PART 2000 Professional Assault Response Training
1975 erstes Konzept, Workshop physische Intervention (Vermittlung schonender Festhaltetechniken) 1976 Überarbeitung, Management of assaultive behaviour (MAB) (verbale Krisenintervention, Verhaltenssteuerung, Interventionstechniken) 1978-1981 Effizienz Untersuchung des MAB-Konzeptes 1982 Überarbeitung aus MAB wird PART (Professional assault response training) (Selbstkontrolle, Risikoeinschätzung, verbale Krisenintervention, Abwehr- und Festhaltetechniken) 1992 Überarbeitung anhand der Feed-back-Bögen 1999 erneute Überarbeitung und Ergänzung: PART2000
Grundprämisse: Mitarbeiter, die einen systematischen Zugang zur Intervention bei gewalttätigen Vorfällen haben, stehen weniger in der Gefahr, während gewalttätiger Zwischenfälle zu verletzen oder verletzt zu werden!
Was ist PART? mehr grundsätzlicher Zugang zu gewalttätigem Verhalten als Techniken keine fertigen Antworten, sondern die richtige Frage stellen PART ist kein Ersatz für individuelle Behandlungspläne, vielmehr ist es ein Konzept für den Notfall Ziel: Stärkung des Selbstvertrauens Stärke des Teams statt individuelle Stärken (keine Helden!) Erhöhung der Rechtssicherheit (Wahrung der Rechte des Patienten, aber auch der Behandelnden) Akzeptanz und Empfehlung von verschiedenen amerikanischen Organisationen
PART Kernfrage: Ist das Verhalten gefährlich? In Amerika ist es das Recht eines jeden unausstehlich zu sein, nicht angepasst sein ist nicht notwendigerweise ein Krankheitssymptom! Die Verletzung dieses Bürgerrechts ist eine ernste Sache und darf nur mit einer ausreichenden Begründung geschehen!
Berufliche Risiken: Risiko, dass Personen sich selbst und andere verletzen Risiko, dass Mitarbeiter verletzt werden Risiko, dass Mitarbeiter anderen vermeidbare Verletzungen zufügen Risiko, dass ein Mangel an Teamarbeit zu Verletzungen führt Risiko, dass Vorgesetzte dadurch, dass sie angemessene Anleitung, Supervision, Sicherheit und Training unterlassen, zu Verletzungen beitragen Risiko von offiziellen Untersuchungen Risiko von Strafverfahren, politischen Konsequenzen usw. Minimierung durch: Festgelegte Reaktion auf gewalttätige Zwischenfälle Klare Formulierung und striktes Durchsetzen von Maßnahmen regelmäßige interne Fortbildung, periodische Überprüfung von Fertigkeiten und Wissen
Interne Fortbildung ist kein Ersatz für kompetente Anleitung! Die richtige Anwendung der im Rahmen des PART Workshops gelehrten Prinzipien liegt in der Verantwortung der Mitarbeiter. Dienstanweisungen können professionelles Beurteilungsvermögen nicht ersetzen!
Das Kurskonzept 1. Ziel: Was tun wir in unserer Einrichtung, um sichere Alternativen zu gewalttätigem Verhalten zu fördern? 2. Professionalität - Was brachte mich zu dieser Arbeit? - Was hält mich hier? - Was sind meine Einstellungen gegenüber meinen Patienten? - Bin ich den Herausforderungen dieser Arbeit gewachsen? 3. Vorbereitung - Bin ich physisch und psychisch darauf vorbereitet, mit potenziell gefährlichen Menschen zu arbeiten? A. Kleidung B. Beweglichkeit C. Beobachtung D. Selbstkontrolle
Das Kurskonzept (Fortsetzung) 4. Identifikation der Auslöser und Alternativen Kann ich mögliche Auslöser für Gewalt identifizieren und alternative Reaktionen anbieten, die das Verletzungsrisiko reduzieren? 5. Reaktionsweisen: Krisenkommunikation Wenn wir auf eine Person reagieren, die zu verletzen versucht, werden wir in der Lage sein, unsere Reaktion auf den Grad der Bedrohung abzustimmen? Können wir den Angreifer durch Zureden zum Aufhören bringen? 6. Reaktionsweisen: Ausweichen Falls Aggression in Körperverletzung umschlägt, können wir Verletzungen vermeiden, indem wir ausweichen? 7. Reaktionsweisen: Zwangsmaßnahmen - Falls uns die Anwendung von Zwangsmaßnahmen nicht gelingt, könnte jemand ernsthaft verletzt werden? - Haben wir genug Mitarbeiter um Zwangsmaßnahmen sicher durchzuführen? - Sind die Mitarbeiter ausreichend ausgebildet? - Welches sind die besten Festsetzungsmöglichkeiten und /oder medizinische Intervention in dieser Situation? (Festhalten, Isolieren, Fixieren, Medikamente) 8. Bericht