IaaS und Virtualisierung

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Transkript:

Virtualisierung Definition: In computing, virtualization (or virtualisation) is the creation of a virtual (rather than actual) version of something, such as a hardware platform, operating system (OS), storage device, or network resources. (Wikipedia) Beispiele Virtueller Hauptspeicher (z.b. Auslagerungsdatei unter Windows) Virtuelles Laufwerk (z.b. Virtual Clone Drive ) Verteiltes Dateisystem VPN (Virtual Private Network) VM (Virtuelle Maschine)

IaaS und Virtualisierung Flexible Bereitstellung von Ressourcen durch virtuelle Maschinen (VMs) Starten vorgefertigte (pre-compiled) VMs, die z.b. als Datei bereitstehen Elastizität: Starten beliebig vieler VMs auf beliebig vielen Servern Unterschiedliche Arten von VMs Vorausgesetzte Hardware-Eigenschaften (CPU, RAM, HDD, ) Zusätzlicher Speicher kann integriert werden Gast-Betriebssystem (Linux, Windows, ) Bezahlung nach VM-Typ und Nutzungsdauer (#Stunden) Herausforderungen Isolated Execution (z.b. Speicher-Management) Faire Verteilung der Ressourcen Performanz im Vergleich Nicht-Virtualisierung

Architektur und Schnittstellen Maschinen-Architektur API Applications ABI Libraries Operating System SystemCalls ISA System ISA User ISA Hardware API = Application Programming Interface ABI = Application Binary Interface ISA = Instruction Set Architecture Quelle: CS5204 Operating Systems @ Virginia Tech Virtualisierung simuliert Schnittstellen

Arten der Virtualisierung (1) Host = echtes System, Guest = virtuelle(s) System/Anwendung VMM = Virtual Machine Manager Quelle Bild und folgende Folien: Cloud Computing -Vorlesung 2012, Daniel Warneke, TU Berlin

Arten der Virtualisierung (2) Virtualization Process Virtualization Java Virtual Machine Common Language Runtime (.NET / Mono) OS / container-based Virtualization Sun Solaris Zone FreeBSD Jails User-Mode Linux Docker System Virtualization Emulation Full Virtualization OS-assisted Virt. HW-assisted Virt. Bochs QEMU znes VMWare Oracle Virtual Box XEN Denali MS Hyper-V KVM Auch genannt: Hardware Virtualization Relevant für IaaS

Full-Virtualization Gast-OS weiß nicht, dass es in einer VM läuft Keine Anpassung des OS nötig, erfordert virtualisierbare HW Bekannter Vertreter: VMWare Handling von Privileged Instructions Teil der Processor Instruction Sets, die nur in System Mode ausgeführt werden können (z.b. direkter Zugriff auf HS und CPU) VMM emuliert Effekt von PrivInstr. auf Hardware (Ressourcen) ( Trap and emulate ) Speicher-Management Gast-OS hat keinen direkten Zugriff auf Machine Memory Virtualisierung der MMU(Memory managment unit): Separierung von Speicher für Gast-OS und VMM (page tables, shadow copies ) Synchronisierung mittels Shadow Page Tables (Mapping Gast phys. Memory auf eigentl. Machine Memory) I/O-Management i.allg. Device-Nutzung durch mehrere VMs Dedicated (z.b. Tastatur), Partitioned (z.b. HDD), Shared (z.b. Netzwerkadapter), Spooled (z.b. Drucker), Virtuell (z.b. Netzwerk-Interface)

OS-assisted (auch: Paravirtualisierung) Häufig genutzte Form von Virtualisierungs-Plattformen Gast-OS weiß, dass es in einer VM läuft Anpassung des OS-Quellcodes nötig OS unterhält Application Binary Interface (ABI) OS vermeidet Privileged Instructions (und damit Emulierung) PrivInstr werden mit Hypercalls, die direkt mit VMM kommunizieren, ersetzt Gast-OS kann eigene Page Tables führen Performanz-Steigerung bei Lesen I/O-Handling durch spezielle Device-Treiber Bekannter Vertreter: XEN Kommerzielle und akademische Verbreitung (u.a. von Amazon EC2) Unterstützung durch OS-Distributoren: opensuse, Debian, Ubuntu,

Containerbasierte / Betriebssystem-Virtualisierung Virtualisierungsebene läuft als Anwendung innerhalb des Betriebssystems Bsp. containerbasierte Virt.: Docker VMs/Container teilen sich Kernel des Host-OS Kein Gast-OS, leichtgewichtige VM Container enthält nur Anwendung und Abhängikeiten (App + Bins/Libs) Nutzen von Linux Kernel features wie cgroups, namespaces Namespaces: isolieren Prozesse wie user lists, process lists, filesystem CGroups: Isolation und Limitierung von Ressourcennutzung (CPU, memory, I/O) Container-Management: z.b. Google Kubernetes, Apache Mesos https://www.docker.com/what-docker

Virtualisierung: Vergleich Modifiziertes Gast OS Full OS-assisted (para) HW-assisted Container Nein Ja Nein Nein Hardware Support nötig Performanz Nein Nein Ja Nein Gute Performanz für compute-intensive Apps (unprivileged instructions directly on CPU) Verbesserte Performance (i.vgl. zu full) durch Kooperation mit Gast-OS Sehr gute Performanz (insbesondere für nicht-modifizierte OS) Weniger speicherintensiv, kein Overhead durch durch Gast- OS, Portabilität, Effizienz Nachteile Schlechte Performanz für dataintensive Apps (IO erfordert syscalls privileged instructions context switches) eingeschränkte Kompatibilität; Management- Overhead für OS- Versionen Eingeschränkte Flexibilität wegen Hardware- Einschränkungen Geringere Isolation, Ggf. Sicherheitsprobleme (Zugriff auf Kernel-OS leichter)

Zusammenfassung Hardware-Infrastruktur Data Center sind Basis einer effiziente Cloud-Infrastruktur Scale out statt Scale up Software-Infrastruktur Software/Platform/Infrastructure as a Service Techniken für Performance & Availability Flexible Kombination von Cloud-Diensten Beispiel AWS Virtualisierung als Grundlage für IaaS

Quellen und Literatur [BH09] Barroso and Hölzle: The datacenter as a computer: An introduction to the design of warehouse-scale machines. Morgan & Claypool, 2009 [De09] Dean: Designs, Lessons and Advice from Building Large Distributed Systems. Keynote LADIS 2009 [DGLS99] Devlin, Gray, Laing, Spix: Scalability Terminology, MS Tech Report, Dec. 1999 [1] http://www.slideshare.net/gwendal/cloud-engineering [2] http://www.slideshare.net/clogeny/cloud-computing-making-the-right-choices [3] http://www.slideshare.net/amazonwebservices/building-powerful-web-applications-in-the-awscloud-a-love-story-jinesh-varia [4] http://bradhedlund.com/2011/09/10/understanding-hadoop-clusters-and-the-network/