VERFÜHRERISCHE PROVIS

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Transkript:

B53466 DAS INTERNATIONALE JOURNAL FÜR DIE ZAHNTECHNIK WWW.DENTALDIALOGUE.DE SONDERDRUCK VERFÜHRERISCHE PROVIS Cristian Ion Petri PRÄSENTIERT VON PRIMOTEC

Mit Premiotemp Multi PMMA von primotec das Beste aus Provisorien herausholen VERFÜHRERISCHE PROVIS Cristian Ion Petri, Cluj-Napoca/Rumänien Wann haben wir eigentlich aufgehört, Provisorien zu fertigen, in die all unser zahntechnisches Wissen, unser Gespür und unser ästhetischer Plan eingeflossen sind? Wie konnten Argumente, wie da kommt ja der Patient gar nicht wieder dafür sorgen, dass wir Patienten mit schlechten Provisorien nach Hause schicken? Salopp gesagt sind schlechte Provisorien eine Katastrophe. Nicht nur, dass sie keinen oder einen nur schlechten Einfluss auf den Therapieverlauf haben, nein, sie können dem Patienten auch jegliche Motivation nehmen. Denn was kann es Schöneres geben, als den Patienten bereits in der provisorischen Phase für seinen definitiven Zahnersatz zu begeistern. KONTAKT Laborator Artchrys Cristian Petri Strada Govora 8 400664 Cluj-Napoca/Rumänien Fon +40 264 457589 Mobil +40 745 257610 office@artchrys.ro www.artchrys.ro primotec Joachim Mosch e.k. Tannenwaldallee 4 61348 Bad Homburg Fon +49 6172 99770-0 Fax +49 6172 99770-99 primotec@primogroup.de www.primogroup.de HOMEPAGE 02 dental dialogue 20. JAHRGANG 1/19

01 Bei diesem Fall galt es, einen zahnlosen Unterkiefer implantatprothetisch zu versorgen. Zunächst wurde der individuelle Abformlöffel für die Modellherstellung vorbereitet, da ein gutes Implantatmodell die Basis für den prothetischen Erfolg darstellt. Ein gutes Provisorium soll die Spannung steigern und die Vorfreude auf das eigentliche Ergebnis wecken. Und es hat ganz klar prothetische und therapeutische Aufgaben zu erfüllen. Cristian Petri zeigt in diesem kleinen Erfahrungsbericht, was sich mit dem fräsbaren Provisorienmaterial Premiotemp Multi PMMA von primotec aus einem Provisorium herausholen lässt. Die Spannung steigt. Wozu Provisorien? Wenn wir ein Auto kaufen wollen und deshalb in einem Autohaus vorstellig werden, dann wollen wir ein möglichst realistisches Bild dessen erhalten, was wir erwarten. Natürlich ist es das Größte wenn man schon bereit ist, eine entsprechend hohe Summe auszugeben, sein Fahrzeug selbst und den individuellen Wünschen entsprechend zu konfigurieren. Und dennoch ist es sehr wichtig und gut, wenn uns der Autoverkäufer ein möglichst realistisches Bild dessen verschafft, was wir uns vorstellen. Mit kleinen Abstrichen natürlich. Was nicht geht: dass er uns in ein Auto setzt, das so gar nichts mit unseren Wünschen zu tun hat. Neulich hat es ein Autoverkäufer ganz treffend auf den Punkt gebracht: Das ist ein Verführwagen, kein Vorführwagen. Stimmt, das Konzept ist aufgegangen und ich war angesteckt. Genauso verhält es sich mit Provisorien in der prothetisch restaurativen Zahnheilkunde. Sie sollten nicht halbherzig gefertigt sein und auch nicht so aussehen, dass man schnellstmöglich seinen eigentlichen Zahnersatz will. Das wäre kontraproduktiv, da ein Proviso rium, wenn es gut gefertigt ist und ein entsprechendes Material gewählt wurde, einige wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Auch wenn das Provisorium per Definition eine für den vorübergehenden Zweck eingerichtete Sache mit zeitlicher Beschränkung ist (daher auch die Bezeichnung temporäre Versorgung ). Ein Provisorium soll die Gewebe stützen und ausformen hat Schutzfunktion/dient als Verband soll einen Eindruck von der zukünftigen Versorgung verschaffen dient dazu, die Form, Funktion und Farbe zu testen ist ein Kommunikations- und Beratungsinstrument sollte den Patienten positiv auf die definitive Versorgung vorbereiten. Ausgehend von diesem Anforderungsprotokoll an die provisorische Versorgung, ergeben sich einige Forderungen, die das Provisorienmaterial erfüllen sollte. Das Provisorienmaterial sollte biokompatibel, d. h. chemisch nicht reaktiv und homogen sein eine gewisse Festigkeit aufweisen relativ einfach manipulier- und adaptierbar sein nicht zu teuer und aufwendig in der Fertigung sein. Genau hier setzen die mehrschichtigen PMMA-Fräsronden Premiotemp Multi von primotec an. Die industriell gefertigten Ronden wurden für die Bearbeitung in dentalen CAD/CAM-Systemen entwickelt. Das Material ist für temporäre Versorgungen ausgewiesen und besteht aus mindestens fünf Farbverlaufsschichten, die den daraus gefertigten Provisorien ein beeindruckend natürliches Aussehen verleihen. Provisorische Restaurationen, die aus Premio temp Multi PMMA Ronden gefertigt wurden, kombinieren auf ideale Weise natürlichste Ästhetik und hohe Stabilität mit einer denkbar einfachen Verarbeitung. Das Material ist sowohl für zementierte als auch für verschraubte temporäre Versorgungen geeignet. Anwendungsgebiete Langzeitprovisorien temporäre Kurzzeitversorgungen provisorische Kronen, Brücken und Veneers 1/19 dental dialogue 20. JAHRGANG 03

02 Das Implantatmodell diente zunächst einem ästhetischen und funktionellen Set-up, das in einer Anprobe kontrolliert, adaptiert und abgesegnet wurde. 03 Silikonschlüssel des vom Behandler und Patienten abgesegneten Set-ups dienen der weiteren Planung und Kontrolle. Hier der Vestibulärschlüssel und die Sicht von dorsal. 04 Zur Verankerung der abnehmbaren Implantatversorgung wurden Primärteleskope aus Zirkonoxid gefertigt. Ein Vorteil der CAD/CAM-Technik, da der Fall einmal digital durchkonstruiert wird. Prototypen und Mock-ups für verschraubte Implantatversorgungen temporäre verschraubte Abutments individuell gefräste Interims-Prothesenzähne. Versprechen: Provisorienästhetik neu definiert Provisorische (temporäre) Versorgungen aus Premiotemp Multi PMMA weisen einen bemerkenswert natürlichen Look auf. Nachfolgend demonstriert Cristian Petri anhand der provisorischen Versorgung eines Unterkiefers, wie ein Provisorium auch aussehen kann und worauf es aus seiner Sicht dabei ankommt (Abb. 1 bis 18). Das eingesetzte Material hilft ihm auf jeden Fall dabei, ganz nah am Definitivum sein zu können und den Patienten für die provisorische Phase bestmöglich versorgt zu wissen. Vorteile im Überblick Die Oberseite der Premiotemp Multi Fräsronde ist hinsichtlich der Farbe und Transluzenz dem natürlichen Zahnschmelz nachempfunden und wird nach zervikal hin ohne Trennlinien in fünf Farbverlaufsschichten allmählich dunkler (Stichwort natürlicher Farb verlauf). Zudem weist das Material eine sehr gute Kombination aus Farbwirkung und Translu enz sowie eine natürliche Fluoreszenz auf. Premiotemp Blanks werden aus qualitativ hochwertigem PMMA (Polymethylmetacrylat) hergestellt. Zur Optimierung der Gitterstruktur sind spezielle Vernetzer und anorganische Bestandteile beigefügt. In Ver bindung mit einem besonderen Polyme risations- Formpressverfahren werden die optimalen Materialeigenschaften der Blanks erreicht. So bieten Premiotemp Ronden sehr gute mechanische Eigenschaften bei optimaler Transluzenz. Das Material ist als Medizinprodukt der Klasse 2A nach EG-Richtlinie 93/42/EWG zertifiziert. 04 dental dialogue 20. JAHRGANG 1/19

05-07 Zur provisorischen Versorgung wurde auf die neuen PMMA-Fräsronden Premiotemp Multi von primotec zurückgegriffen. Bei diesen besteht die Möglichkeit, das Maß der Transluzenz im Inzisalbereich der Restauration individuell einzustellen, indem man beim Nesting in der CAM-Software die Position des Provisoriums in der Vertikalen entsprechend anpasst. Je weiter oben aus der Ronde gefräst wird, desto transluzenter ist das Ergebnis und umgekehrt. 08-10 So stellt sich das aus dem Premiotemp Multi PMMA gefräste Provisorium dar. Bereits in diesem Zustand ist der fließende Farbverlauf nach Inzisal gut zu erkennen. So werden mit einem Provisorienmaterial gleich mehrere Forderungen erfüllt: Ästhetik, Funktion, Stabilität und Biokompatibilität. 11 & 12 Zur Finalisierung reicht es, den gefrästen Kunststoff mit einer speziellen PMMA-Glasur zu versiegeln. 1/19 dental dialogue 20. JAHRGANG 05

13-15 Die rote Ästhetik wird noch etwas mit einem zahnfleischfarbenen Komposit akzentuiert. Mit Malfarben lässt sich dem Provisorium der letzte Schliff verpassen. Somit stellt die temporäre Versorgung den Bauplan für den definitiven Zahnersatz dar. 16 & 17 Zum Einsetztermin des Provisoriums werden auch gleich die Zirkonoxid-Primärteleskope definitiv aufgeschraubt. Ein Übertragungsschlüssel aus Primopattern LC Gel hilft dabei, die Teile exakt zu transferieren. 18 Die provisorische Unterkieferversorgung aus Premiotemp Multi PMMA in situ. Mit einem guten Provisorium wie diesem lässt sich zum einen die angestrebte definitive Versorgung bestmöglich im natürlichen Milieu überprüfen, und zum anderen der Patient für die Behandlung und den definitiven Zahnersatz begeistern. Eine echte Win-Win-Situation also 06 dental dialogue 20. JAHRGANG 1/19

PRODUKTINFO Name Eigenschaften Daten Premiotemp Multi beeindruckende Ästhetik mindestens fünf Farbverlaufsschichten keine Trennlinien zwischen den Schichten natürliche Fluoreszenz Durchmesser: 98 mm mit 2 Stufen oder 95 mm (ZZ-Form) Höhen: 16, 20, 25 oder 30 mm Farbe: A1 bis D4, sowie Sonderfarbe Bleach Premiotemp Mono sehr gute Kombination von Farbe und Transluzenz beste Fräseigenschaften hoch biokompatibel Durchmesser: 98 mm mit 2 Stufen oder 95 mm (ZZ-Form) Höhen: 16, 20, 25 oder 30 mm Farbe: A1 bis D4, sowie Sonderfarbe A0 Premiotemp Clear spiegelglatte Oberflächen direkt nach dem Fräsen glasklar transparent Biegefestigkeit > 130 MPa Durchmesser: 98 mm mit 2 Stufen oder 95 mm (ZZ-Form) Höhen: 16 oder 20 mm Farbe: glasklar transparent Die genannten Materialeigenschaften führen zu einer sehr guten Fräs- und Polierbarkeit hohen Biegefestigkeit (> 130 MPa) hohen Biokompatibilität Die Premiotemp PMMA-Fräsronden sind in allen Farben der Vita classical A1-D4 Farbskala, sowohl als Multi- wie auch als Mono-Variante (monochromatisches Premiotemp Mono) und für alle gängigen Fräsmaschinen erhältlich. Zusätzlich steht mit Premiotemp Clear eine transparente Version zur Verfügung. Hinzu kommen aktuell die Sonderfarben Premiotemp Multi Bleach und Premiotemp Mono A0. Danksagung Der in diesem Beitrag vorgestellte Fall wurde in Zusammenarbeit mit der Frau des Autors, der Zahnärztin Ana Petri provisorisch versorgt. Cristian Petri möchte ihr an dieser Stelle für die gute und vertrauensvolle Zusammen arbeit seinen Dank aussprechen. WERDEGANG Cristian Petri schloss seine zahntechnische Ausbildung im Jahr 2000 ab. Er arbeitete als Zahntechniker in Deutschland und den USA, wo er sich auf die abnehmbare Teil- und Totalprothetik, Teleskoptechnik und Implantatprothetik spezialisierte. Seine Studien setzte er an der Donau-Universität in Krems (Österreich) fort, wo er Kurse von Prof. Rudolf Slavicek besuchte. Seit 2002 betreibt er sein eigenes Labor in Cluj-Napoca, Rumänien, das sich auf komplexe Rehabilitationen, Ästhetik und Funktion spezialisiert hat. Cristian Petri hat sich ständig fortgebildet, beispielsweise durch Kurse bei Prof. Dr. Rudolf Slavicek, Massimiliano Trombin, Ztm. Achim Ludwig, Dr. Christian Coachman, Ztm. Jan Langner, Ztm. Haristos Girinis, Nondas Vlachopolous, Uwe Gehringer, Ztm. Thomas Sing und Shigeo Kataoka. Seit 2011 konzentriert er sich auf komplexe Rehabilitationen, Ästhetik und Funktion. Cristian Petri gibt selbst Kurse und hält diverse Vorträge im In- und Ausland. Zudem hat er in diversen nationalen und internationalen Fachjournalen publiziert, etwa dental dialogue, Spectrum Dialogue, Labline Magazine, Reflect et cetera. Seit 2013 zählt sein Labor zu den Pilotlaboren der Primogroup. Petri ist Opinionleader für Artiglio-Italy und das Vertysystem sowie internationaler Referent für Ivoclar Vivadent. Zudem ist er Mitbegründer und Vizepräsident der Dental Initiative -Gruppe und Veranstalter des TEAM-Kongresses in Rumänien und seit Neuestem Member der Oral Design International Foundation. 1/19 dental dialogue 20. JAHRGANG 07