Seite 1 von 5 05.12.2004 Um es gleich vorwegzunehmen: Er ist immer noch nicht fertig. Ich bin schon seit einiger Zeit mit einem Weihnachtsgeschenk für meinen (größeren) Sohn beschäftigt (wird eine Überraschung, er ahnt noch nichts). Da dies hier ja doch keiner liest, kann ich es ruhig verraten: Es wird ein Absetzkipper auf Basis des Modells von BRUDER. Bis Weihnachten soll er wenigstens fahren, um den Absetzmechanismus kümmere ich mich später (Pläne existieren aber schon). Bevor du fragst, Martin, auch hierzu wird es natürlich mal eine Baubeschreibung geben. Versprochen. Großes Indianerehrenwort. Die Scheinwerfer Doch zurück zum Büssing. Er hat jetzt Scheinwerfer und eine Pritsche. Die Scheinwerfer habe ich bei Veroma gekauft (falls meine Frau dies liest: Nicht bei "Verona", sondern "Veroma"! Dies ist eine Firma, die viele schöne Dinge für Liebhaber von LKW-Oldtimern anbietet. Außerdem kenne ich gar keine Verona). Jedoch hat mir die vorgesehene Befestigung nicht gefallen: Scheinwerfer auf einen konischen Sockel draufstecken, nicht kleben, weil es ja möglich sein muss, die Glühbirnchen auszuwechseln. Ein Scheinwerfer von Veroma Ich bin ziemlich sicher, dass die Scheinwerfer (bei meinem Fahrstil) bald abfallen würden und (bei meinem Glück) nicht mehr auffindbar wären. Vielleicht würden sie auch in den Teich auf unserem Vereinsgelände fallen ("Papa, was sind denn das für Froschaugen da auf dem Grund?") Deshalb habe ich das untere Loch der Scheinwerfer etwas aufgebohrt und ein 5mm-Gewinde reingeschnitten und eine M5-Schraube mit einem 2mm-Kernloch versehen. Durch das Loch in der Schraube passen die Anschlussdrähte, und den Scheinwerfer kann ich jetzt darauf festschrauben.
Seite 2 von 5 Scheinwerfer-Sockel Zum ferngesteuerten Ein- und Ausschalten des Lichts benutze ich den Minischalter-Bausatz von Conrad. Dieser erschien mir mit 7,97 Euro recht preiswert zu sein. Aber er hat kein Gehäuse. Jedoch - er passt sehr gut in eine Streichholzschachtel (Pech hat, wer auf Feuerzeuge schwört). Schalter-Gehäuse Die Pritsche Die beiden Seitenteile und das hintere Teil sollen klappbar sein. Ich möchte Holz verwenden, das mit Messingprofilen eingefasst ist (zuerst dachte ich eher an die Haltbarkeit, aber in der Realität wurde es wohl auch so gemacht). Alle Teile der Pritsche habe ich weich gelötet. Aus Messing-U-Profil 3x3 mm habe ich also einen Rahmen gelötet, der erst einmal an einer Schmalseite offen bleibt: Pritschen-Rahmen
Seite 3 von 5 In die Ecken habe ich zur Stabilisierung kleine Winkel aus 2mm Messingblech gesetzt. Dann oben und unten (oder besser: an die spätere Innen- und Außenseite) je drei Querstreben gelötet. An die beiden äußeren Querstreben habe ich unten je ein Stück Messingstange quer drangelötet, dies wird das Scharnier. Jetzt konnte ich Holzleisten, die ich schon vorgestrichen hatte, von der offenen Seite in dieses "Gestell" schieben. Zum Schluss wurde noch die offene Seite mit U-Profil verschlossen; auch hier hat das Löten geklappt, ohne dass das Holz angesengt wurde. Außenseite (oben) und Innenseite (unten) In die äußeren oberen Ecken habe ich jeweils kleine Ösen aus Draht gelötet, hier werden später die Verschlusshebel befestigt (auf den Bildern ist bisher nur eine vorläufige, primitive Lösung - zurechtgebogener Draht - für die Hebel zu sehen). Für den Boden der Pritsche hatte ich schon den Rahmen nach der gleichen Methode fertiggestellt (jedoch habe ich für die unteren Querstreben U-Profil 8x4 mm verwendet und auf obere Querstreben verzichtet - von wegen der Stolpergefahr beim Betreten der Ladefläche), da musste ich feststellen, dass ich nur dann mit einem Anhänger bergab fahren konnte, wenn ich dabei leicht beschleunigt habe. Andernfalls hat auch ein leichter Anhänger den Wagen aus der Spur geschoben. Der Grund liegt darin, dass der Wagen bisher recht wenig Last auf der Hinterachse hat. Deshalb habe ich für den Boden der Pritsche nicht Holz, sondern 2mm Messingblech verwendet (Gewicht ca. 500 g).
Seite 4 von 5 Pritschenboden Im oberen Teil des Bildes ist das Verbindungsteil der Pritsche mit dem Rahmen zu sehen. Es besteht aus zwei L-Profilen (in Längsrichtung des Wagens), daran quer befestigt drei stabile Bleche als Auflage für die Pritsche, die in der Mitte brückenförmig ausgesägt sind, so dass der Akku von hinten hereingeschoben werden kann (siehe auch nächstes Bild). An den L-Profilen sind auch die Kotflügel für die Hinterräder festgeschraubt. Am Boden der Pritsche sind von unten 4 Winkel befestigt, an denen die Pritsche festgeschraubt werden kann. Das Verbindungsteil mit Kotflügeln und Pritsche wird schließlich mit 4 Schrauben auf dem Rahmen befestigt. Pritsche hinten Die Gegenstücke der Scharniere für die Klappen bilden Abschnitte von Messingröhrchen. Die Klappen werden nur reingesteckt und nicht weiter befestigt (auch dies ist nicht ganz realitätsfremd). Scharnier Unten ist das Röhrchen zu sehen. Rechts oben die Drahtöse, in die der Befestigungshebel greift, links daneben ein kleiner Anschlag für die Klappe, damit sie nicht nach innen fallen kann. Der flache Winkel auf der Pritsche ist nicht vorbildgerecht; er hat noch drei Brüder, die bei Bedarf einen 12V-Bleiakku gegen
Seite 5 von 5 Verrutschen sichern sollen. Bedarf wird zum einen bestehen, wenn der Fahrakku leer ist, und zum anderen, wenn die Hinterachse zusätzlichen Ballast benötigt. Zum Abschluss dieses 4. Teils der Baubeschreibung noch ein Blick auf die fertige Pritsche: die fertige Pritsche So weit, so gut - Fortsetzung folgt... noch ne Anmerkung von Martin: Hoffentlich beweist Du beim Lackieren auch so viel Geschick wie beim Bauen. Aber Du kannst Dir ja kompetenten Rat bei Swen oder Andreas holen...