Casonic Fertig & Leicht
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- Kevin Baumgartner
- vor 8 Jahren
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1 Produktinformation Stand: Casonic Fertig & Leicht Werkgemischter, qualitätskonstanter Gips-Putztrockenmörtel DIN EN mit Leichtzuschlägen für die Verarbeitung von Hand zur Herstellung von einlagigen, geglätteten Wand- und Deckenputzen insbesondere auf rauen Putzgründen im Innenbereich Maximale Ergiebigkeit mit über l/t Nassmörtel Herstellung von ebenen Bauteilflächen Raumklimaregulierend, nichtbrennbar, diffusionsoffen, geringe Wärmeleitfähigkeit Luftdichtheitsebene für die Gebäudehülle Gestaltung von Oberflächen Volumenkonstanter Putzfestkörper Mineralisch, geprüft emissionsarm Produkteigenschaften Einlagiges Putzen von 10 bis 25 mm Schichtdicke, Mehrdicken stellenweise bis 50 mm Hohe Standfestigkeit und gutes Füllvermögen Geschmeidiges Verarbeiten Geringes Mörtelgewicht Gutes Wasserrückhaltevermögen Praxisgerechte Verarbeitungszeit von 100 Minuten Einsatzgebiete Für Wände und Decken im Innenbereich Für Wände und Decken im Innenbereich, die zeitweise und kurzfristig mit Spritzwasser geringfügig beansprucht sind (z.b. häuslich genutzte Küchen und Bäder, Sanitärbereiche in Hotels) Für geeignete bauübliche, insbesondere raue Putzgründe Universell für Neubau und Modernisierung Gebindegrößen Material Nr. 507 Material Nr. 513 Papiersack mit Feuchteschutz 25 kg Palette (24 Sack) 600 kg Papierbeutel mit Feuchteschutz 25 kg Palette (40 Sack) 1000 kg VG-ORTH GmbH & Co. KG Holeburgweg 24 D Stadtoldendorf Tel.: Fax: Internet: Technische Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Es gilt die jeweils aktuelle Auflage. CBP TM-F&L D VGO
2 Detailplanung Der Putzgrund muss tragfähig, trocken, formstabil, staub- und frostfrei sein. Er ist zu prüfen nach VOB Teil C DIN Abs. 3.1, VOB Teil B DIN Saugfähigkeit und Rauigkeit des Putzgrundes beeinflussen die Haftung des Putzes und erfordern ggf. eine Vorbehandlung. Eine Untergrundvorbehandlung ist daher zu prüfen. Konstruktive Verformungen und inhomogene Putzgründe (z.b. Mischmauerwerk) sind zu berücksichtigen und erfordern ggf. besondere Maßnahmen, z.b. eine Armierung des Putzes. Bewegungsfugen müssen übernommen werden. Mit Casonic Fertig & Leicht lassen sich Qualitätsstufen Q1-Q3 abgezogen oder Q2-Q4 geglättet realisieren (Q4 in Verbindung mit Casonic Spachtelmaterialien). Casonic Fertig & Leicht erfüllt die Anforderungen an Haftung und Festigkeit eines Putzes bei bauüblichen Anforderungen bereits in einlagiger Ausführung, bewährt sich aber auch in Putzsystemen als Unterputz mit dünnlagigen Oberputzen unterschiedlicher Mörtelgruppen DIN V Tab. 3. Putzausführung Die Luft- und Bauteiltemperatur darf vom Auftrag des Putzes bis zu seinem Erhärten nicht unter +5 C liegen. Um Wasserentzug des frischen Putzes und damit verbundenen Festigkeitsverlusten vorzubeugen, sind bei hohen Temperaturen Maßnahmen zu treffen (z.b. Durchzug vermeiden, Putzflächen benetzen). Casonic Fertig & Leicht verfügt über ausgezeichnete Hafteigenschaften auf allen geeigneten bauüblichen Putzgründen. Es empfiehlt sich dennoch eine Prüfung des Putzgrundes DIN V Abs. 9.2, insbesondere bei ungleichmäßig und unterschiedlich stark saugenden Mischuntergründen. Den Putzgrund von Staub und losen Teilen säubern und Verunreinigungen jeder Art beseitigen. Je nach Putzgrund sind ggf. zusätzliche Maßnahmen erforderlich, etwa das Aufbringen von Casonic Betonkontakt. Casonic Fertig & Leicht von Hand in einem Arbeitsgang auftragen. Die Verarbeitung erfolgt üblicherweise einlagig. Bei größeren Putzstärken (bis max. 50 mm) und/oder bei Einsatz eines Armierungsgewebes kann einlagig in zwei Schichten oder zweilagig gearbeitet werden. Bei einlagiger Ausführung in zwei Schichten werden zunächst zwei Drittel der Gesamtputzlage aufgezogen. Nachdem ein ggf. erforderliches Armierungsgewebe glatt und faltenfrei eingebettet wurde, ist das restliche Drittel der Putzlage unmittelbar anschließend frisch-in-frisch aufzubringen. Wenn ausnahmsweise zweilagig geputzt werden muss, erste Putzlage in noch weichem Zustand aufkämmen. Nach vollständiger Austrocknung der ersten Putzlage Casonic Aufbrennsperre auftragen und trocknen lassen. Zweite Putzlage in Richtung der Kammrillen aufbringen. Innendecken immer einlagig verputzen. Trennschnitte entlang Wandkanten, insbesondere Deckenanschluss ausführen. Die Trocknungszeit beträgt mindestens einen Tag je mm Putzdicke. Sie kann sich je nach Witterungsverhältnissen auch verlängern. Nach Fertigstellung des Innenputzes ist ausreichende Querlüftung erforderlich, um überschüssige Feuchte durch Luftaustausch abzuführen. Oberflächen Die vom Auftraggeber gewünschte Qualität der abgezogenen, geglätteten oder gefilzten Putzoberflächen sowie die geforderten Ebenheitstoleranzen werden im Leistungsverzeichnis eindeutig beschrieben. Um Missverständnisse zwischen Auftraggeber und Putzunternehmer zu vermeiden und einen objektiven Bewertungsrahmen für die Güte der Putzoberflächen zu schaffen, sollte in jedem Fall das Merkblatt Putzoberflächen im Innenbereich der Industriegruppe Baugipse im Bundesverband der Gipsindustrie herangezogen werden. Entsprechend den Qualitätsstufen sind die gewünschten Putzoberflächen (abgezogen, geglättet, abgerieben, gefilzt) bzw. die Oberflächengüte (Q1, Q2, Q3, Q4), festzulegen und vertraglich zu vereinbaren. Die Qualitätsstufe muss immer zusammen mit der Ausführungsart der Herstellung der Putzoberfläche (abgezogen, geglättet, abgerieben, gefilzt) genannt werden, z.b. Q2 geglättet. Sind im Leistungsverzeichnis keine Angaben über die Oberflächenqualität enthalten, so gilt stets Qualitätsstufe Q2 als vereinbart. Mit Casonic Fertig & Leicht lassen sich die Qualitätsstufen Q1-Q3 abgezogen sowie Q2-Q4 geglättet gemäß Merkblatt Putzoberflächen im Innenbereich ausführen. Bei Qualitätsstufe Q4 vollflächige Überarbeitung mit Spachtelgips, z.b. Casonic Fuge & Fläche, erforderlich. Für Q3 sollten und für Q4 müssen erhöhte Ebenheitstoleranzen nach DIN vertraglich vereinbart sein (Österreich: ÖNORM DIN 18202, Schweiz: SIA 414/10). Für die Standardausführung der Putzfläche (Qualitätsstufe Q2) wird ein einmaliger vollflächiger Auftrag empfohlen. Frischmörtel nach dem Auftragen mit dem Glätter verteilen und glätten. Auch erhöhte Anforderungen der Qualitätsstufe Q3 können erreicht werden. Je nach Untergrund die Oberflächen dafür etwa 40 bis 60 Minuten nach dem vollflächigen Aufbringen und ersten Glätten leicht anfeuchten und erneut glätten (Abstucken). Für höchste Oberflächenanforderungen nach Qualitätsstufe Q4 sind in der Regel eine oder mehrere Spachtellagen erforderlich. Es ist darauf zu achten, dass die jeweils vorhergehende Lage ausgehärtet und vollständig ausgetrocknet ist. Eine Grundierung der jeweils vorhergehenden Lage mit Casonic Aufbrennsperre wird empfohlen. Erst nach Austrocknung von Spachtelung und Aufbrennsperre kann die nächste Lage aufgebracht werden.
3 Wandfinish Der vollständig abgebundene und durchgetrocknete Putz ist als Untergrund für Tapeten und Malervliese sowie Anstriche mit Dispersions-, Latex-, Öl- oder Lackfarben geeignet. Keine Kalk- oder Wasserglasfarben verwenden. Vom Nachfolgegewerk ist ggf. eine auf den Untergrund und die spätere Beschichtung/Wandbekleidung abgestimmte Grundierung aufzubringen. Dies gilt auch bei Nachbesserungen und Reparaturspachtelungen. Für Tapezierarbeiten sind ausschließlich Kleister auf Basis reiner Methylcellulose zu verwenden (vgl. BFS-Merkblatt Nr. 16). Insbesondere nach dem Tapezieren von Papier- und Glasgewebetapeten, aber auch nach dem Aufbringen von Kunstharz- und Zelluloseputzen ist für eine rasche, fachgerechte und zugluftfreie Trocknung zu sorgen. Unter Fliesen Mindestputzdicke 10 mm einhalten und Oberfläche keinesfalls filzen oder glätten, sondern nur abziehen. Putzfeuchte von maximal 1 Masse-Prozent beachten. Es können Verbundabdichtungen in den Beanspruchungsklassen 0 und A01 gemäß ZDB-Merkblatt aufgebracht werden. Bauphysikalische und Technische Daten Leistungsmerkmal Regelwerk Anforderungen Ergänzende Herstellerangaben Gipsleicht-Putztrockenmörtel DIN EN Abs. 4 B4/20/2 Putzmörtelgruppe DIN V Abs. 5.1 P IV Brandverhalten DIN 4102 DIN EN A1, kein Beitrag zum Brand Brandschutz DIN , Abs mm Gipsputz ohne Putzträger ersetzen 10 mm Normalbeton Feuerwiderstand von Stahlbetondecken DIN , Tab. 29 F60-A bei 15 mm Putzdicke F90-A bei 25 mm Putzdicke Schallschutz DIN 4109 Beiblatt mm Gipsputz erhöhen flächenbezogene Masse der Wand um ca. 8,5 kg/m 2 Randbedingungen nach Abs beachten Ab 15 mm Putzdicke Putzträger verwenden Anforderungen DIN , insbesondere Abs beachten Trennschnitt bei flankierenden Bauteilen erforderlich Wärmeleitfähigkeit DIN EN Abs ,28 W/mK Biegezugfestigkeit DIN EN Abs ,0 N/mm² Druckfestigkeit DIN EN Abs ,0 N/mm² 2,5 N/mm² Gehalt Calciumsulfat DIN EN Abs. 5.3 > 50% Haftzugfestigkeit DIN EN Abs ,1 N/mm² > 0,2 N/mm² (bei Bruch in Adhäsionszone) Häusliche Feuchträume DIN V Abs Geeignet * Kornfeinheit max. 1,25 mm Lagerung ca. 3 Monate, trocken Nassmörtel ca l/t Oberflächenqualität DIN V Abs. 4.6 Q1-Q3 abgezogen Q2-Q4 geglättet ** strukturiert Putzdicke im Mittel DIN V Abs mm, einlagig mm, Wand mm, Decke mind. punktuell DIN V Abs mm, einlagig 5 mm max. punktuell 50 mm Rohdichte ca. 875 kg/m³ Schüttdichte ca. 600 kg/m³ Verarbeitungszeit ca. 100 min Wasserdampfdiffusionswiderstand µ ca. 5 * Merkblatt Ausführung von Verbundabdichtungen beachten ** Q4 mit Casonic Spachtelmaterialien
4 Materialbedarf Putzdicke (mm) Verbrauch (kg/m 2 ) Ergiebigkeit (m 2 /25 kg Sack) (m 2 /t) 10 ca. 8,0 ca. 3,125 ca. 125 Vorbehandlung von Putzgründen Putzgrund Hinweise Putzdicke (mm) Vorbehandlung nach Beschaffenheit und Prüfung Casonic Betonkontakt Casonic Aufbrennsperre Normalbeton Gefügedicht, schwach saugend, Wand: Restfeuchte 3 Masse-% Decke: Als Ortbeton, schalungsrau, Wand: o Restfeuchte 3 Masse-% Decke: o Leichtbeton Haufwerksporig (Bims, Blähton) o Gefügedicht 1) Mauerziegel o Kalksandstein o o Porenbetonstein Misch-/Bestandsmauerwerk o Gips/-faserplatten Gips-Wandbauplatten Aufrauen, entstauben o Putz, Kalk/-zement Neuwertig o Putz, Gips/-kalk Neuwertig Bestandsputz Festhaftend, tragfähig Hartschaumplatten Putzbewehrung erforderlich o Schaumglasplatten Putzbewehrung empfehlenswert HWL-/ML-Platten Putzbewehrung erforderlich 2) 15 Mineraldämmplatten Putzträger aus Metall Herstellerhinweise und DIN 4121 beachten über Putzträger Vorbehandlung in der Regel erforderlich n Bestimmung der Vorbehandlung nach Prüfung des Putzgrundes 1) Verputzen von Wandelementen mit gefügedichter Struktur nur nach eingehender Prüfung und Bestimmung der Kernfeuchtigkeit 2) Spritzbewurf bei labilen Untergründen DIN EN Ausschreibungstext Herstellung eines mineralischen Putzes im Innenbereich Mineralischer Innenputz auf Wand/Decke (*) Mörtelgruppe P IV Gipsmörtel DIN V Gipsleicht-Putztrockenmörtel DIN EN B4/20/2 (Gips-Handputz) Ausführung DIN V und Herstellervorschrift Putzgrund:... Putzdicke: 10 mm im Mittel Putzmörtel einlagig aufbringen, ebenflächig verziehen Putzoberfläche: Qualitätsstufe Q2 abgezogen/q2 geglättet DIN V (*) Produkt: Casonic Fertig & Leicht... m 2 (*) Nicht Zutreffendes streichen
5 Entsorgung Die Verpackungen sind optimal zu entleeren und können nach entsprechender Reinigung einer Wiederverwertung zugeführt werden. Nicht mehr brauchbare Produkte können in zugelassenen Anlagen gemäß AVV-Abfallschlüssel (Baustoffe auf Gipsbasis) bzw (andere Teilchen und Staub) verwertet werden. Beseitigung auf Deponien der Deponieklasse 1 und 2 gemäß Abfallablagerungsverordnung. Sicherheitskennzeichnung Gefahrensymbol: Ätzend Gefahrenhinweise: H318 Verursacht schwere Augenschäden. Hinweise Dieses Merkblatt vermittelt unseren Kenntnisstand und unsere Erfahrungen über Anwendung und Ausführung unserer Produkte. Dieses Merkblatt stellt keine rechtlich verbindliche Zusage bestimmter Eigenschaften oder der Eignung für einen konkreten Einsatzzweck dar, da die Anwendung und die Ausführung der Produkte jederzeit durch Baustellenbedingungen beeinflusst werden können. Der Einsatz der Produkte ist durch den Ausführenden vor Ort zu prüfen, Ausführungsnormen sind in eigener Verantwortung zu beachten. Die Angaben in diesem Merkblatt entsprechen dem Stand der Technik bei Redaktionsschluss (siehe Druckcode). Technische Änderungen zur Fortentwicklung von Gips-Trockenmörtel und Materialien zur Untergrundvorbehandlung vorbehalten. Sicherheitshinweise: P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P305+ BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam P351+ mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit P338, entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM P310 oder Arzt anrufen. Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage für den berufsmäßigen Verwender erhältlich. > CE-Dokumentation Verbrauchs-, Mengen und Ausführungsangaben sind Näherungswerte, die in der konkreten baulichen Situation fachgerecht zu prüfen sind. Endgültige Eigenschaften von Casonic Produkten erst durch Verfestigung am Baukörper in Abhängigkeit von Planung, Ausführung und Baustellenbedingungen. Allgemein anerkannte Regeln der Bautechnik, Normen, Richtlinien, handwerkliche Regeln und technische Hinweise sowie Ausführungsbestimmungen von Fremdherstellern bei kombinierter Anwendung mit Casonic Produkten beachten.
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