Virtuelle Infrastrukturen mit Linux...
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- Linus Heidrich
- vor 10 Jahren
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1 Virtuelle Infrastrukturen mit Linux und deren Integration in OSL SC Christian Schmidt Systemingenieur
2 Virtualisierung "Aufteilung oder Zusammenfassung von Ressourcen" Unterschiedliche Bereiche für die Virtualisierung in der IT Hardware, Desktop, Software, Memory, Storage, Network In jedem Bereich auch noch implementierungsspezifische Unterschiede Keine neue Technik: Hardware-Virtualisierung seit 1967 (IBM CP-40) Anfänge der Softwarevirtualisierung mit chroot (seit 1979 in Unix) Viele Möglichkeiten, viele Produkte über 50 Softwarepakete, die vollständige Hardware-Virtualisierung ermöglichen großer Aufschwung in der x86-welt seit 2000 seit 2005 hardwareunterstützte Virtualisierung bei x86-prozessoren (Intel VT-x AMD-V)
3 Begriffe und Techniken Hardware-Emulation Hardwarekomponenten werden durch Software simuliert unmodifizierte Programme und Betriebsysteme können so gestartet werden sehr langsam, da die VM keinen Zugriff auf reelle Hardware hat Unterschiedliche CPU Architekturen sind kein Problem (x86-programme auf Sparc, Gameboy-Spiele auf x86 PCs) Qemu Virtual PC (x86 on Mac)
4 Begriffe und Techniken Hardware-Virtualisierung Teile der physischen Hardware werden einem Gastbetriebsystem zur Verfügung gestellt Gast hat vollständigen Zugriff auf seine physische Hardware Jedes Programm und Betriebsystem, das auf der reellen Hardware läuft muss ohne Modifikation in der virtuellen Maschine laufen Für x86 erst seit 2005 mit Einführung von AMD-V bzw. Intel VT-x möglich
5 Begriffe und Techniken Container (Betriebsystemvirtualisierung) Funktion des Hostbetriebsystems Kein zusätzliches Betriebsystem in der virtuellen Maschine notwendig Prozesse werden in isolierten Instanzen gestartet Ressourcen können gemeinsam genutzt werden In den Containern können keine Treiber geladen werden Solaris Zonen Linux Container (LXC)
6 Begriffe und Techniken Serverpartitionierung Aufteilung der vorhandenen Hardware in Teilmengen und Zuordnung zu autonomen Betriebssysteminstanzen feste oder dynamische Ressourcenzuordnung Hardwarepartitionen, Softwarepartitionen, Blades Hypervisor schafft die Ablaufumgebung für die virtuellen Maschinen (VMM Virtual Maschine Monitor) nimmt spezielle Systemcalls entgegen und leitet sie an die Hardware weiter oder emuliert sie Typ 1: setzt direkt auf der Hardware auf (XEN, VMware) Typ 2: läuft als Applikation innerhalb eines Betriebsystems (KVM, VirtualBox)
7 Begriffe und Techniken Paravirtualisierung Nutzung spezieller APIs im Gastbetriebssystem für den Zugriff auf die Hardware Anpassung des Gastbetriebssystems ist notwendig Teilweise auch nur einige Treiber paravirtualisiert (Netzwerk, Storage, Grafik...) Hohe Leistung, da optimierte Verfahren genutzt werden können
8 Der Rolle von Linux im Rechenzentrum Windows Unix Linux Mehr als 70% aller Webserver laufen unter Linux Linux ist aus dem tägl. IT-Betrieb nicht mehr wegzudenken Es gibt fast alle Serverapplikationen für Linux hervorragende Serverhardwareunterstützung Marktanteil Serverbetriebsysteme (Webserver) Stand: Juli 2009
9 Mehr als 20 kommerzielle und nichtkommerzielle Virtualisierungslösungen für Linux vorhanden Qual der Wahl Teilweise zusammsetzbare Bausteine sowohl spezielle als auch universelle Lösungen Distributionen bieten teilweise eigene Frameworks, setzen meistens jedoch konsequent auf KVM oder XEN günstige Lösungen doch wo bleibt der Komfort?
10 Distributionen nutzen oft eigene Virtualisierungsframeworks Red Hat Enterprise Virtualization basiert auf KVM zusätzliches Management Interface für eine einfache Handhabung von Deployment, Migration, High- Availability SUSE Linux Enterprise Server XEN oder KVM Virtualisierung SUSE Linux Enterprise Virtual Machine Driver Pack Paravirtualisierte Treiber libvirt ist die gemeinsame Grundlage Bibliothek zur Administration von virtuellen Maschinen Unterstützt KVM, Qemu, XEN, LXC, OpenVZ, VMware, Hyper-V
11 KVM wird wahrscheinlich die bevorzugte Virtualisierungslösung unter Linux Teil des Linux Kernels Hervorragende Performance SPECvirt Performance Benchmark -> sehr gute Ergebnisse skaliert sehr gut auf großen Systemen max Cores, 64TB RAM (64vCPUs, 2TB RAM pro Gast) Open Virtualization Alliance über 150 Unternehmen unterstützen KVM und die Entwicklung von KVM weltweit Paravirtualisierte Treiber für Linux und Windows
12 Vorteile für den Einsatz von Linux in virtuellen Infrastrukturen günstiger Anschaffungspreis große Auswahl an Hypervisoren (auch spezielle) gemeinsame Schnittstelle mit libvirt flexible Umgebung sehr gute Unterstützung aktueller Serverhardware große Community Nachteile viele unterschiedliche Tools für die verschiedenen Aufgaben schlechte Gesamtintegration (Speichermanagement, Hochverfügbarkeit, VM- Management)
13 Einsatzmöglichkeiten von RSIO und OSL SC Mit RSIO und OSL SC für Linux können einige Nachteile wettgemacht werden Hochverfügbarkeit, Applikationsmanagement und Speicherverwaltung aus einer Hand Einfaches Speichermanagement Volumes anlegen, moven, clonen Backups ganzer VMs erzeugen globaler Storagepool günstige, schnellste und einfachste Speicheranbindung über RSIO Unterstützung von P2V Migrationen ganzer (OSL SC) Applikationen
14 Verbesserte Unterstützung von VMs in OSL SC 4.0 Mit OSL SC 4.0 gibt es Virtual Nodes und Virtual Maschine Applications Virtual Nodes Virtuelle Maschine, welche als vollwertiger Node im Cluster betrachtet wird haben Zugriff auf virtual Volumes und die CCF kann Applikationen des Clusters starten und XDM Operationen durchführen Solaris (Zonen) oder Linux (benötigt den OSL-Treiber) tauchen in der Knotenliste des Clusters auf keine Applikation Anschalten und Ausschalten der Virtual Nodes über NPC Methoden
15 Verbesserte Unterstützung von VMs in OSL SC 4.0 Virtual Maschine Applications Virtuelle Maschine, welche als Applikation im Cluster gesehen wird Erstellbar über Applikationtemplates Kann auf physikalischen Nodes mit installiertem Hypervisor gestartet werden Start und Stopp der VM mit ACO-Methoden (appstart/appstop) Migration und Hochverfügbarkeit mit der ACO Keine Begrenzung auf bestimmte Betriebsysteme Backupintegration Point-In-Time Backup der gesamten VM
16 Verbesserte Unterstützung von VMs in OSL SC 4.0 Einfache OS-Migrationen mit OSL Software Applikationen können von physikalischen Nodes in virtuelle Nodes verschoben werden Betriebssystem muss gleich bleiben Konsolidierung kann vereinfacht werden Mischcluster (Solaris/Linux) sind möglich Applikationen können sogar unter verschiedenen Betriebsystemen und Betriebssystemreleases geschwenkt werden (z.b. NFS oder Samba)
17 Mögliche Setups mit OSL SC 4.0 Virtual Nodes Virtual Maschine Applications Cluster gebildet mit shared Storage, RSIO Servern und RSIO Clients RSIO Clients Shared Storage ist auf allen Nodes verfügbar gleiche Namensraum RSIO Server OSL Storage Cluster globale Storageadministration Run Application everywhere Shared Storage
18 Virtual Nodes Virtual Nodes RSIO Clients Virtual Maschine Applications Laufen auf physischen Nodes mit installiertem Hypervisor Benötigen OSL-Treiber (Linux oder Solaris) Haben Zugriff auf Application Volumes und CCF RSIO Server OSL Storage Cluster können Applikationen starten oder Applikationen von ausgefallenen physikalischen Nodes übernehmen Shared Storage laufen immer auf physikalischen Nodes des Clusters mögliche Hypervisor: Solaris Zonen, KVM, XEN
19 Virtual Nodes RSIO Clients Virtual Maschine Applications Virtual Maschine Applications Laufen auf physischen Nodes mit installiertem Hypervisor Applikation läuft in der VM kann im laufenden Betrieb zwischen den physikalischen Nodes geschwenkt werden RSIO Server OSL Storage Cluster Shared Storage unabhängig vom Gastbetriebsystem VM ist auf Application Volumes installierte, hat aber keinen Zugriff auf weitere Application Volumes mögliche Hypervisor: KVM, XEN
20 Virtualisierte Infrastrukturen mit Linux und OSL Storage Cluster Professionelle Virtualisierungslösungen und innovative Speicherverwaltung Management von virtuellen Maschinen über Distributionsgrenzen Clustering, Load-Balancing, Hochverfügbarkeit aus einer Hand Integration der virtuellen Infrastruktur in den bestehenden Cluster Veränderungen im Speicherbackend können ohne Down-Time durchgeführt werden höchste Flexibilität im Bereich der Server- und Storagehardware
21 Was noch fehlt: Tool für das Management von VMs im Cluster derzeit über die ACO mit Start- und Stoppskripten nur teilweise automatisches Deployment und Cloning Schnittstellen sind vorhanden (libvirt, ACO, apptool) Tool ist in Planung :) Welche Features sind wichtig? (Stroagemanagment, automatische Migration, Cloning, Automatische Installation, Monitoring, VM-Management, SNMP, HA, Spezielle Keyssequenzen (STRG_ALT_ENTF, RESET, POWER ON, POWER OFF, POWER_SEQ))
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