Einbauanleitung ALUGAS Tankflasche. Einbauanleitung ortsfester Einbau/Verwendung :



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Transkript:

Einbauanleitung ortsfester Einbau/Verwendung : Die Tankflaschenhalterung muss mit dem Fahrzeug fest verbunden sein. Die Tankflasche muss mit einer dafür vorgesehenen Wand-Boden Befestigung, aufrecht stehend montiert werden. Pro Flasche eine separate Halterung. Keine Gas führenden Verschraubungen innerhalb der Wohnkabine. Gasfüllschlauch muss vor scheuern geschützt werden. Befestigungsschellen außerhalb und innerhalb des Flaschenkastens alle 50 cm. Schutzschlauch für Leitung unterhalb des Fahrzeugbodens. Nach erfolgtem Einbau muss die Gasanlage einem Sachkundigen/Sachverständigen vorgestellt werden zur Abnahme. Einbau Tankflasche mit HK Flachbetankung und Halter für Betankung innerhalb des Flaschenkasten: ( nur erlaubt in Gaskästen die nur von außen zugänglich sind und keine Verbindung zum Innenraum haben ) 1. Befestigen Sie die Boden/Wandhalterung im Flaschenkasten. 2. Schrauben sie den Füllschlauch an den Winkel des Füllstopventil ( Verschraubung sehr fest anziehen Dichtkonus ). Stellen Sie die Flasche in die Halterung ( ggf. den Kragen abschrauben ). Montieren Sie die Halterung für die HK Flachbetankung an die dafür vorgesehene Stelle und schließen die Betankung so an das der Deckel beim öffnen nach unten hängt (Verschraubung sehr fest anziehen Dichtkonus) 3. Nun verschließen Sie die Halterung ( Stahlseil oder Spannband ) Einbau Tankflasche mit HK Flachbetankung: Montage in die Fahrzeugschürze 1. Befestigen Sie die Boden/Wandhalterung im Flaschenkasten. 2. Schrauben sie den Füllschlauch an den Winkel des Füllstopventil ( Verschraubung sehr fest anziehen Dichtkonus ). Stellen Sie die Flasche ( Flaschen ) in die Halterung ( ggf. den Kragen abschrauben ). Markieren sie sich die Stelle im Flaschenkastenboden für die Durchführung des Füllschlauchs. Nehmen Sie die Flasche wieder heraus und bohren ein 3 cm Loch für die Schlauchdurchführung. Achtung Schlauch darf nicht Scheuern, verwenden Sie die Bodendurchführung oder Schutzgummi. Montieren Sie die HK Flachbetankung an die dafür vorgesehene Stelle und schließen die Betankung so an das der Deckel beim öffnen nach unten hängt, Bohrschablone liegt bei (Verschraubung sehr fest anziehen Dichtkonus). Nun alles wieder mit einander verbinden. Der Schlauch unterhalb des Fahrzeugbodens sollte mit einer Schlauchschutzhülle ( im Baumarkt erhältlich ) vor Beschädigungen durch Steinschlag geschützt werden. Alle 50 cm muss der Schlauch mit einer Schelle fixiert werden. 3. Nun verschließen Sie die Halterung ( Stahlseil oder Spannband ) Füllstandanzeige: Der Schwimmer der Füllstandanzeige zeigt im der unteren Hälfte der Flasche den Inhalt an. Von voll bis halbvoll zeigt die Anzeige immer voll an.

Vor dem ersten betanken zu beachten: Die Tankflaschen werden mit Luftdruck auf Dichtheit geprüft. Der Prüfdruck wird anschließend abgelassen. Öffnen Sie das Entnahmeventil ( Handrad ) und lassen Sie evtl. Restluft ab. Schließen Sie das Ventil wieder. Es verbleibt aber ein Rest Luft in der Tankflasche. Bei der ersten Betankung entsteht dadurch eine enorme Kälte im Behälter. In Ausnahmefällen kann es sein, das der Schwimmer des Füllstopventil vereist und nicht rechtzeitig schließt. Tanken Sie deshalb niemals mehr als 22,5 l in die 11 kg Flasche bzw. 28,0 l in die 14 kg Flasche. Beobachten Sie bei Tankvorgang das Laufwerk der Zapfsäule, eventuell manuell stoppen. Wenn Sie die Flasche das erste Mal benutzen, stört schon wieder der Rest Luft im Behälter. Empfindliche elektronisch gesteuerte Geräte wie z.b. Truma Heizung gehen auf Störung. Lassen Sie am besten das Kochfeld ca. 15 Min. brennen, dann ist die Luft verbraucht und alle Geräte funktionieren wieder einwandfrei. Zu beachten beim Tanken: Drehen sie zuerst den Tankadapter in die HK Flachbetankung ein ( Achtung nicht zu fest sonst rutscht der O-Ring weg und es ist nicht dicht). Nun drehen sie die Tankpistole auf und arretieren sie diese. Es erfolgt ein Druckausgleich, zu hören durch ein kurzes Zischen. Nun schauen sie nach, ob die Verschraubungen des Füllschlauches dicht sind ( Lecksucher oder Spüliwasser). Ist alles dicht können sie nun tanken, dazu den schwarzen Knopf an Tanksäule gedrückt halten. Sobald sie los lassen stoppt der Tankvorgang. Nun lösen sie die Arretierung der Tankpistole, nicht erschrecken, es zischt kurz sehr heftig und laut. Die Pistole nun wieder abschrauben, was noch zu tun bleibt ist das lästige bezahlen. Die Bedienungsanleitung ist meistens auf der Zapfsäule beschrieben. Die Tankflasche muss alle 10 Jahre einer wiederkehrenden Prüfung unterzogen werden. Diese Prüfung wird durch den Hersteller ALUGAS durchgeführt. Beachten Sie vor jeden Tankvorgang das Ablaufdatum der Tankflasche!!

Einbaubeispiel Halter/Außenbetankung Informationen: Die Ausgangslage Fahren Sie mit Ihrem Wohnmobil/Caravan in den Urlaub, kommen Sie ohne Flüssiggas (Propan/ Butan/LPG/GPL) kaum mehr aus. Herd, Kühlschrank, Brauchwasser, Heizung, manchmal ein Stromgenerator usw., werden häufig mit Flüssiggas betrieben. In der Regel bewahren Sie Ihren Vorrat an Energie in Gasflaschen auf, manchmal auch in einem fest installierten Tank, wobei die Bevorratungsmöglichkeiten aus verschiedenen Gründen limitiert sind: - Das Fahrzeuggewicht darf eine bestimmte Höchstgrenze nicht überschreiten. - Fahrzeuge dürfen ohne Ausnahmegenehmigung max. 33 kg Flüssiggas mitführen. - Aus Platz- und Gewichtsgründen wird die Maximalmenge nicht mitgeführt, denn Gasflaschen oder Tanks sind Gefahrgüter und wurden bislang häufig aus Stahl gefertigt, der das Gewicht des Behältnisses stark in die Höhe treibt. Hohes Gewicht bedeutet einen höheren Energieverbrauch und somit eine höhere Umweltbelastung. Der steigende Gasverbrauch durch immer leistungsfähigere Geräte, insbesondere wenn geheizt werden muss, bedarf daher einer zufriedenstellenden Gasversorgung, die leider viel zu häufig nicht gewährleistet ist. Aus diesem Grund werden seit langer Zeit Alternativen gesucht. Alternativen sind die Umstellung der größten Energieverbraucher auf eine andere Energieversorgung, beispielsweise die Heizung auf Diesel, oder das Anbringen von Solarmodulen. Eine andere Alternative ist das Mitführen von Tankflaschen aus Stahl, die ein Tanken vor Ort ermöglicht.

Die ALUGAS Tankflasche 11 kg für LPG Wie sinnvoll sind die vorhandenen Alternativen? Diesel ist teuer und nicht angenehm im Geruch, unverbrannt oder als Abgas, Solarmodule kosten ebenfalls einiges und decken nicht ansatzweise den Strombedarf im Heizungsfall, Tankflaschen sind auch nicht billig und bislang war die Infrastruktur für AUTOGAS mangelhaft, zusätzlich geht wieder wertvolle Nutzlast verloren, usw.. Was also tun? Glücklicherweise bleibt die Entwicklung sinnvoller Produkte nicht stehen. War die Infrastruktur von AUTOGAS bislang vernachlässigt worden, gab es in diesem Bereich in der letzten Zeit eine enorme Entwicklung, nicht zuletzt getrieben wegen der hohen Kraftstoffpreise an der Tankstelle. AUTOGAS im Kraftfahrzeug bietet neben der finanziellen Entlastung mit einer umweltfreundlicheren Verbrennung auch einen Umweltaspekt. Aus diesem Grund ist AUTOGAS inzwischen an vielen Tankstellen zu bekommen, und das erheblich günstiger als konventionelle Kraftstoffe. Mit dieser verbesserten Infrastruktur lohnt es sich, über das Tanken von AUTOGAS zur Energieversorgung auch im Reisefahrzeug nachzudenken. Denn der Tausch von Gasflaschen ist mit beschwerlicher Handhabung und Schlepperei verbunden, dazu kommt, dass in jedem anderen Land andere Ventile verwendet werden und so für einen Tausch nicht die richtigen Gasflaschen bereit stehen. Ferner ist der Kauf einer Gasfüllung oft mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden. Stahltanks sind schwer, außerdem teuer in der Anschaffung und Unterhalt. Für Tankflaschen aus Stahl gilt das gleiche, Ihr Vorteil der möglichen Mobilität geht weitestgehend verloren aufgrund ihres hohen Gewichts. Als Erweiterung des sinnvollen Produktes AUTOGAS können Sie bei der Bevorratung Ihres Gasbedarfs nun auf ein sinnvolles Produkt zurückgreifen. Die ALUGAS Tankflasche ist die Antwort! Die ALUGAS Tankflasche vereint verschiedenste positive Aspekte miteinander: - Die ALUGAS Tankflasche ist mit ihren 6,6 kg fast so leicht wie eine normale 11 kg ALUGAS Flasche und damit immer noch nur halb so schwer wie eine 11 kg Stahlflasche. Gegenüber einer Stahltankflasche liegt sie sogar nur bei einem Drittel deren Gewichts. - Die ALUGAS Tankflasche ist genauso sauber wie eine normale 11 kg ALUGAS Flasche, keine Rostflecken oder verunreinigtes Gas in der Flasche. - Die ALUGAS Tankflasche ist so leistungsfähig wie eine normale 11 kg ALUGAS Flasche, die Verdampfungsleistung also immer noch zehnmal besser als die einer Stahlflasche und unvergleichlich viel besser als die von Kunststoff. - Die ALUGAS Tankflasche erspart Ihnen in der Regel das Bewegen Ihrer Gasflasche. Sollte es dennoch mal notwendig sein, bleibt sie einfach die leichteste Gasflasche auf dem Markt. - Die ALUGAS Tankflasche in Kombination mit der entsprechenden Füllvorrichtung ermöglicht Ihnen ein Tanken wie bei einem AUTOGAS Fahrzeug, d.h. kein unnötiges Herausheben einer leeren Gasflasche aus und vor allem Hochwuchten der vollen Gasflasche in den Flaschenkasten, sowie ein sicheres, sauberes und schnelles Auffrischen Ihres Gasvorrats. - Die ALUGAS Tankflasche, egal ob im Ein- oder Zweitanksystem, füllen Sie einfach nach Bedarf. Das Füllstop-Ventil sorgt für eine automatische Abschaltung, egal wie voll die ALUGAS Tankflaschen vor dem Tanken sind. Dabei zahlen Sie nur so viel, wie sie getankt haben. - Die ALUGAS Tankflasche ermöglicht Ihnen ein problemloses Tanken an zurzeit ca. 30.000 AUTOGAS Tankstellen in Europa. Fast überall herrscht ein ähnliches Preisniveau, was das Tanken in vielen Ländern günstiger macht als der Erwerb einer Tauschflaschenfüllung. - Die Gasversorgung im Kraftfahrzeug selbst bleibt unverändert. Über das normale Entnahmeventil der ALUGAS Tankflasche schließen Sie Ihre Geräte, Ihre DuoControl oder MonoControl an wie an eine normale Gasflasche. Wichtig: Was ist zu beachten bei der Verwendung einer ALUGAS Tankflasche? Bei dem ALUGAS Tankflaschensystem handelt es sich um eine sehr einfache und sichere Sache. Um dies zu gewährleisten müssen Sie dennoch einige Dinge beachten. Nichtbeachtung oder sorgloser Umgang mit Gas oder dem System kann zu Unfällen mit Todesfolge führen! Mögliche Undichtigkeiten! Vibrationen beim Fahren können auch fest angezogene Schraubverbindungen im Laufe der Zeit wieder lösen. Prüfen Sie regelmäßig, ob alle Gasrohr- und Schlauchverbindungen fest angezogen und Gas dicht sind. Vergewissern Sie sich vor jeder Füllung, dass der Füllschlauch mit der ALUGAS Tankflasche korrekt verbunden ist. Fester Sitz! Vibrationen beim Fahren können Gurte oder sonstigen Vorrichtungen, mit denen eine Gasflasche

im Fahrzeug befestigt wurde, lockern oder lösen. Eine nicht korrekt befestigte Gasflasche kann die zur ihr führenden Verbindungen beschädigen. Überprüfen Sie regelmäßig, dass Ihre Gasflaschen stets befestigt sind. Das richtige Gas! Neben AUTOGAS, in anderen Ländern auch einfach LPG oder GPL bezeichnet, gibt es in manchen Ländern inzwischen auch Erdgas, manchmal einfach CNG bezeichnet, an Tankstellen. Füllen Sie niemals Erdgas/CNG in Ihr AUTOGAS/LPG/GPL Tankflaschensystem! Der Betriebsdruck bei Erdgas ist um ein vielfaches höher, als Ihr AUTOGAS System vertragen kann. Höchste Lebensgefahr! Geprüftes Gerät! ALUGAS Tankflaschen unterliegen wie andere Druckbehälter auch der Pflicht zur Wiederholungsprüfung, die alle 10 Jahre durchgeführt werden muss. Da die ALUGAS Tankflasche nicht mehr getauscht werden muss, hat der Fahrzeugbetreiber die Pflicht, diese Prüfung bei Fälligkeit selbständig zu veranlassen. Wenden Sie sich dazu am besten an den Hersteller. Die Pflicht zur regelmäßigen Prüfung gilt auch für anderes Gerät, das Ihr Gassystem ausmacht. Die Prüfintervalle der einzelnen Bauteile bzw. Geräte kann unterschiedlich sein, der zuständige TÜV oder DEKRA Mitarbeiter kann Sie hierüber aufklären, beispielsweise bei einer fälligen Fahrzeugoder Gasanlagenprüfung. Stellen Sie sicher, jederzeit aktuell geprüftes Gerät an Bord Ihres Fahrzeugs zu haben. Nichtbeachtung kann zur Stilllegung Ihres Fahrzeugs und einem Bußgeld führen, der schlimmere Fall aber sind undichte oder nicht funktionstüchtige Komponenten. Lebensgefahr! Richtiges Befüllen! Stellen Sie sicher, dass für den Tankvorgang das Fahrzeug und die zu füllenden Tankflaschen im Fahrzeug horizontal stehen. Tankflaschen dürfen nur stehend gefüllt (und genutzt) werden, da der automatischer Füllstopmechanismus im Inneren der Tankflasche sonst nicht oder nicht korrekt funktioniert. Eine Überfüllung der Tankflasche könnte die Folge sein. Stellen Sie sicher, dass nach dem Füllvorgang die Füllpistole der AUTOGAS Tankstelle abgenommen wird und Sie den Adapteranschluss wieder abgeschraubt haben, sollte dieser nicht fest mit dem Füllstutzen des Fahrzeugs verbunden sein. Beachten Sie stets die an der AUTOGAS Tankstelle angebrachten Sicherheitshinweise! Bei Fragen wenden Sie sich an die Mitarbeiter der AUTOGAS Tankstelle. Wissenswertes zur ALUGAS Tankflasche Schließlich noch einige Informationen, die mit der ALUGAS Tankflasche nur mittelbar zu tun haben, die Sie aber wissen sollten. Was ist AUTOGAS? AUTOGAS ist ein fossiler Energieträger, der bei der Verarbeitung von Rohöl zu Kraftstoffen und Derivaten anfällt; also ein Kohlenwasserstoffgas, das bei der Verbrennung zu CO2 und H2O oxidiert. Abgesehen von der CO2 Freisetzung erfolgt die Verbrennung ohne andere Abgase wie Stickoxide oder Schwefelwasserstoff, also recht umweltfreundlich. Es besteht aus verschiedenen Gasen wie Propan und Butan, aber auch anderen Gasen wie Propen, Butan, Isobutan oder anderen Abwandlungen, vereinfachend wird deshalb oft auch von Flüssiggas gesprochen. Bei AUTOGAS handelt es sich also um ein Gemisch aus Propan, Butan und in geringen Mengen aus anderen artverwandten Gasen. Die Zusammensetzung des Gemisches ist unterschiedlich von Land zu Land und teilweise auch abhängig von der Jahreszeit. Warum 80 % Füllung? Flüssiggas bleibt schon bei geringen Drücken in Umgebungstemperatur flüssig. Der Druck in einer Gasflasche steigt mit steigenden Temperaturen, dabei dehnt sich Flüssiggas allerdings mehr aus als beispielsweise Wasser. Deshalb werden Gasflaschen auch für höhere Drücke ausgelegt, als im normalen Betrieb jemals vorkommen. Eine Besonderheit bei Flüssiggas ist, dass der Druck im rein flüssigen Zustand rapide steigt, nämlich 7 bar je 1 C. Aus diesem Grund ist wichtig, dass in der Gasflasche keine reine Flüssigphase herrscht, sondern stets ein Dehnvolumen vorhanden ist. Deshalb dürfen Gasflaschen nicht zu 100 % gefüllt werden, sondern lediglich mit 80 %. Dies belässt 20 % des Flaschenvolumens als Dehnvolumen in der Flasche, was in unseren Temperaturgefilden völlig ausreichend ist. Steigt die Temperatur in der Gasflasche, dehnt sich die flüssige Phase aus und der Druck steigt um gut 0,2 bar je 1 C. Dieser Wert gilt für Propan, bei Butan steigt der Druck langsamer an. Wird eine Gasflasche bei 15 C mit 80 % Propan gefüllt, herrscht in der Flasche ein Druck von ca. 7 bar. Steigt die Umgebungstemperatur der Gasflasche, füllt die flüssige Phase erst bei etwa 70 C das komplette Volumen der Gasflasche aus, es herrschen etwa 25 bar Druck in der Gasflasche. Bei weiterer Temperaturerhöhung steigt

der Druck nun um 7 bar je 1 C an, schnell ist ein kritischer Druck erreicht. Allerdings kommen derartige Temperaturen (fast) an keinem Ort dieser Welt vor. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wird in Deutschland wie auch in anderen Ländern mit Sicherheitsventilen (PRV = Pressure Relief Valve) gearbeitet, die bei Erreichen eines bestimmten Druckes Flüssiggas aus der Flasche entweichen lassen und bei Erreichen eines geringeren Druckes die Flasche wieder schließen. Aus diesem Grund ist das Arbeiten mit Flüssiggas eine sehr sichere Sache. Anders, wenn die Flasche zu 100 % gefüllt wird. Das könnte geschehen, wenn beispielsweise eine Gasflasche ohne Füllstop-Mechanismus, also eine normale Gasflasche, unvorsichtigerweise bis zum Rand gefüllt wird. Auch hier gilt die Regel, dass der Druck um 7 bar je 1 C ansteigt, nur diesmal gibt es kein Dehnvolumen, sondern die Druckerhöhung wirkt unmittelbar auf die Gasflasche. Schon bei Temperaturerhöhungen von lediglich 10 C könnte es zu einem Bersten der Gasflasche kommen. Es würde flüssiges Gas freigesetzt, das verdampft und dazu erhebliche Mengen von Energie benötigt, was zu einer schlagartigen Abkühlung der Umgebung führen würde (Erfrierungen), oder aber in Anwesenheit einer ausreichend starken Feuerquelle zur Zündung des Gases und damit zu einer Explosion. Um derartige Unfälle zu vermeiden, ist die Füllung von normalen Gasflaschen an Tankstellen verboten. Füllen Sie deshalb niemals eine normale Gasflasche an einer AUTOGAS Tankstelle, nur Tankflaschen mit Füllstopautomatik gewährleisten die erforderliche Sicherheit! Was ist der Unterschied zu Erdgas? Bei Erdgas handelt es sich um ein natürlich vorkommendes Gas, das in Lagerstätten der Erde ähnlich wie Erdöl entstanden ist. Wie Flüssiggas ist auch Erdgas ein Kohlenwasserstoffgasgemisch mit recht umweltfreundlicher Verbrennung, allerdings besteht es zum größten Teil (ca. 90 bis 98 %) aus Methan. Die anderen Komponenten sind Alkane (Ethan, Propan, Butan, Pentan) und Inertgase. Im Unterschied zu Flüssiggas lässt sich Erdgas nur unter erheblichem Druck oder bei sehr niedrigen Temperaturen verflüssigen, wird in diesem Zustand dann LNG (Liquified Natural Gas) genannt. Da beide Bedingungen zum Verflüssigen hohen Technik- und Energieaufwand bedeuten, wird Erdgas in der Regel nur verdichtet statt verflüssigt. In entsprechend stabil gebauten Behältern wird Erdgas mit bis zu 200 bar gelagert, in diesem Zustand wird es CNG (Compressed Natural Gas) genannt. Die Art der Lagerung der beiden Gase unterscheidet sich daher grundlegend. Erzeugt Flüssiggas im flüssigen Zustand leicht beherrschbare Drücke, ist das bei Erdgas alltagstauglich nicht zu machen. 1 Liter flüssiges Flüssiggas ergibt etwa 260 Liter gasförmiges Flüssiggas, die Energiespeichermöglichkeit im flüssigen Zustand ist daher sehr interessant. 1 Liter Erdgas unter 200 bar Druck ergibt 200 Liter Erdgas unter 1 bar Druck. Der technische Aufwand zur Erzielung einer ähnlichen Speicherkapazität ist bei Erdgas also erheblich höher. An Erdgastankstellen wird der Tank des Fahrzeugs mit Erdgas aufgeladen auf einen Druck von 200 bar. Sollte an einer Erdgastankstelle eine Flüssiggasflasche aufgeladen werden, wird es diese unweigerlich bei ca. 90 bar zerreißen, mit entsprechender Freisetzung von Energie auf einen Schlag (Explosion, allerdings nicht unbedingt mit Feuerbildung, wenn keine Zündquelle in der Nähe). Aus diesem Grund werden Erdgas- und Flüssiggastanksysteme mit komplett unterschiedlichen Anschlüssen und Komponenten versehen, damit niemals zufälligerweise oder aufgrund von Unwissenheit eine Verwechslung erfolgen kann. Da Menschen auf die wunderlichsten Ideen kommen, weisen wir Sie darauf hin, dass Sie niemals versuchen sollten, diese Anschlüsse oder Komponenten zu verändern, um Ihr Tankflaschensystem mit Erdgas zu betanken. Höchste Lebensgefahr!