Weserrenaissance & mehr

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Weserrenaissance & mehr

Herzlich Willkommen Der Heidedichter Hermann Löns (1866-1914) schreibt zu einem Besuch in der Mittelweser-Region: Ich glaube, das Steinhuder Meer ist mir böse. Neulich, als ich es besuchen wollte, blieb ich im schönen Bad Rehburg hängen, das mir so sehr viel Schönes zu zeigen hatte, dass ich das Blaugeblinke des sonnenhellen Steinhuder Meeres unhöflich nicht beachtete. Bremen 1 Achim Syke Osnabrück 61 Weyhe Langwedel Thedinghausen Bruchhausen-Vilsen Hoya Mittellandkanal Auf den folgenden Seiten werden Ihnen Sehenswürdigkeiten und kulturelle Highlights vorgestellt. Neben Museen, Mühlen und Museumseisenbahnen werden Sie auch architektonische Besonderheiten der Mittelweser-Region kennenlernen. Diese sind jedoch nicht nur Anziehungspunkte für kulturell interessierte Besucher. In einigen der vorgestellten Objekte können standesamtliche Trauungen vollzogen werden. Auch für Radfahrer bietet die Region zwischen Minden und Bremen beste Voraussetzungen sowohl für Ein- als auch Mehrtagestouren. Und wer nicht mehr strampeln kann, genießt die Eindrücke vom Weserschiff aus. 6 Weser Verden 215 Dörverden Eystrup Kirchlinteln Heemsen Steimbke 214 214 Sulingen Marklohe Nienburg 215 Liebenau Kirchdorf Steyerberg Landesbergen 6 Stolzenau Neustadt am 441 Rübenberge Uchte Steinhuder 215 Meer 61 482 441 Rehburg-Loccum Wunstorf Petershagen 2 Minden 215 209 27 Hamburg Aller Walsrode Leine 7 Hannover Tipp: Fahrgastschifffahrt Flotte Weser Tel. (05021) 91 93 14 www.flotte-weser.de 2 Für die Richtigkeit und Vollständigkeit wird keine Gewähr übernommen. Stand: 10/2014

Kultur pur Die Region der kleinen Kostbarkeiten - links und rechts der Weser zwischen Minden im Süden und Bremen im Norden - wartet mit besonderen Sehenswürdigkeiten auf, die sich aus einer gewachsenen Infrastruktur entwickelt haben. Die Mittelweser-Touristik GmbH bietet Gästeführer-Touren in der Region an. Dabei sind Wanderungen, Fahrradtouren bis hin zu Busfahrten. Vorgestellt werden die Geschichte des ländlichen Raumes, kunstund kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, Besonderheiten von Natur und Landschaft sowie die Menschen, ihre Traditionen und ihre Sprache. Das Angebot ist weit gefächert: Altsachsen, Romanik, Weserrenaissance, Prinzen, Prinzessinnen, Grafen, Nachtwächter, Esel, Kräuterhexen, Spargel und mehr... Eine Zeitreise... Von Altsachsen, Zisterziensern, Grafen und Königinnen Seit mindestens 120.000 Jahren ist der Mittelweserraum von Menschen besiedelt. Davon zeugen Hügelgräber, Großsteingräber und Funde, die im Nienburger Regionalmuseum und im Kreismuseum Syke ausgestellt sind. Ein Gräberfeld, auf dem eine Gruppe von Sachsen (3.-9. Jhr. n. Chr.) ihre Verstorbenen bestattete, wurde auf dem Heidberg, zwischen Liebenau und Steyerberg entdeckt. Bei Ausgrabungen an dieser Stelle wurden bedeutsame Grabbeilagen wie Schmuck, Waffen und Gefäße gefunden. In der frühen Geschichte Sachsens waren Thingversammlungen ein wesentliches Merkmal dieser Zeit. Als Thingstätten wählte man vor allem solche Plätze aus, an welchen die landschaftliche Umgebung besonders zur Geltung kam. Arahem (Achim) ist eine heidnische Kultund Gerichtsstätte gewesen und war Versammlungsort eines sächsischen Hundertschaftsgerichts (später Gogerichts). Der Giebichenstein bei Stöckse - einer der größten Findlinge Niedersachsens (207t) mit Großsteingrab und archäologischem Lehrpfad. 3

Eine zentrale Thingversammlung zur sächsischen Verfassung wurde in Marklö (Marklohe oberhalb der Kirche) an der Mittelweser abgehalten. Die Entwicklung des Herrschaftsgebietes an der Mittelweser zur Zeit der Grafen von Hoya begann im 13. Jh.. Die Dynastie der Edelherren mit den Residenzen in Hoya und Nienburg endete nach dem Tod des letzten Grafen im 16. Jh.. Ihr Territorium reichte in der Blütezeit von der Hansestadt Bremen im Norden bis zum Hochstift Minden im Süden, von den Grafschaften Oldenburg und Diepholz im Westen bis zur Weser im Osten. Ausgenommen Thedinghausen, das zum Erzbistum Bremen, später dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg- Wolfenbüttel gehörte und Langwedel, erst um 1250 begründet, an der Heer- und Handelsstraße zwischen dem Stift Verden und dem Erzbistum Bremen. Das Wappen der Grafen von Hoya zeigte zwei schwarze Bärentatzen. Heute sind die Bärenklauen in den Wappen vieler Kommunen im Gebiet der ehemaligen Grafschaft Hoya zu finden. Zur Grafschaft Hoya gehörten auch das ehemalige Benediktinerkloster Schinna und zeitweise das Zisterzienserkloster Loccum (siehe S. 11). Der Schnitzaltar der Klosterkirche ist bis heute erhalten und in der St-Vitus Kirche in Schinna zu bewundern. Das 1163 erbaute Kloster Loccum bietet einen in Deutschland einmaligen Eindruck eines mittelalterlichen Zisterzienserklosters. Ehemaliges Grafenschloss in Hoya 4 Kloster Schinna (www.kloster-schinna.de) Im 18. Jh. galt sie als die schönste Prinzessin Europas, die spätere Königin Friederike von Hannover. Sie stiftete die 1842 fertiggestellte nach ihr benannte Friederiken-Kapelle, die sich unmittelbar neben der historischen Kuranlage befindet. Diese stellt ein einzigartiges Zeugnis aus der Zeit der Romantik dar (siehe S. 6). Im alten Stammesgebiet der Sachsen konnten die Welfen bis zum 19. Jh. einen Großteil des alten Sachsen wieder in Besitz nehmen (Königreich Hannover und Herzogtum Braunschweig). Das heutige Land Niedersachsen trägt, wie das Welfenhaus, das Sachsenross im Landeswappen, eine Demonstration der Tatsache, dass Sachsen weiterhin in Niedersachsen zu finden sind wie seit rund 2000 Jahren.

Stadtspaziergänge Bärenspuren in Nienburg... Die Hugenottenfamilie Facompré brachte 1791 ein streng gehütetes Biskuitrezept aus ihrer Heimat mit. Ein Kupferschmied fertigte nach dem Siegel der im Mittelalter herrschenden Hoyaer Grafen die Bärentatzenform an. Auch heute noch sind Nienburger Bärentatzen als Gebäck erhältlich. Aufgemalte Bärentatzen auf dem Straßenpflaster führen zu 28 Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Die Nienburger Bärenspur ist ein 3,3 km langer Rundgang der besonderen Art. Wenn Steine erzählen... Die Innenstadt Nienburgs ist reich an Denkmälern und Skulpturen. Die Denk-mal-Tour stellt einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Denkmälern und Skulpturen her. Sie liefert eine kurze Beschreibung, lässt aber genug Raum für eigene Interpretationen. Eine Vielzahl interessanter Denkmäler, Skulpturen und Brunnen finden Sie auch in der Innenstadt von Achim und in der Gemeinde Weyhe, die ebenfalls auf einer Denk-mal-Tour entdeckt werden können. Geführte Führungen und Rundgänge können nicht nur in den Städten Nienburg, Achim und Rehburg-Loccum (Romanzen, Raub und Revolten) gebucht werden. Auch in den Kommunen der Region gibt es zahlreiche Angebote. Tourist-Information Nienburg: Tel. (05021) 917 63-0, www.mittelweser-touismus.de Tourist-Information Achim: Tel. (04202) 29 49, www.achim.de Museen TIPP: Weitere Rundgänge gibt es in Bruchhausen-Vilsen (Bummel auf historischen Pfaden), Hoya (Auf den Spuren der Grafen), Stolzenau und Thedinghausen Löwenspur). (Thänhuser Niedersächsisches Spargelmuseum in Nienburg Hier erfährt der Gast alles über das Edelgemüse - vom Anbau über das Stechen bis zur Verarbeitung und den Vertrieb: Geräte, Burgdorfer Spargelsammlung (edles Porzellan), Spargelbude etc. Museum Nienburg, Leinstr. 48, 31582 Nienburg, Tel. (05021) 12 46 1, www.museum-nienburg.de TIPP: Nienburger Spargelteller ein kulinarischer Hochgenuss (Ende April bis 24. Juni in vielen gastronomischen Betrieben) 5

Regionalmuseum Nienburg mit Fresenhof und Quaet-Faslem-Haus Ur- und Frühgeschichte, Hohlglasproduktion, kirchliche Kunst, Maler Ernst Thoms, Münzkabinett, Stadt- und Regionalgeschichte, Biedermeiergarten mit Lapidarium (Steinsammlung u.a. Exponate aus der Zeit der Weserrenaissance). Museum Nienburg, Leinstr. 48, 31582 Nienburg, Tel. (05021) 12 46 1, www.museum-nienburg.de Fresenhof Polizeimuseum Polizeimuseum Niedersachsen Einmalig in Niedersachsen ist das Polizeimuseum in Nienburg. Es beherbergt Besonderheiten aus der Polizeigeschichte des Landes, wie Fortbewegungsmittel aller Art, Fakten und Wissen aus der erkennungsdienstlichen Behandlung, der Polizeifotographie und aus der Arbeit der Kriminalpolizei sowie Anschauungsmaterialien zum Kriminalfall Haarmann. Lange Straße 20-22, Tel. (05021) 88 77 88-0, www.polizeigeschichte-niedersachsen.de Eintauchen in die Zeit der Romantik... Die ehemals Königliche Kuranlage mit Museum in Bad Rehburg ist ein einzigartiges Bau- und Kulturdenkmal aus der Zeit der Romantik (erbaut 1750 bis 1850). Zu den prominentesten Kurgästen zählte Königin Friederike von Hannover. Die adeligen Gäste aus dem Haus der Welfen brachten ihren Lieblingsort als Madeira des Nordens in Mode. Im restaurierten Badehaus wird die Ausstellung Kurleben der Romantik gezeigt, die Wandelhalle, die Friederikenkapelle und das Brunnenhäuschen. Das Ensemble ist umgeben von einem Teil des historischen Kurparks und seinen Waldpromenaden. Romantik Bad Rehburg, Friedrich-Stolberg-Allee 4, 31547 Rehburg-Loccum, OT Bad Rehburg, Tel. (05037) 30 00 60, www.badrehburg.de 6

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim Am Weserufer in Petershagen liegt das westfälische Industriemuseum Glashütte Gernheim - ein Fabrikort aus dem frühen 19. Jahrhundert. Der historische Schmelzofen wurde rekonstruiert und für die Schauproduktion mit neuer Technik ausgestattet. Glasmacher fertigen mit der Pfeife wie vor 100 Jahren aus glühend heißer Masse Gläser und Flaschen. Das Wahrzeichen Gernheims ist der kegelförmige Glashüttenturm von 1826. Westfälisches Industriemuseum Glashütte Gernheim, Gernheim 12, 32469 Petershagen, Tel. (05707) 93 11-0, www.lwl-industriemuseum.de Automobil-Museum Asendorf Mehr als 60 Fahrzeuge, Modellautos, Spielzeug Automobilmuseum Asendorf, Essener Str. 5, 27330 Asendorf, Tel. (0421) 89 47 72 oder (04253) 7 14, www.museum-asendorf.de Heringsfängermuseum Heimsen Heringsfang, Trachten, Alltagskultur, Handwerk Heimat- und Heringsfängermuseum Heimsen, Am Mühlenbach 9, 32469 Petershagen, Tel. (05768) 94 18 55, www.heringsfaengermuseum.de Puppenmuseum Stolzenau Mehr als 500 liebevoll restaurierte Puppen Gästehaus der Nationen, Bürgermeister-Heuvemann-Str. 4, 31592 Stolzenau, Tel. (05761) 90 29 0 Wilhelm-Busch-Geburtshaus Ausstellungen und Veröffentlichungen zum Leben und Wirken des großen Malers und Dichters. Wilhelm-Busch-Geburtshaus Wiedensahl, Hauptstraße 68a, 31719 Wiedensahl, Tel. (05762) 3 88, www.wilhelm-busch-geburtshaus.de Westfälisches Storchenmuseum Alles zum Thema Weißstörche auf 180 m² Ausstellungsfläche (mit schönem Gartencafé). Westfälisches Storchenmuseum, Im Grund 4, 32469 Petershagen- Windheim, Tel. (05705) 95 85 80, www.westfaelisches-storchenmuseum.de TIPPS: Web- und Textilmuseum, Heide 11, 31547 Rehburg-Loccum, OT Loccum, Tel. (05761) 22 58 oder (05766) 9 43 10, www.bws-loccum.de Ilser Webstube, Ilser Postweg 8, 32469 Petershagen/Ilse, Tel. (05705) 18 96, www.webstube-ilse.de 7

Das Schnaufen der Museums-Eisenbahnen... Museums-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen Ältestes deutsches Eisenbahn-Freilichtmuseum - mehr als 100 Schienenfahrzeuge (Dampf- und Diesellokomotiven, Triebwagen, Personen- und Güterwagen), Schmalspur-Dampflokfahrten jeden Sa. und So. von Mai bis Oktober, Sonderfahrten, Strecke: Bruchhausen- Vilsen Asendorf Deutscher Eisenbahn-Verein e.v. Bruchhausen-Vilsen, Tel. (04252) 93 00-0, www.museumseisenbahn.de Museumsbahn Pingelheini * Historische Diesellok auf der Strecke Bremen Stuhr Weyhe Thedinghausen Kleinbahn Leeste e.v., Tel. (0421) 8 09 11 31, www.pingelheini.de * Pingeln ist das niederdeutsche Wort für klingeln, denn früher warnten die Lokführer wartende Fahrgäste mit der Glocke ihrer Lokomotiven. Museumsbahn Kaffkieker Historischer Schienenbus (1959) auf der Strecke Eystrup Hoya Bruchhausen-Vilsen Syke Tel. (04251) 93 55 0 oder (04252) 93 00 50, www.kaffkieker.de Er rollt gemütlich durch die Landschaft und die Orte, die so aus einem anderen Blickwinkel bekiekt werden können. Fahrpläne sind erhältlich bei der Mittelweser-Touristik GmbH Tel. (05021) 917 63-0 www.mittelweser-tourismus.de 8

Weitere Museumseisenbahnen in der Umgebung: Kleinbahn Verden-Walsrode Tel. (04238) 622 www.kleinbahnexpress.de Museums-Eisenbahn Minden Tel. (0571) 2 41 00 www.museumseisenbahn-minden.de Museums-Eisenbahn Rahden Uchte Tel. (05771) 33 04 u. 94 59 2 www.museumsbahn-rahden.de Uchter Moorbahn Tel. (05777) 96 13 85 www.moorbahn-uchter-moor.de Extertalbahn Tel. (0180) 5 01 28 85 (0,14 /Min., Mobilfunktarife max. 0,42 /Min.) www.extertalbahn.de Dampfeisenbahn Weserbergland Tel. (05751) 89 02 30 www.dampfeisenbahn-weserbergland.de Moorexpress Bremen-Stade (Teufelsmoor) Tel. (04792) 93 58 20 www.moorexpress.net Kleinbahn Jan Harpstedt Tel. (04244) 23 80 www.jan-harpstedt.de TIPP: Am 15. Mai 1873 wurde die Bahnstrecke Bremen-Ruhrgebiet eingeweiht. Von der Kirchweyher Eisenbahngeschichte zeugt die Museumslok von 1941 am Bahnhof. Um 1919 waren in zwei Ringschuppen 88 schwere Loks stationiert. Info: Museumslok am Bahnhof in Kirchweyhe, Tel. (04203) 12 54, www.lok-weyhe.de 9

Kulturgut Ehmken Hoff Das Kulturgut Ehmken Hoff wird von der H. F. Wiebe Stiftung errichtet und betrieben. Die Stiftung kooperiert dabei eng mit dem Verein Ehmken Hoff e. V., über den Bürger und Bürgerinnen sich in die Arbeit am Kulturgut Ehmken Hoff einbringen können. In der Worth 11-15, 27313 Dörverden, Tel. (04234) 9 43 30 08, www.ehmken-hoff.de Es klappert die Mühle... Einst errichtet, um Getreide zu mahlen, sind die vielen Wind- und Wassermühlen der Mittelweser-Region heute als technische Baudenkmäler eine Attraktion. Liebevoll restauriert und nicht selten wieder funktionsfähig gemacht, wird man in eine vergangene Zeit zurückversetzt. Ob Wasser-, Turbinenmühle, Holländer- oder Turmwindmühle alle Typen gilt es hier zu bestaunen. Tel. (05021) 917 63-0, www.mittelweser-tourismus.de www.niedersaechsische-muehlenstrasse.de, www.muehlenland-niedersachsen.de, www.muehlenkreis.de Pfingstmontag: Deutscher Mühlentag TIPP: Meyersiek sche Mühle - zweitälteste Mühle Niedersachsens www.heimatverein-steyerberg.de 10

Kirchen und Klöster In der Mittelweser-Region spiegelt sich eine lange Bau- und Kunstgeschichte wider. Von der Romanik bis zur Gegenwart Kirchen aller Epochen sind vertreten. Kloster Loccum Porta patet, cor magis - Die Tür steht offen, das Herz noch mehr......lautet die klangvolle Losung der Mönche des Klosters Loccum. Das 1163 erbaute Kloster bietet einen in Deutschland einmaligen Eindruck eines mittelalterlichen Zisterzienserklosters. Die bis in die spätromanische Zeit zurückreichende Bauanlage mit Kirche, Kreuzgang und Wirtschaftsgebäuden zeugt noch heute von der Strenge und Schlichtheit der Zisterzienser. Tel. (05766) 9 60 20, www.kloster-loccum.de TIPP: Pilgerwege Loccum-Volkenroda und Loccum Mardorf/Steinhude Mariensee, Tel. (0511) 12 41-592, www.loccum-volkenrode.de, Sigwardsweg (Pilgern im alten Bistum Minden), Tel. (0571) 8 37 44 25, www.sigwardsweg.de Pfarrkirche St. Martin Wahrzeichen der Stadt Nienburg/Weser Ihr heutiges Aussehen abgesehen vom Turm erhielt die Kirche im 14. und 15. Jahrhundert. Der Turmsockel aus Sandstein stammt aus dem 13. Jahrhundert. 1896 wurde der alte Turm abgetragen und durch den etwa 72 Meter hohen neugotischen Turm ersetzt. Kunstschätze: u.a. Sarkophage der Grafen Jobst II. und Otto VIII. und ihrer Frauen, Zwölf Apostel des Meisters von Osnabrück (um 1520). Die neue Orgel ist 1997 eingebaut worden. Sie verfügt über 38 Register in drei Manualen und einem Pedalwerk über einem Zimbelstern. Pfarrkirche St. Martin Kirchenbüro Kirchstraße 31582 Nienburg Tel. (05021) 91 63 10 www.martin-nienburg.de 11

Stiftskirche St. Materniani et St. Nicolai in Bücken der Dom des Hoyaer Landes Der Dom des Hoyaer Landes mit seiner beeindruckenden Doppelturmfassade ist mit großartigen Kunstschätzen ausgestattet. Darunter das Triumphkreuz aus dem Jahre 1230 und die ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert stammenden, reich bebilderten Glasfenster. Die Kirche bezeichnet Georg Dehio als die ansehnlichste romanischen Stils im unteren Wesergebiet. Stiftskirche Bücken, Am Markt 3, 27333 Bücken, Tel. (04251) 9 21 67, www.kirche-buecken.de Historische Scheunenviertel (Estorf, Schlüsselburg, Wellie, Liebenau, Schafställe Hülsen) Scheunenviertel sind besondere Kleinode ländlicher Baukultur. Aus Angst vor vernichtenden Feuern wurden die meisten der Gebäude im Zeitraum zwischen 1700 und 1800 außerhalb von Dörfern errichtet und boten viel Platz für Lagergut und Unterstellmöglichkeiten. Heute bieten die Scheunenviertel Raum für traditionelle und aktuelle (Klein-) Kunst, Literatur, Feste und Feiern sowie Bildungsangebote. Tel. (05761) 7 05 14, www.scheunenviertel-und-mehr.de 12

Industriekultur Senf- und Ölmühle Eystrup Seit 1809 pflegt die Firma Ph. Leman in Eystrup eine ununterbrochene Senf-, Essig-, und Öl-Tradition. Industriehistorisch bedeutsame Schätze verbergen sich im alten Kessel- und Maschinenhaus: eine Dampfmaschine und ein Generator von 1911. Senf- und Essigfabrik, Alexanderweg 75, 27324 Eystrup, Tel. (04254) 601, www.lemanfeinkost.de, www.industriedenkmal-senffabrik-leman.de Kartoffeldämpfanlage Stöckse Die Anlage entstand 1962. Durch das Dämpfen von Kartoffeln wurde stärkereiches Futter für die Schweinemast gewonnen. Dr. Spreen, Zum Heidberg 9, 31638 Stöckse, Tel. (05026) 9 00 91 07, www.daempfanlage.de Melioration Im 19. Jahrhundert wurde im Gebiet des ehemaligen Eyterbruchs zwischen Thedinghausen, Emtinghausen, Schwarme, Bruchhausen- Vilsen und Hoya das größte Projekt zur Be- und Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen in Mitteleuropa durchgeführt. Melioration (lat.) heißt so viel wie Bodenverbesserung zur Steigerung der landwirtschaftlichen Ertragsfähigkeit der Böden. Insgesamt war das Meliorationsgebiet 4.600 ha groß. Die Bewässerung wurde über 524 Stauanlagen und 375 Kilometer Wasserläufe sichergestellt. Die Baukosten beliefen sich auf 3,3 Mio. Mark. Tipp: Meliorationstour Spurensuche per Rad, Kanu oder zu Fuß. Samtgemeinde Thedinghausen, Tel. (04204) 88-22, www.thedinghausen.de 13

Theater, Theater... Das Theater auf dem Hornwerk in Nienburg bietet ein breit gefächertes Repertoire von Oper- und Ballettabenden über Schauspiel bis hin zu plattdeutschen Theaterproduktionen. Darüber hinaus ist es Premierenort für Broadway-Musicals. Das Weyher Theater begeistert mit Witz und Tempo - vom Boulevard-Stück über das Musik-Theater zur niederdeutschen Komödie. Theater auf dem Hornwerk in Nienburg, Tel. (05021) 87 356 oder 87 264, www.theater.nienburg.de Weyher Theater, Tel. (04203) 4 39 00, www.weyhertheater.de Platt snacken Die Freilichtbühnen in der Mittelweser-Region bieten während der Sommermonate Stücke in plattdeutscher Sprache. Freilichtbühne Stöckse (Juli-August) Tel. (05026) 85 69 o. 13 99 www.freilichtspiele-stoeckse.de Freilichtbühne Marklohe (Juni-August) Tel. (05021) 92 37 00 www.freilichtbuehne-marklohe.de Freilichtbühne Langwedel/Holtebüttel (Juli-August) Tel. (04232) 12 40 www.freilichtbuehne-holtebuettel.de Freilichtbühne Langwedel/Daverden (Mai-Juli) Tel. (0176) 78 68 22 59 www.freilichtbuehne-daverden.de 14

Die Deutsche Fachwerkstraße... verläuft durch Nienburg/Weser Fachwerk verbindet unter diesem Motto haben sich mehr als 100 deutsche Städte zur bundesweiten Initiative Deutsche Fachwerkstraße zusammengeschlossen, um ihr historisches Erbe gemeinsam zu pflegen. Die Deutsche Fachwerkstraße schlängelt sich auf 2000 Kilometern durch fünf Bundesländer und bietet eine vergnügliche Tour durch 1000 Jahre Geschichte. Die Ferienund Kulturroute besteht sechs Regionalstrecken. Die Strecke Die schönstem im Norden - Von der Elbe zum Harz führt durch die Stadt Nienburg/Weser. Das malerische Fachwerkstädtchen wurde 1025 erstmals urkundlich erwähnt. Die heute rund 32.000 Einwohner zählende Stadt war im Mittelalter wichtige Festungsstadt am Weserübergang. Liebevoll restaurierte Fachwerkgebäude, Burgmannshöfe wie der Posthof (Stadtbibliothek), der Hakenhof oder der Fresenhof (Museum), Ackerbürger- oder Patrizierhäuser zeugen von der Geschichte Nienburgs. Mittelweser-Touristik GmbH, Tel. (05021) 9 17 63-0, www.mittelweser-tourismus.de, www.deutsche-fachwerkstrasse.de TIPP: Deutsches Kreativzentrum Holz, Reinhold Büdeker, Bürgermeister-Stahn-Wall 37, 31582 Nienburg/Weser, Tel. (0179) 477 57 60, www.dk-holz.de: Schnuppertage, Wochenendkurse, Grundlagenseminare, Fachwerkführungen Das Haus der Sonne in Warpe Der Autor Bert Strebe kombiniert seine Texte mit anderen Kunstformen, so dass daraus etwas Neues entsteht. Der Künstler Pablo Hirndorf entwarf dafür ein Haus - das Haus der Sonne. Eine begehbare Skulptur, ein Raum für Bilder und Wörter. Fürs Zuhören, fürs Schauen, für Gespräche. Tel. (05022) 17 11 www.das-haus-der-sonne.de 15

Achim......und die Bremer Stadtmusikanten Das Märchen Die Bremer Stadtmusikanten der Gebrüder Grimm ist fast jedem bekannt. Viele wissen aber nicht, dass die Stadtmusikanten nie in Bremen angekommen sind. Und wo stand das Räuberhaus? Warum nicht in Achim! Wenn im Winter schlechtes Wetter war hat meine Oma uns Kindern früher erzählt, dass im Hamelmannschen Haus bei der Hexentreppe die Räuber wohnten, bevor die Bremer Stadtmusikanten sie aus ihrer Räuberhöhle verjagten. Das Hamelmannsche Haus war ein altes Fachwerkhaus mit Strohdach. Es ist 1927 abgebrannt. In dem Märchen, wie es uns unsere Oma erzählte, kommt der Esel aus Langwedel, der Hund aus Etelsen, die Katze aus Baden und der Hahn aus Uesen. Dass die Bremer Stadtmusikanten in Achim waren, beweisen das Denkmal für die Bremer Stadtmusikanten und die folgende Erzählung: Die Achimer waren froh, dass die Verbrecher verjagt wurden und haben dafür den Stadtmusikanten ein Denkmal geschaffen. Ihr wisst nicht wo? Dann müsst Ihr Euch den Giebel der Honigkuchenfabrik in der Obernstraße gegenüber dem Amtsgericht anschauen. Dort könnt Ihr Hund, Katze, und Hahn sehen. Für den Esel ist dort eine Ente zu sehen. Dass der Esel fehlt hat folgenden Grund: Der Esel hat den Räuberschatz in einem Brunnen versteckt. Keiner weiß in welchen Brunnen. Und weil die Achimer damals genauso wie Heute kein Geld in der Gemeindekasse hatten, haben sie sich so über den Esel geärgert, dass sie ihn nicht mit auf dem Denkmal abgebildet haben. Aber sie haben den Weg, über den der Räuber aus dem Hamelmannschen Haus geflüchtet ist, Hexentreppe und die Straße über die danach alle Räuber verschwanden, Hollenstraße genannt. Hollenstraße deshalb, weil die Räuber auf ihrer Flucht gerufen haben: Das ist die Hölle, das ist die Hölle, der Teufel ist hinter uns her. Und wenn ihr meine Meinung hören wollt: Der Schatz steckt in dem Brunnen beim Amtsgericht, Ihr wisst ja, dem Hungerbrunnen. (Text von Klaus Bischoff / Heimatverein Achim) Tourist-Information Achim, Tel. (04202) 29 49, www.achim.de 16 Weitere Informationen zu Märchen, Sagen und Legenden: www.deutsche-maerchenstrasse.de, www.stadtmusikanten.eu

Feiern und Genießen... Veranstaltungstipps: Februar: Karneval in Stolzenau mit großem Karnevalsumzug Mai: Brokeloher Klöppeltage feinste Spitzen / Nienburger Spargelfest Juni/Juli: Nienburger Scheibenschießen mit großem Pellkartoffelessen Matjes und Stippe an einer 500 m langen Tafel August: Brokser Heiratsmarkt großes Volksfest mit Pferdemarkt, Conquest of Mythodea September: Katharinenmarkt Hoya mittelalterliches Marktspectaculum / Altstadtfest Nienburg / Thänhuser Markt Thedinghausen Ausgewählte Veranstaltungsorte: Kulturhaus Alter Schützenhof e.v. (KASCH), Tel. (04202) 51 18 83 0 Kunstverein Achim e.v. und Kunstschule, Tel. (04202) 9 88 47 84, www.kunstverein-achim.de Kurpark Bruchhausen-Vilsen, Tel. (04252) 93 00 50, www.bruchhausen-vilsen.de Kulturzentrum Martinskirche Hoya, Tel. (04251) 815-0, www.hoyaweser.de Alte Kapelle Haßbergen, Tel. (05024) 82 59, www.hassbergen.de Schloss Etelsen, Tel. (04232) 39 12, www.schloss-etelsen.de Nienburger Kulturwerk e.v., Tel. (05021) 91 16 66, www.nienburger-kulturwerk.de Giebelsaal der Albert-Schweitzer-Schule Nienburg (Meisterkonzerte), Tel. (05021) 87-380 Galerie N, (05021) 91 16 66, www.nienburger-kulturwerk.de Jugendtheater s putnike, Tel. (05021) 97 11 70, www.sputnike.de Jazz-Club Nienburg, Tel. (05021) 26 24, www.jazzclub-nienburg.de Kloster Loccum (u.a. Musik zur Einkehr), Tel. (05766) 96 02 0, www.kloster-loccum.de Romantik Bad Rehburg, Tel. (05037) 30 00 60, www.badrehburg.de Erbhof Thedinghausen, Tel. (04204) 88 22, www.schloss-erbhof.de Kultur-Scheune Liebenau, Tel. (05023) 90 07 66, www.scheunenverein-liebenau.de Kloster Schinna, Tel. (05761) 7 05 50. www.kloster-schinna.de 17

Weserrenaissance 18 Der europäische Baustil der Renaissance hat im 16. und 17. Jahrhundert im Weserraum eine besondere Ausprägung erfahren. Kaum irgendwo sonst in Mitteleuropa wurden in dieser Zeit so viele Renaissancebauten errichtet wie im Weserraum. Besonders an der mittleren und oberen Weser drängen sich die Bauten. Sie sind zum großen Teil erhalten und prägen noch heute die Landschaft. Eine Voraussetzung für die rege Bautätigkeit zwischen 1520 und 1620 ist die wirtschaftliche Blüte dieser Zeit. Westlich und östlich der Weser werden vom Adel und den Landesherren viele Schlösser neu erbaut oder alte durchgreifend umgestaltet. Überall in Stadt und Land errichten Bürger und Bauern prachtvolle Rathäuser, Wohnhäuser und Gehöfte als Steinbauten oder in Fachwerkbauweise. Im Bauen drückt sich nicht nur der Wohlstand, sondern auch Macht und Bildung aus. Reiche Kaufleute und Handelsherren bemühen sich, ihren Reichtum und ihre Bedeutung durch große und prächtig verzierte Bauten zu demonstrieren, so wie sie dies auf ihren Handelsreisen in Flandern oder in Italien kennen gelernt haben. Bevor der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) die Entwicklung hart abbricht und das Land weithin verödet, blühen Wirtschaft und Kultur im Windschatten der politischen Ereignisse in Europa. Das im Weserraum geerntete Getreide lässt sich mit großem Gewinn in andere europäische Länder verkaufen, die von Kriegswirren und Missernten geplagt sind. Die Bautätigkeit im Weserraum ist zur Zeit der Weserrenaissance so stark, dass sie auch Bauhandwerker und bedeutende Baumeister aus anderen deutschen Landen anzieht. Mehr als zwanzig Baumeister der Renaissancearchitektur im Weserraum sind

mit Namen und Herkunft durch ihre Meisterzeichen an den Bauten und durch Dokumente in den Archiven bekannt. So ist es beinahe selbstverständlich, dass die Bauweise der Weserrenaissance nicht aus einer isolierten regionalen Tradition entsteht, sondern die europäischen Kulturbeziehungen ihrer Zeit spiegelt. Andererseits gibt es auffallende bauliche Gestaltungsmittel, wie z.b. die sogenannten Welschen Giebel oder die Utlucht, ein vom Erdboden ausgehender, erkerartiger Vorbau. Diese baulichen Mittel treten im Weserraum häufiger auf als anderswo und prägen das Bild der Weserrenaissance. Obernkirchen (LK Schaumburg): In den nahen Bückebergen wurden die Sandsteine für das Bauwesen des 16. und 17. Jahrhunderts gebrochen. Der Werkstein wurde nicht nur in der Weserregion, sondern weit darüber hinaus bis nach Skandinavien und in die Niederlande geliefert. Die Weser diente als Transportweg. Ende der 90er Jahre wurden bei Rohrsen (nördlich von Nienburg) zwei Lastkähne aus dem 18. Jahrhundert mit Obernkirchener Sandsteinblöcken geborgen. Straße der Weserrenaissance Während der Renaissance erlebte der Weserraum eine Blütezeit und entwickelte eine eigene Interpretation der damals üblichen Bauweise. Seit 1989 folgt die Straße der Weserrenaissance den bis heute erhaltenen einzigartigen Baudenkmalen dieser Kulturepoche. In der Mittelweser-Region zählen das Schloss Petershagen, der Weserrenaissancegiebel am Nienburger Rathaus, das Rittergut in Brokeloh, das Tor zum Gutshof Benecke in Drakenburg und das Schloss Erbhof in Thedinghausen zu den Attraktionen dieser touristischen Route. Diese markanten Gebäude werden im Folgenden erläutert. Neorenaissance Neorenaissance oder Neurenaissance ist eine Richtung des Historismus im 19. Jahrhundert, in der auf die Baukunst der Renaissance zurückgegriffen wird. Je nach Einzelfall stammen die Formen schwerpunktmäßig aus dem Repertoire der italienischen Renaissance oder hauptsächlich aus der deutschen Renaissance bzw. Nordischen Renaissance des 16. Jahrhunderts. Sehenswerte Beispiele der Neorenaissance in der Mittelweser-Region sind das Alte Amtsgericht in Petershagen und das Schloss Etelsen in Langwedel. 19

Petershagen Schloss Petershagen Das Schloss Petershagen ist eine um 1306 von Bischof Gottfried von Waldeck als Wasserburg errichtete Anlage. Die Burg wurde nördlich von Minden unmittelbar an der Mündung der Ösper in die Weser gebaut und war ursprünglich von einem Wassergraben umgeben. Sie wurde unter den Schutz des Heiligen Georgonius gestellt und bestand aus einem dicken, runden Turm mit Kerker und wehrhaftem Palas. Die Burg war Residenz der Mindener Fürstbischöfe und wurde unter Bischoff Franz II. von Waldeck durch den schwäbischen Baumeister Jörg Unkair im 16. Jahrhundert zum Schloss umgebaut. Dunkler Portasandstein als Bausubstanz wurde an Fenstern und Türeinfassungen mit hellem Obernkirchener Sandstein im Stabgitterstil geschmückt. Sehenswert sind auch die Sandsteinarbeiten an der Wendeltreppe und das prachtvolle Wappen Franz II. Leider sind manche Bauten der Schlossanlage wieder verschwunden: Torhaus, Rondelle, Befestigungswerke. 1560 errichtete Bischof Gerhard von Braunschweig-Lüneburg das sogenannte Neue Haus mit Festsaal und Kirche. Durch eine Galerie auf kunstvoll behauenen Konsolen waren das neue und das alte Haus miteinander verbunden. Von 1649 bis 1669 war das Schloss Sitz der brandenburgischen Regierung, dann wird es als Regierungssitz aufgegeben, man zieht nach Minden um. Heute wird Schloss Petershagen als Hotel- und Restaurantbetrieb geführt. Der Schlossherr bringt Ihnen die bewegte Geschichte dieses Wahrzeichens gerne bei einer Führung nahe. Weiterhin veranstaltet der Kreis Minden-Lübbecke in Kooperation mit dem Verein Herrenhäuser und ihre Parks im Mühlenkreis Kammerkonzerte im Schloss. Romantik Hotel Schloss Petershagen, Schlossstraße 5-7, 32469 Petershagen, Tel.: (05707) 9 31 30, www.schloss-petershagen.com 20

Stadtkirche Die 1615-1620 erbaute Stadtkirche in Petershagen, deren Bauherr der letzte Mindener Bischof Christian Herzog von Braunschweig-Lüneburg war, ist wahrscheinlich nach dem Vorbild der Bückeburger Stadtkirche errichtet worden. Der Turm ist ein Neubau des 18. Jahrhunderts. Die vierjochige Hallenkirche mit Renaissance-Maßwerk zwischen gotisierenden Strebepfeilern weist keine repräsentative Fassade auf. Ein Renaissance-Taufstein im Inneren stand ursprünglich in der Schlosskapelle. Sehenswert ist auch die Burg Schlüsselburg (Privatbesitz). Das Herrenhaus wurde von 1581 bis 1585 von Ludolf von Klencke im Stil der Weserrenaissance errichtet. Altes Amtsgericht (Neorenaissance) Das Alte Amtsgericht wurde 1913 im Stil der Neorenaissance erbaut. Es ist eines der vollständig erhaltenen kleineren preußischen Amtsgerichte in Westfalen. Hier gehen die Reisenden hinter Gitter und das sogar mit größtem Vergnügen. In gestreifter Häftlingskleidung betreten sie die Gefängniszelle und machen es sich auf den Etagenbetten gemütlich. Wo früher Hühnerdiebe und Strolche ihre Strafe absaßen, verbringen nun Weserwanderer und Radler freiwillig die Nacht in der ehemaligen Haftanstalt Petershagen. Zudem fungiert das Gebäude als Begegnungsstätte mit interessantem Kulturprogramm. Tourist-Information Altes Amtsgericht, Mindener Str. 16, 32469 Petershagen, Tel. (05707) 900-10, www.petershagen.de 21

Rittergut Brokeloh Clamor von Münchhausen begann 1545 in Brokeloh mit dem Bau einer Wasserburg im Stil der Weserrenaissance. Sein Sohn Erich-Hans vollendete das Gebäude um 1600 als Vier-Flügelanlage. Es war früher von einem doppelten Wassergraben umgeben und hat ein massives Sockelgeschoss. Auf drei Seiten gibt es ein Obergeschoss aus Fachwerk; im rückwärtigen, nur einstöckigen Flügel befindet sich der Rittersaal. Mitte des 19. Jahrhunderts war das Castrum derart baufällig geworden, dass man seinen Abbruch erwog; dank der Initiative des damaligen Eigentümers, des Geheimen Kriegsrats Friedrich August Wilhelm Niemeyer - der zu diesem Zweck einen besonderen Baufonds angesammelt hatte - erfolgte 1871-1875 jedoch eine gründliche Wiederherstellung. Der Gutshof, wie die zum Gut gehörenden Tagelöhnerhäuser, stehen unter Ensemble-Denkmalschutz. Ein Teil des Verwalterhauses wurde zu Ferienwohnungen umgestaltet (vier Ferienwohnungen, ein Veranstaltungsraum, Backhaus, Heuhotel). Rittergut Brokeloh, Carsten Niemeyer, 31628 Brokeloh, Tel. (05027) 13 41, www.rittergutbrokeloh.de Torbogen Drakenburg Dieses historische Schlossportal wurde wohl im Jahre 1617 erbaut. Die große Durchfahrt ist von ionischen Säulen mit dekorierten Schäften flankiert. Auf dem Gebälk erhebt sich zwischen zwei Obelisken eine Giebelarchitektur mit Rollwerkmotiven. Das Tor ist Rest einer dreiflügeligen Schlossanlage, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Die Inschrift lautet in der Übersetzung: Wer den Herrn fürchtet, dem wird nichts Gutes fehlen. Gutshof Benecke, Tel. (0162) 1723577, www.rittergut-drakenburg.de 22

Schloss Erbhof Thedinghausen Der Erbhof, ein alter Herrensitz, zählt zu den herausragenden Beispielen der Weserrenaissance in der Mittelweser-Region. Den heute oft als Schloss bezeichneten Erbhof ließ der Erzbischof Johann Friedrich - damaliger Landesherr des Erzbistums Bremen und damit auch des Amtes Thedinghausen - für seine Geliebte, die junge Witwe des erzbischhöflichen Drosten von Hermeling, Gertrud von Hermeling- Heimbruch, in den Jahren 1619/20 erbauen. Das prächtige Bauwerk im Stil der ausklingenden Weserrenaissance ist ein Bau aus roten Ziegelsteinen mit weißen Mörtelfugen. In den Zierformen ist er mit gelbem Sandstein ausgeschmückt. Fenster, Türbogen, Turmgiebel und Ziersäulen sind wohl proportioniert und kunstvoll gestaltet. Der Erbhof hatte nach Gertrud von Hermeling-Heimbruch, die schon zwei Jahre nach der Einweihung des Prachtbaus starb, viele Besitzer. Seit dem Jahr 1999 ist die Samtgemeinde Thedinghausen Eigentümerin dieses architektonischen und kulturhistorischen Juwels. Zu den Ländereien des historischen Erbhofs in Thedinghausen gehörte auch ein großer Lustgarten. Auf einer Fläche von fast 11 Hektar wurde ein Baumpark aus Laubhölzern angelegt, auf dem rund 450 Arten und Sorten in 71 Gattungen gepflanzt wurden, die in Deutschland und Nordeuropa heimisch sind. Der Baumpark soll der Einwohnerschaft und den Gästen von Thedinghausen zur Naherholung dienen und den Schulen und anderen Einrichtungen für Lehrzwecke zur Verfügung stehen. Samtgemeinde Thedinghausen, Braunschweiger Str. 10, 27321 Thedinghausen, Tel. (04204) 88-22, www.thedinghausen.de, www.schloss-erbhof.de 23

Nienburg/Weser Rathaus Das Nienburger Rathaus ist ein wohl 1533 errichteter Fachwerkbau. 1582-89 wurde der Fassade an der Langen Straße ein siebenachsiger Treppengiebel aus Backstein vorgesetzt. Die einzelnen Staffeln tragen welsche Giebel mit Palmettenfüllung und Kugelbesatz; die Wandfläche ist durch Sandsteinlisenen und horizontale Gesimse gegliedert. Vor der Fassade erhebt sich ein zweigeschossiger Standerker; in den Brüstungsreliefs sind acht Tugenden und die Wappen des Herzogs Wilhelm von Celle dargestellt. Das schlichte Portal an der Marktseite zeigt die von einem Engel gehaltenen Insignien der Stadt mit der Jahreszahl 1885 und das Braunschweiger Löwenwappen. Lapidarium Das Lapidarium im Nienburger Museumsgarten ist eine Sammlung von behauenen Sandsteinen aus neun Jahrhunderten. Diese Steine gelangten, zumindest bis zum 19. Jh., in der Regel per Weserschiff aus den Gebirgen entlang der Weser nach Nienburg. Die Rohlinge wurden gemäß des Auftrags behauen, d. h. mit Schrift und mit künstlerischem Beiwerk versehen. Die Arbeit leisteten die Steinmetze. Es handelt sich um eine außergewöhnliche Sammlung von über 80 Sandsteinen, die alle aus der Stadt Nienburg und der Mittelweser-Region stammen. Darunter sind z.b. mehrere Taufbecken, Grabsteine, Sandsteine bürgerlicher und adeliger Gebäudebesitzer, ein Meilenstein, ein Grenzstein, ein Sühnekreuz aus dem 14. Jh., barocke wegbegleitende Figuren vom ehem. Linsburger Schloss, Sonnenuhren, Gibelzierden, ein Kamin u.a. Ebenfalls wurde ein vollständiger Erker aus der Renaissancezeit (eine sog. Utlucht) aufgebaut. Sie stand einst in Nienburgs Innenstadt. Alle Steine sind mit informativen Texten versehen. Das überdachte Lapi- 24

darium ist als moderner Zweckbau gestaltet und schützt die Steine vor dem Regen. Im unteren Teil des Lapidariums befinden sich fest eingebaute Sitzecken, die zum Verweilen einladen. Das Nienburger Lapidarium darf als einmalig in Norddeutschland gelten. Museum Nienburg, Leinstraße 4, 31582 Nienburg, Tel. (05021) 12461, www.museumnienburg.de Pfarrkirche St. Martin Die Pfarrkirche St. Martin birgt eine Reihe von Denkmälern der Weserrenaissance. Wichtig sind die Epitaphien, besonders die des Otto VIII. und des Ehepaares Hilmar von Münchhausen und Lucia von Reden sowie die wappengeschmückten Hochgräber der von Gleichen und der von Bentheim. Auch die Gruppe der zwölf Apostel, um 1520 geschaffen, ist sehenswert. Pfarrkirche St. Martin, Kirchstraße, 31582 Nienburg, Tel. (05021) 91 63 10, www.martin-nienburg.de 25

Schloss Etelsen Ein Schloss wie in Tausend und einer Nacht : 1886 im Neorenaissance-Stil erbaut, erlebte Schloss Etelsen eine wechselvolle Geschichte und dient jetzt dem Niedersächsischen Bildungswerk als Seminarstätte. Der Park mit seinem schönen alten Baumbestand ist öffentlich. Bereits 1873 wurde das neugotische Mausoleum im Schlosspark errichtet. Architekt war der bekannte Baumeister Conrad Wilhelm Hase. Der Schlossparkverein Etelsen e.v. hat es sich zur Aufgabe gemacht, das weit über den Landkreis Verden hinaus bedeutsame Schloss und den unter Denkmalschutz stehenden Schlosspark mit seiner Flora und Fauna zu erhalten. Der in Etelsen am Weserhang liegende Schlosspark wurde um 1900 vom herzoglichen Promenadeninspektor Friedrich Kreiß aus Braunschweig im Auftrag des dänischen Grafen Christian zu Reventlow modernisiert. Auf allen Seiten des Schlosses bestimmten architektonische Elemente und Strukturen das Gartenbild des weitläufigen Parkbereichs. Ein dem Schlossgebäude vorgelagertes, mit Rosenbeeten und einem Springbrunnen versehenes Oval empfängt auch heutzutage den Besucher des etwa zehn Hektar großen Parks. Hinter dem Schloss beginnt die großflächige Parkwiese, die von geschwungenen Wegen erschlossen wird. Größere und kleine Baumgruppen unterbrechen die Fläche und stellen eine Verbindung zum waldartigen Parkgelände her, in dem sich ein Mausoleum befindet. Im Schloss ist immer was los! Sommerkonzerte, Ausstellungen, Theatervorführungen, Lesungen, Gesangsdarbietungen oder einfach nur Spaziergänge. Standesamtliche Trauungen sind im Schloss Etelsen möglich. Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft GmbH, Schloss Etelsen, Bremer Str. 2, 27299 Langwedel, Tel.: (04235) 93 00-66 oder (04232) 39 12, www.schloss-etelsen.de, www.langwedel.de 26

Weitere interessante Bauwerke aus der Zeit der Weserrenaissance Rathaus der Hansestadt Bremen (Unesco Welterbe) Bremer Touristik-Zentrale GmbH, Tel. (0421) 3 08 00 10, www.bremen-tourismus.de Hämelschenburg bei Hameln Schloss Pyrmont in Bad Pyrmont Schloss Bevern Schloss Bückeburg und Hofkirche in Bückeburg Schloss Fürstenberg Historische Ortskerne mit Gebäuden aus der Zeit der Weserrenaissance: Hameln (Altstadt mit Rattenfängerhaus, Stiftsherren- und Leisthaus, Dempterhaus, Rattenkrug und Hochzeitshaus) Hann. Münden (Altstadt und Welfenschloss) Rinteln (Rathaus und Altstadt) Stadthagen (Schloss und Mausoleum) Weserbergland Tourismus e.v., Tel. (05151) 93 00-0, www.weserbergland-tourismus.de TIPP: Weserrenaissance-Museum Schloss Brake: Überblick über die Kulturgeschichte des 16. und frühen 17. Jh.. Ausgewählte Objekte der Bereiche Architektur, Malerei, Möbel, Festwesen, Religion, Wissenschaft und Wirtschaft. Schloßstr. 18, 32657 Lemgo, Tel. (0 52 61) 94 50-0, www.wrm.lemgo.de Fotos: fotolia.de 27

Die Mittelweser-Region im Spiegel der Zeit vor 140 Mio. J. vor 200.000 J. vor 120.000 J. ca. 650 v. Chr. 28 hinterließen verschiedene Dinosaurier in Münchehagen ihre Spuren: Dino-Park Münchehagen/Naturdenkmal Saurierfährten (www.dinopark.de) während der Saale-Eiszeit brachten Gletscher aus Schweden den größten Findling Niedersachsens, den Giebichenstein (207 t) nach Stöckse Besiedelung des Mittelweser-Raumes (Hügelgräber, Großsteingräber) lebte Moora-das Mädchen aus dem Uchter Moor in dieser Region (2000-2005 wurden Überreste der Moorleiche gefunden, damit ist Moora Norddeutschlands bedeutendster Moorleichenfund, www.moora-zentrum.de) 3.-9. Jh. n. Chr. siedelten die Altsachsen in der Gegend zwischen Liebenau und Steyerberg (Altsachsengräber, Führungen vor Ort, Funde im Regionalmuseum Nienburg, www.museum-nienburg.de) 9./.10. Jh. Entstehung der Luccaburg in Rehburg-Loccum (Burghügel erhalten,www.rehburg-loccum.de) 882 Gründung der Stiftskirche St. Maternian et St. Nicolai in Bücken (www.kirche-buecken.de) 1025 Erste urkundliche Erwähnung Nienburgs (www.nienburg.de) 1148 Gründung des Benediktinerklosters Schinna (www.kloster-schinna.de) 1163 Gründung des Zisterzienserklosters Loccum (www.kloster-loccum.de, www.klosterloccum2013.de) 12. Jh. Baubeginn der St.-Clemens-Kirche Marklohe, später Umbauten (www.clemenskirche.de) 1202-1582 herrschten die Grafen von Hoya in der Region. In der Blütezeit reichte ihr Territorium von Bremen bis zum Hochstift Minden, von den Grafschaften Oldenburg und Diepholz bis zur Weser. Das Wappen der Grafen von Hoya zeigte zwei schwarze Bärentatzen. Heute sind die Bärenklauen in den Wappen vieler Kommunen im Gebiet der ehemaligen Grafschaft Hoya zu finden. 1222 Bau der Langwedeler Burg (Grundmauern unter Burgbad Langwedel, Modell im Rathaus, www.langwedel.de) 1290 Bau des gotischen Domes in Verden (auf Resten der Ursprungskirche, www.dom-verden.de) 1306 Bau des Schlosses in Petershagen, späterer Umbau zu einem Renaissance-Schloss (www.schloss-petershagen.de) 14./15. Jh. Bau der Pfarrkirche St. Martin in Nienburg, Ursprung der Kirche im 12. Jh., der neugotische Turm stammt von 1896/97 (www.martin-nienburg.de)

1520-1620 Baustil der Weserrenaissance - der europäische Baustil der Renaissance hat im Weserraum eine besondere Ausprägung erfahren. Kaum irgendwo sonst in Mitteleuropa wurden in dieser Zeit so viele Renaissancebauten errichtet wie hier. 1545 Bau des Rittergutes in Brokeloh im Stil der Weserrenaissance (www.rittergut-brokeloh.de) 1582-89 Bau des Weserrenaissance-Giebel am Rathaus in Nienburg 16. Jh. Weserlastkähne befuhren die Mittelweser (1999 wurden bei Rohrsen zwei gut erhaltene Exemplare geborgen) 1619/20 Bau des Weserrenaisance-Schlosses Erbhof Thedinghausen (www.dererbhof.de) 1625 Tilly belagert Nienburg 17. Jh. Sensenschmieden in Liebenau, Entstehung der Scheuneviertel u.a. in Liebenau, Estorf, Schlüsselburg und Wellie (www.scheunenviertel-und-mehr.de) um 1750 Klöppel-Kunst in der Region (Liebenauer Spitzen) 1750-1850 Bau der Königlichen Kuranlage in Bad Rehburg (Romantik Bad Rehburg, www.badrehburg.de) 1812 Gründung der Glashütte Gernheim in Petershagen/Ovenstädt (www.lwl-industriemuseum.de) 1819 Erster Dampfer auf der Weser: Herzog von Cambridge 1831 Gründung des Bundes der Norddeutschen Liedertafeln in Oyle, daraus entstand der Chorverband Niedersachsen-Bremen 1832 Heinrich Christian Wilhelm Busch kommt am 15. April in Wiedensahl zur Welt (gestorben am 9. Januar 1908 in Mechtshausen, www.wilhelm-busch-geburtshaus.de) 1847 Bau der Bahnlinie HB-Ni-H 1854 In Achim entstehen erste Zigarrenfabriken (www.achim.de) 1872 Der Hollandgang auf Heringsfang setzt ein. Viele Menschen aus dem Bereich der südlichen Mittelweser-Region wurden zu Pionieren der Großen Deutschen Heringsfischerei - bis 1972 (www.heringsfaenger.de). 1873 Eröffnung der Bahnstrecke HB-Ruhrgebiet. Weyhe entwickelt sich zu einem der größten Verschiebebahnhöfe Norddeutschlands (www.weyhe.de) 1886 Bau des Schlosses in Etelsen (www.schloss-etelsen.de) 1896/97 Bau des Turmes der Pfarrkirche St. Martin in Nienburg (auf einen älteren Unterbau) 1896 Am 13.11. kommt der Maler Ernst Thoms in Nienburg zur Welt (Neue Sachlichkeit, gestorben am 11. Mai 1983 in Wietzen) 29

19./20. Jh. die Bahnstrecke Amerikalinie, Berlin-Bremen Amerika, führt viele Auswanderer durch die Mittelweser-Region (www.dah-bremerhaven.de) 1948 Der Würger vom Lichtenmoor ein großer Wolf, der angeblich zahlreiche Haus- und Wildtiere riss. Der ausgestopfte Kopf und Knochen werden im Landesmuseum in Hannover aufbewahrt. 1966 Gründung der ersten Museums-Eisenbahn Deutschlands in Bruchhausen-Vilsen (www.museumseisenbahn.de) 2008 Der Nienburger Markt wird zum schönsten Wochenmarkt Europas gekürt (www.nienburger-wochenmarkt.de) 2013 850 Jahre Kloster Loccum (www.kloster-loccum.de) Geschichtszahlen der Weltgeschichte vor 65 Mio J. starben die Dinosaurier aus vor 300.000 J. entwickelte sich der Neandertaler ca. 2.600 v. Chr. Bau der Pyramiden von Gizeh 776 v. Chr. erste Olympische Spiele 753 v. Chr. Gründung Roms 221 v. Chr. Gründung des Chinesischen Kaiserreich 9 n. Chr. Varusschlacht 768 Karl der Große wurde König des Fränkischen Reiches 1206-1227 Dschingis Khan war der erste Großkhan der Mongolen 1248 Baubeginn des Kölner Dom 1492 entdeckte Christoph Kolumbus Amerika 1517 schlug Martin Luther die 95 Thesen an die Schlosskirche Wittenberg 1648 Schließung des Westfälischen Frieden 1776 Unabhängigkeitserklärung der USA 1789 Beginn der französischen Revolution 1804 Krönung Napoleons zum Kaiser 1879 wird Albert Einstein in Ulm geboren 1887/89 Bau des Pariser Eifelturm 1888-1918 regiert der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. 1900 im Deutschen Reich treten das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB) in Kraft 1954 Deutschland wird zum ersten Mal Fußball- Weltmeister 1969 Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond 1989 Deutschlands Wiedervereinigung 2000 Weltausstellung EXPO in Hannover 30

Informationsmaterial über die Mittelweser-Region - kosenfrei zu bestellen - Mittelweser Region Urlaub + Freizeit Entdeckerkarte 25.11.08 26.11.2008 9:19 Uhr Seite 1 C M Y CM MY CY CMY K Mittelweser Region Die Entdecarketr-e K mit Gastgeberverzeichnis 2014 2013... für Alt und Jung www.mittelweser-tourismus.de www.mittelweser-tourismus.de MIT-xxxx_Urlaub&Freizeit_2013_RZ.indd 1 13.11.12 11:22 Probedruck "Hits-f r-kids"_print_zw 26.03.2008 15:12 Uhr Seite 1 Mittelweser Region Mittelweser Region Abseits der großen Straßen Für Kapitäne und Leichtmatrosen Kanuor&tboot Sp NatEurlr-ebnisse www.mittelweser-tourismus.de www.mittelweser-tourismus.de MIT-2048_Natur.indd 1 C MIT-2048_Kanu & Sportboot.indd 1 17.11.2010 9:33:49 Uhr "Reisemobil..."_PRINT 17.04.2009 9:09 Uhr Seite 1 M Y CM MY CY CMY Mittelweser Region www.mittelweser-tourismus.de Probedruck "Nordic Walking"_PRINT_ZW.08 26.03.2008 15:40 Uhr Seite 1 Camping kte & Cafés, Mseärrhöfe Immer ein lauschiges Plätzchen Köstliches zu Wasser und zu Lande www.mittelweser-tourismus.de www.mittelweser-tourismus.de Camping 2009.indd 6 We Der schönste Mittelweser Region Mittelweser Region Tag Wir bieten das passende Ambiente Petri Heil Für Sportfischer & Hobby-Angler 15.11.2010 10:21:11 Uhr MIT-2048_Angeln.indd 1 Alles Glück der Erde... www.mittelweser-tourismus.de www.mittelweser-tourismus.de www.mittelweser-tourismus.de MIT-2048_Heiraten.indd 1 Probedruck 27.11.2009 17:00:42 Uhr Mittelweser Region Probedruck Probedruck "Spargel"_PRINT_ZW.08 26.03.2008 15:50 Uhr Seite 1 Mittelweser Region Mittelweser Region ReisSemtellpobläiltz-e Auf den eigenen vier Rädern... 15.09.2010 15:32:47 Uhr K 15.11.2010 11:53:55 Uhr Mittelweser Region Kirchen & Klöster MIT-2048_Pferdetra ume_for-free.indd 1 17.11.2010 12:57:12 Uhr Mittelweser Region Nord Auto-Route Mittelweser Region Süd... Zeitreise per Auto, Reisemobil oder Motorrad www.mittelweser-tourismus.de Auto-Route Offenestatt Türen offene Herzen bis Gotik Muße Buße von Backstein www.mittelweser-tourismus.de... Zeitreise per Auto, Reisemobil oder Motorrad www.mittelweser-tourismus.de www.weserland.de 31

1 2 Mittelweser-Region A B C D E F G Stuhr BREMEN Oyten 51 SYKE 1 Weyhe Barrien Uphusen ACHIM Baden Völkersen Etelsen Daverden Holtebüttel Werder Hagen- Langwedel Riede Grinden Theding- Morsum hausen Wulmstorf Kirchlinteln Okel Emtinghausen Blender VERDEN Oiste (Aller) Gödestorf Schwarme Weser 27 Weser 215 1 2 3 4 5 6 7 BASSUM Ehrenburg Neuenkirchen 61 Bahrenborstel Schwaförden SULINGEN Barenburg Kirchdorf 61 6 Heiligenfelde Brake Süstedt Engeln Voigtei Bruchhausen- Vilsen Asendorf Homfeld Borstel Duddenhausen Calle Nordholz Graue 214 Mehringen Hoyerhagen Dedendorf Bücken Blenhorst Balge Wietzen Holzbalge Mehlbergen Neulohe Marklohe Liebenau Glissen Deblinghausen Wellie Düdinghausen Steyerberg Sarninghausen Woltringhausen Martfeld 6 Pennigsehl Hilgermissen HOYA Warpe Schweringen Oyle Binnen 215 Magelsen 215 Holtorf Leeseringen Estorf Brokeloh Landesbergen Aller Dörverden Hassel (Weser) Eystrup Gandesbergen Haßbergen Drakenburg Hämelhausen Rohrsen Heemsen Schessinghausen Linsburg Husum Bolsehle Anderten Erichshagen-Wölpe NIENBURG (Weser) Langendamm 6 Stöckse RETHEM (Aller) Lichtenhorst Steimbke 209 214 Mariensee 27 3 WALSRODE Aller Hodenhagen Ahlden (Aller) Rodewald Leine 4 5 6 7 Darlaten Schinna 8 9 10 Essern Lavelsloh Diepenau Stolzenau 441 61 Wes er 215 482 441 442 2 NEUSTADT am Rübenberge 8 WUNSTORF 9 30 441 6 HANNOVER 10 A MINDEN B C D E F G LGLN Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen 2014 Mittelweser Region Die Uchte Nendorf Leese Mardorf Höfen Müsleringen Schlüsselburg REHBURG- Steinhuder Wasserstraße Raddestorf Heimsen LOCCUM Meer Winzlar Steinhude Warmsen Bad Rehburg Harrienstedt Hävern Münchehagen Döhren Bohnhorst Ovenstädt Bokeloh Windheim Haselhorn SACHSENHAGEN Pollhagen Wiedensahl Haste PETERSHAGEN Lahde Raderhorst BAD NENNDORF Entdecker- Karte... für Alt und Jung kostenfrei www.mittelweser-tourismus.de Mittelweser-Touristik GmbH Lange Str. 18, 31582 Nienburg Postfach 1951, 31569 Nienburg Tel. (05021) 917 63-0, Fax: (05021) 917 63-40 info@mittelweser-tourismus.de www.mittelweser-tourismus.de