DNS-Server Grundlagen des Themas DNS sind im Kapitel Protokolle und Dienste in meinem Buch (LINUX erschienen im bhv-verlag) beschrieben. Als Beispiel dient ein Intranet mit mehreren Webservern auf verschiedenen Plattformen, die mit edu.my, win.my und mobile.my benannt sind. Dieses Kapitel beschreibt eine einfache Konfiguration des DNS-Servers unter Red Hat LINUX 9.0. Konfiguration eines DNS-Servers Das BIND-Konfigurationstool bindconf finden Sie unter Hauptmenü / Systemeinstellungen / Domain Name Service. Das folgende Fenster wird geöffnet. Die erste Amtshandlung ist das Erstellen der Forward-Master- Zone. Dazu betätigen Sie die Schaltfläche Neu. Abbildung 1: Bind-Konfigurationstool Darauf wird das Fenster Typ der Zone auswählen angezeigt. Klicken Sie mit der Maus auf das Optionsfeld Forward Master Zone und anschließend in das Listenfeld Domäne-Name. Danach können Sie die Bezeichnung Ihrer persönlichen Top-Level-Domain festlegen. Verwenden Sie keine offiziellen Top-Level-Domains, wenn der Server Bestandteil des öffentlichen Netzes ist. Hinweis
Abbildung 2: Bestimmen der Forward-Master-Zone Hinweis Anschließend erhalten Sie das Fenster Übersetzungen von Rechnernamen zu IP-Adressen mit folgenden Angaben: Name der neuen Zone Dateiname der Forward-Lookup-Zone Kontaktadresse: standardmäßig die E-Mail-Adresse des Superusers Angabe des Primary-Nameservers. Das @-Zeichen bedeutet, dass der Server selbst als Nameserver fungiert. Achten Sie darauf, dass bei Red Hat 9 hier kein Eintrag gemacht wurde und Sie diesen selbst eintragen müssen. serielle Nummer: Bei jeder Änderung an der Datei wird der Zähler um eins erhöht Der Bereich Datensätze dient zur Angabe der IP-Adresse des Nameservers und der Hosts. Als Nächstes müssen Sie die IP-Adresse des Nameservers festlegen. Klicken Sie bitte doppelt auf den Eintrag im Fenster Datensätze oder markieren Sie den Eintrag und klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen. Alternativ markieren Sie den Eintrag und klicken auf die Schaltfläche Hinzufügen.
Abbildung 3: Übersetzungen von Rechnernamen zu IP-Adressen Im folgenden Fenster betätigen Sie im Bereich Nameserver die Schaltfläche Hinzufügen.
Abbildung 4: Nameserver festlegen Hier geben Sie die IP-Adresse Ihres Nameservers für die eben erstellte Domain an. Es kann dieselbe sein wie die Ihrer Netzwerkverbindung. Abbildung 5: IP-Adresse des Nameservers Danach wird die IP-Adresse im oberen Bereich angezeigt. Schließen Sie das Fenster mit OK. Wird die IP-Adresse wie in Abbildung 27.5 ohne Punkt am Ende eingetragen, fügt das Programm diesen automatisch ein. Vorherige Versionen lieferten eine Fehlermeldung.
Der Mail-Exchanger (MX) empfängt alle E-Mails der Domäne. Die Funktionen des Mail-Exchangers werden in diesem Artikel nicht erläutert. Hinweis Abbildung 6: Daten des Nameservers Nun wird das Fenster Übersetzungen von Rechnernamen zu IP-Adressen gemäß Abbildung 27.3 angezeigt, wo Sie im Bereich Datensätze die Schaltfläche Hinzufügen anklicken. Bestimmen Sie jetzt, welche Hosts durch den Nameserver aufgelöst werden sollen. Die erste Eingabe betrifft den Rechnernamen. Achten Sie bitte darauf, dass dem Namen die TLD angefügt wird. Unter Adresse geben Sie die IP-Adresse des entsprechenden Hosts an.
Abbildung 7: Hinzufügen von Hosts Wenn Sie mehrere Hosts eintragen wollen, wiederholen Sie die eben genannten Schritte. Ich habe als Beispiel-Konfiguration drei Server angegeben, die jeweils als Webserver fungieren. Abbildung 8: Hinzufügen des zweiten Hosts
Abbildung 9: Hinzufügen des dritten Hosts Ihre Hosts werden unter Datensätze angezeigt. Wenn Sie fertig sind, verlassen Sie das Fenster mit der Schaltfläche OK.
Abbildung 10: Zusammenfassung Wenn der Primäre-Nameserver-Eintrag (SOA) fehlt, erhalten Sie diese Warnung: Abbildung 11: Warnung, wenn SOA-Eintrag fehlt In der Regel ist in einem kleinen Netzwerk nur ein Primärer Nameserver vorhanden. Tragen Sie ein @-Zeichen ein und schließen Sie dann das Fenster.
Abbildung 12: SOA-Eintrag Damit gelangen Sie wieder in das Hauptfenster, wo Sie nun die Reverse- Master-Zone einrichten können. Betätigen Sie abermals die Schaltfläche Neu, um die nächsten Einstellungen vorzunehmen. Abbildung 13: Domain-Übersicht
Hinweis Wenn Sie in diesem Fenster das Optionsfeld Reverse Master Zone bestätigt haben, müssen Sie im Listenfeld IP-Adresse die ersten drei Oktetten der IP- Adresse eintragen. Wenn Sie eine andere Klasse als C wählen, müssen Sie dementsprechend die Oktette angeben. Abbildung 14: Einrichten der Revers-Master-Zone Auch bei einer Reverse-Zone müssen Sie den Nameserver nennen. Deshalb betätigen Sie bitte die Schaltfläche Hinzufügen im Bereich Nameserver.
Abbildung 15: Daten für die Reverse-Master-Zone Tragen Sie im Fenster Eigenschaften des Nameservers die IP-Adresse ein. Anschließend muss die Reverse-Address-Tabelle bearbeitet werden. Betätigen Sie die Schaltfläche Hinzufügen im unteren Bereich.
Abbildung 16: Nameserver für Reverse-Master-Zone Tragen Sie hier die Rechnernamen und die IP-Adresse von eben ein. Abbildung 17: Reverse-Zonen-Angaben Hinweis Gemäß dem Beispiel können Sie nun die Reverse-Zonen-Zeiger für die Hosts win (IP 192.168.100.100) und mobile (192.168.100.140) eintragen. Ihre Einträge können Sie im Fenster Übersetzungen von IP-Adressen zu Rechnernamen nochmals prüfen. Sind alle Angaben vorhanden und in Ordnung, verlassen Sie das Fenster mit OK. Vergessen Sie nicht den SOA-Eintrag (@).
Abbildung 18: Zusammenfassung der Reverse-Zonen-Daten Nun sind Sie wieder im Hauptfenster. Hier sollten Ihre Domains enthalten sein. Beenden Sie das Programm mit Datei / Beenden.
Abbildung 19: Abschluss der Reverse-Zonen-Konfiguration Nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist, starten Sie den DNS-Server in der Dienste-Konfiguration. Sie finden ihn unter Hauptmenü / Systemeinstellungen / Domain Name Service. Suchen Sie nach der Zeile named. Markieren Sie die Zeile durch einen Mausklick, so dass ein blauer Balken zu sehen ist. Anschließend betätigen Sie die Schaltfläche Starten. Abbildung 20: Dienst starten