Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens Spielen und Gestalten Dieses Kind ist göttlich Ein Krippenspiel von Kerstin Burkhardt
Dieses Kind ist göttlich Ein Krippenspiel von Kerstin Burkhardt K 78 Personen Ein Der Einlasser Lichtchor (5-9 Mitwirkende) Hirten (2-4 Spielerinnen und Spieler) Caspar Melchior Balthasar Der
Zum besseren Verständnis: Dies hier ist ein Krippenspiel, das die Geschichte aus der Bibel zur Grundlage hat. Es ist nichts Abgehobenes oder zu stark Verfremdetes. Die Vorgaben bei diesem Stück sind einfach. Denkt euch einfach in die einzelnen Rollen hinein, spielt nichts, was ihr nicht spielen wollt. Seid sparsam mit Kostümierung und Requisite. Wenn man krampfhaft versucht, so echt wie möglich zu imitieren, wirkt es um so tollpatschiger. Vorschläge zur Kostümauswahl: : sehr einfach : einfaches Schwangerenkleid Hirten: Jeans, dunkles T-Shirt (ohne Aufdruck) Weise: einer in schwarz, einer in grün, einer in rot (keine Gewänder) Lichtchor: ganz in weiß und vereinzelt in gelb Einlasser: ganz einfach kleiden Und dann vor allem: habt Freude am Spiel! Überlegt vorher gemeinsam, was die Botschaft ist. Vielleicht nehmt Ihr in der Zeit bis Weihnachten wirklich mal ein Kind in die Arme, meldet euch an für einen Babysitterkurs, spielt den lieben Weihnachtsmann oder was Euch sonst noch so alles einfällt.
knetet Teig. Ein tritt auf, wenn von ihm die Rede ist. Die Geschichte beginnt im Winter. Nein, eigentlich schon im Frühjahr. Da steht. Du weißt schon, die Frau mit dem Weihnachtsfimmel ganz gedankenversunken in der Küche. Und plötzlich kommt ihr eine Erscheinung. Ein steht auf einmal in ihrer Küche und redet auf sie ein..., du wirst bald schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. knetet an ihrem Teig weiter Woher wollen Sie das denn wissen? lächelt ein Ichsagdirallesbabylächeln Sagen wir, weil ich so etwas, wie eine göttliche Eingebung bekommen habe? Na, wie Sie meinen. So schwer ist ja auch nicht rumzukriegen.? Wer ist das denn? hört auf zu kneten Bitte? Das ist mein Mann. Ich denke, wir sollen ein Kind bekommen, hä? Nein, doch nicht von dem! Viel zu anstrengend für den. entrüstet und bestimmt Hee, was denken Sie von mir? Ich treib s nicht mit jedem. Ich weiß, was ich an meinem habe. Er hält zu mir und ich zu ihm. Jawohl! Denken Sie nicht, ich wäre so eine, die... Du sollst es ja auch nicht mit von irgendwem bekommen. Dein Kind wird vom Weltchef persönlich sein. Sogar einen Namen gibt es schon. Jesus! Der steht schon seit Jahrtausenden fest. Und noch ehe widersprechen kann, ist der Fremde genauso plötzlich verschwunden, wie er gekommen ist.
Was soll das heißen? Ein Kind vom Weltchef persönlich. Wer soll das überhaupt sein? Vielleicht Gott? Dann wäre mein Kind ja göttlich. Schwachsinn! Was heißt da eigentlich mein Kind? Ich habe doch gar kein Kind. Ein Kind vom Weltchef und dann noch mit mir. Lächerlich! So denkt sie und denkt. Sie kommt zu keinem Ergebnis und schließlich tut sie es als Tagtraum ab. So etwas hat ja wohl jeder einmal. Doch es ist noch keine drei Monate später, da hat sie so eine Ahnung. Soll es denn wahr sein? Vom guten, alten ist es jedenfalls nicht. Ich muss es erzählen. Er muss mir einfach glauben. Aber reagiert ganz anders als erwartet. Er sieht zuerst einmal die politische Lage., egal, ob Kind oder nicht, wir müssen heute, na gut, morgen geht auch noch jedenfalls müssen wir hier weg. Den Kaiser interessieren keine Kinder, die noch nicht einmal geboren und ohnehin fraglicher Herkunft sind. Ein bißchen empört ist sie da schon, die. Aber sie hält ihren Mund und packt ihre und s sieben Sachen. Am nächsten Morgen ziehen sie in aller Herrgottsfrühe los. Ihre Reise ist lang. wird immer runder und behäbiger. Sie kann kaum noch Schritt halten., müssen wir denn unbedingt jetzt in dieses Davidsnest? Können wir dort nicht auch später noch vorbeischneien? Wir sagen, wegen unaufschiebbarer Gründe ging s nicht eher. Wie willst du denn bitte diese familiären Gründe erklären? Oh, tut mir leid, ich musste mal schnell den Sohn des Weltchefs persönlich zur Welt bringen. Denkst du, das glaubt dir irgendeiner? Außerdem verschwenden wir wirklich schon genug Zeit mit dieser Reise. Ein Kleinunternehmer, wie ich, kann sich so etwas nicht leisten.
Glaubst du mir etwa immer noch nicht? Du wirst schon noch sehen, wenn... wenn er erst einmal da ist, der Kleine. Er wird groß sein und Sohn vom Weltchef genannt werden. Das hat mir der Fremde damals in der Küche jedenfalls gesagt. Und ich glaube ihm. Was bleibt mir auch anderes übrig. Ja, klar. Und wer wird den Bengel groß ziehen? Wovon sollen wir ihn ernähren bis er der tolle Sohn des Weltchefs genannt werden darf? Hat dir das der Fremde vielleicht auch gesagt? Sicher, der kleine, dumme wird schon was deichseln. Warum nistet der sich nicht in Jerusalem im Palast ein? Die sind doch viel eher zuständig für hohe Persönlichkeiten., warum sollte der Weltchef sich eine so ärmliche Familie aussuchen? glaubt die Geschichte also nicht. Doch steht mit ihrer Behauptung, ihrer Utopie nicht allein auf weiter Flur. Musik setzt ein Auf besagter Flur lümmeln sich zu gleicher Zeit einige zerlumpte Brüder. Dieser Tage feiert man überall Chanukka. Keiner arbeitet so richtig. Aber irgend jemand muss ja nach den Tieren sehen. So gibt es heute, was nicht sehr oft vorkommt, Wein, Gesang und Tanz auf dem Felde. Ausgelassen ist man, und als die Nacht immer schwärzer wird, auch ein bißchen schwermütig. 1. Hirte Schon wieder ein Fest und keiner von uns kann richtig mitfeiern so mit allem drum und dran. 2. Hirte Ich sag euch was. Ohne uns gäbe es keinen Festbraten. Wir sind hier die Wichtigsten. Was ist ein Fest ohne Essen? Los, Schlomo, spiel noch eins. Ich will heute nicht ins Jammern kommen. Gerade setzt Schlomo an, da wird es auf einmal taghell und man meint, die Sonne hätte sich zu weit der Erde genähert. Ein ohrenbetäubender Gesang setzt ein Aus dem Bachschen Weihnachtsoratorium: Jauchzet, frohlocket o.ä. einspielen Offensichtlich will jemand eine Nachricht loswerden. Aber verstehen kann man nichts.
Die Viehhüter drehen sich weg, und halten sich die Ohren zu. Dann sprechen alle durcheinander. 3. Hirte Hee! Wer unterbricht mich hier so frech? 2. Hirte Kann mal einer das Licht ausmachen? 4. Hirte Geht s nicht ein bißchen leiser? 1. Hirte Wer schreit da so furchtbar? Die Musik verebbt, die Viehhüter atmen auf, drehen sich um, um sich gleich wieder abzuwenden. 3. Hirte Wer seid ihr? Was wollt ihr? Lichtchor sehr neutral Fürchtet euch nicht. Ich verkündige euch große Freude, die allem Volke widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen, ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 2. Hirte Was soll das denn heißen? Lichtchor einer Okay, Klartext. Lasst alles stehen und liegen und geht zum Stall vom alten Elim. Dort wird zur Stunde ein echter König geboren. Ihr seid die ersten, die es erfahren. 1. Hirte Hee, sprich nicht so laut von neuen Königen! Nachher seid ihr weg und uns kriegt man dran wegen Hetze gegen den Staat. Lichtchor Geht los oder wir singen wieder! 4. Hirte Schon gut, schon gut. Wir gehen ja. Und schon sind die Scheinwerfer aus, der Lärm gebannt. Verdutzt sehen die Brüder sich um. 4. Hirte Was war das?