1. Einführung in das Internet



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Transkript:

1. Einführung in das Internet Was ist das Internet? Das Internet ist ein weltweites Netzwerk bestehend aus vielen Rechnernetzwerken, durch das Daten ausgetauscht werden. Es ermöglicht die Nutzung von Internetdiensten wie E-Mail, Usenet, Dateiübertragung, www (world wide web) und in letzter Zeit zunehmend auch Telephonie, Radio und Fernsehen. Im Prinzip kann dabei jeder Rechner weltweit mit jedem anderen Rechner verbunden werden. Die Verbindung der Rechner erfolgt über öffentliche Kommunikationswege, wie Telefonleitung, Glasfaserkabel, Richtfunk oder Satelliten Der Begriff Internet ist vom englischen interconnected (miteinander verbunden) und dem englischen networks (Netzwerke) abgeleitet. Und bedeutet übersetzt miteinander verbundene Netzwerke. Umgangssprachlich wird Internet häufig synonym zum World Wide Web verwendet, da dieses einer der meistgenutzten Internetdienste ist und wesentlich zum Wachstum und der Popularität des Mediums beigetragen hat. Im Gegensatz dazu sind andere Mediendienste, wie Telephonie, Fernsehen und Radio erst kürzlich über das Internet erreichbar. Das Usenet, urspr. Unix User Network Netzwerk für die Benutzer von Unix ) ist ein weltweites, elektronisches Netzwerk, das Diskussionsforen (so genannte Newsgroups ) aller Art bereitstellt und an dem grundsätzlich jeder teilnehmen kann. Die Funktionsweise des Usenet wird oft mit Schwarzen Brettern verglichen, wie es sie zum Beispiel auch in manchen Supermärkten gibt: Jemand schreibt eine Nachricht und heftet diese an das Schwarze Brett, wo sie für jeden Interessierten sichtbar ist. Dieser Vergleich gibt jedoch nur einen Teilaspekt des Usenet wieder, da die Kommunikation über Schwarze Bretter in der Regel nur in eine Richtung läuft. Beim Usenet ist die Beantwortung einer Nachricht durch eine weitere Nachricht innerhalb desselben Mediums allerdings der übliche Weg. Die (auch das) E-Mail (kurz Mail, von englisch electronic mail: elektronische Post oder elektronischer Brief ), manchmal als E-Post oder E-Brief bezeichnet, ist eine auf elektronischem Weg in Computernetzwerken übertragene, briefartige Nachricht. E-Mail wird noch vor dem World Wide Web als wichtigster und meistgenutzter Dienst des Internets angesehen. Allerdings sind seit ungefähr 2002 mehr als 50 % und seit 2007 mehr als 90 % des weltweiten E-Mail-Aufkommens Spam. (Als Spam oder Junk (englisch für Abfall oder Plunder ) werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und häufig werbenden Inhalt haben. Dieser Vorgang wird Spamming oder Spammen genannt, der Verursacher Spammer.) 1

Geschichte Das Internet ging aus dem im Jahr 1969 entstandenen ARPANET hervor, einem Projekt der Advanced Research Project Agency (ARPA) des US- Verteidigungsministeriums. Es wurde zur Vernetzung von Universitäten und Forschungseinrichtungen benutzt. Ziel des Projekts war zunächst, die knappen Rechenkapazitäten sinnvoll zu nutzen, erst in den USA, später weltweit. Die anfängliche Verbreitung des Internets ist eng mit der Entwicklung des Betriebssystems Unix verbunden. Nachdem das Arpanet im Jahr 1982 TCP/IP adaptierte, begann sich auch der Name Internet durchzusetzen. Nach einer weit verbreiteten Legende bestand das ursprüngliche Ziel des Projektes vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in der Schaffung eines verteilten Kommunikationssystems, um im Falle eines Atomkrieges eine störungsfreie Kommunikation zu ermöglichen. In Wirklichkeit wurden vorwiegend zivile Projekte gefördert, auch wenn die ersten Knoten von der ARPA finanziert wurden. Die wichtigste Applikation in den Anfängen war die E-Mail. Bereits im Jahr 1971 überstieg das Gesamtvolumen des E-Mail-Verkehrs das Datenvolumen, das über die anderen Protokolle des Arpanet, Telnet und FTP, abgewickelt wurde. Rasanten Auftrieb erhielt das Internet seit dem Jahr 1993 durch das World Wide Web, kurz WWW, als der erste grafikfähige Webbrowser namens Mosaic veröffentlicht und zum kostenlosen Download angeboten wurde. Das WWW wurde im Jahr 1989 im CERN (bei Genf) von Tim Berners-Lee entwickelt. Schließlich konnten auch Laien auf das Netz zugreifen, was mit der wachsenden Zahl von Nutzern zu vielen kommerziellen Angeboten im Netz führte. Der Webbrowser wird deswegen auch als die Killerapplikation des Internet bezeichnet. Das Internet ist ein wesentlicher Katalysator der Digitalen Revolution. Wofür kann das Internet benutzt werden? Informationsbeschaffung: zu allen denkbaren Themen, wie z.b. Nachrichten, Sport, Reisen usw. Kommunikation (E-Mail): Es können Nachrichten weltweit verschickt und empfangen werden. Einkaufen: Viele Firmen ermöglichen das Bestellen von Waren über das Internet. Homebanking: Von jedem Ort der Welt können Bankgeschäfte getätigt werden. Business und Marketing: Firmen können ihre Filialen elektronisch verbinden Telefonieren und Videokonferenzen: Spezielle Software und schnelle Internetverbindung nötig Radio- und Fernsehempfang 2

Aufbau des Internet und Adressierung im Internet Das Internet basiert auf der Internetprotokollfamilie, welche die Adressierung und den Datenaustausch zwischen verschiedenen Computern und Netzwerken in Form von offenen Standards regelt. Das Protokoll in welchem die weltweit eindeutige Adressierung von angebundenen Rechnern festgelegt und benutzt wird heißt Internetprotokoll (IP). Die Kommunikation damit geschieht nicht verbindungsorientiert, wie ein Telefonat, sondern paketorientiert. Das heißt, dass die zu übertragenden Daten in IP-Paketen einer Größe von bis zu ca. 65.000 Byte, meist aber nur 1500 Byte, übermittelt werden, welche jeweils IP-Adressen als Absendeund Zielinformation beinhalten. Der Empfänger setzt die Daten aus den Paketinhalten, auch Nutzdaten genannt, in festgelegter Reihenfolge wieder zusammen. Jeder Rechner im Internet hat eine eindeutige Adresse, die IP-Adresse (Internet-Protocol-Adress), z.b. 132.176.114.21 Die IP-Adresse entspricht funktionell einer Telefonnummer. Anstelle dieses Ziffernsalates arbeiten wir normalerweise mit anschaulichen Namen, z.b. Lampertheim.de Die Umwandlung der symbolischen Adresse in die IP-Adresse erfolgt automatisch. Hierzu wird in einer Datenbank (DNS, Domain Name System) für eine symbolische Adresse die zugehörige IP-Adresse gesucht Organisation des Internet Eine Besonderheit des Internet ist, dass es aus vielen eigenständigen Netzwerken besteht, es hat somit keinen Besitzer Für die eindeutige Vergabe von Rechner Adressen ist in jedem Land eine bestimmte Organisation verantwortlich. In Deutschland ist dies DE-NIC (Deutsches Network Information Center, www.denic.de) Die DENIC eg ist die zentrale Registrierungsstelle für alle Domains unterhalb der Top Level Domain.de und damit verantwortlich für den Betrieb und die technische Stabilität einer wichtigen Ressource des deutschen Internets. DENIC stellt für die Domainverwaltung ein automatisches elektronisches Registrierungssystem zur Verfügung und betreibt ein weltweites Netz von Nameservern, das sicherstellt, dass über 13 Millionen.de-Domains weltweit und rund um die Uhr erreichbar sind. Am 26. Oktober 2010 gab es 13.913.622.de-Domains. Top-Level-Domains stellen im Domain Name System die oberste, sichtbare Hierarchie dar und dienen immer mehr auch zur inhaltlichen und nationalen Klassifikation von Inhalten, z.b.: o.de für Deutschland o.se für Schweden o.at für Österreich o.bg für Bulgarien o.be für Belgien o.eu für EU o.uk für Großbritannien o.it für Italien o.us für USA o.es für Spanien 3

Die wichtigsten Internetdienste im Überblick World Wide Web (www): interaktives Informationssystem mit grafischer Oberfläche o HTTP ist der wohl wichtigste Internet-Dienst. HTTP steht für Hypertext Transfer Protocol (Hypertext-Übertragungsprotokoll). Es ist ein Standard zur Übermittlung von Multimedia-Dokumenten (auch HTML- Seiten genannt) im Internet. o HTML steht für Hypertext Markup Language. Es handelt sich um eine "Sprache", mit der WWW-Dokumente erstellt werden. Schriftart, Schriftgröße, Textformatierungen, Darstellung von Bildelementen, Farbdefinitionen, Links u.a. lassen sich so beschreiben. HTML ist ein offener Standard und wird ständig weiterentwickelt. HTML Dokumente sind plattformunabhängig, d.h. sie können sowohl von einem Windows- PC als auch von einem Apple-PC dargestellt werden. FTP steht für File Transfer Protocol. Dieser Standard legt die Art und Weise fest, wie Dateien von einem Computer auf einen anderen zu übertragen sind. Auf speziellen, weltweit verteilten FTP-Rechnern von Firmen, Universitäten, Behörden und anderen Institutionen liegen Unmengen von Dateien zum häufig kostenlosen Download bereit. E-Mail (elektronische Post: zu, weltweiten Empfangen und Versenden von Nachrichten Internet Relay Chat (IRC) Mehrere Internet-Teilnehmer können "online", also zeitgleich, diskutieren. Dazu muss man sich bei einem IRC-Server anmelden. Man benutzt hier meistens nicht seinen tatsächlichen Namen, sondern ein Pseudonym oder einen Spitznamen (englisch Nickname). Newsgroups (Diskussionsforen): vergleichbar mit einem öffentlichen schwarzen Brett Protokolle Protokolle sind vereinbarte Regeln, um Daten zwischen verschiedenen Rechnern austauschen zu können, z.b. TCP/IP (regelt Adressierung und Transport im Internet) HTTP (regelt Verbindung und Kommunikation zwischen Client und Server) SMTP, POP, IMAP (regeln das Empfangen und Senden von E-Mails) FTP (für das Übertragen von Dateien) Das Protokoll wird an den Anfang der Adresse gesetzt, damit der Browser weiß, welches Internet-Protokoll er verwenden soll. Wenn Sie das Protokoll nicht angeben, wird vom Browser automatisch 'http://' ergänzt. o http:// Protokoll für Hypertext-Dokumente(HTTP) o https:// HTTP-Variante für sichere Datenübertragung, z.b. beim Telebanking, Teleshopping o ftp:// für Filetransfer (FTP) 4

Energieverbrauch Der Strombedarf in den Privathaushalten für die Nutzung des Internets ist in den letzten Jahren erheblich angestiegen und wird seriösen Schätzungen zufolge auch in den nächsten Jahren weiter steigen. Im Jahr 2003 wurden in Deutschland etwa 6,8 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Strom für den Betrieb des Internets benötigt, für das Jahr 2010 gehen Schätzungen von einem Energiebedarf des Internets von 31,3 Milliarden Kilowattstunden nur in Deutschland aus. Berücksichtigt wurden sowohl die Endgeräte von Privathaushalt und Gewerbe sowie der Energieaufwand zur Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur des Internets an Serverstandorten. Nicht in diese Rechnung eingegangen ist der Energiebedarf von Serverstandorten im Ausland. Am Stromverbrauch eines Privathaushaltes ist die Nutzung des Internets zu einem großen Teil beteiligt. Für das Jahr 2005 wird weltweit von einem Energieverbrauch von 123 Milliarden Kilowattstunden nur für den Betrieb der Infrastruktur für das Internet ausgegangen. Unberücksichtigt bleiben nach dieser Studie die Geräte der Endverbraucher. Aufgrund der stetigen Vergrößerung des Netzes auch in den Entwicklungsländern ist mit einem weiteren Anstieg des Verbrauches zu rechnen, derzeit werden etwa 0,8 % der weltweiten Stromerzeugung für den Betrieb des Internets benötigt. Datenaufkommen Im Jahr 2009 wurden durchschnittlich 11.627 Petabyte Daten pro Monat über das (öffentlich zugängliche) Internet transportiert, was einem täglichen Datenaufkommen von mehr als 415 Petabyte entspricht (415 Petabyte entsprechen der tausendfachen Datenmenge aller Bücher, die jemals in jeder Sprache auf der Welt geschrieben wurden). Petabyte (PB) 10 15 Byte = 1.000.000.000.000.000 Byte Bis zum Jahr 2014 wird die Menge der global übertragenden Daten voraussichtlich auf mehr als 40.401 Petabyte pro Monat wachsen (was über 1400 Petabytes pro Tag entspricht oder täglich der 3500 fachen Information aller Bücher die je geschrieben wurden). Der Löwenanteil der übertragenden Daten wird hierbei von Video-Übertragungen (Video on Demand) ausgemacht. Verbreitung/Nutzerzahlen des Internet Die Anzahl der Teilnehmer oder angeschlossenen Geräte im Internet ist nicht exakt bestimmbar, da Nutzer mit unterschiedlichen technischen Geräten (PCs, Mobilgeräten, ) über verschiedene Anschlusstechniken kurzfristig Teil des Internets werden und dieses auch wieder verlassen. Laut IWS hatten im März 2007 etwa 16,9 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum Internet. Laut EITO nutzen Anfang 2008 1,23 Milliarden Menschen das Internet. In der EU nutzen Anfang 2008 mehr als die Hälfte (51 Prozent) der 500 Millionen EU-Bürger regelmäßig das Internet, wobei 40 Prozent das Internet gar nicht benutzen. 5