Der Kreis Euskirchen ist im Bereich der Kompostierung bereits seit 1986 aktiv. Zunächst wurde auf dem Gelände der Zentralen Mülldeponie eine Grüngutkompostierung aufgebaut. Im Jahr 1990 wurden dann erste Modellversuche zur Einführung der Biotonne initiiert und der separat eingesammelte organische Abfall mit den Grünabfällen zu wertvollem Kompost verarbeitet. Die Kompostierung erfolgte mittels einer offenen Mietenkompostierung. Die Einführung der Biotonne im gesamten Kreisgebiet machte aufgrund der hohen eingesammelten Bioabfallmengen den Bau einer modernen Kompostierungsanlage erforderlich. Diese wurde im Jahr 1995 in Betrieb genommen. In den Jahren 2000/2001 wurden aus technischen Gründen umfangreiche Umbauarbeiten am Kompostwerk vorgenommen. Mitte 2001 wurden diese Arbeiten abgeschlossen und das umgebaute Werk ist seitdem in Betrieb. Im Kompostwerk des Kreises Euskirchen werden jährlich insgesamt 24.000 t Bio- und Grünabfälle zu ca. 12.000 t Kompost verarbeitet werden. Anlieferung und Aufbereitung: Der Bioabfall wird nach dem Verwiegen im Flachbunker der Anlieferhalle entladen. Das Material wird mittels Radlader über einen Aufgabetrichter (6) einer Siebtrommel (7) zugeführt. Die Siebtrommel hat eine Maschenweite von 80 mm und trennt die organischen Abfälle in zwei Stoffströme. Der Siebunterlauf wird über ein Schnecken- und Bandfördersystem in die Vorhalle der Intensivrotte transportiert. Der Siebüberlauf gelangt zu einer Sortierkabine (8) mit Leseband. Hier findet eine Handauslese der Störstoffe statt. Die ausgelesenen Störstoffe werden in die unter der Lesekabine befindlichen Container abgeworfen und in der Deponie entsorgt. Der gereinigte Siebüberlauf wird nach mechanischer Zerkleinerung (9) ebenfalls der Intensivrotte zugeführt. Intensivrotte: Die Intensivrotteeinheit besteht aus 10 nebeneinander stehenden Rottetunneln aus Beton (20 m lang, 3,5 m breit, 4,- m hoch). Ein Radlader füllt den aufbereiteten Bioabfall täglich bis zu einer Höhe von ca. 2,70 m in einen Rottetunnel. Dieser wird mit einem Tor verschlossen und es beginnt die 14-tägige Intensivrottephase. Der Rotteverlauf wird über ein Prozessleitsystem so geregelt, dass optimale Abbaubedingungen vorliegen sowie eine Hygienisierung gewährleistet ist. Die Belüftung (3) wird gesteuert (4) über die Variation der Zu- bzw. Umluftmengen nach den aus der Abluft ermittelten Temperatur- und O2-Werten. In der Tunnelabluft (5) werden die Parameter Temperatur und Sauerstoffgehalt sowie in der Zuluft die Temperatur und der Druck gemessen. Zur genauen Bestimmung der Temperatur des rottenden Biobfalls können zusätzlich drei Temperaturmesslanzen pro Tunnel durch das Tunneldach direkt in das Rottematerial eingebracht werden. Als Zuluft für die Rottetunnel wird die aus den geschlossenen Hallen zur Vermeidung von Geruchsemissionen abgesaugte Luft verwandt. Die Abluft wird zur Entstaubung und Desodorierung über einen Luftwäscher (2) und einen Biofilter (1) geleitet. Über Bewässerungsleitungen mit Düsenköpfen an den Tunneldecken wird das Rottematerial je nach Bedarf mit Prozessabwasser oder Brauchwasser befeuchtet. Nach 14 Tagen wird der Frischkompost mit einem Radlader aus dem Tunnel entnommen und mittels Transportbänder der Nachrotte zugeführt. Nachreife und Feinaufbereitung: Im Bereich der überdachten Nachrotte wird der Frischkompost vom Förderband abgeworfen, durch einen Radlader aufgenommen und zu Dreieckmieten aufgesetzt. Die Dauer der Nachrotte beträgt ca. 4 Wochen. Der Fertigkompost wird dann der Feinaufbereitung zugeführt. Die Kompostfeinaufbereitung besteht aus einem mobilen Trommelsieb, einem Windsichter und einem Abzugsband sowie einer Absackeinrichtung für Fertigkompost. Die Abluft wird gesondert erfasst und über eine Entstaubungsanlage abgeleitet. Die Aggregate sind in einer geschlossenen Halle aufgestellt. Diese Halle dient auch als Zwischenlager für abgesiebten Fertigkompost und geschreddertes Strukturmaterial. Nach der Feinaufbereitung wird der Fertigkompost mittels Abrollcontainer zum neuen überdachten Fertigkompostlager verbracht oder bedarfsweise in das Freilager für die Landwirtschaft transportiert. (Quelle dieser Seite www.kreis-euskirchen.de/umwelt/kompost.htm)
R B V PÖTHE GmbH Abluftleitung Anlieferung Grobaufbereitung DN 1000 / 800 / 600 / 450 / 350 Abluftleitung Tunnelfüllhalle DN 900 / 700 / 600 / 550 / 450 / 350 Vorster Str. 50 41748 Viersen Tel: 02162 / 10310-0 Fax: 02162 / 10310-11 E-Mail: rbv@poethe.de Internet: www.rbv-poethe.de
Belüftungssystem Intensivrotte 400/400 / DN 350 Belüftungssystem Intensivrotte 400/400 / DN 350
Abluftsystem auf Tunneldach DN 900 / 800x800 Abluftverteilung vor den Luftwäschern DN 1400 / 1000
Zuluft auf Tunneldach DN 900 / 800x800 Luftwäscher auf Tunneldach mit Abluftleitung zum Biofilter DN 1000 / 1400
Abluftleitung DN 1400 mit Isolierung zum Biofilter Abluftleitung DN 1400 mit Isolierung zum Biofilter
Frischwasserspeicher V = 25 m³ Prozesswasserspeicher V = 50 m³ Umluft und Bewässerungsleitung Tunnelrückwand Bewässerungsleitung im Tunnel