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Verarbeitungshinweise Diese Verarbeitungshinweise gelten für die Produkte Original Wasserstrich Backstein Klinker, Konzept Klinker, Strangpress Klinker, Handform Klinker und Agrar Klinker der (siehe Produktblätter unter www.ziegelei-hebrok.de und www.hebrok-klinker.de). Die vorstehend genannten Produkte werden im Folgenden einheitlich»mauerziegel«genannt. Bedarfsermittlung: Mauerziegel sind Naturprodukte. Insbesondere die Farbigkeit unterliegt Schwankungen. Bitte ermitteln Sie daher sorgfältig Ihren Bedarf und bestellen Sie direkt die gesamte benötigte Menge an Mauerziegeln, damit wir möglichst Mauerziegel aus einer Charge liefern können. Baustelle: Wichtig ist die sachgerechte Anlieferung und Lagerung von Mauerziegeln und des Mörtels. Bitte schützen Sie das Baumaterial von Anfang an vor Verunreinigungen und Feuchtigkeit. Die Lagerung muss bodenfrei und vor Witterungseinflüssen geschützt erfolgen. Bei der Abladung ist insbesondere darauf zu achten, dass die Kanten nicht beschädigt werden. Grundregeln der Verarbeitung: (vgl. DIN EN 1996) Die wichtigsten Regeln zur sicheren und schonenden Verarbeitung von Mauerziegeln lassen sich wie folgt zusammenfassen: Gütegesicherte, normgerechte Mauerziegel für zusammenhängende Bauabschnitte bestellen und bodenfrei lagern. Mauerziegel aus mehreren Paketen gleichzeitig verarbeiten, um ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zu erreichen, d.h. aus mindestens drei bis fünf Paletten quermischen. Ist wegen der Menge der bestellten Mauerziegel die Lieferung aus einer Charge nicht möglich, müssen von jeder Teillieferung 3 bis 5 Paletten der gelieferten Paletten zurückgestellt und mit Paletten aus Folgelieferungen gemäß Vorstehenden quer gemischt werden. Bitte beachten Sie dies bei Ihren Abrufen. Das sogenannte»giebelweise vermauern«vermeiden, d.h. Klinkerflächen am Gebäude gleichzeitig beginnen. Geeignete Vormauermörtel passend zum Mauerziegel verarbeiten. Vormauermörtel nach den Hinweisen des Mörtelherstellers zur Verarbeitung gerecht einstellen. p.h.g. Ziegel- und Klinkerwerk Hebrok s GmbH

Mörtel muss ordnungsgemäß und intensiv gemischt und innerhalb einer Stunde verarbeitet werden. Der Zusatz von Chemikalien oder Frostschutzmittel zum Mörtel ist nicht zulässig! Steine vollfugig vermauern und Mörtelbrücken vermeiden. Fugenglattstrich nach dem Anziehen ausführen. Trockene Beton- und Mörtelreste mit Holzspatel und Wurzelbürste entfernen. Frisches Mauerwerk, Steine, Mörtel und Dämmung vor Verschmutzung schützen. Frisches Mauerwerk bei Arbeitsunterbrechungen durch sorgfältiges Abdecken vor Regen und Sonne schützen (2 bis 4 Tage), bis der Mörtel ausreichend Festigkeit gebildet hat. Wasser von Dachkonstruktionen oder höheren Einbauten durch Regenrinnen ableiten. Bei Arbeitspausen das erste Gerüstbrett hochstellen oder entfernen. Vor dem Fugen Mauerwerk durch Abspritzen mit klarem Wasser oder Dampfstrahlen reinigen. Fugmörtel beim nachträglichen Verfugen sorgfältig verdichten. Schnelles Austrocknen der Fugen sowie starke Beregnung nach Fugarbeiten durch Schutzmaßnahmen oder Bewässern vermeiden. Bei Regen und Frost sollte nicht gemauert werden. Durchgehende Temperaturen von + 5 C bei Tag und Nacht müssen gewährleistet sein. Eine etwaig erforderliche Reinigung möglichst nur mit klarem Wasser gemäß unten stehenden Vorgaben durchführen. Die Verwendung von säurehaltigen, insbesondere salzsäurehaltigen Reinigern ist nicht zulässig. Stein und Mörtel: Für die Vermauerung von Mauerziegeln sind die handwerklichen Regeln einzuhalten, wie sie in der DIN EN 1996 festgehalten sind. Diese umfassen die Einhaltung des Mindest-Überbindemaßes der Steinschichten und die Positionierung von Dehnungsfugen. Weiterhin müssen Stein (Saugfähigkeit) und Mörtel (Plastizität, Wasserrückhaltevermögen) aufeinander abgestimmt sein. Für die Vermauerung sind Mörtel der Mörtelgruppe MG II oder IIa zu verwenden. Die Vermauerung muss vollfugig und haftschlüssig erfolgen Hohlräume in der Vermörtelung führen zu schädigendem Wasserstau. p.h.g. Ziegel- und Klinkerwerk Hebrok s GmbH

Wasser und Mörtel: Mauerziegel sollen nur trocken vermauert werden. Auf Grund ihres geringen Saugvermögens neigen diese zum Schwimmen. Es ist daher zweckmäßig, die Plastizität des Mörtels etwas herabzusetzen. Ein zu steifer Mörtel kann dazu führen, dass die für die Festigkeit des Mörtels erforderliche Hydration (Erhärtung der Zemente durch Wasser) nicht vollständig erfolgt. Fehlender Haftverbund ermöglicht das Eindringen von Regenwasser in das Mauerwerk. Umgekehrt ist Mörtel so einzustellen, dass er nicht wässert. Bei der Verarbeitung eines wässernden Mörtels kann kalkhaltiges Wasser zu Verschmutzungen an der Klinkerfassade führen. Die Konsistenz des Mörtels sollte so beschaffen sein, dass er nicht auf der Rückseite der Vorsatzschalen abbricht. Das Abbinden des Mörtels braucht Zeit (2 bis 4 Tage je nach Witterung). Es ist daher erforderlich frisches Mauerwerk durch Abdeckung zu schützen. Vorzeitiger Entzug von Mörtelwasser durch Witterungseinflüsse ist unbedingt zu vermeiden. Andererseits sind Ziegel vor und während der Verarbeitung vor Regen zu schützen. Dies gilt ebenso für frisch fertig gestelltes Mauerwerk, bis der Trocknungs- und Härtungsprozess abgeschlossen ist. Danach ist der Mörtel wasserfest. Bei Regen und Frost sollte nicht gemauert werden. Qualitätskriterium der zweischaligen Wand: Ganz entscheidend für die Funktionsfähigkeit und Haltbarkeit des Mauerwerks sind die Mörteleigenschaften und die Verarbeitung von Mauer- und Fugmörtel. Der weitaus größte Teil von Schäden am Sichtmauerwerk beruht auf der fehlerhaften Vermörtelung oder Verfugung. Fugenglattstrich: Beim Fugenglattstrich werden Mauern und Verfugen in einem Arbeitsgang durchgeführt. Ergebnis sind homogene und haftschlüssige Fugen. Der Glattstrich sollte erfolgen, wenn der Mörtel der Randzone gerade begonnen hat anzusteifen. Um ein einheitliches Fugenbild zu erreichen, ist in gleichmäßig angesteiftem Mörtelzustand zu strukturieren. Die Dicken von Lager- und Stoßfugen sind unter Beachtung der Maßabweichungen der Steine vorausschauend auszuführen. Ein im Fugenglattstrich ausgeführtes Sichtmauerwerk zeigt eine geringere Wasseraufnahme als ein Mauerwerk mit nachträglicher Verfugung. p.h.g. Ziegel- und Klinkerwerk Hebrok s GmbH

Nachträgliches Verfugen: Bei dieser Methode werden die Fugen nach dem Vermauern ca. 15 bis 20 mm tief flankenfrei ausgekratzt; die Fassade wird in einem späteren Arbeitsgang komplett verfugt. Als Fugmörtel sind nach DIN EN 1996 Mörtel der Mörtelgruppe IIa und III einzusetzen. Sichtmauerwerk muss vor dem nachträglichen Verfugen gereinigt werden. Das Reinigen bringt eine erhebliche Menge Wasser auf und in das frische Mauerwerk. Unsachgemäße Reinigung fördert die Gefahr von Ausblühungen. Die Verwendung von säurehaltigen, insbesondere salzsäurehaltigen Reinigern ist nicht zulässig. Die Ausführung verlangt höchste Sorgfalt. Empfehlenswert ist daher, auf die nachträgliche Verfugung zu verzichten. Die Gefahr von Verschmutzungen ist groß, weil beim Vermauern eine spätere Reinigung vorausgesetzt wird, folglich die Achtsamkeit nachlässt. Da der Fugmörtel erst nach dem Abbinden des Mauermörtels eingebracht wird, kann eine haftschlüssige Verbindung zu Mauermörtel und Stein erschwert werden. Die nachträgliche Verfugung verursacht außerdem vermeidbare Kosten. Durch Auskratzen, Reinigung, Verfugung und zusätzliche Gerüstvorhaltung liegen die Baukosten meistens höher als beim Fugenglattstrich. Die nachträgliche Verfugung darf nicht bei zu trockener Witterung, starker Sonneneinstrahlung oder Wind ausgeführt werden. Verschmutzungsarten: Die Reinigung von Fassaden wird notwendig: bei Verunreinigung durch Mörtel und Bindemittel vor der nachträglichen Verfugung bei Ausblühungen bei Kalkauslaugungen und Kalkaussinterungen Vermeidung von Verschmutzungen: Verunreinigungen durch Mörtelreste bleiben beim Vermauern nicht aus. Dennoch sparen Vorsorgemaßnahmen erheblichen Aufwand bei der stets notwendigen Reinigung. Außerdem wird das frische Mauerwerk von Beeinträchtigungen durch größere Wassermengen und Reinigungsmittel verschont. Die beste und billigste Reinigung ist die sofortige Beseitigung der frischen Mörtelreste. Mörtelkästen sollen entweder mit genügendem Abstand von der Fassade aufgestellt oder das Mauerwerk durch Folien vor Mörtelspritzern geschützt werden. Bei Arbeitsunterbrechungen sollen Gerüste gereinigt und das innere Gerüstbrett hochgestellt werden. Wichtig ist, das Mauerwerk durch Abdecken, z.b. mit Folien, vor Witterungseinflüssen zu schützen. p.h.g. Ziegel- und Klinkerwerk Hebrok s GmbH

Trockene Reinigung: Die Reinigung muss in jedem Fall mit der trockenen Entfernung loser und gröberer Mörtelverschmutzungen beginnen, um die folgende nasse Reinigung zu erleichtern. Zudem wird so die Einwirkungszeit von Reinigungsmitteln vermindert. Zum Entfernen grober Verschmutzungen werden auf glatten Ziegelflächen Spatel, bei rauen Flächen Holzbrettchen und in beiden Fällen Wurzelbürsten verwendet. Nassreinigung und Vornässen: Die Nassreinigung beginnt stets mit dem Vornässen. Beim Vornässen soll die Wassersättigung der Sichtflächen so hoch sein, dass für die gesamte Zeit der Reinigung und des Nachwässerns die Wandoberflächen nass bleiben. Der Arbeitsgang soll stets von unten nach oben erfolgen, damit abgespülte Substanzen nicht von tiefer liegendem und trockenem Mauerwerk aufgesogen werden können. Eine Alternative zur herkömmlichen Nassreinigung ist die Dampfstrahl-Reinigung. Absäuern: DIE VERWENDUNG VON SALZSÄUREHALTIGEN KLINKERREINIGERN IST NICHT ERLAUBT. Reinigungsmittel: Bitte verwenden Sie milde Reinigungsmittel ohne Säurezusatz. Grundsätzlich ist ein Reinigungsversuch an nicht auffälliger Stelle durchzuführen nach Angaben des Klinkerreinigungsmittelherstellers. Erst nachdem dieser Versuch positiv verlaufen ist, kann die gesamte Fläche gereinigt werden. Nachwaschen: Ob bei nachträglicher Verfugung oder Fugenglattstrich: In jedem Fall muss das Mauerwerk nachgewaschen werden, um gelöste Stoffe und Reinigungswasser abzuspülen. Das Nachwaschen muss unmittelbar nach der Reinigung mit fließendem Wasser erfolgen. Ansonsten können gelöste Stoffe von trocknendem Mauerwerk wieder aufgesogen werden. Entfernung von Kalkauslaugungen und -aussinterungen: Zur Beseitigung alter Kalkauslaugungen und -aussinterungen können spezielle chemische Reinigungsmittel verwendet werden. Bitte wenden Sie sich an einschlägig bekannte Unternehmen aus dem Bereich Fassadensanierung/-reinigung. p.h.g. Ziegel- und Klinkerwerk Hebrok s GmbH