stellantrieb VVP / SSP oder SSB Y2 Absperrorgan Y3 Thermostatisches Heizkörperventil Y4 Handventil Y5 Drosselorgan Mit WRV BUS Y2 Y2 Y5 X1 Y1 B1 E2 E1 E2 Y3 Y4 Y3 2812S03 B1 Raumgerät QAW20 im Führungsraum E1 Führungsraum der Nutzungseinheit E2 Nebenraum der Nutzungseinheit X1 Anschlussdose (zb ALW30) Y1 Regel- und Heizkostenverteilventil WRV Y2 Absperrorgan Y3 Thermostatisches Heizkörperventil Y4 Handventil Y5 Drosselorgan Massbilder 40, M M , / Siemens Schweiz AG Änderungen vorbehalten Building Technologies
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