Hydraulischer Abgleich von Heizungsanlagen Die Grundlage für eine nachhaltige Energieoptimierung Die Optimierung bestehender Heizungsanlagen durch optimale Einstellung lohnt sich für Eigentümer, Nutzer und Umwelt!
Der hydraulische Abgleich was ist das? Der Begriff klingt ein wenig geheimnisvoll. Relativ wenige Immobilienbesitzer können konkret etwas mit dieser Bezeichnung anfangen. Die Sache ist aber eigentlich ganz einfach. Eine Heizung ist eine komplexe technische Anlage, welche einen bestimmten Zweck optimal erfüllen soll. Dabei kommt es zunehmend darauf an dass die Anlage effektiv, d.h. ohne Energieverschwendung, arbeitet. Eine Heizungsanlage besteht grundsätzlich aus folgenden 3 Komponenten, die zusammen für die Gesamteffizienz verantwortlich sind: - Wärmeerzeugung (Heizanlage) - Wärmeverteilung (Rohrnetz und Armaturen) - Wärmeübergabe (Heizkörper und Heizflächen) Die Wärmeerzeugung und die Übergabe am Heizkörper hat man meistens gut im Griff, hingegen die optimal geregelte Verteilung wird sträflich vernachlässigt. Alle drei Komponenten müssen aber optimal arbeiten und aufeinander abgestimmt sein wie bei einer Kette bestimmt das schwächste Glied die Gesamtleistung.
Anzeichen für den fehlenden hydraulischen Abgleich - Heizkörper werden nicht warm, da andere Anlagenteile überversorgt sind - Heizkörperventile öffnen und schließen nicht zur gewünschten Innentemperatur - Regelverhalten von Thermostatköpfen ist schlecht - Die Heizungsanlage wird mit zu hohen Temperaturen betrieben, um die Unterversorgung auf diesem Wege auszugleichen - Es werden Pumpen mit zu hoher Leistung eingesetzt, die sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb zu hohe Kosten verursachen - Der Wirkungsgrad des Wärmeerzeugers verschlechtert sich, da die Anlage mit zu hohen Temperaturen und stark schwankenden Volumenströmen betrieben wird - Die Vor- und Rücklauftemperaturen sind unnötig hoch, dadurch verschlechtert sich der Nutzungsgrad
Vorteile mit hydraulisch abgeglichenen Heizungen Mehr Komfort durch - gleichmäßige Wärmeabgabe - Vermeidung von Strömungsgeräuschen - bessere Regelbarkeit der Anlage Geringe Kosten durch - weniger Energieverbrauch (Brennstoff und Strom) - schnellere Amortisierung der Kosten für Brennwertgeräte und der thermischen Sanierung - höhere Betriebssicherheit und längere Lebensdauer der Komponenten Geringe Kosten durch - verringerten Energieverbrauch und niedrigere Emissionen
Maßnahmen zur Energieeinsparung nach dem hydraulischen Abgleich In der Praxis werden häufig Behelfslösungen anstelle eines richtigen hydraulischen Abgleichs vorgenommen. Diese Eingriffe in die Anlagentechnik führen in der Regel zu einer Verbesserung der Wärmeversorgung, verschlechtern aber den Energieverbrauch! Mögliche Maßnahmen zur Energieeinsparung nach dem hydraulischen Abgleich: - Verringerung der Vor- und Rücklauftemperaturen - Verringerung der Spreizung im Gesamtsystem - Optimale Einstellung der Leistung der Umwälzpumpen - Kostenreduzierung bezüglich des Anschlusswertes bei verschiedenen Fernheiznetzen - Durch die niedrigere Rücklauftemperatur im Sekundärsystem (Hausheizkreis), kann nun der Primärvolumenstrom und somit auch der Leistungspreis gesenkt werden. Der Hydraulische Abgleich dient der richtigen Verteilung des Heizwassers im Netz, ist er nicht optimal eingestellt, gibt es Probleme mit der gleichmäßigen Beheizung des Gebäudes. Alle Gegenmaßnahmen haben negative Auswirkungen auf den Energieverbrauch!
Förderung des Bundes Effiziente Energienutzung - Gebäudebezogene Haustechnik - Förderungsgegenstand: Maßnahmen zur effizienten Energienutzung wie z.b. Wärmepumpe, Wärmerückgewinnung, industrielle Abwärmenutzung, Optimierung von Regelungen, Beleuchtungsoptimierung - Förderwerber: Sämtliche natürliche und juristische Personen, die unternehmerisch tätig sind - Förderhöhe: max. 30% der gesamten umweltrelevanten Investitionskosten Detailinformationen zu den Förderungsbedingungen finden Sie im Informationsblatt