Berliner Programmheft

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Transkript:

Berliner Programmheft Herbst Winter 2013 2 Training und Fortbildung für medizinisches Fachpersonal Residents Program Biomet Surgeon Network Ellenbogen-Portfolio Versorgungsforschung Rapid Recovery aus Sicht der Pflege 30 Jahre Taperloc 4 5 8 12 16 18

Kursprogramm im Überblick Herbst Winter 2013 OP = Kurse für OP-Personal Hüftendoprothetik Taperloc 30 Years Masterclass Autumn Hip Meeting Brüssel 7. 8.11. 15. UpDate Orthopädie und Unfallchirurgie Die Hüfte Neuss 15. 16.11. Knieendoprothetik International Knee Meeting The Knee: A New Era Has Arrived Prag 11. 14.9. International Oxford Masterclass New Developments Course Stuttgart 10. 11.10. Oxford-Kurs Heidelberg Heidelberg 21. 22.11. 15. AE-Kongress: Knieendoprothetik zwischen Intuition und Evidenz München 6. 7.12. Sportmedizin / Extremitäten / Trauma (S.E.T.) Köln-Pforzheimer Ellenbogentage Köln 4. 7.9. 30. Jubiläumskongress der Gesellschaft für Arthroskopie (AGA) Wiesbaden 19. 21.9. 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie Düsseldorf 10. 12.10. 10. Hannoveraner Arthroskopie- und Gelenkkurs Hannover 8. 9.11. European Trauma Symposium London 5. 6.12. F.A.M.E. hands-on Berlin 5. 7.9. Zementiertechnik/Biomaterialien Cementing University Kurs für OP-Personal OP Rostock 11. 12.9. Cementing University Kurs für OP-Personal OP Bochum 20.9. Cementing University Kurs für Ärzte Hamburg 28. 29.11. Cementing University Kurs für OP-Personal OP München 3. 4.12. Mikrofixation 21. Jahrestagung der Gesellschaft für Schädelbasischirurgie (GSB) Tübingen 11. 12.10. Wirbelsäule 8. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) Frankfurt 5. 7.12. Weitere Veranstaltungen 32 nd EBJIS Conference 2013 (European Bone & Joint Infection Society) Prag 12. 14.9. Septisches Seminar Berlin 27. 28.9. Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) Berlin 22. 25.10. 12. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung Berlin 23. 25.10. Rapid Recovery Europäisches Expertenmeeting Prag 27. 28.11. European Rapid Recovery Symposium Prag 28. 29.11. Das Programmheft von Biomet Biomet engagiert sich seit jeher mit großem Einsatz für die Fort- und Weiterbildung von Ärzten und OP-Personal. In diesem Programmheft sind Veranstaltungen für den Zeitraum September bis Dezember 2013 aufgeführt. Der Planer auf dieser Doppelseite gibt eine Übersicht über das Angebot in den verschiedenen Themenbereichen. Nach Monaten geordnet finden sich im Heft weitere Angaben zu den einzelnen Veranstaltungen. Diese werden durch Informationen zu den Veranstaltungskonzepten, zu medizinischen Fragen und medizintechnischen Produkten ergänzt, die mit ihnen im Zusammenhang stehen. Die überwiegende Zahl der Veranstaltungen ist sehr stark praxisorientiert. Die Kurse bieten hochkarätig ausgestattete Übungsmöglichkeiten mit intensiver Betreuung durch erfahrene Instruktoren. Deshalb ist die Anzahl der Teilnehmer begrenzt und eine Anmeldung nur nach Rücksprache möglich. Wenn Sie Interesse an bestimmten Veranstaltungen haben, wenden Sie sich bitte an das Marketing Services Team. Sie können eine E-Mail an de.info@biomet.com schicken oder auch das Faxformular auf Seite 22 am Ende des Heftes nutzen. 2 3

September Knie Weitere Veranstaltungen Köln-Pforzheimer Ellenbogentage 4. 7.9. Köln Anatomischer Workshop am 7.9. Referent: Dr. Boris Hollinger F.A.M.E. hands-on 5. 7.9. Berlin Workshop am 7.9., 11 14 Uhr Thema: JuggerKnot Softanker Cementing University Kurs für OP-Personal 11. 12.9. Rostock International Knee Meeting The Knee: A New Era Has Arrived 11. 14.9. Prag, Tschechien 32 nd EBJIS Conference 2013 (European Bone & Joint Infection Society) 12. 14.9. Prag 30. Jubiläumskongress der Gesellschaft für Arthroskopie (AGA) 19. 21.9. Wiesbaden Live-OP am 19.9. Thema: Oxford zementfrei mit Microplasty-Instrumentarium Operateur: Prof. Dr. Philipp Lobenhoffer Workshop am 20.9. Thema: Das Oxford Kniesystem 35 Jahre bewährte Versorgung mit einem Teilgelenkersatz Referenten: Mr. Christopher Dodd Prof. Dr. Philipp Lobenhoffer Cementing University Kurs für OP-Personal 20.9. Bochum Septisches Seminar 27. 28.9. Berlin OP OP Nachwuchs im Blick Residents Program auf dem International Knee Meeting in Prag, 11. 14. September Das Biomet-Trainingsprogramm für erfahrene Operateure ist seit vielen Jahren eine feste Größe in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Mit dem neuen Residents Program gibt es beim International Knee Meeting nun erstmals auch ein Fortbildungsangebot für junge Mediziner am Anfang ihrer Facharztkarriere. Sie können aus erster Hand Tipps und Informationen von renommierten Experten des Fachbereichs erhalten und sich mit Ärzten anderer Kliniken aus dem In- und Ausland vernetzen. Dr. Thomas Heyse vom Universitätsklinikum Marburg übernimmt die Rolle des Mentors für die jungen Operateure. Er wird ihnen zu Fragen rund um den Kongress und das wissenschaftliche Programm Rede und Antwort stehen. Wie ihre erfahrenen Kollegen können die jungen Ärzte sämtliche Vorträge, Masterclasses und Workshops besuchen. Zusätzlich wird es, speziell für die Assistenzärzte, jeden Morgen ein sogenanntes Breakfast with the stars geben. Dabei können sie sich mit den Referenten des International Knee Meetings und natürlich auch untereinander austauschen. Das Assistentenprogramm soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Weitere Information: Anne Bramborg, Tel.: +49 30 84581-156, anne.bramborg@biomet.com Interaktiv fortbilden Biomet Surgeon Network zeigt Live-OPs Mit dem Biomet Surgeon Network bietet Biomet als erstes Orthopädie-Unternehmen ein globales Fortbildungsnetzwerk. Zu festgelegten Terminen werden unter www.biometnetwork.com moderierte Live- Operationen übertragen, die interaktiv verfolgt werden können: Führende Operateure demonstrieren der Online-Community in Echtzeit ihre Operationstechniken mit Biomet-Produkten. Sie geben Tipps und zeigen ihre besonderen Ansätze. Die Teilnehmer können über den Moderator Fragen stellen und sich auch untereinander austauschen. Termine im Sommer 2013 Juli August 11.7., 15.30 Uhr: Oxford Microplasty Operateur: Dr. Philip Fleuriau Chateau 26.7., 13 Uhr: Comprehensive Reverse Shoulder System Operateur: Dr. Tim Codd 7.8., 13 Uhr: Oxford Signature Operateur: Dr. Mark Klaassen 14.8., 12 Uhr: JuggerKnot Soft Anchor in the Shoulder and Elbow Operateur: Dr. Keith Lawthorn Die Operationen werden nach der Übertragung archiviert. Wer einen Live-Termin nicht wahrnehmen kann oder eine OP zu einem späteren Zeitpunkt nochmals anschauen möchte, hat dazu jederzeit die Möglichkeit. Unter www.biometnetwork.com können sich Ärzte und OP-Personal kostenfrei registrieren. Weitere Information: www.biometnetwork.com 5

Knie Bewährt und optimiert Varianten des Oxford-Kniesystems Das Oxford-Knie ist weltweit das meistverwendete unikondyläre Implantatsystem. 1 Sein grundlegend unverändertes Design hat sich in mehr als 35 Jahren hervorragend bewährt. Zu seinem dauerhaften Erfolg hat aber auch beigetragen, dass es ständig weiterentwickelt und in wichtigen Details verbessert wurde. Zuletzt wurden die Verankerung, das Instrumentarium und die OP- Technik optimiert. 2-Peg-Femurkomponente: Mehr Fläche, geringere Punktbelastung, weniger Abrieb Die Femurkomponente mit zwei Verankerungsstiften verleiht dem Implantat zusätzliche Rotationsstabilität. Diese soll das bereits geringe Lockerungsrisiko des Oxford-Knies noch weiter senken. Das Design erhöht zudem die Kontaktfläche zwischen Inlay und Femur in starker Beugung. Die 2-Peg-Version ist anterior verlängert. Damit gibt es Platz für den zweiten Verankerungsstift. Das Implantat kann in stärkerer Flexion eingebracht werden, was zwei wichtige Vorteile bringt: Die artikuläre Kontaktfläche wird vergrößert und Belastungsspitzen in tiefer Flexion werden reduziert. Point Contact Zementfrei genauso gut verankert Die 2003 eingeführte zementfreie Version des Oxford-Knies hat sich klinisch bestens bewährt und kann inzwischen hervorragende mittelfristige Ergebnisse vorweisen. In der Studie von Liddle et al. 2 mit 1.000 Versorgungen liegt die Implantat-Überlebensrate nach sechs Jahren bei 97 Prozent. Lediglich 1,6 Prozent beträgt die Rate der Revisionen oder implantatbedingten Komplikationen. Die Werte der Funktionsscores sind mit denen der zementierten Version vergleichbar. Die Studie zeigt, dass grundsätzlich keine durchgängigen Aufhellungslinien erkennbar sind. Nur neun Prozent der tibialen Komponenten weisen nicht progrediente, partielle Aufhellungslinien auf. An den Femurkomponenten wurden keinerlei Aufhellungslinien entdeckt. 2 Bei einer kontrollierten, randomisierten RSA- Studie von Kendrick et al. 3 wurden die Implantate von 43 Patienten unmittelbar postoperativ sowie 3, 6, 12 und 24 Monate nach dem Eingriff einer radiostereometrischen Analyse (RSA) unterzogen. Dabei wurde vor allem die Implantatmigration verglichen. Das Ergebnis: Die Qualität der Verankerung ist bei der zementfreien Version (2-Peg) genauso gut wie bei der zementierten. Microplasty-Instrumentarium: präzise, reproduzierbar, intuitiv Weitere Information: Das neue Instrumentarium Oxford Microplasty ermöglicht noch zuverlässiger re- benjamin.hohaus@biomet.com Area Contact Benjamin Hohaus, Tel.: +49 30 84581-136, pro duzierbare Ergebnisse bei optimierter intuitiver Handhabung. Es erlaubt eine 1 Data on File, National Joint Registry, Annual Report, 2012 besonders knochenschonende Resektion, 2 Liddle A et al. Cementless fixation in Oxford Unicompartmental knee replacement: A multicentre study of 1000 patients. 1-Peg- und 2-Peg-Komponente eine präzise Präparation und erleichtert die JBJS B 2013;95-B:181 7 3 Kendrick et al: A Randomised Controlled Trial of Cemented versus Cementless fixation in Oxford Unicompartmental Knee Repla- in 130 Grad Flexion exakte Ausrichtung der Komponenten. Ein wesentlicher Bestandteil des Instrucement (RSA), presented at OARSI 2012 and GOMS 2012 6 7 mentariums ist eine neue femorale Bohrführung. Diese wird mit dem intramedullären Ausrichtstab verbunden. Die Ausrichtung der Femurkomponente wird so deutlich vereinfacht. Weiterhin steht ein neues Instrument zur präzisen Bestimmung der tibialen Resektionshöhe zur Verfügung. Die neuartige Anti-Impingement-Fräse unterstützt den Operateur dabei, eine definierte Knochenmenge exakt zu entfernen das Risiko des Impingements wird damit minimiert. Das neue Microplasty-Instrumentarium ermöglicht dem Anwender, den Patienten entweder mit einer zementierten oder zementfreien Oxford-Knieendoprothese zu versorgen. Besonders knochenschonend: das Microplasty- Instrumentarium

S.E.T. Alles für den Ellenbogen Von Trauma bis Tumorendoprothese: umfassendes Portfolio Trendsportarten wie Skaten und Mountainbiken lassen die Verletzungszahlen am Ellenbogen kräftig steigen. Zugleich bringt die demographische Entwicklung immer mehr degenerative Erkrankungen mit sich. In der Alterschirurgie ist eine Versorgung bei komplizierten distalen Ellenbogenfrakturen mit halbgekoppelten Endoprothesen inzwischen State of the Art. So gibt es an dem kleinen Gelenk ein ausgesprochen großes Spektrum an Schadensbildern. Implantate, die genau auf den jeweiligen Fall abgestimmt werden können, sind für die optimale Versorgung unabdingbar. Biomet bietet ein umfassendes Portfolio spezifischer Traumaprodukte sowie eine fein abgestufte Endoprothetik. A.L.P.S.-Plattensystem Die anatomisch vorgeformten Platten sind auf die komplexen Formen der beteiligten Knochen abgestimmt. Sie lassen sich zudem intraoperativ leicht an die individuellen Gegebenheiten anpassen. Indikationen Frakturen, Osteotomie, Pseudarthrose, auch bei schlechter Knochenqualität Anatomische Konturierung zur schnellen Anpassung an die Fraktursituation Vormontierte Bohrführungen, F.A.S.T. Guides für einfache und schnelle Richtungsfindung Intraoperative Anformung der Platten zur Feinanpassung an die individuelle Anatomie Zahlreiche Schraubenoptionen A.L.P.S.- Plattensystem JuggerKnot Softanker ExploR-Radiuskopfprothese L.R.E. Discovery JuggerKnot-Softanker und ToggleLoc-Fixationssystem mit ZipLoop-Technologie Das ToggleLoc-Fixationssystem und der JuggerKnot-Softanker 1,4 mm bieten die Möglichkeit einer knochenschonenden sporttraumatologischen Versorgung. Indikationen Refixation des ulnaren oder radialen Kollateralbands Rekonstruktion des lateralen Epikondylus Refixation der Bizepssehne ExploR-Radiuskopfprothese Das modulare Implantat ermöglicht die gezielte Wiederherstellung der normalen Anatomie. Indikationen Komplizierte Radiuskopffrakturen, posttraumatische Deformität und Instabilität Zahlreiche Modulgrößen erlauben 75 verschiedene Kombinationen Montage in situ Schonung des Ligamentum collaterale radiale Natürliche Artikulation der radiohumeralen und radioulnaren Gelenke Poröse Titanbeschichtung Lateral Resurfacing Elbow L.R.E. Der Oberflächenersatz für das laterale Kompartiment des Ellenbogens ersetzt die Oberflächen von Capitulum humeri und Radiusköpfchen. Indikationen Isolierte Gelenkarthrose des lateralen Kompartiments, rheumatoide Arthritis im Frühstadium, posttraumatische Arthrose Zementfreie Pressfit-Verankerung Einfache Operationstechnik Ausgereiftes und anwenderfreundliches Instrumentarium Discovery Das modulare Implantatsystem erlaubt die Wiederherstellung der natürlichen Anatomie. Der einzigartige Kondylenkit ermöglicht einen leichten Bewegungsablauf ohne Kontaktstress und minimiert den Abrieb. Indikationen Ausgedehnter Knochenverlust und Instabilität am distalen Humerus Epikondylen bleiben erhalten Varus/Valgus-Laxität von 7 Anatomisch geformte Schäfte Auswechselbarer PE-Ring Kombination mit Mosaic-Schultersystem möglich Langschäfte für Revisionen Weitere Information: Daniel Buchholz, Tel.: +49 30 84581-215, daniel.buchholz@biomet.com 8 9

Oktober Weitere Veranstaltungen International Oxford Masterclass New Developments Course 10. 11.10. Stuttgart 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie 10. 12.10. Düsseldorf 21. Jahrestagung der Gesellschaft für Schädelbasischirurgie (GSB) 11. 12.10. Tübingen Training & Education im Fokus des Biomet- Auftritts Neuer Messestand auf dem DKOU DKOU-Lunch-Workshops Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 22. 25.10. Berlin Biomet-Lunch-Workshops jeweils 13 14 Uhr 22.10.: DVR (Trauma) 23.10.: GTS (Hüfte) 24.10.: Oxford (Knie) Rapid Recovery 25.10.: Spacer (Revision) 12. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung 23. 25.10. Berlin Lunch-Workshop am 25.10., 13 14 Uhr Thema: Status quo in der Endoprothetik Training und Fortbildung haben bei Biomet schon immer einen besonderen Stellenwert. Auf dem neuen Messestand für den Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfall - chirurgie (DKOU, 22. 25.10.2013, Berlin) stehen sie fortan ganz buchstäblich im Mittel - punkt: Ein eigener Workshopraum mit Glasfront wird erstmalig Herzstück des Messestandkonzeptes in Berlin sein. Die Kombination aus profundem Anwenderwissen und hervorragenden Produkten schafft die solide Grundlage für eine bestmögliche medizinische Versorgung. Dazu soll auch diese zusätzliche Trainingsmöglichkeit während des Berliner Kongresses beitragen. In dem Workshopraum werden täglich die traditionellen Lunch-Workshops und weitere Vorträge angeboten. Zudem können dort an insgesamt vier Stationen einzelne OP- Schritte und verschiedene Instrumentarien am Kunstknochen demonstriert werden. Dabei stehen folgende Produkte im Fokus: Die Workshops finden am Biomet-Stand jeweils von 13 bis 14 Uhr statt: 22.10. DVR Versorgung der distalen Radiusfraktur Prof. Dr. Michael Wich, Berlin 23.10. GTS Kurz und bündig PD Dr. Robert Hube, München / Dr. Alois Franz, Siegen 10 Oxford Microplasty Optipac / StageOne Select Hüft-Zementspacer DVR-Radiusplatte Polaris-Fixationssystem für die Wirbelsäule 24.10. Oxford-Knie Prof. Dr. Peter Aldinger, Stuttgart / Dr. Michael Clarius, Bad Rappenau Rapid Recovery: Status quo in der Endoprothetik Veranstaltungsort: Salon 8 25.10. Der Einsatz von Spacern in der Revisionsendoprothetik Prof. Dr. Heino Kienapfel, Berlin 11

Weitere Veranstaltungen Das große Ganze 12. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung 23. 25.Oktober, Berlin Teilnehmer des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie haben in diesem Jahr die Möglichkeit, zusätzlich den Fachbereich Versorgungsforschung kennenzulernen: Der 12. Deutsche Kongress für Versorgungsforschung findet parallel zum DKOU statt (23. bis 25. Oktober, Internationales Congress Centrum Berlin), denn im Fokus der diesjährigen Veranstaltung steht das Fachgebiet Orthopädie. Veranstalter sind das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung zusammen mit dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Dr. Claudia Linke, Leiterin des Bereiches Health Care Initiatives bei Biomet Deutschland, erläutert im Interview, wo die Schwerpunkte der Veranstaltung liegen. Was erwartet die Kongressteilnehmer? Risikobewertung von Medizinprodukten und Arzneimitteln in diesem Bereich sowie die Methodik der Versorgungsforschung. Es gibt kein anderes Forum, in dem so umfassend, fachübergreifend und vor allem patientenorientiert über die medizinische Versorgung in Deutschland diskutiert wird. Vor- und Nachteile bestimmter Anwendungen, Produkte und Medikamente, um Versorgungskonzepte sowie um die Vorsorge vor und die Behandlung von Komplikationen wie beispielsweise Infektionen. Weshalb engagiert sich Biomet auf dem Versorgungsforschungskongress? Wir sind überzeugt davon, dass die Versorgungsforschung für die Orthopädie der Zukunft enorm wichtig ist. Die bestmögliche Versorgung und das bestmögliche und damit auch nachhaltige Ergebnis für den Patienten können nur in Zusammenarbeit aller an der medizinischen Versorgung beteiligten Gruppen gelingen. Und natürlich wollen wir als Medizinprodukte- Unternehmen so viel wie möglich über die Versorgung von Orthopädie-Patienten wissen: Welche Komplikationen gibt es, wie Dr. Claudia Linke ist Leiterin des Bereiches Health Care Initiatives bei Biomet Deutschland. können einzelne Schritte und übergreifende Abläufe der Behandlung verbessert werden? Diese Erkenntnisse fließen dann beispielsweise in unser Behandlungsprogramm Rapid Recovery sowie in die (Weiter-)Entwicklung von Produkten ein. Information im Internet zur Veranstaltung: www.dkvf2013.de Information im Internet zur Versorgungsforschung: www.monitor-versorgungsforschung.de Sie werden umfassende interdiszipli- Weitere Information: Dr. Claudia Linke, Tel.: +49 30 84581-121, näre Diskussionen darüber erleben, claudia.linke@biomet.com wie Versorgung am besten gestaltet werden DKVF-Workshop: Status quo in der kann mit den für den Patienten bestmöglichen Endoprothetik, 25.10. 2013, Saal 4, 13 14 Uhr Ergebnissen. Es werden Vertreter aller in die Behandlung involvierten Bereiche Welche Fragen stehen zugegen sein: der Ärzteschaft, von Pflegevereinigungen, der Physiotherapie, der Kran - im Mittelpunkt? Die Versorgungsforschung kenkassen und der Industrie, ebenso Patientenvertreter, Es sind Aspekte, die zurzeit breit Politiker und so weiter. diskutiert werden: Operieren wir zu Der Fokus der Versorgungsforschung liegt auf der optimalen Kranken- und Gesundheits- Zudem werden problembezogen Forschungsresultate viel? Was beeinflusst wie das Operationsversorgung und deren Rahmenbedingungen. Im Interesse des Patienten untersucht sie und -methoden sowie ergebnis? Weitere Beispiele sind die regio- die Gesamtbehandlung durch medizinisches und nicht-medizinisches Fachpersonal von Erfahrungen aus der Praxis dargestellt. Zu nalen Unterschiede in der Versorgung, der Prävention über die Erstvorstellung beim Hausarzt, die Versorgung im Krankenhaus den Hauptthemengebieten des diesjährigen Zertifizierungssysteme wie EndoCert und die bis hin zur Rehabilitation und Nachsorge. Die Versorgungsforschung hat zum Ziel, Zusammenhänge Kongresses gehören die Versorgungsforschung Bedeutung des Endoprothesenregisters. zu erklären und darauf aufbauend optimale Versorgungskonzepte zu ent- in der Orthopädie, die Nutzen- und Desweiteren geht es um die ökonomischen wickeln, deren Umsetzung ebenfalls evaluiert wird. 12 13

November Hüfte Taperloc 30 Years Masterclass Autumn Hip Meeting 7. 8.11. Brüssel 10. Hannoveraner Arthroskopieund Gelenkkurs 8. 9.11. Hannover Live-OP am 9.11., 8 10 Uhr Thema: Oxford zementfrei mit Microplasty-Instrumentarium Operateur: Prof. Dr. Philipp Lobenhoffer 15. UpDate Orthopädie und Unfallchirurgie Die Hüfte 15. 16.11. Neuss GTS-Workshop mit Dr. Alois Franz Oxford-Kurs Heidelberg 21. 22.11. Heidelberg Rapid Recovery Europäisches Expertenmeeting 27. 28.11. Prag European Rapid Recovery Symposium 28. 29.11. Prag Cementing University Kurs für Ärzte 28. 29.11. Hamburg 14 Hüfte Intensiver Austausch Rückblick auf das erste GTS User Meeting Umfassende Information sowie der intensive Austausch zwischen Experten, Neuanwendern und Interessenten standen im Mittelpunkt des ersten GTS User Meetings Anfang Februar in München. Unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Robert Hube (München) wurde die Fragestellung Der Weg oder das Ziel? Innovative OP-Techniken und bewährte Schaftphilosophien erörtert und unter den insgesamt 23 Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz intensiv diskutiert. Das Programm begann mit einführenden Vorträgen über minimalinvasive OP-Techniken in der primären Hüftendoprothetik und die Verwendung von Kurzschäften im Allgemeinen. Dann rückte der GTS-Schaft in den Mittelpunkt: Prof. Grappiolo, Autor des GTS-Hüftschafts, stellte erste durchweg positive 3-Jahresergebnisse der Endoprothese vor. Die Referenten berichteten von ihren Erfahrungen und lieferten detaillierte Beschreibungen der OP-Technik. Besonders anschaulich wurde die Implantationstechnik, als PD Dr. Hube einen 3D-OP-Film über Raspeltechnik und Positionierung des GTS zeigte. Wir haben die Veranstaltung in kleinerem Rahmen abgehalten, um den Operateuren eine möglichst aktive Teilnahme zu ermöglichen, erklärt Julia Schönberger, Produktmanagerin für den Bereich Hüftendoprothetik bei Biomet. So gab es für die Teilnehmer nach den Vorträgen ausreichend Zeit für Diskussionen. Angeregt debattiert wurde auch in einer Session zum klinischen Einsatz. Hier analysierten die GTS-Anwender eigene Fallbeispiele. Was ist bei der präoperativen Planung zu beachten? und Wie sitzt das Implantat? waren Fragen, die dort besprochen wurden. Die Bayerische Landesärztekammer vergab für eine Teilnahme am GTS User Meeting acht Fortbildungspunkte. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren sehr gut. Daher werden wir an unserem Konzept festhalten und weitere User Meetings anbieten, verspricht Julia Schönberger. Teilnehmer-Feedback Weitere Information: Julia Schönberger, Tel.: +49 30 84581-152, julia.schoenberger@biomet.com Professor Dr. Siegfried Rübenacker, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung im Kreiskrankenhaus Langenau: Ich bin noch kein Anwender des GTS-Hüftschafts, habe aber großes Interesse an dem Implantat. Die Vorträge auf dem GTS User Meeting haben mich noch neugieriger gemacht. Mir hat vor allem die klare, umfassende und sachliche Darstellung der Eigenschaften und biomechanischen Möglichkeiten der Endoprothese zugesagt. Sämtliche Merkmale wurden detailliert analysiert und anschließend sachkompetent diskutiert auch kritische Betrachtungen hatten ihren Raum. Insgesamt war es eine äußerst hochwertige Tagung, die mir ein sehr exaktes Bild des GTS-Schafts vermittelt hat. Ich werde mir die Implantation der Endoprothese nun in Mailand bei Professor Guido Grappiolo anschauen und habe vor, sie schon bald selbst zu verwenden. 15

Weitere Veranstaltungen Tägliche Arbeit viel unkomplizierter Rapid Recovery aus Sicht der Pflege Mehr Sicherheit in den Arbeitsabläufen, zufriedenere Patienten, eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen der Abteilung das sind Veränderungen, die Ute Merschmeier seit der Einführung des Behandlungsprogramms Rapid Recovery beobachtet hat. Sie ist stellvertretende Pflegedienstleiterin und Patientenmanagerin in der Orthopädischen Klinik Volmarstein. Seit knapp zwei Jahren werden dort in der Orthopädie und Unfallchirurgie Hüft- und Knieendoprothetik-Patienten nach dem Rapid Recovery-Konzept versorgt. Ute Merschmeier erläutert im Interview, wie sich ihr Arbeitsalltag durch die Anwendung des Programms konkret geändert hat und wie Rapid Recovery von Patienten und Kollegen angenommen wird. Was sind Ihre Aufgaben als Rapid Recovery-Managerin? Ich vertrete das Pflegepersonal in der Rapid Recovery-Steuerungsgruppe, in der Vertreter aller an der Behandlung beteiligten Bereiche unserer Klinik sitzen der Anästhesie, der Orthopädie, der Physiotherapie und des Sozialdienstes. Dort besprechen wir, wie wir die Abläufe verbessern können und suchen nach Lösungen, wenn es Probleme gibt. Außerdem organisiere und plane ich die Patientenschule. Wie ist die Patientenschule organisiert? Die Patienten bekommen außerdem eine Ein weisung in die Physiotherapie, und ich muss klären, welche Hilfsmittel sie benötigen. Anschließend erklärt der Sozialdienst die Reha-Möglichkeiten und organisiert, wenn möglich, auch gleich den Reha-Aufenthalt. Zum Mittag essen sind die Patienten wieder zuhause. Wie hat sich Ihr Arbeitsalltag durch Rapid Recovery geändert? Vor allem am Anfang hat die Umstellung die Änderung der Abläufe, die Frühmobilisierung und die aufgrund der kürzeren Verweildauern höhere Patientenzahl einiges an Mehrarbeit erfordert. Dies bringt ein neues Projekt einfach mit sich. Ich bin aber sehr überzeugt von Rapid Recovery, deshalb hat mich das zu keinem Zeitpunkt gestört. Die Patientenschule ist natürlich etwas komplett Neues. Ebenso die Arbeit in der Steuerungsgruppe. Die enge Verzahnung der verschiedenen Bereiche durch Rapid Recovery hat zwangsläufig dazu geführt, Natürlich mussten wir erst lernen, uns miteinander auseinanderzusetzen. Aber, ich finde, das bekommen wir mittlerweile gut hin. Wir sind im Team prima zusammengewachsen. Der Umgang ist sehr kollegial. Vorschläge und Bedenken werden ernst genommen, egal ob sie von einem Arzt oder einer Krankenschwester kommen wir bringen das Projekt wirklich gemeinsam voran. Hat sich das Arbeitspensum nach der Anfangsphase wieder reduziert? Ja, dafür sorgt unter anderem die eingebaute Prozessoptimierung. Wir haben klare Handlungspfade, an die wir uns halten, beispielsweise was die Schmerzmedikation betrifft. Das verleiht Sicherheit, und wir wissen immer genau, was wann zu tun ist. Vieles hat sich nach den ersten Wochen automatisiert. Dass die Patienten so gut aufgeklärt werden, wirkt sich auch positiv aus. Wir müssen nicht mehr so viel erklären, die Patienten sind insgesamt zufriedener und, dank der koordinierten interprofessionellen Versorgung, schneller wieder vergleichsweise aktiv. Das macht unsere Arbeit sehr viel unkomplizierter. Woran erkennen Sie, dass die Patienten zufriedener sind? Ute Merschmeier ist stellvertretende Pflegedienstleiterin und Patientenmanagerin in der Orthopädischen Klinik Volmarstein. die Patienten auch weniger Angst. Es gibt zwar auch manche, die skeptisch sind und befürchten, nicht schon nach einer Woche wieder so fit zu sein, wie es mit Rapid Recovery möglich ist. Doch den allermeisten gelingt das sehr gut. Erreicht ein Patient die vom Programm vorgegeben Entlasskriterien einmal tatsächlich nicht in der vorgesehenen Zeit, bleibt er eben noch etwas länger. Welche Wirkung hatte die Einführung des Programms auf die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter? Am Anfang war die Skepsis groß. Schaffen wir das? Und schaffen es die Patienten? Wir haben nur sehr wenige Ausschlusskriterien für das Programm, auch 80-Jährige durchlaufen es. Doch inzwischen sind die meisten von dem Projekt überzeugt, denn sie haben gemerkt: Es funktioniert. Die Ziele frühe Entlassung und frühe Rückkehr in den Alltag sowie höhere Zufriedenheit werden dank des umfassenden Programms erreicht. Das Rapid Recovery-Konzept wird sich weitläufig durchsetzen, da bin ich mir sicher. Sie findet bei uns jede Woche statt, Die Rückmeldungen sind sehr positiv. immer donnerstags. Nachdem ich die Viele sagen bereits in der Patientenschule, Patienten begrüßt habe, informieren nacheinander dass sie sich bei uns gut aufgehoben ein Operateur, ein Anästhesist, ein fühlen. Dass die Patienten schon dort Ärzte, Physiotherapeut und ich oder eine Kollegin Pflege fachkräfte und die weiteren Kollegen die Gruppe darüber, was sie erwartet und kennenlernen, steigert ihr Vertrauen in die Behandlung. Sie wissen einfach, was passiert, wie jeder einzelne dazu beitragen kann, Weitere Information: Rapid Recovery-Team, schnell wieder auf die Beine zu kommen. merken, dass die Prozesse zusammenhängen Tel.: + 49 30 84581-132, Die Vorträge dauern ungefähr zwei Stunden. dass wir viel intensiver zusammenarbeiten. und wie sie ineinandergreifen. So haben de-rapidrecovery@biomet.com 16 17

Dezember Hüfte Cementing University Kurs für OP-Personal 3. 4.12. München European Trauma Symposium 5. 6.12. London 8. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) 5. 7.12. Frankfurt 15. AE-Kongress: Knieendoprothetik zwischen Intuition und Evidenz 6. 7.12. München OP 30 Jahre Taperloc Wir haben wissenschaftlich-didaktische Pionierarbeit geleistet Vor 30 Jahren kam der Taperloc-Hüftschaft auf den Markt. Material und Design des Implantats waren damals völlig neuartig und stießen zunächst auf große Skepsis. Doch das Konzept setzte sich durch, denn die klinischen Ergebnisse erwiesen sich als hervorragend. Heute gehört Taperloc zu den Klassikern der Endoprothetik, die sich dauerhaft bewährt haben. Dr. Dane Miller, Mitbegründer von Biomet, erinnert sich an die Anfänge. War der Taperloc-Schaft das erste Titan-Implantat? Er war sicherlich eines der ersten. Damals gab es zwar schon einige Ansätze in der Traumaversorgung, bei Indi vidualimplantaten, aber noch kein Titan-Standardprodukt mit nennenswertem Marktanteil. Zudem wurden einige dieser Titan-Implantate noch zementiert. Warum dachten Sie, dass Titan das richtige Material für einen Hüftschaft sein könnte? näher als Kobalt-Chrom-Legierungen oder Edelstahl. Die Biokompatibilität war bereits bekannt. Sie haben sich im Selbstversuch ein Stück Titan implantieren lassen. Warum? Man wusste, dass reines Titan biokompatibel war, die heute übliche Legierung war aber noch nicht breit eingesetzt worden. Außerdem haben wir das Probeimplantat teilweise mit einer Nitritbeschichtung versehen, die ebenfalls noch nicht klinisch geprüft worden war. Nach neun Jahren wurde es explantiert und wir haben eine vollständige histologische Untersuchung gemacht. Der Knochen hatte kaum gemerkt, Hat das Experiment zur Verbreitung des Materials beigetragen? Es war ein privates Experiment, das wir nicht publik gemacht haben. Ich wollte es einfach genau wissen. Erst viele Jahre später wurde es durch ein Interview mit einem Kollegen aus dieser Zeit bekannt. Wie lange hat es gebraucht, bis Titan zum Standardmaterial wurde? Das war ein langer und steiniger Weg. Die Materialwissenschaft war und ist es teilweise übrigens noch heute in vielen Unternehmen in unserer Branche unterrepräsentiert. Deshalb gab es so selten wirklich neue Konzepte. Vor allem den Vorteil des physiologischeren Elastizitätsmoduls hat man damals kaum verstanden. Wir haben dann gemerkt, dass wir hier wissenschaftlich-didaktische Pionierarbeit leisten müssen. Dieser Ansatz prägt unser Auftreten im Markt bis heute. Wann kam der Durchbruch für Titan-Implantate und Taperloc? Bei Endoprothesen zählen nun einmal die Langzeitergebnisse. Als wir mit 15- und 20-Jahresergebnissen aufwarten konnten, wurden die Stärken des Produkts endgültig offensichtlich. Heute können wir auf 30 Jahre zurückblicken und sehr überzeugende Resultate präsentieren. Erstens wegen seiner Biokompatibilität, und zweitens wegen seiner mechanischen Eigenschaften. Titan kommt bei Steifigkeit und Elastizität dem Knochen viel dass das Implantat ein Fremdkörper war. Fortsetzung Seite 20 18 19

20 Hüfte Waren Sie sich Ihrer Sache von Anfang an sicher? Es gab zahllose Unkenrufe. Das Titan sei nicht ermüdungsfest, die Beschichtung würde Ermüdungsrisse hervorrufen und so weiter. Ich hatte nie Befürchtungen in dieser Richtung. Wie ist das Design des Taperloc entstanden? Wir haben uns vom Müller-Geradschaft inspirieren lassen. Der war allerdings nur in einer Ebene konisch, wir haben eine weitere hinzugefügt. Ein Schlüsselelement war der Verzicht auf einen Kragen, womit die Resorption des Kalkars vermieden wird. Auch für das Design haben wir viel Kritik bekommen. Man wandte ein, dass die Krafteinleitung durch einen Konus eine unphysiologische Umfangsspannung bewirken würde. Aber es ist besser, eine Umfangsspannung einzubringen als gar keine. Eine entscheidende Neuerung war auch die Plasma-Sprühbeschichtung (Porous Plasma Spray Coating, PPS) im proximalen Verankerungsbereich. Woher stammt die Idee dafür? Hauptsächlich waren Biomet-Mitbegründer Niles Noblitt und ich die Urheber. Es gab damals einige Konzepte für osteointegrative Oberflächen aufgeschweißte Kügelchen, Drahtgitter und ähnliches, die wir nicht für optimal hielten. Wir glaubten, dass die gesamte krafteinleitende Kontaktfläche osteointegrativ sein und Primärstabilität erreichen sollte. Das war mit Kugeln und Draht nicht zu schaffen, mit PPS aber sehr wohl. Die Beschichtungstechnologie Dr. Dane Miller, Mitbegründer von Biomet stammte aus der Materialwissenschaft. Wir beschichteten den gesamten Umfang des Schaftes anstatt nur kleiner Teile. Also wussten wir, dass die Beschichtung extrem fest ist. Anders als beim Einsatz dieser Technologie im Maschinenbau haben wir die Oberfläche aber nicht glattgeschliffen, sondern rau gelassen. Das klingt ganz simpel. Im Prinzip war es das auch. Es hat allerdings viel Entwicklungsarbeit gebraucht, um alle Prozessparameter für eine stabile Beschichtung mit optimaler Porosität festzulegen. Wann haben Sie Taperloc nach Europa gebracht? Das geschah Mitte der 1980er-Jahre. Auch dort wurde das Implantat zunächst mit Skepsis aufgenommen bis wir die ersten 10-Jahresergebnisse vorweisen konnten. Was uns sehr geholfen hat, waren die langfristigen Studien, die wir mit vielen Operateuren erarbeitet haben. In einigen Kliniken arbeiten wir schon mit der zweiten und dritten Ärztegeneration zusammen. Inzwischen können wir mit 30-Jahresergebnissen aufwarten. Ich kenne kaum ein anderes Produkt, das heute noch hergestellt wird, von dem man das ebenfalls sagen könnte. Kalender 2013 September November Köln-Pforzheimer Ellenbogentage 4. 7.9. Köln F.A.M.E. hands-on 5. 7.9. Berlin Cementing University OP Kurs für OP-Personal 11. 12.9. Rostock International Knee Meeting The Knee: A New Era Has Arrived 11. 14.9. Prag 32 nd EBJIS Conference 2013 (European Bone & Joint Infection Society) 12. 14.9. Prag 30. Jubiläumskongress der Gesellschaft für Arthroskopie (AGA) 19. 21.9. Wiesbaden Cementing University OP Kurs für OP-Personal 20.9. Bochum Septisches Seminar 27. 28.9. Berlin Oktober International Oxford Masterclass New Developments Course 10. 11.10. Stuttgart 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie 10. 12.10. Düsseldorf 21. Jahrestagung der Gesellschaft für Schädelbasischirurgie (GSB) 11. 12.10. Tübingen Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 22. 25.10. Berlin Deutscher Kongress für Versorgungsforschung 23. 25.10. Berlin Taperloc 30 Years Masterclass Autumn Hip Meeting 7. 8.11. Brüssel 10. Hannoveraner Arthroskopieund Gelenkkurs 8. 9.11. Hannover 15. UpDate Orthopädie und Unfallchirurgie Die Hüfte 15. 16.11. Neuss Oxford-Kurs Heidelberg 21. 22.11. Heidelberg Rapid Recovery Europäisches Expertenmeeting 27. 28.11. Prag European Rapid Recovery Symposium 28. 29.11. Prag Cementing University Kurs für Ärzte 28. 29.11. Hamburg Dezember Cementing University Kurs für OP-Personal 3. 4.12. München European Trauma Symposium 5. 6.12. London 8. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) 5. 7.12. Frankfurt 15. AE-Kongress: Knieendoprothetik zwischen Intuition und Evidenz 6. 7.12. München OP

Fax-Antwort +49 30 84581-117 Möchten Sie weitere Information erhalten? Bitte schicken Sie mir das Programm der folgenden Veranstaltung(en): Die digitale Version dieses Berliner Programmheftes finden Sie auf unserer Webseite. In der Regel stehen die Programme etwa acht Wochen vor der Veranstaltung zur Verfügung. am 2013 am 2013 am 2013 Ich wünsche Produktinformation zu: Bitte kontaktieren Sie mich per E-Mail per Telefon Bitte schicken Sie mir regelmäßig das Berliner Programmheft, die Berliner Seminare und die Berliner Briefe an die untenstehende Adresse. In Blockschrift ausfüllen: Titel, Name Impressum Funktion, Abteilung Adresse PLZ, Ort Telefon Unterschrift Einrichtung Sie können die Information auch online anfordern unter: de.info@biomet.com E-Mail Die Biomet Deutschland GmbH, Gustav-Krone-Str. 2, 14167 Berlin, wird Ihre Angaben im Rahmen der Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes verwenden. Wir werden Ihre Daten nicht an Dritte weitergeben. Herausgeber: Biomet Deutschland GmbH Gustav-Krone-Straße 2 14167 Berlin Tel.: +49 30 84581-0 Fax: +49 30 84581-110 de.info@biomet.com www.biomet.de Verantwortlich: Jo Theunissen Regional Vice President Koordination: Anke Peters, M.A. Kommunikation Tel.: +49 30 84581-259 anke.peters@biomet.com Gestaltung: Monika Wetzel Redaktion: klartext: von pekker! Römerstraße 15 79423 Heitersheim Tel.: +49 7634 551946 pekker@pekker.de www.pekker.de Copyright 2013 Biomet Deutschland GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Dieses Material und der gesamte Inhalt, Gestaltungsarbeit, Bilder und Namen unterliegen dem Schutz des Urheberrechts und anderer Gesetze zum Schutz des geistigen Eigentums. Die Vervielfältigung und Weitergabe dieses Materials an andere als den beabsichtigten Empfänger sind ohne die vorherige schriftliche Erlaubnis von Biomet unzulässig. Biomet praktiziert weder im medizinischen Bereich, noch gibt Biomet für die spezifische Anwendung am Patienten Empfehlungen für diese oder andere Behandlungstechniken ab. Der die Thera pie durchführende Arzt ist in jedem individuellen Patientenfall für die Bestimmung und Durchführung der ange messenen Ver sorgung verantwortlich. Biomet übernimmt hierfür keine Verantwortung. Sofern nicht anders vermerkt, sind alle aufgeführten Handelsmarken Eigentum der Biomet, Inc. oder deren verbundenen Unternehmen. F.A.M.E. ist eine eingetragene Wortmarke von DJOglobal 23

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