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Transkript:

ANLEITUNG Version.20.11.2014 BUSFÄHIGE TEMPERATURFÜHLER Hülsentemperaturfühler HTF RS485 Teflon 2m Anlegetemperaturfühler ALTF2 RS485 Außentemperaturfühler ATF2 RS485 Kanaltemperaturfühler KTF1 RS485 Eintauchtemperaturfühler ETF2 RS485 Außentemperaturfühler ATF2 RS485 mit nur 1 PG Folgende Fühler sind erhältlich: ALTF2 RS485 Modbus -RTU und SAIA S-Bus Anlegetemperaturfühler ATF2 RS485 Modbus -RTU und SAIA S-Bus Außentemperaturfühler mit externen seitlichem Fühlerrohr (Bei der Ausführung mit 2 BG s ist im Außenbereich darauf zu achten, dass die 2. PG geschlossen ist (aus Feuchtigkeitsgründen) oder verwenden Sie die Ausführung mit nur 1 PG) HTF RS485 Modbus -RTU und SAIA S-Bus Hülsenfühler mit Anschlusskopf aus Kunststoff ETF1 RS485 Modbus -RTU und SAIA S-Bus Eintauchtemperaturfühler Tauchhülse Messing ETF2 RS485 Modbus -RTU und SAIA S-Bus Eintauchtemperaturfühler Tauchhülse Edelstahl KTF1 RS485 Modbus -RTU und SAIA S-Bus Kanaltemperaturfühler inkl. Montageflansch 1/5

Sehr geehrte Damen und Herren, wir möchten uns nochmals für Ihr Vertrauen bedanken, welches Sie uns durch den Erwerb dieses Produktes entgegengebracht haben. Die busfähigen Fühler sind elektronische Geräte deren Signale über RS485 kommunizieren. Allgemeine Beschreibung für Bussystem RS 485 (Modbus RTU / SAIA S-Bus) Modbus -RTU / SAIA S-Bus ist ein offenes serielles Kommunikationsprotokoll, das auf der Master-/ Slavearchitektur basiert. Da es recht einfach auf beliebigen seriellen Schnittstellen zu implementieren ist, hat es eine weite Verbreitung gefunden. Es wird sehr häufig für die Anbindung von zentralen und dezentralen Ein- und Ausgangsgruppen (Feldbusgeräte) verwendet. Der Bus besteht aus einer Masterstation (SPS, DDC, Hakko Touch Panel) und mehreren Slavestationen, wobei die Kommunikation ausschließlich durch den Master gesteuert wird. Modbus -RTU / SAIA S-Bus verfügt über zwei grundlegende Kommunikationsmechanismen: Frage/Antwort (Polling): Der Master sendet ein Anfragetelegramm an den busfähigen Fühler und erwartet dessen Antworttelegramm. Die Telegramme erlauben das Schreiben und Lesen von Prozessdaten (Ein-/Ausgangsdaten) wahlweise einzeln oder gruppenweise. Die Daten werden im Modbus -RTU oder SAIA S-Bus Data Mode Format übertragen. Modbus -RTU / SAIA S-Bus wird auf unterschiedlichen Übertragungsmedien verwendet. Weit verbreitet ist die Implementierung auf der RS485-Busphysik, einer verdrillten, geschirmten Zweidrahtleitung mit Abschlusswiderständen. 2/5

Systemdaten Modbus -RTU / SAIA S-Bus Stromaufnahme Last: Anzahl der I/O-Stationen: Übertragungsmedium: Leitungslänge: Übertragungsrate: Kommunikationsart: Konfigurationsmöglichkeit: Protokolle: Modbus-Datenleitungen: Buspolarisation: 15mA 63 Geräte (1 63) abgeschirmtes, verdrilltes Kupferkabel 2 x 0,25mm(RS485) max. 1200 m (baudratenabhängig) 4800, 9600, 19200, 38400 Baud Lese-/Schreibzugriff wortorientiert über DIP-Schalter (Adressnummer, parity, Baud) Modbus RTU / Saia S-Bus (Data-Mode) + (=D0) (=A) - (=D1) (=B) Der Bus muss mit Abschlusswiderständen von 120R beim Master und beim letzten Slave zwischen + Datenleitung und - Datenleitung versehen sein. Bei starken Störungen wird eine Buspolarisation empfohlen: An einer Stelle im Netzwerk von der + Datenleitung 560R auf GND und von der - Datenleitung 560R auf +5V (alternativ 3,3K auf +24V) Analoger Eingang: Die busfähigen Fühler haben folgenden Eingang: Eingang analog: PT100 / PT1000 (Auflösung 24 Bit /0,1 C) NI1000 / NI1000 TK5000 Folgende Kürzel werden verwendet: PT = PT100 / PT1000 NI = NI1000 NITK = NI1000 TK5000 Busfähige Fühler Busschnittstelle Modbus -RTU / SAIA S-Bus Technische Daten: Versorgungsspannung: 24V DC +/- 20% Stromaufnahme Leerlauf: 15 ma Busprotokoll: RS 485 Modbus -RTU / SAIA S-Bus Data Mode Konfigurationsmöglichkeit: über DIP-Schalter (Adressnummer, parity, Baud) Adressnummer: 1 bis 63 (0 nicht erlaubt) Parity Modbus: no parity, even parity, odd parity Übertragungsrate: 4800, 9600, 19200, 38400 Baud Eingang analog: PT100/PT1000 (24 Bit Auflösung 0,1 C) NI1000/NI1000TK5000 Umgebungstemperatur: -30 C +60 C Lagertemperatur: -40 C +70 C Genauigkeit: <0,1% für Temperaturmessung PT1000 Temperaturkoeffizient: <0,003% / K für Temperaturmessung PT1000 Gehäuse: aus Kunststoff, Werkstoff Polyamid, 30% glaskugelverstärkt, mit Schnellverschlussschrauben Luftfeuchte: < 95% r.h. EMV Richtlinien: gemäß EN55011 Klasse B Normen: CE Konformität Schutzklasse: III (nach EN 60 730) Schutzart: IP65 (nach IEC 529 3/5

1 DIP-Schalter Für die serielle Kommunikation müssen einige Voreinstellungen durchgeführt werden. Diese Einstellungen werden an dem busfähigen Fühler mittels der vorhandenen zehn DIP-Schalter vorgenommen. Die DIP-Schalter haben folgende Funktion: Busadresse (DIP-Schalter 1 bis 6): Jedem busfähigen Fühler muss eine Bus-Adresse zugeordnet werden. Die Fühler arbeiten alle als Slaves. Es stehen insgesamt 64 Busadressen zur Verfügung, also Slave 1 bis Slave 63. Die Einstellung erfolgt wie bei einer Binärzahl: DIP-Schalter 123456 (0: OFF; 1: ON) 100000 Slave 1 010000 Slave 2 101001 Slave 37 111111 Slave 63 Codetabelle dezimal / BCD codiert Dip Schalter 1 2 3 4 5 6 Wertigkeit 2⁰ 2¹ 2² 2³ 2 4 2 5 1 2 4 8 16 32 z.b: 37 1 0 1 0 0 1 Für das nachfolgend beschriebene Beispiel, wurde die Busadresse auf 37 eingestellt. Demzufolge müssen die DIP-Schalter 1, 3 und 6 auf ON gestellt werden. Parität (DIP-Schalter 7 und 8): Bei serieller Kommunikation muss die Parität festgelegt werden. Folgende Zuordnungen sind bei den busfähigen Fühlern möglich: DIP-Schalter 78 (0:OFF; 1: ON) 00 Modbus / keine Parität 10 Modbus / Parität: ungerade (odd) 11 Modbus / Parität: gerade (even) 01 Saia S-Bus Data Mode Baudrate (DIP-Schalter 9 und 10): Auch die Geschwindigkeit für die Datenübertragung (Baudrate) muss festgelegt werden. Es stehen vier verschiedene Einstellungen für die Baudrate zur Verfügung: DIP-Schalter 9 10 (0:OFF; 1: ON) 0 0 Baudrate: 4800 Bd 1 0 Baudrate: 9600 Bd 0 1 Baudrate: 19200 Bd 1 1 Baudrate: 38400 Bd 4/5

2 Adressen Basierend auf dem Kommunikationsprotokoll Modbus -RTU / SAIA S-Bus Data Mode werden als Adressen jedem busfähigen Fühler Register zugeordnet. Für analoge Eingänge werden Register im Datenformat Wort verwendet. Busfähiger Fühler Registerzuordnung: Funktion Modbus -RTU SAIA S-BUS PT1000 [0,01 C] 20000..32767: - 200,0 bis 327,67 C Inputregister 0 100 Widerstand [0,1 Ohm] 0..65535: 0,0 6.553,5 Ohm, Messbereich bis ca. 3,3 k Ohm Inputregister 1 101 NI1000 [0,1 C] -2000..2800: -200,0 C...+280,0 C, DIN43760, TK6180ppm Inputregister 2 102 PT1000 Temperatur [0,1 C] -2000..8000: - 200,0 bis 800,0 C Inputregister 3 103 NI1000TK5000 [0,1 C] - 600..2500: -60,0 C...+250,0 C Inputregister 4 104 HW + SW Info 1000-1001 1000-1001 Anschlussbeispiel: LED Funktionen Grüne LED blinkt Rote LED blinkt Ursache: Rote und grüne LED blinken gleichzeitig Slave adressiert und Befehl ausgeführt keine Busverbindung falscher Busmode Baudrate falsch Parität falsch +/- am Bus vertauscht Busstörung durch 2 gleiche Slave-Adressen im Netzwerk falsche Registeradresse oder nicht implementierter Befehl 5/5