FACHWISSEN FEUERWEHR Linde Dittrich TÜRÖFFNUNG FORCIBLE ENTRY
Inhalt Inhalt Vorwort............................................... 5 Inhalt................................................. 7 1 Einführung......................................... 10 1.1 Taktische Grundlagen................................. 11 1.2 Rechtliche Grundsätze................................ 12 1.3 Amtshilfe.......................................... 15 1.4 Selbstkontrolle und Testfragen.......................... 16 2 Grundlagen der Gebäudetechnik......................... 18 2.1 Außenhautsicherung.................................. 18 2.2 Türaufbau......................................... 19 2.3 Schließsysteme...................................... 22 2.3.1 Kastenschloss................................. 22 2.3.2 Chubb-Schloss................................ 24 2.3.3 Profilzylinder-Schloss........................... 25 2.3.4 Einbruchhemmende Türen....................... 28 2.3.5 Bauschlüssel/Architektenschlüssel................. 31 2.4 Selbstkontrolle und Testfragen.......................... 32 3 Grundlagen der Öffnungstechnik........................ 34 4 Zerstörungsfreie Öffnungstechnik....................... 35 4.1 Gerätekunde........................................ 35 4.1.1 Dietrich/Sperrhaken............................ 35 4.1.2 Lockpicker................................... 37 4.1.3 Türfallenbleche............................... 38 4.1.4 Türfallenhebel................................ 40 4.1.5 Türklinkenangel............................... 41 7
Inhalt 4.2 Grundsätzliche Vorgehensweise.......................... 41 4.2.1 Tür nicht verriegelt............................. 41 4.2.2 Tür verriegelt.................................. 48 4.3 Selbstkontrolle und Testfragen........................... 54 5 Nicht zerstörungsfreie Öffnungstechnik.................... 55 5.1 Gerätekunde........................................ 56 5.1.1 Zugschrauben................................. 56 5.1.2 Zieh-Fix..................................... 60 5.1.3 Ziehglocke.................................... 60 5.1.4 Knackrohr.................................... 62 5.1.5 multizettex................................. 63 5.1.6 Schließzylinderfräse............................. 64 5.1.7 Halligan-Tool................................. 64 5.1.8 Türbrechwerkzeug nach DIN 14901................ 65 5.1.9 Hydraulische/mechanische Türbrecher.............. 66 5.2 Grundsätzliche Vorgehensweise.......................... 67 5.2.1 Zieh-Fix..................................... 68 5.2.2 Ziehglocke................................... 72 5.2.3 Knackrohr.................................... 75 5.2.4 multizettex................................. 77 5.2.5 Schließzylinder-Fräse............................ 78 5.2.6 Halligan-Tool................................. 80 5.2.7 Türbrechwerkzeug nach DIN 14901................ 83 5.2.8 Hydraulische/mechanische Türbrecher.............. 84 5.2.9 Türscharnier abtrennen.......................... 85 5.3 Selbstkontrolle und Testfragen........................... 86 6 Elektronische Schließsysteme............................ 88 8
Inhalt 7 Zugang über Fenster.................................. 91 7.1 Fensteröffnung...................................... 91 7.2 Rollladenöffnung.................................... 94 7.3 Selbstkontrolle und Testfragen.......................... 96 8 Literatur- und Quellenverzeichnis........................ 97 Lösungen.......................................... 100 9
Grundlagen der Gebäudetechnik Das Türblatt ist mit der Zarge über zwei oder mehrere Scharniere verbunden. Gegenüber den Scharnieren befindet sich in der Regel das Türschloss. Früher waren dies sogenannte Kastenschlösser, die von außen auf das Türblatt aufgeschraubt wurden. Heute werden praktisch ausschließlich sogenannte Einsteckschlösser verwendet. Diese Einsteckschlösser tragen ihren Namen aufgrund der Tatsache, dass sie in das Türblatt eingelassen werden. Dies hat zum einen eine deutlich verbesserte Optik zur Folge, da das Schloss gänzlich im Türblatt verschwindet, zum anderen dient es der Sicherheit, da so das Schloss vom Türblatt zusätzlich gesichert wird. In der Regel verfügen Schlösser über zwei Zuhaltungen, zum einen die Falle und zum anderen den sogenannten Riegel. Die Falle ist in Richtung der Schließbewegung der Tür abgeschrägt und wird Feder belastet in ihrer Position gehalten. Schließt die Tür, so wird über die Schräge die Falle in den Schlosskasten zurückgedrückt und die Tür kann zufallen. Falle Türrahmen Türblatt Abbildung 2: Türfalle (Grafik: Verfasser) 20
Grundlagen der Gebäudetechnik Das Einsteckschloss ähnelt in seinem Aufbau grundsätzlich dem Kastenschloss. Der wesentliche Unterschied besteht in der Betätigung des Riegels. Hierzu wird in das eingebaute Einsteckschloss ein sogenannter Profilzylinder eingesetzt. Dieser Profilzylinder basiert auf der Funktion eines Zuhaltungsschlosses. Dazu verfügt ein Profilzylinder-Schloss über mehrere Stiftzuhaltungen, die durch den gestuften Schlüsselbart so in Position gebracht werden, dass der Zylinderkern gedreht werden kann. Ein Profilzylinder- Schloss besteht meist aus einem Gehäuse und einem drehbaren Zylinderkern. Abbildung 10: Verriegelung Schließzylinder 26
Zerstörungsfreie Öffnungstechnik Abbildung 32: Falle wird mit Türfallenblech zurückgedrückt (Grafik: Verfasser) Abbildung 33: Einsatz Türfallenblech (Draufsicht) (Grafik: Verfasser) Türfallenhebel In der Regel können Türfallenbleche nur bei nach innen öffnenden Türen eingesetzt werden. Ein Einsatz der Bleche von außen ist sinnlos, da ein Zurückdrücken der Türfallen nur von der abgeschrägten Seite der Türfalle möglich ist. Bei nach außen öffnenden Türen werden daher die Türfallenhebel eingesetzt. Abbildung 34: Türfallenhebel in Türfalz einfügen 45
Nicht zerstörungsfreie Öffnungstechnik 5.1.5 multizettex Das multizettex-gerät dient ebenfalls zum Brechen des Schließzylinders im Steg. Das Gerät arbeitet nach dem Prinzip des einseitigen abgewinkelten Hebels. Mittels einer entsprechend starken Zugschraube wird die Kraft auf den Zylinder übertragen. Es ist dazu mit einem Teleskophebelarm ausgestattet. Zusätzlich verfügt das Werkzeug noch über die Möglichkeit, einen überstehenden Zylinder durch direktes Aufsetzen zu brechen. Abbildung 57: MultiZETTEX Abbildung 58: Kopf MultiZETTEX 63
Zugang über Fenster Abbildung 92: Werkzeug über Fenstergriff eingerastet Mittels eines Vakuumsaugers wird das gekippte Fenster nun von außen angezogen und quasi geschlossen. In diesem Zustand ist es möglich, durch Zug am dem Knauf gegenüberliegenden Seilende den Fensterhebel in die waagerechte Position (Öffnungsposition) zu ziehen. Durch Druck auf den Vakuumsauger kann das Fenster jetzt geöffnet werden. Abbildung 93: Fenster über Seilzug öffnen 93