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Transkript:

Testbericht Pfaff Perofmance 5.0 vom julibuntes.blogspot.de Die Zeit, die die Testmaschinen aus der Supertester Aktion vom nähpark Diermeier bei mir bleiben, wird auch immer kürzer. Oder zumindest kommt es mir so vor! Auch diese Maschine muss ich viel zu früh wieder einpacken. Von ihren Möglichkeiten hab ich es nur geschafft, einen Bruchteil auszuprobieren. Diesmal war die Pfaff Performance 5.0 bei mir. Eine schöne, nicht zu klobige Nähmaschine. Die 10,5 kg kann man auch mal einpacken und einen schönen Nähabend oder ähnliches mit Gleichgesinnten verbringen! Sie sind aber auch ausreichend, damit sie sicher und stabil steht. Von den Ausmaßen find ich sie genau richtig! Das mitgelieferte Zubehör ist umfassend und reichhaltig. Wer sich genau dafür interessiert, kann gerne auf der Produktseite vom Nähpark Einsicht nehmen. Das einzige, was ich mir noch zusätzlich anschaffen würde, wäre ein Antihaftfuß. Die Bedienung ist einfach und die Menüführung gut nachvollziehbar. Ich muss aber dazu sagen, dass dies schon die zweite Supertestermaschine von Pfaff war. Meine allererste Testmaschine war die Pfaff Creative Sensation Pro. Da habe ich das Handbuch vorab studiert. Da viele Grundfunktionen gleich sind, fiel mir die Einstellung auf diese Maschine leicht. Und ich konnte mehr oder weniger sofort loslegen mit dem Nähen.

Vorab aber noch einmal zum Ordnungssystem der Maschine. Im Anschiebetisch gibt es zwei Aufbewahrungsmöglichkeiten. Eine vorne und eine hinten. In das hintere Fach können gut Knopflochschlittenfuß und andere Dinge, die nicht täglich gebraucht werden untergebracht werden. Das vordere Fach hat einen Einsatz, in dem Nähfüße, andere Kleinigkeiten und Spulen ordentlich aufbewahrt werden können. So hat man die wichtigsten Dinge wirklich griffbereit und muss in dem Chaos nicht lange suchen. Was mir bei der Performance gut gefallen hat, war ein kleines Steckfach an der Seite, in dem der Stylus griffbereit seinen Platz findet. Wirklich praktisch, wenn man den nicht lange suchen muss. Bedient wird die Maschine über ein Touchdisplay, entweder mit dem Stylus oder aber mit den Fingern. Die wichtigsten Funktionen kann man aber auch über Direktwahltasten betätigen. Nähen kann man über das (schöne große und bequeme) Fußpedal oder mit Start- und Stopp-Taste. Die Menüführung fand ich gelungen und verständlich. Ich musste wenig im Handbuch gucken. Das Handbuch ist ein praktisches DIN A4 Ringbuch. Die Texte sind verständlich, haben mich manches Mal aber ein bisschen eingeschüchtert (allerdings noch bei der ersten Pfaff-Maschine; dazu später mehr). Auf jeden Fall findet man durch das Register die gesuchten Stichworte schnell und komfortabel. Die Maschine verfügt über mehr als 300 verschiedene Stiche. Die Qualität der einzelnen Zierstiche ist wirklich ausgesprochen gut. Eine Übersicht der einzelnen Stiche findet man im Deckel der Maschine. Im Display bekommt man alles wichtige rund um den ausgesuchten Stich angezeigt: Welcher Nähfuß empfohlen wird, ob man ein Vlies verwenden sollte etc. Eine Besonderheit sind die über 4cm breiten Zierstiche, bei denen der Stoff auch seitlich transportiert wird. Da muss ich aber noch ein bisschen üben, um die gerade hinzubekommen.

Die Beleuchtung der Maschine ist optimal. Da ich ja öfter nähe, wenn es draußen schon dunkel ist, fällt mir das immer besonders auf, wenn das Nähmaschinenlicht die hellste Lichtquelle ist; so wie bei dieser Maschine. Diesmal hat auch der automatische Einfädler perfekt funktioniert. Das war eine Sache, die ich bei der ersten Pfaff-Maschine nicht gut fand und dementsprechend war ich gespannt, ob das generell ein Problem ist. Das kann ich nun verneinen. Der Einfädler hat zu 100 Prozent funktioniert. Egal bei welchem Garn. Die Maschine verfügt über einen Unterfadenwächter. Wenn man das Garn aufspult, kann man sehen, dass der Anfang des Fadens auf einen abgetrennten Bereich der Spule aufgespult wird. Ist der Faden bis zu diesem Bereich beim Nähen verbraucht, gibt es ein akustisches Signal und der Nähvorgang wird gestoppt und ein Popup-Fenster öffnet sich im Display. Anfangs hab ich die Meldung weggeklickt. Dann gibt es nach wenigen Stichen die gleiche Meldung. Wenn man aber weiter näht, ohne das Pp-up zu schließen, kann man bis zum Fadenende nähen ohne dass die Meldung erneut kommt. Da auf der Spule dann noch relativ viel Garn ist, kann man meist die begonnene Naht noch zu Ende führen. Ich fand das sehr komfortabel zum Nähen. Sehr komfortabel finde ich auch das IDT-System. Das ist auch das gewesen, weshalb mich das Handbuch eingeschüchtert hat. Liest man sich den Text dazu durch, wird man mit vielen Begriffen konfrontiert, die einem vielleicht noch nichts sagen. Hochtrabend wird auch von aktivieren und deaktivieren des IDT-Systems gesprochen. Ich assoziiere mit solchen Begriffen ganz furchtbar komplizierte Vorgänge... Das ist aber der Einsatz vom IDT-System nun gar nicht. Das IDT-System ist ein zuschaltbarer Dualtransport. Im Bild oben sieht man, dass der schwarze Hebel hinter dem

Nähfuß sitzt, ohne eine Verbindung zu ihm zu haben. Das IDT-System ist nicht aktiviert. Wenn ich es nun aktivieren möchte, muss ich nur den Hebel herunterziehen und hintem am Nähfuß einklicken. Bei welchen Stichen und welchen Nähfüßen das geht, verrät mir das Display. Kein Hexenwerk, nichts Kompliziertes dabei! Der Näheffekt ist aber umwerfend. Wirklich, man kann viel gerader und genauer Nähen. Und dafür muss man nicht einen zusätzlichen Obertransportfuß anbauen, sondern in Sekundenschnelle einen kleinen Hebel einklicken... wirklich genial! Damit macht auch das Nähen von Jersey Spaß. Vermutlich auch, weil die Maschine sehr schnell ist... Beim Vernähen von Jersey (was ich überwiegend gemacht habe) ist mir aber auch das Haar in der Suppe aufgefallen. Ich wollte für meine Tochter ein T-Shirt nähen, als die Maschine kam. Ich hab noch überlegt, ob ich die Overlock nehme, oder die Testmaschine. Da ich ja fleißig testen möchte, habe ich dann die Testmaschine genommen und einen Dreifachgradstich eingestellt. Was ich da gehört habe, war sehr laut und ich dachte, dass die Maschine kaputt sei. Da sie aber tadellos und beispielhaft gut nähte, konnte das ja eigentlich nicht sein. Und ich konnte mich auch überzeugen lassen, dass alles in Ordnung ist. Sie ist einfach laut! Tocktock geht es... Bei anderen Stichenfällt das nicht so extrem auf. Wer aber auf der Suche nach einer leisen Nähmaschine ist, sollte sich die Pfaff Performance unbedingt einmal anhören und entscheiden, wie er oder sie die Lautstärke einschätzen. Solche Empfindungen sind ja auch immer subjektiv geprägt. Nichts desto Trotz hat mich das Nähergebnis überzeugt, dass ich mit der Maschine vornehmlich Jersey vernäht habe, ohne die Overlock zu vermissen! Aber auch Baumwolle und Plane hat sie brav vernäht. Auch bei der Verwendung von unterschiedlichen Garnen war die Maschine nicht wählerisch. Das Nähen empfand ich allgemein als äußerst komfortabel.

Vor meinem Fazit noch eine kleine Übersicht meiner Eindrücke: Beleuchtung +++ Einfädler +++ Lautstärke - Aufbewahrungsmöglichkeiten +++ Handling +++ Menüführung +++ Verarbeitung unterschiedlicher Materialien +++ Verwendung unterschiedlicher Garne +++ Reißverschluss +++ Applizieren +++ Nahtbild +++ Handbuch +++ +++ Hervorragend ++ gut + in Ordnung --- sehr schlecht schlecht - nicht so gut

Fazit Ich bin von dieser Maschine begeistert. Sie näht, wie ich mir das vorstelle. Die Handhabung ist einfach. Die Möglichkeiten, die sie mir bietet sind vielfältig- was ich getestet habe ist nur ein Bruchteil von dem, was die Maschine kann. Einziger Nachteil ist, dass sie laut ist. Dennoch kann ich feststellen, dass ich wohl zu den Pfafforiesierern gehöre. Aber das will ich dem Ende der Supertesteraktion noch nicht komplett vorgreifen; schließlich kommen noch drei weitere tolle Maschinen zu mir! Aber diese Maschine dürfte gerne bei mir einziehen, oder eine Verwandte... nähpark Diermeier Rodinger Straße 15 93413 Cham Tel.: 0049-(0)9971/996600 Fax: 0049-(0)9971/99660-19 E-Mail: service@naehpark.com www.naehpark.com