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2 E Engineering GmbH Veröffentlichung: 03/2012 Für den Inhalt verantwortlich: Sabine Friesser Text & Layout: Sabine Friesser Alle Rechte vorbehalten. Dieses Dokument oder Teile daraus dürfen ohne unsere Zustimmung weder vervielfältigt noch in sonstiger Weise genutzt werden. Sämtliche Angaben entsprechen unserem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Nachträgliche Änderungen, insbesondere technischer Daten, behalten wir uns ausdrücklich vor. Unsere Angaben sind unverbindlich und in jedem Einzelfalle objektgebunden zu überprüfen und ggf. anzupassen.
3 Die HOBAS Produktionsprozesse - Eine runde Sache Ausgezeichnete Produktqualität und umfassender Service werden bei HOBAS ganz großgeschrieben. Um optimal auf die verschiedensten Kundenwünsche eingehen zu können, nutzt HOBAS die Vorteile der folgenden Produktionsprozesse: Schleudern Wickeln kreisrunder Rohre Wickeln nicht-kreisrunder Profile sowie Nebenprozesse, wie die Kupplungs-, Form- und Spezialteilfertigung
4 Der HOBAS Schleuderprozess Beim HOBAS Schleuderprozess werden die Kundenanforderungen hinsichtlich Steifigkeit, Druckklasse und anderer Eigenschaften durch das Variieren der Menge, Platzierung und Ausrichtung der Rohstoffe erfüllt. Der computergesteuerte Prozess gewährleistet dabei, dass die Kunden hohe Qualität gemäß ihrer Anforderungen erhalten. HOBAS GFK-Rohrsysteme DN 150 bis DN 3600 werden aus ungesättigten Polyesterharzen (UP) sowie geschnittenen Glasfasern (GF) und mineralischen Verstärkungsstoffen hergestellt. Schicht für Schicht wird in einer rotierenden Matrize das Rohr von außen nach innen aufgebaut. Durch die Zugabe von Additiven wird der Prozess des Aushärtens dabei gezielt über die Temperatur gesteuert. Nachdem das gesamte Material in die Matrize eingebracht wurde, wird die Geschwindigkeit erhöht und so das Material durch Rotation mit
5 1 2 einem Druck von 30 bis 70 bar gegen die Matrizenwand gepresst, entgast, verdichtet und ausgehärtet. 4 3 Durch diesen Schleuderprozess wird das Rohr kreisrund, die Wanddicke über die gesamte Rohrlänge hinweg gleichmäßig und das Rohrmaterial erhält die etwa für den Vortrieb wichtige hohe Längsdruckfestigkeit. Dank der dreidimensionalen chemischen Verbindung des Harzes behält das Rohr als Duroplast seine Stabilität auch in sehr warmen Umgebungen. Die Verbundwerkstofftechnologie bietet zudem den Vorteil, dass die Festigkeitseigenschaften für die jeweiligen Belastungsrichtungen maßgeschneidert ausgelegt werden können. Der sandwichartige Aufbau der HOBAS Rohrwand sorgt somit dafür, dass die Produkte auch hohen Belastungen problemlos standhalten und sich durch eine besonders lange Lebenszeit auszeichnen. Unter diesem Link finden Sie ein Video des HOBAS Schleuderprozesses: http://www.hobas.com/service/ multimedia/production.html 5 6 7 8 Wandaufbau geschleuderter GFK-Rohre* 1 Schutzschicht außen 2 Äußere Armierungsschicht (Glasfasern, Polyesterharz) 3 Übergangsschicht (Glasfasern, Polyesterharz, Sand) 4 Versteifungsschicht (Quarzsand, Polyesterharz, Glasfasern) 5 Übergangsschicht 6 Innere Armierungsschicht 7 Sperrschicht 8 Reinharzschicht innen *Schematische Darstellung der de facto ineinander übergehenden Wandschichten. Der Wandaufbau wird an die jeweiligen Anforderungen von z.b. dem transportierten Medium, der Verlegeart, dem Druck, den externen Kräften, etc. angepasst.
6 Das HOBAS Wickelverfahren Für die unterschiedlichsten Anforderungen im Industriebereich hat sich HOBAS neben der Schleuder- und NC Rohrproduktion auf die Herstellung von diskontinuierlich gewickelten GFK-Rohren mit und ohne thermoplastischem Inliner im Durchmesserbereich von DN 25 bis DN 4000 und Druckklassen bis zu 40 bar spezialisiert. Im Unterschied zum bereits bekannten HOBAS Schleuderverfahren, erfolgt der Wandaufbau beim Wickelverfahren von innen nach außen. Bei diesem Herstellungsprozess werden Glasfasern maschinell mit Vinyl- oder Polyesterharz getränkt und durch CNCgesteuerte Maschinen auf einem rotierenden Wickeldorn abgelegt. Bei Verbundrohren wird die standardmäßige Innenschicht durch einen Thermoplastliner aus PVC, Polypropylen oder anderen korrosionsbeständigen Thermoplastmaterialien ausgetauscht. HOBAS Rohre werden ab DN 25 gemäß DIN 16965/66 an unseren Standorten in Goslar und Stade produziert. Diese Norm definiert die verschiedenen Rohrtypen (Typ A - E) und deren Aufbau. Rohre vom Typ E beispielsweise sind bis zu einem gewissen Durchmesser
7 1 durchgehend wie eine Chemieschutzschicht aufgebaut, während Rohre vom Typ B statt der Chemieschutzschicht einen thermoplastischen Liner haben. Durch die ausgezeichneten Festigkeitseigenschaften von GFK und die Chemikalienbeständigkeit der Thermoplaste eignen sich die verschiedenen Rohrtypen ideal für alle Einsatzzwecke, bei denen Korrosion, Temperatur und Druck beherrscht werden müssen. Folgen Sie diesem Link zu einem Video über die HOBAS Produkte für den industriellen Einsatz: http://www.hobas.com/service/multimedia/industrial-applications.html 2 3 Wandaufbau gewickelter GFK- Rohre mit und ohne thermoplastischer Innenschicht* 1 Harzreiche Schicht außen 2 Tragendes Laminat 3 Harzreiche Innenschicht oder Chemieschschicht oder thermoplastische Innenschicht *Schematische Darstellung der de facto ineinander übergehenden Wandschichten. Der Wandaufbau wird an die jeweiligen Anforderungen von z.b. dem transportierten Medium, der Verlegeart, dem Druck, den externen Kräften, etc. angepasst.
8 Die HOBAS NC Line Produktion Haupteinsatzgebiet der nicht-kreisrunden NC Line Profile ist die Sanierung von beschädigten Kanälen durch Relining. Die Profile werden computergestützt auf einer Form, die dem Altkanal angepasst ist, gewickelt. Das Design erfolgt entsprechend der Belastungen und Kundenwünsche bzw. der Projektanforderungen und berücksichtigt unter anderem statische Erfordernisse und Auflagen zur chemischen Beständigkeit. Die HOBAS NC Produkte zeichnen sich durch eine besonders harzreiche Innenschicht aus. Sobald diese Schicht auf einer Trennfolie aufgebracht wurde, beginnt der Wickelprozess. Das Design basiert auf den entsprechenden Projektanforderungen hinsichtlich statischer Belastung und chemischer Beständigkeit und berücksichtigt ebenso spezielle Kundenwünsche. Nach Abschluss des Wickelprozesses erfolgt die Nachbearbeitung und Entformung vom Wickeldorn. Je nach Größe und Wanddicke wird das fertige Rohr mehrere Stunden getempert, um die vollständige Aushärtung des Polyesterharzes zu gewährleisten.
Bei der Verlegung werden die Rohre in die bestehende Rohrleitung eingeschoben oder -gezogen und der verbleibende Ringraum wird mit einer druckfesten Masse, meist ein Dämmergemisch, verfüllt. Das eingezogene Rohr ist so in seiner Lage fixiert und entspricht einer Rohrleitung mit Neubauqualität. 9
E Gruppe Weltweit HOBAS fertigt und vertreibt HOBAS GFK-Rohrsysteme. Das HOBAS Netzwerk umfasst HOBAS Produktionsstätten und Verkaufsorganisationen weltweit. E Engineering GmbH Pischeldorfer Straße 128 9020 Klagenfurt Austria T +43.463.48 24 24 F +43.463.48 21 21 info@hobas.com www.hobas.com Bei der Entwicklung und Fertigung der HOBAS Produkte legen wir großen Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Umwelt. Besuchen Sie unsere Website und erfahren Sie mehr über die HOBAS Umweltpolitik.