1 Einleitung Quelle vom 28.08.2012 http://www.nabau.din.de/cmd?artid=134405643&bcrumblevel=1&contextid=nabau&subcommitte eid=54747227&level=tpl-art-detailansicht&committeeid=54738847&languageid=de Einleitung: Die DIN 18015 Teil 4 gilt für zu errichtende Wohngebäude und Gebäude mit Büro- oder ähnlicher Nutzung (zum Beispiel Kleingewerbe, Arztpraxen), die mit Gebäudesystemtechnik ausgestattet oder für diese vorbereitet werden. Sie beschreibt, welche Festlegungen zwischen Bauherr (Auftraggeber) und Planer der elektrischen Anlage getroffen werden müssen und legt Mindestanforderungen zur Installation der BUS-Technik fest. 18015 Teil 4 Seite 1 von 13 12.2012
Ergänzend zur DIN 18015 Teil 4 Gebäudesystemtechnik gibt es die RAL-RG 678 (Fachinformation zu elektrischen Anlagen in Wohngebäuden). In ihr werden unterschiedliche Austattungskategorien dargestellt. Ablauf In der folgenden Lerneinheit lernen Sie wesentliche Inhalte der DIN18015 Teil 4 kennen. 12.2012 Seite 2 von 13
Wichtig: Dieser Auszug aus der Norm kann die Beschäftigung mit der orginal Norm nicht ersetzen und sollte nur als Hinweis auf deren Bestehen gesehen werden. Seite 3 von 13 12.2012
2 Inhalte der DIN 18015 Installationsgrundsätze Installationregeln: Es werden sowohl die zentrale Anordnung der Geräte im Verteiler, als auch Geräte vor Ort als UP-Gerät erwähnt. Das Reserveadernpaar (weiss und gelb) sollte in der gesamten Anlage miteinander verbunden sein. Die Versorgung von Steckdosen sollte generell über eine fünf-adrige Leitung von der Unterverteilung aus erfolgen um später die Möglichkeit geschalteter Steckdosen zu realisieren. Sämtliche Starkstrom- und Bus-Leitungen sowie die Bus-Komponeten sind eindeutig zu kennzeichnen und zu dokumentieren. 12.2012 Seite 4 von 13
Installationgrundsätze Die Dimensionierung von Stromkreisverteilern und Installationsdosen ist nach folgenden Grundsätzen zu leisten. Die Verteilergröße resultiert aus dem Platzbedarf für die umzusetzenden Kanäle. Ein Schaltkanal benötigt 1TE und ein Dimmkanal 4TE. TE = Teilungseinheit im Verteiler (Platz für einen einfachen Leitungsschutzautomaten). Die Verlustwärme muss berechnet werden und der Verteiler eventuell mit einer Belüftung Seite 5 von 13 12.2012
versehen werden. Bei einer Wohnfläche von 100qm geht man mindestens von 96TE aus. Bei mehrgeschossigen Gebäuden sollte je Etage mindestens ein Stromkreisverteiler eingeplant werden. Installationgrundsätze Die Dimensionierung von Stromkreisverteilern und Installationsdosen ist nach folgenden Grundsätzen zu leisten. Sie sollten 20% Reserve einplanen. In den Verteilern sollten Sie Reihenklemmen benutzen. Innerhalb des Verteilers muss die Trennung zwischen SELV und 230V beachtet werden. (SELV = Schutzkleinspannung). Daraus folgt, dass die Busleitung bis zur Klemme mit Mantel geführt werden muss. 12.2012 Seite 6 von 13
3 Planung Konfigurationsschema Es ist ein Konfigurationschema auszuarbeiten. Je Schaltkreis sollte die Adressierung für die Funktionen durch die Planung vorgegeben sein. Je Raum und Funktion wird festgelegt, wie sie umgesetzt wird. Im Folgenden sehen Sie welche Funktionen aufgeführt sind. Anhand eines Beispiels soll die Planungstiefe gezeigt werden. Funktionen Für die Betriebsfunktionen und Funktionsbereiche des Gebäudes wird festgelegt, welche und wieviele Funktionen in diesem Gebäude zum tragen kommen. - Zusätzliche Schaltfunktionen - Sonnenschutz, Torsteuerungen, Fensterantriebe Seite 7 von 13 12.2012
- Heizen, Lüften, Kühlen - Sicherheit - Energiemanagement... Funktionsbereiche & Bereichsfunktionen Die Funktionsbereiche und Bereichsfunktionen müssen festgelegt werden. An welchen Stellen und mit welchen Mitteln wird das Gebäude bedient? Wie werden Zustände angezeigt? Gibt es Schnittstellen zu anderen Systemen? Erdgeschoss Obergeschoss 12.2012 Seite 8 von 13
Planung: Beispiel Beleuchtung Im Konfigurationschema je Raum je Funktion werden Details geplant. Am Beispiel einer Beleuchtung sollen einige Möglichkeiten gezeigt werden. - Dimmen - Wert setzen - Status Schalten - Status Dimmen - Sperren - Szenenfunktion je Raum, je Etage, je Haus - Panikfunktion Generell sollte das Gebäude zuerst eine Lichttechnische Planung erfahren bevor die Seite 9 von 13 12.2012
Gebäudesystemtechnik geplant werden kann. Planung: Beispiel Beleuchtung Im Konfigurationschema je Raum soll die Funktion Beleuchtung näher betrachtet werden. - Steuern Sie die Leuchte einzeln oder Lichtgruppen. - Sind die Szenen überlappend - GIbt es Zentral-Funktionen - Kommt / geht Szenarien - Urlaubsschaltung, Anwesenheitssimulation. Planung: Beispiel Beleuchtung 12.2012 Seite 10 von 13
Im Konfigurationschema werden auch Funktionen für das automatisch gesteuerte Licht berücksichtigt. - Uhrzeiten - Astrofunktionen - Helligkeitsabhängige Steuerung - Bewegungsabhängige Steuerung Vom Lastenheft zum Pflichtenheft Das Konfigurationsschema ist das Lastenheft für den Auftragnehmer der daraus sein Angebot und das Pflichtenheft erstellen kann. Die Norm gibt allen am Bau beteiligten Parteien Sicherheit und der Kunde erhält ein optimales Projekt. Zusätzliche Qualitätsmerkmale bei KNX-Produkten Seite 11 von 13 12.2012
Mit der CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller die Einhaltung notwendiger Normen. Der VDE bestätigt die Einhaltung der Normen durch sein Symbol. Somit ist das VDE-Zeichen ein Merkmal für gute, getestete Qualität 12.2012 Seite 12 von 13
4 Lerneinheit beenden Ende Sie haben erfolgreich die wesentlichen Ausschnitte der Norm 18015 Teil 4 kennengelernt. Mit einer beliebigen Taste kehren Sie zur Kursübersicht zurück. Seite 13 von 13 12.2012