Innendämmsystem Mineraldämmplatten

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Transkript:

Innendämmsystem Mineraldämmplatten Frank Georgi AWT - Xella Deutschland GmbH Vortrag Innendämmung Multipor SAENA-Vortragsreihe 2015 Die Verarbeitung von Multipor im Überblick wichtig keine Dampfsperre/Dampfbremse erforderlich Dämmstoff wird nur verklebt flexible Oberflächengestaltung Oberflächen-Abschluss mit Farbanstrich (= Dispersionsinnensilikatfraben) Putz & Tapete Putz & Farbe Trockenputz (= Gipsfaser- oder Gipskartonplatten) 1

Die praktische Umsetzung Ebenheit der Wand bzw. des Altputzes prüfen Tragfähigkeit des Altputzes prüfen Wand ggf. auf Salzbelastungen prüfen und Maßnahmen daraus ableiten keine Feuchteschäden Frank Georgi Xella Deutschland GmbH 11. März 2015 Die praktische Umsetzung Saugfähigkeit / Schlagregenschutz der Fassade prüfen Frank Georgi Xella Deutschland GmbH 11. März 2015 2

Das Sortiment (Auswahl), (funktionell aufeinander abgestimmt) Multipor Leichtmörtel Multipor Armierungsgewebe (Maschenweite:4*4 und 7*7) Multipor Lehmmörtel, Multipor Kalkfeinputz sowie Innensilikat- & Lehmfarbe Multipor Leichtmörtel Multipor Hanf-Filzstreifen Multipor Kalkfeinputz Mörtel anrühren Wasserbedarf - ca. 8 Liter je 20 kg Sack = 30 ltr. Frischmörtel Verarbeitungszeit: ca. 1,5 h Ergiebigkeit ca. 6 m² je Sack (zum Verkleben) Multipor Eimer mit Füllstandanzeige für das Anmachwasser 3

Kleber auf Platte auftragen nur Multipor Leichtmörtel verwenden!!! vollflächig auftragen, keine Batzen-Methode, Fugen werden nicht verklebt - nur stumpf und knirsch gestoßen mit Zahntraufel 10mm (bis 140 mm Dämmstoffdicke) Platte anbringen Platte im Fugenverband, wie beim Mauern mit 1-2 cm Abstand zur nächsten Platte ansetzen Mit leichtem Druck an der Wand einschwimmen 4

Schneiden der Platten Passstücke werden mit dem Fuchsschwanz zugeschnitten Eventuelle Versatzstellen beischleifen Wenn notwendig beischleifen mit Multipor Schleifbrett Schleifstaub mit z.b nassen Quast entfernen 5

Dämmplatte armieren nur Multipor Leichtmörtel verwenden!!! auftragen mit 10mm Zahntraufel, wie beim Kleberauftrag Leichtmörtel analog auch mit einer gängigen Putzmaschine verarbeitbar Gewebe einlegen Multipor Armierungsgewebe (50 m² bzw. 25 m² Rolle) Stöße 10 cm überbinden lassen Verbrauch 1,1 m² / m² Wandfläche 6

Gewebe einarbeiten das Gewebe mit einem Putzglätter ins obere Drittel der Armierungsschicht einbetten Herstellen der fertigen Oberfläche Oberputz aufziehen danach Oberfläche abglätten oder abfilzen fertig!!! 7

Die Oberflächengestaltung lässt vieles zu Anstrich / Tapete Innensilikatfarbe (= Dispersions- Innensilikat) z. B. Raufasertapeten mit Silikatfarbenanstrich Oberputzvarianten 3 bis 5 mm Multipor Leichtmörtel zeitrecht gefilzt 3 bis 5 mm Multipor Kalkfeinputz zeitgerecht glätten 3 bis 5 mm Multipor Lehmmörtel Wenn Fliesenbelag dann werden Dämmplatten zusätzlich verdübelt 4 Schraubdübel/m² durch die frische Armierungsschicht gesetzt bis 25 kg/m² Flächengewicht frei gegeben Multipor STR U Dübel Armierungsputz mit Gewebeeinlage 8

Elektroinstallation Befestigungen 9

Zusammengefasst Systemlösung Innenwand klassisch Ausgleichsschicht bei Bedarf: : (Kalkzementputz) Multipor-Mineraldämmplatten Multipor Lichtmörtel (Armierungsputz) Multipor Armierungsgewebe. Multipor Kalkfeinputz- bzw. M.-Leichtmörtel Innendämmplatte in Verbindung mit Trockenputz Ausgleichsputz Multipor Trockenputzplatte auf Lattenunterkonstruktion verschraubt Trockenbauplatten werden auf Holzlattenunterkonstruktion bzw. Trockenbaukonstruktionen befestigt. Unterkonstruktion wird durch die Dämmplatten hindurch verdübelt. Keine unmittelbare Verklebung der Trockenbauplatten auf Multipor. 10

Detail Fensterlaibung Multipor Laibungsdämmplatte Format: 600*250*20/30/40 mm passende Putzprofile verwenden, nicht starr anschließen Wärmebrücke beachten, berechnen bzw. minimieren Detail Holzbalkendecke elastische Entkopplung gegen bewegliche Bauteile/Schwingungen mittels z. B. Hanf 11

So bitte nicht Draufsicht alles falsch und mit Multipor nicht erforderlich Ansicht von unten Detail Massivdecke / Dämmkeil Multipor Innendämmkeil Format: 390*500-60/20 mm Wärmebrücke beachten, berechnen f Rsi -Wert 12

Service- und Dienstleistung Bauphysikalische Berechnungen Wir führen objektbezogene Berechnungen durch! 13

Derartige Berechnungstools bitte nicht nutzen Grundlage ist das Glaser-Verfahren, was durch seine stationären Randparameter und Annahmen die Aussagen und Ergebnisse stark verfälscht bzw. den tatsächlichen Feuchteanfall in der Konstruktion überbewertet! Frank Georgi /AWT Xella Deutschland GmbH 11.03.2015 Widerspruch zwischen Theorie und Praxis? Innendämmung mit Multipor funktioniert. Bestätigung durch rechnerische Nachweise Bestätigung durch Messung an Test- /Versuchs- bzw. Experimentalbauten (EOTA) Bestätigung durch Messungen in der Praxis Nachweis nach DIN 4108-3 oft geht nicht auf, weil Glaserverfahren stark vereinfacht ist konstante Klimabedingungen reine Dampfdiffusion keine Feuchtespeicherung kein Flüssigtransport Lösung: Ein genaueres Nachweisverfahren anwenden ( WUFI bzw. Delphin / siehe auch Hinweis dazu in aktueller DIN 4108-3 aus 2014-11 / Anhang D) 14

Referenzen Lessingschule Chemnitz Klinkerfassade keine Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes Thema Schlagregenschutz bewährtes bzw. erprobtes System mit Langzeiterfahrung 2000 m² Multipor WI in d =120 mm Referenzen Sanierung einer Kurklinik in Thermalbad Wiesenbad/Erzgeb. ausgeführt in 2001 Denkmalschutz kein WDVS möglich erhaltenswerte Stuckfassade energetische Aufwertung des Gebäudekomplexes zwingende energetische Verbesserung der Bausubstanz erforderlich gewesen (Schimmel, Kondensat, ) 1500 m² Innendämmung 15

Referenzen Mittelschule Ehrenfriedersdorf 1200 m² Multipor Innendämmung incl. Wandheizung Denkmalschutz etc. Details Wandheizung 16

Multipor bei der Fachwerksanierung in Verbindung mit Lehm erhebliches Energieeinsparpotenzial möglich (pausch. Freigabe bis 80 mm Multipor Dämmstoffdicke) verarbeitungsfreundlich natürliche bzw. ökologische Baustoff System frei von Schadstoffen diffusionsoffenes System keine Dampfsperre erforderlich Raumklima regulierend ebenso exzellente Feuchteaufnahme, - pufferung und Abgabefähigkeit für Allergiker empfehlenswert greift nicht in die Gebäudestatik ein Referenzen Fachwerkgebäude Pirna-Bonnewitz historisches Dorfensemble unterschiedliche Baukonstruktionen Erstellung einer 4*-Pension Wandheizung & Lehm energ. Sanierung & Fördermittel http://www.pensionzumrundling.de/ 17

Innendämmung von Fachwerkgebäuden Referenzen ehemaliges Kutscherhaus in Leipzig KfW-Effizienzhaus 130 Innendämmung mit 120 mm Multipor kpl. Entfernung Altputz/Innenputz hygrothermische Simulation Wärmebrückenbetrachtungen 18

Referenzen 2820m² Wohnfläche 22 Stadthäuser & Wohnungen KfW-Effizienzhaus 70 kontrollierte Wohnraumlüftung & Wärmerückgewinnung BHKW & Eingenstromherstellung hohwertiger Wohnraum Umsetzung 2012 / 2013 Gesamtvolumen: ca. 6 Mio Wohnen in Leipziger Zollhäusern Auch das ist mit Multipor möglich Der Keller ist oft kein Keller mehr im klassischen Sinne 19

Energetische Kellersanierung Dazu zwei technische Infos von Xella/Multipor Kelleraußenwände aus Normalbeton, VZ, KS und PB Wärmebrücke Bereich einbindende Massivgeschossdecke Schimmelpilzgefahr???: 9,5 C!!! Energetische Kellersanierung 1. Kelleraußenwände aus Normalbeton, VZ, KS und PB Vermeidung der Wärmebrücke: 16,0 C 20

Referenz Marienschule, Treuen Marienschule Treuen - Umnutzung von Kellerräumen denkmalgeschütztes Gebäude Sanierung nach historischem Vorbild zu hochwertigen Ausbildungskabinetten Das erste Großobjekt in Finsterwalde 1998 1500 m² Innendämmung 21

Diffusionsoffene System stehen für Langlebigkeit Multipor ist der Beweis Öffnung einer Multipor Innendämmung nach 15 Jahren Keine Beanstandung seitens der Bewohner Keine Schäden erkenn- und messbar Keine Feuchteanreicherung Alle kritischen Details überprüft Objektdaten: Baujahr: 1928/1929, saniert 1998 Bauart: Klinkerfassade Besonderheit: kein ausreichender Schutz vor Schlagregen direkte aufgebrachte GKP alter Farbanstrich wurde nicht entfernt Die Ergebnisse zeigen die langfristige Funktionalität 22

Multipor vielfältig in der Anwendung ~ egal ob Neubau oder Modernisierung ~ Dachdämmung Innendämmung WDVS Deckendämmung Videos zum Nachschauen verschiedene Videos zur Verarbeitung von Multipor unter: http://www.multipor.de/de/content/videos.php 23

Die energetische Betrachtung macht Sinn Massive Innendämmung ohne Dampfsperre ungedämmte Ausgangsvariante U = 2,08 W/(m²K) mit 10 cm Innendämmung U = 0,35 W/(m²K) Faustformel (zur Verdeutlichung des vorhandenen Energie-Einsparpotentials): U-Wert x 10 = Heizöl-Verbrauch in Liter pro m² beheizter Fläche und Heizperiode U-Wert x 10 x 3 = CO2-Emission in kg pro m² beheizter Fläche und Heizperiode Das bedeutet: für Planer: Planungssicherheit (Service z. B. feuchtetechnische Untersuchung der Konstruktion), Beratung vor Ort für Bauherren: langfristige Kostenersparnis sowie unbedenkliche, gesunde Dämmlösung für Verarbeiter: Ausführungssicherheit (Verarbeitungsvorgaben durch Hersteller), Einweisung auf der Baustelle (durch Hersteller) 27 Mineraldämmplatten - Vorteile auf einen Blick Langzeiterprobt mit mehr als 5 Mio m² in 15 Jahren (nur in der Innendämmung) Diffusionsoffen & kapillaraktiv keine Dampfsperre im Systemaufbau bester Brandschutz nicht brennbar / A1 nach DIN EN 13501-1 kombinierte Wärmedämmung & -speicherung keine Allergien auslösenden Stoffe (rein mineralisch) sicher und einfach zu verarbeiten Frank Georgi Xella Deutschland GmbH 13.11.2014 24

Multipor nachhaltig, brandsicher & ökologisch Anwendungstechnik Multipor Frank Georgi Mobil: 0151 / 14800152 Mail: frank.georgi@xella.com Gebietsleiter Multipor Jens Hanschmann Mobil: 0160 / 90 18 65 35 Mail: jens.hanschmann@xella.com 25