Kalkalgen. Sanders_Evolution
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- Brit Huber
- vor 8 Jahren
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1 Coccolithophoriden (mit winzigen Kalkscheibchen - den sog. Coccolithen - gepanzerte einzellige Algen, die als Plankton im ozeanischen Oberflächenwasser treiben) Trotz ihrer Kleinheit bedingt die riesige Gesamt-Masse dieser Mikro-Algen, dass heute der Hauptteil der jährlichen globalen Kalkfällung von ihnen bestritten wird. Vorkommen: Seit der Späten Jurazeit.
2 Probe von rezenten Coccolithophoriden aus dem offenen Ozean. Beachte den Masstab! Die grazilen Kalkgebilde (Coccolithen) an der Aussenseite der Mikro-Algen sind gut als Leitfossilien geeignet, da sich ihre Form im Lauf der Erdgeschichte rasch ändert.
3 Kalkalgen Am Boden festsitzende (benthische), photosynthese-treibende Algen mit Kalkskelett (Kalkalgen) bestreiten seit dem Ordovizium einen wichtigen Anteil der Kalkfällung. Umfassen die Rotalgen (Bild) und die Kalk-Grünalgen.
4 Strauchförmig gewachsener Rotalgen-Busch in Kalksediment. Diese Rotalgen-Büsche sind im Leitha-Kalk häufig, der ein wichtiger Baustein Wiens ist. Der Leithakalk wurde vor etwa 12 Ma abgelagert. Gesehen am Gloriette-Schlösschen in Wien.
5 Wirtelalgen gehören zu den Kalk-Grünalgen und sind seit dem Silur auf tropischen Schelfen weit verbreitet. Sie stellen zahlreiche Leitfossilien, auch in den Alpen.
6 Radiolarien (seit inklusive dem Kambrium. Gehäuse aus SiO 2!) Nasselarien Spumellarien
7 Foraminiferen (Gruppe der Wurzelfüsser) (seit inklusive dem Kambrium. Gehäuse aus CaCO 3 )
8 Wichtige Gruppen des marinen Planktons (Schmidt et al. (2006). Earth-Science Reviews, 78,
9 Diatomeen sind einzellige Mikro-Algen, die ein Gehäuse aus SiO 2 absondern. Sie sind für kalte Wässer typisch. In manchen Gebieten der Ozeane können sie gesteinsbildend häufig sein (Diatomite). Sie erscheinen im Jura.
10 Schwämme (Spongien) (seit zumindest inklusive dem Kambrium)
11 Korallen (häufig seit dem Ordovizium) Charakteristische Korallen des Paläozoikums ( Altkorallen ) Charakteristische Korallen des Meso- und Känozoikums ( Neukorallen )
12 Rezente Korallen Einzelkoralle Zwei koloniebildende Korallen (Riffkorallen) aus zahlreichen kleinen Einzelpolypen
13 Riffkorallen als Beispiel für Photo-Symbiose Photosynthese-treibende Mikro-Algen im Korallen- Gewebe Bau einer Riffkoralle, und Ort der photosymbiontischen Mikro-Algen, die eingekapselt (orange Kreise in der Vergrösserung) im Korallengewebe leben. Bild: Veron (2000)
14 Licht-symbiontische Mikro-Algen treten nicht nur in Korallen auf, sondern zb auch in der Riff-Riesenmuschel. Bild zeigt eine lebende Riff-Riesenmuschel mit nach aussen gestülptem, verbreitertem Mantel. Die grünen Punkte im Mantelgewebe sind Aggregate aus photosynthese-treibenden Mikro-Algen, die als Photo- Symbionten mit der Muschel leben.
15 Gliederfüsser (Arthropoda) Sehr formenreiche Gruppe seit inklusive dem Kambrium, zb mit Trilobiten, Krebsen, Spinnentieren, Insekten, Milben Zwei Trilobiten (Paläozoikum). Die Trilobiten waren frei bewegliche, assel- bis krebsartige Gliederfüsser, die sich an sehr verschiedene Nischen angepasst hatten. Aggregat von festgewachsenen Entenkrebsen-Gehäusen. Jede Pustel entspricht einem Krebsgehäuse aus Kalk. Die Entenkrebse bilden oft ausgedehnte Überzüge entlang von Felsküsten.
16 Stachelhäuter (Echinodermata) (seit inklusive dem Kambrium) Rezente Seelilie Seelilien (Crinoidea) Fossile Seelilien in Schwarzschiefer
17 Irreguläre Seeigel Reguläre Seeigel Seeigel (Echinoidea)
18 Weichtiere (Mollusca), 1 (Mollusca häufig seit dem Ordovizium) Muscheln (Bivalvia) Schnecken (Gastropoda)
19 Mollusca, 2: Kopffüsser (Cephalopoda) Nautilus Ammoniten Belemniten-Rostren ( Donnerkeile )
20 Armfüsser (Brachiopoda) (häufig seit inkl dem Ordovizium) Die Armfüsser sind äusserlich ähnlich Muscheln, sind aber nicht mit ihnen verwandt. Die Armfüsser gehören zu den Tentakel-Tieren (Tentaculata).
21 Einige typische Armfüsser des Mesozoikums (Erdmittelalter, Ma)
22 Moostierchen (Bryozoa) (häufig seit inkl dem Ordovizium) Bryozoen gehören wie die Armfüsser ebenfalls zu den Tentaculata. Sie bilden meist wenige mm bis wenige cm grosse Kolonien aus gehäusetragenden Einzel-Tierchen von hoher physiologischer Organisation. Bryozoen sind vom Ordovizium bis heute häufig und einer der wichtigsten Kalkproduzenten der gemässigten marinen Klimagürtel (in etwa Mittelmeer bis Südnorwegen ).
23 Fossile Bryozoen-Kolonie Vergrösserte Oberfläche einer Bryozoen-Kolonie Lebende Bryozoen-Kolonie
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1. Ziele. [4. Arbeitsvorschläge. 5. Arbeitsblätter. 6. Unterrichtshilfen. 7. Adressen. 8. Literaturhinweise
11 1.1. Was soll der Teilnehmer erleben? 11 1.2. Was soll der Teilnehmer tun und lernen? 13 3.1. Ein wenig Erdgeschichte 14 3.2. Der geologische Aufbau der Schweiz 15 3.3. Wo findet man Fossilien? 15 3.4.
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