Berichte aus der Schule Die Schulleitung dankt den Lese-Omas Die Sinnerfassung eines geschriebenen Textes bzw. die Informationsentnahme aus einem vorliegenden Schreiben sowie das sinnbetonte, im Lesetempo und in der Stimmführung flüssige, artikulierte und rhythmische Vorlesen gehört zu jenen Kulturtechniken, die im Berufsleben und im Privatleben eines Menschen sehr wichtig sind. Defizite in der Lesekompetenz können verschiedene Ursachen haben, z. B. eine partielle Hirnschädigung bzw. eine hirnorganische Anomalität oder eine hirnorganische Reifeverzögerung. In diesen Fällen sind bei der Die Bedeutung der Lesekompetenz Arbeit zur Förderung der Leseleistung Spezialkenntnisse und eine gründliche didaktische Erfahrung notwendig. Es gibt aber auch leseschwache Kinder, bei denen die o. g. Ursachen nicht zutreffen, sondern bei denen die Leseschwäche deshalb besteht, weil sie aus verschiedenen Gründen nicht lesen wollen oder weil sie das Lesen nicht richtig gelernt haben oder weil sie das Lesen nicht ausreichend üben. Diese Leseschwäche hat meistens nicht nur in der Schule, sondern in vielen Lebensbereichen erhebliche negative Folgen. Lese-Oma s und Lese-Opa s sind Partner der Kinder Durch die Initiative der Lehrerin Brigitte Trostner wurden an der Grundschule Fridolfing im Januar 2009 zur Förderung und Steigerung der Lesekompetenz für die Kinder mit Leseschwächen die Lese-Oma s und Lese- Opas eingeführt. Frau Trostner war überzeugt, dass die Großmütter und Großväter diesen Förderunterricht übernehmen wollen und dass sie dafür auch geeignet sind. Andererseits wusste sie auch, dass die Kinder mit der Oma oder mit dem Opa gerne lesen, weil sie nicht so streng sind wie der Lehrer oder die Lehrerin. Auch die Rollenverteilung ist ganz anders als im Leseunterricht in der Schule. Es ist eine Partnerschaft und nicht ein Lehrer-Schüler-Verhältnis, wo der Klasse die Rolle des Publikums zukommt. Seit sechs Jahren gibt es in der Grundschule Fridolfing nun Seniorinnen und Senioren, die mit viel Liebe, pädagogischem Geschick und didaktischen Kenntnissen ehrenamtlich und unentgeltlich die Arbeit der Grundschule begleitend unterstützen und leseschwachen Kindern helfen. In der Regel werden die Kinder einzeln, manchmal auch zu zweit, selten zu dritt während einer Freistunde (z. B. bei evangelischen Kindern während des kath. Religionsunterrichts) oder in den freien Randstunden des Vormittagsunterrichtes in einem eigenen Raum gefördert. Ungestörtheit, eine gleichbleibende Bezugsperson und die Regelmäßigkeit über einen längeren Zeitraum sind dabei ebenso wichtig wie die konsequente pädagogische und didaktisch richtige Arbeit. Die besondere Bedeutung für die Kinder liegt vor allem auch darin, dass sie bei Konzentration und Ausdauer selber einen Lernerfolg feststellen und dass sie in einer angenehmen Atmosphäre die liebevolle Zuwendung einer Oma erfahren und erleben. Die Arbeit der Lese-Oma s und Lese-Opas wird von den Eltern, den Kindern, den Lehrkräften und von der Schulleitung sehr ge- -49-
schätzt. Weil sie sozusagen zur Schulfamilie gehören, wurden sie auch zur Weihnachtsfeier der Grundschule eingeladen. Nach der Feier, die mit Weihnachtsliedern, Instrumental-Spiel und einem Krippenspiel von den einzelnen Klassen, von Gesangsgruppen und der Bläserklasse gestaltet wurde, dankte Rektorin Eva Siglbauer allen, die für das schöne Gemeinschaftserlebnis der Schulweihnachtsfeier einen Beitrag leisteten. Die Rektorin würdigte anschließend die Arbeit der Lese-Oma s und Lese-Opas und dankte ihnen für ihren wichtigen ehrenamtlichen Dienst. Sie betonte dabei, dass diese Senioren bei den Kindern nicht nur die Lesekompetenz fördern, sondern dass sie die Kinder auch zum selbständigen Lesen motivieren. Die Kinder bekommen Freude am Lesen. Die frohmachende Atmosphäre, die bei diesem Förderunterricht gegeben ist, wird für die Kinder zu einem Glücks-Erlebnis; und dies ist eines der großen Ziele, die in der Pädagogik erreicht werden sollen. Im feierlichen Rahmen der Weihnachtsfeier wurden die Lese-Oma s für ihren ehrenamtlichen und wichtigen Dienst geehrt. V.l.n.r.: Elfriede Polster, Elisabeth Zahnbrecher (Lehrerin), Paula Jahn, Barbara Roider, Roswitha Hame, Annemarie Gafert, Annemarie Mitzneg und Rektorin Eva Siglbauer Termine der Ferienbetreuung bis zum Schuljahresende Zu den nachstehenden Zeiten wird bis zum Schuljahresende eine Betreuung in den Ferien angeboten: Pfingstferien: vom 26.05.2015 bis 05.06.2015 Anmeldetermine: 12. und 13.05.2015 Sommerferien: vom 31.08.2015 bis 11.09.2015 Anmeldetermine: 22. und 23.07.2015 Die Kosten der Ferienbetreuung betragen pro Tag 3,-- Euro (bei einer Buchung bis 12.00 Uhr) bzw. 4,-- Euro (bei einer Buchung bis 14.00 Uhr) zzgl. Mittagsessen nach Vorbestellung 3,-- Euro. Die Kosten der Ferienbetreuung müssen bei Anmeldung des Kindes im Voraus bezahlt werden. Die Anmeldung und Bezahlung erfolgt an den angegebenen Anmeldeterminen vor Ort in den Räumen der Offenen Ganztagsschule zwischen 15.00 und 16.00 Uhr. Weitere Informationen erteilt das Personal der Offenen Ganztagsschule unter Telefon 08684/9685662 oder E-Mail: kinder-insel@gmx.de -50-
Fridolfinger Grundschüler im Landestheater in Salzburg Am Donnerstag, den 11. Dezember fuhren alle sieben Grundschulklassen in Begleitung ihrer Lehrerinnen und einiger Mütter nach Salzburg, um im Landestheater das Stück Das doppelte Lottchen nach dem Roman von Erich Kästner anzuschauen. Gespannt folgten die Kinder der Geschichte, bei der Luise und Lotte herausfinden, dass sie Zwillinge sind, jedoch bisher nichts davon wussten. Die Eltern hatten sich nämlich getrennt und auch die beiden Mädchen konnten nicht zusammenbleiben. Luise lebte beim Vater und Lotte bei der Mutter. Nun beschlossen sie, ihre Rollen zu tauschen, so dass Luise auch ihre Mutter und Lotte ihren Vater kennenlernte. Sie blieben aber miteinander in Verbindung, denn sie brauchten für ihre neue Rolle immer wieder Informationen für ihr Verhalten, damit ihr Schwindel nicht entdeckt wurde. Schließlich gelang es den beiden, einen Ausflug so zu organisieren, dass es zu einem zufälligen Zusammentreffen der Mädchen und ihrer Eltern kam. Die Eltern waren natürlich völlig überrascht. Als sich dann die beiden Mädchen herzlich umarmten, war auch die Wand zwischen den Eltern weggeschoben. Sie entdeckten durch die Liebe der Zwillingsschwestern auch ihre alte Liebe zueinander und lebten von nun an wieder als glückliche Familie zusammen. Luise und Lotte bemerken Wir sehen ja wirklich gleich aus! Das Landestheater in Salzburg Gespannt warten die Fridolfinger Schülerinnen und Schüler auf den Beginn der Vorstellung -51-
Plätzchenduft in der Grundschule In der Adventszeit gab es in der Grundschule die Arbeitsgemeinschaft Plätzchen backen. Engagierte Mamas und Omas kneteten mit den Kindern der verschiedenen Klassen den Plätzchenteig, rollten ihn aus, brachten ihn in Form und verzierten die Backwerke mit viel Kreativität. Dabei zeigten die Schüler/Innen großes Durchhaltevermögen und am Ende waren alle stolz auf ihre Ergebnisse. Die Plätzchen wurden anschließend in Dosen gefüllt und in den Klassenzimmern aufbewahrt. Während der Adventszeit durfte in den Pausen immer ein wenig genascht werden. Teil ausrollen, ausstechen, formen es gab viel zu tun beim Plätzchen Backen in der Schulküche und Krippenspiel bei der Weihnachtsfeier Bei der Weihnachtsfeier führten die zweiter Klassen unter der Leitung von Michaela Thaller und Julia Müller die Weihnachtsgeschichte auf. -52-
Grundschule spendet an den Christkindl-Wunschbaum Die Grundschule Fridolfing unterstützte dieses Jahr die Aktion Fridolfing Christkindl- Wunschbaum. Schulleiterin Eva Siglbauer überreichte zusammen mit den Lehrerinnen Michaela Thaller und Julia Müller sowie deren Zweitklässlern die Spende in Höhe von 645,25 Euro an Frau Anneliese Köberle von der Bürgerhilfsstelle der Gemeinde Fridolfing. Der Betrag konnte durch die Bewirtung bei der Weihnachtsfeier der Grundschule erwirtschaftet werden, weil die Aktion durch die Betriebe Metzgerei Spitzauer, Edeka Bräumann, Bäckerei Steinberger, Bäckerei Joas und den Getränkemarkt Stadlerbräu großzügig unterstützt wurde. Mittelschüler spenden zur Weihnachtszeit Die Schülerinnen der Mittelschule im Salzachtal sammelten während der Weihnachtszeit für die Organisation LIFT e. V. Zukunft für indische Mädchen. Dieser Verein unterstützt indische Mädchen und hilft, ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. Die Mittelschüler spendeten die stolze Summe von 499,99 Euro an LIFT e. V.. Information im Internet unter: liftindien.de. -53-