SLRG / Seerettung Rorschach

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1 von 7 Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft SLRG / Seerettung Rorschach Home Verein Kurse Aktuell Archiv Adressen Die immer topaktuelle Seite der SLRG/Seerettung Rorschach! Chronologisch die wichtigsten Alarmeinsätze der SLRG/Seerettung Rorschach im Jahre 2005 Sonntag 06.November, 09.30 Uhr Alarm - Boot gesunken Kleinboothafen Rorschach! Wetter Bewölkt, Windstill, Wasser 09 Grad, Luft 07 Grad In der Nacht vom Samstag auf Sonntag sank im Kleinboothafen Rorschach ein rund fünf Meter langes Fischerboot. Alarmiert durch die Notrufzentrale, bergen wir am frühen Sonntagmorgen in einer rund zweistündigen Aktion den Havaristen. Mit Hilfe von Taucher

2 von 7 wurden herumschwimmende Bootsgegenstände eingesammelt, die Hebegurten montiert und das Wasser aus dem Bootsinnern ausgepumpt, bevor das Motorboot schliesslich notfallmässig mit einem mobilen Kranwagen und in Beisein des Besitzers ausgewassert werden konnte. Für eine Gewässerverschmutzung bestand keine Gefahr. Da über die Unglücksursache noch Unklarheit herrschte (sind das Einschusslöcher in der Blache und auf der Bootsoberseite? Woher die kleinen runden Löcher auf der Bootsunterseite?), wurden die Kantonspolizei und der kriminaltechnische Dienst für weitere Untersuchungen beigezogen. In einer kurzen Suchaktion findet unser Taucher entsprechendes Beweismaterial unter Wasser und übergibt dieses der Polizei. Freitag 23.September, 17.38 Uhr Alarm - Boot vor Altenrhein aufgelaufen! Wetter Schön, Windstill, Wasser 17 Grad, Luft 19 Grad Ein ortsunkundiger Segler will direkt von der Ausfahrt Alten Rhein in der Jägerhaushafen fahren. Mit seinem Tiefgang ein Unterfangen, welches von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Vor dem Schilfgürtel läuft die Jacht auf dem sandigen Untergrund auf und sitzt fest. Auch mit unserem Rettungsboot wirds knapp unter dem Kiel. Mittels mehrerer zusammengebundener Leinen und der Hilfe eines kleineren, privaten Motorbootes, welches die Leinen zum Segelboot bringt, können wir den Havaristen mit unseren 500PS freischleppen. Sonntag 18. September Starke Bise - Mehrere Alarme hintereinander! Wetter Bewölkt, Wind Nordost, Stärke 5-6, Starkwindwarnung, Wasser 18 Grad, Luft 12 Grad 15.42 Uhr: Alarm, Segeljacht in der Einfahrt Altenrhein auf die Spundwand aufgefahren. 16.30 Uhr: Alarm, Mehrere Boote losgerissen Hafen Rietli Goldach. 18.00 Uhr: Alarm, Deltasegler vor Rorschach in den See gestürzt. 19.20 Uhr: Alarm, Motorboot im Hafen Rietli Goldach am Sinken. Die Pikettmannschaft und weitere Einsatzkräfte des Seerettungsdienstes Rorschach werden an diesem Sonntag gefordert. Die Segeljacht auf der Spundwand kann sich zwar selber befreien, zur Sicherheit folgen wir dem Havaristen aber in die Marina Alten Rhein. Kaum zurück, verschieben wir uns in den Rietlihafen Goldach um mehrere Boote, die sich durch die starke Bise gelöst haben, neu zu belegen. Ein Boot verholen wir aus den unruhigen Plätzen in der Hafeneinfahrt in den sicheren Hafen. Der Eigner wird verständigt und übernimmt sein Motorboot im Hafen. Diesmal kommen wir nicht einmal mehr ganz zum Kornhaus zurück - ein Anwohner beobachtet einen Deltasegler, welcher vor dem Seerestaurant Rorschach in den See stürzt. Relativ schnell können wir feststellen, dass der vermeindliche Deltasegler ein Kita-Sufer ist. Dieser geniesst, mit Motorbootbegleitung, den Starkwind - zum Ausruhen gönnt er sich aber auch einmal eine Pause auf dem Wasser. Die letzte Alarmmeldung führt uns wiederum ins Rietli. Ein Motorboot ist Leck und droht zu sinken. Auch dieses Schiff verholen wir zuerst an einen ruhigeren Platz, lenzen anschliessend mit unserer Pumpe und befestigen einen abgerissenen Lenzschlauch des Bootes neu. Übergabe an den Besitzer, Aufräumen und Alarm- (und Pikettende) um 21.00 Uhr. Dienstag 13. September, 20.42 Uhr Alarm - Boot vor Rorschach gestrandet! Wetter Bewölkt, Wind Nordwest, Stärke 3, Wasser 19 Grad, Luft 17 Grad Eine Segeljacht strandet unmittelbar neben dem Seerestaurant auf dem flachen Kiesboden. Schnell wird

3 von 7 vom Rettungsboot aus eine Leinenverbindung hergestellt und der Langkieler kann ohne grosse Schäden freigeschleppt und zu seinem Heimatplatz im Genossenschaftshafen Rorschach gezogen werden. Mittwoch 31. August, 01.05 Uhr Alarm - Notrakete vor Rorschach! Wetter Schön, Windstill, Wasser 19 Grad, Luft 21 Grad Fünf Minuten nach Alarmeingang läuft unser Rettungsboot aus und beginnt mittels Radar die Suche auf der Linie Rorschach - Friedrichshafen. Ein Boot mit Motorenproblemen wird mittlerweile von der Seepolizei abgeschleppt. Wir brechen die Suchaktion nach rund einer Stunde erfolglos ab. Kein weiteres Boot in Not oder vermisst! Dienstag 30. August, 20.18 Uhr Alarm - Person im Wasser vor Rorschach vermisst! Wetter Schön, Windstill, Wasser 19 Grad, Luft 20 Grad Rettungsboot Christophorus läuft mit drei Mann Besatzung aus, um der Alarmmeldung "Schwimmer vor dem Hauptbahnhof Rorschach vermisst" nachzugehen. Ungefähr 700 Meter vor dem Kleinboothafen kann ein junger Mann gesichtet werden und erschöpft, aber sonst wohl auf, geborgen und an Land zu seinem Kollegen gebracht werden. Montag 15. August, 14.07 Uhr Alarm - Segelboot aufgelaufen vor dem Altenrhein! Wetter Bewölkt, Wind West, Stärke 3, Wasser 19 Grad, Luft 17 Grad Auf der Suche nach einem kurzen ruhigen Ankerplatz läuft eine Segeljacht mit drei Personen 500 meter östlich der Einfahrt zum Altenrhein auf sandigem Grund auf. Mit den rund 1,10 m Tiefgang unseres Rettungsbootes schaffen wir es knapp bis zum manöverierunfähigen Havaristen und können die Schleppleine übergeben. Unter Krängung der Segeljacht gelingt es uns relativ schnell das Boot soweit in Richtung See zu schleppen, dass dieses aus eigener Kraft den Weg in den Heimathafen antreten kann. Wieder mit genügend Wasser unter dem Kiel kann die Segeljacht aus eigener Kraft weiterfahren. Freitag 12. August, 20.20 Uhr Alarm - Segelboot mit Motorenschaden vor Altenrhein! Wetter Bewölkt, Wind West, Stärke 3, Wasser 20 Grad, Luft 20 Grad Schon fast traditionell ist es der Pikettmannschaft nicht vergönt unser Sommernachtsfest ohne Unterbruch zu geniessen. Kurz vor dem Hauptgang erhalten wir die Meldung von der KNZ, dass vor Altenrhein ein Segleboot mit Motorenschaden auf Hilfe wartet. Da sich der Skipper ausserstande sieht mit Segeln in den Hafen zurückzukehren läuft Rettungsboot Christophorus aus und schleppt den Havaristen in den alten Rhein zu seinem Liegeplatz. Alarmende und zurück ans Fest um 22.15 Uhr (der Grill wird noch einmal in Betrieb genommen). Dienstag 09. August, 16.05 Uhr Alarm - Schiff mit Motorenschaden Höhe 99er Pfahl! Wetter Schön, Wind Nord, Wasser 20 Grad, Luft 21 Grad

4 von 7 Das Motorboot wird beim 1er Pfahl vor dem Altenrhein an die Leine genommen, in den Altenrhein an seinen Liegeplatz geschleppt und dort sicher vertäut. Sonntag 07. August, 16.31 Uhr Alarm - Segelboot vor Staad mit Mastbruch Wetter Schön, Wind Südwest, Stärke 4, Wasser 20 Grad, Luft 17 Grad Acht Minuten nach Alarmeingang läuft die Pikettmannschaft mit dem Rettungsboot Chistophorus aus. Der Havarist wird mittlerweil bereits von einem Privaten Motorboot Richtung Heimathafen geschleppt und unsere Hilfe damit nicht mehr notwendig - Alarmende und zurück in den Kornhaushafen. Freitag 29. Juli, 19.40 Uhr Alarm - Person im Wasser vor Staad! Wetter Gewitter, Wind West, Stärke 6, Sturmwarnung, Wasser 22 Grad, Luft 26 Grad Über die Kantonale Notrufzentrale erhalten wir die Meldung, dass im Staader Hafen eine Person im Wasser gesichtet wurde. Rettungsboot Christophorus mit drei Mann Besatzung kann beim 4er Pfahl einen Schwimmer entdecken - alles i.o.! Lieber einmal zuviel als zuwenig ausrücken - Alarmende. Freitag 15. Juli, 00.07 Uhr Alarm - Motorboot mit Motorenschaden vor Rorschach! Wetter Wolkenlos, Wasser 20 Grad, Luft 21 Grad Ein lauer Sommerabend auf dem See hat seine Reize - Pech wenn der Motor für die Heimfahrt streikt. Zu mitternächtlicher Stunde läuft unser Rettungsboot aus und schleppt den Havaristen mit der vierköpfigen Besatzung in den Heimathafen. Montag 04. Juli, 15.15 Uhr Alarm - Segelboot vor Staad mit Problemen! Wetter Gewittersturm, Wind West, Wasser 20 Grad, Luft 24 Grad Erneut bringt eine Kaltfront Gewitter, Regen und Sturmböen. Ein H-Boot kann dem starken Wind nicht trotzen - das Vorsegel zerreisst und der Segler befindet sich in akuter Seenot. Nach den ersten starken Böen beruhigt sich der Wind. Mannschaft und Boot können, zur Sicherheit mit unserer Begleitung, den Heimathafen anlaufen. Mittwoch 29. Juni, 19.45 Uhr Alarm - Boot in akuter Seenot vor Rorschach! Wetter Gewittersturm, Wind West, Stärke 6 (in Böen bis 10!), Wasser 22 Grad, Luft 28 Grad Wieder einmal verwandelt sich der Bodensee innert Minuten in einen Hexenkessel. Eine Gewitterfront kündigt sich mit Spitzenböen bis 90km/h an. Zuviel für eine FFA 20 und ihrer vierköpfige Besatzung - das Boot kentert und die Personen finden sich, mit Schwimmwesten, im Wasser wieder. Zwei Minuten nach Alarmeingang läuft unser Rettungsboot mit drei Mann Besatzung aus und findet den Havaristen schnell. Unverletzt können alle Personen an Land gebracht werden. Nach Durchzug der ersten starken Böen beruhigen sich Wind und Wellen ein wenig, mit beiden Rettungsbooten und Tauchern kann die Bergung der Segeljacht angegangen werden. Kurz vor 22 Uhr kann das Boot in den Hafen Horn geschleppt werden - Alarmende!

5 von 7 Windstärke 10 war zuviel für diese Segeljacht und ihre Besatzung Aus dem Unterseeboot wird wieder ein Segelboot Sonntag 26. Juni, 16.30 Uhr Alarm - Motorboot mit Motorenschaden im Wetterwinkel! Wetter Sonnig, Wasser 22 Grad, Luft 28 Grad Der Havarist wird vor dem Salzmannhafen im Rohrspitz ausgemacht, an die Leine genommen und in Marschfahrt zum Heimathafen Horn geschleppt (mit Verrechnung). Einsatzdauer: 1 1/2 Stunden. Samstag 04. Juni, 22.30 Uhr Rundum 2005 - Gewitterfront überquert den Bodensee! Wetter Bewölkt, Wind West, Stärke 4-7, Wasser 18 Grad, Luft 22 Grad Ein kurzer Bericht der Einsatzleitung der See- und Wasserschutzpolizeien einschließlich der eingesetzten Rettungsdienste am Sonntagmorgen zur Regattanacht: Wir mussten zu 14 schweren Seenotfällen ausrücken. Eine Person wurde mit Schock und Unterkühlung ärztlicher Obhut übergeben. Mehrere Masten gingen verloren, Boote kenterten oder liefen auf Grund. Einige Boote schlugen leck. Zum Glück hielt sich der Personenschaden in Grenzen. Wir gratulieren den Besatzungen, die rechtzeitig schützende Häfen aufgesucht haben, zu ihrer gezeigten guten Seemannschaft (!) und wünschen den noch im Rennen liegenden Booten alles Gute, einen guten Wind und viel Erfolg. Wasserschutzpolizei Friedrichshafen Auch unsere Pikettmannschaft mit dem Rettungsboot Chistophorus leistete in dieser Nacht während rund 5 Stunden ihren Beitrag auf dem See, damit die Schäden bei Personen und Material möglichst gering blieben. Samstag 28. Mai, 22.30 Uhr Alarm - Segelboot in Seenot! Wetter Schön, Wind Süd/Südost, Sturm, Wasser 17 Grad, Luft 24 Grad Was sich zuerst als Routinemeldung anhört wird zum Grosseinsatz: Der erste richtige Sommerabend in diesem Jahr lässt auch einige Boote mit ihren Besatzungen einen Abend auf dem See zu verbringen. Ein lokaler Gewitterherd bringt dem Ostteil des Bodensees jedoch überraschend und sehr schnell hohe Windstärken mit den entsprechenden Wellen! Erste Alarmmeldung um 22.30 Uhr - Fazit nach drei Stunden Alarmeinsatz: Boot vor Altenrhein am Sinken; Nach längerer Suchaktion auf dem Wasser und aus der Luft (Rega) drei Personen leicht unterkühlt, erschöpft aber lebend gerettet! Segelboot Mitte See samt Personen in einer Notsituation geborgen und in den Schutzhafen geschleppt! Segelboot vor Altenrhein der SLRG Arbon zum Schlepp in einen Hafen übergeben! Manövrierunfähiges Motorboot durch unseren Taucher unter Wasser inspiziert, Leine aus der Schraube gelöst, kann mit eigener Kraft den Heimathafen anlaufen. Ingesamt konnten an diesem Samstagabend 14 Personen praktisch unverletzt aus Seenot gerettet werden! Sonntag 15. Mai, 14.30 Uhr Alarm - Segelboot in Seenot, Linie Rorschach - Langenargen! Wetter Bewölkt, Wind West, Stärke 4-5, Wasser 12 Grad, Luft 17 Grad Pech für einen Segler und seine Mannschaft vor Rorschach - Mastbruch. Da alle Personen wohlauf sind, helfen wir

6 von 7 bei der Bergung des Mastes, der Segel und der Wanten. Nachdem alles sicher an Bord der Segeljacht festgemacht ist, kann der Segler unter Motor den Weg in seinen Heimathafen aus eigener Kraft antreten. Samstag 14. Mai, 16.20 Uhr Alarm - Motorboot treibt vor Rorschach! Wetter Bewölkt, Wind West, Stärke 3-4, Wasser 12 Grad, Luft 16 Grad Spaziergänger entdecken vor Rorschach ein führerlos treibendes Motorboot und alarmieren die Notrufzentrale. Unsere Pikettmannschaft läuft acht Minuten nach Alarmeingang aus und sichtet den vermeindlichen Havaristen sehr schnell. Nach einem kurzen Gespräch mit dem auf dem Boot anwesenden Skipper kann Entwarnung gegeben werden - alles i.o.! Dienstag 3. Mai, 17.15 Uhr Treibende Boje vor Rorschach! Wetter Bewölkt, Wind West, Stärke 4-5, Wasser 11 Grad, Luft 15 Grad Die Boje wird geborgen und zur Badhütte Rorschach gezogen. Samstag 16. April, 09.35 Uhr Alarm - Totes Schwein im Rhein! Wetter Bewölkt, Windstill, Wasser 10 Grad, Luft 17 Grad Im Alten Rhein, Höhe Gaissau, sichten wir den treibenden Tierkörper und bergen den toten Hund! Sonntag 06. März, 11.10 Uhr Alarm - Motorboot in Seenot vor Rorschach! Wetter Schneefall, Wind Nordost, Stärke 3-4, Wasser 03 Grad, Luft -3 Grad Eine 11 Meter Motorjacht soll in die Werft nach Romanshorn überführt werden. Unterwegs nach Romanshorn streikt der Motor - Alarm für den Seerettungsdienst. Im dichten Schneegestöber und sehr schlechter Sicht finden wir den Havaristen mittels bekannter GPS Koordinaten und dem Radar sehr schnell ca. 2km vor Rorschach. Die Schleppleine wird übergeben und das Boot in den Hafen Rorschach geschleppt. Alles weitere ist Sache des Eigners und seiner Mechaniker - zurück in die warme Stube. Donnerstag 03. März, 17.05 Uhr Alarm - Zwei Kinder im Eis eingebrochen vor Staad! Wetter Schön, Windstill, Wasser 03 Grad, Luft 2 Grad Ein Passant beobachtet auf der geschlossenen Eisdecke im Flachwassergebiet vor Staad zwei Kinder die im Eis eingebrochen sein könnten. Via Alarmzentrale werden wir alarmiert und rücken umgehend einerseits ins Depot, andererseits auch direkt an den Unfallort aus. Glücklicherweise können wir schnell und beruhigt feststellen, dass die beiden Kinder wohlbehalten auf dem Eis spielen, diese ans sichere Ufer zurückrufen und ihnen einiges zu den Gefahren einer nichttragenden Eisfläche und drei grädigem Wasser beibringen.

7 von 7 Mittwoch 02. Februar,17.00 Uhr Alarm - Boot gesunken im Hafen Altenrhein! Wetter Bewölkt, Wind West, Stärke 1, Wasser 03 Grad, Luft 1 Grad Der erste Alarmeinsatz im neuen Jahr führt uns, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, in die Marina Rheinhof Altenrhein. Ein 14 Meter langes Motorboot steht in schiefer Schwimmlage am Grund an. Da der Hafen zugefroren ist, laden wir Berge- und Lenzmaterial in die PWs ein. Auch die Taucher verladen ihre Ausrüstung ins Auto. Bei unserem Eintreffen am Einsatzort stellen wir schnell fest, dass die Motorjacht einen Wassereinbruch aufweist. Unsere Vermutungen bestätigen sich bei der Inspektion des Bootes von innen. Eine mit Dieselöl durchtränkte, braune Sauce erwartet uns im Kajütenbereich. Unsere Taucher untersuchen das Boot unter Wasser. Mit unserer Lenzpumpe beginnen wir, in den Bereichen des Schiffsinnern die kein Öl aufweisen, mit dem Auspumpen. Zusätzlich alarmieren wir die Feuerwehr und einen Spezialisten der Ölwehr. Nachdem das Boot wieder in der normalen Schwimmlage ist, die undichte Stelle gefunden und provisorisch gedichtet wurde, das Öl von Spezialisten abgesaugt wird und die Bergung der 9 Tonnen Jacht auf den nächsten Tag vereinbart wurde, beginnen wir mit dem Rückzug unserer Einsatzkräfte. Alarmende nach dem Retablieren um 22.30 Uhr. Nachdem die Eisschicht durchbrochen ist, suchen unsere Taucher unter der Wasserlinie nach einem ev. Leck. Im Innern des Bootes erwartet uns eine trübe "Flüssigkeit"; Feuer- und Ölwehr werden aufgeboten. Erschienen: Unser Log 2005 Seitenanfang