Intensive Dachbegrünung

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Intensive Dachbegrünung Nophadrain BV Mercuriusstraat 10 Postfach 3016 NL-6460 HA Kerkrade T +31 (0)45 535 50 30 F +31 (0)45 535 39 30 E info@nophadrain.nl S www.nophadrain.nl Nutze den freien Raum! Nutze den freien Raum! Planungs- und Ausführungshilfe

Intensive Dachbegrünung Nophadrain BV Mercuriusstraat 10 Postfach 3016 NL-6460 HA Kerkrade T +31 (0)45 535 50 30 F +31 (0)45 535 39 30 E info@nophadrain.nl S www.nophadrain.nl Nutze den freien Raum! Nutze den freien Raum! Planungs- und Ausführungshilfe

Nophadrain Intensive Dachbegrünung 0. Allgemein 0.1 Mehrschichtige Bauweise 5 1. Aufbau einer intensiven Dachbegrünung 1.1 Vegetationsschicht 5 1.2 Vegetationstragschicht 5 1.3 Wasserspeicherschicht 6 1.4 Filterschicht - Nophadrain ND Dränagebahnen 7 1.5 Sickerschicht - Nophadrain ND Dränagebahnen 7 1.6 Trenn- und Schutzschicht - Nophadrain ND Dränagebahnen 7 1.7 Durchwurzelungsschutzschicht 8 2. Dachkonstruktionen 2.1 Zweischaliges Dach mit Wärmedämmung, durchlüftet - Kaltdach 8 2.2 Einschaliges Dach ohne Wärmedämmung 8 2.3 Einschaliges Dach mit Wärmedämmung - Warmdach 8 2.4 Einschaliges Dach mit Wärmedämmung - Umkehrdach 8 3. Gefälle - Dachneigung 9 4. Lastannahme 9 5. Entwässerung - Abflussbeiwert 10 6. Wasserrückhalt und Jahresabflussbeiwert 11 7. Details 7.1 Dachablauf 12 7.2 Anschlüsse und Abschlüsse 13 7.2.1 Anschluss an Türaustritte 13 7.2.2 Anschluss an Fassaden 14 7.2.3 Anschluss an Dachdurchdringungen 14 7.2.4 Dachrandabschlüsse 14 7.3 Übersicht vegetationsfreier Sicherheitsstreifen 15 8. Brandschutz 15 9. Windsogsicherung 15 3

Nophadrain Intensive Dachbegrünung 10. Schutz bei Emissionen 16 11. Unfallschutz 16 12. Ausstattungselemente 16 13. Begehbare Flächen 16 14. Schutz vor Versinterungen 17 15. Entwicklungs- und Erhaltungspflege 17 16. Beispiele Bauweisen intensive Dachbegrünung 16.1 Regelfall 18 16.2 Sonderfälle 18 16.2.1 0º-Dach 18 16.2.2 Umkehrdach 19 16.2.3 0º-Umkehrdach 19 4

0. Allgemein Intensive Dachbegrünungen sind in der Nutzungs- und Gestaltungsvielfalt vergleichbar mit bodengebundenen Freiräumen. Die Pflanzungen umfassen Stauden, Gehölze, Rasenflächen und im Einzelfall sogar Bäume. Die verwendeten Pflanzen stellen hohe Ansprüche an den Schichtaufbau und brauchen eine regelmäßige Bewässerung (oder Wasserspeicherung) und Nährstoffversorgung. Diese Dachbegrünungsform ist nur durch regelmäßige Pflege dauerhaft zu erhalten. Bei dieser Art der Pflanzung kann das Gewicht größer als ca. 280 kg/m2 sein. Durch die Ansprüche der Pflanzung an den Schichtaufbau beträgt die minimale Schichtdicke 21 cm. Diese Dachlast muss bei der Planung bereits berücksichtigt werden. Merkmale einer intensiven Dachbegrünung sind: freie Pflanzenauswahl freie Gestaltung einfache Kombination mit begehbaren und befahrbaren Verkehrsflächen hohe statische Belastung > ca. 280 kg/m 2 Bauhöhe >21 cm 0.1 Mehrschichtige Bauweise Die intensive Dachbegrünung wird in mehrschichtiger Bauweise erstellt. Sie besteht aus verschiedenen voneinander getrennten Funktionsschichten. Die Vegetationstragschicht wird bei dieser Bauweise von der Sickerschicht durch eine separate Filterschicht getrennt. Die Filterschicht sorgt dafür, dass keine Feinteile aus der Vegetationstragschicht in die Sickerschicht einspülen können und gewährleistet so eine dauerhafte horizontale Entwässerung. 1. Aufbau einer intensiven Dachbegrünung Bei einer intensiven Dachbegrünung sind folgende Funktionsschichten zu unterscheiden: Vegetationsschicht ( 1.1) Vegetationstragschicht ( 1.2) Wasserspeicherschicht ( 1.3) Filterschicht ( 1.4) Sickerschicht ( 1.5) Trenn- und Schutzschicht ( 1.6) Durchwurzelungsschutzschicht ( 1.7) 1.1 Vegetationsschicht Bei intensiven Begrünungen werden folgende Pflanzengesellschaften unterschieden: Rasen niedrige Stauden und Gehölze mittelhohe Stauden und Gehölze bis 150 cm hohe Stauden und Sträucher bis 3 m Großsträucher und Kleinbäume bis 6 m mittelhohe und hohe Bäume bis 10 m hohe Bäume bis 15 m Die Pflanzenauswahl wird durch die bautechnischen Gegebenheiten des Daches beschränkt. Weitere Angaben für die Pflanzenauswahl erhalten Sie unter www.nophadrain.nl. Bäume und Sträucher werden gegen Wind durch Drahtseile gesichert. Die Drahtseile können an Gittern (Stahl oder Kunststoff) befestigt werden, die unterhalb der Vegetationstragschicht einzubauen sind. 1.2 Vegetationstragschicht Die Vegetationstragschicht ist die intensiv durchwurzelbare Schicht. Sie muss strukturstabil sein, einsickerndes Wasser pflanzenverfügbar speichern und Überschusswasser an die Sickerschicht abgeben. Das Dachgartensubstrat muss deshalb einen hohen Volumenanteil an mineralischen und einen geringen Anteil an organischen Substanzen aufweisen. 5

Nophadrain Intensive Dachbegrünung Das Dachgartensubstrat hat einen Volumenanteil an mineralischen Substanzen zwischen 88-94 Massen-% und einen Anteil an organischen Substanzen zwischen 12-6 Massen-%. In der FLL-Richtlinie für die Planung Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen (Ausgabe 2002) sind die genauen Anforderungen eines Dachgartensubstrats definiert. Die Dicke der Vegetationstragschicht liegt zwischen 15 und 200 cm und ist abhängig von der gewählten Vegetationsform. Bei einem Schichtaufbau ab circa 35 cm ist es notwendig, den Gehalt an organischer Substanz insgesamt zu reduzieren. Bei einem Schichtaufbau über ca. 50 cm wird zusätzlich ein Untersubstrat aus rein mineralischen Bestandteilen eingesetzt. Die Wasserversorgung/-speicherung erfolgt innerhalb des Substrates, durch Wasseranstau, externer Bewässerung oder durch den Einsatz einer Wasserspeichermatte oberhalb der Dränageschicht. Bei sehr hohen Überdeckungen (über ca. 200 cm) ist es möglich, natürliche Ober- und Unterböden auf einer Dränageschicht einzubauen. Da aber Ober- und/oder Unterböden sehr viele Feinteile besitzen, die die Filterschicht und Sickerschicht verschlämmen können, ist auf der Filterschicht ein "Stufenfilter" aus dränierendem/ filtrierendem Sand in einer Stärke von ca. 10 cm einzubauen. Die Aufbaudicke der Vegetationstragschicht ist abhängig von den Ansprüchen der Vegetation an Wasser, Nährstoff und durchwurzelbarem Raum: Rasen niedrige Stauden und Gehölze mittelhohe Stauden und Gehölze bis 150 cm hohe Stauden und Sträucher bis 3 m Großsträucher und Kleinbäume bis 6 m mittelhohe und hohe Bäume bis 10 m hohe Bäume bis 15 m 15 - >35 cm 15 - >50 cm 20 - >50 cm 35 - >70 cm 60 - >125 cm 100 - >200 cm 150 - >200 cm Tabelle 1. Aufbaudicke der Vegetationstragschicht Produkte: ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv ND DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch Die Nophadrain ND DGS Dachgartensubstrate entsprechen der FLL-Richtlinie für die Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen (Ausgabe 2002). Lieferform: ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv/nd DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch 50 l Sack 1.000 l Big Bag lose im Kipper - Aufbringung mit Kran oder Förderband lose im Silozug - Aufbringung durch Blasen Die Lieferform wird durch die Größe und Lage des Objektes bestimmt. Bei den Substraten ist mit Sackung/ Schüttverlust von ca. 15%/20% (ND DGS-M/ND DGS-I) zu rechnen. 1.3 Wasserspeicherschicht Durch die große Verdunstungsoberfläche der Pflanzen hat die intensive Begrünung einen großen Wasserbedarf. Eine bedarfsorientierte Bewässerung ist meistens nicht möglich, da beim Erkennen des Wasserbedarfs durch das Welken der Pflanzen bereits eine Schädigung der ganzen Pflanze eingetreten ist. In den mineralischen und organischen Bestandteilen des Substrates wird das Wasser nur zum Teil pflanzenverfügbar gespeichert. Dadurch werden Substratstärken meist höher ausgelegt. Der Nachteil ist eine höhere Dachlast und Bauhöhe. Beim Einsatz von Anstaubewässerungen oder Wasserspeicherung in Sickerkörpern aus Kunststoff (sog. Eierbecher) wird das Wasser nur über die Wasserdampfdiffusion in die Vegetationstragschicht weiter transportiert. Eine natürliche Wasserversorgung der Vegetationstragschicht durch Kapillarität ist somit nicht möglich. Beim Einsatz von ND WSM50 Wasserspeichermatten kann analog dem natürlichen Bodenprofil (Lehmboden/ Unterboden) Wasser auf natürliche Weise gespeichert werden. Der Wassertransport erfolgt kapillar durch den direkten Kontakt der Vegetationstragschicht mit der Wasserspeichermatte. Eine Vernässung der Vegetationstragschicht erfolgt nicht, da sich das Wasser in den unteren 4 cm der Wasserspeichermatte sammelt und über den oberen Bereich kapillar je nach Bedarf weitergegeben wird. 6

Durch den direkten Kontakt der Wasserspeichermatten mit dem Dachgartensubstrat sind die Pflanzen in der Lage, ihren Wasserhaushalt selbständig und bedarfsgerecht auf natürliche Weise zu regulieren. Sobald die Wasserspeichermatten wassergesättigt sind, wird das Überschusswasser in die Sickerschicht abgeleitet. Durch den Einsatz der Wasserspeichermatten entsteht kein hydrostatischer Druck auf die Abdichtungsebene. Dächer können mit Gefälle normgerecht ausgeführt werden, da der Wasseranstau und damit ein 0º-Aufbau nicht mehr notwendig ist. Produkt: ND WSM50 Wasserspeichermatte Sie besteht aus hydrophiler Mineralwolle. Eine dauerhafte Strukturstabilität wird durch die hohe Rohdichte der ND WSM50 Wasserspeichermatten (120 kg/m 2 ) ermöglicht. Die Wasserspeicherkapazität beträgt 40 l/m 2 bei einer Stärke von nur 5 cm. Aufgrund der geringen Stauchung sind sie als Substratersatzstoff gemäß der FLL-Richtlinie (Ausgabe 2002) zugelassen. Lieferform: ND WSM50 Wasserspeichermatte: Paket von 5 Platten, 60 x 100 x 5 cm (B x L x H) = 3 m 2 1.4 Filterschicht - Nophadrain ND Dränagebahnen In Dachbegrünungen werden CE markierte Filtervliese/-gewebe für den Feinteilrückhalt von Dachgartensubstraten eingesetzt. Primär muss die Sickerschicht vor dem Einschlämmen von Feinteilen dauerhaft geschützt werden. Das Gewicht beträgt je nach mechanischer Belastung ca. 100-200 g/m 2. Die Porenöffnungsweite der Filtervliese/ -gewebe ist auf die Körnungslinie des Dachgartensubstrats abgestimmt. In der Regel sind Filtervliese/-gewebe der Geotextil-Robustheitsklasse 1 mit einer Stempeldurchdrückkraft von 0,5 kn und einer Öffnungsweite von <200 mµ (0,2 mm) ausreichend. Die Durchwurzelung der Sickerschicht darf nicht behindert werden. Beim Einsatz von Filtervliesen/-geweben als Filterschicht unter Oberboden-/Unterboden-Gemischen müssen gesonderte Maßnahmen für den Feinteilrückhalt getroffen werden. Zu beachten! Filtervliese/-gewebe sind mit einer Überlappung von mindestens 10 cm zu verlegen. Das Filtervlies/-gewebe sollte im Randbereich bei An- und Abschlüsse bis zur Oberkante des vegetationsfreien Sicherheitsstreifens hochgeführt werden um Ausspülung von Feinteilen in die Sickerschicht zu verhindern. 1.5 1.6 Sickerschicht - Nophadrain ND Dränagebahnen Die Sickerschicht entlastet die Abdichtung von dem hydrostatischen Druck des Wassers. Sie führt das Überschusswasser von begrünten Dachflächen ab und verhindert somit den Aufbau von "stauender Nässe". Die Sickerschicht muss über eine hohe vertikale Wasserdurchlässigkeit und ein hohes Wasserableitvermögen in der horizontalen Ebene verfügen. Die Funktionsfähigkeit ist gemäß der DIN 4095 auf 50 Jahre auszulegen. Die Leistungsfähigkeit der Sickerschicht ist in Abhängigkeit von dem Dachgefälle und der zu erwartenden Druckbelastung als Ablauflänge = x m anzugeben. Sickerschichten hergestellt aus Kunststoffbahnen oder -platten (Geotextilträger) sollten ebenso wie Geoverbundstoffe CE markiert sein. Trenn- und Schutzschicht - Nophadrain ND Dränagebahnen Die Schutzschicht ist ein Schutz gegen mechanische Beschädigung der Dachabdichtung und der Wurzelschutzfolie. Der Schutz kann durch eine separate Schicht mit einem Minimalgewicht von 300 g/m 2 hergestellt werden. Bei der Verwendung einer separaten Schutzschicht sollte diese aus einer Schutzfolie, Gummigranulatmatte oder einem Vlies der Geotextil-Robustheitsklasse 3 bestehen. Die Dimensionierung und Festigkeit der Schutzschicht ist dem Grad der Beanspruchung anzupassen. Die Schutzschicht dient auch die Trennung von chemisch miteinander unverträglichen Stoffen. Sickerschichten aus ND Dränagebahnen können bei unmittelbarem Aufbringen im Anschluss an das Verlegen der Dachabdichtung bzw. des Durchwurzelungsschutzes als Schutzschicht für leichte mechanische Belastungen eingesetzt werden. Nophadrain ND Dränagebahnen - 1.4 + 1.5 + 1.6 Die Filterschicht, Sickerschicht und Trenn- und Schutzschicht werden von der CE markierten Nophadrain ND Dränagebahn übernommen. Der Kern der ND Dränagebahn ist die geformte Noppenfolie aus recyceltem Polystyrol (HIPS) mit einer Bauhöhe von 11 mm/25 mm. Auf der Noppenseite ist ein Geotextil aufkaschiert. Abhängig von der Anwendung kann der Kern diffusionsoffen (perforiert) sein und auf der Rückseite mit einer Folie oder einem Geotextil versehen werden. Die Noppen können je nach Ausrichtung einen zusätzlichen Wasserspeicher für die Vegetation bieten. 7

Nophadrain Intensive Dachbegrünung Produkte: ND 200 Dränagebahn ND 4+1 Dränagebahn ND 5+1 Dränagebahn Lieferform: ND 200 Dränagebahn: Rolle 1,25 x 32 m (B x L) = 40 m 2 - Noppenhöhe ca. 11 mm ND 4+1 Dränagebahn: Rolle 1,25 x 32 m (B x L) = 40 m 2 - Noppenhöhe ca. 11 mm ND 5+1 Dränagebahn: Rolle 1,25 x 20 m (B x L) = 25 m 2 - Noppenhöhe ca. 25 mm 1.7 Durchwurzelungsschutzschicht Die Wurzelschutzfolie muss Beschädigungen der Dachabdichtung durch ein- oder durchdringende Pflanzenwurzeln dauerhaft verhindern. Diese Folie wird oberhalb der Dachabdichtung verlegt. Die Überlappungen der Wurzelschutzfolie werden mit Heißluft zusammen geschweißt. Eine Wurzelschutzfolie ist nicht notwendig, wenn die Abdichtung selbst wurzelfest ist z.b. bei Abdichtungen, die aus PVC, EPDM oder Bitumen mit Kupfereinlage hergestellt sind und die FLL-Prüfung zur Durchwurzelungsfestigkeit bestanden haben. Zu beachten! Die Wurzelschutzfolie ist über die Oberfläche von vegetationsfreien Sicherheitsstreifen, Vegetationsflächen und begehbaren Belägen hoch zu führen. Dies gilt entsprechend auch für andere aufgehende Bauteile und Dachdurchdringungen. Bei einer Umkehrdachkonstruktion wird die Wurzelschutzfolie unter die Wärmedämmung direkt auf die Dachabdichtung verlegt. Produkt: ND WSB80 Wurzelschutzfolie Die Wurzelschutzfolie besteht aus einer 0,8 mm modifizierten LDPE Folie. Durch die Lieferung in Planen bis zu 200 m 2 wird eine schnelle Verlegung garantiert. Lieferform: ND WSB80 Wurzelschutzfolie, Plane 25 x 6 m (L x B) = 150 m 2 ND WSB80 Wurzelschutzfolie, Plane 25 x 8 m (L x B) = 200 m 2 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 Dachkonstruktionen Zweischaliges Dach mit Wärmedämmung, durchlüftet - Kaltdach Die Tragfähigkeit der oberen Schale ist meistens gering und muss auf das Gewicht der Begrünung ausgelegt sein. Die Durchlüftungsebene zwischen Holzschalung und Dichtungsbahn sorgt für den Abzug der feuchten Luft. Die bauphysikalischen Vorgänge können durch den Kühleffekt einer Dachbegrünung beeinflusst werden. In der Regel sind alle Begrünungsarten und Vegetationsformen möglich. Einschaliges Dach ohne Wärmedämmung In der Regel sind alle Begrünungsarten und Vegetationsformen möglich. Wenn an der Dachdeckenunterseite Minus-Temperaturen auftreten, kann dies zu Frostschäden an der Vegetation führen. Einschaliges Dach mit Wärmedämmung - Warmdach Die Dämmung liegt bei einem Warmdach direkt auf der Dachkonstruktion/ Dampfsperre und wird oberhalb mit einer Dachabdichtung versehen. In der Regel sind alle Begrünungsarten und Vegetationsformen möglich. Einschaliges Dach mit Wärmedämmung - Umkehrdach Bei einem Umkehrdach wird die Dämmung über der Dachdichtung verlegt. Bei der Begrünung von einem Umkehrdach sind die Dampfdiffusionsvorgänge zu beachten. Über der Dämmung muss eine Filterschicht und eine Sickerschicht eingebaut werden, um die Dämmung vor Staunässe zu schützen. In der Regel sind alle Begrünungsarten und Vegetationsformen möglich. Nophadrain ND Dränagebahnen für Umkehrdächer Die ND 4+1/ND 5+1 Dränagebahnen haben ein perforiertes Kernelement und sind dadurch diffusionsoffen. Sie können daher ohne weiteres bei der Begrünung von Umkehrdächern eingesetzt werden. 8

3. Gefälle - Dachneigung Wegen bau- und vegetationstechnischer Anforderungen der Begrünungsarten ist die Dachneigung zu beachten. Dächer mit einer Dachneigung unter 2% sind Sonderkonstruktionen und erfordern besondere Maßnahmen für Dachentwässerung und Dränung. Auch bei ausreichendem Gefälle können sich Wassermulden durch Bauteildurchbiegungen oder Überlappungen von Abdichtungen auf dem Dach bilden. Bei direktem Kontakt der Vegetationstragschicht mit diesen Wassermulden entstehen durch die Kapillarwirkung des Dachgartensubstrates punktuell Vernässungen in der Vegetationstragschicht. Ein gesundes Wachstum der Vegetation ist so nicht gewährleistet. Durch Einsatz der ND 5+1 Dränagebahn mit einer Bauhöhe von 25 mm kann der direkte Kontakt zwischen den Wassermulden und dem Dachgartensubstrat vermieden werden. Die ND 5+1 Dränagebahn ist für den Einsatz bei 0º-Dächern geprüft. Ab einem Gefälle von 5% (~2,9º) ist ein Schichtaufbau mit einem höheren Wasserspeichervermögen (dickere Vegetationstragschicht) vorzusehen, da die Entwässerung schneller stattfindet. 4. Lastannahme Lastannahmen einer intensiven Dachbegrünung bei maximaler Wasserkapazität: Vegetationsform Vegetation Gewicht kg/m 2 ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv* Schichtdicke cm/gewicht kg/m 2 ND WSM50 Wasserspeichermatte Schichtdicke cm/gewicht kg/m 2 ND Dränagebahn Schichtdicke cm/gewicht kg/m 2 ND WSB80 Wurzelschutzfolie Gewicht kg/m 2 Flächenlast kg/m 2 Bauhöhe cm** Rasen niedrige Stauden und Gehölze mittelhohe Stauden und Gehölze bis 150 cm hohe Stauden und Sträucher bis 3 m Großsträucher und Kleinbäume bis 6 m mittelhohe und hohe Bäume bis 10 m hohe Bäume bis 15 m 5 10 20 30 40 60 150 15/225 35/525 15/225 50/750 20/300 50/750 35/525 70/1.050 60/900 125/1.875 100/1.500 200/3.000 150/2.250 200/3.000 5/46 5/46 5/46 5/46 5/46 5/46 5/46 1,1/3,0 1,1/3,0 1,1/3,0 1,1/3,0 1,1/3,0 1,1/3,0 1,1/3,0 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8 280 580 285 810 370 820 605 1.130 990 1.965 1.610 3.110 2.450 3.200 21 41 21 56 26 56 41 76 66 131 106 206 156 206 * Gewicht circa 1,5 t/m 3 bei maximaler Wasserkapazität **Der Einsatz der ND 5+1 Dränagebahn vergrößert die Bauhöhe um 1,4 cm und die Flächenlast mit 4 kg/m 2 Tabelle 2. Lastannahmen und Bauhöhen 9

Nophadrain Intensive Dachbegrünung 5. Entwässerung - Abflussbeiwert Die Planung der Entwässerung ist entsprechend der DIN EN 12056-3 (DIN 1986-100) vorzunehmen. Die von den ND Dränagebahnen abzuführende Abflussmenge wird nach folgendem Verfahren genau berechnet: erf q = A x C x r in l/(s x m) Lr erf q = erforderliche Abflussspende in l/(s x m) in der Dränagebahn A = wirksame Dachfläche m 2 (Lr x Br) C = Abflussbeiwert r = Berechnungsregenspende l/(s x m 2 ) entsprechend DIN EN 12056-3, DIN 1986-100 oder örtlicher Vorgabe Lr = Trauflänge m Bild 1. Dachabmessung Hr Br Tr Lr Lr = die Trauflänge Br = die horizontale Projektion der Dachtiefe von der Traufe bis zum First Hr = die vertikale Projektion der Dachfläche von der Traufe bis zum First Tr = die Ortganglänge Für Dachbegrünungen sind folgende Abflussbeiwerte C gemäß den FLL-Richtlinien (Ausgabe 2002) je nach Dicke der Vegetationstragschicht und abhängig von der Dachneigung anzusetzen: Aufbaudicke cm Dachneigung 15º (~26,8%) Dachneigung >15º (~26,8%) >15-25 C = 0,3 - >25-50 C = 0,2 - >50 C = 0,1 - Tabelle 3. Abflussbeiwerte Die Abflusskennzahlen gelten für den Schichtaufbau bei einem Bemessungsregen von r (15) = 0,03 l/(s x m 2 ) nach vorangehender Wassersättigung und vierundzwanzigstündigem Abtropfen. In Abhängigkeit von örtlichen Regenspenden können sich höhere oder geringere Abflussbeiwerte ergeben. 10

6. Wasserrückhalt und Jahresabflussbeiwert Der prozentuale Wasserrückhalt als eigentliche Retention wird als Differenz aus der Menge der gefallenen Niederschläge und der abgeflossenen Wassermenge im jährlichen Durchschnitt ermittelt. In Umkehrung ergibt sich daraus nach DIN 4045 der Jahresabflussbeiwert C a. Der jährliche Wasserrückhalt ist mehr von der Aufbaudicke als von der Art der Bauweise und der Funktionsschichten abhängig. Anhaltspunkte für den prozentualen jährlichen Wasserrückhalt bei Dachbegrünungen in Abhängigkeit der Aufbaudicke - bei einem Jahresniederschlag von 650-800 mm: Aufbaudicke cm Vegetationsform Wasserrückhalt im Jahresmittel % >15-25 >25-50 >50 Rasen, Stauden, Kleingehölze Rasen, Stauden, Sträucher Rasen, Stauden, Sträucher, Bäume 60 70 >90 Jahresabfluss-beiwert C a 0,40 0,30 0,10 Tabelle 4. Wasserrückhalt in Abhängigkeit der Aufbaudicke In Abhängigheit von örtlichen Jahresniederschlägen können sich höhere oder geringere Jahresabflussbeiwerte ergeben. 11

Nophadrain Intensive Dachbegrünung 7. 7.1 Details Dachablauf Wenn Dachabläufe innerhalb von Vegetationsflächen liegen, sollte zur Kontrolle und zum Schutz vor Verunreinigungen und einwachsenden Pflanzen ein Kontrollschacht eingebaut werden. Die Kontrollschächte dürfen die Entwässerung nicht behindern und sollten jeder Zeit zugänglich sein. Detail A - Dachablauf Zwischen dem Dachablauf und der Vegetationsfläche ist ein vegetationsfreier Sicherheitsstreifen aus Kies (min. 16/32) von mindestens 30 cm anzulegen. Um Feinteilausspülungen zu verhindern ist eine ND GreenLiner Randabgrenzung oder einen Filtervliesstreifen einzubauen und bis zur Oberkante der Vegetationstragschicht hochzuführen. Dachabläufe außerhalb von Vegetationsflächen werden in der Regel freiliegend in einem Kiesstreifen ausgebildet. Sofern die Dachabläufe in begehbaren Flächen liegen, sollten diese mit einem Ablaufaufsatz ausgestattet werden, dessen Abdeckung an der Belagsoberkante anschließt. Produkte: ND RS8 Kontrollschacht ND RSA10 Aufstockelement ND RSA20 Aufstockelement ND RS30 Kontrollschacht ND RS50 Kontrollschacht ND GreenLiner Stahl Randabgrenzung Lieferform: ND RS8 Kontrollschacht: pro Stück 30 x 30 x 8 cm (L x B x H) ND RSA10 Aufstockelement: pro Stück 30 x 30 x 10 cm (L x B x H) ND RSA20 Aufstockelement: pro Stück 30 x 30 x 20 cm (L x B x H) ND RS30 Kontrollschacht: pro Stück 34 x 30 cm (Ø x H) ND RS50 Kontrollschacht: pro Stück 34 x 50 cm (Ø x H) ND GreenLiner Stahl Randabgrenzung: pro Stück 200 x 0,4 x 15 cm (L x B x H) 12

7.2 Anschlüsse und Abschlüsse Dachabdichtung/Durchwurzelungsschutz sind bei An- und Abschlüssen entsprechend den "Flachdachrichtlinien", der DIN 18195-9 und der DIN 18531 hoch zu führen, dauerhaft zu verwahren und vor Beschädigung zu schützen. Bei Anschlüssen sollen Dachabdichtung/Durchwurzelungsschutz: bis 5º Dachneigung mindestens 15 cm und über 5º Dachneigung mindestens 10 cm über Oberkante Belag hochgeführt werden. Bei Abschlüssen sollen Dachabdichtung/Durchwurzelungsschutz: bis 5º Dachneigung mindestens 10 cm und über 5º Dachneigung mindestens 5 cm über Oberkante Belag hochgeführt werden. Sind bei nachträglicher Begrünung die vorhandenen Anschlusshöhen nicht normgemäß ausreichend vorhanden, ist der Vegetationsaufbau mit einem entsprechenden Abstand mittels geeigneter Randeinfassungen abzugrenzen. Zu beachten! Das Filtervlies/-gewebe sollte bei An- und Abschlüsse bis zur Oberkante des vegetationsfreien Sicherheitsstreifens hochgeführt werden um Ausspülung von Feinteilen in der Sickerschicht zu verhindern. 7.2.1 Anschluss an Türaustritte Detail B - Türaustritt 5 cm 5 cm Bei einem Türaustritt ist eine Verringerung der Anschlusshöhe möglich, wenn ein einwandfreier Wasserablauf im Türbereich durch eine Entwässerungsrinne sichergestellt ist. In solchen Fällen sollte die Dachabdichtung/der Durchwurzelungsschutz mindestens 5 cm über die Oberkante Belag hochgeführt werden. Produkte: ND FR81 Fassadenrinne ND FR82 Fassadenrinne ND TR80 Teleskoprinne Lieferform: ND FR81 Fassadenrinne: pro Stück 100 x 12 x 8 cm (L x B x H) ND FR82 Fassadenrinne: pro Stück 200 x 12 x 8 cm (L x B x H) ND TR80 Teleskoprinne: pro Stück 100 x 12 x 8 cm (L x B x H) 13

Nophadrain Intensive Dachbegrünung 7.2.2 Anschluss an Fassaden Bei Anschlüssen an Fassaden ist ein vegetationsfreier Sicherheitsstreifen aus z.b. Kies oder Platten von mindestens 30 cm Breite als Sicherheitsabstand und Spritzschutz auszubilden. Der Streifen sollte für Kontrolle, Wartung und für Pflegearbeiten begehbar sein. Der Abstand zwischen dem Fassadenanschluss und der Vegetation verhindert, dass die Pflanzen in ihrer Entwicklung durch an der Fassade herablaufendes Wasser beeinträchtigt werden. Detail C - Fassade 15 cm 15 cm Detail D - Fassade mit z.b. Fensteröffnung 15 cm 15 cm Um Feinteilausspülungen aus der Vegetationstragschicht in den vegetationsfreien Sicherheitsstreifen zu verhindern ist eine ND GreenLiner Randabgrenzung oder ein Filtervliesstreifen einzubauen und bis zur Oberkante Vegetationstragschicht hochzuführen. 7.2.3 Anschluss an Dachdurchdringungen Bei Anschlüssen an Dachdurchdringungen gelten die gleichen Grundsätze wie bei Anschlüssen an Fassaden. Dachabdichtung/Durchwurzelungsschutz sind entsprechend der Dachneigung 10 oder 15 cm über Oberkante Belag hochzuführen. 7.2.4 Dachrandabschlüsse An Dachrandabschlüssen ist ein vegetationsfreier Sicherheitsstreifen aus z.b. Kies oder Platten als Sicherheitsabstand auszubilden. Der Streifen dient für Kontrolle, Wartung und für Pflegearbeiten. Empfohlen wird, die vegetationsfreien Sicherheitsstreifen in einer minimalen Breite von 30 cm auszuführen. Bei ausreichend hohem Dachrand wird der Anschluss am Dachrand wie an der Fassade ausgeführt. 14

Detail E - Dachrand 10 cm 10 cm Auch hier ist um Feinteilausspülungen aus der Vegetationstragschicht in den vegetationsfreien Sicherheitsstreifen zu verhindern eine ND GreenLiner Randabgrenzung oder ein Filtervliesstreifen einzubauen und bis zur Oberkante Vegetationstragschicht hochzuführen. 7.3 Übersicht vegetationsfreier Sicherheitsstreifen Detail Dachablauf Anschluss an Fassade Anschluss an Dachdurchdringung Dachrandabschluss Vegetationsfreier Sicherheitsstreifen z.b. Kies (min. 16/32)/Betonplatten Ja Ja Ja Ja Empfohlene Breite (begehbar) rundum Tabelle 5. Vegetationsfreier Sicherheitsstreifen - Begehbar 8. Brandschutz Gepflegte intensive Dachbegrünungen gelten als harte Bedachung". Sie sind widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme. 9. Windsogsicherung Für Dachabdichtungen und die zum Dachaufbau gehörenden Schichten sind bereits bei der Planung von Dächern die entsprechenden Maßnahmen zum Schutz gegen Abheben durch Windkräfte festzulegen. Werden Dachabdichtung und Durchwurzelungsschutz lose verlegt, sind sie gegenüber abhebenden Windsog durch den Schichtaufbau der Dachbegrünung zu sichern. Maßgebend ist hier die Last des Schichtaufbaus im trockenen Zustand. In Rand- und Eckbereichen sind z.b. Kiesschüttungen auszuführen, bei höheren Belastungen Plattenbeläge. Zusätzlich ist zu berücksichtigen: die Rauhigkeit der Vegetation die geringe, aber doch zu berücksichtigende Last des Vegetationsbestandes die Winddurchlässigkeit der Vegetationstragschicht, die zu einem Druckausgleich zwischen Ober- und Unterseite der Schicht und somit zu einer Lastreduzierung führt Diese Kriterien sind bei einem Nachweis der Windlastableitung zu berücksichtigen. 15

Nophadrain Intensive Dachbegrünung 10. Schutz bei Emissionen Bei Entlüftungs- und Klimaanlagen ist durch das Austreten von Warm- und Kaltluft und durch das Auftreten von Luftströmungen mit Frost- und Trockenschäden an Pflanzen zu rechnen. Auch Abgase aus Kaminen und Abzügen können direkte Schäden an der Vegetation verursachen. Es ist ein entsprechend vegetationsfreier Abstand einzuhalten, der den Einwirkungsbereich solcher Emissionen berücksichtigt. 11. Unfallschutz Bereits bei der Planung sollten auf Flachdächern notwendige Sicherungsmaßnahmen für die Durchführung von Begrünungs-, Pflege- und Wartungsarbeiten berücksichtigt werden. Die DIN EN 795 gilt als verbindlich. Diese eingeplanten Sicherheitsvorkehrungen vermeiden höhere Folgekosten durch nachträglich anzubringende notwendige Fallschutzeinrichtungen. Konstruktive Möglichkeiten sind je nach Zweckmäßigkeit: Eingebaute Rohrhülsen an den Absturzkanten für die Aufnahme von Geländerstützen, Basis für die sichere Anbringung von Randholmen, Randseilen oder Schutznetzen Anschlagpunkte für Sicherheitsleinen mit fester Verankerung an Dachaufbauten oder an der Tragkonstruktion Den Erfordernissen entsprechende Spannseile, in die Sicherheitsleinen mit Laufseilen eingehakt werden können 12. Ausstattungselemente Ausstattungselemente sind z.b.: Rankgerüste Pergolen Leuchten Becken Bei der Anordnung und Ausbildung von Ausstattungselementen handelt es sich um objektspezifische Detaillösungen, die konstruktiv, statisch und bauphysikalisch gesondert zu lösen sind. Die Standsicherheit, Lastverteilung und die Verankerung muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. Der zugund spannungsfreie Einbau auf der Schutzschicht/Dränageschicht ist zu gewährleisten. Die auftretenden Punktund/oder Flächenlasten sowie die Windkräfte sind bei der Planung, Lagerung, Wartung und beim Bau zu berücksichtigen. 13. Begehbare Flächen Intensive Dachbegrünungen werden in der Regel mit Verkehrsflächen (Terrassen, Wegen oder Pkw/Lkw-Flächen) kombiniert. Je nach Belastung werden unterschiedliche Dränagebahnen verwendet. Bei einer Belastung durch Pkw/Lkw wird die Abdichtung durch die ND TSF100 Schutz- und Gleitfolie geschützt. Der Belag wird in einer Bettungs- oder Ausgleichsschicht auf die ND Dränagebahn verlegt. Bei höheren Belastungen oder bei Ausbildung eines oberseitigen Gefälles wird auf die ND Dränagebahn erst noch eine Tragschicht aufgebracht. 16

14. Schutz vor Versinterungen Durch das Herauslösen von Carbonaten aus Schutzschichten (z.b. Beton- oder Zementestrich) oder Bettungen von Randeinfassungen, Belägen oder Ausstattungselementen können Schadenfälle durch Versinterungen von Dachabläufen auftreten. Zu beachten! Diese Schichten und Bettungen sind so dicht auszubilden oder zu behandeln, dass nur geringe Mengen an Carbonaten herausgelöst werden können. 15. Entwicklungs- und Erhaltungspflege Nach Ende der Fertigungspflege ist der Abschluss von einem Wartungsvertrag mit Festlegung eines langfristigen Pflegekonzeptes zwischen Verarbeiter und Bauherr zu empfehlen. Bei der Pflege sind nicht nur vegetationstechnische Aspekte zu beachten, sondern auch sicherzustellen: die Funktionsfähigkeit der Dachabläufe und der in Kontrollschächten untergebrachten technischen Einrichtungen für Entwässerung und/oder Bewässerung die Kontrolle von Verunreinigungen, Ablagerungen und Einwurzelungen in Kontrollschächten und bei Dachabläufen die Standfestigkeit von Einfassungen, Oberflächenbefestigungen und sonstigen Bauteilen, soweit sie mit dem Gründach in funktionellem Zusammenhang stehen 17

Nophadrain Intensive Dachbegrünung 16. Beispiele Bauweisen intensive Dachbegrünung 16.1 Regelfall Gefälle: 2% Bauhöhe*: 21-206 cm Flächenlast*: 280-3.200 kg/m 2 Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv** ND WSM50 Wasserspeichermatte ND 4+1 Dränagebahn ND WSB80 Wurzelschutzfolie ** Bei einem Schichtaufbau über ca. 50 cm wird ein ND DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch als Untersubstrat eingesetzt 16.2 Sonderfälle 16.2.1 0º-Dach Gefälle: 0% Bauhöhe*: 23-208 cm Flächenlast*: 284-3.204 kg/m 2 Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv** ND WSM50 Wasserspeichermatte ND 5+1 Dränagebahn ND WSB80 Wurzelschutzfolie ** Bei einem Schichtaufbau über ca. 50 cm wird ein ND DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch als Untersubstrat eingesetzt *Bauhöhe und Flächenlast sind abhängig von der jeweiligen Vegetationsform. Die angegebene Werte sind Mittelwerte. 18

Bauweise intensive Dachbegrünung - Regelfall 16.2.2 Umkehrdach Gefälle: 2% Bauhöhe*: 21-206 cm Flächenlast*: 280-3.200 kg/m2 Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv** ND WSM50 Wasserspeichermatte ND 4+1 Dränagebahn Wärmedämmung ND WSB80 Wurzelschutzfolie **Bei einem Schichtaufbau über ca. 50 cm wird ein ND DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch als Untersubstrat eingesetzt 16.2.3 0º-Umkehrdach Gefälle: 0% Bauhöhe*: 23-208 cm Flächenlast*: 284-3.204 kg/m2 Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv** ND WSM50 Wasserspeichermatte ND 5+1 Dränagebahn Wärmedämmung ND WSB80 Wurzelschutzfolie ** Bei einem Schichtaufbau über ca. 50 cm wird ein ND DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch als Untersubstrat eingesetzt Vegetationsschicht - intensive Begrünung: Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume Vegetationstragschicht - ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv Wasserspeicherschicht - ND WSM50 Wasserspeichermatte *Bauhöhe und Flächenlast sind abhängig von der jeweiligen Vegetationsform. Die angegebene Werte sind Mittelwerte. Filterschicht Diese Informationen basieren auf unserem heutigen Kenntnisstand der Dachbegrünung in Deutschland und sollen Anreiz geben, auch Ihre persönliche Erfahrungen im Sinne von zu ergänzenden Erkenntnissen auf diesem Gebiet einfließen zu lassen. Nophadrain BV übernimmt keine Gewähr, Haftung oder sonstige Verantwortung für Aussagen im Rahmen dieser Informationen. Diese Veröffentlichung begründet keine Lizenz und beabsichtigt auch keine Verletzung von bestehenden gewerblichen Schutzrechten von Dritten. Sickerschicht Trenn- und Schutzschicht Durchwurzelungsschutzschicht Nophadrain 11.04.D 19 ND 4+1 Dränagebahn - ND WSB80 Wurzelschutzfolie

Bauweise intensive Dachbegrünung - Regelfall 16.2.2 Umkehrdach Gefälle: 2% Bauhöhe*: 21-206 cm Flächenlast*: 280-3.200 kg/m2 Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv** ND WSM50 Wasserspeichermatte ND 4+1 Dränagebahn Wärmedämmung ND WSB80 Wurzelschutzfolie **Bei einem Schichtaufbau über ca. 50 cm wird ein ND DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch als Untersubstrat eingesetzt 16.2.3 0º-Umkehrdach Gefälle: 0% Bauhöhe*: 23-208 cm Flächenlast*: 284-3.204 kg/m2 Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv** ND WSM50 Wasserspeichermatte ND 5+1 Dränagebahn Wärmedämmung ND WSB80 Wurzelschutzfolie ** Bei einem Schichtaufbau über ca. 50 cm wird ein ND DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch als Untersubstrat eingesetzt Vegetationsschicht - intensive Begrünung: Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume Vegetationstragschicht - ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv Wasserspeicherschicht - ND WSM50 Wasserspeichermatte *Bauhöhe und Flächenlast sind abhängig von der jeweiligen Vegetationsform. Die angegebene Werte sind Mittelwerte. Filterschicht Diese Informationen basieren auf unserem heutigen Kenntnisstand der Dachbegrünung in Deutschland und sollen Anreiz geben, auch Ihre persönliche Erfahrungen im Sinne von zu ergänzenden Erkenntnissen auf diesem Gebiet einfließen zu lassen. Nophadrain BV übernimmt keine Gewähr, Haftung oder sonstige Verantwortung für Aussagen im Rahmen dieser Informationen. Diese Veröffentlichung begründet keine Lizenz und beabsichtigt auch keine Verletzung von bestehenden gewerblichen Schutzrechten von Dritten. Sickerschicht Trenn- und Schutzschicht Durchwurzelungsschutzschicht Nophadrain 11.04.D 19 ND 4+1 Dränagebahn - ND WSB80 Wurzelschutzfolie

Bauweise intensive Dachbegrünung - Regelfall 16.2.2 Umkehrdach Gefälle: 2% Bauhöhe*: 21-206 cm Flächenlast*: 280-3.200 kg/m2 Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv** ND WSM50 Wasserspeichermatte ND 4+1 Dränagebahn Wärmedämmung ND WSB80 Wurzelschutzfolie **Bei einem Schichtaufbau über ca. 50 cm wird ein ND DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch als Untersubstrat eingesetzt 16.2.3 0º-Umkehrdach Gefälle: 0% Bauhöhe*: 23-208 cm Flächenlast*: 284-3.204 kg/m2 Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv** ND WSM50 Wasserspeichermatte ND 5+1 Dränagebahn Wärmedämmung ND WSB80 Wurzelschutzfolie ** Bei einem Schichtaufbau über ca. 50 cm wird ein ND DGS-M Dachgartensubstrat mineralisch als Untersubstrat eingesetzt Vegetationsschicht - intensive Begrünung: Rasen, Stauden, Gehölze, Bäume Vegetationstragschicht - ND DGS-I Dachgartensubstrat intensiv Wasserspeicherschicht - ND WSM50 Wasserspeichermatte *Bauhöhe und Flächenlast sind abhängig von der jeweiligen Vegetationsform. Die angegebene Werte sind Mittelwerte. Filterschicht Diese Informationen basieren auf unserem heutigen Kenntnisstand der Dachbegrünung in Deutschland und sollen Anreiz geben, auch Ihre persönliche Erfahrungen im Sinne von zu ergänzenden Erkenntnissen auf diesem Gebiet einfließen zu lassen. Nophadrain BV übernimmt keine Gewähr, Haftung oder sonstige Verantwortung für Aussagen im Rahmen dieser Informationen. Diese Veröffentlichung begründet keine Lizenz und beabsichtigt auch keine Verletzung von bestehenden gewerblichen Schutzrechten von Dritten. Sickerschicht Trenn- und Schutzschicht Durchwurzelungsschutzschicht Nophadrain 11.04.D 19 ND 4+1 Dränagebahn - ND WSB80 Wurzelschutzfolie

Intensive Dachbegrünung Nophadrain BV Mercuriusstraat 10 Postfach 3016 NL-6460 HA Kerkrade T +31 (0)45 535 50 30 F +31 (0)45 535 39 30 E info@nophadrain.nl S www.nophadrain.nl Nutze den freien Raum! Nutze den freien Raum! Planungs- und Ausführungshilfe