Lehrerinformation 1/8 Arbeitsauftrag Die SuS lesen die Temperaturen der letzten 50 Jahre auf der Erde. Sie finden heraus, dass diese immer stärker ansteigen. Sie versuchen herauszufinden, wieso dies der Fall ist. Ein hilft dabei. Ziel Die SuS kennen fünf Einflussfaktoren, die für die Klimaerwärmung verantwortlich sind. Material Lösungsblatt Sozialform EA Zeit 25 Zusätzliche Informationen: Die natürlichen Einflüsse, die zu einer Erhöhung des CO 2 Gehalts in der Luft führen sind ebenfalls zahlreich: Vulkanausbrüche, erhöhte Sonnenaktivität, Winkel der Erdachse etc. In der Unterstufenlektion soll jedoch der Blickwinkel auf die CO 2 - fördernden Elemente gelegt werden.
2/8 Aufgabe: Lies den Text und löse das folgende. Wie hat sich die Temperatur auf unserem Planeten in den letzten Jahren verändert? Kannst du zeigen, um wie viel Grad das Thermometer gestiegen ist? Forscher haben über eine lange Zeit die Temperatur der Luft gemessen. Sie haben erkannt, dass die Temperatur in den letzten Jahren sehr stark angestiegen ist. Die Forscher schauen auch in die Zukunft: Sie haben berechnet, dass es auf der Erde in den nächsten hundert Jahren noch viel wärmer wird. Schau dir die Thermometer mit den Temperaturen an. Kannst du die Temperaturen richtig eintragen? C C C C 25 20 15 10 5 o 1800: 1900: 2000: 2100: 16 C 18 C 21 C 25 C
3/8 Aufgabe: Was denkst du? Was hat diese Erwärmung für Auswirkungen auf die folgenden drei Punkte? Schreibe deine Idee in wenigen Worten auf. 1. Meer 2. Eisbär in der Arktis 3. Gletscher in den Bergen
4/8 Aufgabe: Was sind Gründe, dass es immer wärmer wird? Zeichne die fünf wichtigsten Gründe in die Kästchen. 1. Abgase: Autos stossen Abgase aus, die ein Gas beinhalten. Dieses Gas nennt man CO 2. Das Gas bewirkt, dass die Wärme nicht mehr so gut aus unserer Luft entweichen kann! 2. Vulkanausbrüche werfen kleine Teilchen in die Luft, an denen die Sonnenstrahlen abprallen. Auch so erwärmt sich die Luft!
5/8 3. Abholzen der Regenwälder: Im Regenwald ist ein grosser Teil des Gases CO 2 gespeichert. Werden die Wälder abgeholzt und nicht wieder aufgeforstet, bleibt zu viel CO 2 in der Luft! 4. Flugzeuge: Wenn man mit dem Flugzeug in die Ferien reist, stossen diese auch Abgase aus! 5. Heizungen: Wenn man mit Öl heizt, wird ebenfalls das Gas CO 2 produziert!
Lösungen / Zusatzmaterial 6/8 Folgen des Klimawandels Diese Zusammenstellung ist als Zusatzinformation für die Lehrperson gedacht. Quellen: www.wikipedia.de Artikel: Folgen der globalen Erwärmung www.wwf.ch Themenfeld: Klima Wegen der Auswirkungen auf menschliche Sicherheit, Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt ist die globale Erwärmung mit grossen Risiken behaftet. Einige mit ihr zusammenhängende Umweltveränderungen sind schon heute wahrzunehmen. Diese Veränderungen wie die verringerte Schneebedeckung, der steigende Meeresspiegel, die Gletscherschmelze und zu beobachtende Wetterveränderungen gelten neben den Temperaturmessungen als Belege für den Klimawandel. Sie sind Beispiele für jene Konsequenzen der globalen Erwärmung, die nicht nur Aktivitäten des Menschen beeinflussen, sondern auch die Ökosysteme. Die Auswirkungen sind dabei so vielfältig, dass hier nur ein Teil beschrieben werden kann. Um sie quantitativ beschreiben zu können, wurde der sogenannte Klimawandelindex geschaffen. Der Klimawandel birgt erhebliche Risiken für die menschliche Gesundheit. Die Risiken entstehen zum einen durch die steigenden Lufttemperaturen. Hitzewellen werden öfter auftreten, während extreme Kälteereignisse wahrscheinlich seltener werden. Dabei steigt die Zahl heisser Tage nicht notwendigerweise im gleichen Ausmass, wie die Zahl kalter Tage abnimmt. Nimmt gleichzeitig zum Mittel der Temperatur auch ihre Varianz zu, treten heisse und sehr heisse Tage deutlich öfter auf, als kalte Tage seltener werden. Eine vom WWF in Auftrag gegebene und vom Kieler Institut für Weltwirtschaft erstellte Studie zeigt, dass sich bis zum Jahr 2100 die Anzahl der Hitzetoten in Deutschland um zusätzliche 5000 Tote ohne Berücksichtigung der demographischen Entwicklung beziehungsweise um 12 000 Tote mit Einbeziehung der veränderten Altersstrukturen erhöhen kann. Gleichzeitig käme es zu einem Rückgang an Kältetoten um 3000 Tote beziehungsweise 5000 Tote. Eine andere Studie geht für Grossbritannien bei einer Erwärmung um 2 C von 2000 zusätzlichen Hitzetoten sowie 20 000 weniger Kältetoten aus. Ausserdem kann es zu einer weiteren Verbreitung von wärmeliebenden Schädlingen (z. B. Zecken, Borkenkäfer) und Krankheitserregern (zum Beispiel von Malaria) in Regionen kommen, die heute für diese zu kühl sind. Da die Verbreitung von Malaria jedoch primär vom medizinischen und hygienischen Standard eines Landes abhängt, sind von dieser Gefahr in erster Linie die Entwicklungsländer betroffen, während die Gefahr einer erneuten Ausbreitung von Malaria in Europa sehr gering ist. Im Zeitraum von 1992 bis 2009 stieg der Meeresspiegel um 3,3 mm pro Jahr. Dies sind 50 % mehr als der durchschnittliche Anstieg im 20. Jahrhundert. Im Zuge der globalen Erwärmung kommt es zu einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels. Dieser erhöhte sich in den letzten Jahrzehnten um je 1 cm bis 2 cm und aktuell um 3 cm pro Jahrzehnt, was besonders küstennahe Gebiete und Inseln in den Ländern bedroht, die sich keine Küstenschutzmassnahmen leisten können. Nach verschiedenen Szenarien des IPCC sind bis zum Jahr 2100 Erhöhungen des Meeresspiegels zwischen 0,19 m und 0,58 m möglich. Unsicherheiten der Schätzungen sind abhängig von der menschlichen Reaktion (Klimapolitik) sowie der Abschätzung für
Lösungen / Zusatzmaterial 7/8 die zu erwartende Schmelzrate des grönländischen Eisschildes. Grund für den bisherigen Anstieg sind die thermische Ausdehnung des Wassers sowie die Aufnahme von Schmelzwasser aus Gletschern. Durch den weiter ansteigenden Meeresspiegel erhöht sich in den Küstenregionen der potenzielle Schaden durch Sturmfluten. Die Ozeane werden nicht nur wärmer, sondern sie nehmen auch Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und versauern dadurch. Die Auswirkungen auf die Meere und die stark betroffenen Korallenriffe können erheblich sein, da sie ihr stützendes Kalkskelett nicht mehr bilden können. Da besonders zahlreiche Kleinstlebewesen am Anfang der ozeanischen Nahrungskette auf schützende Kalkschichten angewiesen sind, sind die Auswirkungen auf das Ökosystem Ozean möglicherweise beträchtlich. Durch die steigenden Lufttemperaturen verändern sich weltweit Verteilung und Ausmass der Niederschläge. Weil wärmere Luft mehr Wasser aufnehmen kann, erhöht sich die Verdunstungsrate, wodurch die durchschnittliche Niederschlagsmenge steigt, in einzelnen Regionen jedoch auch die Trockenheit zunehmen könnte. Durch den wärmeren Indischen Ozean kam es etwa im Osten Afrikas zu zunehmend schweren Trockenperioden, während es in den Trockengebieten Pakistans zu mehr Regen kam. Die zunehmende Verdunstung führt gleichzeitig zu einem höheren Risiko schwerer Niederschläge und damit auch von Überschwemmungen in Form von Hochwasser. Durch gestiegene Niederschlagsmengen, Temperatur und CO 2 -Gehalt der Atmosphäre hat das Pflanzenwachstum in den letzten Jahrzehnten zugenommen. So stieg es zwischen 1982 und 1999 um sechs Prozent im weltweiten Durchschnitt, besonders jedoch in den Tropen und der gemässigten Zone der Nordhalbkugel. Ebenso wurde die Sahelzone, in der es in den 1970ern und frühen 1980ern zu schweren Dürren kam, in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich grüner. Laut der World Meteorological Organization gibt es bislang Anhaltspunkte für und wider ein Vorhandensein eines anthropogenen Signals in den bisherigen Aufzeichnungen über tropische Wirbelstürme, doch bislang könnten keine gesicherten Schlussfolgerungen gezogen werden. Einigen Studien zu Folge habe die Hurrikan-Intensität in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen und lasse sich direkt mit steigenden Meerestemperaturen in Einklang bringen. Wie die WMO festhält, sind die zunehmenden Auswirkungen von Hurrikans in erster Linie auf die ansteigende Konzentration von Bevölkerung und Infrastruktur in Küstenregionen zurückzuführen. Nach einer Studie von Pielke et al. (2008) hätte beispielsweise der "Great Miami Hurricane" von 1926 bei heutiger Küstenbesiedlung einen Schaden von 140 157 Milliarden Dollar (doppelt so viel wie Hurrikan Katrina) angerichtet. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie von Brooks und Doswell (2001), die die Intensität von Tornados untersuchte. Nach einer Modellprojektion von Bender et al. (2010) könnte die Anzahl der Hurrikans bis Ende des 21. Jahrhunderts zwar abnehmen, sich die Häufigkeit schwerer Hurrikans (Kategorie 4 und 5) jedoch fast verdoppeln.
Lösungen / Zusatzmaterial 8/8 Lösung: Stichworte; Details zu den Auswirkungen findet man im vorhergehenden Informationstext. 1. Meer Versauerung der Meere, Erhöhung des Meeresspiegels, Erwärmung der Meere, veränderte Meeresströmungen 2. Eisbär in der Arktis Abnahme der Eisflächen, verringerte Jagdflächen, Bedrohung des Aussterbens 3. Gletscher in den Bergen Rückgang der Gletscher, Schmelzen der Gletscher, Anstieg der Meeresspiegel, Abfluss des Schmelzwassers, Ausbrüche von Gletscherseen Details im Informationstext