VDRP Tagung 2009 PV Rheinland Rheinische Hühnerrassen Deutsche Sperber Niederrheiner Rheinländer
Geografische Herkunft Mönchengladbach Duisburg Euskirchen
Entstehungsgeschichte im Vergleich Deutscher Sperber Niederrheiner Rheinländer Erzüchter O. Triedorf J. Jobs Dr. von Langen Erzüchtungs- Zeitraum 1901-1917 1939 1947 (1961) 1897-1908 Zuchtidee Legehuhn (Eigewicht) Zwiehuhn (Frohwüchsigkeit) Legehuhn (Mehrjährigkeit) Damalige Moderassen Italiener & Spanische Rassen z.b.:minorka Zwiehuhnrassen z.b.: Rhodeländer Plymouth Rocks Italiener & Spanische Rassen z.b.: Italiener
Deutscher Sperber Kraftvolle, große Landhuhnform auf reichlich mittelhoher Stellung. Reich entwickeltem, fest anliegendem Gefieder in Sperberzeichnung Gewicht: 1.0: 2,5 3,0 kg / 0.1: 2,0 2,5 kg Ringgröße: 1.0: 20 / 0,1: 18
Die Ahnen des Deutscher Sperbers Minorka Plymouth Rocks Italiener Bergische Schlotterkämme
Die Form des Deutscher Sperber nicht zu tief gezackter mittelgroßer Einfachkamm Ziemlich breiter locker getragener Schwanz mit breiten Neben- & gut gebogenen Hauptsicheln. Typischer Sperberung Mittelange gut gerundete Kehllappen Langer breiter walzen- förmiger Rumpf mit abfallender Körperhaltung Straffes Gefieder Schwanzansatz mit stumpfen Winkel Mittelhoher Stand
Die Form des Deutscher Sperber Steuerfedern Kehllappen nicht eingedeckter, länger Hauptsicheln nicht länger Unterbrust Idee voller Gefieder straffer Flügelhaltung waagerechter
Die Form des Deutscher Sperber Stehkamm Offen getragener, jedoch kein fächernder Schwanz Langer, breiter walzenförmiger Straffe Rumpf mit Flügelhaltung waagerechter Körperhaltung Gut ausgebildeter Legebauch
Die Form des Deutscher Sperber Umliegender Kamm ohne das Auge zu verdecken Flügelhaltung Idee straffer Kehllappen gerundeter Sichtbare Schenkel
Die Form des Deutscher Sperber Gestreckter im Rumpf Zu steil getragener g Schwanz, mit der typischen Sperberung
Die Sperberung beim Deutscher Sperber Ideale Sperberzeichnung im Halsbehang des 1.0 Zu offene & schwache Sperberzeichnung im Halsbehang des 1.0 Ideale Körperfeder mit schwach gezeichnetem Untergefieder Zu verschwommene und im Untergefieder zu schwach gezeichnete Sperberung
Fazit: Deutscher Sperber Auf einen langen breiten walzenförmigen Körperbau mit einer vollen gut gewölbten und tiefangesetzen Brust, sowie des dazugehörigen ausladen Baupartie ist neben dem stumpfen Schwanzwinkel zu achten, des weiteren auf der geschlechterabhängigen Körperhaltung. Zudem dürfen Kamm und Kehllappen kein Italienerformat annehmen. Beim 1.0 werden zur Zeit Hauptsicheln, welche nur 2/3 gezeichnet sind toleriert. Ziel ist sind beim 1.0 durchgezeichnete Hauptsicheln und bei der 0.1 keinerlei bräunlichen Farbeinlagerungen im Gefieder.
Niederrheiner Übermittelgroßes, dabei sehr bewegliches breit und mittelhoch gestelltes Zwiehuhn mit voller, kräftiger, gut abgerundeter Form. Gewicht: 1.0: 3,5 4,0 kg / 0.1: 2,5 3,0 kg Ringgröße: 1.0: 22 / 0,1: 20
Die Ahnen des Niederrheiners Orpington Nordholländisches Blaues Masthuhn Italiener
Die ideale Brust- & Rückenlinien eines Niederrheiner
Die Form des Niederrheiners Typische mittellange Rückenlinie ohne Unterbrechung ansteigend Volle Brust Kräftiger gut abgerundeter kastenförmiger Rumpf Sperberung bis in die Sicheln hinein
Die Form des Niederrheiners Mittellanger Schwanz mit gut gerundeten Sichelfedern Mittelgroßer Kopf und angepassten Kopfpunkten rundliche Rücken- Schwanzlinie Hervortretende Schenkel
Die Form des Niederrheiners Waagerechte Flügelhaltung Typische Rückenlinie Kräftiger gut abgerundeter kastenförmiger Rumpf mit voller Brust Sperberung bis in die Steuerfedern hinein
Die Form des Niederrheiners Schwanzanstieg nicht steiler Schöne Kopfpunkte Im Rücken länger (mittellang!) In der Unterbrust gefüllter Lauffarbe fleischfarbender
Die Form des Niederrheiners Kammzacken weiniger griffelig Steuerfedern lockerer getragen, dann breiter im Schwanz
Die Form des Niederrheiners Breiter am Schwanzende Schenkelgefied er straffer
Die Blaugesperberung des Niederrheiner Typische Sperberung; hier wechselt sich die blaugraue Grundfarbe mit der helleren, nicht so scharf abgegrenzten, graublauen Sperberung ab Deutliche Übersperberung, der dunkle Anteil ist bis auf Punkte bzw. Striche reduziert. 1.0 von solchen Hennen zeigen dann Sicheln ohne Sperberung Ideale blaugesperberte Feder Fehlerhafte braungraue Farbe bzw. weißliche Einlagerungen
Fazit: Niederrheiner Auf die drei markantesten Merkmale sind zu achten. Zu einem auf gut abgerundeter kastenförmiger Rumpf. Zum zweiten auf die typische Rückenlinie, welche in einer fließenden, leicht hohlrunden Linie in den vollen, recht federreichen Sattel und in einen mittellangen breiten Schwanz übergeht. Zum dritten auf die typische Blausperberung, welche mit den anderen gesperberten Rassen nur die Anlage des Sperberfaktor gemeinsam hat!
Rheinländer Landhuhnform mit rechteckigem Rumpf, gerader Rückenlinie, tiefer Brust und vollem Bauch sowie knapp mittelhoher Stellung, feingliedriger Knochenbau und voller breiter Befiederung. Lebhaft, doch zutraulich. Gewicht: 1.0: 2,0 2,75 kg / 0.1: 1,75 2,50 kg Ringgröße: 1.0: 18 / 0,1: 16
Die Ahnen des Rheinländers Bergische Kräher Ramelsloher Silberhalsige Eifler Landhuhn Rósenkämmige Minorka Le Mantes
Die Form des Rheinländers Breiter Schwanz mit breiten und stupfen Haupt- & den zahlreichen h Nebensicheln Festes straffes Gefieder Stumpfer Schwanzwinkel Ohrscheiben ~1 Münzen groß Breite volle & tiefe Brust Rechteckiger gestreckter Rumpf (Länge zur Tiefe = 8 : 5) = Goldener Schnitt! mittelhoher Stand, fast schon zu hoch
Die Form des Rheinländers Im Übergang g eingedeckter Schwanz deutlicher winkelnd Goldener Schnitt & volle tiefe Brust Lauffarbe satter schwarz Steuerfedern eingedeckter & mehr Grünglanz in der Nebenbesichelung aufweisen
Die Form des Rheinländers Ohrscheibe ~ 5 Cent-münzen groß Schwanzbreite, Ende nur wenig breiter wie der Schwanzansatz Breite volle Brust Einheitliche Steuerfedernlänge Sichtbare Schenkel Goldener Schnitt
Die Form des Rheinländers Typische Oberlinie i Typische Kopfpunkte Steuerfedern nicht weiter nach unten auffächernd In der Unterbrust gefüllter Lauffarbe gleichmäßiger dunkler gefärbt
Die Form des Rheinländers Typische Oberlinie Schöne Kopfpunkte Steuerfederlänge einheitlicher Flügel nicht länger und straffer getragen Schenkelgefiede r straffer
Fazit: Rheinländer Auf den goldenen Schnitt (d.h. Länge zur Tiefe wie 8 : 5) ist bei der Körperform zu achten. Auch sollte man bei den 0,1 Wert auf die richtige Schwanzbreite legen: Breit im Ansatz und am Ende nur wenig breiter, dies bedeutet nicht, dass der Schwanz nach unten auffächern darf! Auch sollte man auf die Größe der Tiere achten, diese dürfen teilweise nicht mehr größer werden. Bei dem schwarzen Farbenschlag sollte man auf möglichst dunkle Läufe und Gefiederfarbe f achten, dann erhält hl man den angestrebten durchgehenden Grünglanz.
Gibt es noch Fragen bezüglich den vorgetragenen Ausführungen zu den drei Rheinischen Rassen: Deutsche Sperber Niederrheiner Rheinländer??